DE1271960B - Keilverankerung fuer vorgespannte Draehte, Staebe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau - Google Patents
Keilverankerung fuer vorgespannte Draehte, Staebe, Seile od. dgl. im SpannbetonbauInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
- E04C5/00—Reinforcing elements, e.g. for concrete; Auxiliary elements therefor
- E04C5/08—Members specially adapted to be used in prestressed constructions
- E04C5/12—Anchoring devices
- E04C5/122—Anchoring devices the tensile members are anchored by wedge-action
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Description
- Keilverankerung für vorgespannte Drähte, Stäbe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau Zur Verankerung vorgespannter Drähte, Stäbe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau ist die Verwendung von Keilhülsen bekannt, in denen die Drähte oder Stäbe durch Klemmkeile fest eingespannt sind. Bei diesen bekannten Ausbildungen haben die Keilstücke der Kegelbohrung der Hülse entsprechende Mantelflächen und eine zylindrische Innenfläche.
- Es ist dabei auch bekannt, mit derartigen Keilverankerungen mehrere Stäbe oder Drähte gleichzeitig festzuklemmen. Dabei ergibt sich aber zwischen den Keilstücken und den Stäben nur eine linienförmige Berührung, wobei die Klemmkräfte nur längs dieser Berührungslinien radial übertragen werden.
- Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Einzelstäbe in Keilhülsen mittels Keilstücken zu verankern, deren Innenzylinder dem Durchmesser des Stabes entspricht und deren Kegelmantel der Kegelbohrung der Hülse angepaßt ist. Diese Keilstücke eignen sich jedoch nicht zur gleichzeitigen Verankerung mehrerer Stäbe.
- Soweit Keilhülsen zur Verankerung mehrerer Stäbe bekannt sind, ist jeweils ein Draht oder Stab zwischen zwei benachbarten Keilen angeordnet, oder aber der gespannte Draht liegt an zwei benachbarten Drähten und einem Keil an. In allen diesen Fällen weist der Draht im Querschnitt gesehen höchstens drei Klemmstellen auf, woraus sich eine nicht sehr günstige Kraftverteilung und Verankerung ergibt.
- Ein weiterer Vorschlag (deutsche Auslegeschrift 1082 394) für eine Verankerung sieht vor, daß um einen Spanndraht oder um mehrere zueinander parallele Spanndrähte Formstücke und Keile mit gezahnten Klemmflächen angeordnet sind, die zusammen ein Klemmfutter mit konischer Außenfläche bilden, und daß nach dem Aufpressen eines Aufpreßringes auf die konische Außenfläche des Klemmfutters die Spanndrähte fest umschlossen und die gezahnten Klemmflächen des Klemmfutters in die Spanndrähte eingeprägt sind. Die Mantelfläche der Keilstücke entspricht dabei der Kegelbohrung des Aufpreßringes, und jedes Keilstück hat eine zylindrische, mit Gewinde versehene Innenfläche für im Abstand voneinander liegende Stäbe, wobei diese Zylinderflächen in der Wölbung dem Durchmesser der Stäbe entsprechen. Es besteht hierbei eine volle Flächenberührung der Keilstücke sowohl an dem Aufpreßring als auch an den Stäben. Es handelt sich bei dieser Verankerung jedoch nicht um eine eigentliche Keilverankerung, da der Aufpreßring des Klemmfutters lediglich als Werkzeug zum Aufprägen eines Gewindes bzw. zum Einprägen eines harten, körnigen Materials dient. Die Erfindung betrifft eine neue Ausbildung einer aus einer Keilhülse und Keilstücken bestehenden Verankerung für vorgespannte Drähte, Stäbe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau, die zum gleichzeitigen Verankern mehrerer Stäbe geeignet ist und eine beste Klemmhalterung der Stäbe ergibt.
- Erfindungsgemäß ist eine Keilverankerung für Drähte, Stäbe, Kabel od. dgl. im Spannbetonbau aus einer Keilhülse mit Keilstücken, die die Drähte in der Keilhülse festklemmen, wobei die Klemmfläche für die Drähte entsprechend ihrem Durchmesser nach einem Zylindermantel geformt ist, so eingerichtet, daß je zwei der längs einer Linie sich berührenden Drähte od. dgl. von je einem Keilstück derart gehalten sind, daß die Drähte an den Fugen zwischen den Keilstücken liegen, wobei die Kegelmantelflächen der Keilstücke nach einem kleineren Durchmesser gewölbt sind als die Kegelbohrung der sie aufnehmenden Keilhülse.
- Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die auf die Rücken der Keilstücke eingeleiteten Radialkräfte sich jeweils mit zwei Seitenkomponenten auf die an den einzelnen Keilen anliegenden Drähte abstützen. Die Kräfte der Seitenkomponenten stehen in den Drahtmittelpunkten im Gleichgewicht und bilden einen Kräftering, dessen Gewölbewirkung eine gleichmäßige Klemmung aller Drähte bewirkt und gewährleistet.
- Durch die Aufspreizung der auf die Keilrücken eingeleiteten Radialkräfte in jeweils zwei Komponenten ergibt sich eine erhebliche Steigerung der auf die Drähte klemmend wirkenden Kraft, denn die Summe der beiden Komponenten der Radialkraft ist wesentlich größer als die Radialkraft selbst. Somit ist auch die klemmende Wirkung dieser Komponenten wesentlich größer als die Wirkung von nur radial gerichteten Klemmkräften. Die neue Ausbildung ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 die Stirnansicht einer Keilverankerung, in die drei Drähte od. dgl. aufgenommen sind, F i g. 2 eine weitere Ausbildung mit sechs Drähten im Schnitt, wobei die Kraftverteilungen eingezeichnet sind, und F i g. 3 die Stirnansicht einer weiteren Ausführungsform für vier Stäbe.
- Bei der Ausbildung nach F i g. 1 sind in der Keilhülse 1 drei Keilstücke 6 vorgesehen, von denen jedes auf zwei einander benachbarte Stäbe 5 einwirkt. Die Wölbung der Mantelflächen 7 verläuft dabei nach einem kleineren Durchmesser als demjenigen der Bohrung 2. Die Klemmflächen 8 der Keilstücke an den Stäben 5 ist deren Durchmesser angepaßt, so daß sich eine flächenhafte Berührung ergibt. Die Keilstücke 6 und die Klemmflächen 8 sind dabei so bemessen, daß die Stäbe 5 zwischen den Klemmflächen 8 der verschiedenen Keilstücke 6 einander berührend gehalten sind.
- Zufolge der Verschiedenheit in der Wölbung zwischen der Kegelbohrung 2 und den Mantelflächen 7 der Keilstücke 6 wird erreicht, daß ein Einprägen der Mantelkanten der Keilstücke 6 in die Kegelbohrung 2 der Hülse 1 nicht eintreten kann, so daß ein spanabhebendes Schneiden der Mantelkanten verhindert wird. " Die Hülse 1 ist vorteilhaft im Gesenk geschmiedet, während die Keilstücke 6 aus gezogenem Material gefertigt sind. Bei der Abwandlung nach F i g. 3 ist gezeigt, wie auf die gleiche Weise vier Drähte, Stäbe od. dgl. eingeklemmt werden können. Es sind hier demzufolge vier Keilstücke 6 b vorgesehen. Die Ausbildung der Keilstücke und der Hülsenbohrung entspricht derjenigen nach der F i g.1.
- In F i g. 2 ist gezeigt, wie in der gleichen Weise sechs Stäbe 5 a eingeklemmt werden können. Hier ist zusätzlich eine Andeutung des Kraftverlaufes gegeben. Die auf jedes Keilstück 6a einwirkende radiale Kraft K wird in zwei Komponenten K1 und K2 zerlegt, wobei K1 und K2 jeweils auf einander benachbarte Stäbe einwirken. Auf diese Weise wird also jeder einzelne Stab von außen her auch von zwei benachbarten Keilstücken angedrückt. Die Reaktionskräfte aus den auf jeden einzelnen Stab einwirkenden Kräften ergeben sich dadurch, daß die Stäbe 5 a sich auf ihre benachbarten Stäbe gewölbeartig abstützen. Auf jeden einzelnen der Stäbe wirken also, wie in F i g. 2 dargestellt, vier Kräfte ein, die die vorteilhafte Verklemmung bewirken.
Claims (1)
- Patentanspruch: Keilverankerung für Drähte, Stäbe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau, bestehend aus einer Keilhülse und die Drähte od. dgl. in dieser festklemmenden Keilstücken, deren Klemmflächen entsprechend dem Drahtdurchmesser nach einem Zylindermantel geformt sind, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß je zwei der längs einer Linie sich berührenden Drähte (5) od. dgl. von je einem Keilstück (6) derart gehalten sind, daß die Drähte an den Fugen zwischen den Keilstücken liegen, wobei die Kegelmantelflächen der Keilstücke nach einem kleineren Durchmesser gewölbt sind als die Kegelbohrung der sie aufnehmenden Keilhülse (1). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1030 006; französische Patentschrift Nr. 980 911; belgische Patentschrift Nr. 535 379; Hans Möll, »Spannbeton«, Stuttgart 1954, S.246/247.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1271A DE1271960B (de) | 1960-07-15 | 1960-07-15 | Keilverankerung fuer vorgespannte Draehte, Staebe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP1271A DE1271960B (de) | 1960-07-15 | 1960-07-15 | Keilverankerung fuer vorgespannte Draehte, Staebe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1271960B true DE1271960B (de) | 1968-07-04 |
Family
ID=5661658
Family Applications (1)
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| DEP1271A Pending DE1271960B (de) | 1960-07-15 | 1960-07-15 | Keilverankerung fuer vorgespannte Draehte, Staebe, Seile od. dgl. im Spannbetonbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1271960B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3520032A (en) * | 1968-08-12 | 1970-07-14 | Howlett Machine Works | Tendon anchorage |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE535379A (de) * | ||||
| FR980911A (fr) * | 1949-02-14 | 1951-05-21 | Perfectionnements aux raccords d'extrémité et de fonction pour toutes applicationset en particulier pour câbles métalliques | |
| DE1030006B (de) * | 1953-11-18 | 1958-05-14 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Keilverankerung fuer Spannbetondraehte |
-
1960
- 1960-07-15 DE DEP1271A patent/DE1271960B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE535379A (de) * | ||||
| FR980911A (fr) * | 1949-02-14 | 1951-05-21 | Perfectionnements aux raccords d'extrémité et de fonction pour toutes applicationset en particulier pour câbles métalliques | |
| DE1030006B (de) * | 1953-11-18 | 1958-05-14 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Keilverankerung fuer Spannbetondraehte |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3520032A (en) * | 1968-08-12 | 1970-07-14 | Howlett Machine Works | Tendon anchorage |
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