DE1266404B - Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines HalbleiterbauelementesInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIl
Deutsche Kl.: 21g-11/02
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
S 94394 VIII c/21g
1. Dezember 1964
18. April 1968
1. Dezember 1964
18. April 1968
In der deutschen Patentschrift 1231354 ist ein
Verfahren zum Herstellen eines Mesatransistors beschrieben, bei dem wenigstens eine Elektrode durch
Aufdampfen einer dünnen Metallschicht auf einen Halbleiterkristall und Einlegierung dieser Schicht hergestellt
wird und das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Halbleiterkristall mit einer dünnen Oberflächenzone
entgegengesetzten Leitungstyps, dessen Oberfläche um mehr als 1U0 gegen die 111-Ebene desorientiert ist, verwendet wird und auf diese desorien-
tierte Oberfläche Elektroden aufgedampft und einlegiert werden.
Eine derartige Desorientierung der ebenen Legierungsfläche gegenüber einer Schar von 111-Ebenen
mit kleinem, d.h. höchstens 10° betragendem Neigungswinkel soll — insbesondere beim Einlegieren
von aufgedampften oder aufplattierten Elektroden —
verhindern, daß das aufschmelzende Legierungsmetall sich in Tröpfchen zusammenballt und auf
diese Weise die Eigenschaften der Elektrode ungleichmäßig werden und daß gar ein Verlaufen des
aufschmelzenden Legierungsmetalls über die durch die Aufdampf- bzw. Aufplattierungsgeometrie gegebenen
Begrenzungen erfolgt.
Wenn man eine geringe Neigung, z. B. 5° oder weniger anwendet, so bleiben die mit dem Einlegieren
in 111-Ebenen verbundenen Vorteile weitgehend erhalten. Unter anderem wird dann die Legierungsfront
noch weitgehend parallel zu 111-Flächen verlaufen.
Die Vermeidung solcher Störungen ist für die Herstellung von Halbleitervorrichtungen mit extrem kleinen
Elektroden, insbesondere für die Herstellung von Mesatransistoren, besonders wichtig, weil derartige
Störungen dann von der Größenordnung der ganzen Elektrode (einige Mikron) sein können. Es ist im
Interesse einer gleichförmigen Benetzung durch das aufschmelzende Legierungsmetall als auch um weitere
Vorteile willen zweckmäßig, noch eine weitere Festlegung der Orientierung der ebenen Legierungsfläche zu den 111-Flächen des Kristalls vorzunehmen.
Dementsprechend bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes
aus einem nach dem Diamantgitter aufgebauten Halbleitereinkristall mit mindestens einer Elektrode,
die in eine gegen alle 111-Flächen schräg verlaufende ebene Oberfläche des Halbleitereinkristalls
einlegiert wird und welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Legierungsfläche — insbesondere durch
Herausschneiden aus einem größeren Kristall — derart präpariert wird, daß in die schräg unter einem
nicht verschwindenden Winkel β von höchstens 10° gegen eine Schar von 111-Flächen geneigte Legie-Verfahren
zum Herstellen
eines Halbleiterbauelementes
eines Halbleiterbauelementes
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, , 8000 München 2, Wittelsbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Phys. Boris Hajak, 8000 München;
Dipl.-Ing. Winfried Meer, 8011 Hohenbrunn;
Dipl.-Phys. Ullrich Pflaum, 8000 München
Dipl.-Phys. Boris Hajak, 8000 München;
Dipl.-Ing. Winfried Meer, 8011 Hohenbrunn;
Dipl.-Phys. Ullrich Pflaum, 8000 München
rungsfläche eine Schnittgerade mindestens zweier 111-Flächen fällt.
Wird die Legierungsfläche entsprechend dieser Anweisung,
aus einem größeren Einkristall, z. B. einem in 111-Richtung gezogenen Silicium- oder Germaniumstab,
herausgeschnitten, so wird nicht nur das oben beschriebene nachteilige Verhalten des
Elektrodenmaterials beim Aufschmelzen unterbunden, sondern zugleich auch eine Möglichkeit geschaffen,
die ebenfalls stark störende Erscheinung von unregelmäßigen »Legierungsrändern« zu beherrschen
und damit unschädlich zu machen.
