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DE1265955B - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von geformtem Material - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von geformtem Material

Info

Publication number
DE1265955B
DE1265955B DEP37589A DEP0037589A DE1265955B DE 1265955 B DE1265955 B DE 1265955B DE P37589 A DEP37589 A DE P37589A DE P0037589 A DEP0037589 A DE P0037589A DE 1265955 B DE1265955 B DE 1265955B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
particles
cleaning
nozzle
shock waves
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP37589A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Thomas Wollman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1265955B publication Critical patent/DE1265955B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03DAPPARATUS FOR PROCESSING EXPOSED PHOTOGRAPHIC MATERIALS; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03D15/00Apparatus for treating processed material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B5/00Cleaning by methods involving the use of air flow or gas flow
    • B08B5/02Cleaning by the force of jets, e.g. blowing-out cavities
    • B08B5/023Cleaning travelling work
    • B08B5/026Cleaning moving webs

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von geformtem Material Eines der Probleme, die bei Verfahren unter Verwendung von Geweben, Fäden oder Folien auftreten, ist die wirksame Reinigung von deren Oberflächen. Die damit verbundenen Schwierigkeiten treten insbesondere bei der Herstellung von Überzügen und bei Druckverfahren auf, weil das Fertigprodukt Mängel aufweist infolge von Staub, Schmutz, Linters oder Fusseln u. dgl. an der Oberfläche. Außerdem nehmen manche Gegenstände wie Filme, Film- und Magnetbänder schnell Staub, Schmutz und Fusseln auf. Diese Teilchen sammeln sich auf der Oberfläche an oder werden eingebettet. Werden diese Teilchen nicht entfernt, so kann es zu einer Beschädigung beim Gebrauch kommen.
  • Es sind verschiedene Versuche zur Lösung dieser Probleme bekannt.
  • Einer besteht in der Verwendung von Bürsten oder klebrigen Walzen. Die zu reinigende Oberfläche und die Bürsten oder Walzen werden so aneinander vorbeibewegt, daß die Fremdstoffteilchen entfernt werden. Diese Methode ist in vielen Fällen ausreichend; jedoch können hierdurch besonders kleine Teilchen nicht entfernt werden. Sie kann auch nicht bei solchem Material angewandt werden, bei dem eine direkte Berührung mit den Oberflächen während der Reinigung vermieden werden soll. Nach anderen bekannten Verfahren läßt man das Material durch einen Behälter laufen, der ein beschalltes Reinigungsmittel enthält. Da bei diesen Methoden das Material in ein flüssiges Reinigungsmittel eingetaucht wird, ist ein zusätzlicher Trocknungsvorgang und bei manchen Anwendungsgebieten eine Rückgewinnung des Reinigungsmittels erforderlich, bevor weitere Arbeitsgänge stattfinden können. Bei anderen Versuchen wird Druckluft und/oder eine Saugvorrichtung angewandt. Diese Verfahren sind dann angebracht, wenn feine Teilchen entfernt werden sollen, die auf der Oberfläche des Materials nur durch eine schwache Bindung festgehalten werden; aber sie sind nicht ausreichend, wenn die Teilchen sehr klein sind und/oder auf dem Material stark haften, z. B. durch eine starke elektrostatische Anziehung.
  • Das Verfahren nach der Erfindung und die hierfür geeignete Vorrichtung wird nun z. B. an der Entfernung von Fremdstoff von der Oberfläche eines laufenden Filmträgers vor Beschichtung mit der photographischen Emulsion beschrieben.
  • Bei der üblichen Herstellung photographischer Filme und Papiere wird ein Filmträger mit einer lichtempfindlichen Emulsion überzogen. Der Filmträger hat gewöhnlich Bandform und kann aus Papier oder Folien aus Celluloseestern, z. B. Cellulosetriacetat, Celluloseacetatbutyrat, verschiedenen Superpolymeren, Polyvinylacetalen und Polyestern, wie Polyäthylenterephthalat, bestehen. Befinden sich beim Emulsionsauftrag auf der Oberfläche des Trägers feinteilige Fremdkörper, so können entweder kleine Flächen nicht überzogen werden; diese sind in der Technik als »Abstoßstellen« bekannt und sind für den Ausschuß verantwortlich; oder es werden die Fremdteilchen auch überzogen, so daß sensitivierte oder desensitivierte Stellen in der Emulsion entstehen; ein solcher Film ist unbrauchbar.
  • Bei der Herstellung verschiedener Filmträger ist es schwierig, die Oberfläche der Träger vollkommen frei von Fremdkörpern zu halten. Es ist daher eine wirksame Methode zum Entfernen dieser Fremdteilchen erforderlich. Verschiedene bekannte Verfahren haben sich als nicht besonders wirksam erwiesen. Einer der Gründe hierfür scheint die starke Bindung zwischen manchen Fremdstoffteilchen und dem Filmträger zu sein. Eine andere Ursache liegt wohl darin, daß viele Teilchen, die eine Abstoßung verursachen, sehr klein sind und in der Grenzschicht zwischen Bandoberfläche und Luft liegen. Diese Grenzschicht wird durch Reinigungsmethoden, wie Druckluft oder Saugvorrichtungen, nicht gestört; daher werden solche Teilchen im allgemeinen nicht entfernt. Das Verfahren gemäß der Erfindung zum Reinigen von geformtem Material durch Entfernen von Fremdteilchen von den Oberflächen besteht nun darin, daß man das geformte Material in eine Reinigungszone bringt in der Schockwellen erzeugt werden, indem man Luft von einem Druck P1 auf einen Druck Po entspannt, wobei das Verhältnis Po : P1 nicht größer als 0.528 ist, und daß man die Schockwellen gegen die Oberflächen des geformten Materials richtet. Durch die Schockwellen werden die - kurz gesagt -Schmutzteilchen von der Materialoberfläche abgehoben und gegebenenfalls aus der Reinigungszone abgesaugt. Der Begriff »geformtes Material« umfaßt hier Bahnen, Bänder, Fäden, Drähte, Folien, Platten u. dgl., die stückweise oder auch in endlosen Bahnen behandelt werden können.
  • Eine vorzugsweise angewandte Vorrichtung zur Durchführung dieses Reinigungsverfahrens umfaßt Tragvorrichtungen für die Auflage der Bahn oder des Bandes und Düsen zur Erzeugung von Schockwellen durch einen Luftstrom, der wenigstens Schallgeschwindigkeit hat, wobei die Luftdüsen zu der Tragvorrichtung so angeordnet sind, daß die Schockwellen direkt auf die Oberfläche der Bahn treffen.
  • Mit Hilfe der Vorrichtung sollen aerodynamische Schockwellen erzeugt und auf die zu reinigende Oberfläche gelenkt werden. Sie können entweder durch Expansion oder Kompression eines Luftstromes erzeugt werden, wenn dieser mit Schall- oder überschallgeschwindigkeit eine Düse verläßt.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen eingehend erläutert. Die F i g. 1, 2 und 3 sind Seitenrisse von drei verschiedenen Ausführungsformen der Vorrichtung.
  • In F i g. 1 wird eine Bahn 10 aus einem photographischen Trägermaterial in Bewegung gesetzt (nicht gezeigt) und läuft über eine Tragwalze 11, wobei die zu reinigende Oberfläche außen liegt. Die Tragwalze kann eine einfache Leitwalze oder gegebenenfalls Eine Vakumtrommel sein. Die Hauptfunktion der Walze besteht darin, die Bahn an der Stelle 12 zu stützen, an der die Luft aufprallt.
  • Gegenüber der Tragwalze befindet sich ein Düsengehäuse 13; das Gehäuse besteht aus einer Kammer 14, die mit einem Druckluftkompressor (nicht gezeigt) und einer Düse 15 verbunden ist. Die Düse erstreckt sich wenigstens über die Breite der zu reinigenden Bahnoberfläche; sie kann verschiedene Formen haben. Die einzige Bedingung ist, daß die Luft beim Ausströmen aus der Düse Schall- oder überschallgeschwindigkeit (d. h. über 335,5 m/sec) erreicht. Um einen Luftstrom von Schall- oder überschallgeschwindigkeit zu erhalten, muß das Verhältnis zwischen dem Druck nach der Düse Po und vor der Düse P1 gleich oder geringer als das kritische Druckverhältnis bei Luft (0,528) sein. Bei der Konstruktion der Düse ist demnach deren Länge, der Hals, Mund und ob ein erweiterter Teil vorhanden ist, nicht kritisch. Die einzige Bedingung ist Po: P, G 0,528. Es wurde jedoch festgestellt, daß bei einem Abstand zwischen Eintritt und Austritt des Halses der Düse von <^# 0,13 mm wegen der Reibung der Grenzschicht in der Düse nur schwer Schallgeschwindigkeit erreicht wird.
  • Während die Luft durch die Düse ausströmt, nimmt sie durch .die Ausdehnung überschallgeschwindigkeit an. Es bildet sich ein Luftstrahl 16 mit Schall-oder Überschallgeschwindigkeit, der eine Reihe von
    Schockwellen erzeugt; er trifft noch mit Schall-
    geschwindigkeit auf die Oberfläche der Bahn. Auf
    diese Weise wird eine einzige Schockwellenfront oder
    eine komplizierte Wellenfigur im Strahl aufrecht-
    erhalten. Beim Auftreffen der Sehockwcllea auf die
    Bahn werden durch die Kombination der mit er
    Geschwindigkeit strömenden Luft und der Erschütte-
    rungen durch die Schockwellen, die auf der Bahn
    haftenden Teilchen entfernt. Die Schockwellen: in
    dem aufprallenden Luftstrahl zerstören bei ihrer Be-
    wegung über die Filmoberfläche die an diese angren-
    zende Luftschicht und entfernen alle innerhalb dieser
    Schicht liegenden Teilchen, auch sehr feine, die
    durch starke elektrostatische Kräfte festgehalten wer-
    den. Die Schärfe dieser Wellenfigur wird erhöht, in-
    dem man das Druckverhältnis verringert, d. h. indem
    man den Druck in dem Gehäuse P1 erhöht. Dias ,er-
    reicht man leicht durch Regulieren des DnacCluft
    stromes.
    Der Abstand X zwischen denn Düsenmund umd
    denn Punkt 12, an welchem die Luft auf die Bahn
    prallt, wird so eingestellt, da? der Luftstrahl noch mit
    Schallgeschwindigkeit auf die Bahn auftrifft. Wird
    nach F i g. 1 der Luftstrom auf die Baha gericbtt,
    dann wird er aufgespalten und folgt der Bahnober-
    fläche. Da die entlang der Bahnoberfläche strömen&
    Luft noch Schallgeschwindigkeit hat, erzeugt awh
    dieser Teil des Luftstrahls eine Reihe von Scböck-
    wellen .oder Unterbrechungen beim F'luß; auch hier-
    durch werden Fremdkörperteilchen von der Baln
    entfernt.
    Der Abstand X kann variieren; jedoch ist
    grundsätzlich eine Funktion der zu reinigenden
    Fläche, der gewünschten Wirksamkeit bei der R-
    gung und des Druckes P1 vor der Düse. Der Abstand
    läßt sich verstellen, indem die Führungsrolle 11. und
    das Düsengehäuse 13 gegeneinander beyvegt warde.
    In Anwendungsgebieten, bei welchen eine Wiedex-
    verschmutzung der Bahn vermieden werden ,
    werden die von der Oberfläche entfernten Festsä-
    teilchen aus der näheren Umgebung mit Hilfeeines
    Vakuumsystems abgesaugt. Für diesen Zweck. >aua
    schließt nach F i g. 2 ein Vakuumgehäuse 17 ".#
    einen Bereich der über die Führungsrolle laufe.
    Bahn; man kann auch die zu reinigende B
    durch eine Labynuthdichtung von der Atmogpbllm
    abschließen. Die Passang läßt einen sr.4vaoba La-
    strom von außerhalb des Gehäuser, in die Vakuum-
    kammer 18 einströmen. Die Vakuumkammer ist mit
    einer Pumpe (nicht gezeigt) verbunden, die innb
    der Kammer einen Unterdruck aufrechterhält.
    rend des Betriebes strömt das Gemisch vors Luft und
    entfernten Feststoffteikhen sowie ein schwacher Laadi-
    strom von außerüalb des Vakuumgehäuses von der
    Bahn zur Absangung. Diese Luft kann man ae
    schließend filtrieren und die Feststofteilcllen. auf-
    fangen. Die Bahn kann nun mit der pbotoe
    lichen Schicht überzogen werden.
    Das Verfahren gemäß der Erfindung fügt zu
    einem hohen Geräuschpegel. Gegebenenfalls kam
    daher ein System zur Schalldämpfung eingebaut s;
    z. B. wirrt die Reinigungsanlage von einem C@ ä
    aus Lochblech umgeben. Das Gehäuze ist mit s.-
    schluckendem Material ausgekleidet, das nicht ab-
    blättert oder zusätzliche Reinigmigsprobleme r-
    ursacht, z. B. reit Urethanschaum hoher Dichte.
    Die Arbeitsweise der Vorrichtung nach F i g. 2 igt
    ganz ähnlich wie die nach F i g. 1. Die grund-
    liehen Unterschiede liegen in der Konstruktion und der Lage der Düse und der Strömungsrichtung des Luftstrahls. Bei dieser Ausführungsform enthält das Düsengehäuse 13 die Kammer 14 und nur eine Seite 19 der Düse 15. Die Bahn 10 auf der Stützrolle 11 bildet die andere Seite 20 der Düse. Während des Betriebes strömt Druckluft aus der Kammer in die Düse und wird zu Schall- oder Überschallgeschwindigkeit expandiert, während sie an zwei Stellen ausströmt; d. h., es sind in Wirklichkeit zwei Düsen vorhanden. Die Luft strömt aus den Düsen parallel zur Bahnoberfläche, und diese Luftströme 16 rufen Schockwellen und Wellenfiguren hervor, welche die Fremdstoffteilchen von der Bahnoberfläche entfernen. Gegebenenfalls kann bei dieser Anordnung ebenfalls ein Vakuumsystem vorhanden sein, um eine Wiederverschmutzung zu verhindern.
  • F i g. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der die Anwendung von Druckluft nicht erforderlich ist. Bei dieser Vorrichtung ist eine Fläche der Bahn 10 auf der Führungsrolle 11 von einem an die Walze anschließenden Gehäuse 22 umgeben. Das Gehäuse umschließt eine Vakuumkammer 23 und schließt nicht dicht an die Bahn an. Die Kanten 24 des Gehäuses in unmittelbarer Nähe der Bahn haben die Form einer Düsenhälfte. Sie bilden zusammen mit der Bahn 10 vollständige Düsen 15, durch welche eine Verbindung zwischen Atmosphärendruck und dem Vakuum in der Kammer 23 besteht. Diese Düsen können beliebige Formen haben; doch muß stets Atmosphärendruck P, zu Unterdruck P,<0,528 sein.
  • Bei dieser Ausführungsform wird durch die Vakuumpumpe atmosphärische Luft durch die Düsen in die Kammer 23 eingesaugt, und zwar in Form eines Luftstrahls mit Schall- oder überschallgeschwindigkeit mit einer Strömungsrichtung parallel zur Bahnoberfläche. Die sich in den Luftströmen ausbildenden Schockwellen reinigen die Bahn, wie oben beschrieben.
  • Es ist auch eine Vorrichtung zum Wegziehen und Zurückführen von Düse und Gehäuse aus der Nähe der Filmoberfläche vorhanden, um ein Spleißen oder Kleben der Bahn zu vermeiden.
  • Bei den obigen Ausführungsformen wurde die Erfindung im Hinblick auf das Reinigen von laufenden Bahnen erläutert. Es kann aber auch Plattenmaterial nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gesäubert werden. Beim Reinigen von Plattenmaterial werden an Stelle einer Walze z. B. Vakuumrahmen oder Spannrahmen zur Abstützung verwendet. Die Platte und ihre Abstützung werden an der Düse vorbeigeführt, oder umgekehrt.
  • Man kann schließlich auch an Stelle einer Düse und einer Stützvorrichtung gegeneinandergerichtete Düsen verwenden; in diesem Fall werden beide Seiten, z. B. einer Bahn, gleichzeitig gereinigt. Drähte und Fäden können gereinigt werden, indem man sie durch einen Raum mit konzentrisch angeordneten Düsen führt.
  • Die Teile der Vorrichtung können aus üblichem Material hergestellt sein. Gehäuse, Abstützungen und Düsen können aus metallischem Werkstoff wie Stahl, Aluminium, Aluminiumlegierungen, Kupfer oder Messing oder auch aus Kunststoffen bestehen. Sie können mit einem Anstrich oder mit nicht absplitternden Schutzüberzügen versehen sein.
  • Ein Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung ist die allgemeine Anwendbarkeit. Es ist verwendbar bei Bahnen oder Folien aus Papier, Filmen aus Cellulosederivaten oder synthetischen Polymeren, Metallfolien und selbst bei Stoffen, und zwar sowohl bei überzogenen als auch bei nicht überzogenen Bahnen oder Folien. Die Erfindung ist billig im Betrieb, weil nur geringe Luftmengen erforderlich sind und der Energieinhalt dieser Luft optimal genutzt wird.
  • Das Verfahren kann bei vielen bekannten Industrieverfahren angewendet werden, z. B. beim Gießen, Überziehen, Fertigbearbeiten oder beim Drucken.
  • Die Erfindung wird an Hand des folgenden Beispiels erläutert.
  • Beispiel 22,9 cm einer Filmträgerfolie aus Polyäthylenterephthalat - 0,175 mm Dicke, Laufgeschwindigkeit 6,1 bis 15,24 m/min - wurde mit einer Vorrichtung ähnlich der in F i g. 1 gezeigten gereinigt, nachdem Staub, Schmutz und Fusseln durch Ausschütteln von schmutzigen Tüchern über die Folie aufgebracht worden waren. Die Bahn war nicht antistatisch vorbehandelt. Es wurde eine Düse mit langen, scharfen Rändern verwendet; der Abstand betrug 0,20 mm, P1 =1,1 bis 2,2 atü, P,=0,05 atü, Po : P1=0,5 bis 0,33.
  • Wurde das Druckverhältnis G 0,528 gehalten und betrug der Abstand X zwischen Düse und Bahn 0,79 bis 2,36 cm, so zeigten Schlierenaufnahmen des Luftstroms Schockfronten; auf der Bahnoberfläche wurden komplizierte Wellenfiguren erzeugt.
  • Die Führungsrolle hatte einen Durchmesser von 20,3 cm; Druck der Vakuumkammer 25,4 bis 76 mm Hg. Eine Prüfung der Bahn ergab, daß alle auf der Trägerfolie haftenden Schmutzteilchen entfernt waren.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Reinigen von geformtem Material durch Entfernen von Substanzteilchen von der oder den Materialoberflächen in einer Reinigungszone, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Reinigungszone Schockwellen erzeugt, indem man Luft mit einem Druck P1 auf einen niedrigeren Druck P, entspannt, wobei das Verhältnis Po : P1 nicht größer als 0,528 ist, und die Schockwellen gegen die Oberfläche oder Oberflächen geformten Materials gerichtet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Reinigen von Bandmaterial, während dieses von einer Stützvorrichtung getragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man innerhalb der Reinigungszone einen Luftstrom erzeugt, diesen bei mindestens Schallgeschwindigkeit hält und das Bandmaterial mit dem Luftstrom in Berührung bringt, solange dieser noch wenigstens Schallgeschwindigkeit aufweist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die von der Oberfläche des geformten Materials entfernten Teilchen aus der Reinigungszone absaugt.
  4. 4. Vorrichtung zum Entfernen winziger Teilchen von der oder den Oberflächen von geformtem Material mit Hilfsmitteln zum Stützen desselben zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch Düsen zum Erzeugen von Schockwellen in einem Luftstrom von wenigstens Schallgeschwindigkeit, wobei die Düsen im Verhältnis zum geformten Material so angeordnet sind, daß die Schockwellen auf die Oberfläche desselben treffen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Hilfsmittel zur Erzeugung von Unterdruck zum Absaugen der entfernten Substanzteilchen, wobei die Hilfsmittel zur Erzeugung von Unterdruck den Raum zwischen Stützvorrichtung und Düse umschließen.
DEP37589A 1964-09-03 1965-09-01 Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von geformtem Material Pending DE1265955B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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US39421164A 1964-09-03 1964-09-03

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DE1265955B true DE1265955B (de) 1968-04-11

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US (1) US3420710A (de)
BE (1) BE669111A (de)
DE (1) DE1265955B (de)
GB (1) GB1072995A (de)

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