DE1271327B - Verfahren zum Dekorieren oder Faerben von halbkristallinen Koerpern - Google Patents
Verfahren zum Dekorieren oder Faerben von halbkristallinen KoerpernInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C03c
Deutsche Kl.: 32 b-3/22
Nummer: 1271327
Aktenzeichen: P 12 71 327.8-45
Anmeldetag: 10. Mai 1960
Auslegetag: 27. Juni 1968
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf das Dekorieren oder Färben von kristallinen oder halbkristallinen
keramischen Körpern. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu behandelnden Körper sind
durch Schmelzen eines glasbildenden Gemenges, Kühlen der Schmelze zum Glas und gleichzeitiges Herstellen
des gewünschten Körpers sowie anschließende Wärmebehandlung des Glaskörpers bei gesteuerten
Temperaturen zu seiner Kristallisation ohne wesentliche Formänderung hergestellt. Die entwickelten
Kristalle liegen dabei in mikroskopischer Größe und zufälliger, jedoch gleichmäßiger Anordnung in einem
Glasgefüge dispergiert vor, wobei dieses Restglas vom unkristallisierten Bestandteil des Ausgangsglases
stammt. Der Anteil der Kristalle zu dem Anteil des Glasgefüges ist wesentlich höher als beim Milchglas,
und die Körper zeigen physikalische Eigenschaften, beispielsweise einen linearen, thermischenAusdehnungskoeffizienten,
Dichte, mechanische Festigkeit usw., die wesentlich von denjenigen eines Glases der gleichen
chemischen Zusammensetzung abweichen.
Hauptziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zum Färben oder Dekorieren solcher Körper
durch Ausbildung einer Einfärbung innerhalb und unterhalb der Oberfläche des Körpers.
Weiter richtet sich die Erfindung auf das Färben und Dekorieren solcher Körper mit thermischen Ausdehnungskoeffizienten
(0 bis 30 · 10-' pro Grad Celsius),
die so weit unterhalb der Ausdehnungskoeffizienten üblicher Glasuren und Emaillen liegen, daß die
Verwendung solcher Glasuren oder Emaillen unausführbar wird.
Halbkristalline Körper der oben beschriebenen Art können Ausdehnungskoeffizienten bis zu 0 oder bis zu
300 · 10~7 pro Grad Celsius, abhängig von ihrer Zusammensetzung
aufweisen.
Obwohl man Körper mit Ausdehnungskoeffizienten in der Nachbarschaft von 50 bis 100 · 10~7 pro Grad
Celsius wirksam mit üblichen Glasuren und Emaillen dekorieren kann, sind diese Dekorationen oder Einfärbungen
nur oberflächlich und sitzen auf der Außenseite der Oberfläche des Körpers, wo sie irgendwelchen
Angriffen zu leicht zugänglich sind und durch Abrieb und chemische Reagenzien, wie Reinigungsmittel,
Essig usw., leicht entfernt werden. Halbkristalline Körper mit niedrigen Ausdehnungskoeffizienten (0 bis
30 · 10-7 pro Grad Celsius), die sich besonders für Geschirr wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen thermische
Schläge eignen, sind praktisch für eine Dekoration mit üblichen Glasuren und Emaillen wegen des
Mißverhältnisses der Ausdehnungskoeffizienten ungeeignet, die zu Glasurrissen führen würden. Ein Ver-
Verfahren zum Dekorieren oder Färben von
halbkristallinen Körpern
halbkristallinen Körpern
Anmelder:
Corning Glass Works, Corning, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, 4690 Herne, Freiligrathstr. 19.
Als Erfinder benannt:
Joseph Wolters Morrissey,
Corning, N. Y. (V. St. A.)
Joseph Wolters Morrissey,
Corning, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 15. Mai 1959 (813 343)
fahren, mit dem man halbkristalline Körper mit verschleißfesten und chemisch widerstandsfähigen Farben
und Dekorationen versehen kann, ist deshalb außerordentlich erstrebenswert.
Durch die Erfindung wird ein Verfahren zum Färben oder Dekorieren von halbkristallinen Körpern geschaffen,
bei dem sich im allgemeinen die Einfärbung oder Dekoration innerhalb und unterhalb der Oberfläche
des Körpers befindet und das keine unerwünschten Kräfte in die Oberfläche einführt.
Grundsätzlich besteht das erfindungsgemäße Verfahren darin, daß man auf einen ausgewählten Teil des Körpers eine Dekorationszusammensetzung aufbringt, welche wenigstens ein glasfärbendes Mittel aus Eisen, Kobalt, Nickel und Verbindungen davon enthält und anschließend den Körper auf zwischen 900 und 1175° C für 1 bis 4 Stunden erwärmt, um den ausgewählten Bereich innerhalb und unterhalb seiner Oberfläche einzufärben. Obwohl die Elemente Eisen, Kobalt und Nickel für sich unter gewissen Bedingungen eine gewisse Färbung in den Körpern hervorrufen, ist dies nicht so zufriedenstellend wie diejenige bei Verwendung von Oxyden oder anderen Verbindungen dieser Elemente, und Rückstände lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht von der Oberfläche entfernen, selbst wenn inerte Verdünnungsmittel vorhanden sind. Die glasfärbenden Mittel Vanadium, Mangan, Selen, Tellur, Cer, Uran und ihre Verbindungen ergeben keine zufriedenstellende Einfärbung in solchen halbkristallinen
Grundsätzlich besteht das erfindungsgemäße Verfahren darin, daß man auf einen ausgewählten Teil des Körpers eine Dekorationszusammensetzung aufbringt, welche wenigstens ein glasfärbendes Mittel aus Eisen, Kobalt, Nickel und Verbindungen davon enthält und anschließend den Körper auf zwischen 900 und 1175° C für 1 bis 4 Stunden erwärmt, um den ausgewählten Bereich innerhalb und unterhalb seiner Oberfläche einzufärben. Obwohl die Elemente Eisen, Kobalt und Nickel für sich unter gewissen Bedingungen eine gewisse Färbung in den Körpern hervorrufen, ist dies nicht so zufriedenstellend wie diejenige bei Verwendung von Oxyden oder anderen Verbindungen dieser Elemente, und Rückstände lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht von der Oberfläche entfernen, selbst wenn inerte Verdünnungsmittel vorhanden sind. Die glasfärbenden Mittel Vanadium, Mangan, Selen, Tellur, Cer, Uran und ihre Verbindungen ergeben keine zufriedenstellende Einfärbung in solchen halbkristallinen
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Körpern. Auch Chrom und seine Verbindungen allein ergeben keine wesentliche Färbung in diesen Körpern.
Jedoch ergeben Verbindungen von Chrom in Kombination mit Verbindungen von Eisen, Kobalt oder
Nickel und insbesondere in Anwesenheit eines Fluorsalzes eine grünliche Tönung der endgültigen Farbe.
Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Dekorationszusammensetzung vorzugsweise
auf dem Glaskörper vor dessen Kristallisa-
der Farbe mit höheren Prozentsätzen des Streckmittels ab, und über diesen Wert hinaus wird die Färbung
praktisch unwirksam. Da die Einfärbung durch die Atome oder Ionen der angegebenen Elemente selbst
erzeugt wird, kann jede Verbindung derselben mit den gleichen guten Ergebnissen verwendet werden.
Das Färbemittel läßt sich auf den zu färbenden Körper mit geeigneten Mitteln oder Verfahren aufbringen,
bei denen ein gleichmäßiger Überzug entsteht, bei-
tion aufgebracht, weil sich die Kristallisation des GIa- 10 spielsweise durch Aufsprühen, Aufpinseln oder über
ses und die Einfärbung des halbkristallinen Körpers Seidenraster. Zu diesem Zweck werden die Dekoraauf
diese Weise gleichzeitig durchführen lassen. Maxi- tionszusammensetzung und das gegebenenfalls vormal
soll die Tiefe der Einfärbung insbesondere die- handene Streckmittel zusammen mit einer geeigneten
jenige mit Kobalt 1 τη τη oder mehr betragen. Die Deko- Menge eines entsprechenden Trägers, wie Wasser und
rationszusammensetzung kann jedoch gegebenenfalls i5 Alkohol oder Quetschöl bei Verwendung eines Seidenauch
auf den halbkristallinen Körper für sich auf- rasters, zusammengemahlen und/oder innig gemischt,
gebracht werden, indem man den Glaskörper in üblicher vorzugsweise unter Zuhilfenahme einer Kugelmühle.
Weise zu seiner Kristallisation erwärmt, das halb- Um das Ankleben des Überzuges vor der Wärmebehandkristaüine
Produkt abkühlt, dann die Dekorations- lung zu verbessern, werden zweckmäßig etwa 10 Gezusammensetzung
aufbringt und anschließend den ao wichtsprozent Polyäthylenglykol mit einem Molekularüberzogenen halbkristallinen Körper auf zwischen gewicht von 6000 mit dem Streckmittel gemischt. Da
etwa 900 und etwa 1175° C erhitzt. Wie oben bereits die zuerst wahrnehmbare Farbreaktion bei Temperazum
Ausdruck gebracht wurde, sind die zusätzlichen türen in der Größenordnung von 900° C auftritt und
Kosten für den zweiten Erhitzungsvorgang nachteilig, die Verformung bei etwa 1175° C kritisch wird, erwenn
die Dekorationszusammensetzung auf den halb- as wärmt man die überzogenen Körper im allgemeinen
kristallinen Körper selbst aufgebracht wird. Die glas- auf zwischen etwa 900 und etwa 1175 0C für etwa 1 bis
färbenden Mittel, die bei dem erfindungsgemäßen Ver- 4 Stunden oder mehr, um eine zufriedenstellende Einfahren
Verwendung finden, nehmen offenbar niemals färbung zu erzielen.
an einem Ionenaustausch mit Alkalimetall in der Art Zur weiteren Erläuterung des erfindungsgemäßen
teil, wie es beim Färben von Alkali enthaltenden Glä- 30 Verfahrens sollen im folgenden verschiedene Zusamsern
durch Kupfer und Silber der Fall ist. Das neue mensetzungen von halbkristallinen Körpern in Ge-Verfahren
eignet sich jedoch sowohl für halbkristalline
Zusammensetzungen, die frei von Alkalimetalloxyden
sind, als auch für solche, die ein Alkalimetalloxyd enthalten. Darüber hinaus erscheint die charakteristische
Einfärbung unterhalb der Oberfläche durch diese Farbmittel, wie sie kennzeichnend für das erfindungsgemäße
Verfahren ist, nur in solchen halbkristallinen Körpern.
Allenfalls erzeugt man mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren nur eine leichte oberflächliche Einfärbung
eines Glaskörpers.
Zusammensetzungen, die frei von Alkalimetalloxyden
sind, als auch für solche, die ein Alkalimetalloxyd enthalten. Darüber hinaus erscheint die charakteristische
Einfärbung unterhalb der Oberfläche durch diese Farbmittel, wie sie kennzeichnend für das erfindungsgemäße
Verfahren ist, nur in solchen halbkristallinen Körpern.
Allenfalls erzeugt man mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren nur eine leichte oberflächliche Einfärbung
eines Glaskörpers.
Offenbar ist die Einfärbung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren das Ergebnis einer Kristallreaktion,
die nur bei erhöhten Temperaturen auftritt, wobei ein färbendes Atom oder Ion eines oder mehrerer der angeführten
Farbmittel in das Kristallgitter eines Kristalls des halbkristallinen Körpers eintritt und sich dort
wichtsprozent aud Oxydbasis wiedergegeben werden, die sich zur Einfärbung eignen.
| A | B | C | D | E | |
| SiO2 | 71,0 2,5 18,0 4,5 3,0 1,0 |
69,2 3,9 20,5 5,4 1,0 |
67,9 4,3 20,4 5,4 1,0 1,0 |
71,0 2,5 18,0 4,5 4,0 |
56,6 |
| Li2O | 19,7 9,0 14,7 |
||||
| Al2Oo | — | ||||
| TiO2 | |||||
| MgO | |||||
| ZnO | |||||
| BaO |
während der Bildung und/oder des Wachstums eines solchen Kristalles und insbesondere bei Temperaturen
einfügt, bei der der Kristall normalerweise der Umwandlung von der einen Modifikation in die andere
unterliegt. Solche Kristalkeaktionen sind bei der Bildung bestimmter Spinelle, beispielsweise Kobalt-aluminat
(CoAl2O4) bekannt. Sie werden in dem Buch
»Einführung in die Festkörperchemie« von J. A. H e d ν a I beschrieben.
Die oben angegebenen Glasfärbemittel werden in konzentrierter Form verwendet, oder man streckt sie
durch Mischen mit einem inerten Pulver, welches nicht mit dem halbkristallinen Körper reagiert, beispielsweise
TiO2, Al2O3, MgO, ZnO, Sillimanit, ZrO2, SiO2
usw.
Die Verwendung eines solchen Streckmittels verbessert die Gleichmäßigkeit der fertigen Färbung, insbesondere,
wenn das Färbemittel Kobalt oder seine Verbindungen enthält. Eine gleichmäßige Einfärbung
erhält man mit Streckmittelmengen bis zu 90 Gewichtsprozent, jedoch nimmt die Intensität oder Sättigung
Die Gemenge aus den obigen Glasbildnern werden in üblicher Weise in Tiegeln, Pfannen und Wannen, abhängig
von der Größe der Schmelze bei etwa 1400° C oder darüber für wenigstens 4 Stunden geschmolzen,
■wobei bei größeren Schmelzen längere Zeiträume erforderlich
sind.
Der Schmelzvorgang erfolgt unter oxydierenden Bedingungen,
um Läuterungsschwierigkeiten zu vermeiden, auf die man beim reduzierenden Schmelzen gewöhnlich
trifft. In den Gemengen wird das übliche Läuterungsmittel As2O3 verwendet.
Die Ergebnisse von Experimenten unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrensinseiner Anwendung
auf diese Gläser sind in Tabelle II wiedergegeben. Dabei zeigt die Spalte I die Nummer des jeweiligen Experiments,
II die Zusammensetzung des Körpers, III das oder die Farbmittel in Gewichtsteilen, IV das Streckmittel
in Gewichtsteilen und V die erzeugte Farbe. Die Anteile am Träger (Wasser, Alkohol, ...) und Klebmittel
(Polyäthylenglykol) kennt der Fachmann und werden entsprechend den Erfordernissen gewählt. Diese
Bestandteile brennen ohnehin währenddes Einbrennens
des Färbemittels aus und sind deshalb nicht eigens aufgeführt.
| I | II | III | 30 Co3O4 | IV | 70 SiO2 | V |
| 1 | A | 40NiO | 60 Sillimanit | Dunkelblau | ||
| 2 | A | 10 CoF2 | 80 TiO2 | Grau | ||
| 3 | A | 3 Co3O4, 5 Fe2O3 | 23 TiO2 | Hellblau | ||
| 4 | A | 15NiO | 70 TiO2,15 Cr2O3 | Graublau | ||
| 5 | A | 20NiO | 80 TiO2 | Hellgrau-grün | ||
| 6 | A | 30 Fe2O3 | 70 TiO2 | Hellgrau | ||
| 7 | A | 20 Co3O4 | 80 TiO2 | Hellgelb | ||
| 8 | B | 20 Co3O4 | 80 TiO2 | Purpur | ||
| 9 | C | 20 Co3O4 | 80 TiO2 | Purpur | ||
| 10 | D | 20 Co3O4 | 80 TiO2 | Grau | ||
| 11 | E | Ni(NO3)a · 6 H2O | — | Blau | ||
| 12 | A | 10 Co3O4,10 Fe2O3 | 10 Cr2O3 | Hellgrün | ||
| 13 | A | 3 Co3O4, 5 Fe2O3 | — | Dunkelgrau | ||
| 14 | A | 5 Co3O4, 5 CoF2 · 2 H2O | 90 TiO2 | Blaugrau | ||
| 15 | A | 20 Fe2O3 | 80MgO | Dunkelblau | ||
| 16 | A | Fe2O3 | — | Hellgelb | ||
| 17 | A | 20NiO | Al2O3 | Rotgelb | ||
| 18 | A | 5 Co3O4 | 50 TiO2,10 CrF3 | Hellgrau | ||
| 19 | A | 2NiO | 80 TiO2,1 Cr2O3 | Grün | ||
| 20 | A | Grün-rotbraun |
Die Beispiele 5,13,19 und 20 zeigen die Verwendung
von Chromverbindungen, die der Einfachheit halber als Streckmittel angegeben sind, da sie nicht wesentlieh
zur Einfärbung beitragen, wie bereits oben ausgeführt worden war.
Die Anwesenheit wesentlicher Mengen von Alkalimetallverbindungen in der Dekorationszusammensetzung
ist wegen ihrer Flußmitteleigenschaften und wegen ihrer Neigung, die Oberfläche des Körpers aufzurauhen
und/oder schwer zu entfernende Krusten oder Rückstände zu bilden, zu vermeiden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Einfärben oder Dekorieren von durch gesteuerte Kristallisation unter Wärmebehandlung
eines Glaskörpers hergestellten glasigkristallinen Körpern unter Verwendung von an-
40 organischen Farbmassen mit einem Anteil an Eisen, Kobalt und/oder Nickel oder deren Verbindungen,
dadurchgekennzeichnet, daß zur Einfärbung der mit der Farbmasse versehene Körper
auf eine Temperatur von 900 bis 1175° C für 1 bis 4 Stunden erhitzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbmasse auf den Glaskörper
aufgebracht wird, der anschließend durch die Wärmebehandlung gleichzeitig kristallisiert und eingefärbt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbmasse auf den glasig-kristallinen
Körper aufgebracht wird, der anschließend durch die Wärmebehandlung bei einer Temperatur
von zwischen etwa 900 und 1150° C zwischen 1 und 4 Stunden eingefärbt wird.
809 567/224 6.68 © Bundesdruckerei Berlin
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