DE1006261B - Anordnung zur Herstellung von gerasterten, tonwertberichtigten Bildern für Druckformen durch punktweise lichtelektrische Abtastung der Bildvorlage - Google Patents
Anordnung zur Herstellung von gerasterten, tonwertberichtigten Bildern für Druckformen durch punktweise lichtelektrische Abtastung der BildvorlageInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
KL.57d 10
INTERNAT. KL. G 03 f
PATENTAMT
D 21339 IVa/57 d ANMELDETAG: 21. SEPTEMBER 1955
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 11. APRIL 1957
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 11. APRIL 1957
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Herstellung von gerasterten Bildern für Druckformen
durch punktweise lichtelektrische Abtastung von Bildvorlagen, insbesondere von Halbtonvorlagen,
und bezweckt eine Gradationswandlung, durch die zur Tonwertberichtigung das Verhältnis des abgerasteten
Schwärzungswertes der Vorlage zur Größe des erzeugten Rasterpunktes geändert wird.
Bekanntlich haben im Hoch- und Flachdruck alle Druckelemente die gleiche Farbstärke. Zur Erzeugung
von Halbtönen wird daher die Größe der Druckelemente geändert. Zur Erzeugung des gerasterten
Bildes nach einer Halbtonvorlage muß für jedes kleinste Flächenelement aus dem Grauwert der Vorlage
die Größe des druckenden Rasterpunktes bestimmt und registriert werden. In der Autotypie geschieht
diese Umwandlung optisch, indem die Vorlage unter Zwischenschaltung eines Rasters fotografisch
reproduziert wird. Durch Beugung an den Rasterpunkten entstehen aus den einzelnen Tonwerten
größer oder kleiner gedeckte Punkte. Viele unvermeidliche Erscheinungen und Einflüsse verhindern
beim autotypischen Verfahren eine zwangläufige tonwertrichtige Umwandlung. Das Ergebnis ist abhängig
von der Vorlage und deren Beleuchtung bei der Aufnahme, von der Art und Weite des verwendeten
Rasters, vom Rasterabstand und von dem Reproduktionsmaßstab. Es ist abhängig von der fotografischen
Optik und der verwendeten Blende, schließlich auch von der Belichtungsdauer und der Entwicklung, so
daß viel handwerkliches Können und Erfahrung nötig ist, um trotz der vielen Zufälligkeiten brauchbare
Druckformen zu erhalten. Ganz besonders ist dies bei Farbarbeiten der Fall, wo die drei Grundfarben mit
dem Ziel der richtigen Farbgebung im Druck abgestimmt werden müssen.
Es ist daher verständlich, daß schon mehrfach versucht ist, die Erzeugung von Rasterbildern punktweise
auf elektrischem Wege durchzuführen, um die Schwierigkeiten der Autotypie zu vermeiden. Die bekannten
Abtastverfahren arbeiten in der Weise, daß die Halbtonvorlage lichtelektrisch abgetastet wird
und die erzeugten Fotoströme die Punktgröße steuern, die in einem Punktraster mechanisch oder optisch
fotografisch aufgezeichnet werden. Für die Wirkungsweise einer solchen Apparatur ist Abhängigkeit
zwischen der Schwärzung der Vorlage und Größe der Rasterpunkte charakteristisch.
Es ist bekannt, den zur Verstärkung der Fotoströme oder zur Registrierung der Punktgröße
verwendeten Verstärkern eine solche Abhängigkeit zwischen Eingangs- und Ausgangspegel zu geben, daß
die für die Wiedergabe im Druck gewünschten Zusammenhänge zwischen den Schwärzungen der HaIb-
Anordnung zur Herstellung
von gerasterten, tonwertberichtigten
Bildern für Druckformen durch punktweise lichtelektrische Abtastung der Bildvorlage
Anmelder:
Deutsche Gesellschaft für Forschung
im graphischen Gewerbe E. V.,
München 13, Bamberger Haus
im graphischen Gewerbe E. V.,
München 13, Bamberger Haus
Rudolf Prochnow, Darmstadt-Eberstadt,
und Alfred Hickethier, Hannover,
sind als Erfinder genannt worden
und Alfred Hickethier, Hannover,
sind als Erfinder genannt worden
tonvorlage und der Größe der Rasterpunkte angenähert werden und damit die gewünschte Tonwertberichtigung
erreicht wird. Wenn man jedoch die vielfältigen Einflußgrößen berücksichtigt, die auf die
Verstärker einwirken, so erkennt man, daß einfache Entzerrerschaltungen in einem Röhrenverstärker nicht
ausreichen, wenn man das Verhältnis des von der Vorlage aufgenommenen Fotostromes vom abgebenden
Steuerstrom für die Erzeugung des gerasterten Bildes abhängig vom Fotostrom veränderbar machen
will, da sich dies nur im nichtlinearen Teil der Kennlinienfeldes der Verstärkerröhren erreichen läßt und
Röhren mit entsprechendem Kennlinienverlauf erfordert. Auch sind in der Verstärkerschaltung die
notwendigen Einstellmittel vorzusehen, deren Bedienung ausgebildete Fachkräfte erfordert, da die Einstellung
nach entsprechenden Eichkurven vorgenommen werden muß.
Durch die Erfindung werden diese Schwierigkeiten vermieden, da mit den üblichen Verstärkerschaltungen
gearbeitet werden kann und keinerlei Einstellungen an den Verstärkern für die Tonwertberichtigung
vorgenommen werden müssen. Die Erfindung ermöglicht zwischen den Tonwerten der Bildvorlage und
den Tonwerten des gerasterten Bildes eine Gradationswandlung, die den jeweiligen drucktechnischen Erfordernissen
und der jeweiligen Bildvorlage leicht angepaßt werden kann.
Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch, daß die Einrichtung zur Tonwertberichtigung aus
einer Braunschen Röhre besteht, deren Elektronenstrahl in der F-Achse durch den bei der punktweisen
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Abtastung erzeugten Fotostrom und in der X-Achse durch eine im Takt der Abtastung oder höheren Frequenz
erzeugten Sägezahnspannung abgelenkt wird und deren auf eine Fotozelle einwirkender Leuchtschirm
mit einem die Tonwertberichtigung, d. h. den funktionellen Zusammenhang zwischen Fotostrom der
Bildvorlage und Steuerstrom des gerasterten Bildes bestimmenden Kurvenzug versehen ist, durch den in
der Fotozelle beim Durchtritt des im Abstand Y gezogenen Leuchtstriches ein Signalimpuls entsteht,
dem ein durch den Kurvenzug bestimmter Momentanwert der Sägezahnspannung entspricht, der die
Größe der zu registrierenden Rasterpunkte durch ein Spiegelgalvanometer steuert, das im Takt der Rasterfrequenz
beleuchtet wird und den Lichtstrahl durch eine optische Blende für fotografische Registrierung
je nach seiner Auslenkung mehr oder weniger auf den Registrierfilm fallen laßt.
Auf diese Weise läßt sich jede Abhängigkeit brochen. Diese Unterbrechung des Leuchtstriches LS
wird durch den Kurvenzug K herbeigeführt, der der gewünschten Abhängigkeit von Vorlage und Rasterbild
entspricht.
Je nach dem Ort der Abdeckung des Leuchtstriches ändert daher der über die Fotozelle FII
nach entsprechender Verstärkung gegebene Spannungsimpuls seine zeitliche Lage zum Einsatzpunkt
des Sägezahns. In einer geeigneten Schaltung, die in Fig. 1 im Blockbild A angedeutet und an Hand der
Fig. 2 näher beschrieben wird, läßt sich aus der veränderlichen zeitlichen Lage dieses Impulses ein Strom
herleiten, der die Größe der mechanisch oder optisch zu registrierenden Rasterpunkte steuert. Es ist daher
möglich, die X-Achse der Braunschen Röhre nach der Größe der erzeugten Rasterpunkte zu eichen. Je nach
dem Verlauf der Kurve K auf dem Leuchtschirm ändert der Rasterpunkt seine Größe vom kleinsten bis
zum größten Wert. Durch die Kurve K wird unter
zwischen Bildvorlage und gerastertem Bild erzeugen, 20 Mitwirkung der Fotozelle FII und der
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wobei die den funktionellen Zusammenhang darstellende Kurve, die auf dem Bildschirm der Braunschen
Röhre leicht angebracht werden kann, beliebig Krümmungen, Wendepunkte und Unstetigkeiten aufweisen
kann.
Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Fig. 1 zeigt ein Blockschema der Anordnung; Fig. 2 zeigt schematisch ein Schaltbild der die
Gradationswandlung herbeiführenden Einrichtungen;
Fig. 3 zeigt den Leuchtschirm der Braunschen Röhre mit dem die Gradationswandlung bestimmenden
Kurvenzug.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist die Halbtonvorlage 1
in üblicher Weise auf eine drehbare und axial verschiebliche Trommel 2 aufgespannt, die über ein nicht
gezeigtes Triebwerk von dem Motor 3 angetrieben wird. Die Trommel 2 trägt gleichzeitig den Registrierfilm
4, auf dem das gerasterte Bild aufgezeichnet werden soll. Bildvorlage 1 und Registrierfilm 4
werden daher gleichlaufend punktweise fortbewegt. Selbstverständlich können die Vorlage 1 und der Registrierfilm
4 auch plan auf einen für die punktweise Abtastung in geeigneter Weise angetriebenen Schlitten
aufgespannt werden. Von der Abtastlampe 5 wird ein Lichtstrahl über den Spiegel 6 durch die Vorlage
1 über die Abtastoptik 8 auf die Fotozelle FI
geworfen, in der ein dem jeweiligen Schwärzungswert
der Vorlage 1 entsprechender Fotostrom entsteht, der über den Verstärker V eine dem Fotostrom verhältnisgleiche
Spannung an das F-Plattenpaar einer Braunschen Röhre Br legt. Das andere Plattenpaar
der Braunschen Röhre (X-Achse) erhält eine periodische sägezahnförmige Spannung, die in einem bekannten
Sägezahngenerator SG erzeugt wird. Die Frequenz der Sägezahnspannung ist so gewählt, daß
sie über der höchsten Frequenzkomponente der Fotozellensignalspannung liegt.
Auf dem Schirm der Braunschen Röhre Br wird daher ein Leuchtstrich gezogen, der mit LS bezeichnet
ist und dessen Auslenkung in der F-Achse z. B·. dem Logarithmus des jeweiligen Fotozellenstromes
entspricht. Die Y-Achse kann daher in Schwärzungswerte der Vorlage geeicht werden. Gegenüber der
Schirmfläche 6* der Braunschen Röhre ist eine weitere
Fotozelle FII angeordnet, die ihre Belichtung von der
Braunschen Röhre erhält. Unterbricht man den Leuchtstrich LS auf der Braunschen Röhre an beliebiger
Stelle, so wird der Fotostrom der Fotozelle .PII später beschriebenen
Demodulationsschaltung ein definierter Zusammenhang zwischen den Schwärzungen der Vorlage
(F-Achse) und der Größe der aufgezeichneten Rasterpunkte (X-Achse) hergestellt. Da man den
Linienzug der Kurve K in den genannten Koordinaten beliebig, z. B-. auch unstetig, ziehen kann, läßt sich
durch diese Anordnung jede beliebige Gradationsumwandlung erreichen. Der funktionell Zusammenhang
zwischen den Schwärzungswerten der Vorlage
und der Größe der Rasterpunkte auf dem gerasterten Bild kann daher ausschließlich nach den drucktechnischen
und reproduktionstechnischen Erfordernissen beliebig gewählt werden und ist nicht durch die beschränkte
Anpassungsfähigkeit des Amplitudenganges üblicher Verstärker eingeengt. Der durch die Gradationsumwandlung
in der Auswertungsschaltung A erhaltene Steuerstrom zur Erzeugung der Rasterpunkte
beeinflußt das Spiegelgalvanometer Spg, das im Takt der durch den Kontaktgeber Kg bestimmten Rasterfrequenz
durch die Registrierlampe 9 beleuchtet wird und je nach der Auslenkung des Galvanometerspiegels
den Lichtstrahl durch die Registrieroptik 10 auf den Registrierfilm 4 wirft. In der Registrieroptik 10 sind
geeignete Blenden vorgesehen, durch die je nach der Ablenkung des Galvanometerspiegels der auf den Registrierfilm
fallende Lichtstrahl mehr oder weniger abgedeckt wird und dementsprechend sich die Größe
des Rasterpunktes ändert.
An Hand der Fig. 2 ist die bei A in Fig. 1 angedeutete Auswertungsschaltung nachstehend näher
beschrieben. Wie bereits erwähnt, wird die konstante Beleuchtung der Fotozelle FlI durch die Abdeckung
des Leuchtstriches auf der Braunschen Röhre entsprechend dem Gang der Umwertungsfunktion impulsmäßig
im Rhythmus der X-Ablenkfrequenz unterbrochen. Als Fotozelle FII ist ein Foto-Sekundäremissions-Vervielf
acher verwendeten dessen Anodenwiderstand R1 ein positiver Impuls entsteht, der
bei e angedeutet ist und auf den von der Röhre Röl gebildeten Kathodenverstärker einwirkt, so daß an
dessen Ausgangswiderstand RI ebenfalls ein positiver Impuls e' entsteht. Der Quellwiderstand ist jedoch
wesentlich niedriger als der Anodenwiderstand der Fotozelle FII. Der am Kathodenverstärker Röl
erzeugte Signalimpuls steuert nun einen Sperrschwinger, der von der Röhre Rö3 und den Schwingkreisspulen
W gebildet ist und im Ruhezustand durch eine hohe negative Gittervorspannung Ug gesperrt ist.
Beim Eintreffen eines Signalimpulses gibt der Sperr-
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impulsmäßig im Rhythmus der Ablenkung unter- 70 schwinger einen kräftigen Impuls an die aus den
Röhren Rö4 bis Rö7 gebildete Diodenschaltbrücke
ab. Durch die Zwischenschaltung des Sperrschwingers wird erreicht, daß die Steuerung der Rasterpunkte
weitgehend unabhängig von der Amplitude des Signalimpulses wird, so daß eine veränderliche Empfindlichkeit
der Fotozelle FII, Helligkeitsschwankungen der Braunschen Röhre u. dgl. keinen Einfluß auf
die Steuerung haben. Neben dem Signalimpuls vom Sperrschwinger wird der Diodenschaltbrücke eine
Sägezahnspannung geeigneter Amplitude zugeführt, die aus der X-Ablenkspannung der Braunschen Röhre
erhalten wird.
Die Steuerimpulse vom Sperrschwinger erzeugen am Kondensator Cl eine Spannung, die die Diodenschaltbrücke
während der Impulszwischenräume sperrt. Nur während der Impulsdauer wird die Brücke leitend, und der Kondensator C2 nimmt den
Momentanwert e" der Sägezahnspannung an, der dem zeitlichen Abstand des Signalimpulses vom Einsatzpunkt
des Sägezahns entspricht, wobei die vom Sägezahngenerator SG erzeugte Sägezahnspannung
über die Röhre Rö2 an die Diodenbrücke i?ö4 bis
Rö7 geschaltet ist. Die Spannung am Kondensator C 2
ist abhängig von der Phasenlage des Schaltimpulses zum Sägezahn. Die Spannung am Kondensator C2
folgt jeder Phasenänderung äußerst schnell und mit großer Genauigkeit. Die Ausgangsspannung am
Kondensator C 2 steuert schließlich eine Endröhre Rö8, in deren Anodenkreis das Steuerelement für
die Punktgröße eingeschaltet ist und, wie in Fig. 1 dargestellt ist, aus dem Spiegelgalvanometer Spg
besteht. Es ist auch denkbar, in etwas abgewandelter Schaltung einen Gravierstichel für mechanische Aufzeichnung
durch das Steuerelement zu betreiben. Der Steuerbereich der Endröhre Rö8 wird durch
einen Gegenkopplungswiderstand und durch die Amplitude der Sägezahnspannung entsprechend eingestellt.
Der Nullpunkt ist durch die Nullage der Sägezahnspannung bestimmt, die durch geeignete Potentialverschiebung
der Kathode der Röhre Rö3 erzeugt wird.
Um den Zusammenhang zwischen der die Gradationsumwandlung bestimmenden Kurve K auf den
Leuchtschirm der Braunschen Röhre und der in Verbindung mit der Sägezahnspannung erzeugten Spannungswerte
an den für die Schaltung charakteristischen Punkten zu verdeutlichen, dient die Fig. 3. Die
die Umwertung herbeiführende Kurve ist auch hier mit K bezeichnet, und es sind zwei Leuchtstriche LS1
und LS 2 auf dem Leuchtschirm S dargestellt. Unterhalb des Leuchtschirmes sind die als Ablenkspannung
wirkende Sägezahnspannung und die von den Leuchtstrichen LSI und LS2 beim Durchtritt durch die
Kurve K erzeugten Signalimpuls e angedeutet, denen die entsprechenden Momentanwerte e" der Sägezahnspannung
zugeordnet sind, die an der Diodenschaltbrücke wirksam werden, so daß diese Spannungswerte am Kondensator C 2 auftreten und entsprechend
den Kondensator aufladen.
Erwähnt sei, daß sich bei der beschriebenen An-Ordnung noch eine Anzahl Abwandlungen durchführen
lassen. Man kann z. B. die F-Achse der Braunschen Röhre so eichen, daß der Bereich der erfahrungsgemäß
wichtigsten Schwärzungen der Vorlage besonders weit auseinandergezogen wird. Zu diesem
Zweck wird man dem Vorverstärker V in Fig. 1 nicht einen logarithmischen Gang geben, sondern z. B. eine
Kombination aus logarithmischer und linearer Abhängigkeit. Die gleiche Möglichkeit besteht für die
Eichung der Punktgrößen auf der X-Achse. Hierzu kann man der Diodenschaltbrücke über Rö2 statt des
linearen Sägezahnes einen solchen mit geeignet gekrümmtem Anstieg oder Abfall zuführen.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Umwertungsfunktion auf der Schirmfläche der Braunschen
Röhre als undurchsichtiger Linienzug K eingezeichnet. Die Schaltung kann durch geringfügige
Abwandlungen so geändert werden, daß die Umwertungsfunktion als Randkurve einer undurchsichtigen
Maske ausgeschnitten wird, die in der gewünschten Weise mit der Schirmfläche der Braunschen
Röhre zur Deckung gebracht wird. Statt der fotoelektrischen Abtastung der Braunschen Röhre ist es auch
denkbar, den Kurvenzug K mit leitfähiger Tinte auf den Schirm der Braunschen Röhre zu zeichnen und
den Auswertungsimpuls direkt durch Influenz vom Elektronenstrahl zu erzeugen. Ferner ist es möglich,
die Funktionskurve K auch im Innern der Braunschen Röhre auf einer Fangplatte aufzutragen, so daß
die Anordnung dann nach Art eines Elektronenstrahlschalters wirkt. Das Anbringen der Funktionskurve
auf dem Leuchtschirm außerhalb der Röhre hat jedoch den Vorteil, daß die Funktionskurve leichter geändert
werden kann, wenn man z. B. die Funktionskurve auf einem durchsichtigen Blatt aufzeichnet, das auf die
Schirmfläche aufgeklebt werden kann.
Claims (12)
1. Anordnung zur Herstellung von gerasterten Bildern für Druckformen durch punktweise lichtelektrische
Abtastung der Bildvorlage unter Tonwertberichtigung, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zur Tonwertberichtigung aus einer Braunschen Röhre (Br) besteht, deren Elektronenstrahl
in der F-Achse durch den bei der punktweisen Abtastung erzeugten Fotostrom und
in der X-Achse durch eine im Takt der Abtastung oder höheren Frequenz erzeugten Sägezahnspannung
abgelenkt wird und deren auf eine Fotozelle (FII) einwirkender Leuchtschirm (S) mit einem
die Tonwertberichtigung, d. h. den funktionellen Zusammenhang zwischen Fotostrom der Bildvorlage
und Steuerstrom des gerasterten Bildes bestimmenden Kurvenzug (K) versehen ist, durch
den in der Fotozelle (F II) beim Durchtritt des im Abstand Y gezogenen Leuchtstriches (LS)
ein Signalimpuls entsteht, dem ein durch den Kurvenzug (K) bestimmter Momentanwert der
Sägezahnspannung entspricht, der die Größe der zu registrierenden Rasterpunkte durch ein Spiegelgalvanometer
(Spg) steuert, das im Takt der Rasterfrequenz beleuchtet wird und den Lichtstrahl
durch eine optische Blende für fotografische Registrierung je nach seiner Auslenkung
mehr oder weniger auf den Registrierfilm (4) fallen läßt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Anodenwiderstand der
Fotozelle (FII) abgenommene Signalimpuls (e) über einen Kathodenverstärker (Röl) auf einen
Sperrschwinger (Sp) Rö3 gegeben wird, der im Ruhezustand durch eine hohe negative Gittervorspannung
gesperrt ist und beim Eintreffen des Signalimpulses einen Impuls an eine Diodenschaltbrücke
(RÖ4 bis Rö7) legt, die während der
Dauer dieses Impulses leitend wird und damit den Momentanwert (e") der an die Diodenbrücke geschalteten
Sägezahnspannung an einen eine End-
röhre (Rö 8) steuernden Kondensator (C 2) legt,
in deren Anodenkreis das Steuerelement (Spg) für die Punktgröße des Rasters eingeschaltet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerbereich der Endröhre
(RöS) einstellbar ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Registrierfilm (4) und
die Bildvorlage (1) im Registriertakt gleichzeitig fortgeschaltet werden und ihr Antrieb einen den
Registriertakt steuernden Kontaktgeber (Kg) antreibt.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die F-Achse der Braunschen
Röhre in Schwärzungswerte der Bildvorlage und die X-Achse der Braunschen Röhre nach der
Größe der zu erzeugenden Rasterpunkte geeicht ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurvenzug (K) auf dem
Leuchtschirm (S) als undurchsichtiger Linienzug aufgezeichnet ist.
7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurvenzug (K) auf dem
Leuchtschirm leicht auswechselbar angeordnet ist.
8. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurvenzug (K) aus
einer undurchsichtigen Maske ausgeschnitten ist, durch die die Schirmfiäche der Braunschen Röhre
abgedeckt ist.
9. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurvenzug (K) mit leitfähiger
Tinte auf dem Leuchtschirm der Braunschen Röhre aufgezeichnet ist und der Auswertungsimpumls
unmittelbar durch Influenz vom Elektronenstrahl erzeugt wird.
10. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurvenzug (K) im Innern
der Braunschen Röhre auf einer Fangplatte aufgetragen ist, die dann nach Art eines Elektronenstrahlschalters
wirkt.
11. Anordnung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die F-Achse der Braunschen
Röhre so geeicht ist, daß der Bereich der erfahrungsgemäß wichtigsten Schwärzungen der
Bildvorlage auseinandergezogen ist und für die F-Ablenkung ein Vorverstärker verwendet ist,
der eine logarithmische und lineare Abhängigkeit vom abgetasteten Fotostrom aufweist.
12. Anordnung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die X-Achse so geeicht
ist, daß der Bereich bestimmter Punktgrößen auseinandergezogen ist und für die Steuerung der
Diodenschaltbrücke eine Sägezahnspannung mit gekrümmtem Anstieg oder Abfall verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift: Der Polygraph, Frankfurt/M., 1955, S. 659, rechte Spalte.
Zeitschrift: Der Polygraph, Frankfurt/M., 1955, S. 659, rechte Spalte.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (2)
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| DE1135295B (de) * | 1957-03-11 | 1962-08-23 | J F Crosfield Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Reproduktion farbiger Originale |
| DE2623728A1 (de) * | 1975-05-27 | 1976-12-09 | Monotype Corp Ltd | Optische abtastvorrichtung |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
0
- DE DENDAT1006261D patent/DE1006261B/de active Pending
-
1955
- 1955-12-08 DE DED21885A patent/DE1015684B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
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|---|
| None * |
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|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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