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DE1273046B - Verfahren und Anordnung zur selbsttaetigen Steuerung des Hochlaufs und des Abbremsens eines Gleichstrommotors - Google Patents

Verfahren und Anordnung zur selbsttaetigen Steuerung des Hochlaufs und des Abbremsens eines Gleichstrommotors

Info

Publication number
DE1273046B
DE1273046B DET30362A DET0030362A DE1273046B DE 1273046 B DE1273046 B DE 1273046B DE T30362 A DET30362 A DE T30362A DE T0030362 A DET0030362 A DE T0030362A DE 1273046 B DE1273046 B DE 1273046B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
capacitor
motor
armature
assigned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET30362A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Wladyslaw Sarnowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Original Assignee
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken Patentverwertungs GmbH filed Critical Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority to DET30362A priority Critical patent/DE1273046B/de
Publication of DE1273046B publication Critical patent/DE1273046B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/24Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices
    • H02P7/28Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices using semiconductor devices
    • H02P7/285Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices using semiconductor devices controlling armature supply only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Direct Current Motors (AREA)
  • Stopping Of Electric Motors (AREA)

Description

  • Verfahren und Anordnung zur selbsttätigen Steuerung des Hochlaufs und des Abbremsens eines Gleichstrommotors Das Anlassen von Gleichstrommotoren kann in einfachster Weise in der Art der sogenannten Grobschaltung dadurch erfolgen, daß an den Motor eine Ankerspannung der Größe angelegt wird, welche zur Erzielung der Solldrehzahl notwendig ist. Der Motor läuft dann in einem durch seine elektrischen und mechanischen Eigenschaften und durch seine Belastung gegebenen Abhängigkeitsverhältnis der Drehzahl von der Zeit auf seine Solldrehzahl hoch. Zum Zweck des Abbremsens des Motors wird in solchen Fällen die Ankerspannung weggenommen, und die Drehzahl des Motors sinkt ebenfalls gemäß den Eigenschaften des Motors und seiner Belastung in einer vorgegebenen Abhängigkeit von der Zeit normalerweise auf den Wert Null. Beim Umschalten des Motors auf Rückwärtslauf (Reversieren) wird, je nach der Leistung des Motors, entweder zuerst die Ankerspannung weggenommen und nach Absinken der Motordrehzahl etwa auf den Wert Null eine Ankerspannung umgekehrter Polarität angelegt oder aber sofort die Polarität der Ankerspannung geändert.
  • Es ist ferner bekannt, Spannungsänderungen für den Anker eines Gleichstrommotors, die zur Herbeiführung einer anderen Drehzahl von einem Steuer-oder Regelglied vorgegeben werden, dem Anker nicht unmittelbar zuzuführen, sondern nach ihrer Maßgabe einen Kondensator umzuladen und mit dessen Hilfe an die Ankerklemmen eine Spannung zu legen, die sich ebenfalls von dem zuerst vorliegenden bis zu dem der neuen Drehzahl zugeordneten Spannungswert ändert, jedoch mit einem exponentiellen Verlauf, der entweder im ganzen benutzt wird, um Momentenstöße zu vermeiden, oder nur in einem im wesentlichen linearen Teil, um lineare Drehzahländerungen des Motors zu erreichen.
  • Um einen schnellen Hochlauf eines Gleichstrommotors auf einen vorgegebenen Drehzahlwert zu erzielen, ist es auch bekannt, den Gleichstrommotor zunächst mit Überspannung zu betreiben. Ein Zweipunktregler schaltet die Ankerspannung nach Erreichen der Solldrehzahl des Motors ab, und die Drehzahl sinkt nach einem kurzzeitigen überschwingen auf einen höheren Wert wieder auf die Solldrehzahl ab. In diesem Augenblick schaltet der Zweipunktregler die Ankerspannung wieder ein, und das Absinken der Drehzahl des Motors wird dadurch sogleich verlangsamt. Nach einem geringfügigen Absinken unter den Sollwert steigt die Drehzahl wieder auf den Sollwert an und pendelt sich auf diesen Wert mit einer gedämpften Schwingung ein. Auch ein solches Vorgehen ist aber, wenn die Solldrehzahl des Motors schnell erreicht und dann genau eingehalten werden soll, nicht günstig, da die Einschwingzeit bis zur Solldrehzahl zu groß ist. Außerdem sind nicht bei jedem Antrieb mit Gleichstrommotoren überdrehzahlen erlaubt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anordnung zur selbsttätigen Steuerung des Hochlaufs und des Abbremsens eines Gleichstrommotors bei Vorwärts- oder Rückwärtslauf durch Änderung der Ankerspannung in Abhängigkeit von einer Führungsspannung, die mit Hilfe eines bei Abgabe eines Steuerbefehls sich auf- oder entladenden Kondensators selbsttätig erzeugt wird, wobei sich die Istdrehzahl einer neuen Solldrehzahl jeweils nur in einer Richtung asymptotisch nähert.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen möglichst schnellen Übergang zu der jeweils neuen Solldrehzahl zu erreichen.
  • Die Erfindung besteht bei dem zuvor genannten Verfahren darin, daß der Führungsspannung ein derartiger zeitlicher Verlauf gegeben wird, daß die Ankerspannung nach Abgabe des Steuerbefehls über ihren der neuen Solldrehzahl zugeordneten Betrag hinaus kurzzeitig erhöht und danach, kurz bevor der Motor die neue Solldrehzahl erreicht, auf den der neuen Solldrehzahl zugeordneten Betrag wieder erniedrigt wird.
  • Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist weiterhin vorgesehen, daß bei der selbsttätigen Steuerung des Hochlaufs eine konstante Spannung erzeugt wird, welche der Ankerspannung des Motors bei der neuen Solldrehzahl zugeordnet ist und welcher eine der Kondensatorspannung proportionale Spannung überlagert wird. Andererseits ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß bei der selbsttätigen Steuerung des Abbremsens eine dem Verlauf der Kondensatorspannung entsprechende Ankerspannung mit umgekehrtem Vorzeichen wie beim Hochlauf erzeugt wird.
  • Für die selbsttätige Steuerung des Reversiervorgangs ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß eine konstante Spannung erzeugt wird, deren Betrag der Ankerspannung des Motors bei der neuen Solldrehzahl zugeordnet ist und welcher eine der Kondensatorspannung proportionale Spannung überlagert wird, und daß eine Ankerspannung erzeugt wird, die der durch die Überlagerung gebildeten Summenspannung folgt, jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen wie beim Hochlauf.
  • Zur Durchführung eines Verfahrens zur selbsttätigen Steuerung der vorgenannten Art schlägt die Erfindung eine Anordnung von solcher Ausbildung vor, daß zur Erzeugung der Führungsspannung ein erster Stromkreis, bestehend aus einem ohmschen Widerstand und einem dazu in Reihe geschalteten Kondensator, und ein diesem nachgeordneter zweiter Stromkreis dient, welcher in Form eines u-Gliedes zwei einstellbare ohmsche Widerstände und einen Kondensator enthält, daß an diesem die zur Erzeugung der Führungsspannung dienende Kondensatorspannung abgenommen wird und daß ein in Abhängigkeit vom Steuerbefehl betätigter Umschalter vorgesehen ist, welcher in seiner ersten Schaltstellung eine Aufladung des ersten Kondensators ermöglicht und in seiner zweiten Schaltstellung eine Entladung dieses Kondensators über die einstellbaren ohmschen Widerstände des zweiten Stromkreises unter gleichzeitiger vorübergehender Aufladung und anschließender Entladung des zweiten Kondensators bewirkt.
  • Die Anordnung ist dabei insbesondere so getroffen, daß eine Verstärkeranordnung dem Kondensator des zweiten Stromkreises nachgeordnet ist, daß ein Konstantspannungsglied vorgesehen ist, dessen Spannung in der Verstärkerranordnung der Auf- bzw. Entladespannung des Kondensators überlagert wird und in ihrer Größe der neuen Ankersollspannung des Motors zugeordnet ist, und daß ein Schaltelement vorgesehen ist, welches bei einem Stoppbefehl für den Motor das Konstantspannungsglied unwirksam macht.
  • Als Konstantspannungsglied kann insbesondere eine Zenerdiode oder eine Batterie dienen.
  • Mittels der vorgenannten einstellbaren Widerstände kann der Auf- und Entladevorgang des die Führungsspannungen erzeugenden Kondensators so verändert werden, daß sich bei den verschiedenen Betriebszuständen des Motors eine optimale Beschleunigung ergibt. Wesentlich ist aber, daß die Aufladung des Kondensators in sehr kurzer Zeit (beispielsweise bis zu 2 ms) erfolgen kann.
  • Im folgenden soll die Erfindung an Hand der Zeichnung noch näher erläutert werden.
  • F i g. 1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematisierter Darstellung; F i g. 2 zeigt die Hochlaufkennlinie eines Gleichstrommotors bei bekannten (Kennlinien a und b) und bei dem erfindungsgemäßen Verfahren (Kennlinie c); F i g. 3 ist in untereinander gleichem Zeitmaßstab im Diagramm a der Verlauf der Kondensatorspannung U, im Diagramm b der Verlauf der Ausgangssteuerspannung Ust der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung, im Diagramm c die Drehzahl des Motors und im Diagramm d der Verlauf der Ankerspannung UA des Motors dargestellt.
  • In F i g. 1 liegt an den Eingangsklemmen 1 und 2 eine konstante Gleichspannung. An den Klemmen 1 und 2 liegt ferner ein RC-Glied mit einem ohmschen Widerstand 3 und einem Kondensator 4 und einem Umschalter 5 zwischen dem Widerstand und dem Kondensator. Der Umschalter 5 kann vorzugsweise zur Erzielung einer hohen Umschaltgeschwindigkeit durch elektronische Bauelemente, wie z. B. Transistoren oder Thyristoren, realisiert werden. Das RC-Glied stellt, zusammen mit dem einen Strompfad des Umschalters, einen ersten Stromkreis der erfindungsgemäßen Anordnung dar. Ein zweiter Stromkreis wird durch das Schalten des Umschalters 5 in seine zweite Schaltstellung gebildet und enthält ebenfalls den Kondensator 4, ferner zwei einstellbare ohmsche Widerstände 6 und 7 sowie einen zweiten Kondensator B. Die auch zwischen den Klemmen 9 und 10 liegende Spannung U, des Kondensators 8 ist in F i g. 3, a dargestellt. Die Einstellbarkeit der Widerstände 6 und 7 ermöglicht eine Anpassung der Auf-und Entladezeit des Kondensators 8 entsprechend den vorgegebenen Motoreigenschaften.
  • An die Klemmen 9 und 10 schließt sich eine Verstärkeranordnung an. Diese enthält einen Verstärker 1l. mit hochohmigem Eingang und einen Verstärkertransistor 12, welcher mit seinem Kollektor über einen ohmschen Widerstand 13 an einer positiven Gleichspannungsklemme liegt. Der Emitter dieses Transistors 12 liegt über eine Zenerdiode 14 an einem Bezugspotential, vorzugsweise an Masse. An der Zenerdiode 14 liegt eine positive Spannung, welche über den Transistor 12 die Auf- und Entladespannung des Kondensators 8 überlagert. Die Spannung an den Klemmen 15 und 16 stellt die Steuerspannung Ust für die Ankerspannung UA des Motors dar und ist in F i g. 3, b dargestellt. Zum Überbrücken der Zenerdiode 14 bei einem der möglichen Betriebsfälle ist ein Transistor 17 und ein ohmscher Widerstand 18 vorgesehen. Es ist jedoch selbstverständlich, daß die Überbrückung der Zenerdiode auch mit anderen Mitteln erfolgen kann.
  • Die Klemmen 15 und 16 sind mit einer Steuer= einrichtung 19 verbunden. Dieser wird eine an den: Klemmen 20 und 21 liegende Speisegleichspannung für den Motor zugeführt und entsprechend dem Kurvenverlauf der Steuerspannung Ust an den Klemmen 15 und 16 selbsttätig gesteuert. Zwischen die Ausgangsklemmen der Steuereinrichtung 19 und deri Motoranker 22 ist ein Umpolschalter 23 eingefügt, welcher die Ausgangsspannung der Steuereinrichtung 19 bei bestimmten Betriebsfällen dem Motoranker 22 mit umgekehrter Polarität zuführt. An den Klein-. men 24 und 25 am Ausgang dieses Umpolschalters wird die Ankerspannung UA für den Motoranker 22 abgenommen.
  • Die Betätigung des Umschalters 5 erfolgt durch eine Steuereinrichtung 26. Diese schaltet jeweils bei den, Steuerbefehlen >Start« und »Stopp« den Umschalter 5 aus der in F i g. 1 gezeichneten Ruhelage in die andere Schaltstellung um und stellt nach einer. Zeit, nach welcher der Kondensator 8 mit Sicherheit, aufgeladen ist, den Umschalter wieder in seine Ruhe-Stellung zurück. Durch den Steuerbefehl »Stopp« wird außerdem sowohl der Transistor 17 derart be-, tätigt, daß die Zenerdiode 14 überbrückt wird, .alsauch die Ankerspannung UA vermittels des Umpolschalters 23 umgepolt. Die Ankerspannung UA wird ebenfalls umgepolt, wenn der Motor von Vorwärtslauf auf Rückwärtslauf umgeschaltet wird. Wird der Rücklaufbefehl wieder weggenommen, so kehrt der Umpolschalter 23 wieder in seine ursprüngliche Lage zurück. Für die Erfindung ist es grundsätzlich gleichgültig, in welcher Form die Steuerbefehle an die Steuereinrichtungen 23 und 26 sowie den Transistor 17 angelegt werden. Bei einer ausgeführten Anordnung wurden beispielsweise digitale Befehle gewählt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist folgende: Der Umschalter 5 befinde sich in seiner dargestellten Ruhelage, der Motoranker 22 befinde sich im Stillstand, der Transistor 17 sei gesperrt. Der Kondensator 4 wird über den Widerstand 3 von der an den Klemmen 1 und 2 liegenden Gleichspannung aufgeladen. Kommt jetzt ein Steuerbefehl »Start«, so wird der Umschalter 5 in seine Arbeitslage umgeschaltet, und der Kondensator 4 entlädt sich über den Widerstand 6, wobei gleichzeitig der Kondensator 8 über den Widerstand 7 zunächst aufgeladen wird. Die Spannung zwischen den Klemmen 9 und 10 steigt an. Diese Aufladung erfolgt um so schneller, je größer der Widerstand 6 im Verhältnis zum Widerstand 7 und je kleiner die Kapazität des Kondensators 8 zu der des Kondensators 4 ist. Der Kondensator 8 muß außerdem in seiner Kapazität so bemessen sein, daß seine Ladespannung ausreicht, die Ankerspannung für den Motoranker 22 in der gewünschten Weise zu steuern.
  • Nachdem dieser vorübergehende Aufladevorgang des Kondensators 8 beendet ist, entlädt sich dieser über die Widerstände 7 und 6, und die Spannung U, zwischen den Klemmen 9 und 10 sinkt ab (s. F i g. 3, a). Mittels des Transistors 12 wird der dieser Kondensatorspannung U, proportionalen Ausgangsspannung des Verstärkers 11 eine durch die Zenerdiode 14 bedingte konstante Spannung so überlagert, daß sich zwischen den Klemmen 15 und 16 am Ausgang der Steueranordnung eine Steuerspannung U, mit einem Kurvenverlauf ergibt, wie er in F i g. 3, b, erster Zeitabschnitt, dargestellt ist.
  • Mit Hilfe der Steuereinrichtung 19 wird die Größe der dem Motoranker 22 zugeführten Gleichspannung proportional der Steuerspannung U" zwischen den Klemmen 1.5 und 1.6 entsprechend F i g. 3, d, erster Zeitabschnitt, verändert. Die Drehzahl des Motors steigt dabei vom Wert Null entsprechend F i g. 3, c auf ihren Sollwert rl,oll an.
  • Nach der Auf- und Entladung des Kondensators 4 wurde der Umschalter 5 von der Steuereinrichtung 26 selbsttätig wieder in seine Ruhelage zurückgekippt. Die Aufladung des Kondensators 4 beginnt daher von neuem.
  • Kommt jetzt ein Steuerbefehl »Stopp«, so wird der Umschalter 5 wieder in seine Arbeitsstellung gebracht, der Kondensator 8 wird wieder vorübergehend aufgeladen und entlädt sich anschließend über die Widerstände 7 und 6. Durch den Stoppbefehl wurde gleichzeitig der Transistor 17 leitend gesteuert und überbrückt nun die Zenerdiode 14, so daß die konstante Spannung zwischen dem Emitter und der Basis des Transistors 12 unwirksam gemacht wird. An der Steuereinrichtung 19 liegt somit allein eine der Spannung U,, des Kondensators 8 proportionale Spannung (s. F i g. 3, a und b, zweiter Zeitabschnitt). Durch den Steuerbefehl »Stopp« wurde: die Ankerspannung weggenommen, und durch das Umpolen des Umpolschalters 23 wird an den Motoranker 22 eine Ankerspannung umgekehrter Polarität angelegt, welche proportional ist der Steuerspannung zwischen den Klemmen 15 und 16 (s. F i g. 3, d, zweiter Zeitabschnitt). Die Drehzahl des Motors sinkt daher entsprechend F i g. 3, c, zweiter Zeitabschnitt, schnell auf den Wert Null.
  • Bei einem erneuten Steuerbefehl »Start« spielt sich der eingangs beschriebene Vorgang von neuem ab, entsprechend dem dritten Zeitabschnitt der F i g. 3. Kommt anschließend ein Steuerbefehl »Rücklauf«, so wird zwischen den Klemmen 15 und 16 wieder eine Steuerspannung Ust erzeugt, welche sich aus einer der Kondensatorspannung U, proportionalen Spannung und der überlagerten Spannung der Zenerdiode 14 zusammensetzt (s. F i g. 3, b, vierter Zeitabschnitt). Gleichzeitig wurde durch den Rücklaufbefehl der Umpolschalter 23 in seine andere Schaltstellung gebracht und die Ausgangsspannung der Steuereinrichtung 19 zwischen den Klemmen 24 .und 25 umgepolt (s. F i g. 3, d, vierter Zeitabschnitt).

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur selbsttätigen Steuerung des Hochlaufs und des Abbremsens eines Gleichstrommotors bei Vorwärts- oder Rückwärtslauf durch Änderung der Ankerspannung in Abhängigkeit von einer Führungsspannung, die mit Hilfe eines bei Abgabe eines Steuerbefehls sich auf- oder entladenden Kondensators selbsttätig erzeugt wird, wobei sich die Istdrehzahl einer neuen Solldrehzahl jeweils nur in einer Richtung asymptotisch nähert, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß der Führungsspannung ein derartiger zeitlicher Verlauf gegeben wird, daß die Ankerspannung nach Abgabe des Steuerbefehls über ihren der neuen Solldrehzahl zugeordneten Betrag hinaus kurzzeitig erhöht und danach, kurz bevor der Motor die neue Solldrehzahl erreicht, auf den der neuen Solldrehzahl. zugeordneten Betrag wieder erniedrigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der selbsttätigen Steuerung des Hochlaufs eine konstante Spannung erzeugt wird, welche der Ankerspannung des Motors bei der neuen Solldrehzahl zugeordnet ist und welcher eine der Kondensatorspannung proportionale Spannung überlagert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der selbsttätigen Steuerung des Abbremsens eine dem Verlauf der Kondensatorspannung entsprechende Ankerspannung mit umgekehrtem Vorzeichen wie beim Hochlauf erzeugt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der selbsttätigen Steuerung des Reversiervorgangs eine konstante Spannung erzeugt wird, deren Betrag der Ankerspannung des Motors bei der neuen Solldrehzahl zugeordnet ist und welcher eine der Kondensatorspannung proportionale Spannung überlagert wird, und daß eine Ankerspannung erzeugt wird, die der durch die Überlagerung gebildeten Summenspannung folgt, jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen wie beim Hochlauf.
  5. 5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach -einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Führungsspannung ein erster Stromkreis, bestehend aus einem ohmschen Widerstand (3) und einem dazu in Reihe geschalteten Kondensator (4), und ein diesem nachgeordneter zweiter Stromkreis dient, welcher in Form eines n-Gliedes zwei einstellbare ohmsche Widerstände (6, 7) und einen Kondensator (8) enthält, daß an diesem die zur Erzeugung der Führungsspannung dienende Kondensatorspannung abgenommen wird und daß ein in Abhängigkeit vom Steuerbefehl betätigter Umschalter (5) vorgesehen ist, welcher in seiner ersten Schaltstellung eine Aufladung des ersten Kondensators (4) ermöglicht und in seiner zweiten Schaltstellung eine Entladung dieses Kondensators über die einstellbaren ohmschen Widerstände (6, 7) des zweiten Stromkreises unter gleichzeitiger vorübergehender Aufladung und anschließender Entladung des zweiten Kondensators (8) bewirkt.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verstärkeranordnung (11, 12) dem Kondensator (8) des zweiten Stromkreises nachgeordnet ist, daß ein Konstantspannungsglied vorgesehen ist, dessen Spannung in der Verstärkeranordnung der Auf- bzw. Entladespannung des Kondensators (8) überlagert wird und in ihrer Größe der neuen Ankersollspannung des Motors zugeordnet ist, und daß ein Schaltelement (17) vorgesehen ist, welches bei einem Stoppbefehl für den Motor das Konstantspannungsglied unwirksam macht.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Konstantspannungsglied eine Zenerdiode (14) oder eine Batterie dient. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 647 065, 655 482, 926148; deutsche Auslegeschrift Nr. 1072 705; schweizerische Patentschrift Nr. 299 501; französische Patentschrift Nr. 1068 357; Rudolf Richter, »Elektrische Maschinen«, 1. Band, Basel, 1951, S. 520.
DET30362A 1966-01-29 1966-01-29 Verfahren und Anordnung zur selbsttaetigen Steuerung des Hochlaufs und des Abbremsens eines Gleichstrommotors Pending DE1273046B (de)

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FR1068357A (fr) * 1952-01-11 1954-06-24 Suisse De Wagons Et D Ascenseu Perfectionnements apportés aux appareillages pour engendrer une tension-programme, notamment pour une installation de transport
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