DE1267741B - Klemme mit paarweise angeordneten Kontaktorganen - Google Patents
Klemme mit paarweise angeordneten KontaktorganenInfo
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Description
- Klemme mit paarweise angeordneten Kontaktorganen Die Erfindung betrifft eine Klemme mit paarweise angeordneten Kontaktorganen und einem zwischen den Kontaktorganen verschiebbar angeordneten keilförmigen Klemmkörper zum Anpressen der Adern an die Kontaktorgane für vorzugsweise kunststoffisolierte elektrische Leiter, in welcher der isolierte Leiter (Ader) ohne vorhergehende Entfernung der Isolierung kontaktgebend festklemmbar ist, insbesondere eine Meßklemme für den Anschluß oder für die Verbindung der Adern von Fernmeldekabeln. Es sind Klemmen für den Anschluß kunststoffisolierter Leiter bekannt, bei denen die leitende Verbindung mittels die Isolierung durchdringender Kontaktorgane erfolgt. Die Kontaktorgane bestehen z. B. aus geschlitzten Blechteilen, in deren Schlitze die Adern eingezogen werden. Zum Anschließen von Adern werden auch Klemmen benutzt, bei denen die Adern in eine Spalte zwischen den Klemmflächen von Klemmkörpern eingebracht und die Isolierung des Leiters unter dem Druck der Klemmkörper seitlich vom Leiter weggequetscht wird. Darüber hinaus ist aus der deutschen Auslegeschrift 1199 840 eine Geräteklemme mit einem keilförmigen Klemmkörper bekannt, durch den gleichzeitig zwei Drähte eingeklemmt werden. Die Klemmwirkung wird hierbei jedoch durch eine unter Vorspannung stehende Feder hervorgerufen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemme, die mit einem einzigen Klemmkörper das Einklemmen und elektrische Anschließen von Aderpaaren gestattet, leichter als bisher bedienbar auszubilden. Diese Aufgabe wird bei der Klemme nach der Erfindung durch die Verwendung eines steuerbaren, mechanisch auf den Klemmkörper wirkenden Betätigungsorgans gelöst. Den Klemmkörper kann man vorteilhafterweise mit einem pneumatisch wirkenden Betätigungsorgan verbinden, z. B. mit einem Kolben, der, innerhalb eines Zylinders mittels Druckluft betätigt, den Klemmkörper von seiner Ruhestellung in seine Klemmstellung bringt. Der Klemmkörper kann auch mit einem elektrisch wirksamen Betätigungsorgan verbunden werden. Die Klemme nach der Erfindung weist vorteilhafterweise eine Taste auf, welche die Funktion des Betätigungsorgans auslöst. Während man nun den Klemmvorgang individuell nach dem Einführen der anzuschaltenden Adern mittels eines praktisch kraftlos zu bedienenden Schalters, z. B. eines Tastendruckes, einleiten wird, kann man die zur Verschiebung des Klemmkörpers in seine Funktionsstellung erforderliche Kraft aus diesen Betätigungsorganen gewinnen. Dadurch wird der Klemmdruck und damit der Kontaktdruck für alle F Klemmen unter Einhaltung eines bestimmten Mindestdruckes gleich groß; daraus ergibt sich die Gewähr, daß jede Leiterisolierung mit Sicherheit durchdrungen wird. Sind z. B. Messungen an Kabeln beendet, können über die pneumatisch oder elektrisch steuerbaren Betätigungsorgane alle Adern in ihren Klemmsitzen freigegeben werden; man kann so z. B. ein vielpaariges Kabel ohne besonderen Aufwand lediglich nach Bedienung eines Steuerknopfes von den Meßanschlüssen abnehmen. Die Anordnung der Klemmen kann in Vierergruppen, reihenweise, in Kreissegmenten oder gruppiert nach besonderen Kabelaufbauten erfolgen.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den F i g. 1, 2 und 3 ist eine Klemme sowohl in Seiten- und Vorderansicht als auch in Draufsicht dargestellt. Die Klemme besteht aus dem Klemmengehäuse 1, den Kontaktorganen 2 und 3 sowie dem keilförmigen Klemmkörper 4, der zwischen den Kontaktorganen 2 und 3 schiebbar gelagert ist. Die Kontaktorgane 2 und 3 sind mit Zähnen 5 versehen, deren Schneiden in einer Fläche etwa parallel zu den Klemmflächen des keilförmigen Klemmkörpers 4 liegen. Das Klemmengehäuse 1 enthält eine Adereinführungsöffnung 6. Der in F i g. 1 in Ruhestellung gezeigte keilförmige Klemmkörper 4 weist einen Ansatz 7 auf, der das Anliegen der Stirnfläche einer eingeführten Ader ermöglicht. Das Klemmengehäuse 1 ist vorteilhafterweise aus zwei gleichen Halbschalen gebildet, wie dies insbesondere aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich ist. An dem keilförmigen Klemmkörper 4 ist ein Betätigungsknopf 8 angeordnet, der zur Einleitung des Klemmvorganges dient. Der Klemmkörper 4 ist noch mit einem Kolben 9 verbunden, der in einem nicht dar-" gestellten Zylinder untergebracht zur pneumatischen Betätigung des Klemmkörpers 4 dient. Die F i g. 2 und 3 zeigen die doppelte Anordnung von Klemmengehäusen 1 und damit ein Beispiel für eine Viererklemme.
- In der F i g. 4 ist gezeigt, wie die Adern 10 in das Klemmengehäuse 1 eingeführt werden. F i g. 5 zeigt die Zuführung von vier Adern 10 zu einer Viererklemme. F i g. 6 läßt den Aufbau einer Kabelanschlußeinheit erkennen. Diese besteht aus den Klemmengehäusen 1, der Steuerplatte 1 mit den Drucklufteinrichtungen zur Betätigung der Kolben 9 sowie mit elektrischen Steuereinrichtungen 12 zur Steuerung der pneumatischen Organe. Die Verteilung der Klemmengehäuse 1 auf einem Anschlußfeld 13 für die automatische Kabelprüfung ist in F i g. 7 dargestellt.
- Man kann die kontaktgebende Seite der Kontaktorgane mit ihren Zähnen, Schneiden od. dgl. vorteilhafterweise auch so anordnen bzw. ausbilden, daß die Schneiden od. dgl. an der dem Aderende zu gelegenen Seite näher an die Flächen des keilförmigen Klemmkörpers heranreichen als diejenigen an der zur ankommenden Ader gelegenen Seite. Es wird so erreicht, daß der Kontaktdruck am Aderende am größten ist. Da der keilförmige Klemmkörper zwischen zwei Kontaktorganen gelagert ist und sich so beim Einklemmen von Adern gleichzeitig gegen beide Kontaktorgane abstützen kann, brauchen die Betätigungsorgane des Klemmkörpers keine Klemmkräfte aufzunehmen. Der als Schieber ausgebildete Klemmkörper kann daher in seiner Lagerung mit Spiel gehaltert werden; Unterschiede der Durchmesser von zwei eingeführten Adern können so leicht ausgeglichen werden. Die keilförmige Ausbildung des Klemmkörpers ruft beim Einklemmen der Adern nicht nur eine schneidende, sondern auch eine schiebende Wirkung beim Durchdringen der Isolierung hervor; die Aderisolierung wird dadurch auch bei zähen Isolierstoffen mit Sicherheit durchdrungen. Die Klemme, bestehend aus den paarweise angeordneten Kontaktorganen und dem dazwischenliegenden keilförmigen Klemmkörper, kann sehr flach ausgebildet werden; dieses konstruktive Merkmal ermöglicht eine ziemlich gedrängte Anordnung von Klemmen, ein Vorteil, der sich insbesondere beim Anschluß vielpaariger Fernmeldekabel bemerkbar macht. Die Klemmen können vorteilhafterweise gruppenweise angeordnet werden, z. B. entsprechend dem Aufbau von Fernmeldekabeln. In vorteilhafter Weise können in dem Raum zwischen den beiden Kontaktorganen Kontroll-Leuchten eingebaut werden, die beispielsweise aufleuchten, sobald eine der Adern keinen Kontakt mit dem Kontaktorgan aufweist.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Klemme mit paarweise angeordneten Kontaktorganen und einem zwischen den Kontaktorganen verschiebbar angeordneten keilförmigen Klemmkörper zum Anpressen der Adern an die Kontaktorgane für vorzugsweise mit Kunststoff isolierte elektrische Leiter, in welcher der isolierte Leiter ohne vorherige Entfernung der Isolierung kontaktgebend festklemmbar ist, insbesondere Meßklemme für den Anschluß oder für die Verbindung der Adern von Fernmeldekabeln, g e -kennzeichnet durch ein steuerbares, mechanisch auf den Klemmkörper wirkendes Betätigungsorgan.
- 2. Klemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der keilförmige Klemmkörper mit einem pneumatisch steuerbaren Betätigungsorgan verbunden ist.
- 3. Klemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der keilförmige Klemmkörper mit einem elektrisch steuerbaren Betätigungsorgan verbunden ist.
- 4. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kontaktgebende Seite der Kontaktorgane so gelagert bzw. ausgebildet ist, daß die Kanten der Schneiden od. dgl. der Kontaktorgane an der dem Aderende zu gelegenen Seite näher an die Flächen des keilförmigen Körpers heranreichen als diejenigen an der der ankommenden Ader zu gelegenen Seite.
- 5. Klemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Anordnung der Kontaktorgane in Vierergruppen od. dgl. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1199 840, 1078 204, 1223 009; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1812 278.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19661267741 DE1267741B (de) | 1966-12-23 | 1966-12-23 | Klemme mit paarweise angeordneten Kontaktorganen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19661267741 DE1267741B (de) | 1966-12-23 | 1966-12-23 | Klemme mit paarweise angeordneten Kontaktorganen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1267741B true DE1267741B (de) | 1968-05-09 |
Family
ID=5659574
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19661267741 Pending DE1267741B (de) | 1966-12-23 | 1966-12-23 | Klemme mit paarweise angeordneten Kontaktorganen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1267741B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078204B (de) * | 1952-02-22 | 1960-03-24 | Friedrich Wieland Dipl Ing Dr | Klemme |
| DE1812278U (de) * | 1960-03-02 | 1960-06-02 | Anton Kathrein Aelteste Spezia | Anschlussklemmeinrichtung fuer zweiadrige antennen-, band- und schlauchleitungen. |
| DE1199840B (de) * | 1962-07-14 | 1965-09-02 | Hochkoepper & Co P | Geraeteklemme |
| DE1223009B (de) * | 1963-10-11 | 1966-08-18 | Pfisterer Karl | Abzweigklemme zum Verbinden einzelner isolierter Adern eines Mehrleiterkabels mit abisolierten Abzweigleitern |
-
1966
- 1966-12-23 DE DE19661267741 patent/DE1267741B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078204B (de) * | 1952-02-22 | 1960-03-24 | Friedrich Wieland Dipl Ing Dr | Klemme |
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| DE1223009B (de) * | 1963-10-11 | 1966-08-18 | Pfisterer Karl | Abzweigklemme zum Verbinden einzelner isolierter Adern eines Mehrleiterkabels mit abisolierten Abzweigleitern |
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|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |