DE1270196B - Verwendung von Titancarbid fuer einen elektrischen Kontakt und damit hergestellter Kontakt - Google Patents
Verwendung von Titancarbid fuer einen elektrischen Kontakt und damit hergestellter KontaktInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES VWWW>
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Nummer:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
HOIh
Deutsche Kl.: 21g-32
1270 196
P 12 70 196.1-33
5. August 1963
12. Juni 1968
P 12 70 196.1-33
5. August 1963
12. Juni 1968
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Kontakt und einen Werkstoff, insbesondere einen Kontakt für
Leistungsschalter.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines elektrischen Kontakts, der eine gute elektrische Leitfähigkeit,
einen geringen Kontaktwiderstand und einen hohen Stromdurchgang aufweist. Er soll ferner bei
wiederholter Betätigung unter Last möglichst geringe Beschädigung wie Verschweißen oder Kontaktwanderung
aufweisen, geringe Funkenbildung zeigen, hohe Kurzschlußfestigkeit besitzen und mittels Pulvermetallurgie
leicht herstellbar sein.
Es ist bekannt, daß Kontaktwerkstoffe, die Titancarbid neben einem oder mehreren niedriger schmelzenden
und weicheren Metallen (z.B. Silber oder Kupfer) enthalten, ausgezeichnete Kontakteigenschaften
besitzen. Bei der Herstellung derartiger Kontakte traten aber bisher große Schwierigkeiten auf, die
nicht überwunden werden konnten. Es konnte nämlich keine ausreichende Benetzung und damit keine
innige Tränkung des Titancarbids mit dem als Bindemittel dienenden Silber bzw. Kupfer erzielt werden.
Dadurch haben die auf diesem Weg hergestellten Kontakte beispielsweise in Leistungsschaltern nicht
zufriedenstellend und zuverlässig genug funktioniert.
Titäncarbid enthält stöchiometrisch 20,05% gebundenen Kohlenstoff. Bisher war das Hauptbestreben
darauf gerichtet, dieses Carbid so herzustellen, daß der Gehalt an gebundenem Kohlenstoff möglichst
hoch und derjenige an freiem Kohlenstoff möglichst gering ist. Diese Bestrebungen haben dazu geführt,
daß handelsübliches Titäncarbid mindestens 19% gebundenen Kohlenstoff enthält. Auch für die Versuche
zur Herstellung elektrischer Kontakte wurde bisher stets dieses handelsübliche Titäncarbid verwendet.
Überraschenderweise wurde nun festgestellt, daß gerade das Streben nach hoher Reinheit des Titancarbids
für die schlechten Ergebnisse bei der Tränkung eines Sinterkörpers aus Titäncarbid mit Silber
oder Kupfer verantwortlich ist. Bei reinem Titäncarbid beträgt nämlich der Benetzungswinkel für Silber
etwa 108°. Benetzungswinkel über 90° machen aber eine Benetzung fast unmöglich.
Überraschenderweise wurde nun festgestellt, daß die Benetzbarkeit von Titäncarbid mit Silber oder
Kupfer entscheidend verbessert werden kann, wenn der Anteil des gebundenen Kohlenstoffs in einem
ganz bestimmten Bereich unterhalb des theoretischen Wertes liegt. Dabei hat sich gezeigt, daß ein höherer
Anteil von freiem Kohlenstoff als bisher üblich die Tränkung mit Silber oder Kupfer nicht erschwert und
Verwendung von Titäncarbid für einen
elektrischen Kontakt und damit hergestellter
Kontakt
elektrischen Kontakt und damit hergestellter
Kontakt
Anmelder:
Stackpole Carbon Company,
St. Marys, Pa. (V. St. A.)
St. Marys, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. G. Weinhausen, Patentanwalt,
8000 München 22, Widenmayerstr. 46
Als Erfinder benannt:
John Carroll Kosco, St. Marys, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 8. August 1962 (215 514)
die Kontakteigenschaften nicht verschlechtert, solange dieser Anteil nicht wesentlich mehr als 3%
beträgt.
Demgemäß besteht die Erfindung in der Verwendung von Titäncarbid mit einem Gehalt an gebundenem
Kohlenstoff von etwa 15,5 bis 18,5% und einem Gehalt an freiem Kohlenstoff von etwa 0,3 bis 3%
als Skelett für einen elektrischen Kontakt mit Silber oder Kupfer als Bindemittel.
Der Anteil des Bindemittels beträgt bei den erfindungsgemäß hergestellten Kontakten etwa 45 bis
78%. Besonders gute Ergebnisse wurden bei einem Silberanteil von etwa 70% erzielt.
Das erfindungsgemäß verwendete, nichtstöchiomeirische Titäncarbid kann nach verschiedenen bekannten Verfahren hergestellt werden. Hierzu gehören die Reaktion von Titandioxyd (TiO2) mit Ruß, die Reaktion eines Titancarbids mit höherem Kohlenstoffgehalt mit Titandioxyd oder die Reaktion von Titan (Ti), Kohlenstoff (C) und Titandioxyd unter Schutzgas, wobei die Reaktionsteilnehmer in demjenigen Verhältnis anwesend sind, das die gewünschte Zusammensetzung liefert. Vorzugsweise wird im Handel erhältliches Titäncarbid mit einem Kohlenstoffgehalt von etwa 19% oder mehr in reduzierender Umgebung bei einer Temperatur von 1600° C oder mehr mit Titandioxyd zur Reaktion gebracht. Das Verhält-
Das erfindungsgemäß verwendete, nichtstöchiomeirische Titäncarbid kann nach verschiedenen bekannten Verfahren hergestellt werden. Hierzu gehören die Reaktion von Titandioxyd (TiO2) mit Ruß, die Reaktion eines Titancarbids mit höherem Kohlenstoffgehalt mit Titandioxyd oder die Reaktion von Titan (Ti), Kohlenstoff (C) und Titandioxyd unter Schutzgas, wobei die Reaktionsteilnehmer in demjenigen Verhältnis anwesend sind, das die gewünschte Zusammensetzung liefert. Vorzugsweise wird im Handel erhältliches Titäncarbid mit einem Kohlenstoffgehalt von etwa 19% oder mehr in reduzierender Umgebung bei einer Temperatur von 1600° C oder mehr mit Titandioxyd zur Reaktion gebracht. Das Verhält-
809 559/388
Claims (2)
1. Verwendung von Titancarbid mit einem Gehalt an gebundenem Kohlenstoff von etwa 15,5
bis 18,5 °/o und einem Gehalt an freiem Kohlenstoff von e.twa 0,3 bis 3 % als Skelett für einen
elektrischen Kontakt mit Silber oder Kupfer als Bindemittel.
2. Nach Anspruch 1 hergestellter Kontakt, dadurch gekennzeichnet, daß der Silberanteil etwa
70 % beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 622 522;
Kieffer und Schwarzkopf, »Hartstoffe und Hartmetalle« Springer Verlag, Wien, 1953, S. 63.
809 559/388 5.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US215514A US3158469A (en) | 1962-08-08 | 1962-08-08 | Electrical contact |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1270196B true DE1270196B (de) | 1968-06-12 |
Family
ID=22803273
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE622522C (de) * | 1932-08-06 | 1935-11-29 | Metallwerk Plansee G M B H | Elektrischer Kontaktstoff, der ein oder mehrere Carbide neben einem oder mehreren niedriger schmelzenden und weicheren Metallen enthaelt |
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|---|---|---|---|---|
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-
1962
- 1962-08-08 US US215514A patent/US3158469A/en not_active Expired - Lifetime
-
1963
- 1963-07-26 GB GB29731/63A patent/GB1043918A/en not_active Expired
- 1963-08-05 DE DEP1270A patent/DE1270196B/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE622522C (de) * | 1932-08-06 | 1935-11-29 | Metallwerk Plansee G M B H | Elektrischer Kontaktstoff, der ein oder mehrere Carbide neben einem oder mehreren niedriger schmelzenden und weicheren Metallen enthaelt |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3158469A (en) | 1964-11-24 |
| GB1043918A (en) | 1966-09-28 |
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