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DE1268657B - Verfahren zur Steigerung der Schaerfe bei der Aufzeichnung der Reproduktionen lichtelektrisch abgetasteter Bildvorlagen - Google Patents

Verfahren zur Steigerung der Schaerfe bei der Aufzeichnung der Reproduktionen lichtelektrisch abgetasteter Bildvorlagen

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Publication number
DE1268657B
DE1268657B DE19651268657 DE1268657A DE1268657B DE 1268657 B DE1268657 B DE 1268657B DE 19651268657 DE19651268657 DE 19651268657 DE 1268657 A DE1268657 A DE 1268657A DE 1268657 B DE1268657 B DE 1268657B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
image signal
image
scanning
flattened
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651268657
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinz Taudt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr Ing Rudolf Hell GmbH
Original Assignee
Dr Ing Rudolf Hell GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dr Ing Rudolf Hell GmbH filed Critical Dr Ing Rudolf Hell GmbH
Priority to DE19651268657 priority Critical patent/DE1268657B/de
Publication of DE1268657B publication Critical patent/DE1268657B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N1/00Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
    • H04N1/40Picture signal circuits
    • H04N1/409Edge or detail enhancement; Noise or error suppression
    • H04N1/4092Edge or detail enhancement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Facsimile Image Signal Circuits (AREA)

Description

  • Verfahren zur Steigerung der Schärfe bei der Aufzeichnung der Reproduktionen lichtelektrisch abgetasteter Bildvorlagen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steigerung der Schärfe bei der Aufzeichnung der Reproduktionen lichtelektrisch abgetasteter Bildvorlagen, wobei das bei der Abtastung erhaltene Bildsignal auf mindestens zwei Kanäle verzweigt wird, in deren mindestens einem das Bildsignal verzögert wird.
  • In der elektronischen Reproduktionstechnik, aber auch bei der Bildtelegraphie werden bei der lichtelektrischen Abtastung von Bildvorlagen zwecks elektromechanischer Herstellung von Druckformen mittels elektronischer Klischiermaschinen oder zwecks Herstellung korrigierter photographischer Farbauszüge mit Hilfe von Farbscannern oder auch zwecks photographischer Aufzeichnung mittels eines fernen Bildempfängers elektrische Signale erhalten, die nach gewissen Veränderungen, die für eine Tonwert- oder Farbkorrektur erforderlich sind, zur Aufzeichnung der Reproduktionen der Bildvorlage verwendet werden, sei es, daß diese Signale die Eindringtiefe von Gravierwerkzeugen steuern, welche Druckformen gravieren, sei es, daß diese Signale die Helligkeiten von Schreiblampen steuern, welche die Reproduktionen auf lichtempfindlichem Material photographisch aufzeichnen.
  • Bei all diesen auf die erwähnte Art aufgezeichneten Reproduktionen tritt ein Schärfeverlust gegenüber dem Original auf, der besonders bei plötzlichen Tonwertsprüngen, wie z. B. bei scharfen Konturen, unliebsam in Erscheinung tritt. Eine Ursache hierfür ist bei Reproduktionen von Halbtonbildern, die im Hoch- oder Offsetdruckverfahren hergestellt werden, die unerläßliche Rasterung, d. h. die Wiedergabe ungerasterter Vorlagen durch gerasterte Drucke, bei denen die im Original stetig verlaufenden Halbtöne durch verschieden große, sehr kleine schwarzgefärbte Rasterelemente vorgetäuscht werden.
  • Die Hauptursache besteht aber bei allen Reproduktionsverfahren, also auch bei photographischer Wiedergabe darin, daß der das zu reproduzierende Original abtastende Lichtfleck einen endlichen Durchmesser hat. Wenn der Lichtfleck über einen scharfen Tonweitsprung wandert, wo sich der Tonwert in der Abtastrichtung praktisch unstetig oder sprunghaft ändert, so erfaßt der Lichtfleck außer der Unstetigkeitsgrenzlinie noch einen kleinen Bereich beiderseits dieser Grenze. Der Lichtfleck signalisiert dann in der Photozelle statt des Sprunges einen stetig von hell über Grau nach dunkel oder von dunkel über Grau nach hell verlaufenden Tonwertübergang von einer übergangsbreite, die gleich dem doppelten Durchmesser des Abtastlichtflecks ist. Bei der Wiedergabe der Bildvorlage im Druck oder im Photo erscheint dann der im Original scharfe Tonwertsprung mehr oder weniger verwaschen.
  • Zur Vermeidung der auf die beschriebene Weise zustande kommenden Schärfeverluste ist es bekannt, die sogenannte Umfeldabtastung zu verwenden. Bei dieser wird außer dem eigentlichen kleinen Abtastlichtpunkt von ein Hundertstel bis wenigen zehnteln Millimetern Durchmesser noch ein erheblich größerer Abtastlichtfleck vom 5- bis 100fachen Durchmesser verwendet, der den kleinen Abtastlichtpunkt ringförmig und konzentrisch umgibt. Der große Abtastlichtfleck erfaßt beim Abtasten einer Vorlage nicht mehr die feinen Bilddetails, sondern die mittlere (integrale) Helligkeit bzw. Schwärzung in der näheren Umgebung des kleinen Abtastlichtpunktes. Das von der Umfeldabtastung herrührende Bildsignal ist daher viel gröber und verschwommener als das vom kleinen Abtastlichtpunkt stammende Signal und wird daher auch als unscharfes Signal bezeichnet. Beim überschreiten eines Tonweitsprunges geschieht mit dem Umfeldsignal das gleiche wie mit dem scharfen Bildsignal, nur daß die übergangsbreite erheblich größer als bei dem letzteren ist und vom Durchmesser des Umfeldes abhängt. Zur Schärfesteigerung wird nun das Umfeldsignal vom scharfen Bildsignal subtrahiert und das Differenzsignal zum scharfen Bildsignal mit einstellbarer Amplitude addiert. Das Ergebnis ist, daß das derart veränderte scharfe Bildsignal bei einem Tonwertsprung eine größere Flankensteilheit als das ursprüngliche scharfe Bildsignal hat und daß es beiderseits des Tonwertsprunges je ein Extremum aufweist, d. h. bei einem schroffen Tonwertübergang von Schwarz nach Weiß quer zur Abtastrichtung beispielsweise von links nach rechts links des Tonwertsprunges ein Minimum, und rechts des Tonwertsprunges ein Maximum. Durch die beiden Extreme tritt eine überbetonung des Tonwertsprunges auf, wodurch die Bildstelle unmittelbar links des Tonwertsprunges schwärzer und unmittelbar rechts des Tonwertsprunges weißer als im Original wiedergegeben wird. Dies äußert sich in je einem verlaufenden schmalen Saum beiderseits des Tonwertsprunges, der, wenn er nicht übertrieben wird, vom Auge als schärfesteigernd empfunden wird.
  • Die Umfeldabtastung wirkt statisch, d. h. auch dann, wenn das Abtastsystem stillsteht. Ferner wirkt sie wegen ihrer Kreissymmetrie nicht nur in der Abtastrichtung, d. h. nicht nur bei Tonwertsprüngen, die quer zur Abtastrichtung verlaufen, sondern auch bei solchen, die parallel zu oder in der Abtastrichtung verlaufen.
  • Weiter ist eine Schaltungsanordnung zur Verbesserung des Auflösungsvermögens bei Bildübertragungsgeräten für Zweitonübertragung bekannt, in denen das Bild in einer bestimmten Richtung unter Erzeugung eines elektrischen Signals durch einen Abtastfleck abgetastet wird, wobei in der Abtastrichtung gesehen der Abtastfleck gegebenenfalls breiter sein kann als einzelne Bildelemente gleichen Tones, so daß gleichgetönten Bildelementen von in Abtastrichtung verschiedener Breite Signalteile verschiedener Amplitude entsprechen. Diese Schaltungsanordnung ist gekennzeichnet durch mehrere mit den elektrischen Signalen gespeiste Signalübertragungskanäle, die selektiv auf verschiedene Amplitudenpegel des Signals ansprechen und Ausgangssignale liefern, die Signalteilen verschiedener Amplitude entsprechen; ferner durch Zeitverzögerungsschaltungen in den Kanälen, durch welche die von den Kanälen übertragenen Signalkomponenten derart um verschiedene Beträge verzögert werden, daß sie eine zeitliche Lage erhalten, die ein genormtes Maß für die Breite der abgetasteten Bildteile darstellt, und schließlich durch eine von den Ausgangssignalen der Kanäle gesteuerte Schaltung zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen mit unter sich gleichen Amplituden, deren Dauer der verschiedenen Breite der abgetasteten Bildteile eindeutig zugeordnet ist.
  • Die Anwendung dieser Schaltungsanordnung ist auf halbtonfreie Bildvorlagen beschränkt. Ferner ist diese Schaltungsanordnung ziemlich aufwendig, da das Bildsignal auf mindestens drei Kanäle verzweigt wird, in deren jedem sich eine größere Anzahl von Schaltkreisen befindet. Von der Verbesserung ist die Horizontalauflösung des übertragenen Bildes betroffen.
  • Ein anderes, rein elektrisches Verfahren zur Schärfesteigerung, das in der Fernsehtechnik zur Verbesserung der Horizontalauflösung des Fernsehbildes als Differenzierentzerrung bekannt und gebräuchlich ist, besteht darin, daß vom (scharfen) Bildsignal der zweite Differentialquotient (nach der Abtaststrecke oder nach der dieser proportionalen Zeit) gebildet und dieser vom Bildsignal subtrahiert wird. Der zweite Differentialquotient hat bei einem quer zur Abtastrichtung liegenden Tonwertsprung einen ähnlichen Verlauf wie das oben beschriebene Differenzsignal, nur mit umgekehrter Polarität; daher muß der zweite Differentialquotient nicht zum Bildsignal addiert, sondern von ihm subtrahiert werden, um zu einem versteilerten Bildsignal zu gelangen.
  • Das Verfahren der Differenzierentzerrung wirkt nur dynamisch, d. h., der Versteilerungseffekt bleibt aus, wenn das Abtastsystem stillsteht. Die Amplitude des zweiten Differentialquotienten ist ferner von der Abtastgeschwindigkeit abhängig. Weiter ist die Wirkungsbreite des zweiten Differentialquotienten bei gegebener Abtastgeschwindigkeit nicht einstellbar oder wählbar wie bei der Umfeldabtastung, weil nur die Amplitude, nicht aber die Breite des Ableitungssignals verändert werden kann. Schließlich wirkt die Differenzierentzerrung nur bei Tonwertsprüngen, die quer zur Abtastrichtung verlaufen, bei solchen, die parallel zu oder in der Abtastrichtung verlaufen, hingegen nicht. Zur Verbesserung der Vertikalauflösung sind andere Maßnahmen erforderlich.
  • Die Erfindung hat ein weiteres, rein elektrisches Verfahren zur Schärfesteigerung bei quer zur Abtastrichtung verlaufenden Tonwertsprüngen zum Ziel, bei dem jedoch im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren der Differenzierentzerrung die Wirkungsbreite beliebig gewählt und eingestellt werden kann.
  • Erfindungsgemäß besteht dieses Verfahren darin, daß das bei der Abtastung erhaltene Bildsignal auf nur zwei Kanäle verzweigt wird, in dessen einem es durch Filter verflacht, in dessen anderem es durch Laufzeitglieder unverzerrt gegenüber dem verflachten Signal so weit verzögert wird, daß die Mitten beider Signalflanken bei einem Tonwertsprung zeitlich wieder zusammenfallen, daß das verflachte Signal mit einstellbarer Amplitude von dem verzögerten Signal subtrahiert wird und daß das verzögerte Bildsignal durch das Differenzsignal additiv oder multiplikativ beeinflußt wird.
  • An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
  • Die F i g. 1 bis 5 zeigen in graphischen Darstellungen das Zustandekommen des versteilerten Bildsignals; F i g. 6 zeigt eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung.
  • In F i g. 1 ist der Abtastlichtpunkt 1 in Form eines kleinen Kreises dargestellt, dessen Durchmesser etwa gleich dem Abstand zweier benachbarter Abtastlinien ist (Rastergröße). Mit Hilfe dieses Lichtpunktes wird die zu reproduzierende Bildvorlage in bekannter Weise Punkt für Punkt längs aufeinanderfolgender Linien abgetastet und die Helligkeit der einzelnen Bildpunkte lichtelektrisch ermittelt. Die in der Photozelle bei ihrer Belichtung durch das von Bildvorlage reflektierte oder von ihr durchgelassene Abtastlicht ausgelösten schwankenden Photoströme, die das Bildsignal bilden, steuern in bekannter Weise nach einer vorangegangenen Tonwert- oder Farbkorrektur entweder die Eindringtiefe eines Gravierwerkzeuges in eine Druckformplatte entsprechend der schwankenden Helligkeit der abgetasteten Bildpunkte der Bildvorlage oder die Helligkeit einer Schreibglimmlampe, welche die Helligkeitsschwankungen auf photographischem Papier oder Film aufzeichnet.
  • Die Grenzlinie 2 trennt einen dunkleren, schraffiert dargestellten Bildteil 3 von einem helleren Bildteil 4, von denen der Einfachheit halber angenommen werde, daß ihre Tonwerte in der näheren Umgebung beiderseits der Grenzlinie 2 konstant seien. Die Trennungslinie 2 wird im allgemeinen nicht geradlinig sein; indessen kann sie für ein kleines Stück, dessen Länge in der Größenordnung des Durchmessers des Abtastlichtpunktes 1 liegt, als geradlinig angesehen werden. Es werde weiter angenommen, daß sich beim Abtastvorgang der Abtastlichtpunkt 1 senkrecht zur Trennungslinie 2 in der Pfeilrichtung von links nach rechts über die Trennungslinie 2 hinwegbewege. Die Abtastrichtung wird im allgemeinen nicht senkrecht zur Grenzlinie liegen. Liegt sie schräg zur Grenzlinie, so ändern sich die Verhältnisse nicht wesentlich; der Tonwertsprung wird dann lediglich langsamer überschritten. Geht die Abtastung schließlich für ein Stück parallel zu oder längs der Grenzlinie vor sich, so wird diese durch den Quervorschub des Abtastsystems senkrecht zur Abtastrichtung nach der Abtastung jeder Linie schrittweise allmählich überschritten.
  • F i g. 2 zeigt in der Kurve 5 den sich durch die Abtastung vermittels des Lichtpunktes ergebenden Verlauf der Helligkeit bzw. der dieser proportionalen lichtelektrischen Signalspannung U in der näheren Umgebung beiderseits des Tonwertsprunges in Abhängigkeit von der Zeit t. Die Signalspannung verläuft entsprechend der angenommenen konstanten Helligkeit links des Sprunges 2 zunächst waagerecht, sodann, bedingt durch die Kreisgestalt des Abtastlichtpunktes, S-förmig ansteigend und zuletzt wieder waagerecht, entsprechend der angenommenen konstanten Helligkeit rechts des Tonwertsprunges 2. Der Anstieg der Signalspannung beginnt in einem Abstand vor der Sprungstelle 2 und endet in einem Abstand hinter dieser Sprungstelle, der jeweils gleich dem Durchmesser des Abtastlichtpunktes 1 ist. An der Sprungstelle 2 hat die Signalspannung einen Wendepunkt und ist gleich dem Mittel zwischen den beiden verschiedenen konstanten Spannungen beiderseits der Sprungstelle. Die Steilheit der Signalspannung, die durch die Richtung der Tangente im Wendepunkt bei 2 gegeben ist, hängt von der Schärfe des übergangs der beiden Tonwertbereiche bei 2 und vom Durchmesser des Abtastlichtpunktes 1 ab.
  • Die Kurve 6 zeigt den Verlauf der Signalspannung an, nachdem sie durch ein Filter vom Tiefpaßcharakter, welches die höheren Harmonischen unterdrückt, verflacht worden ist. Den Grad der Verflachung und Verrundung hat man offenbar durch entsprechende Wahl und Bemessung des Filters weitgehend in der Hand, so daß die Wirkungsbreite des verflachten Signals wählbar und einstellbar ist. Das verflachte Signal entspricht dem durch die Umfeldabtastung gewonnenen Signal, allerdings mit dem Unterschied, daß die Mitten (Wendepunkte) beider Signalflanken nicht mehr zusammenfallen.
  • F i g. 3 zeigt noch einmal die Kurven 5 und 6, wobei die ursprüngliche Signalspannung 5 durch Laufzeitglieder oder eine Verzögerungsleitung unverzerrt so weit zeitlich gegenüber ihrer ursprünglichen Zeitlage (F i g. 2) verzögert worden ist, daß die Mitten der verzögerten und der verflachten Signalspannungskurve zusammenfallen.
  • In F i g. 4 stellt die Kurve 7 den Verlauf der Differenzsignalspannung dar, die man erhält, wenn man die verflachte Signalspannung (6) von der verzögerten unverzerrten Signalspannung (5) subtrahiert. Die Differenzspannung ist zunächst Null, dann wird sie an der Stelle, wo die verflachte Signalspannung anzusteigen beginnt, negativ, nimmt dort, wo die unverzerrte Signalspannung anzusteigen beginnt, ihr Minimum an, geht in der Mitte, wo sich die beiden Kurven schneiden, durch Null, wird positiv, nimmt sodann an der Stelle, wo die unverzerrte Signalspannung anzusteigen aufhört, ihr Maximum an, und fällt schließlich dort, wo die verflachte Signalspannung anzusteigen aufhört, auf Null zurück.
  • In F i g. 5 stellt die Kurve 8 den Verlauf der versteilerten Signalspannung dar, die man erhält, wenn man die verzögerte ursprüngliche Signalspannung 5 durch die Differenzsignalspannung 7 additiv oder multiplikativ beeinflußt. Die Kurve 8 hat dort, wo die Differenzkurve 7 (F i g. 4) ihr Minimum hat, ebenfalls ein Minimum, welches unter dem kleineren konstanten Bildsignalwert links des Tonweitsprunges 2 liegt, und dort, wo die Differenzkurve ihr Maximum hat, ebenfalls ein Maximum, welches über dem größeren konstanten Bildsignalwert rechts des Tonwertsprunges 2 liegt. Das Auftreten dieser beiden Extrema hat zunächtst zur Folge, daß das durch das Differenzsignal veränderte Bildsignal eine größere Flankensteilheit als das ursprüngliche Bildsignal aufweist, wodurch der Schärfeverlust, der durch den endlichen Durchmesser des Abtastlichtpunktes zustande kommt, teilweise aufgehoben wird. Des weiteren haben die beiden Extrema zur Folge, und zwar sowohl bei einer Wiedergabe der Bildvorlage im Druckverfahren als auch bei photographischer Wiedergabe, daß das Schwarz links am Anfang des Tonwertsprunges etwas schwärzer als dieses Schwarz und das Weiß rechts am Ende des Tonwertsprunges etwas weißer als dieses Weiß wiedergegeben wird, sofern dies überhaupt noch möglich ist. Als Ergebnis entsteht beiderseits des Tonwertsprunges je ein schmaler, verlaufender, etwas schwärzerer bzw. etwas weißerer Saum (Gloriole), der den zu flauen übergang zwischen den beiden aneinandergrenzenden Tonwertbereichen künstlich schroffer macht.
  • In F i g. 6 ist in einem Blockschaltbild eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Versteilerungsverfahrens dargestellt.
  • Die Lampe 9 beleuchtet über den Kondensor 10 die Öffnung der Blende 11, welche vermittels der Optik 12 auf die Bildvorlage 13 abgebildet wird. Das von dieser reflektierte Licht wird mittels der Optik 14 auf die Kathode der Photozelle 15 konzentriert, in der es den Helligkeitsschwankungen der Vorlage entsprechende Photostromschwankungen auslöst. Die Größe des abtastenden Lichtpunktes 16 wird durch den Durchmesser der Öffnung der Blende 11 und die Brennweite der Optik 12 bestimmt und ist von der gleichen Größenordnung wie der Abstand zweier benachbarter Abtastlinien.
  • Nach Verstärkung im Verstärker 17 wird das in der Photozelle 15 ausgelöste Bildsignal auf zwei Kanäle verzweigt. Der Bildkanal besteht aus dem Verzögerungs- oder Laufzeitglied oder der Verzögerungsleitung 18, dem Modulator 19, dem Amplitudenfilter 20 sowie aus weiteren, nicht dargestellten Schaltmitteln, wie z. B. einem Gradationsregler, einer überlagerungsstufe für die Zuführung einer Rasterfrequenz, einem Gleichrichter, Eichmitteln für die Einstellung des Schwarz- und Weißpegels und der Rasteramplitude und schließlich aus einem Leistungsverstärker für den Antrieb eines Graviersystems. Diese weiteren Schaltmittel sind zum Verständnis der Wirkungsweise der Schaltung, die sich in der Anfangsstufe abspielt, nicht unbedingt erforderlich.
  • Der Hilfskanal besteht aus dem Filter 21, dem Entzerrer 22, dem Gleichrichter 23 und dem Regelwiderstand 24. Weiter ist zu dem Bildkanal noch ein Zweigkanal vorhanden, der aus dem Entzerrer 25 und dem Gleichrichter 26 besteht. Schließlich ist noch ein Differenzkanal vorgesehen, der aus dem Subtraktionsschaltmittel 27, den Regelverstärkern 28 und 29, dem Regelwiderstand 30 und dem Amplitudenfilter 31 besteht. Das Verzögerungsglied oder die Laufzeitkette 18 im Bildkanal soll das Bildsignal unverzerrt und einstellbar zeitlich verzögern. Hierzu kann man in bekannter Weise Verzögerungskabel oder Laufzeitspulen oder Allpässe mit konstanter Gruppenlaufzeit oder aber auch Ultraschallverzögerungsleitungen verwenden. Bei den letzteren wird das Bildsignal vermittels eines Wandlers in eine Ultraschallwelle, die über einen Stoff geringer Schallgeschwindigkeit (Quecksilber, Quarz, Glas) geschickt wird, umgesetzt, eventuell unter Ausnutzung von Mehrfachreflexionen, und nach Durchlaufen der Verzögerungsstrecke vermittels eines zweiten Wandlers in ein elektrisches Signal zurückverwandelt.
  • Das Filter 21 im Hilfskanal soll das Bildsignal bei einer Sprungstelle großer Flankensteilheit verflachen und verrunden, also stark verzerren, um ein Umfeldsignal nachzubilden. Hierzu verwendet man in bekannter Weise eine Spulenleitung oder ein Tiefpaßfilter, welches durch Sperren der höheren Frequenzanteile der Sprungfunktion des Bildsignals die gewünschten Verzerrungen bewirkt. Bei Gleichstrombildsignalen kann man anstatt der Spulenleitung auch ein RC-Glied verwenden.
  • Für den Fall, daß das Bildsignal einer höherfrequenten Trägerwechselspannung aufmoduliert ist, ist im Hilfskanal der Gleichrichter 23 und im Zweigkanal der Gleichrichter 26 vorgesehen. Ferner ist in beiden Kanälen noch je ein Entzerrer 22 und 25 vorgesehen, um eine Tonwertänderung (Gradationsänderung) vornehmen zu können, die für beide Kanäle verschieden sein kann. Mittels des regelbaren Widerstandes 24 im Hilfskanal kann das aus dem Filter 21 kommende Hilfssignal in seiner Amplitude verändert werden.
  • In dem Subtraktionsschaltmittel 27 wird das Hilfssignal vom verzögerten Bildsignal subtrahiert. Das Differenzsignal wird im Regelverstärker 28 verstärkt, der vom verzögerten Bildsignal geregelt wird, sodann noch einmal im Regelverstärker 29, der vom Hilfssignal geregelt wird. Auf die beiden Regelverstärker im Differenzkanal folgt der Regelwiderstand 30, mit dessen Hilfe die Amplitude des Differenzsignals eingestellt werden kann. Über das Amphtudenfilter 31, durch welches die Amplitude des geregelten und eingestellten Differenzsignals nach oben und unten begrenzt wird, wird das Differenzsignal dem Steuereingang des im Zuge des Bildkanals liegenden Modulators 19 zugeführt, in welchem das Bildsignal durch das Differenzsignal additiv oder multiplikativ beeinflußt wird. Auf den Modulator 19 folgt im Bildkanal noch das Amplitudenfilter 20, durch welches das modulierte Bildsignal in seiner Amplitude nach oben und unten begrenzt wird.
  • Zum näheren Verständnis der Wirkungsweise der Schaltung seien noch die folgenden Betrachtungen angestellt: In hellen Bildgebieten kann der weiße Saum neben dem Tonwertsprung weißer als das hellste Bildweiß werden, wodurch die Bildpunkte im Saum bei elektromechanischer Klischeeherstellung unterschnitten werden würden. Dies kann bei einer anschließenden gleichmäßigen Nachätzung, die bei Metalldruckformen mitunter erforderlich ist, störend wirken. Ebenso kann in dunklen Bildgebieten der dunkle Saum neben dem Tonwertsprung schwärzer als das tiefste Bildschwarz werden. Das Letztere hätte zur Folge, daß das Gravierwerkzeug überhaupt nicht mehr in die Druckform eindränge, der schwarze Saum also ungerastert und ohne kleine Weißpunkte bliebe. Dies ist im allgemeinen nicht störend, kann aber gelegentlich ebenfalls unerwünscht sein. Zur Abhilfe ist das Amplitudenfilter 20 vorgesehen, welches Bildspannungen, die Tonwerten entsprechen, welche weißer als Weiß und schwärzer als Schwarz sind, unterdrückt.
  • Je größer der Tonwertsprung, desto größer ist das Differenzsignal. Es kommt aber gerade darauf an, die kleinen Tonwertsprünge herauszuarbeiten, da die großen Sprünge ohnehin gut sichtbar sind. Bei proportionaler Einwirkung des Differenzsignals auf den Modulator 19 würden die Säume bei großen Tonwertsprüngen überbetont auftreten. Zur Begrenzung des Differenzsignals dient das Amplitudenfilter 31 im Differenzkanal.
  • Es kann erwünscht sein, die Korrekturen nur in einer Richtung oder in einer Richtung stärker als in der anderen wirksam werden zu lassen, ferner die Richtung und den Grad dieser Unsymmetrie abhängig von der Stärke des Bildsignals oder des Hilfssignals oder beider zu beeinflussen, z. B. eine Korrektur im Schwarz nur in Richtung auf die helleren Tonwerte hin (nur Schwarzsaum), aber keine Korrektur im Weiß in Richtung auf dunklere Tonwerte hin (kein Weißsaum), oder umgekehrt (nur Weißsaum, kein Schwarzsaum), dabei aber gleichzeitig eine Korrektur in den Mitteltönen gleichmäßig nach beiden Richtungen sowohl von dunkleren nach helleren als auch von helleren nach dunkleren Tonwerten hin (sowohl Schwarz- als auch Weißsaum). Hierfür ist der im Differenzkanal liegende Regelverstärker 28 vorgesehen, der vom Bildsignal beeinflußt wird, sowie der Regelverstärker 29, der vom Hilfssignal beeinflußt wird.
  • Der Einwirkungsgrad des Hilfskanals auf den Bildkanal kann fest vorgegeben, eichbar, ein- und ausschaltbar, kontinuierlich oder in Stufen regelbar kein.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Steigerung der Schärfe bei der Aufzeichnung der Reproduktionen lichtelektrisch abgetasteter Bildvorlagen, wobei das bei der Abtastung erhaltene Bildsignal auf mindestens zwei Kanäle verzweigt wird, in deren mindestens einem das Bildsignal verzögert wird, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß das bei der Abtastung erhaltene Bildsignal auf nur zwei Kanäle verzweigt wird, in dessen einem es durch Filter verflacht, in dessen anderem es durch Laufzeitglieder unverzerrt gegenüber dem verflachten Signal so weit verzögert wird, daß die Mitten beider Signalflanken bei einem Tonwertsprung zeitlich wieder zusammenfallen, daß der Wert des verflachten Signals mit einstellbarer Amplitude von dem Wert des verzögerten Bildsignals subtrahiert wird und daß das verzögerte Bildsignal durch das Differenzsignal additiv oder multiplikativ beeinflußt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1063 201.
DE19651268657 1965-07-14 1965-07-14 Verfahren zur Steigerung der Schaerfe bei der Aufzeichnung der Reproduktionen lichtelektrisch abgetasteter Bildvorlagen Pending DE1268657B (de)

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