DE1268654B - Verfahren zur gesicherten blockweisen UEbertragung binaerer Daten mit variablen Blocklaengen und Wiederholung fehlerhafter Bloecke - Google Patents
Verfahren zur gesicherten blockweisen UEbertragung binaerer Daten mit variablen Blocklaengen und Wiederholung fehlerhafter BloeckeInfo
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Description
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 21 al - 7/06
Nummer: 1 268 654
Aktenzeichen: P 12 68 654.3-31
1 268 654 Anmeldetag: 29.März 1966
Auslegetag: 22. Mai 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur gesicherten blockweisen Übertragung binärer Daten
mit variablen Blocklängen und Wiederholung fehlerhafter Nachrichtenblöcke.
Ein solches Verfahren ist beispielsweise beschrieben in dem Artikel »The Design of an Error-Free
Data Transmission System for Telephone Circuits« von Reiffen, Schmidt und Yudkin in AIEE,
Juli 1961, S. 224. Dieser Artikel lehrt die blockweise Wiederholung von gesendeten Nachrichten, wenn im
empfangenen Signal ein Fehler aufgetreten ist. Als Beispiel für dieses bekannte Verfahren sei angenommen,
daß zwei Blöcke^ und B nacheinander von einer ersten Station an eine zweite Station übertragen
werden sollen. In der Zwischenzeit soll die zweite Station die Nachrichtenblöcke X und Y an die erste
Station übertragen. In der ersten Station werden aus den empfangenen Blöcken X und Y sowohl die Daten
als auch ein Bestätigungssignal, das einen eventuellen Fehler beim Empfang der Blöcke A und B anzeigt,
entschlüsselt. Und zwar wird der von der zweiten Station kommende BlockZ von der ersten Station
entschlüsselt, während die erste Station den Block B sendet. Dieser BlockAr enthält entweder ein OK-Signal (für fehlerfreien Empfang) oder ein i?Q-Signal
(bei Auftreten eines Fehlers), die sich auf den von der ersten Station anfangs gesendeten Blockt beziehen.
Enthält der Block X ein Äg-Signal, das auf das Vorhandensein eines Fehlers schließen läßt,
wiederholt die erste Station die Übertragung der Blöcke A und B. Eine solche Wiederholung kann genauso
gut von der zweiten Station in bezug auf die Blöcke X und Y vorgenommen werden.
Dieses Verfahren erlaubt verhältnismäßig gut eine fehlerfreie Übertragung von Daten. Wenn sich jedoch
die Qualität der zwischen der ersten und der zweiten Station liegenden Übertragungsleitung verschlechtert,
müssen die einzelnen Nachrichtenblöcke sehr oft wiederholt werden. Darunter leidet der Wirkungsgrad
dieses Verfahrens erheblich. Es könnte nun unter diesen Umständen die Länge der zu übertragenden
Nachrichtenblöcke verkürzt werden, so daß die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines
Fehlers in einem Block verringert wird und außerdem die Menge der zu wiederholenden Daten
relativ gering wird. Stellt sich aber bei dieser Arbeitsweise eine Verbesserung in der Qualität der
Übertragungsleitung ein, so ist diese Arbeitsweise sehr unrentabel, da relativ viel Steuer- und Synchronisierzeichen
übertragen werden müssen. In diesem Fall wäre ein Übergang auf eine größere Blocklänge
wünschenswert.
Verfahren zur gesicherten blockweisen
Übertragung binärer Daten mit variablen
Blocklängen und Wiederholung fehlerhafter
Blöcke
Übertragung binärer Daten mit variablen
Blocklängen und Wiederholung fehlerhafter
Blöcke
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
Armonk, N.Y. (V. St. A.)
Armonk, N.Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. G. Brügel, Patentanwalt,
7030 Böblingen, Sindelfinger Str. 49
7030 Böblingen, Sindelfinger Str. 49
Als Erfinder benannt:
Francis Patrick Corr, Rockville, Md.;
Alexander Hamilton Frey jun.,
Gaithersburg, Md. (V. St. A.)
Francis Patrick Corr, Rockville, Md.;
Alexander Hamilton Frey jun.,
Gaithersburg, Md. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 2. Juli 1965 (469 125) - -
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Diese Aufgabe wird bei dem eingangs erwähnten Verfahren gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
die Blocklänge der zu sendenden Signale in Abhängigkeit von der am Empfänger auftretenden Fehlerrate
so geregelt wird, daß bei kleiner Fehlerrate oder keinen Fehlern große Blocklängen und bei großer
Fehlerrate kleine Blocklängen übertragen werden und daß die verwendeten Blocklängen fest vorgegeben
sind.
Auf diese Weise ergibt sich eine besonders günstige Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Übertragungsleitung.
Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß zwischen einer bestimmten
Anzahl sich in ihrem Format voneinander unterscheidenden Nachrichtenblöcken umgeschaltet wird. Diese
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schrittweise Veränderung des Blockformats ist der digitalen Arbeitsweise des Systems besonders angemessen.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens an dem Beispiel einer
Anordnung zur Durchführung des Verfahrens an Hand der nachstehend aufgeführten Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 das Blockschaltbild einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 2 ein auf Einzelheiten eingehendes Blockschaltbild gemäß F i g. 1,
Fig. 3a bis 3d ein detailliertes Schaltbild eines Ausfülirungsbeispiels für eine Anordnung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 4 das Schaltbild des Betriebsart-Signalgenerators 28 aus F i g. 3,
F i g. 5 ein Diagramm zur Erklärung der Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 6 die Betriebsregeln für das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 7 das Zeitdiagramm bei einer erfindungsgemäßen Nachrichtenübertragung zwischen einer östlichen
und einer westlichen Station und in dem das Eingabe-Ausgabe-Gerät beim Empfang der Signale aus dem Decodierer arbeitet, erzeugt.
Wenn ein neues Zustandssignal erzeugt wird, wird es vorübergehend im Monitor gespeichert und außerdem
vom Monitor zum Decodierer 20, zum Decodierpuffer 22 und zum Betriebsart-Signalgenerator 28
übertragen.
Auf das Zustandssignal hin ändert der Decodierer 20 seine Betriebsart entsprechend dem Format der
ίο empfangenen Nachrichtenblöcke. Falls z. B. die Nachrichtenblöcke entweder zu lang oder zu kurz
sind, teilt das Zustandssignal dem Decodierer 20 mit, wann er im langen oder im kurzen Blockformat decodieren
muß. Der Decodierpuffer 22 spricht ebenfalls auf das Zustandssignal an und gibt die empfangenen
Daten frei, wenn das Zustandssignal sie als fehlerfrei anzeigt, d. h., wenn sie aus einem empfangenen
Nachrichtenblock stammen, der nicht übergangen wird und der ein OX-Signal enthält.
Der Betriebsart-Signalgenerator 28 führt auf das Zustandssignal aus dem Monitor 26 hin zwei Funktionen
aus: Erstens steuert er das Format des zu sendenden Nachrichtenblocks und erzeugt ein OKIRQ-Signal
sowie ein Betriebsart-Synchronisiersignal zur
F i g. 8 bis 12 fünf Beispiele, die die Wirkungsweise 25 Einfügung in den zu sendenden Nachrichtenblock,
des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutern.
Fig. 1 zeigt ein Eingabe-Ausgabe-Gerät für ein erfindungsgemäßes Datenübertragungssystem, das im
Fehlerfalle mit wiederholter Übertragung arbeitet und zwischen einer langen oder kurzen Blocklänge entsprechend
der jeweiligen Kanalgüte auswählt. Das vollständige System besteht aus zwei solchen EingabeAusgabe-Geräten.
Jedes dieser Eingabe-Ausgabe-Geräte wiederum besteht aus drei Teilen, und zwar und zweitens übermittelt er der Rücklauf-Abtaststeuerung
das Format des zu sendenden Nachrichtenblocks zu dem Zeitpunkt, an dem eine Weiterleitung
nötig wird.
Was die erste Funktion betrifft, könnte das Format übertragener Nachrichtenblöcke z. B. zwei Größen
haben, und zwar entweder »langer Block« oder »kurzer Block«. Ein »langer Block« wird verwendet, wenn
der Übertragungskanal unter günstigen Bedingungen
aus einem Sendeteil 7, einem Empfangsteil 8 und 35 arbeitet, und ein »kurzer Block« wird verwendet,
einem Blocklängen wählenden Steuerteil 9. wenn der Übertragungskanal unter schlechten Bedin-
Der Sendeteil 7 des Eingabe-Ausgabe-Gerätes be- gungen arbeitet. Der Betriebsart-Signalgenerator 28
steht aus der Datenquelle 10, dem Codierpuffer 12, spricht auf Zustandssignale an, die schlechte Bedin-
dem Codierer 14 und dem Sender 16. Die Daten- gungen anzeigen, weil sie Fehler oder i?ß-Signale
quelle 10 liefert Datenbits an den Codierpuff er 12, 40 enthalten. Auf diese ZustandssignaIe hin veranlaßt
der die Daten vorübergehend speichert. Die Kapazität der Betriebsart-Signalgenerator den Codierer 14, auf
des Codierpuffers 12 wird durch die Datenmenge be- die »Kurzer-Block«-Betriebsart umzuwechseln. Wenn
stimmt, die wiederholt werden muß, falls das Ein- dagegen die Zustandssignale anzeigen, daß die Bedin-
gabe-Ausgabe-Gerät ein jRß-Signal empfängt, wie es gungen im Übertragungskanal günstig sind, weil
nachstehend erläutert wird. Aus dem Codierpuffer 12 45 fehlerfreie Nachrichten mit OX-Signal empfangen
gehen die Daten zum Codierer 14, der Nachrichten- werden, veranlaßt der Betriebsart-Signalgenerator den
blöcke zur Übertragung bildet und sie an den Sender Codierer, lange Nachrichtenblöcke zu übertragen. Die
16 weiterleitet. Zustandssignale zeigen also den Zustand des Über-
Der Empfangsteil 8 des Eingabe-Ausgabe-Gerätes tragungskanals an und stellen über den Betriebsartbesteht
aus dem Empfänger 18, dem Decodierer 20, 50 Signalgenerator die entsprechende Betriebsart des
dem Decodierpuffer 22 und dem Datenausgang 24. Eingabe-Ausgabe-Gerätes ein. Änderungen im Be-Der
Codierer 20 decodiert Daten aus dem Nachrich- trieb des Eingabe-Ausgabe-Gerätes werden dem antenblock,
erzeugt ein Fehlersignal, wenn der Nach- deren Eingabe-Ausgabe-Gerät durch das OKIRQ-richtenblock
fehlerhaft ist, und entschlüsselt außer- Signal und das Betriebsart-Synchronisiersignal überdem
das O-KZRQ-Signal und das Betriebsart-Synchro- 55 mittelt, welche in die gesendeten Nachrichtenblöcke
nisiersignal im Nachrichtenblock. Aus dem Decodierer gelangen die Daten zum Decodierpuffer 22. Falls
der Nachrichtenblock fehlerlos ist, werden die Daten aus dem Decodierpuffer 22 zum Datenausgang 24
weitergeleitet.
Der Steuerteil 9 des Eingabe-Ausgabe-Gerätes besteht aus dem Monitor 26, dem Betriebsart-Signalgenerator
28 und der Rücklauf-Abtaststeuerung 30. Beim Vorliegen der Fehler-, OKIRQ- und Betriebsart-Synchronisiersignale aus dem Decodierer 20 erzeugt
der Monitor 26 Zustandssignale, die die Betriebsart des Eingabe-Ausgabe-Gerätes steuern. Die
Zustandssignale werden entsprechend dem Zustand, eingesetzt werden.
Was die zweite Funktion eines Betriebsart-Signalgenerators betrifft, so übermittelt die Rücklauf-Abtaststeuerung
30 nach dem Ansprechen des Betriebsart-Signalgenerators 28 dem Codierpuffer 12 einen
Befehl, wie die Daten weitergeleitet werden müssen. Von dem Betriebsart-Signalgenerator 28 empfängt die
Abtaststeuerung 30 ein Nachrichtenformatsignal, das anzeigt, welche Betriebsart derzeit das Eingabe-Ausgabe-Gerät
hat, sowie ein Signal, das anzeigt, wann eine Wiederholung nötig ist. Die Rücklauf-Abtaststeuerung
30 kombiniert diese beiden Informationen, um zu bestimmen, welche Datenmenge wiederholt
werden muß. Der Codierpuffer 12 wird dann durch die Rücklauf-Abtaststeuerung 30 veranlaßt, vorher
gesendete Daten zu wiederholen.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung umfaßt der Steuerteil 9 des Eingabe-Ausgabe-Gerätes
außerdem einen Entnahmesperrzähler 32 und eine Entnahmesperre 34, in F i g. 1 gestrichelt dargestellt.
Diese Vorrichtungen haben den Zweck, eine doppelte Entnahme derselben Daten zu verhindern. Der Entnahmesperrzähler
32 spricht auf Zustandssignale aus dem Monitor 26 an und steuert die Entnahmesperre
34. Wenn das Zustandssignal anzeigt, daß ein Nachrichtenblock vorher korrekt empfangen worden ist,
wird der Entnahmesperrzähler 32 eingestellt. Er zählt dann abwärts und sperrt dabei mittels der Entnahmesperre
34 den Durchgang von Daten aus dem Decodierpuffer 22 zum Datenausgang 24. Wenn der Zähler
den Stand Null erreicht, sind alle Daten, die vorher korrekt empfangen worden sind, aus dem Decodierpuffer
22 herausgelangt, ohne zum Datenausgang 24 ao weitergeleitet worden zu sein. Dieselben Daten, die
von dem Eingabe-Ausgabe-Gerät zweimal empfangen worden sind, werden also zum Datenausgang 24 nur
einmal weitergeleitet.
Das Blockdiagramm in F i g. 2 zeigt nun weitere Einzelheiten des Steuerteils9 (Fig. 1) des Eingabe-Ausgabe-Gerätes.
Der Monitor26 (Fig. 1) umfaßt nach F i g. 2 einen Zustandssignalgenerator 36 und
einen Vergleicher 38 für die erwartete Polarität. Der Betriebsart-Signalgenerator 28 (F i g. 1) umfaßt nach
Fi g. 2 einen Zähler 40, einen OX/ÄQ-Generator 42, einen Polaritätsgenerator 44 und einen Lang-Kurz-Generator
46. Die Rückstell-Abtaststeuerung 30 (Fig. 1) umfaßt nach Fig. 2 einen Rückstell-Signalgenerator
48 und die Abtaststeuerung 50. Bevor nun die Funktionen dieser Vorrichtungen und ihre Zusammenwirkung
mit dem Sende- und dem Empfangsteil des Eingabe-Ausgabe-Geräts untersucht werden,
seien der Aufbau des verwendeten Nachrichtenblocks und die Arbeitsweise des Eingabe-Ausgabe-Geräts
besprochen.
Was zunächst den Aufbau des Nachrichtenblocks betrifft, so ist das Format für das bevorzugte Ausführungsbeispiel
in F i g. 7 dargestellt. Der oben auf der Seite bei der Übertragung aus dem »östlichen« Eingabe-Ausgabe-Gerät
dargestellte Nachrichtenblock A besitzt η binäre Bits. Der Nachrichtenblock ist in
Datenbits, redundante Fehlerprüfbits und zwei Signalbits unterteilt. In F i g. 7 ist die Zahl der Datenbits
mit K, die Zahl der redundanten Bits mit r angegeben. Die beiden Signalbits trennen die Datenbits
und die redundanten Prüfbits, und zwar ist das eine Bit das O-K/jRQ-Signal und das andere das Betriebsart-Synchronisiersignal oder Polaritätsbit. Das Polaritätsbit
kann seinen Wert »1« oder »0« von Nachrichtenblock zu Nachrichtenblock wechseln.
Jedes Eingabe-Ausgabe-Gerät paßt seine Betriebsart der Qualität des Übertragungskanals durch Änderung
der Länge des Nachrichtenblocks an. Zum Beispiel werden lange Blöcke übertragen, wenn der
Übertragungskanal günstige Bedingungen aufweist, während bei schlechten Bedingungen das System auf
Übertragung kurzer Nachrichtenblöcke umschaltet. Das Format kurzer und langer Nachrichtenblöcke
gleicht dem oben für F i g. 7 besprochenen, jedoch enthalten die kurzen Blöcke weniger Bits, und das
Verhältnis der redundanten Bits zu den Datenbits ist in kurzen Blöcken höher als in langen.
Die Arbeitsweise des Eingabe-Ausgabe-Geräts ist schematisch in F i g. 5 und 6 dargestellt. Die Arbeitsweise
für das Eingabe-Ausgabe-Gerät erfolgt entsprechend den Betriebszuständen des Eingabe-Ausgabe-Geräts.
Die sieben Betriebszustände des Geräts sind in dem Zustandsdiagramm von F i g. 5 aufgeführt,
und zwar sind dies die Kurzer-Block-Zustände 51, 52, 53, 54 und 55 und die Langer-Block-ZuständeLl,
LI. Das Eingabe-Ausgabe-Gerät, wechselt seinen Zustand entsprechend den empfangenen
OKIRQ- und Betriebsart-Synchronisiersignalen und den Fehlern, die es feststellt. In F i g. 5 bedeutet E
einen Fehler, RQ Anforderung-Wiederholung, OK Bestätigung und CP bzw. FP die richtige bzw. die
falsche Polarität, wie nachstehend erläutert. Das Zustandsdiagramm zeigt, wie die empfangenen Signale
das Eingabe-Ausgabe-Gerät in verschiedene Betriebszustände umschalten. Wenn z. B. das Gerät im Zustand
53 ist und einen Nachrichtenblock mit dem Signal OKCP (Bestätigung der richtigen Polarität)
empfängt, wechselt das Gerät in den Zustand 51.
Die Arbeitsweise für den Empfänger des Eingabe-Ausgabe-Geräts geht aus dem Diagramm gemäß
Fig. 6 hervor. Zum Beispiel sendet im Zustand52 der nachstehend beschriebene OKVi?Q-Generator ein
RQ-Sigaal zum Codierer 14 (F i g. 1). Es erfolgt kein Auslesen aus dem Decodierpuffer22 (Fig. 1). Die
nachstehend besprochene »Erwartete-Polarität«-Folge bleibt unverändert. Der Entnahmesperrzähler 32
(F i g. 1) wird nicht eingestellt. Der Decodierer 20 (F i g. 1) behandelt den nächsten Nachrichtenblock
als kurzen Block. Gemäß Fig. 6 sind allen Gerätzuständen entsprechende Betriebsregeln zugeordnet.
Außerdem arbeitet das Eingabe-Ausgabe-Gerät auch nach den folgenden allgemeinen Regeln:
1. Falls mehr als ein Zustandswechsel während der Übertragung eines langen Nachrichtenblocks
auftreten, erzeugt der nachstehend beschriebene OKVjRQ-Generator das OK- oder i?ß-Signal nur
beim ersten Wechsel.
2. Mit zwei Ausnahmen enthält die Reihe von übertragenen Nachrichtenblöcken eine abwechselnde
Folge von Polaritätsbits, die nachstehend erläutert werden. Für jeden Nachrichtenblock
erscheint ein Polaritätsbit. Die Bits in aufeinanderfolgenden Nachrichtenblöcken wechseln
ihren binären Wert.
3. Erste Ausnahme von der allgemeinen Regel 2: Wenn das Eingabe-Ausgabe-Gerät den M-ten
aufeinanderfolgenden korrekten kurzen Nachrichtenblock empfängt, kehrt es das Polaritätsbit
des gesendeten kurzen Nachrichtenblocks um.
4. Zweite Ausnahme von der allgemeinen Regel 2: Wenn das Eingabe-Ausgabe-Gerät einen leeren
kurzen Nachrichtenblock einfügt, kehrt es von dem betreffenden Block ab die Polaritätsbitfolge
um.
5. Wenn der OKV-RQ-Generator ein i?Q-Signal erzeugt, schaltet die Rücklauf-Abtaststeuerung 30
(Fig. 1) die Angabe des Codierpuffers 12 (F i g. 1) zurück auf die in den beiden zuletzt
gesendeten Nachrichtenblöcken enthaltenen Daten.
6. Wenn die beiden zuletzt gesendeten Nachrichtenblöcke, die in der allgemeinen Regel 5 erwähnt
werden, ein kurzer und ein langer Block sind, die in der genannten Reihenfolge übertragen
werden, fügt das Eingabe-Ausgabe-Gerät einen
leeren kurzen Block vor der Wiederholung des kurzen und des langen Blocks ein.
7. Während der Übertragung von eingefügten leeren kurzen Blöcken ignoriert die Rücklauf-Abtaststeuerung
30 (Fig. 1) den Empfang eines RQ-Signals aus dem OJSTRQ-Generator.
8. Wenn das Eingabe-Ausgabe-Gerät den M-ten aufeinanderfolgenden, korrekten kurzen Nachrichtenblock
empfängt, wechselt es das Format der gesendeten Nachrichtenblöcke vom nächsten übertragenen Nachrichtenblock ab auf LangerBlock.
9. Wenn das Eingabe-Ausgabe-Gerät einRQ-Signal empfängt oder einen Fehler feststellt, wechselt
es das Format der übertragenen Nachrichtenblöcke vom nächsten gesendeten Nachrichtenblock
ab auf Kurzer-Block.
Die Wirkungsweise eines Eingabe-Ausgabe-Geräts in einem erfindungsgemäßen Zweiwege-RQ-System
nach den vorgenannten Betriebsregeln wird besser verständlich, wenn man den Aufbau gemäß F i g. 2
und die Betriebsbeispiele gemäß F i g. 8 bis 12 betrachtet.
Wie aus F i g. 2 hervorgeht, arbeitet ein Eingabe-Ausgabe-Gerät in einem solchen Zweiwege-RQ-System
wie folgt: Der Empfänger 18 empfängt das von dem anderen Eingabe-Ausgabe-Gerät gesendete
Signal und demoduliert es, um den Nachrichtenblock wiederzugewinnen. Der Decodierer 20 erhält den
Nachrichtenblock aus dem Empfänger 18 und leitet die Daten zum Decodierpuffer 22 weiter. Außerdem
stellt der Decodierer 20 das OKIRQ-Bit und das Polaritätsbit fest und benutzt die Redundanzbits zum
Prüfen des Nachrichtenblocks auf Fehler.
Von dem Decodierer werden das Fehlersignal und das OZ/RQ-Signal zum Zustandssignalgenerator 36
weitergeleitet. Das Polaritätssignal wird dem Vergleicher 38 für die erwartete Polarität zugeleitet. Der
Zustandssignalgenerator 36 erzeugt Zustandssignale, welche den Betriebszustand des Eingabe-Ausgabe-Geräts
steuern. Der Vergleicher 38 für die erwartete Polarität erzeugt auf diese Zustandssignale hin ein
»Erwartete-Polarität«-Signal. Das Polaritätssignal aus dem Decodierer 20 entspricht normalerweise diesem
»Erwartete-Polarität«-Signal. Falls die beiden Polaritätssignale übereinstimmen, gibt der Vergleicher 38
ein »Korrekte-PoIarität«-Signal ab. Wenn sie dagegen nicht übereinstimmen, erzeugt der Vergleicher 38 ein
»Falsche-Polarität«-Signal. Dieses »Korrekte-Polarität/Falsche-Polarität«-Signal
CPIFP wird zum Zustandssignalgenerator 36 zurückübertragen.
Um Zustandssignale zur Steuerung des EingabeAusgabe-Geräts zu erzeugen, spricht der Zustandssignalgenerator
36 auf die Signale »Fehler«, OK/RQ, CPIFP sowie auf ein im zugeordneten Speicher gespeichertes
Zustandssignal an, das den gegenwärtigen Zustand des Eingabe-Ausgabe-Geräts anzeigt. Der
Generator trifft die Entscheidung auf Grund des derzeitigen Zustandes und der empfangenen Fehler-,
OKIRQ- und CP/FP-Signale und bestimmt den nächsten Zustand des Eingabe-Ausgabe-Geräts. Der Entscheidungsprozeß
des ZustandssignaIgenerators ist im Zustandsdiagramm von F i g. 5 gezeigt. Es gibt
sieben Betriebszustände für ein Eingabe-Ausgabe-Gerät, aber als Beispiel sei angenommen, daß das
Gerät in dem in Fig. 5 gezeigten Zustand 53 ist. Falls der Zustandssignalgenerator 36 (Fig. 2) ein
OZ-Signal und ein CP-Signal »Korrekte Polarität« empfängt, sendet er ein Zustandssignal ■Si. Falls der
Generator 36 ein OZ-Signal und ein FP-Signal »Falsche Polarität« empfängt, sendet er ein Zustandssignal
SS. Schließlich sendet der Generator beim Empfang eines Fehlersignals oder eines .RQ-Signals
ein Zustandssignal 52. Beim Senden des neuen Signals wird der Speicher des Zustandssignalgenerators
automatisch auf den neuen Zustand gebracht.
Der Decodierer 20, der Zähler 40, der OKIRQ-Generator 42, der Decodierpuffer 22 und der Entnahmesperrzähler 32 (Fig. 2) sprechen alle auf die Zustandssignale an. F i g. 6 zeigt eine Tabelle, die die Reaktionen aller dieser Vorrichtungen mit Ausnahme des Zählers 40 auf die verschiedenen Zustandssignale wiedergibt.
Der Decodierer 20, der Zähler 40, der OKIRQ-Generator 42, der Decodierpuffer 22 und der Entnahmesperrzähler 32 (Fig. 2) sprechen alle auf die Zustandssignale an. F i g. 6 zeigt eine Tabelle, die die Reaktionen aller dieser Vorrichtungen mit Ausnahme des Zählers 40 auf die verschiedenen Zustandssignale wiedergibt.
Gemäß der Tabelle in Fig. 6 wechselt auf die Zustandssignale hin der Decodierer 20 (Fig. 2) auf
lange bzw. kurze Nachrichtenblöcke. Zum Beispiel behandelt der Decodierer 20 die nächste Nachricht
als langen Nachrichtenblock, falls das Zustandssignal Ll oder L2 auftritt, während er die nächste Nachricht
als kurzen Nachrichtenblock behandelt, falls ein Zustandssignal SI, S2, S3, S4 oder 55 vorliegt.
Wenn der Decodierer nicht auf die Blocklänge des ankommenden Nachrichtenblocks umgestellt wird,
decodiert er die Nachrichtenblöcke als fehlerbehaftet.
Der Decodierpuffer 22 (Fig. 2) gibt auf die in F i g. 6 gezeigten Zustandssignale hin Daten aus, die
vom Zustandssignalgenerator als fehlerfrei angezeigt worden sind. Daten werden als fehlerfrei angezeigt,
wenn das Zustandssignal LI, L2 oder 51 oder 55 lautet. Nicht ausgegebene Daten werden durch Eingangsdaten
ersetzt. Der Entnahmesperrzähler 32 und die Entnahmesperre 34 (F i g. 2) sperren auf das Zu-Standssignal 55
hin den Durchgang von Daten zum Datenausgang 24, falls die Daten vorher korrekt
empfangen worden sind.
Der OZ/RQ-Generator 42 (F i g. 2) erzeugt auf die Zustandssignale hin ein OK- oder ein RQ-Signal
(F i g. 6) zur Einfügung in den gesendeten Nachrichtenblock. Im allgemeinen sendet der Generator 42
OZ-Signale; es sei denn, der Zustandssignalgenerator 36 zeigt durch die Zustände 52 und 54 an, daß er
ein RQ- oder ein Fehlersignal empfangen hat.
Der Zähler 40 (F i g. 2) zählt auf die Zustandssignale 51, 53 und 55 hin die Zahl der aufeinanderfolgenden korrekten kurzen Nachrichtenblöcke. Falls die Kette aufeinanderfolgender korrekter Nachrichtenblöcke durch einen fehlerbehafteten Nachrichtenblock unterbrochen wird, wird der Zähler durch die Zustandssignale 52 und 54 auf Null rückgestellt. Die Kapazität des Zählers 40 ist mit M angegeben. Beim Zählstand M erzeugt der Zähler ein Ausgangssignal, das anzeigt, daß M aufeinanderfolgende korrekte kurze Nachrichtenblöcke empfangen worden sind.
Der Lang-Kurz-Generator 46 (F i g. 2) spricht auf den Zähler 40 und den OZ/RQ-Generator 42 an. Der Lang-Kurz-Generator 46 gibt ein »Lang«-Signal ab, wenn er das M-Zählstand-Signal aus dem Zähler 40 empfängt. Dieses »Lang«-Signal wird benutzt, um die Länge des derzeit vom Codierer 14 codierten Nachrichtenblocks auf lange Nachrichtenblöcke umzustellen. Der durch das M-Zählstand-Signal bewirkte Wechsel auf lange Nachrichtenblöcke erfolgt, nachdem der Zähler 40 aufeinanderfolgend M korrekte, kurze Nachrichtenblöcke als empfangen gezählt hat. Wenn dagegen der Lang-Kurz-Generator 46 ein RQ-Signal aus dem OZ/RQ-Generator 42 empfängt, er-
Der Zähler 40 (F i g. 2) zählt auf die Zustandssignale 51, 53 und 55 hin die Zahl der aufeinanderfolgenden korrekten kurzen Nachrichtenblöcke. Falls die Kette aufeinanderfolgender korrekter Nachrichtenblöcke durch einen fehlerbehafteten Nachrichtenblock unterbrochen wird, wird der Zähler durch die Zustandssignale 52 und 54 auf Null rückgestellt. Die Kapazität des Zählers 40 ist mit M angegeben. Beim Zählstand M erzeugt der Zähler ein Ausgangssignal, das anzeigt, daß M aufeinanderfolgende korrekte kurze Nachrichtenblöcke empfangen worden sind.
Der Lang-Kurz-Generator 46 (F i g. 2) spricht auf den Zähler 40 und den OZ/RQ-Generator 42 an. Der Lang-Kurz-Generator 46 gibt ein »Lang«-Signal ab, wenn er das M-Zählstand-Signal aus dem Zähler 40 empfängt. Dieses »Lang«-Signal wird benutzt, um die Länge des derzeit vom Codierer 14 codierten Nachrichtenblocks auf lange Nachrichtenblöcke umzustellen. Der durch das M-Zählstand-Signal bewirkte Wechsel auf lange Nachrichtenblöcke erfolgt, nachdem der Zähler 40 aufeinanderfolgend M korrekte, kurze Nachrichtenblöcke als empfangen gezählt hat. Wenn dagegen der Lang-Kurz-Generator 46 ein RQ-Signal aus dem OZ/RQ-Generator 42 empfängt, er-
zeugt er ein »Kurz«-Signal. Dieses »Kurz«-Signal stellt die Länge der derzeit vom Codierer 14 codierten
Nachrichtenblöcke auf kurze Blöcke um.
Der Rückstellsignalgenerator 48 (F i g. 2) spricht auf den Lang-Kurz-Generator 46 und den OKIRQ-Generator
42 an. Der Rückstellsignalgenerator 48 zeigt der Abtaststeuerung 50 an, welche Datenmenge
wiederholt werden muß, falls der Rückstellsignalgenerator 48 ein .Rg-Signal von dem OXARg-Generator
42 empfangen hat. Falls das Eingabe-Ausgabe-Gerät im Langblockbetrieb arbeitet, wenn das Rg-Signal
vom OÄ/Rg-Generator 42 empfangen wird, zeigt das Signal aus dem Rückstellgenerator 48 an,
daß eine Rückstellung um zwei lange Blöcke vorgenommen werden muß. Falls das Eingabe-Ausgabe-Gerät
im Kurzblockbetrieb arbeitet, wenn ein RQ-Signal aus dem OZARg-Generator 42 empfangen
wird, zeigt das Signal aus dem Rückstellgenerator 48 an, daß eine Rückstellung um zwei kurze Blöcke erfolgen
muß. Wenn schließlich das Eingabe-Ausgabe-Gerät gerade einen einzigen langen Block übertragen
hat, wenn das .Rg-Signal aus dem Generator 42 empfangen wird, zeigt der Rückstellgenerator 48 an, daß
eine Rückstellung um einen langen Block und einen kurzen Block erfolgen muß. Die Abtaststeuerung 50
steuert auf diese Rückstellsignale hin die Menge der Daten, die der Codierpuffer 12 zum Codierer 14
schickt.
Der Polaritätsgenerator 44 (F i g. 2) spricht auf den Zähler 40 und den Rückstellsignalgenerator 48 an
und erzeugt ein Betriebsart-Synchronisiersignal oder Polaritätsbit. Das Polaritätsbit wechselt normalerweise
seinen binären Wert bei aufeinanderfolgenden gesendeten Nachrichtenblöcken, in die es eingefügt
wird. Der Polaritätsgenerator 44 wird jedoch durch den Zähler 40 veranlaßt, ein einziges Polaritätsbit in
der Polaritätsfolge zu erzeugen, das eine der erwarteten entgegengesetzte Polarität hat. Dieser Fall tritt
ein, wenn der Zähler 40 ein M-Zählstand-Signal erzeugt, welches den Empfang von M aufeinanderfolgenden
korrekten kurzen Nachrichtenblöcken anzeigt. Wie schon erwähnt, veranlaßt das M-Zählstand-Signal
außerdem den Lang-Kurz-Generator, ein »Lang«-Signal zu senden, um die Betriebsart des
Codierers 14 auf lange Nachrichtenblöcke umzustellen. Tatsächlich setzt der Polaritätsgenerator ein
»falsches« Polaritätsbit in den zuletzt übertragenen kurzen Nachrichtenblock ein, um dem anderen Eingabe-Ausgabe-Gerät
mitzuteilen, daß vom nächsten Nachrichtenblock an auf Langblockbetrieb umgeschaltet
wird. Dieses »falsche« Polaritätsbit wird von dem Erwartete-Polarität-Vergleicher des anderen
Eingabe-Ausgabe-Geräts erkannt.
Der Polaritätsgenerator 44 (F i g. 2) kann außerdem durch den Rückstellsignalgenerator 48 veranlaßt
werden, die Polaritätsfolge umzukehren. In dem ungewöhnlichen Fall, daß das Rückstellsignal eine
Rückstellung um einen langen und einen kurzen Block verlangt, halten die Abtaststeuerung 50 und
der Polaritätsgenerator 44 das Übertragungssystem in der richtigen Polaritätsbitsynchronisation. Die Abtaststeuerung
50 schaltet einen leeren Kurzblock ein, bevor der eine kurze Nachrichtenblock und der eine
lange Nachrichtenblock zur Weiterleitung ausgegeben werden. Gleichzeitig ändert der Polaritätsgenerator
44 die Polarität für einen kurzen Nachrichtenblock nicht ab. Der durch die Abtaststeuerung 50 eingefügte
Leerblock erhält also dasselbe Polaritätsbit wie der
vorhergehende Langblock. Danach setzt sich die Polaritätsreihenfolge normal fest. Die Wirkung besteht
darin, daß von der Einfügung des leeren kurzen Blocks ab die Polaritätsfolge umgekehrt wird.
Der Codierer 14 (Fig. 2) stellt die Nachrichtenblöcke zur Übertragung zusammen. Er empfängt die
Daten aus dem Codierpuffer 12, das Lang-Kurz-Signal, das OZARg-Signal und das Polaritätsbit. Ob
die Daten in Form von kurzen oder langen Nachrichtenblöcken codiert werden, hängt von dem aus
dem Lang-Kurz-Generator 46 empfangenen Signal ab, wie schon besprochen. Außerdem setzt der Codierer
in den Nachrichtenblock das OK/RQ-Bit aus dem OZ/Rg-Generator 42 sowie das Polaritätsbit
aus dem Polaritätsgenerator 44 ein. Dann wird der Nachrichtenblock dem Sender 16 zur Modulation
und Übertragung zugeleitet.
Um die Wirkungsweise der Erfindung verständlich zu machen, werden nachstehend die fünf in den
F i g. 8 bis 12 gezeigten Beispiele besprochen.
Die F i g. 8 bis 12 stellen jeweils ein Beispiel für typische Betriebsabläufe im erfindungsgemäßen Zweiwege-Rg-System
dar. Jede Figur zeigt die von einem »östlichen« und einem »westlichen« Eingabe-Ausgabe-Gerät
in einem Sendeglied gesendeten und empfangenen Nachrichtenfolgen. Zum Beispiel sendet in
Fig. 8 das östliche Gerät die Nachrichtenblöcke A, B, C usw. Kurz danach empfängt das westliche
Gerät diese Nachrichtenblöcke A, B und C und sendet gleichzeitig seine Nachrichtenblöcke a, b, c an
das östliche Gerät. Das östliche Gerät empfängt die Nachrichtenblöcke a, b, c, kurz nachdem das westliche
Gerät sie gesendet hat. F i g. 8 bis 12 zeigen nicht nur die Nachrichtenblöcke, sondern enthalten
auch für jedes Eingabe-Ausgabe-Gerät Zeilen, die die erwartete Polarität (erzeugt im Vergleicher 38
für die erwartete Polarität), den Betriebszustand des Eingabe-Ausgabe-Geräts und die Tatsache, ob ein
empfangener Nachrichtenblock ausgelesen wird, anzeigen.
Bezüglich der Zustandssignale ist es wichtig zu wissen, daß die Zustandssignale Impulse sind und zu
Beginn jedes neu empfangenen Nachrichtenblocks an jedem Eingabe-Ausgabe-Gerät erzeugt werden.
Zum Beispiel wechselt in F i g. 8 das östliche Gerät zu Beginn des empfangenen Nachrichtenblocks d in
den ZustandL1 über. Die Tatsache, daß das Gerät in diesen Zustand übergewechselt ist, ist jedoch durch
die im Nachrichtenblock c vom östlichen Gerät empfangenen Signale festgestellt worden. Der Betriebszustand
des Geräts während des Empfangs des derzeitigen Nachrichtenblocks wird also durch Signale in
dem zuvor empfangenen Nachrichtenblock bestimmt.
Das in F i g. 8 dargestellte Beispiel 1 veranschaulicht einen durch fehlerfreien Betrieb ausgelösten
Wechsel des erfindungsgemäßen Zweiwege-Rg-Systems von kurzen auf lange Blöcke. Der östliche
Empfänger hat beim Empfang des kleinen Nachrichtenblocks b die Zahl M aufeinanderfolgende korrekte
kurze Nachrichtenblöcke empfangen. Daher veranlaßt der Zähler 40 (F i g. 2) den Polaritätsgenerator 44, das Polaritätsbit in dem vom östlichen
Gerät gesendeten Nachrichtenblock umzukehren. Dies ist in F i g. 8 dadurch dargestellt, daß der gesendete
Nachrichtenblock C, dessen Polarität Gerade/
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Ungerade (EIQ) sein müßte, auf OIE umgewechselt wird. Außerdem veranlaßt das M-Zählstand-Signal
den Lang-Kurz-Generator 46 (F i g. 2), ein »Lang«- Signal zu erzeugen, um den Betriebszustand des Codierers
im Eingabe-Ausgabe-Gerät auf lange Blöcke umzustellen. In F i g. 8 ist also am östlichen Gerät
der nächste gesendete Nachrichtenblock D ein Langblock.
Bei dem westlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät in F i g. 8 hat der empfangene kurze Block C eine entgegengesetzte
Polarität und veranlaßt daher den Vergleicher 38 für die erwartete Polarität am westlichen
Gerät, ein »falsches« Polaritätssignal zu erzeugen. Das OX-Falsche-Priorität-Signal (OKFP)
schaltet den Zustand des westlichen Geräts von S1 auf L1 um. Im Zustand L1 schaltet das westliche
Gerät seinen Decodierer auf Langblockbetrieb für den nächsten empfangenen Nachrichtenblock um.
Außerdem ist der empfangene kurze BlockC der M-te aufeinanderfolgende korrekte kurze Block, der
vom westlichen Gerät empfangen wird. Daher kehrt das westliche Gerät auch die Polarität des gesendeten
kurzen Nachrichtenblocks c um.
Wenn der kurze Nachrichtenblock c wieder am östlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät empfangen wird,
veranlaßt seine umgekehrte Polarität den Vergleicher 38 für die erwartete Polarität des östlichen Geräts,
ein »falsches« Polaritätssignal zu erzeugen. Dies bewirkt, daß das östliche Gerät in den ZustandL1 überwechselt,
so daß es den nächsten aus dem westlichen Gerät empfangenen Nachrichtenblock als Langblock
decodiert.
Jedes Eingabe-Ausgabe-Gerät in Fig. 8 hat also seine Codierung auf die Langblocksendeart umgestellt,
weil es M korrekte kurze Nachrichtenblöcke in ununterbrochener Folge empfangen hat. Außerdem
hat jedes Eingabe-Ausgabe-Gerät seine Decodierung auf Langblockbetrieb umgestellt, weil es die »falsche«
Polaritätsanzeige in dem Nachrichtenblock aus dem anderen Gerät empfangen hat. Schließlich werden
alle in Fig. 8 gezeigten Nachrichtenblöcke ausgelesen, weil sie keine Fehler enthalten haben.
Das in F i g. 9 gezeigte Beispiel 2 stellt die Verarbeitung von Nachrichtenblöcken bei einem Wechsel
von langen auf kurze Blöcke und bei Auftreten eines einzigen Fehlers dar. Vor dem Auftreten des Fehlers
befinden sich beide Eingabe-Ausgabe-Geräte im Zustand L2. Der östliche Empfänger empfängt den langen
Nachrichtenblock B nicht richtig. Daher gibt der Decodierer ein Fehlersignal ab, das zu Beginn des
nächsten empfangenen Nachrichtenblocks das östliche Eingabe-Ausgabe-Gerät veranlaßt, in den Zustand
54 überzuwechseln. Im Zustand 54 setzt das Gerät ein i?ß-Signal in den übertragenen Nachrichtenblock
C ein, schaltet seinen Decodierer 20 auf Kurzblockbetrieb um, kehrt die vom Vergleicher 38
erzeugte »Erwartete-Polarität«-Folge um und blockiert die Entnahme des empfangenen Nachrichtenblocks
b aus dem Decodierpuffer 22. Außerdem bewirkt der Steuerteil 9 des Eingabe-Ausgabe-Geräts
die Umschaltung des Codierers 14 auf Kurzblockbetrieb und veranlaßt den Codierpuffer 12, die Daten
der vorher gesendeten Nachrichtenblöcke B und C zu wiederholen. Die Wiederholung wird am östlichen
Eingabe-Ausgabe-Gerät durch die kurzen Nachrichtenblöcke dargestellt, die nach den langen Blök-
ken gesendet werden, wie z. B. B' und C Die kurzen Nachrichtenblöcke B' enthalten die gleichen Daten
wie der vorher übertragene lange Nachrichtenblockß. Der dritte gesendete kurze Block enthält eine Kombination
von Daten aus den vorher gesendeten langen Nachrichtenblöcken B und C und wird daher mit
Br+C bezeichnet. Der Grund für diese Kombination ist der, daß ein langer Block mehr Daten enthält als
zwei kurze Blöcke und daß daher die Wiederholung ίο von Daten aus einem langen Block zwei kurze Blöcke
und einen Teil eines dritten erfordert.
Daß das östliche Eingabe-Ausgabe-Gerät einen Fehler festgestellt hat, erfährt das westliche Gerät
zum erstenmal, wenn es den NachrichtenblockC empfängt, der ein RQ-Bit enthält. Durch den Empfang
dieses Nachrichtenblocks wird das westliche Gerät veranlaßt, aus dem Zustand L 2 in den Zustand
54 überzuwechseln. Im Zustand 54 setzt das westliche Gerät ein ÄQ-Bit in den von ihm gesendeten
ao Nachrichtenblock c ein, schaltet den Codierer 14 mittels
des Lang-Kurz-Generators 46 (F i g. 2) auf Kurzblockbetrieb um, schaltet den Decodierer 20 auf
Kurzblockbetrieb um, kehrt die »Erwartete-Polarität«-FoIge, die vom Vergleicher 38 erzeugt wird, um
und sperrt die Entnahme des NachrichtenblocksC mit dem 2?Q-Bit aus dem Decodierpuffer 22. Das
westliche Eingabe-Ausgabe-Gerät beginnt die Wiederholung von Daten, die vorher in den langen Blökken
b und c gesendet worden sind, in Form von kurzen Nachrichtenblöcken. Dies ist auf der Sendeleitung
des westlichen Geräts durch die kurzen Nachrichtenblöcke V und b'+c' dargestellt.
Während der Wiederholung empfängt das westliche Eingabe-Ausgabe-Gerät die wiederholten Daten
aus dem östlichen Gerät. Der zuerst empfangene kurze Nachrichtenblock B' hat die Polarität O/E,
während die erwartete Polarität, die durch den Zustand 54 umgekehrt worden ist, EIO ist. Der Vergleicher
38 für die »erwartete Polarität« erzeugt also ein »falsches« Polaritätssignal. Das OZ-Falsche-Polarität-Signal
(OKFP) für den ersten kurzen Nachrichtenblock B' bewirkt, daß das westliche Gerät aus
dem Zustand 54 in den Zustand 55 umgeschaltet wird. Im Zustand 55 kehrt das westliche Gerät wiederum
die »Erwartete-Polarität«-Folge in dem Vergleicher 38 um. Daher stimmt, wenn der zweite kurze
Nachrichtenblock B' mit der Polarität EIO empfangen wird, die Polarität mit der erwarteten Polarität
EIO überein. Das OZ-Korrekte-Polarität-Signal (OKCP) veranlaßt also die Umstellung des westlichen
Geräts vom Zustand 55 in den Zustand 51. Im Zustand 55 stellt das westliche Gerät den Entnahmesperrzähler
32 ein, dessen Funktion schon besprochen worden ist. Das Einstellen des Zählers hat zur Folge,
daß die Entnahme von Daten, die vorher beim Empfang des langen Nachrichtenblocks B erfolgte, gesperrt
wird. Da der Nachrichtenblock B entnommen worden ist, wird eine zweite Entnahme der gleichen
Daten in den beiden kurzen Nachrichtenblöcken Br und im B'-Teil des kurzen Nachrichtenblocks B'+C
durch den Entnahmesperrzähler 32 verhindert.
Das östliche Eingabe-Ausgabe-Gerät empfängt nun als nächstes den langen Nachrichtenblockc mit einem
Äß-Bit. Da jedoch der Decodierer 20 (F i g. 2) durch Zustand 5 4 auf Kurzblockbetrieb umgeschaltet worden
ist, wird der lange Nachrichtenblock c als zwei fehlerbehaftete kurze Nachrichtenblöcke decodiert.
Der erste falsche kurze Nachrichtenblock bewirkt
1 26
einen Wechsel des östlichen Geräts aus Zustand 54 in ZustandSL Im Zustand S 2 blockiert das Gerät
die Entnahme der ersten Hälfte des langen Blocks c aus dem Decodierpuffer 22. Außerdem würde im
Zustand S 2 das östliche Gerät normalerweise ein RQ-Bit in den gesendeten Nachrichtenblock einsetzen.
Da der vorhergegangene lange Nachrichtenblock aber bereits die Einfügung eines i?Q-Signals in
den gesendeten Nachrichtenblock bewirkt hat, wird dieses zweite während desselben gesendeten Nachrichtenblocks
auftretende Zustandssignal vom OKI i?ß-Generator 42 (F i g. 2) außer acht gelassen.
Während der zweiten Hälfte des empfangenen Nachrichtenblocks c, die ebenfalls als fehlerbehaftet
festgestellt wird, wechselt das östliche Eingabe-Ausgabe-Gerät automatisch aus Zustand 52 in den Zustand
53 über. Im Zustand 53 wird die zweite Hälfte des empfangenen langen Blocks c nicht aus dem
Decodierpuffer 22 entnommen. Während des ZuStands S3 empfängt das östliche Gerät die wiederholten
kurzen Nachrichtenblöcke V, Man beachte, daß das Polaritätsbit dieses kurzen Nachrichtenblocks
OlE ist und mit der erwarteten Polarität OIE übereinstimmt. Dies wäre nicht geschehen, wenn im
Zustand 54 das östliche Gerät nicht seine »Erwartete-Polarität«-Folge umgekehrt hätte. Diese Umkehrung
hat die Tatsache ausgeglichen, daß die »Erwartete-Polarität«-Folge so gearbeitet hat, als ob der empfangene
Nachrichtenblock c nicht ein einziger langer Block gewesen wäre, sondern zwei kurze Blöcke.
Wegen der Umkehrung empfängt das östliche Eingabe-Ausgabe-Gerät den ersten kurzen Nachrichtenblock
b mit der richtigen Polarität. Daher wechselt das Gerät aus dem Zustand S3 in den ZustandSl
über. Danach bleibt das östliche Gerät im Zustand 51, und die wiederholten Daten der Nachrichtenblöcke
V und 6'4-c' werden entnommen.
Das in Fig. 10 gezeigte Beispiel3 stellt dar, wie ein erfindungsgemäßes Zweiwege-i?ß-System arbeitet,
wenn es von langen auf kurze Blöcke umschaltet und während des Betriebs zwei Fehler auftreten. Zunächst
arbeiten beide Eingabe-Ausgabe-Geräte im Zustand L 2, dem Langblockbetrieb. Der erste Fehler
wird vom westlichen Gerät empfangen, während dieses den langen Block B decodiert. Das westliche
Gerät schaltet dann auf Zustand S 4 um. Im Zustand 54 setzt das westliche Gerät ein RQ-Bit in den gesendeten
Nachrichtenblock b ein, schaltet den Codierer 14 und den Decodierer 20 auf Kurzblockbetrieb
um, kehrt die erwartete Polarität im Vergleicher 38 um, sperrt die Entnahme von Daten des empfangenen
Nachrichtenblocks B aus dem Decodierpuffer 22 und wiederholt in kurzen Blöcken einen Teil der Daten
aus dem vorher gesendeten langen Nachrichtenblock a. Dies wird in F i g. 10 in der Zeile s des westlichen
Geräts als der erste kurze Block a' dargestellt.
Am östlichen Gerät empfängt der Empfängerteil den fehlerbehafteten langen Nachrichtenblock b. Daher
geht das Gerät aus dem Zustand L 2 in den Zustand 54 über. Im Zustand 54 setzt das Gerät ein
JRß-Signal in den gesendeten Nachrichtenblock C ein, schaltet den Codierer 14 auf Kurzblockbetrieb um,
wiederholt die vorher in den langen Blöcken B und C gesendeten Daten, schaltet den Decodierer 20 des
östlichen Geräts auf Kurzblockbetrieb um, kehrt die »Erwartete-Polarität«-Folge im Vergleicher 38 um
654
und sperrt die Entnahme der im Nachrichtenblock b enthaltenen Daten aus dem Decodierpuffer 22.
Als nächster Nachrichtenblock wird der kurze Block a' empfangen, der ein i?ß-Signal enthält. Dies
veranlaßt das östliche Eingabe-Ausgabe-Gerät zur Umschaltung aus dem Zustand 54 in den Zustand
S2. Im Zustand S 2 setzt das Gerät normalerweise ein i?ß-Bit in seinen gesendeten Nachrichtenblock ein.
Aber dies ist das zweite Zustandssignal während desselben gesendeten langen Nachrichtenblocks und
t^·1 wird daher außer acht gelassen. Der Zustand 52 veranlaßt
allerdings den Decodierpuffer 22, die Entnahme der Daten im kurzen Block a' zu sperren.
Das westliche Eingabe-Ausgabe-Gerät empfängt nun nach dem fehlerhaften langen Block B als nächstes den langen Block C. Da der Decodierer 20 auf Kurzblockbetrieb umgeschaltet worden ist, wird der lange Block C als zwei fehlerbehaftete kurze Blöcke festgestellt. Die erste Hälfte des langen Nachrichten-
Das westliche Eingabe-Ausgabe-Gerät empfängt nun nach dem fehlerhaften langen Block B als nächstes den langen Block C. Da der Decodierer 20 auf Kurzblockbetrieb umgeschaltet worden ist, wird der lange Block C als zwei fehlerbehaftete kurze Blöcke festgestellt. Die erste Hälfte des langen Nachrichten-
ao blocks C bewirkt die Umschaltung des westlichen Geräts vom Zustand 54 in den Zustand 52. Im Zustand
52 setzt das westliche Gerät ein i?ß-Signal in den kurzen Blocka' ein und betätigt außerdem die
Abtaststeuerung50 (Fig. 2), um die Wiederholung der Daten in dem kurzen Nachrichtenblocka' und
der davorliegenden Daten zu veranlassen. Da jedoch vor den Daten im Nachrichtenblocka' keine Daten
vorliegen, weil es sich hier um dieselben Daten wie im Nachrichtenblock a handelt, der als erster Nachrichtenblock
auftrat, wird ein leerer kurzer Block vor der Wiederholung des Blocks d gesendet. Hätten
Daten vor α vorgelegen, wären diese Daten in dem genannten leeren Kurzblock weitergeleitet worden.
Während der Übertragung des leeren Kurzblocks geht das westliche Gerät automatisch aus dem Zustand
52 in den Zustand 53 über. Danach empfängt der westliche Empfänger korrekte Daten und wechselt
aus dem Zustand S3 in den Zustand SI, um den Kurzblockbetrieb fortzusetzen. Während dieses Kurzblockbetriebs
wiederholt der Codierer des westlichen Geräts die vorher übertragenen Daten der langen
Nachrichtenblöcke α und b. Die wiederholten Daten werden gemäß der Darstellung in Fig. 10 als kurze
Blöcke a', a'+b' und b' gesendet.
Inzwischen wird am östlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät der kurze Blocka' mit dem i?ß-Bit, der die
Umschaltung des östlichen Geräts in den Zustand 52 bewirkt, empfangen. Da dieses beim Empfang des
leeren kurzen Nachrichtenblocks im Zustand 52 ist, geht es automatisch in den Zustand S3 und läßt den
Leerblock außer acht. Während des Zustandes S3 empfängt das östliche Gerät wieder den wiederholten
kurzen Nachrichtenblock a'. Das Polaritätsbit in diesem Block ist OIE, während die erwartete Polarität
nach Umkehrung durch den Zustand 54 EIO lautet. Daher bewirkt das O-KFP-Signal, daß das östliche
Gerät am Ende dieses kurzen Nachrichtenblocks in den Zustand S 5 überwechselt. Im Zustand S 5 stellt
das östliche Gerät den Entnahmesperrzähler 32 ein, um die Entnahme von Daten zu sperren, die vorher
beim Empfang des langen Nachrichtenblocks a freigegeben waren. Im Zustand 55 empfängt das östliche
Gerät den zweiten kurzen Nachrichtenblocka', der das OiCCP-Bit enthält, da die erwartete Polarität
durch den Zustand S 5 umgekehrt wird. Daher wechselt das östliche Gerät aus dem Zustand 55 in den
ZustandSl über und arbeitet weiter im Kurzblockbetrieb.
Das in Fig. 11 gezeigte Beispiel 4 stellt dar, wie ein erfindungsgemäßes Zweiwege-i?ß-System arbeitet,
wenn ein Fehler in dem empfangenen kurzen Block auftritt, der dem ersten in einem Eingabe-Ausgabe-Gerät
empfangenen langen Block direkt vorausgeht. Zunächst arbeiten beide Eingabe-Ausgabe-Geräte
im Zustand 5.1. Das westliche Gerät empfängt jedoch den fehlerbehafteten kurzen
Block C Dieser wäre der M-te korrekte Kurzblock in ununterbrochener Folge gewesen, den das westliche
Gerät empfangen hätte. Da aber der kurze Block einen Fehler aufweist, wird der Zähler 40 auf
Null zurückgestellt, und der Codierer 14 im westlichen Gerät schaltet nicht auf Langblockbetrieb um.
Das Auftreten des Fehlers im Nachrichtenblock C veranlaßt das Überwechseln des Eingabe-Ausgabe-Geräts
aus dem Zustand 51 in den Zustand 52. Im Zustand 52 setzt das westliche Gerät in den gesendeten
Nachrichtenblock ein jRß-Bit ein, beginnt die Wiederholung der vorher in den kurzen Blöcken &
und c übertragenen Daten und sperrt die Entnahme von Daten aus dem fehlerbehafteten kurzen Nachrichtenblock
C.
Am östlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät wird der kurze Nachrichtenblock c mit seinem RQSignal
empfangen. Das östliche Gerät hat soeben auf das Senden langer Nachrichtenblöcke umgeschaltet, weil
der vorausgegangene kurze Nachrichtenblock b der M-te korrekte kurze Nachrichtenblock war, der in
ununterbrochener Folge empfangen wurde. Daher sendet das östliche Gerät seinen ersten langen Nachrichtenblock,
der mit D und E bezeichnet ist, wenn das Gerät das .Rß-Signal im kurzen Blocke empfängt.
Beim Empfang des .Rg-Signals wechselt das Gerät vom Zustand 51 in den Zustand 52 über. Im
Zustand 52 setzt das östliche Gerät das .RQ-Signal in den langen NachrichtenblockDE ein, bereitet die
Wiederholung der Daten in dem kurzen Block C und dem langen BlockDE vor und sperrt die Entnahme
des kurzen Blocks c aus dem Decodierpuffer. Nach dem langen Block DE wird ein leerer Kurzblock eingefügt,
die Polaritätsfolge wird umgekehrt, und die Wiederholung beginnt.
Am westlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät enthielt der kurze Nachrichtenblock C, der als fehlerbehaftet
festgestellt worden ist, das »Falsche-Polarität «-Signal, das das westliche Gerät veranlaßt haben würde, seinen
Decodierer 20 auf Langblockbetrieb umzuschalten. Da jedoch der Nachrichtenblock einen Fehler
enthielt, ist das »FaIsche-Polarität«-Signal nicht festgestellt worden, und der Empfänger des westlichen
Geräts ist im Kurzblockbetrieb geblieben. Als also der lange NachrichtenblockDE empfangen wurde,
wurde er als zwei fehlerbehaftete kurze Blöcke angesehen. Während des Empfangs des Teils D des
langen Nachrichtenblocks geht das westliche Gerät automatisch in den Zustand 53. Während des Empfangs
des Teils E des langen Blocks wechselt das westliche Gerät aus dem Zustand 53 in den Zustand
52 über, weil die Decodierung für kurze Blöcke einen fehlerbehafteten Nachrichtenblock anzeigt. Weil der
lange BlockDE als zwei falsche Kurzblöcke decodiert wird, wird das i?g-Signal im langen BlockDE
außer acht gelassen. Während der Zustände 53 und 52 gibt das westliche Gerät die falsch decodierte
LangblocknachrichtDE nicht aus. Da das westliche
Gerät am Ende des langen Blocks im Zustand 52 ist, setzt es ein i?g-Signal in den gesendeten Nachrichtenblock
c ein und veranlaßt seinen Codierpuffer 12 erneut, die Daten in den Kurzblöcken b und c zur
Wiederholung auszugeben.
Am östlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät wird der erste kurze Nachrichtenblockc richtig empfangen,
aber wegen des darin befindlichen Äg-Signals nicht ausgegeben. Der nächste kurze Block b wird beim
ίο automatischen Wechsel des östlichen Geräts aus dem Zustand 52 in den Zustand 53 empfangen und infolge
des Zustandssignals 53 nicht entnommen. Dieser Nachrichtenblock ist jedoch vorher entnommen
worden, als er empfangen wurde, während das Gerät im Zustand 51 war. Nach dem zweiten Empfang des
kurzen Nachrichtenblocks b empfängt das östliche Gerät zum zweitenmal den kurzen Block c, der wieder
ein .Rg-Signal enthält. Das .Rg-Signal bewirkt, daß das Gerät aus dem Zustand 53 in den Zustand
5 2 überwechselt. Im Zustand 52 sperrt das östliche Gerät wieder die Entnahme der Daten in dem kurzen
Nachrichtenblock c, setzt ein .Rg-Signal in den gesendeten kurzen Leerblock ein. Das Zustandssignal
52 veranlaßt den Codierpuffer 12 nicht, zur Wiederholung überzugehen, weil das .Rg-Signal, das den
Rücklauf zur Wiederholung anzeigt, während der Übertragung des eingeschalteten leeren kurzen Blocks
auftritt und daher außer acht gelassen wird. So stellt der als nächster übertragene Nachrichtenblock die
Wiederholung des kurzen Nachrichtenblocks C dar. Es folgen die kurzen Blöcke D und E, die die Wiederholung
des langen NachrichtenblocksDE darstellen. Man beachte, daß die Polaritätsfolge während der
Übertragung des leeren Kurzblocks um einen Block verzögert worden ist, wodurch die Folge umgekehrt
worden ist. Der leere Block hat die gleiche Polarität wie der vorhergegangene lange Nachrichtenblock.
Danach wechselt die Polarität wie gewöhnlich.
Am westlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät wird der leere kurze Nachrichtenblock empfangen, wenn das Gerät automatisch aus dem Zustand 52 in den Zustand 53 überwechselt. Wegen des Zustandssignals
Am westlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät wird der leere kurze Nachrichtenblock empfangen, wenn das Gerät automatisch aus dem Zustand 52 in den Zustand 53 überwechselt. Wegen des Zustandssignals
53 wird der Leerblock nicht entnommen. Nach dem leeren kurzen Nachrichtenblock werden die kurzen
Nachrichtenblöcke C1 D und E richtig mit korrekter Polarität empfangen und daher ausgelesen. Das westliche
Gerät arbeitet weiter im Zustand 513 dem Kurzblockbetrieb.
Das in Fig. 12 gezeigte Beispiel5 stellt dar, wie das erfindungsgemäße Zweiwege-.Rg-System arbeitet,
wenn ein Eingabe-Ausgabe-Gerät einen falschen kurzen Nachrichtenblock empfängt, während sein Codierer
14 auf Langblockbetrieb umschaltet. Zunächst arbeiten das östliche und das westliche Gerät beide
im Zustand 51. Das östliche Gerät empfängt einen kurzen Nachrichtenblock b, bei dem es sich um den
M-ten korrekten Kurzblock in ununterbrochener Folge handelt. Daher kehrt das östliche Eingabe-Ausgabe-Gerät
die Polarität des gesendeten kurzen Nachrichtenblocks C um und bereitet die nachfolgende
Übertragung langer Nachrichtenblöcke vor. Der nächste vom östlichen Gerät empfangene kurze Nachrichtenblock
enthält jedoch Fehler, und daher wechselt das Gerät vom Zustand 51 in den Zustand 52
über. Im Zustand 52 fügt das östliche Gerät ein RQ-
Signal in den in Übertragung begriffenen langen Nachrichtenblock DE ein, teilt dem Codierer durch
Signal mit, daß er auf Kurzblöcke zurückschalten soll, bereitet die Wiederholung der Daten in dem
langen BlockDE und dem kurzen Block C nach der Einschaltung eines leeren Kurzblocks vor und sperrt
die Entnahme der in dem fehlerhaften Nachrichtenblock c enthaltenen Daten. Am westlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät
ist der kurze Nachrichtenblock C der M-te korrekte Kurzblock in ununterbrochener Folge,
den das westliche Gerät empfängt. Daher wird der Codierer am westlichen Gerät durch ein Signal angewiesen,
auf Langblockbetrieb umzuschalten, während in dem gesendeten kurzen Nachrichtenblock das
Polaritätsbit umgekehrt wird. Außerdem stellt das westliche Gerät ein falsches Polaritätssignal aus dem
empfangenen kurzen Nachrichtenblock C fest und wechselt daher seinen Betriebszustand von Sl auf Ll
um. Im Zustand Ll schaltet das westliche Gerät seinen Decodierer 20 auf Langblockbetrieb um.
Wenn das westliche Eingabe-Ausgabe-Gerät als nächstes den langen NachrichtenblockDL' empfängt,
befindet es sich im Langblockbetrieb. Daher wird der lange Nachrichtenblock richtig empfangen. Dieser
empfangene Langblock enthält das i?Q-SignaI aus dem östlichen Gerät, welches das westliche Gerät
zum Umschalten seines Betriebszustandes von L1 auf 54 veranlaßt. Im Zustand 5 4 fügt das westliche Gerät
ein ,RQ-Bit in den von ihm gesendeten langen NachrichtenblockiZe ein, bereitet die Wiederholung
der Daten in dem kurzen Blocke und dem langen Block de in kurzen Blöcken vor und schaltet vor der
Wiederholung einen leeren kurzen Nachrichtenblock ein.
Am östlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät wird festgestellt, daß der lange Nachrichtenblock d e aus zwei
fehlerbehafteten kurzen Nachrichtenblöcken besteht, da das östliche Gerät seinen Decodierer 20 nicht auf
Langblockbetrieb umgestellt hatte, weil das eine solche Umstellung signalisierende umgekehrte Polaritätsbit
sich in dem vorhergehenden kurzen Block befunden hat, der falsch empfangen worden ist. Während
des Empfangs der Hälfte d des langen Blocks de wechselt das östliche Gerät automatisch aus Zustand
52 in Zustand 53 über. Während des Empfangs der Hälfte e des langen Blocks d e wechselt das östliche
Gerät aus dem Zustand 5 3 in den Zustand 52 über, weil festgestellt wird, daß der Nachrichtenblock einen
Fehler enthält. Im Zustand 52 fügt das östliche Gerät ein i?Q-Signal in den von ihm gesendeten leeren
Nachrichtenblock vor der Wiederholung ein. Wie schon im vorhergehenden Beispiel gesagt worden ist,
würde das östliche Gerät normalerweise auf die Feststellung des Fehlers hin eine Rückstellung auf Wiederholung
vornehmen. Die Rückstellung wird jedoch hier nicht ausgeführt, weil der Fehler festgestellt wird,
während das Gerät einen eingeschalteten leeren Kurzblock sendet. Die danach gesendeten Nachrichtenblöcke
sind die kurzen Blöcke C, D und E, deren Wiederholung anfangs wegen des Empfangs des
fehlerbehafteten kurzen Nachrichtenblocks c vorgesehen worden war. Die gesendete Polaritätsfolge ist
also umgekehrt worden, indem dem leeren Kurzblock dieselbe Polarität zugeordnet wird, wie sie der vorhergehende
Langblock hatte, und anschließend die Folge weiterhin abgewechselt wird.
Am westlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät wird der leere Kurzblock korrekt empfangen. Da er aber ein
i?ß-Signal enthält, wechselt das westliche Gerät aus dem Zustand 54 in den Zustand 52 über. Im Zustand
52 fügt das Gerät ein i?ß-Signal in den von ihm gesendeten leeren Kurzblock ein und setzt die Wiederholung
der vorher gesendeten Daten in derselben Weise wie das östliche Gerät fort. Der Empfänger am
westlichen Gerät empfängt einen kurzen Block C, während er aus dem Zustand 52 in den Zustand 53
überwechselt. Daher wird der kurze BlockC nicht ο entnommen. Die Daten des kurzen Nachrichtenblocks
C sind sowieso schon vorher ausgelesen worden. Im Zustand 53 empfängt das westliche Gerät
den kurzen Nachrichtenblock D korrekt und geht in den Zustand 51. Danach arbeitet das westliche Gerät
im Zustand 51 weiter und gibt empfangene Daten aus. Das östliche Gerät empfängt den leeren Kurzblock
aus dem westlichen Gerät, während das Gerät automatisch aus dem Zustand 52 in den Zustand 53 geht.
Im Zustand 5 3 empfängt das östliche Gerät den kuro zen Nachrichtenblock c korrekt und geht in den Zustand
51. Nachher arbeitet das östliche Gerät weiter im Kurzblockbetrieb und gibt empfangene Daten aus.
Detaillierte Beschreibung eines Ausführungsbeispiels Die Fig. 3a bis 3d zeigen ein genaues Blockdiagramm
eines Eingabe-Ausgabe-Geräts in einem erfindungsgemäßen Zweiwege-Datenübertragungssystem mit Wiederholung. Diese Schaltung stellt ein
Ausführungsbeispiel der in F i g. 2 gezeigten Schaltung dar. Der Decodierer 20 gemäß F i g. 2 besteht in
F i g. 3 aus dem Decodierer 52 und dem Decodier-Blocklängenzähler 54. Da die Wirkungsweise der
Eingabe-Ausgabe-Geräte bereits an Hand von F i g. 2 besprochen worden ist, wird in diesem Teil der Be-Schreibung
nur noch auf Einzelheiten der in F i g. 3 gezeigten Schaltung eingegangen.
Zeitsteuerung
Der in F i g. 3 gezeigte Empfänger 18 demoduliert
ο nicht nur das empfangene Signal, sondern leitet außerdem ein Taktsignal ab. Das Taktsignal hat die
Aufgabe, den Empfängerteil8 (Fig. 1) des Eingabe-Ausgabe-Geräts gemäß dem Sendeteil7 (Fig. 1) des
anderen Eingabe-Ausgabe-Geräts über den Übertragungsweg zu steuern. Außerdem veranlaßt dieses
Taktsignal den Decodier-Blocklängenzähler 54, ein »r+2«-Zählsignal zu erzeugen. Dieses »r+2«-Signal
dient zum Einschalten des Haupttaktgebers 56 (F i g. 3) im Sendeteil des Eingabe-Ausgabe-Geräts,
a falls er nicht bereits von Hand eingeschaltet worden ist. Weitere Erläuterungen zu diesem Punkt sollen
an Hand der F i g. 7 gegeben werden.
F i g. 7 zeigt das genaue zeitliche Verhältnis zwischen gesendeten und empfangenen Nachrichten von
> zwei miteinander in Verbindung stehenden Eingabe-Ausgabe-Geräten, dem »östlichen« und dem »westlichen«
Gerät. Der Einfachheit wegen sei die Dauer eines Datenbits als Zeiteinheit betrachtet. Ein Nachrichtenblock
hat die Länge n. Die Datenbits erschei-
) nen im ersten Teil des Nachrichtenblocks im Zeitabschnitt K. Die Gesamtlänge des Polaritätsbits und
des OK/RQ-B'üs beträgt 2, während die Redundanzprüfbits insgesamt die Länge r haben.
Wie schon erwähnt, stellen das OK/RQ-Bit und das Polaritätsbit die Steuersignale dar, die beide EingabeAusgabe-Geräte
sowohl in bezug auf die Betriebsart als auch auf die wiederholten Daten koordinieren.
Um die Erklärung der zeitlichen Steuerung zu verein-
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19 20
fachen, werden diese Signale als Bestätigungssignale des Empfangs des Nachrichtenblocks A beginnen,
bezeichnet. Wie schon in der allgemeinen Beschrei- Durch diese Operation wird sichergestellt, daß das
bung erläutert, werden die Bestätigungssignale als Er- Ende des Blocks A kurz vor der Zeit für das Einfügen
gebnis der Zustandssignale erzeugt. Die Zustande- der Bestätigungssignale in den gesendeten Blocke
signale sind Impulse aus dem Zustandssignalgene- 5 liegt. Bei Berücksichtigung dieser Mindestzeit r+2
rator, die am Ende eines empfangenen Nachrichten- zur Verarbeitung am westlichen Gerät und unter
blocks auftreten. Daher treten die Bestätigungssignale, weiterer Berücksichtigung von zwei SendezeiteniD
die von den Zustandssignalen abhängig sind, erst am läßt sich die Gleichung für die maximale Übertra-Ende
eines empfangenen Nachrichtenblocks auf. gungszeit fD ableiten:
Um diese Bestätigungssignale in den zu sendenden io
Nachrichtenblock einsetzen zu können, muß die zeit- t'D = n/2—(r+2).
