[go: up one dir, main page]

DE1266619B - Klaviertastenmechanik - Google Patents

Klaviertastenmechanik

Info

Publication number
DE1266619B
DE1266619B DER33828A DER0033828A DE1266619B DE 1266619 B DE1266619 B DE 1266619B DE R33828 A DER33828 A DE R33828A DE R0033828 A DER0033828 A DE R0033828A DE 1266619 B DE1266619 B DE 1266619B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hammer
key
foot
felt
stop
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER33828A
Other languages
English (en)
Inventor
Harold B Rhodes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HAROLD B RHODES
Original Assignee
HAROLD B RHODES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HAROLD B RHODES filed Critical HAROLD B RHODES
Priority to DER33828A priority Critical patent/DE1266619B/de
Publication of DE1266619B publication Critical patent/DE1266619B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/16Actions
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D13/00Percussion musical instruments; Details or accessories therefor
    • G10D13/01General design of percussion musical instruments
    • G10D13/08Multi-toned musical instruments with sonorous bars, blocks, forks, gongs, plates, rods or teeth
    • G10D13/09Multi-toned musical instruments with sonorous bars, blocks, forks, gongs, plates, rods or teeth with keyboards

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Klaviertastenmechanik Die Erfindung betrifft eine Klaviertastenmechanik zum Betätigen der Anschlaghammer, bei der das innere Ende der Tasten zwecks Bewegungsübertragung gegen den in einem Trägerteil drehbar gelagerten, an seinem freien Ende den Hammerstiel tragenden Hammerfuß wirkt.
  • Derartige Klaviertastenmechaniken arbeiten in der Weise, daß die angeschlagene Taste den an die Klaviersaiten anschlagenden Hammer anstößt, so daß infolge der übertragenen Bewegungsenergie der Anschlaghammer gegen die Klaviersaite fliegt und dieselbe anschlägt. Hierbei ist es wesentlich, daß der Hammer nicht etwa ungewollterweise einen Doppelanschlag an der Saite ausführt, da ein solcher Doppelanschlag, bedingt durch ein Nachschlagen des einmal angestoßenen Hammers, die Erzeugung von mehr als einem Ton auf Grund eines einzigen Anschlages der Klaviertaste zur Folge hat.
  • Für die Taste selbst muß dabei in irgendwelcher Weise ein Anschlag vorgesehen sein, der eine Weiterbewegung der Taste verhindert, wenn die der Taste erteilte Bewegungsenergie auf den Anschlaghammer übertragen ist und letzterer sich von dem inneren Tastenende abgelöst hat.
  • Als derartige Mittel zur Begrenzung der Tastenbewegung ist es üblich, am Tastaturrahmen einen Anschlagblock vorzusehen, der nach vollem Durchdrücken der Taste das eine Tastenende abfängt und eine Weiterbewegung der Taste unmöglich macht. Der Hammerfuß des Anschlaghammers, der schwenkbar an den Tastaturrahmen angelenkt ist, ist dabei bei älteren vorbekannten Konstruktionen an der Seite, an der das Tastenende anschlägt, gewölbt ausgeführt, damit eine schnelle Beschleunigung, verbunden mit schnellem Abheben des Anschlaghammers von dem anschlagenden inneren Tastenende erfolgt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß auch bei dieser Konstruktion Prellerscheinungen des Anschlaghammers an der angeschlagenen Saite nicht ausgeschlossen sind und es zu einem mehrfachen Anschlagen der Saite kommen kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Prellerscheinungen des Anschlaghammers bei Klaviertastenmechaniken der eingangs genannten Art zu verhindern.
  • Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und erreicht dies durch eine derartige Formgebung des Hammerfußes, daß der nahe der Drehachse des Hammerfußes liegende Teil zur Begrenzung der Tastenbewegung ausgenutzt wird und dadurch zugleich als ein Mittel zur Verhinderung eines Doppelanschlages wirkt. Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst, daß die Unterseite des mit dem Tastenende in Berührung tretenden Hammerfußes ein derartiges Profil aufweist, daß bei Betätigung der Taste der nahe dem Hammerstiel liegende Fußteil die übertragung des Anschlagimpulses bewirkt und der unterhalb der Drehstelle des Hammerfußes liegende Fußteil als Anschlag zur Begrenzung der Tastenbewegung dient.
  • Zweckmäßigerweise ist der nahe der Drehachse des Hammerfußes liegende Teil desselben derart geneigt ausgebildet, daß, wenn die Taste voll durchgedrückt ist, der Hammerkopf im Abstand von der den Ton erzeugenden Saite gehalten wird.
  • Es ist offensichtlich, daß die Erfindung sich nicht nur auf Musikinstrumente mit angeschlagenen Saiten, die beiderends eingespannt sind, bezieht, sondern auch auf Musikinstrumente mit zum Anschlag gebrachten Stäben (Gongstäben) als Schallerzeuger.
  • In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • F i g. 1 ist eine senkrechte Schnittansicht, die ein elektrisches Klavier darstellt, das einen Klavierhammermechanismus nach der Erfindung aufweist, wobei der Hammermechanismus in der Ruhestellung vor dem Anschlagen der Tasten gezeigt ist; F i g. 2 ist eine vergrößerte bruchstückweise Ansicht, die das Hammerelement und den dazugehörigen Kastenteil in den gleichen Stellungen wie in F i g. 1 zeigt; F i g. 3 ist eine der F i g. 2 entsprechende Ansicht, die jedoch die Stellungen der Teile in dem Zeitpunkt zeigt, in dem der Hammer nach dem Anschlagen der Taste an der Vibrationszunge anschlägt; F i g. 4 ist eine Ansicht, die F i g. 2 und 3 entspricht, aber die Stellungen der Teile zeigt, nachdem der Hammer die Vibrationszunge angeschlagen hat und in eine gewünschte Freigabestellung in einem Abstand von der Vibrationszunge zurückgesprungen ist, wobei die Taste in ihrer festgehaltenen Stellung dargestellt ist, die sie einnimmt, wenn der Pianist die Taste weiter abwärts drückt oder festhält; F i g. 5 ist eine bruchstückweise Schnittansicht des Dämpferteiles des Klavierhammermechanismus, und F i g. 6 ist eine vergrößerte bruchstückweise Querschnittsansicht nach der Linie 6-6 der F i g. 5.
  • Der Hammermechanismus ist als in einem elektrischen Klavier eingebaut gezeigt, das eine Vibrationszunge 10 und eine elektromagnetische Tonabnahmevorrichtung 11 aufweist, um die Vibrationszungen-Vibrationen abzufühlen und diese Vibrationen in elektrische Ströme umzuwandeln, die verstärkt und im Klang in einer Verstärker- und Lautsprechervorrichtung 12 umgewandelt werden. Die Vibrationszunge 10 ist in festfreiem Verhältnis auf einer Trägheitsstange 13 befestigt. Es ist selbstverständlich, daß der Klavierhammermechanismus nach der Erfindung auch in üblichen akustischen Klavieren und in jedem beliebigen klavierartigen Musikinstrument eingebaut werden kann, in dem ein Gegenstand durch einen Hammer angeschlagen wird.
  • Das dargestellte pianoartige Instrument hat verschiedene feste Träger 14 bis 17, die von jeder beliebigen geeigneten Bauweise sein können und üblicherweise aus Holz bestehen. Obwohl nur ein Klavierhammermechanismus (und eine Vibrationszunge 10 usw.) in den Zeichnungen dargestellt ist, ist es doch klar, daß je ein solcher Mechanismus für jede Taste des Klaviers vorgesehen ist. Es ist weiterhin selbstverständlich, daß das Hammerelement so abgewandelt werden kann, daß es an einer Vibrationszunge 10 oder an Saiten anschlägt, die senkrecht anstatt waagerecht liegen.
  • Der Klavierhammermechanismus umfaßt im allgemeinen eine Taste 18, einen Hammer 19 und einen Dämpfer oder eine Dämpfvorrichtung 20, die alle so miteinander und mit den festen Trägern verbunden sind, wie das anschließend im einzelnen beschrieben wird. Die Taste 18 besteht aus einem länglichen, im allgemeinen waagerechten Element mit einem Vorderteil 21, der vom Pianisten angeschlagen werden kann, wobei eine Kunstelfenbeinplatte bei 22 gezeigt ist. Der Vorderteil 21 ist ausgeschnitten, um einen Führungsstift 23 aufzunehmen, der auf dem festen Träger 14 montiert ist. Der Mittelteil der Taste ist am Drehstift 24 drehbar gelagert, wobei eine übliche Drehpunkt-Unterlegscheibe 26 unter der Taste auf dem festen Träger 14 angebracht ist. Der hintere oder Betätigungs- und Bremsteil der Taste ist mit 27 bezeichnet und hat eine flache, im allgemeinen waagerechte Oberfläche, die im wesentlichen parallel mit der Kunstelfenbeinplatte 22 liegen kann. Ein Streifen Filz oder anderes geeignetes Brems- oder Klan-dämpfmaterial 28 ist durch Klebstoff oder in anderer Weise an der oben angebenen Oberfläche des Betätigungs- und Bremsteiles angebracht.
