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DE1271931B - Kaffeemaschine - Google Patents

Kaffeemaschine

Info

Publication number
DE1271931B
DE1271931B DEP1271A DE1271931A DE1271931B DE 1271931 B DE1271931 B DE 1271931B DE P1271 A DEP1271 A DE P1271A DE 1271931 A DE1271931 A DE 1271931A DE 1271931 B DE1271931 B DE 1271931B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
piston
return
brewing water
space
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1271A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinrich Zerrer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WMF Group GmbH
Original Assignee
WMF Group GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WMF Group GmbH filed Critical WMF Group GmbH
Priority to DEP1271A priority Critical patent/DE1271931B/de
Publication of DE1271931B publication Critical patent/DE1271931B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J31/00Apparatus for making beverages
    • A47J31/24Coffee-making apparatus in which hot water is passed through the filter under pressure, i.e. in which the coffee grounds are extracted under pressure
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J31/00Apparatus for making beverages
    • A47J31/44Parts or details or accessories of beverage-making apparatus
    • A47J31/46Dispensing spouts, pumps, drain valves or like liquid transporting devices
    • A47J31/469Details of hydraulic circuits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Apparatus For Making Beverages (AREA)

Description

  • Kaffeemaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Kaffeemaschine mit einem an einen Wasserkessel angeschlossenen Brühwasser-Abgabezylinder und einem darin durch ein Druckmittel auf und ab bewegbaren Kolben, der mittels einer Kolbenstange mit einem zusätzlichen, in einem zweiten Druckmittelzylinder bewegbaren Kolben starr verbunden ist, nach Patentanmeldung W 16252 X/341 (deutsche Auslegeschrift 1265 942), wonach der zweite Zylinder unterhalb des Zusatzkolbens einen an die Druckmittelleitung anschließbaren Rückholdruckraum und in seiner von dem Zusatzkolben bestrichenen Wandungszone eine oder mehrere wahlweise einschaltbare Wanddurchbrechungen hat, durch die nach ihrer Freigabe seitens des hochgehenden Zusatzkolbens das Druckmittel an den Impulsraum eines verstellbaren Steuerorgans anschließbar ist.
  • Aus der französischen Patentschrift 1091170 ist eine Kaffeemaschine mit einem an einen Brühwasserkessel angeschlossenen Brühwasser-Abgabezylinder und einem darin auf und ab bewegbaren Kolben bekannt, der mittels einer Kolbenstange mit einem zusätzlichen, in einem zweiten Druckmittelzylinder bewegbaren Kolben starr verbunden ist. Der Brühwasserkolben wird durch unter ihm in den Brühwasser-Abgabezylinder eindringendes Brühwasser nach oben und durch aus dem Brühwasserkessel in den zusätzlichen Druckmittelzylinder eingeleiteten Dampf nach unten bewegt. Zu diesem Zweck muß natürlich der obere Kolben einen größeren Durchmesser haben als der untere. Die Verschiebung des Brühwasserkolbens nach unten erfolgt allein durch die sich aus den unterschiedlich großen Kolbenflächen ergebende Druckdifferenz. Die Brühfrequenz bleibt bei dieser Art des Antriebs niedrig. Der Doppelkolben wird oben und unten von dem heißen Brühwasser in flüssiger bzw. dampfförmiger Phase beaufschlagt und kann sich bei häufigem Brühen unzulässig stark erhitzen. Die Temperaturführung des Brühwassers macht wegen der gelegentlichen starken Erhitzung des Doppelkolbens Schwierigkeiten.
  • Beim Gegenstand der Hauptpatentanmeldung steht eine der Wanddurchbrechungen des zusätzlichen Druckmittelzylinders ständig in Verbindung mit dem Impulsraum des Steuerorgans. Ebenso ist der Rückholdruckraum ständig an die Druckmittelleitung angeschlossen. Dadurch läuft der Abgabevorgang nach einer einmaligen Betätigung des Steuerorgans vollkommen selbsttätig ab. Der Brühwasserkolben kehrt sofort nach Freigabe der mit dem Impulsraum des Steuerorgans in Verbindung stehenden Wanddurchbrechung des zusätzlichen Druckmittelzylinders um und preßt das Brühwasser nach unten durch das Kaffeepulver aus. Es kann aber erwünscht sein, die Rückkehr des Brühwasserkolbens in seine Ausgangsstellung um längere oder kürzere Zeit zu verzögern, um dem in die Brühkammer eingedrungenen Brühwasser Gelegenheit zu geben, eine erwünschte Zeitdauer lang auf das Kaffeemehl einzuwirken, bevor das Brühwasser ausgedrückt wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Gegenstand der Hauptpatentanmeldung dadurch weiterzubilden und zu verbessern, daß eine beliebige Verzögerung des Ausschiebens des Brühwassers mit einer Kaffeemaschine erzielbar ist, bei welcher zum Unterschied von der eingangs erläuterten bekannten Kaffeemaschine das Brühwasser selbst nicht zur Bewegung des Brühwasserkolbens herangezogen wird. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die jeweils wirksame Wandungsdurchbrechung des Rückholzylinders mit dem Impulsraum eines Absperr-oder Rückschlagventils verbunden ist, welches zwischen den Arbeitsraum des Brühwasserzylinders und den einen Vorraum eines von Hand in zwei Stellungen einstellbaren Mehrwegesteuerventils eingeschaltet ist, dessen anderer Vorraum mit dem Rückholdruckraum des Rückholzylinders verbunden ist und das in seiner einen Stellung den ersten Vorraum an die Druckmittelleitung und den zweiten Vorraum an eine Abflußleitung, in der anderen Stellung dagegen den ersten Vorraum an die Abflußleitung und den zweiten Vorraum an die Druckmittelleitung anschließt. Dadurch wird erreicht, daß bei einer ersten Betätigung des Mehrwegesteuerventils der Brühwasserkolben in die der Lage der wirksamen Wanddurchbrechung in dem Rückholzylinder entsprechende Füllstellung verschoben und dort so lange im Stillstand gehalten wird, bis durch eine zweite, im umgekehrten Sinne erfolgte Betätigung des Mehrwegesteuerventils die Vorschubbewegung des Brühwasserkolbens aus der Füllstellung in seine Ausgangsstellung eingeleitet wird. Man kann also nunmehr die Zeitdauer des Stillstandes des Brühwasserkolbens und damit die Zeit des Einwirkens des Brühwassers auf das Kaffeepulver beliebig bestimmen. Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung nach der Hauptpatentanmeldung besteht darin, daß der dem Rückholdruckraum des Rückholzylinders auf der anderen Seite des Rückholkolbens gegenüberliegende Zylinderraum mit dem Arbeitsraum des Brühwasserzylinders oberhalb des Brühwasserkolbens verbunden ist. Das Druckmittel wirkt infolgedessen nicht nur auf die Arbeitsfläche des Brühwasserkolbens, sondern auch auf die entsprechende Arbeitsfläche des Rückholkolbens, welcher tandemartig mit dem Brühwasserkolben gekuppelt ist und auf diese Weise die Vorschubkraft vergrößert.
  • Der Rückholkolben übt also eine doppelte Funktion aus und wird zur Arbeit des Durchpressens des Brühwassers durch das Kaffeepulver mit herangezogen. Es ist demgemäß vorteilhaft, den Rückholkolben möglichst groß zu machen. Die Vergrößerung der von dem Druckmittel zu beaufschlagenden wirksamen Kolbenfläche ist besonders dann von großer Bedeutung, wenn als Druckmittel einfach Druckwasser aus der normalen Wasserleitung verwendet wird, weil auf diese Weise der auf das heiße Brühwasser wirkende Druck leicht die doppelte oder mehrfache Höhe des Wasserleitungsdruckes erhalten kann, ohne daß eine besondere Druckpumpe erforderlich ist. Die beiden vorstehend gekennzeichneten Ausgestaltungen können wahlweise entweder gesondert oder vorzugsweise auch gemeinsam verwendet werden.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung hervor. In dieser zeigt F i g. 1 eine Brühvorrichtung gemäß der Erfindung in der Ausgangs- oder Ruhestellung der.Kolben und F i g. 2 die gleiche Brühvorrichtung in einer Füllstellung der Kolben.
  • Die Brühvorrichtung der erfindungsgemäß ausgebildeten Kaffeemaschine besteht im wesentlichen aus zwei übereinander angeordneten Zylindern 1, 2, einem Mehrwegesteuerventil 3, einem Absperr- oder Rückschlagventil 4, einem Dreiwegehahn 5 und einem Leitungssystem, welches die verschiedenen Teile der Vorrichtung unter sich und mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Druckwasserquelle, vorzugsweise der Wasserleitung bzw. mit einer Ableitung verbindet. Auch der Heißwasserkessel der Kaffeemaschine ist in der Zeichnung fortgelassen worden, da er in an sich bekannter Weise ausgebildet sein kann.
  • In dem unteren Zylinder 1, dem Brühwasser-Abgabezylinder, ist ein Brühwasserkolben 6 verschiebbar, der einen oberen Arbeitsraum 7 von einem unteren Brühwasserraum 8 trennt. Der Brühwasserkolben 6 ist durch eine hohle Kolbenstange 9 mit einem in dem oberen oder Rückholzylinder 2 verschiebbaren Zusatz- oder Rückholkolben 10 verbunden, der einen oberen Zusatzarbeitsraum 11 von einem unteren Rückholdruckraum 12 trennt. Der Längskanal 13 der Kolbenstange 9 mündet über dem Rückholkolben 10 direkt in den oberen Zusatzarbeitsraum 11 und oberhalb des Brühwasserkolbens 6 durch eine Querbohrung 14 in den Arbeitsraum 7, so daß die Arbeitsräume 7 und 11 der beiden Zylinder 1 und 2 ständig miteinander verbunden sind. Die beiden Zylinder 1 und 2 sind durch einen Zwischendeckel 15 voneinander getrennt, durch dessen mit einer Ringdichtung 16 versehene Bohrung die Kolbenstange 9 geführt ist. Die beiden Kolben 6 und 10 haben ebenfalls Ringdichtungen 17 bzw. 18, die in rechteckige Nuten der Kolben eingelegt sind.
  • Unterhalb der Brühkammer 8 des Brühwasserzylinders 1 ist ein Siebschalter 19 mit Ausflußöffnungen 20 z. B. mittels Bajonettverschluß befestigt.
  • In den Brühwasserraum 8 des Brühwasserzylinders 1 mündet ein Kanal 21, der unter Einschaltung eines Ventils 22 mit einer vom Heißwasserkessel kommenden Leitung 23 verbunden ist, durch die das heiße Brühwasser in Richtung des Pfeiles C einströmt. Das Ventil 22 steht unter der Wirkung einer Feder 24 und eines die Feder abstützenden Druckstiftes 25, dessen freies Ende sich gegen die Wandung bzw. gegen eine untere Konusfläche 26 des Arbeitskolbens 6 legt. Der Rückholzylinder 2 ist oben durch einen Zylinderdeckel 27 dicht abgeschlossen.
  • In der Zylinderwandung des Rückhol- oder Zusatzzylinders 2 sind in bestimmten Abständen voneinander beispielsweise drei Bohrungen 28, 29, 30 angebracht, die über Leitungen 31, 32 bzw. 33 mit dem Dreiwegehahn 5 in Verbindung stehen. Je nach der Stellung des Dreiwegehahnes wird eine dieser drei Bohrungen bzw. Leitungen an eine Leitung 34 angeschlossen. Ferner ist der Rückholdruckraum 12 des Zylinders 2 durch eine unmittelbar über der Zwischenwand 15 mündende Bohrung 35 mit einer Leitung 36 verbunden, die durch eine Bohrung 37 in den Vorraum 38 des Steuerventils 3 mündet.
  • Die von dem Dreiwegehahn 5 kommende Leitung 34 mündet in den Impulsraum 39 des Absperr- oder Rückschlagventils 4. In dem Rückschlagventil 4 ist ein Kolben 40 verschiebbar, der unter der Wirkung einer Feder 41 steht, die ihn nach oben zu drücken sucht. In den Raum 42 unter dem Kolben 40 mündet eine Leitung 43, die unmittelbar unter der Zwischenwand 15 durch eine Bohrung 44 in den Arbeitsraum 7 des Brühwasserzylinders 1 führt.
  • Aus dem unteren Teil des Raumes 42 des Rückschlagventils 4 führt eine Leitung 45 durch eine Bohrung 46 in einen anderen Vorraum 47 des Steuerventils 3. Über der Mündung der Leitung 45 in den Raum 42 des Rückschlagventils 4 ist ein Ventilsitz vorgesehen, der mit einer Dichtfläche des Kolbens 40 zusammenarbeitet.
  • Eine Druckwasserleitung 48, durch die Druckwasser aus dem Wasserleitungsnetz in Richtung des Pfeiles D eingeführt wird, mündet durch eine Bohrung 49 in einen inneren Ventilraum 50 des Mehrwegesteuerventils 3. Aus einem weiteren inneren Ventilraum 51 dieses Mehrwegesteuerventils 3 führt eine Bohrung 52 in eine Ablaufleitung 53, durch die das Wasser aus dem System in Richtung des Pfeiles E frei abströmen kann, wenn das Mehrwegeventil entsprechende Durchgänge freigibt. In dem inneren Ventilraum 50 des Mehrwegeventils 3 ist ein Doppeltellerventil 54 an einer Ventilstange 55 befestigt. Das Doppeltellerventil 54 kann sich mit seinen gegenüberliegenden Dichtflächen entweder gegen einen in den Vorraum 47 führenden Ventilsitz 56 oder gegen einen in den Vorraum 38 führenden Ventilsitz 57 legen.
  • Der innere Ventilraum 51 hat einerseits einen in den Vorraum 47 führenden Ventilsitz 58, mit dem ein Tellerventil 59 zusammenarbeitet, und andererseits einen in den Vorraum 38 führenden Ventilsitz 60, mit dem ein Tellerventil 61 zusammenarbeitet. Die beiden Tellerventile 59 und 61 sind auf einer gemeinsamen Ventilstange 62 befestigt.
  • Die Ventilstangen 55 und 62 sind an die beiden Enden eines zweiarmigen Hebels 63 angelenkt, der waagebalkenartig schwenkbar mit einer verschiebbar gelagerten Stange 64 verbunden ist, an deren äußerem Ende ein Handbetätigungsknopf 65 sitzt, mit dessen Hilfe die Stange 64 und damit auch die inneren Ventilorgane wahlweise in Richtung der Pfeile A oder B verschoben werden können.
  • Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Einrichtung ist folgende: Im Ruhezustand, d. h. in den Betriebspausen der Kaffeemaschine nehmen die Kolben und die Ventilorgane die in F i g. 1 der Zeichnung dargestellte Lage ein. Der Betätigungsknopf 65 ist hierbei in die Stellung des Pfeiles A eingeschoben. Infolgedessen kann aus der Wasserleitung Druckwasser in Richtung des Pfeiles D durch die Leitung 48 in den inneren Ventilraum 50 und durch den Ventilsitz 56 und den Vorraum 47 in die Leitung 45 eintreten. Da das Rückschlagventil4 geöffnet ist, gelangt das Druckwasser durch den Ventilraum 42 und die Leitung 43 in den Arbeitsraum 7 des Brühwasserzylinders 1 und durch die Querbohrung 14 und den Kanal 13 der hohlen Kolbenstange 9 in den Zusatzarbeitsraum 11 des Rückholzylinders 2 oberhalb des Rückholkolbens 10. Die von dem Druckwasser auf die oberen Flächen der Kolben 6 und 10 ausgeübten Druckkräfte addieren sich also. Im Ausführungsbeispiel hat der Zusatzkolben 9 die doppelte Fläche wie der Brühwasserkolben 6. Der Brühwasserkolben 6 sitzt in seiner unteren End- oder Ausgangsstellung mit seiner Konusfläche 26 auf einer entsprechenden Sitzfläche am unteren Ende der Kammer 8 des Brühwasserzylinders 1 auf. In dieser Stellung hält der Brühwasserkolben 6 mit Hilfe des Druckstiftes 25 und der Feder 24 das Ventil 22 gegen die Wirkung des durch die Leitung 23 eindringenden Kesseldruckes geschlossen. Der Rückholdruckraum 12 unterhalb des Kolbens 10 ist über die Leitung 36, den Vorraum 38, den geöffneten Ventilsitz 60 und den inneren Ventilraum 51 mit der Ablaufleitung 53 verbunden. Die beiden Kolben 6 und 10 werden also in ihrer unteren Stellung festgehalten.
  • Um einen Arbeitszyklus der Brühvorrichtung in Gang zu setzen, wird das Mehrwegesteuerventil 3 mit Hilfe des Handbetätigungsknopfes 65 in die durch den Pfeil B angedeutete Stellung verschoben, welche in F i g. 2 dargestellt ist. Die Tellerventile des Steuerventils schließen dann die vorher offenen Ventilsitze ab, während sie die vorher geschlossenen Ventilsitze öffnen. Dadurch werden die Zylinderräume 7 und 11 über die Leitung 43, den noch offenen Rückschlagventilraum 42, die Leitung 45, den Vorraum 47, den geöffneten Ventilsitz 58 und den inneren Ventilraum 51 an die Ablaufleitung 53 angeschlossen. Dagegen wird der Rückholdruckraum 12 unter dem Zusatzkolben 10 durch die Leitung 36, den Vorraum 38 des Steuerventils 3, den geöffneten Ventilsitz 57 und den inneren Ventilraum 50 mit der Druckwasserleitung 48 verbunden. Infolgedessen wirkt eine entsprechende Druckkraft von unten auf den Rückholkolben 10, wodurch die beiden Kolben 6 und 10 nach oben bewegt werden. Der Brühwasserkolben 6 gibt den Druckstift 25 frei, die Feder 24 entspannt sich, und der Kesseldruck in der Leitung 23 öffnet das Ventil 22, so daß heißes Brühwasser aus dem Kessel durch den Kanal 21 in den Brühwasserraum 8 unter dem Brühwasserkolben 6 einströmen kann. Dieses Einströmen vollzieht sich entsprechend dem Hochgang des Brühwasserkolbens 6.
  • Der Dreiwegehahn 5 möge beispielsweise so eingestellt sein, daß die Wandungsbohrung 29 und die Zwischenleitung 32 über die Leitung 34 mit dem Impulsraum 39 des Rückschlagventils 4 in Verbindung steht. Wenn nun die untere Kolbenkante des Rückhol- oder Zusatzkolbens 10 bei der Aufwärtsbewegung der beiden Kolben die seitliche Bohrung 29 überstreicht, strömt Druckwasser aus dem Rückholdruckraum 12 über den Dreiwegehahn 5 und die Leitung 34 in den Impulsraum 39 des Rückschlagventils 4 und drückt den Kolben 40 entgegen der Wirkung der Feder 41 nach unten. Der Kolben gelangt dadurch in die in F i g. 2 dargestellte Lage, in welcher die Leitung 43 durch die Seitenwandung des Kolbens 40 abgedeckt und außerdem die Dichtfläche des Kolbens 40 auf den Ventilsitz des Rückschlagventils gedrückt wird. In diesem Augenblick wird die Leitung 43, 45 unterbrochen und dadurch der Abfluß des Wassers aus den Zylinderräumen 7 und 11 gesperrt, so daß die Kolben 6 und 10 in ihrer augenblicklichen Lage stehenbleiben. Diese Lage entspricht im vorliegenden Beispiel einer mittleren Füllstellung der Brühvorrichtung. Wenn anstatt dessen die Wandungsbohrung 30 oder die Wandungsbohrung 28 über den Dreiwegehahn an das Rückschlagventil angeschlossen wird, bewegen sich die Kolben 6 und 10 entsprechend weniger oder mehr nach oben. Man kann also durch vorherige Einstellung des Dreiwegehahnes 5 die Hubhöhe der Kolben und damit das Füllvolumen der Brühwasserkammer 8 in drei Stufen ändern. Demzufolge können in jedem Arbeitszyklus verschieden große Mengen an Kaffeebrühe in der Brühvorrichtung hergestellt werden, je nachdem z. B. kleinere oder größere Tassen gefüllt werden sollen.
  • Wenn die Kolben 6 und 10 ihre gewünschte obere Füllstellung erreicht haben und der Brühwasserraum 8 durch die Leitung 23 und den Kanal 21 vollständig mit heißem Wasser gefüllt ist, kann man beispielsweise noch etwas warten, bis die Brühe durch das Sieb, welches das Kaffeepulver trägt, hindurchzudringen und aus den Auslauföffnungen 20 zu tropfen beginnt. Nunmehr wird das Mehrwegesteuerventil3 durch Verschiebung des Knopfes 65 aus der Lage B in die Lage A wieder in seine in F i g. 1 dargestellte Ausgangsstellung zurückgebracht. Dadurch wird der Rückholdruckraum 12 unter dem Kolben 10 durch die Leitung 36 und den wiedergeöffneten Ventilsitz 60 mit der Ablaufleitung 53 verbunden, während die Zylinderräume 7 und 11 durch den geöffneten Ventilsitz 56 und die Leitung 45 sowie über das nunmehr wieder geöffnete Rückschlagventil 4 und die Leitung 43 an die Druckwasserleitung 48 angeschlossen werden. Die Kolben 6 und 10 üben dann unter den vorstehend genannten Größenverhältnissen auf das heiße Brühwasser in dem Brühwasserraum 8 einen Druck aus, der dem dreifachen Druck der Wasserleitung entspricht. Mit diesem Druck preßt der abwärts gehende Brühwasserkolben 6 das heiße Brühwasser durch das Kaffeemehl. Das Ventil 22 wird gleich beim Beginn der Abwärtsbewegung der Kolben durch den überdruck im Brühwasserraum 8 nach Art eines Rückschlagventils geschlossen. Die Kolben 6 und 10 bewegen sich nach unten, bis die Konusfläche 26 des Arbeitskolbens 6 auf der unteren Gegenkonusfläche des Zylinders 1 aufsitzt. Das Brühwasser ist dann vollständig aus der Brühvorrichtung herausgedrückt worden. Auch hat sich dann die Seitenwandung des Brühwasserkolbens 6 gegen den Druckstift 25 gelegt und letzteren in die Zylinderwandung eingedrückt, so daß das Ventil 22 wieder fest zugehalten wird. Der Arbeitszyklus ist damit beendet, alle Teile nehmen ihre in F i g. 1 dargestellte Ruhestellung wieder ein, und die Vorrichtung steht zur Ausführung eines neuen Brühvorganges bereit.
  • Da die Zeichnung die Vorrichtung nur schematisch zeigt und z. B. auch die Ventile im Verhältnis zu den Zylindern größer als in Wirklichkeit dargestellt sind, versteht es sich von selbst, daß die praktische Ausführungsform der Einrichtung von dieser Darstellung abweichen kann, soweit die wesentlichen Merkmale der Erfindung durch die jeweilige Ausführungsform verwirklicht werden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Kaffeemaschine mit einem an einen Wasserkessel angeschlossenen Brühwasser-Abgabezylinder und einem darin durch ein Druckmittel auf und ab bewegbaren Kolben, der mittels einer Kolbenstange mit einem zusätzlichen, in einem zweiten Druckmittelzylinder bewegbaren Kolben starr verbunden ist, nach Patentanmeldung W 16252 X/341 (deutsche Auslegeschrift 1265 942), wonach der zweite Zylinder unterhalb des Zusatzkolbens einen an die Druckmittelleitung anschließbaren Rückholdruckraum und in seiner von dem Zusatzkolben bestrichenen Wandungszone eine oder mehrere wahlweise einschaltbare Wanddurchbrechungen hat, durch die nach ihrer Freigabe seitens des hochgehenden Zusatzkolbens das Druckmittel an den Impulsraum eines verstellbaren Steuerorgans anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils wirksame Wandungsdurchbrechung (28, 29, 30) des Rückholzylinders (2) mit dem Impulsraum (39) eines Absperr- oder Rückschlagventils (4) verbunden ist, welches zwischen den Arbeitsraum (7) des Brühwasserzylinders (1) und den einen Vorraum (47) eines von Hand in zwei Stellungen einstellbaren Mehrwegesteuerventils (3) eingeschaltet ist, dessen anderer Vorraum (38) mit dem Rückholdruckraum (12) des Rückholzylinders (2) verbunden ist und das in seiner einen Stellung den ersten Vorraum (47) an die Druckmittelleitung (48) und den zweiten Vorraum (38) an eine Abflußleitung (53), in der anderen Stellung dagegen den ersten Vorraum (47) an die Abflußleitung (53) und den zweiten Vorraum (38) an die Druckmittelleitung (48) anschließt.
  2. 2. Kaffeemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperr- oder Rückschlagventil (4) einen Kolben (40) hat, der entgegen der Wirkung einer Feder (41) in einem einerseits an den Arbeitsraum (7) des Brühwasserzylinders (1) und andererseits an das von Hand zu betätigende Mehrwegesteuerventil (3) angeschlossenen Zylinderraum (42) verschiebbar ist.
  3. 3. Kaffeemaschine mit einem unter der Wirkung eines Druckmittels in einem Brühwasserzylinder verschiebbaren und mit einem in einem Rückholzylinder gleitenden Rückholkolben verbundenen Brühwasserkolben, nach Patentanmeldung W 16252 X/341, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Rückholdruckraum (12) des Rückholzylinders auf der anderen Seite des Rückholkolbens (10) gegenüberliegende Zylinderraum (11) mit dem Arbeitsraum (7) des Brühwasserzylinders (1) oberhalb des Brühwasserkolbens (6) verbunden ist.
  4. 4. Kaffeemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsraum (7) des Brühwasserzylinders (1) mit dem oberen Zylinderraum (11) des Rückholzylinders (2) durch eine hohle Kolbenstange (9) verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 178 701; französische Patentschrift Nr. 1091170.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102016120232A1 (de) * 2016-10-24 2018-04-26 Sysko Ag Getränkemaschinenvorrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT178701B (de) * 1953-04-10 1954-06-10 Franz Ing Hochmayr Espressomaschine
FR1091170A (fr) * 1953-07-08 1955-04-07 Système de compression automatique applicable à des appareils à infusion

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Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977