Unter Verwendung eines rechtwinkeligen Koordinatensystems x, y, ζ kann man die 111-Flächen
durch die Gleichungen der Ebenen
χ + y + z — d (d — Parameter)
beschreiben. Ihre Normale ist die 111-Richtung. Sie fallen im Diamantgitter mit Ebenen mit relativ dichtester
Atombelegung zusammen. Auf einen beliebigen Koordinatensprung im Kristall bezogen, stellen die
zu diesem Ursprung gehörenden 111-Flächen mit dem gleichen Wert von d ein reguläres Oktaeder dar.
Die Seitenflächen dieses Oktaeders sind gleichseitige Dreiecke. Die Seiten dieser Dreiecke sind Schnittlinien
einer zu einem bestimmten Wert von d gehörenden 111-Ebene aus einer Schar mit den zum
gleichen Wert von d gehörenden 111-Ebenen der übrigen Scharen. Da die 111-Ebenen in nach dem
Diamantgitter aufgebauten Kristallen als Flächen relativ dichtester Atombelegung besondere physikalische
Eigenschaften erhalten, treten die dreieckigen Oktaederflächen bei einer Reihe von Gelegenheiten
in Erscheinung, nämlich dann, wenn dem Fortschreiten eines chemischen, gegebenenfalls auch
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3 4
eines physikalischen Vorgangs senkrecht zu den Stelle 5 ein Lichtbündel 4, z. B. aus weißem Licht,
111-Flächen ein merklich höherer Widerstand als auftritt.
beim Fortschreiten in anderen Richtungen geboten 2. Das reflektierte Bündel 6 wird auf dem Schirm 7
wird. Hier ist besonders auf die dreieckigen Ätz- aufgefangen und führt dort zu der bereits erwähnten
figuren hinzuweisen, die an 111-Flächen oder an nur 5 und in Fig. 2 dargestellten, regulären sternartigen
in geringem Maße gegen 111-Flächen geneigten Figur. Diese steht in besonderem Verhältnis zu der
Flächen nach dem Anätzen beobachtet werden Lage der verschiedenen Scharen von 111-Flächen im
können und die, genau betrachtet, Vertiefungen in Kristall. Bezeichnet man den Winkel zwischen den
der angeätzten Fläche sind. Dabei gibt es eine Reihe optischen Achsen (bzw. den Strahlrichtungen) des
von Ätzmitteln, welche bewirken, daß die Wände io einfallenden Bündels 4 und des reflektierten Bün-
dieser »Ätzgruben« parallel zu den 111-Flächen sind. dels 6 mit α, so gibt die Richtung der Halbierenden 8
Für Silicium wird dies z. B. durch Verwendung von dieses Winkels α eine 111-Richtung des Kristalls. Ist
NaOH oder KOH, für Germanium KJ-J2 oder KBr- z. B. der Kristall in 111-Richtung oder nur etwa in
Br2-Ätzlösungen (z. B. 2000 mg KJ, 200 mg J2, 111-Richtung gezogen, so hat die Winkelhalbie-
50 ml H2O) als Ätzmittel erreicht. Derartige Ätz- 15 rende 8 die Ziehrichtung oder etwa die Ziehrichtung,
figuren entstehen bevorzugt an lokalen Störungen im Das zur Erzeugung der erforderlichen Schnitte be-
einkristallinen Aufbau an der Behandlungsfläche. stimmte Sägewerkzeug 9, z. B. eine Diamantkreissäge,
Von ähnlicher Bedeutung sind die 111-Flächen mit wird nun relativ zu dem Kristall 1 derart in Stellung
niederen Millerschen Indizes bei der Entstehung des gebracht, daß die Ebenen 10 der von dem z. B.
mikrokristallinen Bildes von Bruchflächen, das bei 20 zwangläufig geführten Werkzeug 9 erhaltenen Schnitte
der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen senkrecht zu der Winkelhalbierenden 8 stehen. Die
Verfahrens besondere Bedeutung erlangt. auf diese Weise festgelegte Richtung der Schnitt-
Das erfindungsgemäße Verfahren kann durch- ebene 10 bleibt ungeachtet der noch folgenden Begeführt werden, indem man an der Oberfläche eines wegung des Kristalls 1 unverändert,
großen Halbleiterkristalls von Diamantgitter, ins- 25 3. Soll nun die Ebene der durch die Schnitte zu erbesondere eines Stabes, zunächst eine 111-Fläche haltenden Legierungsflächen mit einer Schar von freilegt, die Richtung der Schnittgeraden g dieser 111-Flächen den Winkel β einschließen, so wird vor 111-FIäche mit einer anderen 111-Fläche bestimmt Durchführung der parallel zu den unter Ziffer 2 fest- und den Kristall unter dem vorgegebenen Winkel ±ß gelegten Ebenen 10 ohne Berücksichtigung der nunzu der freigelegten 111-Fläche parallel zu der Schnitt- 30 mehr zu beschreibenden Änderung der Lage des geradeng schneidet oder sägt. Zur Festlegung der Kristalls 1 in bezug auf die Winkelhalbierende8 und Richtung der Schnittgeraden g können dann die drei- die Ebene 10 vorzunehmenden Schnitte durch das eckigen Kanten von Ätzgruben in der freigelegten Werkzeug 9 der Kristall 1 aus seiner zur Festlegung 111-Fläche herangezogen werden, wobei jedoch der Schnittebene 10 unter Ziffer 2 benutzten Lage darauf zu achten ist, daß nicht alle Ätzmittel in der 35 um den Winkel ±ß — zweckmäßig mit der Auftreff-Lage sind, die 111-Flächen freizulegen. Einzelne stelle 5 als Drehpunkt — geschwenkt, wobei die Ätzmittel führen nämlich zu Ätzgruben, die nicht Drehachse dieser Schwenkung senkrecht zu einer der oder nicht ausschließlich von 111-Flächen begrenzt Symmetrieachsen A der Reflexionsfigur auf dem sind. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, wenn die Schirm 7 (in Fig. 2 strichpunktiert dargestellt) im folgenden zu beschreibende Methode unter Aus- 40 orientiert ist. Die Geraden g des Schnittes der beiden nutzung der Reflexionseigenschaften von Bruch- 111-Ebenen mit der erhaltenen Legierungsfläche ist flächen solcher Kristalle verwendet wird. dann parallel in dieser Drehachse. Jeder der parallel
großen Halbleiterkristalls von Diamantgitter, ins- 25 3. Soll nun die Ebene der durch die Schnitte zu erbesondere eines Stabes, zunächst eine 111-Fläche haltenden Legierungsflächen mit einer Schar von freilegt, die Richtung der Schnittgeraden g dieser 111-Flächen den Winkel β einschließen, so wird vor 111-FIäche mit einer anderen 111-Fläche bestimmt Durchführung der parallel zu den unter Ziffer 2 fest- und den Kristall unter dem vorgegebenen Winkel ±ß gelegten Ebenen 10 ohne Berücksichtigung der nunzu der freigelegten 111-Fläche parallel zu der Schnitt- 30 mehr zu beschreibenden Änderung der Lage des geradeng schneidet oder sägt. Zur Festlegung der Kristalls 1 in bezug auf die Winkelhalbierende8 und Richtung der Schnittgeraden g können dann die drei- die Ebene 10 vorzunehmenden Schnitte durch das eckigen Kanten von Ätzgruben in der freigelegten Werkzeug 9 der Kristall 1 aus seiner zur Festlegung 111-Fläche herangezogen werden, wobei jedoch der Schnittebene 10 unter Ziffer 2 benutzten Lage darauf zu achten ist, daß nicht alle Ätzmittel in der 35 um den Winkel ±ß — zweckmäßig mit der Auftreff-Lage sind, die 111-Flächen freizulegen. Einzelne stelle 5 als Drehpunkt — geschwenkt, wobei die Ätzmittel führen nämlich zu Ätzgruben, die nicht Drehachse dieser Schwenkung senkrecht zu einer der oder nicht ausschließlich von 111-Flächen begrenzt Symmetrieachsen A der Reflexionsfigur auf dem sind. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, wenn die Schirm 7 (in Fig. 2 strichpunktiert dargestellt) im folgenden zu beschreibende Methode unter Aus- 40 orientiert ist. Die Geraden g des Schnittes der beiden nutzung der Reflexionseigenschaften von Bruch- 111-Ebenen mit der erhaltenen Legierungsfläche ist flächen solcher Kristalle verwendet wird. dann parallel in dieser Drehachse. Jeder der parallel
Bruchflächen an Halbleitereinkristallen vom Dia- zu der Ebene 10 durch den nunmehr orientierten
mantryp setzen sich im wesentlichen aus 100-, 111- Kristall 1 geführten Schnitte liefert eine Schnittfläche,
Flächen und deren Vicinatflächen zusammen. Die 45 deren Verwendung als Legierungsfläche der Lehre
Reflexion eines Lichtbündels an der Bruchfläche der Erfindung entspricht. In der F i g. 1 ist angenomführt
deshalb zu einer charakteristischen Figur, näm- men, daß die Schwenkung um den <£ β in der
lieh zu einem dreistrahligen regulären Stern, an Zeichenebene vorgenommen wird. Die neue Lage
Hand dessen die Orientierung der Schnittflächen zur des Kristalls 1 ist schraffiert gezeichnet.
Präparierung der Legierungsfläche bei dem er- 50 4. Um die Orientierung für den nachfolgenden Lefmdungsgemäßen Verfahren bevorzugt vorgenommen gierungsvorgang kenntlich zu machen, sind Marwird. Ebenso läßt sich — allerdings mit größerem Meningen notwendig, die zweckmäßig vor dem Zerapparativem Aufwand — die Orientierung der durch- schneiden des Kristalls 1, insbesondere in Scheiben, zuführenden Schnitte auch röntgenographisch oder angebracht werden. Zweckmäßig sind eingefräste durch andere in der Kristallographie übliche Unter- 55 oder eingeschnittene Rillen oder angeschliffene suchungsmethoden durchführen. Flächen, die sich zum Teil bei Verwendung eines
Präparierung der Legierungsfläche bei dem er- 50 4. Um die Orientierung für den nachfolgenden Lefmdungsgemäßen Verfahren bevorzugt vorgenommen gierungsvorgang kenntlich zu machen, sind Marwird. Ebenso läßt sich — allerdings mit größerem Meningen notwendig, die zweckmäßig vor dem Zerapparativem Aufwand — die Orientierung der durch- schneiden des Kristalls 1, insbesondere in Scheiben, zuführenden Schnitte auch röntgenographisch oder angebracht werden. Zweckmäßig sind eingefräste durch andere in der Kristallographie übliche Unter- 55 oder eingeschnittene Rillen oder angeschliffene suchungsmethoden durchführen. Flächen, die sich zum Teil bei Verwendung eines
Die unter Verwendung von Reflexionen an Bruch- stabartigen Kristalls 1 parallel zur Stabachse erstellen
des Halbleiterkristalls arbeitende Variante strecken.
des erfindungsgemäßen Verfahrens wird an Hand Für die Markierung ist folgendes zu beachten:
der F i g. 1 und 2 erläutert. 60 a) An den erhaltenen Legierungsflächen muß die
In F i g. 1 ist das Orientierungsprinzip der durch- Richtung der Schnittgeraden g erkennbar sein,
zuführenden Schnitte und in Fig. 2 die durch Spie- Deshalb wird zweckmäßig parallel zur Stabgelung
an einer Bruchfläche eines solchen Kristalls achse und parallel zu g, d. h. parallel zur Dreherhaltenen
sternartige Reflexionsfigur schematisch achse der unter Ziffer 3 bezeichneten Drehung
dargestellt. Die Durchführung des erfindungsgemäßen 65 ein Schnitt geführt oder eine Fläche angeschlif-Verfahrens
kann wie folgt geschehen; fen, wodurch es ermöglicht wird, nach dem Zer-
1. Der in einer Halterung Z befestigte Kristall 1 ist schneiden des Stabes 1 in Scheiben die Richtung
mit einer Bruchfiäche 3 versehen, auf die an der von g an allen erhaltenen Scheiben festzustellen,
b) Betrachtet man das Bild einer Ätzfigur, deren Begrenzung aus 111-Flächen besteht — eines
sogenannten Ätzdreiecks oder eines »etchpit« —, in der Legierungsfläche, so liegt eine
Seite des Dreiecks — die Grundlinie — definitionsgemäß parallel zu der Schnittgeraden g.
Denkt man sich die Dreiecksgrundlinie mit g zusammenfallend und die Dreieckshöhe in der
111-Ebene, die durch g geht und mit der Legierungsfläche
den Winkel β einschließt, so kann sie entweder in den Kristall hinein oder
aus diesem heraus weisen. Die Unterscheidung dieser beiden Fälle ist für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens insbesondere dann von Bedeutung, wenn zwei nur einige Mikrön
nebeneinander auf der Legierungsfläche anzuordnende Elektroden einlegiert werden
sollen. Aus diesem Grunde muß durch eine Markierung, z. B. am Kristallumfang, angegeben
werden, ob die Dreieckshöhe in den Kristall hinein oder aus ihm heraus weist. Die Markierung
wird zweckmäßig vor dem Zerschneiden des Kristalls in Scheiben angebracht. Man kann
z. B. unterschiedliche Markierungen für die Richtung von g und die Orientierung der Neigung
der Legierungsfläche zu den 111-Ebenen
am Kristallumfang anbringen und damit eine Verwechslung von Legierungsfläche und Scheibenrückseite
nach dem Zerteilen des Kristalls in einzelne Scheiben vermeiden.
Bekanntlich werden beim Zerteilen eines Halbleitereinkristalls vom Diamantgitter 111-Ebenen als
Sägefläche bevorzugt. Dampft man auf eine gegen 111-Flächen einer Schar in der oben beschriebenen
Weise um höchstens 10° fehlorientierte Legierungsfläche eines derartigen Kristalls rechteckige Metallflecke,
z. B. aus Aluminium, bei einer Scheibentemperatur unterhalb der eutektischen Temperatur
auf und legiert diese anschließend ein, so findet man häufig, daß an einer oder mehreren Seiten der Metallflecke
die Legierung über die Begrenzung der Metallflecke hinaus »ausläuft«, daß es also zu über
die gewünschte Geometrie hinausragende Ausbuchtungen kommt. Wie die Beobachtungen zeigen,
ist die Richtung dieser Ausbuchtungen auf der Legierungsfläche einer Scheibe einheitlich.
Im Falle eines Mesatransistors, bei dem man zwei rechteckige Elektroden kleinster Abmessungen in
wenigen Mikron Abstand nebeneinander einlegiert, ist es besonders wichtig, daß Ausbuchtungen an den
einander gegenüberliegenden Kanten vermieden werden, da sonst Kurzschlüsse oder Beeinträchtigungen
der elektrischen Eigenschaften des Transistors möglich sind. Diese oben bereits erwähnte, als unregelmäßige
»Ausbildung des Legierrands« bezeichnete Erscheinung wird durch das erfindungsgemäße
Verfahren in folgender Weise unschädlich gemacht:
a) Falls die beabsichtigte Legierungsfläche derart orientiert ist, daß die Höhe des von 111-Flächen
begrenzten Ätzdreiecks, dessen Grundlinie in der Schnittgeraden g liegt, unter dem Winkel β
in den Kristall hineinweist, dann wird die Linie der kürzesten Verbindung der einzulegierenden
Elektroden parallel zu der Geraden g gelegt.
b) Falls die Höhe des Ätzdreiecks aus dem Kristall hinausweist, wird die kürzeste Verbindungslinie
der beiden Elektroden senkrecht zu der Schnittgeraden g orientiert.
Da die oben beschriebene sternförmige Reflexionsfigur bezüglich der Ätzdreiecke eindeutig orientiert
ist, kann man mit Hilfe der Reflexionsfigur nicht nur, wie oben beschrieben, die Neigung der Legierungsfläche sondern zugleich auch auf Grund des dabei
angewandten Drehsinns das unter a) bzw. b) benötigte Verhalten der Ätzdreiecke festlegen.
