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DE127209C - - Google Patents

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Publication number
DE127209C
DE127209C DENDAT127209D DE127209DA DE127209C DE 127209 C DE127209 C DE 127209C DE NDAT127209 D DENDAT127209 D DE NDAT127209D DE 127209D A DE127209D A DE 127209DA DE 127209 C DE127209 C DE 127209C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
chair
shooters
shooter
pin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT127209D
Other languages
English (en)
Publication of DE127209C publication Critical patent/DE127209C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Types And Forms Of Lifts (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 127209 KLASSE 86 c.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf mechanische Webstühle und bezweckt das selbstthätige Auswechseln der Schützen, sobald die Spule leer oder der Schußfaden gerissen ist. Im Stuhl befindet sich ein Behälter mit mehreren Schützen, welcher vom Schußwächter aus beeinflußt wird. Stellt der Schußwächter den Stuhl ab, so arbeitet die Auswechselvorrichtung weiter; der Schützen mit fehlendem Schuß wird durch Heben der vorderen Schützenkastenwand herausgestoßen, dann wird ein neuer Schützen selbstthätig eingelegt und nun der Stuhl selbstthätig wieder eingerückt.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht eines Stuhles mit der neuen Vorrichtung und Fig. 2 die Vorderansicht. Fig. 3 zeigt die Ausrückvorrichtung in Seitenansicht und Fig. 4 in Vorderansicht. Fig. 5 und 6 zeigen dieselben Theile von oben gesehen. Fig. 7 ist der Grundriß eines Schützenkastens und des Behälters. Fig. 8 ist ein Schnitt durch die Kuppelung zum. Einrücken der Auswechselvorrichtung. Fig. 9 zeigt Excenter der Auswechselvorrichtung, Fig. 10 Theile der Kuppelung in Seitenansicht. Fig. 11 und 12 sind Vorrichtungen zum Rückwärtsdrehen der Schaftmaschine.
Der Behälter zur Aufnahme der vollen Schützen h ist aus Fig. 1, 2 und 7 ersichtlich; er besteht aus vier Seiten i und ist durch Bügel j mit dem Brustbaum c fest verbunden. Den Boden des Behälters bildet Eisen k an dem schwingenden Hebel, dem Zubringer /. In vier Vorsprüngen m η ο ρ (Fig. ι und 7) drehen sich leicht zwei parallele Wellen q und r, von denen r die Finger s und Z und q die Hebel u und ν trägt (Fig. 2), an welch letzteren die Platte %v befestigt ist. Die. Hebel u und ν sind mit Schrauben χ und y versehen (Fig. 1), welche sich durch den Zug der Feder \ an den Boden k anlegen, so lange sich dieser in seiner Ruhelage befindet. Durch eine Stange 1 ist Hebel u mit Finger s in Verbindung gebracht. So lange der Stuhl arbeitet, nehmen die Schützen die in Fig. 1 gezeichnete Stellung ein, d. h. ein Schützen liegt auf dem Boden k und die anderen werden in dem Behälter durch Finger s und t hoch gehalten. Bewegt sich nun k beim Auswechseln der Schützen nach links (Fig. 1), so zieht Feder \ auch die Hebel u ν und die Finger s t nach links, so daß sie in die durch punktirte Linien 8 und 9 angedeutete Lage kommen. Nun fallen die Schützen h herunter auf den gleichfalls nach links gegangenen Boden w. Geht der Boden k in seine Anfangsstellung zurück, so stößt er gegen Schrauben xy und die Hebel u ν mit Platte w, sowie Finger s t, und die Schützen h nehmen wieder die in Fig. I dargestellte. Stellung ein.
Der Hebel / dreht sich um 2 und wird durch ein Excenter 7 eingestellt (Fig. 2) vermittels eines mit Rolle versehenen Hebels 10 sowie Hebel 3, Stange 4, Hebel 5 und Feder 6. Der Zubringer / geht vor nach links und wieder zurück bis zur Ladenbahn, und wenn sein voller Hub nicht erforderlich ist, dehnt sich Feder 6 aus und verhindert Bruch.
Die Schützenkastenzunge (Fig. 7) besteht aus zwei Theilen 11 und 12, die bei 13
(2. Auflage, ausgegeben am 22. Dezember 1304.)
und 14 drehbar gelagert und dadurch mit einander verbunden sind, daß ein an 12 befestigter Stift 15 durch 11 hindurchgeht und mit einer Druckfeder 16 versehen ist. Beim regelmäßigen Gang des Stuhles arbeiten die Theile 11 und 12 wie eine gewöhnliche Kastenzunge, soll aber ein Schützen aus der Ladenbahn herausgedrängt werden, so besorgt dies ein Winkelhebel 21 (Fig. 1), der sich gegen Stift 15 legt und die Theile 11 und 12 in den Schützenkasten hineintreibt. Die Bewegung des Winkelhebels 21 erfolgt vom Excenter 17 (Fig. 9) aus mittels eines mit Rolle versehenen Hebels 18 (Fig. 2), Hebel 19 und Stange 20.
Bevor der Schützen aus der Bahn herausgedrängt werden kann, muß die Vorderwand 22 des Schützenkastens hochgehoben sein. Dieselbe ist mit zwei Bolzen 23 und 24 verschraubt, welche in den mit dem Schützenkastenboden 29 zusammengegossenen Lagern 33 und 28 geführt sind. Die Bolzen sind mit dem Rahmen 26 verbunden, der an Stange 32 befestigt ist, welche durch Excenter 27, Rollenhebel 30 und Hebel 31 auf- und abbewegt wird.
Der Ausrücker 34 kann zwei verschiedene Stellungen einnehmen. Steht derselbe wie in Fig. 6, so ist der Stuhl in Thätigkeit und der Treibriemen befindet sich, wie bekannt, auf der Festscheibe 35 (Fig. 1 und 2). Nimmt der Ausrücker 34 die Stellung Fig. 4 und 5 ein, so ist der Stuhl durch Stange 42 ausgerückt, und der Riemen läuft auf der Losscheibe 36, wodurch jedoch die Auswechselvorrichtung für die Schützen in Betrieb gebracht ist.
Die Einrichtung des Ausrückers 34 ist bekannt, er wird zum Einrücken in eine feste Stellung nach rechts gebracht und federt nach links zurück, sobald er frei gemacht wird. Das Einschalten erfolgt durch Excenter 38 unter Zubülfenahme der Rolle 39 und der Hebel 40 und 41, welche beide fest auf der Welle 49 sitzen. Hebel 41 ist durch Stange 44 mit Winkelhebel 45 verbunden und hebt diesen, wodurch er mittels seines Ansatzes 46 den Ausrücker 34 in Arbeitsstellung einrückt.
Winkelhebel 45 (Fig. 4) hat einen Vorsprung 47, der sich gegen den eingerückten Hebel 34 legt, wodurch Winkelhebel 45 hoch gehalten wird. Bei 48 kann eine der bekannten Bremsvorrichtungen für den Stuhl angebracht sein. Wirkt der Schußwächter, so springt der Ausrücker 34 in bekannter Weise ab; Ansatz 47 verliert seinen Halt und Hebel 45 fällt herunter, wobei gleichzeitig die Bremse an 48 in Thätigkeit kommt.
Die Schußgabel 50 ist in folgender Weise mit der automatischen Auswechselvorrichtung j in Verbindung gebracht: Die Gabel sitzt an dem Hebel 51, auf welchem eine bewegliche Platte 52 befestigt ist, deren Zapfen 53 das Ende der Spiralfeder 54 trägt. Platte 52 hat zwei Schlitze 55 und 56 und führt sich auf Stiften 57 und 58, so daß sie sich seitlich hin- und herbewegen kann. Ist der Stuhl in Thätigkeit, so liegt die Platte 52 rechts (Fig. 6) und ihre Nase 59 wirkt auf einen Hebel 60 ein, der auf der Welle 80 sitzt. Wenn nun aber bei fehlendem Schuß die Schußgabel 50 in Thätigkeit kommt und Schußwächterhebel 51 das Abspringen des Ausrückers 34 veranlaßt, so fällt, wie eben erwähnt, Hebel 45 nach links. Dabei legt sich Ansatz 47 des Winkelhebels 45 gegen den Stift S3 des Schiebers 52 und treibt diesen unter Anspannung der Feder 54 nach links. Dadurch geht auch Nase 59 nach links und der Finger 60 wird frei und geht nach vorn. Beim Einrücken von 34 und Rechtsgang von 45 nebst Ansatz 47 wird Schieber 52 wieder frei und Feder 54 zieht ihn wieder nach rechts.
An der Losscheibe 36 ist ein Zahnrad 61 befestigt, welches sich lose.auf der Kurbelwelle d dreht (Fig. 1). Dieses treibt durch Zwischenrad 62 das Zahnrad 63, welches lose auf der Büchse 66 sitzt und einen gezahnten Ring 65 besitzt. Büchse 66 sitzt lose auf der Geschirrwelle e und trägt eine Platte 67 mit Bolzen 69. Darauf sitzt drehbar das Stück 74 (Fig. 10), an welches eine Spiralfeder 68 angehängt ist (Fig. 1) und welches einen Stift 73 trägt. Dieser Stift verbindet den Theil 74 mit dem Theil 70, welcher sich mit seinem Schlitz 71 auf Büchse 66 lose führt und in einen Riegel 72 endigt. Spiralfeder 68 sucht Riegel 72 in die Zähne der Kuppelung 65 einzulegen, wodurch sich die Theile 70, 74, 67 im Kreise herumdrehen und dadurch Büchse 66 mitnehmen. Diese enthält aber die schon vorher erwähnten Excenter zur Bewegung der Schützenauswechselvorrichtung und diese kommt in Betrieb.
Die Ein- und Ausrückung der Kuppelung geht vom Finger 60 aus und wird durch Stange' 80, Hebel 79, Stange 78 und den um JJ drehbaren Winkelhebel 76 bewirkt, dessen Ende sich auf den Zapfen 75 des Theiles 74 legt. Arbeitet der Stuhl, so befindet sich Finger 60 in seiner vorderen Stellung und Hebel 76 ist in Berührung mit Stift 75, wodurch Riegel 72 außerhalb des gezahnten Kuppelungskranzes 65 gehalten wird. Wenn der Schußfaden fehlt und ein Schützenwechsel eintreten soll, wird Finger 60 zurückgezogen und Hebel 76 ist vom Stift 75 abgehoben, so daß nun die Feder 68 den Riegel 72 in die Zähne von 65 einlegt, worauf sich Büchse 66 mit den Excentern
dreht. Letztere sind so construirt, daß sie alle zum Auswechseln der Schützen erforderlichen Arbeiten vorgenommen haben, wenn Zahnrad 63 sich einmal herumgedreht hat. Platte 52 mit Nase 59, sowie Finger 60 und Hebel 76 kehren sofort in ihre erste Stellung zurück, sobald sie den Stift 75 behufs Einrückung der Kuppelung freigegeben haben.
Geht das Auswechseln der Schützen vor sich, so wird zugleich der Schaftmaschinencylinder rückwärts gewendet, damit kein Fehler im Muster entsteht. Diese Einrichtung zeigen Fig. 3, 11 und 12. Vom Hebel 41 führt eine Stange 83 aufwärts zum Winkelhebel 84, der auf Welle 85 sitzt. Beim Eintritt des Schützenwechsels geht Stange 83 abwärts, wodurch Haken 86 das Sperrrad 89 des Kartencylinders rückwärts dreht. Während dieser Zeit muß die auf der anderen Maschinenseite liegende Schiebeklinke 90 aus ihrem Sperrrad 91 ausgehoben sein, was ein an Welle 85 befestigter Hebel 87 bewirkt. Klinke 86 muß so geformt sein, daß sie bei regelmäßigem Gang des Stuhles das Vorwärtsdrehen des Kartencylinders 88 nicht behindert.
Die Arbeit des Stuhles erfolgt also in der Weise, daß derselbe seinen Lauf regelmäßig fortsetzt, so lange der Schuß vorhanden ist.
Reißt der Schußfaden ab, so wirkt der Schußwächter und der Ausrücker springt ab, wodurch der Treibriemen auf die Losscheibe gelangt. Zugleich ist durch einen Finger die Kuppelung des Schützenauswechslers eingerückt und die Excenter drehen sich einmal herum, wodurch die Schützenkastenvorderwand gehoben, die Schützenkastenzunge hereingedrängt und der Schützen herausgeworfen wird. Dann wird ein neuer Schützen aus dem Behälter auf die Ladenbahn gebracht, der Stuhl rückt sich selbsttätig wieder ein und arbeitet weiter.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung für Webstühle zum selbst thätigen Auswechseln der Schützen beim Reißen oder Ablaufen des Schusses, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Abstellen des Stuhles durch die Schußgabel die von der Losscheibe betriebene Auswechselvorrichtung in Thätigkeit kommt, durch welche die vordere Schützenkastenwand gehoben, die Schützenkastenzunge hereingedrückt und der leere Schützen herausgeworfen wird, worauf ein neuer Schützen auf die Ladenbahn gebracht und der Stuhl selbstthätig wieder eingerückt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT127209D Active DE127209C (de)

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