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DE1269132B - Verfahren zur Reinigung von Monochloraethylencarbonat - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Monochloraethylencarbonat

Info

Publication number
DE1269132B
DE1269132B DEP1269A DE1269132A DE1269132B DE 1269132 B DE1269132 B DE 1269132B DE P1269 A DEP1269 A DE P1269A DE 1269132 A DE1269132 A DE 1269132A DE 1269132 B DE1269132 B DE 1269132B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbonate
monochlorethylene
purifying
carbon tetrachloride
impurities
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1269A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Schuebel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Priority to DEP1269A priority Critical patent/DE1269132B/de
Publication of DE1269132B publication Critical patent/DE1269132B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D317/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D317/08Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms having the hetero atoms in positions 1 and 3
    • C07D317/10Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms having the hetero atoms in positions 1 and 3 not condensed with other rings
    • C07D317/32Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms having the hetero atoms in positions 1 and 3 not condensed with other rings with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D317/42Halogen atoms or nitro radicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Monochloräthylencarbonat Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Monochloräthylencarbonat aus Äthylencarbonat durch Chlorierung bekannt (vgl. Journal of the American Chemical Society, Bd. 75, 1953, S. 1263, und Bd. 77, 1955, S. 3789 bis 3791, sowie die USA.-Patentschrift 3 021 340 und Journal of Polymer Sciene, 58, 1962, S. 533/534). Das Rohprodukt wird bei den bekannten Verfahren im Vakuum fraktioniert destilliert, wobei jedoch noch kein reines Monochloräthylencarbonat erhalten wird. Eine scharfe Trennung von den chlorierten Nebenprodukten ist auf diesem Wege nur äußerst schwierig durchzuführen, da deren Siedebereich nahe am Siedepunkt des Monochloräthylencarbonats liegt.
  • Es wurde nun ein Verfahren zur Reinigung von Monochloräthylencarbonat gefunden, durch das in vorteilhafter Weise die höherchlorierten Nebenprodukte der Chlorierung des Äthylencarbonats entfernt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Reinigung von Monochloräthylencarbonat besteht darin, daß man rohes Monochloräthylencarbonat mit Tetrachlorkohlenstoff oder Tetrachloräthylen oder Perchlorpropen extrahiert und das nach Abtrennung des Extraktionsmittels zurückbleibende Monochloräthylencarbonat im Vakuum destilliert. In den zu verwendenden perchlorierten Kohlenwasserstoffen ist das Monochloräthylencarbonat praktisch unlöslich, während die in ihm enthaltenen chlorierten Nebenprodukte in Lösung gehen. Auf experimentellem Wege wurde nachgewiesen, daß die Löslichkeit der chlorierten Nebenprodukte in den zu verwendenden Extraktionsmitteln etwa das 10fache der Löslichkeit in Monochloräthylencarbonat beträgt.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es somit möglich, in wenig aufwendiger Weise eine wirksamere Reinigung des Monochloräthylencarbonats zu erzielen, als dies bisher möglich war.
  • Es ist zwar bekannt, bei der Herstellung von Monochloräthylencarbonat durch Chlorierung von Äthylencarbonat in Gegenwart von Tetrachlorkohlenstoff zu arbeiten, jedoch wird dieses hierbei lediglich als Reaktionsmedium verwendet und nach beendeter Reaktion wieder durch Destillation entfernt. Ein Hinweis darauf, daß sich Monochloräthylencarbonat im Gegensatz zu den höherchlorierten Produkten nur in einem geringen Maße in Tetrachlorkohlenstoff löst, ist aus den bekannten Verfahren nicht zu entnehmen. Es war auch nicht vorauszusehen, daß mit den zu verwendenden Extraktionsmitteln eine gute Reinigung des rohen Monochloräthylencarbonats möglich ist.
  • Die Extraktion kann nach üblichen Methoden durchgeführt werden. Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigte Monochloräthylencarbonat stellt gegenüber dem Rohprodukt eine wesentlich reinere Substanz dar, wie aus den in der nachstehenden Tabelle zusammengestellten Daten hervorgeht.
    Reinheitskritenen Ungereinigtes Erfindungsgemäß gereinigtes
    Monochloräthylencarbonat Monochloräthylencarbonat
    Siedepunkt beim Kp. 10 bis 11, °C. .... .... 106 bis 107 113
    Infrarot-Spektrum Bande bei 855 cm-l ............ +
    (verursacht durch
    chlorierte Nebenprodukte)
    Verunreinigungen bestimmt durch Gaschromato-
    graphie, Gewichtsprozent . ...... ... 2,5 bis 5 0,2 bis 0,5
    Brechungsindex (n2D0) . . .................... . . . 1,4523 1,4517
    Verfärbung beim Stehen ......... ... ... +
    Neigung zur Chlorwasserstoff-Abspaltung .......... +
    Das gereinigte Monochloräthylencarbonat zeigt selbst nach längerem Stehen im Licht keinerlei Verfärbung oder Geruchsveränderung, während das ungereinigte Produkt schon nach 2 Tagen, auch beim Stehen im Dunkeln, sich rötlich verfärbt und bei Berührung mit feuchter Luft dicke Nebel von Chlorwasserstoff ausstieß.
  • Im Extraktionsmittel lassen sich nach der Reinigung sämtliche höherchlorierten Äthylencarbonate nachweisen und darüber hinaus sind noch etwa 15 Gewichtsprozent nicht identifizierbarer Verunreinigungen vorhanden, die sich schnell über Rot nach Braun bis Schwarz verfärben und sich unter Chlorwasserstoffabspaltung an feuchter Luft zersetzen.
  • Das eingesetzte Extraktionsmittel kann wieder verwendet werden, nach dem es durch eine einfache Destillation und anschließende chromatographische Reinigung über eine Säule von basischem Aluminiumoxyd von den in ihm enthaltenen Verunreinigungen befreit worden ist.
  • Beispiel 1 425 g rohes Monochloräthylencarbonat (vom Kp.ll 106 bis 1070 C, n2D0 = 1,4523) mit einem Gehalt von etwa 3 Gewichtsprozent Verunreinigungen, das nach dem im Journal of the American Chemical Society, Bd. 75 (1953) S. 1263, beschriebenen Verfahren erhalten worden ist, wurde viermal mit je 250 ccm Tetrachlorkohlenstoff durch Schütteln ausgezogen und anschließend destilliert. Das gereinigte Monochloräthylencarbonat geht hierbei konstant beim Kp.ll 113"C über und besitzt einen Brechungsindex von n2D0 = 1,4518. Auf gaschromatographischem Wege sind in der Substanz noch 0,5 Gewichtsprozent Verunreinigungen nachweisbar.
  • Beispiel 2 Nach der im Beispiel 1 beschriebenen Methode wird bei Verwendung von Tetrachloräthylen als Extrak- tionsmittel ein Monochloräthylencarbonat erhalten, das konstant beim Kp.ll 113"C (n2D0 = 1,4518) siedet.
  • Durch Gaschromatographie wurde ein Gehalt von 0,5 Gewichtsprozent an Verunreinigungen ermittelt.
  • Beispiel 3 Monochloräthylencarbonat, das nach der im Journal of Polymer Science, 58 (1962), S. 533 und 534, beschriebenen Methode durch Chlorierung von Äthylencarbonat in Gegenwart von Tetrachlorkohlenstoff, anschließende Überführung des Reaktionsgemisches in einen Scheidetrichter, Abkennung der nach kurzer Zeit gebildeten unteren, im wesentlichen aus Tetrachlorkohlenstoff bestehenden Schicht, als zurückbleibende obere Schicht erhalten worden ist, wurde noch zweimal mit je 250 ccm Tetrachlorkohlenstoff extrahiert. Bei der anschließenden Destillation wurde reines Monochloräthylencarbonat vom Kp.ll 113"C n2D = 1,4517 erhalten.
  • Im Gaschromatogramm ließen sich nur noch Verunreigungen <0,5 Gewichtsprozent nachweisen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Reinigung von Monochloräthylencarbonat, dadurch gekennzeichnet, daß man rohes Monochloräthylencarbonat mit Tetrachlorkohlenstoff oder Tetrachloräthylen oder Perchlorpropen extrahiert und das nach Abtrennung des Extraktionsmittels zurückbleibende Monochloräthylencarbonat im Vakuum destilliert.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 3 021 340; Journal of Polymere Science, 58 (1962), S. 533 und 534.
DEP1269A 1964-08-27 1964-08-27 Verfahren zur Reinigung von Monochloraethylencarbonat Pending DE1269132B (de)

Priority Applications (1)

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DEP1269A DE1269132B (de) 1964-08-27 1964-08-27 Verfahren zur Reinigung von Monochloraethylencarbonat

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DEP1269A DE1269132B (de) 1964-08-27 1964-08-27 Verfahren zur Reinigung von Monochloraethylencarbonat
DED0045286 1964-08-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1269132B true DE1269132B (de) 1968-05-30

Family

ID=25751133

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DEP1269A Pending DE1269132B (de) 1964-08-27 1964-08-27 Verfahren zur Reinigung von Monochloraethylencarbonat

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DE (1) DE1269132B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3021340A (en) * 1953-04-13 1962-02-13 Du Pont 2-oxodioxolanes

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3021340A (en) * 1953-04-13 1962-02-13 Du Pont 2-oxodioxolanes

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