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes aus einem nach dem Diamantgitter
aufgebauten Halbleitereinkristall mit mindestens einer Elektrode, die in eine gegen alle 111-Flächen
schräg verlaufende ebene Oberfläche des Halbleitereinkristalls einlegiert wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Legierungsfläche — insbesondere durch Herausschneiden aus
einem größeren Kristall — derart präpariert wird, daß in die schräg unter einem nicht verschwindenden
Winkel/? von höchstens 10° gegen eine Schar von 111-Flächen geneigte Legierungsfläche
eine Schnittgerade mindestens zweier 111-Flächen fällt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine 111-Fläche des
Kristalls freigelegt wird, daß dann die Richtung der Schnittgeraden (g) einer 111-Fläche einer
anderen Schar mit der freigelegten 111-Fläche bestimmt und daß schließlich der Kristall unter
dem vorgegebenen Winkel β zu der freigelegten 111-Fläche parallel zu der Schnittgeraden (g) zerschnitten
oder zersägt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der freigelegten 111-Fläche
mindestens eine dreieckige Ätzfigur mit zu 111-Flächen parallelen Wandungen erzeugt
und die Linie des unter dem Winkel β zur 111-Fläche zu führenden Schnitts in der 111-Fläche
parallel zu einer der die Ätzfigur begrenzenden Geraden angesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Orientierung des
durchzuführenden Schnitts zur Freilegung der Legierungsfläche durch optische Reflexion an
einer Bruchfläche des Kristalls bestimmt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß gegen die
Bruchfläche (5) des Kristalls (1) ein Lichtbündel (4) gerichtet und die Richtung der Halbierenden
(8) des Winkels <x zwischen den Strahlrichtungen des einfallenden Bündels (4) und des reflektierten
Bündels (6) bestimmt und die Ebene (10) der durch den Kristall (1) zu führenden Schnitte
senkrecht zu der Richtung dieser Winkelhalbierenden (8) festgelegt wird, daß dann der Kristall
mit dem Auftreffpunkt (5) des einfallenden Lichtbündels (4) als Drehpunkt um den Winkel ±ß
um eine senkrecht zu einer der Symmetrieachsen (A) der sternartigen, auf einen Schirm (7) beobachteten
Reflexionsfigur orientierten Achse geschwenkt und die erhaltene Lage des Kristalls (1)
zur Durchführung der in den Schnittebenen (10) vorzunehmenden Schnitte beibehalten wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Linie der
kürzesten Verbindung mindestens zweier der einzulegierenden Elektroden parallel zu der Schnittgeraden
(g) gelegt wird, wenn die Spitze des mit
seiner Grundlinie auf (g) liegenden Ätzdreiecks unter dem Winkel/? in den Kristall hineinweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Linie der
kürzesten Verbindung mindestens zweier der einzulegierenden Elektroden senkrecht zu der
Schnittgeraden (g) gelegt wird, wenn die Spitze des mit seiner Grundlinie auf (g) liegenden Ätzdreiecks
unter dem Winkel/? aus dem Kristall herausweist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierungsfläche
bzw. der Kristall mit einer Markierung versehen wird, aus der die Richtung der
Schnittgeraden (g) ersichtlich ist.
IO
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierungsfläche bzw. der Kristall mit einer Markierung
versehen wird, aus der die Richtung der Orientierung der Spitze des mit seiner Gmndi-1
linie auf der Schnittgeraden (g) liegenden Ätzdreiecks ersichtlich ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1148 661;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1867 991.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Patent Nr. 1231354.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 539/512 4.68 ® Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964S0094394 DE1266404C2 (de) | 1964-12-01 | 1964-12-01 | Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964S0094394 DE1266404C2 (de) | 1964-12-01 | 1964-12-01 | Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1266404B true DE1266404B (de) | 1968-04-18 |
| DE1266404C2 DE1266404C2 (de) | 1968-11-07 |
Family
ID=7518669
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1964S0094394 Expired DE1266404C2 (de) | 1964-12-01 | 1964-12-01 | Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1266404C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1867991U (de) * | 1961-03-30 | 1963-02-28 | Siemens Ag | Halbleiteranordnung mit einem einkristallinen halbleiterkoerper. |
| DE1148661B (de) * | 1959-05-29 | 1963-05-16 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen mit einlegiertem pn-UEbergang |
| DE1231354B (de) * | 1960-12-23 | 1966-12-29 | Siemens Ag | Verfahren zum Herstellen eines Mesatransistors |
-
1964
- 1964-12-01 DE DE1964S0094394 patent/DE1266404C2/de not_active Expired
Patent Citations (3)
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| DE1148661B (de) * | 1959-05-29 | 1963-05-16 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen mit einlegiertem pn-UEbergang |
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| DE1867991U (de) * | 1961-03-30 | 1963-02-28 | Siemens Ag | Halbleiteranordnung mit einem einkristallinen halbleiterkoerper. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1266404C2 (de) | 1968-11-07 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E771 | Valid patent as to the heymanns-index 1977, willingness to grant licences | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |