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Antriebsvorrichtung für Drucktastenschalter, insbesondere für Rundfunk-
und/oder Fernsehempfänger Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für Drucktastenschalter,
insbesondere für Rundfunk-und/oder Fernsehempfänger.
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Es ist bekannt, daß Drucktastenschalter im allgemeinen eine mehreren
oder allen Tastenhebeln, welche um eine gemeinsame Achse schwenkbar sind, zugeordnete,
quer zur Schaltrichtung verlaufende Schaltschiene besitzen. Diese Schaltschiene
ist als Rastschlene ausgebildet. Die Schaltschiene ist dabei parallel zu der Achse
entgegen einer Federkraft um ihre Längsachse drehbar. Bei Betätigung einer Taste
wird die Schaltschiene sofort bewegt, was z. B. durch eine Flanke am oberen Ende
der Tastenhebel bzw. durch eine schräge Kante geschehen kann, die das Anheben der
Schaltschiene (auch Sperrklappe genannt) bewirkt. Die Schaltschiene hält die einzelnen
Schaltorgane entgegen einer beim Drücken der Tasten durch Spannen der jeweiligen
Feder erzeugten Kraft in der »gedrückten.s< Stellung. Wird eine weitere Taste
gedrückt, so werden bei bestimmter Schwenkung der Schaltschiene nach oben vorher
betätigte Schaltorgane vorn der Rastsperrung frei, d. h., in dieser bestimmten Stellung
der Schaltschiene geschieht ein schlagartiges Auslösen vorher betätigter Schaltorgane
(Tastenhebel), und diese schnellen infolge der Federkraft in ihre ursprüngliche
Stellung zurück (vgl. zum Beispiel deutsche Patentanmeldung S 33s'79 VIIZb/21 c
und P 1.0981 VIIIb/21 c). Außerdem ist es bei etwas komplizierteren Drucktasten
bekannt, daß jeweils ein eine Taste tragender Tastenhebel mit lose abgelenkter Klinke
sowie ein Schalthebel vorgesehen sind, die um eine gemeinsame Achse schwenkbar und
dabei um einen Winkel gegeneinander verschiebbar gelagert sind (vgl. zum Beispie1
deutsche Patentschrift 944 206). Auch hier ist die übliche Rastschiene vorhanden.
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Die Rückbewegung der vorher betätigten Schaltorgane erfolgt bei den
bekannten Anordnungen ruckartig und schnell, was zur Folge hat, daß die Wucht des
Schaltorgans und Ein Teil der Federkraft am Anschlag der Ausgangsstellung abgefangen
werden muß. Außer einem entstehenden lauten Schaltgeräusch ist eine weitere Erscheinung
die Folge: Elektrische Bauelemente, die durch Schlag ihre Werte verändern, z. B.
Trimmer oder Spulen mit Kernen aus schlagempfindlichen ferromagnetischen Werkstoffen
können wegen der dann zu erwartenden Veränderungen nicht auf den Schaltschiebern
montiert werden.
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Es sind weiterhin Tastenschalter bekannt, die mit unterhalb der Tasten
befindlichen, ohne Federeinwirkung verschiebbaren, gleichartigen Sperrorganen versehen
sind, wobei die Sperrorgane als stangenförmige, kurze, flache Glieder ausgebildet
und an ihren Enden in einer Bewegungsebene gelenkig, kettenartig verbunden sind.
Bei dieser Lösung werden zwar die ruckartigen Bewegungen bei den Schaltvorgängen
vermindert, es besteht aber bei diesen Schaltern der Nachteil, daß sich jeweils
nur eine Taste in gedrückter Stellung befinden kann, da jeweils beim Schalten einer
weiteren Taste die in Schaltstellung befindliche Taste wieder ausgelöst wird.
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Durch die Erfindung soll erreicht werden, daß bei einem Schaltvorgang
mehrere Tastenhebel gleichzeitig ohne zusätzliehe Auslösetaste ausgelöst werden
können, ohne starke Schaltgeräusche und Erschütterungen hervorzurufen. Der Erfindung
liegt damit die Aufgabe zugrunde, durch konstruktive Maßnahmen einen Schalter zu
schaffen, bei dem durch Drücken einet' in Ruhestellung befindlichen Taste eine oder
mehrere gedrückte Tasten ausgelöst werden, wobei diese Rückstellung zu verlangsamen,
der notwendige Tastendruck zu verringern und die Schaltgeräusche zu vermindern sind.