  • Ein Anschlagstreifen 29, der aus Filz hergestellt sein kann und fest auf dem Träger 14 unter dem Betätigungs- und Bremsteil 27 der Taste befestigt ist, begrenzt die Abwärtsdrehbewegung dieses Teiles. Die Aufwärtsdrehbewegung des Betätigungs- und Bremsteiles 27 wird vom nachstehend beschriebenen Hammer 19 begrenzt. Um jedoch einen Not- oder Sekundäranschlag für die Taste vorzusehen, um ihr Brechen zu vermeiden, wenn sie übermäßig abwärts gedrückt wird, ist am vorderen Teil 21 eine Filzscheibe 31 angeordnet, die um den Führungsstift 23 auf dem Träger 14 befestigt ist. Es wird darauf hingewiesen, daß die Filzscheibe 31 dünn genug ist, so daß sie selten zur Wirkung kommt und auch dann nur, nachdem die Anschlagvorrichtung am Hammer 19 bereits angegriffen worden ist.
  • Der Hammer 19 hat einen Kopf 32, einen Schaft 33 und einen Fußteil 34. Der Fußteil 34 dient als Nocken (oder betätigter Teil), als Anschlag und als Bremse, wie anschließend beschrieben werden wird. Der Kopf 32 kann von jeder beliebigen geeigneten Bauart sein, und an ihm ist ein Filzstück 36 zum Anschlagen an der Vibrationszunge angeklebt. Der Schaft 33 ist als ein Holzstift dargestellt, der fest am Kopf und Fußteil 34 befestigt ist. Der Fußteil 34 ist als längliches hölzernes Element dargestellt, das in allgemeiner Ausrichtung mit dem Schaft 33 angeordnet und bei 37 zur Drehbewegung um eine feste waagerechte Achse schwenkbar ist.
  • Die Drehpunktverbindung 37 ist zwischen dem Fußteil 34 und einem festen Träger und umfaßt einen Stift, der waagerecht durch das abgerundete und ausgeschnittene hintere Ende des Fußteiles 34 geführt ist. Die herausragenden Enden des Stiftes sind drehbar in Filzbüchsen 38 untergebracht, die ihrerseits in Öffnungen in den Armen 39 eines gegabelten Trägerteiles 41 eingelegt sind. Die Arme 39 passen sich an benachbarte entgegengesetzte Seiten des oben angegebenen eingeschnittenen Endteiles des Fußes 34 an. Der Trägerteil 41 ist mit Hilfe einer senkrechten Schraube 42 an einem festen Trägerteil 43 befestigt. Der Trägerteil 43 ist seinerseits an dem vorstehend erwähnten Träger 15 befestigt.
  • In F i g. 2 bis 4 sind die Buchstaben A und B dazu verwendet, Punkte anzuzeigen, die die untere Oberfläche des Fußteiles 34 des Hammers 19 in drei Bereiche unterteilen. Der Bereich des Fußteiles 34 rechts vom Punkt A kann, wie in F i g. 1 und 2 gezeigt, in Oberflächeneingriff mit dem Filz 28 gebracht werden, wenn der Mechanismus sich in Ruhestellung befindet. Dieser Teil arbeitet daher mit dem Tastenteil 27 und dem Anschlagstreifen 29 (F i g. 1) zusammen, um den Höchstabstand festzulegen, um den der Hammer 19 sich im Uhrzeigersinn um den Drehpunkt 37 drehen kann. Es wird darauf hingewiesen, daß, selbst wenn der Bereich rechts vom Punkt A so mit dem Filz 28 in Berührung kommt, der Schaft 33 und der Kopf 32 außer Berührung mit der Taste sind und diese letztere in geeigneter Weise ausgeschnitten ist, um zu verhüten, daß eine solche Berührung zu irgendeiner Zeit stattfindet.
  • Der Bereich des Fußes 34 zwischen den Punkten A und Bist mit 34a bezeichnet und ist eine Nocken-oder betätigte Oberfläche. Eine solche Nockenoberfläche schafft die gewünschte Initial-Aufwärtsbewegung des Hammers 19 beim Anschlagen des Vorderteiles 21 der Taste. Die Berührung zwischen Filz 28 und Oberfläche 34 a erfolgt sowohl gleitend als auch rollend und geschieht nicht nur auf dem hohen Punkt der Nockenoberfläche, sondern auch auf beiden Seiten davon.
  • Der Bereich des Fußteiles 34 links vom Punkt B ist mit 34 b bezeichnet und umfaßt sowohl eine Anschlagoberfläche als auch eine Bremsoberfläche. Außerdem arbeiten Teile des Oberflächenbereichs 34 b verhältnismäßig nahe am Punkt B als eine Verlängerung des Nockenteils 34a. Der Oberflächenbereich 34b liegt tangential zur Nockenkurve A-B (Bereich 34 a) am Punkt B.
  • Der Teil 34 b des Fußes 34 (links vom Punkt B) ist eine Anschlagoberfläche, da sie im Zusammenwirken mit dem festen Drehpunktstift 37 die Aufwärtsbewegung des Tastenteiles 27 begrenzt. Wie bereits oben erwähnt, ist die Filzscheibe 31 (F i g. 1) dünn genug, so daß sie nicht zwangsweise an der unteren Fläche des Vorderteiles der Taste 21 anliegt, bevor der Filz 28 vom Teil des Fußes 34 links vom Punkt B angehalten wurde, so daß die Filzscheibe 31 lediglich als ein Notanschlag wirkt, um einen Bruch des Instruments zu verhindern. So ist die Oberfläche 34 b das primäre und normalerweise arbeitende Mittel zur Begrenzung der Drehung der Taste bei deren Anschlagen.
  • Der Teil 34 b des Fußes 34 (links von Punkt B) ist eine Bremsoberfläche, weil, insbesondere wenn die Taste vom Pianisten abwärts gedrückt wird, der Filz 28 eine Bremswirkung im Verhältnis zu diesem Teil 34b hervorruft. Die Bremseinrichtung (38 und 34b) wird als Reibhemmung verwendet, die verhütet, daß der Hammerkopf 32 aus der in F i g. 4 gezeigten Stellung wieder aufwärts springt, um abermals an der Vibrationszunge 10 anzuschlagen und so einen doppelten oder wiederholten Ton (Doppelanschlag) für ein einzelnes Anschlagen der Taste zu erzeugen.
  • Die Teile stehen in einem solchen Verhältnis, daß, wenn die Oberfläche 34 b (links vom Punkt B) in im allgemeinen flachem Angriff mit dem Filz 28 ist, während die Taste 21 niedergedrückt gehalten wird und, wie in F i g. 4 dargestellt, der Filz 36 um eine vorher bestimmte kleine Strecke (wie etwa 3 oder 6 mm) von der Vibrationszunge 10 entfernt liegt. Ein solcher Abstand ist als der »Freigabeabstand« bekannt und ist mit E.D. bezeichnet. So verhütet die Reibungshemmvorrichtung nicht nur einen doppelten Anschlag, sondern schafft auch den angegebenen Freigabeabstand E. D.
  • Der Bereich 34 b des Fußteiles 34 (links vom Punkt B) ist lang genug damit, selbst wenn der Kopf 32 sich in seiner obersten Stellung befindet, wie in F i g. 3 gezeigt, eine Senkrechte zum Filz 28, die durch den Drehpunkt 37 verläuft, diesen Bereich 34 b schneidet. Wegen dieser Tatsache und wegen der Form des Bereiches 34 b hat selbst ein scharfes Abwärtsdrücken der Taste, wenn der Hammer sich in den Stellungen nach F i g. 3 oder 4 oder in irgendeiner Stellung dazwischen befindet, nicht die Wirkung eines Aufwärtsschwingens des Hammers. Anstatt daß die Taste zu solchen Zeiten eine Aufwärtsbewegung des Hammers bewirkt, verhindert der Fußteil des Hammers ein Aufwärtskippen der Taste.
  • Wenn die Teile sich in den Stellungen nach F i g. 4 befinden, kann ein Anschlagen der Vibrationszunge nicht wiederholt werden, bevor der Pianist seine Finger von der Taste löst und dem Hammer gestattet, abwärts zu schwingen, bis mindestens ein wesentlicher Teil der betätigten Oberfläche A-B am Filz 28 anliegt.
  • Der Nockenbereich A -B (Oberfläche 34 a) arbeitet mit dem Filz in einer kombinierten Schwing- und Gleitbewegung zusammen, wie bereits vorstehend angegeben. Der Bereich links von B gleitet auf dem Filz 28 (bei der Abwärtshammer-Bewegung von der Stellung der F i g. 3 in die Stellung nach F i g. 4), um die oben angegebene Brems- oder Hemmwirkung zu erzeugen, wie bereits gesagt. Die Größe dieser Gleit-(Hemm-)Wirkung wird bestimmt durch die Länge des Radiusarmes zwischen dem Drehpunkt 37 und dem Bereich 34 b, wobei dieser Radiusarm eine Senkrechte zu diesem Bereich ist.
  • Die oben beschriebene Brems- und Stoppwirkung, die vom Bereich 34 b (links von B) bewirkt wird, findet primär am äußersten hinteren Endteil dieses Bereiches im Verhältnis entfernt vom Punkt B statt. Betätigung der Taste 18 und des Hammers 19 im Verhältnis zur Vibrationszunge 10 od. dgl. Nachstehend wird im einzelnen die Wirkung des Hammers 19 im Verhältnis zur Taste 18 beschrieben. Wenn angenommen wird, daß die Teile sich anfänglich in der in F i g. 1 und 2 gezeigten Ruhestellung befinden, dann bewirkt das Anschlagen des vorderen Tastenteiles 21 durch den Pianisten eine Drehbewegung der Taste 18 im Uhrzeigersinn um die Drehstiftunterlegscheibe 26 und demgemäß eine Schwingbewegung des Hammers 19 entgegen dem Uhrzeigersinn um den festen Drehpunkt 37. Der erste Teil einer solchen Schwingbewegung findet mit einer verhältnismäßig hohen mechanischen Überlegenheit (advantage) statt, da der Filz 28 sich im wirksamen Eingriff mit dem Nockenbereich A-B (mit 34a bezeichnet) in der Nähe des Punktes A befindet. Dieser Teil in der Nähe von A liegt verhältnismäßig entfernt vom Drehpunkt 37, wodurch es verhältnismäßig einfach wird, das Anlaufenlassen des Hammers auf seinem aufwärts gerichteten Weg zu bewirken. Da die Aufwärtsgeschwindigkeit des Hammers zunimmt, wäre es progressiv bequemer, die Taste zu betätigen, wenn der Filz 28 im Eingriff mit dem gleichen Teil des Hammers bleiben würde. Dies ist analog der progressiv abnehmenden Kraft, die erforderlich ist, um ein Kraftfahrzeug auf einer ebenen Oberfläche zu schieben. Da jedoch die Aufwärtsbewegung des Tastenteiles 27 und des Filzes 28 darauf eine progressive und vorher bestimmte Verringerung im Radiusarm zwischen dem Drehpunkt 37 und dem Teil des Nockens A-B (mit 34a bezeichnet) mit sich bringt, an dem der Filz 28 angreift, wird der Aufwärtsbewegung des Tastenteiles 27 ein immer größer werdender Widerstand entgegengesetzt. Dies entspricht der Kraft, die erforderlich ist, um ein Kraftfahrzeug eine Steigung hinaufzuschieben, die immer steiler wird.
  • Die Form der Unterseite des Fußteiles 34 ist so, daß dieser Teil daran gehindert wird, aufwärts vollständig außer Berührung mit dem Filz 28 zu fliegen, so daß die Kontrolle über den Hammer verlorengeht. So ist es unmöglich, daß die Taste und der Hammer außer Phase miteinander geraten, unabhängig von der Frequenz oder der Folge des wiederholten Anschlagens der Taste durch den Finger des Pianisten. Die Wirkung ist daher schnell und genau.
  • Nachdem die Stellung in F i g. 4 während der Aufwärtsbewegung des Hammers erreicht ist, wenn der Pianist den Tastenteil 21 anschlägt, verbleibt der Bereich des Hammerfußes 34 links vom Punkt B (mit 34 b bezeichnet) nicht in im allgemeinen flachem Eingriff mit dem Filz 28, sondern kippt und neigt sich leicht in die Stellung, die so in F i g. 3 gezeigt ist. Dieses Kippen geht so schnell und in so geringem Ausmaß vor sich, daß es für das Auge eines Beobachters unmerklich erfolgt. Es veranlaßt den Hammer nicht, sich genügend aus der direkten Kontrolle durch die Klaviertaste herauszubewegen. Wie bereits oben angegeben, bewirkt das dem Hammer 19 infolge des Anschlagens des Tastenteiles 21 durch den Pianisten verliehene Bewegungsmoment, daß der Hammer aus der Stellung nach F i g. 4 in die Stellung nach F i g. 3 kippt und die Vibrationszunge 10 anschlägt, wie das ja auch erwünscht ist. Der Filz 28 bietet dann dieser Aufwärtsschlagbewegung des Hammers einen verhältnismäßig geringen Reibungswiderstand, da der Hammer sich zu diesem Zeitpunkt schneller bewegt als der Tastenteil 27. Mit anderen Worten, es besteht dann nur eine geringe Berührung zwischen dem Filz 28 und dem Fußteil 34, da dieser Fußteil 34 das Bestreben hat, sich vom Filz 28 wegzubewegen.
  • Nachstehend wird der Zustand beschrieben, der eintritt, wenn der Pianist den Tastenteil 21 nach unten gedrückt hält. Ein solches ständiges Niederdrücken des Tastenteiles bewirkt, daß der Filz 28 in seiner Stellung festgelegt wird. Da der Filz 28 nun in seiner Stellung festgelegt ist, wirkt er als Bremsschuh, um eine Bremswirkung im Verhältnis zum Bereich 34 b des Fußes 34 (links vom Punkt B) zu schaffen. Das Ergebnis ist, wie vorstehend bereits erwähnt, die Reibhemmung, die bewirkt, daß der Hammer 19 in die Freigabestellung nach F i g. 4 zurückfällt, ohne wieder aufwärts auf die Vibrationszunge 10 zu zu springen. Diese Hemmung erfordert keine Einstellung und ist in ihrer Arbeitsweise hochgradig wirksam.
  • Anschließend wird der Zustand beschrieben, der eintritt, wenn der Pianist den Tastenteil 21 nicht nach unten gedrückt hält, sondern ihn statt dessen schnell und wiederholt anschlägt, wie etwa während schnellen Stakkato-Spielens. Der Filz 28 wird unter diesen Umständen nicht im Raum festgelegt, sondern bewegt sich ständig. Infolgedessen bietet er keine wesentliche Bremsschuhwirkung im Verhältnis zum Fußbereich links vom Punkt B und beeinträchtigt das Stakkato-Spielen nicht. Es wird darauf hingewiesen, daß, obwohl der Filz 28 nicht übermäßig als eine Bremse für den Hammer während schnellen Stakkato-Spielens wirkt, der Hammerbereich links vom Punkt B (mit 34 b bezeichnet) als ein Anschlag für die Taste wirkt.
  • Beschreibung der Dämpfvorrichtung 20 Der Dämpfer oder die Dämpfvorrichtung 20, wie sie in F i g. 5 und 6 gezeigt ist, umfaßt einen länglichen flachen Streifen 45 aus Federmetall. Das hintere Ende des Federstreifens 45 weist, wie links in F i g. 5 gezeigt, einen vertieften oder gebogenen Teil 46 auf, der in eine Nut 47 eingelegt wird, die in der Unterfläche eines Halteblocks 48 vorgesehen ist. Der Halteblock ist, etwa durch Schrauben 49, an der abgeschrägten Kante 51 eines festen Trägerteiles 43 befestigt. Die Tiefe und Breite der Nut 27 ist so gewählt, daß die Feder 46 darin nur eingefügt werden kann, wenn eine beträchtliche Kraft angewendet wird, so daß die Feder nach ihrem Einbringen fest in ihrer Stellung gehalten wird.
  • Am vorderen Endteil des Federstreifens 45 ist ein U-förmiger Blechteil 52 angeordnet, dessen sich aufwärts erstreckende Flansche nach innen gedrehte Kantenteile 53 aufweisen, die einen Filzblock 54 in seiner Stellung halten. Der Steg des U-förmigen Blechteiles 52 ist an zwei im Abstand voneinander liegenden Punkten quer zum Federstreifen 45 geschlitzt, und der Stegtei156 zwischen den Schlitzen ist abwärts gedrückt, damit die Feder 45 zwischen die beiden Schlitze eingefügt werden kann, um den U-förmigen Blechteil 52 durch Reibung in seiner Lage zu halten. Auf diese Art und Weise kann der U-förmige Bauteil und so der Filz 54 ohne weiteres in jeder beliebigen gewünschten Stellung auf der Feder 45 angebracht werden.
  • Der obere Randteil des Filzblocks 54 ist vorteilhafterweise ausgeschnitten oder kanalartig geformt zum Angriff an der Vibrationszunge 10, wie in F i g. 5 und 6 gezeigt. Die Stellung des Federstreifens 45 ist so, daß der Filz 54 durch Federdruck gegen die Vibrationszunge mit genügender Kraft gepreßt wird, um die Vibrationen zu unterbrechen, und zwar zu allen Zeiten mit Ausnahme der Zeiträume, wenn die Feder durch eine Vorrichtung abwärts gezogen wird, die anschließend beschrieben wird.
  • Die Vorrichtung zum Abwärtsbewegen des Federstreifens 45, während der Hammer 49 sich aufwärts bewegt, besteht aus einem Streifen 57 mit einer Öffnung an seinem oberen Ende, durch die die Feder 45 hindurchgeführt wird und dessen unteres Ende durch Kleben oder in anderer Art und Weise am abgerundeten Hinterende 58 des Fußteiles 34 des Hammers befestigt ist. Die Oberfläche des Hinterendes 58 liegt im allgemeinen konzentrisch mit dem Drehstift 37, so daß die Aufwärtsschwingbewegung des Hammers bewirkt, daß das untere Ende des Streifens sich um das hintere Ende 58 in der Art eines Seiles auf einer Winde herumlegt, um den Federstreifen 45 abwärts und außer Berührung mit der Vibrationszunge 10 zu ziehen.
  • Ein verstellbarer Anschlagteil 59 mit einem biegsamen Kunststoffrohr mit einem Durchmesser (wenn es nicht verformt ist) von weniger als der Breite des Federstreifens 45 ist auf dem Federstreifen 45 zwischen dem oberen Ende des Streifens 57 und dem Halteblock 48 angebracht. Der Anschlagteil 59 kann von Hand in jede beliebige gewünschte Stellung auf dem Streifen 45 gebracht werden, um die Größe des Abwärtsbiegens des Federstreifens zu verstellen, das durch die Aufwärtsschwingbewegung des Hammers 19 bewirkt wird, bis der Anschlag an der Vibrationszunge 10 erfolgt. Das Biegen des Federstreifens 45 infolge der Längsverschiebung des Anschlages 59 ist in vollen und gestrichelten Linien in F i g. 5 gezeigt.
  • Beim Zusammenbau des Klavierhammermechanismus wird die gesamte Taste 18 als eine erste Untergruppe hergestellt und danach auf dem Führungsstift 23, dem Drehstift 24 und Filzstreifen 29 montiert. Der Hammer 19, gegabelte Trägerteil 41, Streifen 57, Federstreifen 45, verstellbarer Anschlag 59, der U-förmige Blechteil 52 und der Filzblock 54 werden als zweite Untergruppe zusammengebaut. Diese zweite Untergruppe wird auf den vorher zusammengebauten Trägern 43 und 48 mit Hilfe der einzelnen Schrauben 42 befestigt und durch Einführen von Hand des abwärts gedrückten Federteiles 46 in die Nut 47, wie in F i g. 5 gezeigt. Danach ist es sehr einfach, den Anschlag 59 so einzustellen, daß der genaue Abstand zwischen Filz 54 und Vibrationszunge 10 bestimmt wird, wenn der Hammer sich in der in F i g. 4 gezeigten Stellung befindet.
  • Wie vorstehend im einzelnen beschrieben, bewirkt ein Anschlagen des Vorderteiles 21 der Taste 28 eine Bewegung der Taste im Uhrzeigersinn und demgemäß eine Bewegung des Hammers 19 um den Drehstift 37 entgegen dem Uhrzeigersinn. Diese Hammerbewegung wird bewirkt durch das Angreifen des Filzes 28 am Nockenteil A-B (mit 34 a bezeichnet) und geht weiter, bis der Hammer aus der Stellung nach F i g. 2 in die Stellung nach F i g. 4 aufwärts geschwungen ist. Danach schwingt der Hammer aus der Stellung nach F i g. 4 leicht aufwärts in die Stellung der F i g. 3 und bewirkt das Vibrieren der Vibrationszunge 10. Wenn die Klaviertaste vom Pianisten abwärts gedrückt gehalten wird, fällt der Hammer 19 infolge seines Eigengewichtes und auch infolge des durch den Streifen 57 ausgeübten Druckes der Feder 45 in die Stellung nach F i g. 4 zurück. Danach wird eine Bremswirkung zwischen dem Filz 28 und dem Teil des Hammerfußteiles 34 links vom Punkt B (mit 34 b bezeichnet) ausgeübt, die bewirkt, daß der Hammer in der Stellung nach F i g. 4 bleibt, anstatt nochmals gegen die Vibrationszunge 10 zu springen.
  • Der Teil des Fußes 34 unter dem Drehzapfen 37 wirkt als Anschlag, um die Aufwärtsbewegung des Tastenteiles 27 zu begrenzen. Dadurch wird die Tastenbewegung unterbrochen, bevor der Notanschlag 31 in F i g. 1 zur Wirkung kommt. Jedesmal, wenn der Hammer sich aufwärts bewegt, bewirkt der Streifen 57 eine Abwärtsbewegung der Feder 45 und des Filzes 54, so daß ein lang anhaltender Ton erzeugt wird, bis die Taste losgelassen wird, um dem Hammer zu gestatten, in die Stellung nach F i g. 2 zurückzufallen. Eine Haltepedalvorrichtung, nicht gezeigt, kann vorgesehen werden, um eine Abwärtsbewegung der Federn 45 aller Hammermechanismen im Instrument zu bewirken.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Klaviertastenmechanik zum Betätigen der Anschlaghammer, bei der das innere Ende der Tasten zwecks Bewegungsübertragung gegen den in einem Trägerteil drehbar gelagerten, an seinem freien Ende den Hammerstiel tragenden Hammerfuß wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des mit dem Tastenende (28) in Berührung tretenden Hammerfußes (34) ein derartiges Profil aufweist, daß, bei Betätigung der Taste (18), der nahe dem Hammerstiel (33) liegende Fußteil (A) die Übertragung des Anschlagimpulses bewirkt und der unterhalb der Drehstelle (37) des Hammerfußes (34) liegende Fußteil (B) als Anschlag zur Begrenzung der Tastenbewegung dient.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der unterhalb der Drehstelle (37) liegende Fußteil (B) des Hammerfußes (34) eben ausgebildet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (A, B) des Hammerfußes (34) ein keilförmiges Profil aufweist.
DER33828A 1962-11-06 1962-11-06 Klaviertastenmechanik Pending DE1266619B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER33828A DE1266619B (de) 1962-11-06 1962-11-06 Klaviertastenmechanik

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER33828A DE1266619B (de) 1962-11-06 1962-11-06 Klaviertastenmechanik

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1266619B true DE1266619B (de) 1968-04-18

Family

ID=7404182

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER33828A Pending DE1266619B (de) 1962-11-06 1962-11-06 Klaviertastenmechanik

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1266619B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3516585C2 (de)
DE69027608T2 (de) Anschlagsmechanik
DE69603576T2 (de) Kombiniertes pedal für musikinstrumente wie pianos
DE3833317A1 (de) Anschlagvorrichtung fuer konzertpiano
DE3730100A1 (de) Betaetigungsmechanismus fuer ein wandklavier
AT514688B1 (de) Piano-Mechanik mit mehreren Tasten
DE1266619B (de) Klaviertastenmechanik
DE19527270C2 (de) Vorrichtung zur akustischen Stummschaltung eines mechanisch betätigten Tasteninstrumentes
DE1797410A1 (de) Musikinstrument mit Tastenbetaetigung
DE3785680T2 (de) Rückziehgerät für ein Kleinklavier und Mittel zu seiner Anwendung.
DE3918880C2 (de)
DE4408505A1 (de) Klavier für wahlweisen Stummbetrieb
DE2650913A1 (de) Sostenuto-vorrichtung fuer ein aufrecht stehendes klavier
DE10311933B4 (de) Hammerstopper mit einer daran angeordneten Positioneinstellvorrichtung und Tasten-Musikinstrument mit der gleichen Einrichtung
DE593471C (de) Anschlagmechanik fuer Musikinstrumente
DE4414110A1 (de) Repetitionsmechanik für Flügel mit verminderten Störeffekten
DE958979C (de) Tasteninstrument
AT523227B1 (de) Klavier
DE1597023C (de) Mechanik zur Tonerzeugung
DE4414145A1 (de) Repetitionsmechanik für Hammerinstrumente mit verminderten Störeffekten
AT512774B1 (de) Verfahren zur Stummschaltung eines Tasteninstruments
DE3326071C2 (de)
DE410823C (de) Mechanik fuer Klaviere und Fluegel
DE19703450A1 (de) Verbesserte Repetitionsschenkel für Flügel
DE1199C (de) Vorrichtung zur Toniverlängerung an Pianinos