DE1269021B - Schaukelfigur fuer Spielzwecke - Google Patents
Schaukelfigur fuer SpielzweckeInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
A63g
Deutsche KL: 77 e -13/08
Nummer: 1269 021
Aktenzeichen: P 12 69 021.0-15
Anmeldetag: 5. September 1962
Auslegetag: 22. Mai 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaukelfigur für Spielzwecke mit einer von einem nachgeahmten
Tierkörper überdeckten Tragkonstruktion, mit zwei einander in einer senkrechten Ebene gegenüberliegenden
Federn, die mit ihrem einen Ende jeweils am vorderen bzw. hinteren Teil des Tierkörpers und
mit ihrem anderen Ende jeweils an der Tragkonstruktion angeschlossen sind.
Es ist ein Schaukelpferd bekannt, bei dem die Tragkonstruktion vor und hinter dem Pferd angeordnete
Pfosten enthält, an deren obere Enden jeweils die einen Enden von Schraubenfedern angehängt
sind, die mit ihren anderen Enden am vorderen bzw. hinteren Teil des Pferdekörpers festgemacht sind.
Dabei hängen die Federn jeweils in ösen an den Enden von Schwenkhebeln, die mittels durch die
Füße und Hände zu bedienender Betätigungshebel verschwenkt werden können. Eine solche Verschwenkung
ist notwendig, um die Schaukelbewegung in Gang zu setzen und in Gang zu halten.
Es gibt ein anderes bekanntes Schaukelpferd, bei dem von einer mittleren Säule der Tragkonstruktion
zwei in gewissem Abstand voneinander angeordnete Federn schräg nach oben verlaufen und mit ihren
freien Enden an dem Körper des Schaukelpferdes angreifen. Das obere Ende der Säule ist dabei abgerundet
und liegt dicht neben der oberen Begrenzungsfläche eines die Federn aufnehmenden Hohlraumes.
Bei diesem Schaukelpferd beschränkt sich die Schaukelbewegung im wesentlichen auf den oberen
Bogenabschnitt einer Kreisbahn, die immer vor und zurück durchlaufen wird.
Bei einem weiteren bekannten Schaukelpferd sind Vorder- und Hinterteil des Pferdes voneinander getrennt
und weisen an den einander zugekehrten Enden je eine im wesentlichen senkrechte Verankerungsplatte
auf, deren unteres Ende jeweils über eine Gelenkstange mit dem oberen Ende eines Pfostens
der Tragkonstruktion verbunden ist. Dabei sind die einander zugekehrten Enden der Gelenkstangen
durch eine Feder miteinander verbunden, und die oberen Enden der Verankerungsplatten dienen auch
zum Anhängen von Federn, deren einander zugekehrte Enden unten an einem Sattel eingehängt sind.
Dieser Sattel wiederum ist mit den Verankerungsplatten verbunden. Auch hier beschränken die Gelenkstangen
die Bewegung des Reiters im wesentlichen auf den oberen Abschnitt einer Kreis- oder
Kurvenbahn, die vor und zurück durchlaufen wird.
Schließlich gibt es auch noch ein bekanntes Schaukelpferd, bei dem ein einziger, das Schaukelpferd
tragender Pfosten teleskopartig ausgebildet und ab-Schaukelfigur für Spielzwecke
Anmelder:
Mattel, Inc., Hawthorne, Calif. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. M. Licht und Dr. R. Schmidt,
Patentanwälte, 8000 München 2, Theresienstr. 33
Als Erfinder benannt:
John William Ryan,
Los Angeles, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 23. März 1962 (182 059)
gefedert ist. Der Pfosten trägt an seinem oberen Ende
eine längliche Abrollfläche, auf der sich ein konvex gekrümmter Teil der oberen Innenfläche des hohlen
Tierkörpers abstützt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaukelfigur der eingangs genannten Gattung so auszugestalten,
daß das schaukelnde Kind allein durch Schaukelbewegungen seines Körpers auf einfache
Weise eine Bewegung des Pferdekörpers anregen kann, die sich aus einer senkrechten und einer fortschreitenden
waagerechten Komponente zusammensetzt, wie sie insbesondere bei einem galoppierenden
Pferd tatsächlich auftritt.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich dadurch, daß die den Tierkörper
hängend tragenden Federn von einem oberen Anschlußpunkt an der Tragkonstruktion nach unten zu
Anschlußpunkten des Tierkörpers divergieren und der Tierkörper mit der Tragkonstruktion über ein
aus der hinteren Stütze und einer Versteifungsstrebe bestehendes, auf Bewegung in der senkrechten Ebene
beschränktes und an der Tragkonstruktion sowie dem Tierkörper gelenkig angeschlossenes Kniegelenk verbunden
ist.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn der obere Anschlußpunkt der Federn an einem Stift der Tragkonstruktion
gelenkig aufgehängt ist. Auf besonders einfache Weise geschieht das dadurch, daß der obere
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Anschlußpunkt mittels einer Bandschlaufe am Stift aufgehängt ist. Eine solche Anordnung bietet ein besonders
hohes Maß an Bewegungsfreiheit und läßt insbesondere eine große in waagerechter Richtung
fortschreitende Bewegungskomponente zu.
Es folgt die Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung an Hand von Zeichnungen.
Fig. 1 ist eine schaubildliche Darstellung eines auf einer Tragkonstruktion ruhenden Schaukelpferdes;
F i g. 2 zeigt das Schaukelpferd mit teilweise aufgebrochenem
Körper in einer ersten Betätigungsstellung;
Fig. 3 zeigt eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung
in einer anderen Betätigungsstellung;
F i g. 4 zeigt eine schaubildliche Darstellung der Betätigungsmechanik ohne den Tierkörper;
F i g. 5 zeigt eine graphische Darstellung der Schaukelbewegung.
In den Zeichnungen sieht man den Tierkörper 10 eines Schaukelpferdes, das federnd auf einer Tragkonstruktion
11 gelagert ist. Die Tragkonstruktion hat ein langgestrecktes, rohrförmiges Unterstück 12,
einen nach oben stehenden Pfosten 13 und ein daran befestigtes Querstück 14 zur Kippsicherung.
Aus dem Pfosten 13 ragt nach oben ein Joch 15 heraus, das einen querverlaufenden Stift 16 trägt. An
diesem Stift 16 hängen Bandschlaufen 17, die als Anschlußpunkt für Federn einen Gelenkstift 18 tragen.
An dem Pfosten 13 ist mittels eines Gelenkstiftes 21 eine sich in Richtung der Achse des Tierkörpers
erstreckende Versteifungsstrebe 20 angelenkt, deren anderes Ende wiederum über einen Gelenkstift 22
mit einer hinteren Stütze 23 verbunden ist, die sich nach oben in den Tierkörper hinein erstreckt und
etwa in ihrer Mitte eine Hinterachse 24 trägt, die beidseitig heraussteht.
An der Hinterachse 24 ist das eine Ende einer Schraubenfeder 25 befestigt, deren anderes Ende an
dem von der Bandschlaufe 17 getragenen Gelenkstift 18'festgemacht ist. Von diesem Gelenkstift 18 geht
in entgegengesetzter Richtung eine zweite Feder 26 aus, deren anderes Ende an einer Vorderachse 27
festgemacht ist. Innerhalb der Federn 25 und 26 verlaufen
Kabel 28 und 29 zur Begrenzung der Federauslenkung. Quer durch den hohlen Tierkörper 10
geht ein U-Profil 30 hindurch, das lose in Nuten 31 am oberen Ende der hinteren Stütze 23 hineinpaßt.
An der Vorderachse 27 sind Vorderbeine 32 und 33 angebaut. An der Hinterachse 24 sitzen Hinterbeine
34 und 35.
Die Vorder- und Hinterbeine lassen sich in hier nicht näher zu beschreibender Weise mittels einer Betätigungsmechanik
bewegen. Zu dieser Betätigungs- mechanik gehören folgende Bestandteile.' Ein Winkelhebel
36, eine Schaukelachse 37, ein Winkelhebel 38, eine Schaukelachse 39, eine Querachse 40, ein
Zwischenglied 41, ein Gelenk 42, ein Gelenk 43, ein Zwischenglied 44, ein Gelenk 45, Zwischenglieder 46,
47, 48, 49, 50 und ein Gelenkpunkt 51.
Wie die F i g. 2 und 3 erkennen lassen, hängt das Schaukelpferd an den Federn, die von dem oberen
Anschlußpunkt 18 der Tragkonstruktion nach unten zu der Hinterachse 24 und der Vorderachse 27 divergieren.
Die Hinterachse 24, die hintere Strebe 23 und die Versteifungsstrebe 20 haben hinreichende Querabmessungen,
um für seitliche Stabilität des Tierkörpers zu sorgen. Die hintere Stütze 23 und die Versteifungsstrebe
20 bilden ein Kniegelenk, das sowohl eine Bewegung des Tierkörpers vor und zurück als
auch auf und ab zuläßt.
Die hintere Feder 25 greift etwa in der Mitte der hinteren Stütze an.
Die Aufhängung des Stifts 18, an dem die Federn 25 und 26 angreifen, mittels der Schlaufe 17 am Stift
16 gestattet eine teilweise Weitergabe der Belastung von einer Feder an die andere Feder. Die Federn
arbeiten teils als Zwischenglieder und teils als Federn und ermöglichen so den Gebrauch von beträchtlich
leichteren Federn, als es andernfalls nötig wäre. Die
beschriebene Konstruktion arbeitet auch im wesentlichen unabhängig von dem Gewicht des Reiters. Das
zeigt die F i g. 5, die die Beziehung der Kraft oder des Gewichtes des Pferdekörpers zu seiner Abwärtsbewegung
oder seinem senkrechten Abstand von der Ruhe- und Normallage darstellt. Ein Gewicht von
70 Pfund geht nur um einen geringfügig größeren Abstand herab als ein Gewicht von 35 Pfund. Das
liegt an der beschriebenen doppelten Federkonstruktion.
Die F i g. 3 zeigt das Ergebnis einer Sprungbewegung kombiniert mit einer schwachen schaukelnden
Bewegung. Dabei wird die Feder 25 ausgedehnt und absorbiert den größten Teil dieser Kraft. Die Feder
26 hat sich verkürzt und absorbiert daher keinen merklichen Betrag des Reitergewichtes. Dieser Zustand
entspricht etwa demjenigen, wie er durch ein etwa 35 Pfund wiegendes Kind als Reiter hervorgerufen
wird. Wiegt der Reiter beispielsweise 70 Pfund, so ergebe sich nur eine geringfügige Vergrößerung
des Abstandes von der Normallage. Das ist in der F i g. 5 veranschaulicht. Die Feder 26 würde
nur ein wenig gedehnt und der Stift 18 nach rechts in Richtung auf die in F i g. 2 gezeigte Lage bewegt.
Die Zunahme des Abstandes von der Ruhelage ist für kleinere einwirkende Gewichtseinheiten verhältnismäßig
groß und wird dann für größere Gewichtseinheiten kleiner. Würde man statt Schraubenfedern
Blattfedern verwenden, würde die Änderung des Abstandes fast direkt proportional der Änderung der
Kraft oder des Gewichtes sein.
Claims (3)
1. Schaukelfigur für Spielzwecke mit einer von einem nachgeahmten Tierkörper überdeckten
Tragkonstruktion, mit zwei einander in einer senkrechten Ebene gegenüberliegenden Federn,
die mit ihrem einen Ende jeweils am vorderen bzw. hinteren Teil des Tierkörpers und mit
ihrem anderen Ende jeweils an der Tragkonstruktion angeschlossen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Tierkörper (10) hängend tragenden Federn (25, 26) von
einem oberen Anschlußpunkt (18) an der Tragkonstruktion (11 bis 15) nach unten zu Anschlußpunkten
(24, 27) des Tierkörpers divergieren und der Tierkörper mit der Tragkonstruktion
über ein aus der hinteren Stütze (23) und einer Versteifungsstrebe (20) bestehendes,
auf Bewegung in der senkrechten Ebene beschränktes und an der Tragkonstruktion sowie
dem Tierkörper gelenkig angeschlossenes Kniegelenk verbunden ist.
2. Schaukelfigur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Anschlußpunkt
(18) der Federn an dem Stift (16) der Tragkonstruktion gelenkig aufgehängt ist.
3. Schaukelfigur nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Anschlußpunkt
(18) mittels einer Bandschlaufe (17) am Stift (16) aufgehängt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 1512 972, 2 469 263,
554 045.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 550/37 5.68 © Bundesdruckerei Berlin
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