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Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einer Antriebsvorrichtung
für Drucktastenschalter mit zwei oder mehr Tasten, wobei jeweils ein eine Taste
tragender Tastenhebel und ein Schalthebel auf einer gemeinsamen Achse und dabei
um einen Winkel gegen= einander schwenkbar gelagert sind, und einer parallel zu
der Achse entgegen einer Federkraft um ihre Längsachse drehbaren Schaltschiene,
wobei die Bewegung eines Tastenhebels zur Rückstellung eines vorher betätigten Schaltorgans
ausgenutzt wird, erfindungsgemäß die Schaltschiene als beim Niederdrükken einer
oder mehrerer Tasten nach Durchlaufen eines den Schaltvorgang vorbereitenden Hubes
der Taste(n) entsprechend der Weiterbewegung der
Taste(n) sich drehende
und dabei im Tempo des Niederdrückens der Taste(n) vorher betätigte Schaltorgane
zurückbewegende Schaltschiene ausgebildet ist, wobei bei dem vorbereitenden Hub
der Taste(n) der/die zugehörige(n) Schalthebel aus dem Eingriffsbereich der Schaltschiene
gelangen.
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Der Schalter soll dabei derart gestaltet sein, daß entgegen einer
Federkraft eine Klinke an dem Schalthebel koaxial verschiebbar ist, wobei die Klinke
in bekannter Weise lose an dem Tastenhebel aasgelenkt ist und eine bei Drücken der
zugehörigen Taste mit einer oberen Kante der quer zu den Schalthebeln angeordneten,
um ihre Achse kippbaren Schaltschiene im Eingriff stehende und bei Weiterdrücken
der Taste außer Eingriff kommende Kante und eine an einer weiteren Kante der Schaltschiene
gleitende und die Schaltschiene dann kippende Schaltkante besitzt, wobei durch das
Kippen der Schaltschiene die in gedrückter Stellung befindlichen Tasten mittels
der mit der Kante der Klinke in Eingriff kommenden oberen Kante der Schaltschiene
im Tempo des Niederdrükkens der Taste in die Ruhestellung zurückbewegt werden. Außerdem
ist an einer an einem dem Tastenhebel entgegengesetzten Ende des Schalthebels befindlichen
Nase ein Kontaktschieber artgelenkt, dessen Schaltweg durch Anschläge begrenzt ist:
-An Stelle der an dem Schalthebel koaxial verschiebbaren Klinke kann der Schalter
auch so ausgeführt werden, daß der Tastenhebel eine Schaltnase und diese eine bei
Drücken der zugehörigen Taste mit einer Kante der quer zu den Schalthebeln angeordneten,
um ihre Achse kippbaren Schaltschiene im Eingriff stehende und bei Weiterdrücken
der Taste außer Eingriff kommende Kante und außerdem eine dann mit einer weiteren
Kante der Schaltschiene in Eingriff kommende und die die vorher betätigten Schalthebel
zurückstellende Schaltschiene dann kippende Schaltkante besitzt.
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Die Schaltschiene kann aus zwei parallel befestigten Halbzeugformstäben,
z. B. Rundstäben, bestehen. Außerdem kann der Kontaktträger eine zusätzliche Rastung
aufweisen.
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Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß die rückzustellenden
Tasten nicht mehr, wie bisher bekannt, durch Federkraft, sondern im Tempo des Niederdrückens
einer weiteren Taste zurückgestellt werden, dadurch werden starke Schaltgeräusche
vermieden. Außerdem wird der zum Niederdrücken einer Taste erforderliche Tastendruck
geringer, da der bisher zu überwindende Federdruck der Rück stellfeder wegfällt,
so daß beim Drücken der Taste nur noch die beim Schaltvorgang entstehende Reibung
zu überwinden ist.
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Die Erfindung soll nachstehend in Ausführungsbeispielen näher erläutert
werden. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 einen Schalter mit oberhalb der Tasten befindlicher
Schaltschiene und horizontal verschiebbaren Kontaktschiebern, F i g. 2 einen Schalter
mit unterhalb der Tasten befindlicher Schaltschiene und vertikal verschiebbaren
Kontaktschiebern.
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Bei dem in F i g.1 dargestellten Schalter befinden sich die mittlere
Taste in Arbeitsstellung, die rechte Taste in Ruhestellung und die linke Taste im
Einschaltvorgang. Ein jeweils eine Taste 1 tragender Tastenhebel 2 und ein Schalthebel
3 sind um eine gemeinsame Achse 4 schwenkbar gelagert, und entgegen der Kraft einer
Feder 5 ist eine Klinke 6 an dem Schalthebel 3 koaxial verschiebbar, wobei die Klinke
6 wiederum an dem Tastenhebel 2 lose aasgelenkt ist. Beim Niederdrücken der Taste
1 gleitet die Klinke 6 auf dem Schalthebel 3 an einer Führung 7 bis zu einem am
Schalthebel 3 befindlichen Anschlag 8, ohne den Schalthebel 3 zu schwenken. Beim
Weiterdrücken der Taste 1 wird der Schalthebel 3 durch die am Anschlag 8 anliegende
und mit dem Tastenhebel 2 in Verbindung stehende Klinke 6 in die Einschaltstellung
bewegt; dabei gelangt eine mit einer Kante 9 einer Schaltschiene 10 im Eingriff
stehende Kante 11 der Klinke 6 aus dem Eingriffsbereich der Schaltschiene
10. Gleichzeitig wird die Schaltschiene 10 durch das Gleiten einer Kante
12 der Schaltschiene 10 an einer Schaltkante 13 der Klinke 6 um ihre Achse gekippt,
wobei die Kante 9 der Schaltschiene 10 mit der Kante 11- der Klinke 6 einer bereits
gedrückten Taste 1 im Eingriff steht und bei dem Kippen der Schaltschiene 10 die
gedrückte Taste in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Nach Loslassen der im Einschaltvorgang
befindlichen Taste 1 wird durch die Feder 5 die Klinke 6 bis zu einem Anschlag 14
des Schalthebels 3 und damit der Tastenhebel 2 mit der Taste 1 in die endgültige
Arbeitsstellung zurückbewegt, und eine Feder 15. dreht die Schaltschiene 10 wieder
in ihre Ruhelage bis zu einem Anschlag 16 zurück, wobei die Kante 11- der Klinke
6 'vvieder in den Eingriffsbereich der Kante 9 der Schaltschiene 10 gelangt. An
der an dem freien Ende des Schalthebels 3 befindlichen Nase 17 werden (in der Zeichnung
nicht besonders dargestellt) Kontaktschieber aasgelenkt, deren Schaltung durch Anschläge
18 begrenzt ist.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in F i g. 2 dargestellt, wobei
die Tastenstellung der bei F i g. 1 beschriebenen entspricht.
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Bei dieser Ausführungsform besitzt der eine Taste 1 tragende und ebenfalls
mit einem Schalthebe13 um die gemeinsame Achse 4 schwenkbare Tastenhebel 2 eine
Schaltnase 19. Beim Niederdrükken der Taste l und somit des Tastenhebels 2 gelangt
eine Kante 20 der Schaltnase 19 aus dem Eingriffsbereich einer Kante 21 der Schaltschiene
10, die Feder 5 wird zusammengedrückt und eine am Tastenhebel 2 befindliche Lasche
22 wird bis zu einem am Schalthebel 3 befindlichen Anschlag 23 bewegt, so daß beim
Weiterdrücken der Taste 1 der Schalthebel 3 durch die angreifende Lasche 22 mitgenommen
und der an dem freien Ende des Schalthebels 3 an der Nase 17 aasgelenkte Kontaktschieber
in seine Arbeitsstellung bis zum Anschlag 18 bewegt wird. Gleichzeitig gelangt bei
dem Weiterdrücken der Taste 1 eine Kante 24 der Schaltschiene 10 in den Eingriffsbereich
einer Schaltkante 25 der Schaltnase 19, dabei wird die Schaltschiene 10 entgegen
einer Torsionsfeder 26 um ihre Achse gekippt, und die gedrückte Taste 1 wird durch
die mit der Kante 20 der Schaltnase 19 im Eingriff stehende Kante 21 der Schaltschiene
10 in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Nach dem Loslassen der im Einschaltvorgang
befindlichen Taste 1 hebt die Feder 5 den Tastenhebel 2 so weit an, bis die Lasche
22 am Anschlag 27 anliegt, die Kante 24 der Schaltschiene 10 gelangt aus dem Eingriffsbereich
der Schaltkante 25, wird durch die Torsionsfeder 26 in ihre Ruhelage bis zu einem
Anschlag 28 zurückbewegt, und damit gelangt die Kante 20 der zu dem gedrückten Tasten=
hebel
2 gehörigen Schaltnase 19 wieder in den Eingriffsbereich der Kante 21 der Schaltschiene
10.