Nachrichtenblock einsetzen zu können, muß die zeit- t'D = n/2—(r+2).
liehe Steuerung des gesendeten Nachrichtenblocks so
beschaffen sein, daß das Bestätigungssignal erst am Wie das Zweiwege-iiQ-System arbeitet, wenn die
Ende des empfangenen Nachrichtenblocks ein- Übertragungszeit ihren Höchstwert hat, geht ebenfalls
setzt. Dies ist in F i g. 7 am östlichen Gerät zu sehen. 15 aus F i g. 7 hervor, und zwar zeigt dies die empf an-In
Fig. 7 ist ein Nachrichtenblock als der Abstand gene Nachricht^' und die gesendete Nachrichta' am
zwischen zwei großen vertikalen Markierungen auf westlichen und die empfangene Nachricht d am östdem
Zeitdiagramm für einen Empfänger oder einen liehen Gerät. Der empfangene Block d ist wieder am
Sender dargestellt. Die Gruppe von drei kleineren östlichen Gerät kurz vor der Zeit für die Einfügung
vertikalen Markierungen stellt die Bestätigungssignale 20 der Bestätigungssignale in den Nachrichtenblock B
in einem Nachrichtenblock dar. Was nun den am öst- angekommen.
liehen Gerät empfangenen Nachrichtenblock a be- Aus der vorstehenden Besprechung von F i g. 7 ist
trifft, kann man sehen, daß das Ende des Blocksa zu entnehmen, daß zum Erreichen der größten Sicherweit vor den Bestätigungssignalen in dem übertrage- heit bezüglich der Übertragungszeit tD es zwecknen
Nachrichtenblock B des östlichen Geräts liegt. 25 mäßig ist, die Sendezeitsteuerung eines Geräts vom
Bei dieser günstigen zeitlichen Beziehung zwischen Empfang von Nachrichtenblöcken ab eng mit dem
dem empfangenen Nachrichtenblock a und dem ge- anderen Gerät im Sendeglied zu koppeln. Wie nun
sendeten Nachrichtenblock B kann das Bestätigungs- Fig. 3 zeigt, wirken der Haupttaktgeber 56 und die
signal richtig in den Block B eingesetzt werden. Der Oder-Schaltung 58 zusammen, um ein definiertes
am östlichen Gerät empfangene NachrichtenbIocka' 30 Zeitverhältnis zwischen den Eingabe-Ausgabe-Gestellt
den spätesten Zeitpunkt dar, zu dem ein am räten herzustellen. Falls das in F i g. 3 gezeigte Gerät
östlichen Gerät empfangener Nachrichtenblock noch das Steuergerät sein soll, wird der Oder-Schaltung 58
imstande ist, Bestätigungssignale zur Einfügung in ein Einschaltsignal zugeführt, das den Haupttaktden
gesendeten Block B zu beeinflussen. Das Ende geber einschaltet und damit die Übertragung eindes
Nachrichtenblocks d liegt kurz vor dem Bestäti- 35 leitet. Dies entspricht dem Diagramm für das östüche
gungssignal des gesendeten Blocks B. Gerät in Fig. 7. Falls jedoch das in Fig. 3 gezeigte
Wie schon erwähnt, beruht das bevorzugte Ausfüh- Gerät dem anderen Gerät im Betrieb untergeordnet
rungsbeispiel auf einer Wiederholung mit Rückstel- werden soll, ist die erste Anzeige dafür, daß Nachhing
um zwei Blöcke, falls ein Gerät ein .RQ-Signal richten gesendet werden, der Empfang von Nachrichempfängt.
Diese Zwei-Block-Rückstelloperation be- 40 ten am Empfänger 18. Dieses Nachrichtensignal wird
grenzt naturgemäß die Zeit, die eine Nachricht dem Decodier-Blocklängenzähler 54 zugeführt, der
braucht, um von einem Gerät zum anderen zu gelan- das »r+2«-Signal erzeugt. Dieses wird an die Odergen.
Zum Beispiel muß gemäß Fig. 7 der empfan- Schaltung58 weitergeleitet, wodurch der Haupttaktgene
Block α am östlichen Gerät das OXARQ-Signal geber 56 eingeschaltet und die Übertragung eingeenthalten,
das die Wiederholung des gesendeten 45 leitet wird. Dieser Sachverhalt entspricht dem Dia-Nachrichtenblocks
A des östlichen Geräts bestätigt gramm für das westliche Gerät in F i g. 7.
oder anfordert. Der Grund dafür ist, daß bei Emp- Die Zeitsteuerung des Empfängerteils eines Einfang des Blocks a am östlichen Gerät dieses bereits gabe-Ausgabe-Geräts wird also stets der Zeitsteueden Block B überträgt. Damit das Gerät nur um zwei rung des Sendeteils im anderen Gerät untergeordnet, Blöcke zurückstellt und trotzdem den Nachrichten- 50 während die Zeitsteuerung des Sendeteils eines Einblock A zur Wiederholung aufnimmt, muß die Ent- gabe-Ausgabe-Geräts durch den Haupttaktgeber 56 scheidung zur Wiederholung während des Sendens erfolgt, der eingeschaltet wird, entweder um das des Nachrichtenblocks B erfolgen. System in Betrieb zu setzen oder als Ergebnis des
oder anfordert. Der Grund dafür ist, daß bei Emp- Die Zeitsteuerung des Empfängerteils eines Einfang des Blocks a am östlichen Gerät dieses bereits gabe-Ausgabe-Geräts wird also stets der Zeitsteueden Block B überträgt. Damit das Gerät nur um zwei rung des Sendeteils im anderen Gerät untergeordnet, Blöcke zurückstellt und trotzdem den Nachrichten- 50 während die Zeitsteuerung des Sendeteils eines Einblock A zur Wiederholung aufnimmt, muß die Ent- gabe-Ausgabe-Geräts durch den Haupttaktgeber 56 scheidung zur Wiederholung während des Sendens erfolgt, der eingeschaltet wird, entweder um das des Nachrichtenblocks B erfolgen. System in Betrieb zu setzen oder als Ergebnis des
Die zur Übertragung eines Signals vom östlichen Zählstandes r+2. Im letzteren Fall ist das andere
zum westlichen Eingabe-Ausgabe-Gerät nötige Zeit 55 Eingabe-Ausgabe-Gerät in Betrieb gesetzt worden,
ist auf der Empfängerleitung des westlichen Geräts in
Fig. 7 mit tD angegeben. Es erhebt sich die Frage, Decodierer
wie groß tD sein kann, bevor der von dem westlichen
wie groß tD sein kann, bevor der von dem westlichen
Gerät gesendete Nachrichtenblocka zu spät am öst- Der Decodierer 20 (Fig. 2) besteht aus dem De-Hchen
Gerät ankommt, um die Wiederholung des 60 codierer 52 und dem Decodierer-Blocklängenzähler
Nachrichtenblocks A zu bestätigen oder anzufordern. 54 (Fig. 3). Gemäß Fig. 3 decodiert der Decodierer
Einer der Faktoren bei dieser Überlegung ist, zu wel- 52 die Nachricht aus einem Nachrichtenblock und
chem Zeitpunkt das westliche Gerät das Senden des stellt außerdem das Polaritätsbit sowie das OKlRQ- NachrichtenbIocks
a nach Empfang des Blocks A be- Bit fest und prüft den Nachrichtenblock auf das Vorginnen
kann. Eine Untersuchung des Formats eines 65 Hegen eines Fehlers. Die Nachricht wird zum De-Nachrichtenblocks
zeigt, daß diese Mindestzeit gleich codierpuffer 22 weitergeleitet, während das Fehlerr+2
ist. Das heißt, das westliche Gerät kann mit dem signal direkt an den Zustandssignalgenerator 36 geSenden
des Blocksa zur Zeit r+2 nach dem Beginn leitet wird. Das OK/RQ-Bit dient zum Einschalten
des Flip-Flops 60, dessen Ausgangssignal zum Zustandssignalgenerator weitergeleitet wird. Das Polarit'ätsbit
stellt das Flip-Flop 62 ein, das ein Teil des Vergleichers 38 für die erwartete Polarität
(Fig. 2) ist.
Zur Steuerung der zeitlichen Lage und der Nachrichtenblocklänge, die vom Decodierer verarbeitet
wird, ist der Decodier-Blocklängenzähler 54 vorgesehen. Er spricht auf Zeitsteuersignale an, die vom
Empfänger 18 aufgenommen werden. Der Zähler erzeugt ein Zählstandssignal »r+2« wie besprochen.
Außerdem erzeugt er ein Null-Zählstandssignal, das den Beginn der Nachrichtenblöcke anzeigt, sowie ein
Endsignal, damit der Decodierer weiß, welche Bits der Nachricht als Datenbits zu werten sind.
Die direkt über dem Decodier-Blocklängenzähler befindliche logische Schaltungsanordnung dient der
Verknüpfung des OKiRQ-Signals mit dem »Richtige-Polaritäf Falsche-Polarität«-Signal und so zur Erzeugung
eines kombinierten Signals »OK Richtige Polarität« (OKCP) oder »OK Falsche Polarität« (OKFP).
Diese Signale werden vom Zustandsgenerator verwendet. Bevor nun die diese Signale erzeugende
logische Schaltungsanordnung besprochen wird, sei der Vergleicher für die erwartete Polarität besprochen,
der die in der logischen Schaltungsanordnung verwendeten Korrekte-Polarität- und Falsche-Polarität-Signale
erzeugt.
Vergleicher für die erwartete Polarität
Der Vergleicher 38 für die erwartete Polarität (Fig. 2) besteht in Fig. 3 aus dem Flip-Flop 62, der
binären Kippstufe 64, der Oder-Schaltung 66 und der Exklusiv-oder-schaltung 68. Die Oder-Schaltung 66
und die binäre Kippstufe 64 erzeugen das »Erwartete-Polarität«-Signal. Die binäre Kippstufe 64 wechselt
ihr Ausgangssignal jedesmal, wenn sie einen Impuls aus der Oder-Schaltung 66 empfängt. Die Oder-Schaltung
66 wird durch die Zustandssignale LI, L2, SI, S2 und 53 betätigt. Wie schon gesagt (Fig. 6),
kehren die Zustandssignale 54 und 55 das »Erwartete-Polarität«-Signal um. Dies geschieht einfach dadurch,
daß die binäre Kippstufe 64 nicht umgeschaltet wird, wenn der Zustandssignalgenerator die Zustandssignale
54 und 55 erzeugt.
Der andere Teil des Vergleichers besteht aus dem Flip-Flop 62, das das aus dem Decodierer 52 empfangene
Polaritätsbit speichert. Das Polaritätsbit im Flip-Flop 62 wird dann mit dem »Erwartete-Polarität«-Bit
in der binären Kippstufe 64 mittels der Exklusiv-oder-schaltung 68 verglichen. Die Exklusivoder-schaltung
erzeugt ein Ausgangssignal, d. h. ein »Falsche-Polarität«-Signal, wenn das »Erwartete-Polarität«-Bit
nicht mit dem Polaritätsbit übereinstimmt. Wenn die beiden Polaritäten übereinstimmen,
erzeugt die Oder-Schaltung kein Ausgangssignal.
Den wesentlichen Teil der logischen Schaltung, die zur Erzeugung des OKCP- und des OKFP-Signals
verwendet wird, bilden die Und-Schaltungen 70 und 72. Die Und-Schaltung 70 erzeugt das OKCP-Signal,
wenn sie gleichzeitig ein »Korrekte-Polarität«-Signal, ein OZ-Signal und ein »Kein-Fehler«-Signal empfängt.
Das »Korrekte-Polarität«-Signal aus der Exklusiv-oder-schaltung 68 wird umgekehrt und zur 6g
Und-Schaltung 70 weitergeleitet. Das OX-Signal aus dem Flip-Flop 60 muß ebenfalls umgekehrt und zur
Und-Schaltung 70 weitergeleitet werden. Das »Kein-
Fehler«-Signal ist das durch den Inverter 74 umgekehrte Fehlersignal. Vom Inverter 74 aus wird es
der Und-Schaltung 70 zugeführt. Wenn diese Signale gleichzeitig auftreten, wird die Und-Schaltung 70 veranlaßt, ein OÄCP-Signal zu erzeugen. Die Und-Schaltung
72 arbeitet ebenso wie die Und-Schaltung 70 und erzeugt das OZFP-Signal, nur spricht die
Und-Schaltung 72 direkt auf die Exklusiv-oderschaltung 68 an. Der Grund dafür ist, daß die Exklusiv-oder-schaltung
ein Ausgangssignal erzeugt, wenn eine »Falsche-Polarität«-Anzeige vorliegt.
Um die logische Schaltungsanordnung für den Empfang der Signale des nächsten Nachrichtenblocks
rückzustellen, wird das Null-Zählstandssignal in der Verzögerungsschaltung 80 verzögert und dann zu den
Rückstellklemmen der Flip-Flops 60 und 62 weitergeleitet. Wie nachstehend erläutert, erzeugt der Zustandssignalgenerator
Zustandssignale beim Null-Zählstand des Decodierers. Daher dürfen die Flip-Flops
60 und 62 erst rückgestellt werden, nachdem durch den Decodierer-Zählstand Null der Zustandssignalgenerator
angestoßen worden ist.
Zustandssignalgenerator
Die Einzelheiten des Zustandssignalgenerators 36 (F i g. 3 b) sind in F i g. 4 dargestellt. Der Speicherteil
des Zustandssignalgenerators besteht aus drei Flip-Flops 82, 84 und 86. Die in F i g. 4 gezeigte logische
Schaltung dient zum Erzeugen der Zustandssignale entsprechend dem Zustandsdiagramm von F i g. 5. Die
Zustandssignale, die mit dem Buchstaben 5 und römischen Zahlen gekennzeichnet sind, stellen Spannungspegel
der Zustandssignale dar, die von den Speicher-Flip-Flops erzeugt werden, während die Zustandssignale,
die durch 5 mit arabischen Zahlen gekennzeichnet sind, Impulszustandssignale darstellen,
die die endgültigen Ausgangssignale des Zustandssignalgenerators bilden.
Als Beispiel soll nun festgestellt werden, welche Logik nötig ist, um das Zustandssignal 51 zu erzeugen.
Zunächst zeigt das Zustandsdiagramm von F i g. 5, daß es zweckmäßig ist, ein Zustandssignal
51 zu erzeugen, wenn der Speicher in dem Zustandssignalgenerator eins der folgenden Zustandssignale
enthält: 51, 5III, 5IV und 5V. Aus diesen Zuständen heraus veranlaßt ein OiCCP-Signal den Zustandssignalgenerator
zum Erzeugen von 51. Der Zustand 51 und der Zustand 51 würden auf dem Zustandsdiagramm
in F i g. 5 dieselbe Lage haben; diese Zustände unterscheiden sich nur, wie oben gesagt, darin,
daß 51 ein Impulssignal und 51 ein Spannungspegel ist.
Als Beispiel sei angenommen, daß der Zustand 5 3 besteht und der Zustandssignalgenerator ein OKCP-Signal
empfängt. Es sei dann erwünscht, beim nächsten Null-Zählstand des Decodierers (vom als nächsten
decodierten Nachrichtenblock ab) ein Zustandssignal51 zu erzeugen. Daher erzeugt die Oderschaltung
88 in F i g. 4 ein Ausgangssignal, weil das Zustandssignal 5 III vorliegt. Die Und-Schaltung 90
empfängt ihr Eingangssignal aus der Oder-schaltung 88 und empfängt außerdem das OiTCP-Signal sowie
den Null-Zählstandimpuls. Bei Empfang des Null-Zählstandimpulses erzeugt die Und-Schaltung 90 ein
den Zustand 51 anzeigendes Impulssignal. Dieses Impulssignal wird vom Zustandssignalgenerator 36
aus auf die 51-Ausgangsleitung (Fig. 3b) gesendet und außerdem benutzt, um den Speicher im Zu-
23 24
Standssignalgenerator rückzustellen und dadurch den ZustandssignaleLI, L2, 51, 53 und 55 an und zeigt
Zustand 51 anzuzeigen, auf den das System nun über- an, daß der Nachrichtenblock aus dem anderen Eingewechselt
hat. gabe-Ausgabe-Gerät richtig empfangen worden ist.
Die anderen Zustandssignale werden vom Zu- Im Betrieb besteht der OX/2?ß-Generator grund-
standssignalgenerator in entsprechender Weise gemäß 5 sätzlich aus dem Flip-Flop 104 und den Und-Schal-
dem Zustandsdiagramm in Fig. 5 erzeugt. tungenlOö und 108. Das i?ß-Signal aus der Oder-
Wie Fig. 3 zeigt, stellt auf die Kurzblock-Zu- Schaltung 114 wird zur Rückstellseite des Flip-Flops
Standssignale 51 bis 55 hin die Oder-Schaltung 90 in 104 weitergeleitet, während OX-Signale zur Einstell-
F i g. 3 den Decodier-Blocklängenzähler 54 auf Kurz- seite des Flip-Flops 104 geleitet werden. Wenn daher
blockbetrieb ein. Die über die Oder-Schaltung 92 xo ein OX-Signal vorliegt, erzeugt das Flip-Flop 104
wirksam werdenden ZustandssignaleLl und L 2 be- ein Ausgangssignal, das OX anzeigt, während nach
wirken die Einstellung des Decodier-Blocklängen- Empfang eines Äß-Signals das Flip-Flop rückgestellt
Zählers 54 auf Langblockbetrieb. wird und ein Ausgangssignal erzeugt, das anzeigt,
Zur Entnahme aus dem Decodierpuffer 22 spricht daß das OKfRQ-Bit für den Codierer ein jRß-Signal
die Oder-Schaltung 94 auf die Zustandssignale LI, 15 sein soll.
L 2, Sl und 55 an. Das Ausgangssignal der Oder- Durch die Und-Schaltungen 106 und 108, das
Schaltung 94 stellt das Flip-Flop 96 ein, das im Ein- Flip-Flop 110 und die Oder-Schaltung 112 soll
stellzustand Datenbits durch die Und-Schaltung 98 sichergestellt werden, daß nur das erste Zustandsleitet.
Das Flip-Flop 96 wird rückgestellt durch den signal das OX/i?ß-Bit erzeugt, das in den codierten
End-Impuls aus dem Decodier-Blocklängenzähler 54. 20 Nachrichtenblock eingefügt werden soll. Wenn der
Wenn das Flip-Flop 96 rückgestellt wird, wird die Empfänger z. B. im Kurzblockbetrieb gearbeitet hat,
Und-Schaltung 98 gesperrt, wodurch der Decodier- während der Codierer noch im Langblockbetrieb
puffer 22 nicht ausgelesen wird. arbeitete, könnten zwei Zustandssignale vor der voll-Der
oben besprochene Entnahmesperrzähler 32 ständigen Codierung des zu sendenden langen Nachwird
durch das Zustandssignal 55 weitergeschaltet. 25 richtenblocks erzeugt werden. Wie schon erwähnt,
Wenn das Zustandssignal 55 über die Oder-schaltung besteht eine Regel des Systems darin, daß nur das
94 das FHp-Flop 96 einstellt, zählt der Entnahme- erste Zustandssignal zum Codieren des OK/RQ-B'its
sperrzähler 32 danach abwärts. Das Null-Zählstands- in dem gesendeten Nachrichtenblock verwendet wersignal
aus dem Zähler 32 dient zum Einstellen des den darf.
Flip-Flops 100. Wenn das Flip-Flop 100 im Ein- 30 Die Und-Schaltungen, das Flip-Flop und die OderZustand
ist, leitet die Und-Schaltung 102 die von der Schaltung arbeiten wie folgt: Das Flip-Flop 110 wird
Und-Schaltung 98 durchgelassenen Datenbits weiter durch den aus dem Codier-Blocklängenzähler 118
zum Datenausgang 24. empfangenen Codierzählstand Null eingestellt. Wenn Während des Betriebs steht der Entnahmesperr- das Flip-Flop 110 so in den Einstellzustand gelangt
zähler 32 normalerweise auf Null. Daher würde die 35 ist, lassen die Und-Schaltungen 106 und 108 das emp-Und-Schaltung
102 Datenbits durchlassen. Wenn fangene OK- oder Äß-Signal durch. Das OK- oder
jedoch das Zustandssignal 55 auftritt, wird das Flip- 2?ß-Signal dient außerdem über die Oder-Schaltung
Flop 100 rückgestellt und dadurch die Und-Schaltung 112 zum Rückstellen des Flip-Flops 110. Daher wer-102
gesperrt. Gleichzeitig stellt das Zustandssignal 55 den die Und-Schaltungen 106 und 108 sofort nach
den Zählstand im Entnahmesperrzähler 32 ein und 40 der Weiterleitung des OK- oder .Rß-Signals gesperrt,
schaltet über das Flip-Flop 96 die Rückwärtszählung weil das Flip-Flop 110 rückgestellt worden ist. Das
des Entnahmesperrzählers 32 ein. Der ursprünglich Flip-Flop 110 wird erst erneut eingestellt, nachdem
im Zähler 32 eingestellte Zählstand ist KL, die Zahl das nächste Mal ein gesendeter Nachrichtenblock beder
Datenbits in einem langen Nachrichtenblock. Der gönnen hat. Daher kann ein anderes OK- oder RQ-Zähler
muß nun mit derselben Geschwindigkeit ab- 45 Signal, das inzwischen von den Oder-Schaltungen 116
wärts zählen, wie die Datenbits aus dem Decodier- bzw. 114 weitergeleitet worden ist, nicht durch die
puffer entnommen werden. Daher wird das Takt- Und-Schaltungen 106 oder 108 zum Flip-Flop 104
signal, das von der Schaltung 98 zusammen mit der gelangen.
Nachricht weitergeleitet worden ist, in den Zähler 32 M-Zähler
eingegeben. Das Resultat dieser Operation besteht 5°
Nachricht weitergeleitet worden ist, in den Zähler 32 M-Zähler
eingegeben. Das Resultat dieser Operation besteht 5°
darin, daß der Zähler 32 den Stand Null erst nach Der M-Zähler 40 (F i g. 2) besteht nach F i g. 3 aus
Hinausleitung der unerwünschten Daten aus dem De- dem M-Zähler 120 und dem Inverter 122 und der
codierpuffer 22 erreicht. Die Und-Schaltung 102 ver- Und-Schaltung 124. Der M-Zähler 120 spricht ebenhindert
also die Weiterleitung dieser Daten zum falls auf die OK- und Äß-Signale aus der Oder-Datenausgang
24, bis alle unerwünschten Daten aus 55 Schaltung 116 bzw. 114 an. Als Ausgangspunkt sei
dem Decodierpuffer 22 herausgesteuert worden sind. angenommen, daß der Zähler auf Null steht. Das
M + 1-Zählstandssignal wird umgekehrt und zur
O-KZRß-Generator Und-Schaltung 124 weitergeleitet. Jedes aus der
Schaltung 116 empfangene OX-Signal gelangt also Der OX/Rß-Generator (Fig. 2) besteht nach 60 durch die Und-Schaltung 124 hindurch und schaltet
Fig. 3 aus dem Flip-Flop 104, den Und-Schaltungen den Zähler einen Schritt weiter. Nach dem Empfang
106 und 108, dem Flip-Flop 110 und der Oder-Schal- von M aufeinanderfolgenden OX-Signalen erzeugt der
tung 112. Der OX/i?ß-Generator empfängt Eingangs- M-Zähler ein M-Zählstandssignal. Falls unmittelbar
signale aus der Oder-Schaltung 114 und der Oder- danach ein weiteres OX-Signal empfangen wird, erSchaltung
116. Die Oder-Schaltung 114 spricht auf 65 zeugt der Zähler ein M + 1-Zählstandssignal, das
die Zustandssignale 52 und 54 an, indem sie anzeigt, über den Inverter 122 verhindert, daß weitere OX-daß
das Eingabe-Ausgabe-Gerät ein Äß-Signal emp- Signale durch die Und-Schaltung 124 gelangen. Falls
fangen hat. Die Oder-Schaltung 116 spricht auf die irgendwann beim Zählen ein Äß-Signal aus der
1
Oder-Schaltung 114 vom M-Zähler 120 empfangen wird, wird der Zähler auf Null rückgestellt und beginnt
von vorn mit dem Zählen von OK-Signalen.
Lang-Kurz-Generator
Der Lang-Kurz-Generator (Fig. 2) besteht in Fig. 3 aus dem Flip-Flop 126 und der Und-Schaltung
128. Die Und-Schaltung 128 erzeugt beim Vorliegen des Codier-Zählstandssignals Null und des M-Zählstandssignals
aus dem M-Zähler 120 einen Ausgangsimpuls. Der Ausgangsimpuls der Und-Schaltung 128
stellt dann das Flip-Flop 126 ein. Wenn das Flip-Flop 126 im Einstellzustand ist, zeigt sein Ausgangssignal
an, daß der Sendeteil des Eingabe-Ausgabe-Geräts im Langblockbetrieb senden sollte. Das Flip-Flop 126
wird rückgestellt durch ein i?Q-Signal aus dem OKI KQ-Generator. Das KQ-Signal aus dem Flip-Flop 104
wird vom Inverter 130 umgekehrt und durch die Und-Schaltung 132 weitergeleitet beim Codierzählstand
Null. Der Ausgangsimpuls der Und-Schaltung 132 wird dann der Rückstellklemme des Flip-Flops
126 zugeführt und veranlaßt das Flip-Flop, einen den Kurzblockbetrieb anzeigenden Spannungspegel anzunehmen.
Rückstellsignalgenerator
Der Rückstellsignalgenerator48 (Fig. 2) besteht nach F i g. 3 aus den logischen Schaltungen im linken
Teil von F i g. 3 c. Die Und-Schaltungen 134,136 und 138 sind der Hauptteil des Rückstellsignalgenerators.
Jede Und-Schaltung spricht auf ein oder mehrere Vorspannungssignale und einen Rückstellimpuls an. Der
Rückstellimpuls wird von der Und-Schaltung 132 beim Vorliegen des Codier-Nullstandimpulses und des
KQ-Signals aus dem OK/KQ-Generator (Flip-Flop 104) erzeugt. Nur eine der Und-Schaltungen 134,136
und 138 erzeugt einen Ausgangsimpuls, wenn sie den Rückstellimpuls empfängt. Daran, welche Und-Schaltung
einen Ausgangsimpuls erzeugt, erkennt man, ob die Wiederholung eine Rückstellung um
zwei Kurzblöcke, zwei Längsblöcke oder einen Lang- und einen Kurzblock erfordert.
Die Und-Schaltung 134 spricht auf drei Eingangssignale an. Das erste ist ein Signal aus dem Flip-Flop
146 über den Inverter 144. Dieses erste Vorspannungssignal ist ein »Kein-Leerblock«-Signal, d. h.,
das Eingabe-Ausgabe-Gerät fügt keinen leeren Nachrichtenblock zur Übertragung ein. Wenn das Gerät
einen Leerblock einschaltet, wird das Flip-Flop 146 eingestellt und erzeugt ein »Leerblock«-Signal. Nor- 5»
malerweise fehlt das Leerblocksignal (kein Leerblock), und der Inverter 144 gibt ein Vorspannungssignal ab, das die Betätigung der Und-Schaltung 134
gestattet. Falls jedoch das Leerblocksignal vorliegt, wird die Und-Schaltung 134 gesperrt. Der zweite Eingang
der Und-Schaltung 134 wird durch ein Signal aus dem Flip-Flop 126 über die Verzögerungsleitung
140 und den Inverter 142 vorbereitet. Die Verzögerungsleitung 140 verzögert das Lang-Kurz-Signal aus
dem Flip-Flop 126, so daß dieses Signal, wenn es der Und-Schaltung 134 zugeführt wird, sich erst nach dem
Rückstellimpuls ändert. Das Verzögern des Lang-Kurz-Signals bedeutet, daß durch den Lang-Kurz-Blockbetrieb
während des vorhergehenden Blocks gesteuert wird, wieviele Daten weitergeleitet werden
müssen. Der Inverter 142 kehrt das verzögerte Lang-Kurz-Signal um, so daß die Und-Schaltung 134 nur
dann richtig vorbereitet wird, wenn das verzögerte 654
Signal ein »Kurzblock«-Signal ist. Das dritte Eingangssignal für die Und-Schaltung 134 bildet der
oben besprochene Rückstellimpuls.
Falls die Und-Schaltung 134 durch ein Kein-Leer-Block-Signal und ein Kurzblocksignal vorbereitet ist,
wenn der Rückstellimpuls ankommt, erzeugt sie einen Ausgangsimpuls. Dies ist der »Rückstellung um zwei
Kurzblöcke«-Impuls, der der nachstehend näher beschriebenen Abtaststeuerung 50 (F i g. 2) zugeführt
wird.
Die Und-Schaltung 136 erzeugt den »Rückstellung um zwei Langblöcke»-Impuls und arbeitet ebenso wie
die Und-Schaltung 134. Der einzige Unterschied ist der, daß der Inverter 142 nicht verwendet wird, so
daß die Und-Schaltung 136 direkt auf das verzögerte Lang-Kurz-Signal anspricht. Die Und-Schaltung 136
wird nur durch das Langblocksignal richtig vorbereitet, und daher ist ihr Ausgangsimpuls der »Rückstellung
um zwei Langblöcke«-Impuls.
Die Und-Schaltung 138 spricht auf den Rückstellimpuls aus der Und-Schaltung 132 und auf das Ausgangssignal
des Flip-Flops 146 an. Das Flip-Flop 146 erzeugt ein Ausgangssignal, wenn vom OKIRQ -GenQ- rator
während des ersten langen Nachrichtenblocks nach einem vorausgegangenen kurzen Nachrichtenblock
ein KQ-Signal erzeugt wird. Daher erzeugt die Und-Schaltung 138, veranlaßt durch das Flip-Flop
146 und den Rückstellimpuls, einen Impuls, der eine Rückstellung um einen langen und einen kurzen Block
anzeigt. Zum Ein- und Rückstellen des Flip-Flops 146 ist eine logische Schaltung vorgesehen, die aus
der Und-Schaltung 148, dem Flip-Flop 150, der Und-Schaltung 152 und dem Inverter 154 besteht. Diese
logische Schaltung hat den Zweck, das Flip-Hop 146 einzustellen, wenn ein KQ-Signal während des ersten
langen Blocks nach einer vorausgegangenen Reihe von kurzen Blöcken erzeugt wird.
Im Betriebszustand empfängt die logische Schaltung am Inverter 154 das M-Zählsignal aus dem
M-Zähler 120. Dieses Signal wird umgekehrt und zur Und-Schaltung 152 weitergeleitet, die außerdem ein
Codierer-Nullstandsignal empfängt. Die Und-Schaltung 152 erzeugt jedesmal dann ein Ausgangssignal,
wenn ein Codierer-Nullstandimpuls in Abwesenheit eines M-Zählsignals vorliegt. Durch dieses Ausgangssignal wird das Flip-Flop 150 rückgestellt. Das Flip-Flop
150 wird seinerseits durch die Und-Schaltung 128 eingestellt, die einen Ausgangsimpuls erzeugt,
wenn ein Codierer-Nullstandimpuls und ein M-Zählsignal vorliegen. Das Flip-Flop 150 erzeugt also ein
Ausgangssignal während des ersten langen Nachrichtenblocks, der nach der vorausgegangenen Übertragung
kurzer Nachrichtenblöcke gesendet wird.
Die Und-Schaltung 148 empfängt das Signal aus dem Flip-Flop 150 und außerdem das KQ-Signal aus
dem Inverter 130. Diese Signale stellen beide Spannungspegel dar. Außerdem empfängt die Und-Schaltung
148 einen Impuls zur KQ-Zeit des Codierers. Dieser Impuls wird vom Codier-Blocklängenzähler
118 erzeugt. Daher wird das Flip-Flop 146 zur KQ-Zeit des Codier-Blocklängenzählers eingestellt, wenn
der OK/RQ -GeneratOT während des ersten langen Blocks nach vorausgegangenen kurzen Blöcken ein
KQ-Signal erzeugt. Das Flip-Flop 146 wird rückgestellt durch einen Endimpuls aus dem Codier-Blocklängenzähler
118. Das Flip-Flop 146 wird also für die Dauer eines Nachrichtenblocks, gemessen von
der KQ-Zeit eines Nachrichtenblocks bis zur Daten-
809 550/323
zeit-Endezeit des nächsten Nachrichtenblocks, eingestellt.
Wie schon erwähnt, di&tt das Signal aus dem Flip-Flop 146 dazu, einen »Rückstellung um einen langen
und einen kurzen Block«-Impuls zu erzeugen. Außerdem wird dieses Signal (mit der Bezeichnung »Leer«)
weitergeleitet zur Abtaststeuerung 50 und zum Polaritätsgenerator 44 (Fig. 2). Nachstehend wird die
genaue Wirkungsweise dieser beiden Vorrichtungen an Hand von F i g. 3 besprochen.
Abtaststeuerung
Die Abtaststeuerung 50 (F i g. 2) besteht nach F i g. 3 aus dem Abtastzähler 156, den Registern 158,
160 und 162, dem Flip-Flop 164 und einer weiteren zugeordneten logischen Schaltung. Jedes der Register
158, 160 und 162 enthält einen festen Zählstand, der die Zahl von Datenbits in zwei Kurzblöcken (2 Ks),
zwei Langblöcken (2 KL) bzw. in einem Lang-plus einem Kurzblock (KL + Ks) darstellt. Diese Zählstände
werden zum Abtastzähler 156 in Abhängigkeit davon weitergeleitet, welche der zugeordneten Und-Schaltungen,
je eine für jedes Register, durch ein Rückstellsignal aus den Und-Schaltungen 134, 136
oder 138 umgeschaltet wird. Der Zählstand aus dem betreffenden Register wird dann zu dem Zählstand im
Abtastzähler 156 addiert. Der Zählstand im Abtastzähler 156 steuert die Lage des Abtasters 166 zur Entnahme
von Folgen aus dem Schieberegister 168. Die Daten werden aus dem Schieberegister 168 über den
Abtaster 166 zum Codierer 117 weitergeleitet. Der Abtaster 166 und das Schieberegister 168 stellen den
Codierpuffer 12 (Fig. 2) dar.
Die dem Abtastzähler 156 zugeordneten logischen Schaltungen (Und-Schaltungen 170 und 172) leiten
die Taktsignale für die Wiederholung von Daten weiter; ihre Wirkungsweise sei nun beschrieben. Die
Und-schaltung 170 empfängt ein Eingangssignal aus dem Flip-Flop 164, aus dem Haupttaktgeber 56 sowie
das umgekehrte Leerblocksignal. Das Flip-Flop 164 wird durch das Codierer-Nullstandsignal ein- und
durch das Endsignal rückgestellt. Daher gestattet es das Flip-Flop 164 der Und-schaltung 170, Taktsignale
aus dem Haupttaktgeber 56 nur während des zeitlichen Auftretens von Daten innerhalb der Nachrichtenblöcke
weiterzuleiten. Normalerweise fehlt das Leeblocksignal. Der Inverter 171 liefert dann ein
Signal, das die Betätigung der Und-schaltung 170 ermöglicht. Beim Vorliegen eines Leerblocksignals ist
die Und-schaltung 170 jedoch gesperrt und läßt keine Taktimpulse durch.
Die von der Und-schaltung 170 durchgelassenen Taktimpulse werden zum Rückschalten des Abtastzählers
156 oder, falls dieser auf Null steht, über die Und-schaltung 176 zum Ausgeben von Daten aus der
Datenquelle 10 benutzt. Die Und-schaltung 172 leitet nur dann Taktimpulse in den Abtastzähler 156 weiter,
wenn dieser nicht auf Null steht. Wenn dagegen der Abtastzähler auf Null steht, sperrt der Inverter 174
die Und-schaltung 172.
Der Zählstand Null wird außerdem verwendet, um Taktimpulse durch die Und-schaltung 176 zum
Schieberegister 168 zu leiten. Dies ist der Fall, wenn Daten direkt übertragen werden und keine Wiederholung
stattfindet. In dieser Operation werden Daten aus der DatenquellelO in das Schieberegister 168
geleitet und durch die Taktimpulse das Register hin-
untergeschoben. Die Daten werden durch den Abtaster 166 ausgelesen und zum Codierer 117 übertragen,
wenn sie in die Nullstufe des Schieberegistfc; > eintreten und sich durch dieses Register hindurchbewegen.
Wenn die Daten das Ende des Schieberegisters an der Stufe »2 Kl + Ks« erreichen, laufen
sie einfach über.
Falls die Abtaststeuerung ein Rückstellsignal empfängt, wird der Abtastzähler 156 auf einen Zählstand
ίο eingestellt, der davon abhängig ist, welches der Register 158, 160 und 162 durch den Rückstellimpuls
angestoßen wird. Der Zählstand im Abtastzähler veranlaßt dann den Abtaster 166, das dem
Zählstand entsprechende Datenbit aus dem Register auszulesen. Zum Beispiel veranlaßt ein Zählstand »/«
im Abtastzähler den Abtaster 166, die /-te Stufe des Schieberegisters 168 auszulesen. Dieses /-te Register
enthält das vorher übertragene /-te Bit. Beim Rückwärtsschalten des Abtastzählers 156 durch Taktimpulse
liest der Abtaster 166 die vorher übertragenen Daten aus dem Schieberegister 168 aus. Wenn
der Abtastzählstand den Wert Null erreicht, werden wieder neue Daten aus der DatenquellelO übertragen
und ebenfalls vorübergehend im Schieberegister gespeichert.
Polaritätsgenerator
Der Polaritätsgenerator 44 (F i g. 2) besteht nach F i g. 3 aus der Und-schaltung 178, der binären Kippstufe
180, den Und-Schaltungen 182 und 184 und der Oder-schaltung 186.
Im Betriebszustand erzeugt die binäre Kippstufe 180 eine abwechselnde Folge von binären Bits, und
zwar werden die Bits beim Codierer-Zählstand Null durch die Und-schaltung 178 geleitet. Die Und-schaltung
178 wird für die Weiterleitung des Codierer-Zählstandes Null gesperrt, wenn ein Leerblocksignal
aus dem Flip-Hop 146 im Rückstellsignalgenerator empfangen wird. Hierdurch wird die binäre Kippstufe
180 veranlaßt, einen Nachrichtenblock zu überspringen und dadurch die Folge der Polaritätsbits für die
folgenden Nachrichtenblöcke umzukehren.
Das Polaritätsbit wird aus dem Ausgangssignal der binären Kippstufe 180 normalerweise dadurch erzeugt,
daß dieses durch die Und-schaltung 182 und die Oder-Schaltung 186 geleitet wird. Falls jedoch ein
M-Zählsignal aus dem M-Zählerl20 vorliegt, wird die Und-schaltung 182 gesperrt, und die Und-schaltung 184 kann die umgekehrte Darstellung des
Impulses aus der binären Kippstufe 180 durchlassen. Die Wirkung besteht darin, daß ein Impuls in der
Polaritätsbitfolge umgekehrt wird, wenn ein M-Zählsignal aus dem M-Zählerl20 vorliegt.
Codierer
Der Codierer 14 (F i g. 2) besteht nach F i g. 3 aus dem Codierer 117 und dem Codier-Blocklängenzähler
118 mit einer zugeordneten Torschaltung. Der Codier-Blocklängenzähler 118 erzeugt auf Taktimpulse
hin die Zeitmarken (Codierer-Zählstand Null, RQ-Zeit, Datenzeit-Ende), um die Zusammenstellung
des Nachrichtenblocks im Codierer 117 zu steuern und außerdem, wie schon erwähnt, Taktzeiten
für die Erzeugung anderer Steuersignale im Eingabe-Ausgabe-Gerät zur Verfügung zu stellen.
Der Codier-Blocklängenzähler 118 wird auf Langblockzählung oder auf Kurzblockzählung eingestellt, je nach dem Lang-Kurz-Signal, das die Und-schaltung
Der Codier-Blocklängenzähler 118 wird auf Langblockzählung oder auf Kurzblockzählung eingestellt, je nach dem Lang-Kurz-Signal, das die Und-schaltung
Claims (5)
1. Verfahren zur gesicherten blockweisen Übertragung binärer Daten mit variablen Blocklängen
und Wiederholung fehlerhafter Blöcke, dadurchgekennzeichnet, daß die Blocklänge der zu sendenden Signale in Abhängigkeit
von der am Empfänger auftretenden Fehlerrate so geregelt wird, daß bei kleiner Fehlerrate oder
keinen Fehlern große Blocklängen und bei großer Fehlerrate kleine Blocklängen übertragen werden
und daß die verwendeten Blocklängen fest vorgegeben sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer bestimmten
Anzahl sich in ihrem Format voneinander unterscheidenden Nachrichtenblöcken umgeschaltet
wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auftreten eines
Fehlers die Wiederholung einer festgelegten Zahl von Nachrichtenblöcken vorgenommen' wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Nachrichtenaustausch
stehenden Stationen durch ein in jedem Nachrichtenblock enthaltenes Bestätigungssignal
in Verbindung mit einem ebenfalls im Nachrichtenblock enthaltenen, das Format angebenden
Signal auf gemeinsame Blocklänge synchronisiert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Synchronisierung von einem
gemeinsamen Steuerteil (9) vorgenommen wird, der bei Auftreten eines Fehlersignals dem ent-
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US46912565 | 1965-07-02 | ||
| US469125A US3359543A (en) | 1965-07-02 | 1965-07-02 | Data transmission system |
| DEJ0030468 | 1966-03-29 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1268654B true DE1268654B (de) | 1968-05-22 |
| DE1268654C2 DE1268654C2 (de) | 1975-12-18 |
Family
ID=
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1267769B (de) * | 1959-03-13 | 1968-05-09 | Du Pont | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Dis- und Tetrakis-azofarbstoffen |
| DE2361785A1 (de) * | 1972-12-12 | 1974-07-04 | Oki Electric Ind Co Ltd | Simplex-arq-system |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1211245B (de) * | 1964-02-13 | 1966-02-24 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Anordnung fuer UEbertragung von Datenbloecken variabler Laenge im Halb-Duplex-System |
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1211245B (de) * | 1964-02-13 | 1966-02-24 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Anordnung fuer UEbertragung von Datenbloecken variabler Laenge im Halb-Duplex-System |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1267769B (de) * | 1959-03-13 | 1968-05-09 | Du Pont | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Dis- und Tetrakis-azofarbstoffen |
| DE2361785A1 (de) * | 1972-12-12 | 1974-07-04 | Oki Electric Ind Co Ltd | Simplex-arq-system |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3359543A (en) | 1967-12-19 |
| SE336597B (de) | 1971-07-12 |
| FR1495506A (de) | 1967-12-20 |
| NL152730B (nl) | 1977-03-15 |
| NL6609289A (de) | 1967-01-03 |
| GB1076911A (en) | 1967-07-26 |
| CH440372A (de) | 1967-07-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |