DE1267475B - Anordnung bei Drehtrommeln zur Herbeifuehrung einer Gleitbewegung von Laufrollen gegenueber Laufringen - Google Patents
Anordnung bei Drehtrommeln zur Herbeifuehrung einer Gleitbewegung von Laufrollen gegenueber LaufringenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
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- F16C13/02—Bearings
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Description
- Anordnung bei Drehtrommeln zur Herbeiführung einer Gleitbewegung von Laufrollen gegenüber Laufringen Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung bei Drehtrommeln, insbesondere Drehrohröfen, zur Herbeiführung einer Gleitbewegung von lose drehbar gelagerten Laufrollen gegenüber am Umfang der in Längsrichtung festgehaltenen Drehtrommel angeordneten Laufringen, zum Schutz gegen lokale Oberflächenschäden, insbesondere Rillenbildung, an den Laufflächen der Laufringe und Laufrollen.
- Drehtrommeln, wie beispielsweise Drehrohröfen, Trocken-, Misch-, Vorwärm- oder Kühltrommeln, sind an ihrem Umfang vielfach mit Laufringen versehen, die sich auf lose drehbar gelagerten Laufrollen (Tragrollen) abstützen. Die durch das Eigengewicht der Trommeln und das Gewicht des darin befindlichen Gutes bedingten großen Kräfte verursachen an den Berührungsflächen der Laufringe und Laufrollen außerordentlich hohe Flächenpressungen, die leicht zu Oberflächenschäden, insbesondere zu Pittings- und Rillenbildung führen.
- Um diese Oberflächenschäden und ein dadurch erforderliches vorzeitiges Auswechseln der Laufringe und Laufrollen zu vermeiden, ist es bekannt, die Drehtrommel in Längsrichtung gegenüber den ortsfest angeordneten Laufrollen zu verschieben. Durch die gleitende Bewegung der Laufflächen von Laufringen und Laufrollen werden Unebenheiten geglättet, wobei zugleich die Oberfläche in gewissem Sinne vergütet wird.
- Die Längsverschiebung einer mit Material gefüllten großen Drehtrommel erfordert jedoch außerordentlich hohe Kräfte und wirft ferner Schwierigkeiten hinsichtlich des Abdichtens der Trommelenden auf.
- Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es bereits bekannt, die Drehtrommel in Längsrichtung festzuhalten und eine Gleitbewegung zwischen den Laufrollen und den Laufringen dadurch herbeizuführen, daß je zwei Laufrollen auf einer gemeinsamen Grundplatte angeordnet werden und diese Grundplatte um eine senkrechte Achse hin- und hergeschwenkt wird.
- Auch diese Lösung ist jedoch noch mit wesentlichen Nachteilen behaftet. Da außer den Laufrollen auch deren Lager sowie die gemeinsame Grundplatte mitgeschwenkt werden, müssen bei der hin- und hergehenden Schwenkbewegung laufend verhältnismäßig große Massen beschleunigt und abgebremst werden. Da ferner der Antrieb für die Schwenkbewegung neben der Grundplatte angeordnet werden muß, ergibt sich ein unerwünscht großer Raumbedarf der ganzen Anordnung.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung dieser Mängel eine Anordnung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß nur besonders kleine Massen bewegt werden müssen und sich für den ganzen Antrieb ein sehr geringer Raumbedarf ergibt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Achswellenenden der Laufrollen als Druckkolben und die Lager der Laufrollen als Druckräume ausgebildet sind, die einen Ein- und Auslaß für ein zur Axialverschiebung der Laufrollen dienendes hydraulisches oder pneumatisches Druckmittel aufweisen.
- Bei der erfindungsgemäßen Anordnung werden somit lediglich die Elemente, nämlich die Laufrollen selbst, bewegt, die gegenüber den Laufringen der Drehtrommel eine Gleitbewegung ausführen sollen. Die Lager sowie eine zur Abstützung der Lager etwa vorgesehene Grundplatte stehen dagegen still. Die Ausbildung der Achswellenenden der Laufrollen als Druckkolben und der Laufrollenlager als Druckräume führt ferner zu einem außerordentlich gedrängten räumlichen Aufbau. Die unmittelbare Kraftübertragung vom hydraulischen oder pneumatischen Druckmittel auf die Laufrollen ergibt ferner durch die Vermeidung von Reibungsverlusten in Zwischengliedern einen besonders hohen Wirkungsgrad.
- Diese und weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles hervor. Die Zeichnung zeigt eine ganz schematisch gehaltene Ansicht einer Laufrollenstation mit den zugehörigen Einrichtungen zur Herbeiführung einer Gleitbewegung zwischen dem Laufring und den Laufrollen.
- Der gestrichelt angedeutete Laufring 1, der am Umfang der nicht dargestellten Drehtrommel angebracht ist, stützt sich auf zwei Laufrollen 2, 3 ab, die in Lagern 4, 5 bzw. 6, 7 lose drehbar gelagert sind. Die Lager 4 bis 7 bilden dabei Druckräume 4a, 5a, 6a, 7a, in denen die als Druckkolben wirkenden Achswellenenden 2 a, 2 b bzw. 3 a, 3 b der Laufrollen 2, 3 verschiebbar sind.
- Die Druckräume 4 a, 5 a, 6 a und 7 a sind über Leitungen 8 bzw. 9 an einen Druckmittelverteiler 10 angeschlossen, der einen Schieber 11 enthält. Dieser Schieber 11 weist vier Ringkanäle 11 a, 11 b 11 c und 11d auf, die je nach der Schieberstellung die Druckmittelanschlußleitungen 12, 13 mit den Leitungen 8 bzw. 9 verbinden.
- Die Steuerung des Schiebers 11 erfolgt durch zwei Magnetspulen 14, 15, die in je einem Stromkreis liegen, der einen durch einen Stößel 16 a bzw. 17 a betätigbaren Endschalter 16 bzw. 17 enthält.
- Die Wirkungsweise der dargestellten Anordnung ist folgendermaßen: Die Laufrollen 2 und 3 werden in Achsrichtung, d. h. in Längsrichtung der Drehtrommel, hin und her verschoben, um eine Rillenbildung oder sonstige Oberflächenschäden an den Laufflächen von Laufring 1 und Laufrollen 2, 3 zu vermeiden. Die einander zugeordneten Laufrollen 2 und 3 werden dabei jeweils gegensinnig verschoben, so daß sich die bei dieser Bewegung durch Reibungswirkung auf den Laufring 1 und damit auf die Drehtrommel ausgeübten Axialkräfte gegenseitig etwa aufheben.
- Befinden sich die Laufrollen 2 und 3 sowie der Schieber 11 des Druckmittelverteilers 10 in der in der Zeichnung veranschaulichten Lage, so hat das in Richtung des Pfeiles 18 über die Leitung 13, die Ringnut 11 c des Schiebers 11 und die Leitung 8 den Druckräumen 4 a bzw. 7 a zugeführte Druckmittel soeben die Laufrolle 2 nach rechts und die Laufrolle 3 nach links verschoben. Das in den Druckräumen 5a und 6a vorhandene Druckmittel ist dabei über die Leitung 9, die Ringnut 11 a des Schiebers 11 und die Leitung 12 in Richtung des Pfeiles 19 abgeströmt.
- Bei Erreichen der in der Zeichnung dargestellten Endlage betätigt die Laufrolle 3 über den Stößel 16 a den Endschalter 16, so daß die Magnetspule 14 Strom erhält und den Schieber 11 nach links zieht. Nunmehr wird das Druckmittel aus der Leitung 13 über die Ringnut 11 b und die Leitung 9 den Druckräumen 5 a und 6 a zugeführt, so daß die Laufrolle 2 nach links und die Laufrolle 3 nach rechts bewegt wird. Das in den Druckräumen 4 a und 7 a befindliche Druckmittel strömt über die Leitung 8, die Ringnut 11d des Schiebers 11 und die Leitung 12 ab.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Anordnung bei Drehtrommeln, insbesondere Drehrohröfen, zur Herbeiführung einer Gleitbewegung von lose drehbar gelagerten Laufrollen gegenüber am Umfang der in Längsrichtung festgehaltenen Drehtrommel angeordneten Laufringen, zum Schutz gegen lokale Oberflächenschäden, insbesondere Rillenbildung, an den Laufflächen der Laufringe und Laufrollen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Achswellenenden (2 a, 2 b, 3 a, 3 b) der Laufrollen (2, 3) als Druckkolben und die Lager (4 bis 7) der Laufrollen als Druckräume ausgebildet sind, die einen Ein- und Auslaß für ein zur Axialverschiebung der Laufrollen dienendes hydraulisches oder pneumatisches Druckmittel aufweisen.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1 für Drehtrommeln, die an ihrem Umfang einen Zahnkranz tragen, der mit einem Antriebsritzel im Eingriff steht, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Achswellenende des Antriebsritzels als Druckkolben und das Lager des Antriebsritzels als Druckraum mit einem Ein- und Auslaß für das Druckmittel ausgebildet ist.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei einander zugeordnete Laufrollen (2, 3) jeweils im entgegengesetzten Sinn verschiebbar sind.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umsteuerung des die Verschiebung der Laufrollen (2, 3) bzw. des Antriebsritzels bewirkenden Antriebes Schaltelemente (16, 17) vorgesehen sind, die von den Laufrollen bzw. dem Antriebsritzel selbst, vorzugsweise in ihren Endstellungen, betätigt werden.
- 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerböcke der Laufrollen (2, 3) vorzugsweise in Schlittenführungen verschiebbar angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1064 300.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19641267475 DE1267475B (de) | 1964-01-14 | 1964-01-14 | Anordnung bei Drehtrommeln zur Herbeifuehrung einer Gleitbewegung von Laufrollen gegenueber Laufringen |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1267475B true DE1267475B (de) | 1968-05-02 |
Family
ID=5659420
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19641267475 Pending DE1267475B (de) | 1964-01-14 | 1964-01-14 | Anordnung bei Drehtrommeln zur Herbeifuehrung einer Gleitbewegung von Laufrollen gegenueber Laufringen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1267475B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1064300B (de) * | 1958-01-22 | 1959-08-27 | Fellner & Ziegler G M B H | Lagerungsanordnung fuer Drehoefen, Trocken-, Misch-, Vorwaerm-, Kuehltrommeln od. dgl. |
-
1964
- 1964-01-14 DE DE19641267475 patent/DE1267475B/de active Pending
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1064300B (de) * | 1958-01-22 | 1959-08-27 | Fellner & Ziegler G M B H | Lagerungsanordnung fuer Drehoefen, Trocken-, Misch-, Vorwaerm-, Kuehltrommeln od. dgl. |
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