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DE1265882B - Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern - Google Patents

Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern

Info

Publication number
DE1265882B
DE1265882B DEG39947A DEG0039947A DE1265882B DE 1265882 B DE1265882 B DE 1265882B DE G39947 A DEG39947 A DE G39947A DE G0039947 A DEG0039947 A DE G0039947A DE 1265882 B DE1265882 B DE 1265882B
Authority
DE
Germany
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chamber
lines
arrangement according
activation chamber
measuring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG39947A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Laxague
Yves Wilmart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alsacienne Atom
Original Assignee
Alsacienne Atom
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alsacienne Atom filed Critical Alsacienne Atom
Publication of DE1265882B publication Critical patent/DE1265882B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T3/00Measuring neutron radiation
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
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    • G21C17/10Structural combination of fuel element, control rod, reactor core, or moderator structure with sensitive instruments, e.g. for measuring radioactivity, strain
    • GPHYSICS
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    • G21C17/10Structural combination of fuel element, control rod, reactor core, or moderator structure with sensitive instruments, e.g. for measuring radioactivity, strain
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES W7WWS PATENTAMT Int. Cl.:
G21d
AUSLEGESCHRIFT
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutschem.: 21g-21/31
G 39947 VIII c/21g
26. Februar 1964
11. April 1968
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern mit den Kern durchsetzenden Rohrleitungen, durch die eine aktivierbare Substanz strömt und die außerhalb des Kerns mit Strahlungsdetektoren zur Messung der Aktivität der ausströmenden Substanz versehen sind.
Um das Verhalten von Kernreaktoren unter verschiedenen Betriebsbedingungen überwachend verfolgen zu können, ist es unbedingt erforderlich, die zeitliche Verteilung des Neutronenflusses im Reaktorkern laufend zu messen.
Dazu sind zur Zeit unterschiedliche Verfahren und Anordnungen im Gebrauch, bei denen man kleine Ionisationskammern, Thermoelemente oder Drähte bzw. Bänder aus Metall verwendet, die aktiviert und dann Punkt für Punkt kontrolliert werden. Bei Reaktoren mit großem Neutronenfluß werden derartige Messungen zeitlich unstetig oder absatzweise durchgeführt, sowohl wegen ihres Prinzips, als auch weil die Thermoelemente oder Ionisationskammern nur eine außerordentlich kurze Lebensdauer aufweisen. So verliert beispielsweise eine Ionisationskammer mit einem Bor-Niederschlag in einem Fluß thermischer Neutronen von 1014 n/cm2 see 4% ihrer Empfindlichkeit je Betriebstag, und eine Ionisationskammer mit einem Urandepot verliert unter den gleichen Bedingungen 0,7% ihrer Empfindlichkeit.
Weiterhin ist aus der österreichischen Patentschrift 220 256 ein Verfahren bekannt, bei dem ein durch Neutronen aktivierbares Gas durch den Reaktorkern hindurchgeschickt und die Aktivität des austretenden Gases gemessen wird. Dabei wird die Strömungsgeschwindigkeit des durch enge Kanäle gepreßten Gases verändert. Das Ergebnis der Reaktivitätsmessungen während einer Periode der Änderung der Strömungsgeschwindigkeit wird differenziert und liefert ein Maß für die Flußverteilung. Auch dieses bekannte Meßverfahren arbeitet also schon vom Prinzip her diskontinuierlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung anzugeben, die ein kontinuierliches Messen des Neutronenflusses auch in Reaktoren hoher Leistung gestattet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zwei einander bis auf einen Leitungsabschnitt der einen Leitung am Ort der Meßstelle gleiche Leitungen parallel zueinander durch den Reaktorkern geführt sind, von denen die eine an der Meßstelle in ihrem Querschnitt zu einer die Verweilzeit der aktivierbaren Substanz an dieser Stelle erhöhenden Aktivierungskammer erweitert ist, und daß
Anordnung zum kontinuierlichen Messen
des Neutronenflusses in einem Reaktorkern
Anmelder:
Groupement Atomique Alsacienne Atiantique,
Le Plessis-Robinson, Seine (Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Beetz
und Dipl.-Ing. K. Lamprecht, Patentanwälte,
8000 München 22, Steinsdorfstr. 10
Als Erfinder benannt:
Yves Wilmart, Paris;
Jean Laxague,
Chatenay-Malabry, Seine (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 26. Februar 1963 (926 106)
außerhalb des Kerns zwei Strahlungsdetektoren in Differenzschaltung an den Leitungen angeordnet sind.
Bei dieser Anordnung hält sich die im Umlauf befindliche aktivierbare Substanz in der Aktivierungskammer während einer Zeit auf, die gleich dem Volumen dieser Kammer im Verhältnis zu dem Durchsatz der Substanz in dem gesamten Umlauf innerhalb des Reaktors ist; die Aktivierung der Substanz ist proportional zu dem Neutronenfluß, der sie umgibt; infolgedessen ist die Aktivität der Substanz am Austritt aus dem Kern des Reaktors grundsätzlich von der Größe des Neutronenflusses im Bereich der Aktivierungskammer abhängig.
In dem Kern des Reaktors liegen zwei in gleicher Weise mit der Substanz gespeiste Umläufe vor, in denen das Strömungsmedium mit der gleichen Geschwindigkeit strömt. Die beiden Umläufe führen durch den Kern des Reaktors hindurch; der eine der Umläufe enthält jedoch eine Aktivierungskammer, durch die die Substanz hindurchfließen muß und in der sie der Auswirkung des Neutronenflusses unterworfen ist, der im Bereich der Kammer vorhanden ist bzw. diese Kammer umgibt. Das Vorhandensein einer solchen Aktivierungskammer ist der einzige Unterschied zwischen den beiden Umläufen; jede Differenz der Aktivität der aus dem Reaktor austretenden Substanzen der beiden Umläufe rührt da-
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her von dem Aufenthalt der einen dieser Substanzen in der Aktivierungskammer her.
Das Messen dieser Differenz erfolgt sofort beim Austritt der Substanzen aus dem Reaktor und macht es möglich, jederzeit die Größe des Neutronenflusses an derjenigen Stelle zu ermitteln, an der sich die Aktivierungskammer befindet. Wenn man ein Differenz-Meßsystem verwendet, das beispielsweise mit einem Gerät für unmittelbare Anzeige oder einem Registriergerät versehen ist, kann man den Wert des Neutronenfiusses zu jedem Augenblick ablesen, da die Messung und die Anzeige stetig sind.
Je nach der Anzahl derjenigen Stellen, an denen der Neutronenfluß gemessen werden soll, und entsprechend der Lage dieser Meßstellen, können mehrere, mit je einer Aktivierungskammer versehene Umläufe in den Reaktorkern eingebaut werden; jedem dieser Umläufe ist ein Umlauf für direkten Durchfluß zugeordnet. In gewissen Fällen, wenn die Meßpunkte genügend dicht nebeneinanderliegen, können die Aktivitäten der Substanzen in den entsprechenden Umläufen jeweils nacheinander mit der Aktivität der Substanz verglichen werden, die einen einzigen Umlauf mit unmittelbarem Durchfluß durch den Kern durchströmt.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Anordnung ist das Differenz-Meßsystem, das die Aktivitäten gasförmiger Substanzen vergleicht, durch eine Differenz-Ionisationskammer mit zwei Baueinheiten gebildet, F i g. 1, 2 und 3 drei schematische Längsschnitte durch unterschiedliche Ausführungen von Aktivierungskammern,
F i g. 4 eine Ionisationskammer, zur einen Hälfte im vertikalen Schnitt, zur anderen Hälfte in Außenansicht,
F i g. 5 eine Anordnung von mehreren Meßkanälen,
F i g. 6 eine abweichende Anordnung der Meßvorrichtung,
F i g. 6 a einen Schnitt längs der Schnittlinie VI-VI der F i g. 6,
F i g. 7 einen Vertikalschnitt durch symmetrisch um eine einzige Zuführleitung angeordnete Meßkanäle,
F i g. 8 in größerem Maßstab eine der Aktivierungskammern der F i g. 7,
Fig. 9 ein Zusammenbauschema einer Meßeinrichtung mit Wiederumlauf des gasförmigen Strömungsmittels.
Wie man aus der F i g. 5 erkennt, besteht die Meßanordnung aus zwei Leitungen 17, 17 a von kleinem Durchmesser, die nebeneinander und parallel zueinander in dem Reaktorkern angeordnet sind; in dem Zuge einer dieser Leitungen 17 a liegt eine Aktivierungskammer 18 an dem Meßpunkt. Ferner sind (nicht dargestellte) Mittel vorgesehen, die dazu dienen, gleiche Mengen der gleichen aktivierenden Substanz mit gleicher Geschwindigkeit durch gleichartige
aus den Ionisationskammern austretenden Strömungsmedien werden über die Sammelleitung 23 wieder abgeführt.
Jeder der Ionisationskammern 20, 21 ist an ein Anzeigesystem oder ein Registriersystem (nicht dargestellt) angeschlossen, das den Wert des Ausgangsstromes der betreffenden Kammer anzeigt, also einen Wert, aus dem leicht die Größe des Neutronenfluaees
Teile jeder der Leitungen hindurchzuführen. Ferner
von denen jede durch die Substanz in einer der Lei- 30 sind aus je zwei Einheiten 20 und 21 bestehende Diftungen durchströmt wird und die mit Hochspan- ferenz-Ionisationskammern vorhanden, deren Einnungen einander entgegengesetzter Polarität gespeist heiten jeweils von der in einem der Leitungszüge werden, wobei Mittel vorgesehen sind, um den Aus- strömenden aktivierbaren Substanz, die im folgenden gangsstrom der Ionisationskammer abzulesen oder zu kurz als Strömungsmedium bezeichnet sei, durchregistrieren; ferner ist eine Sammelvorrichtung für die 35 strömt werden; diese Ionisationskammern werden mit austretenden Gase vorgesehen. Spannungen entgegengesetzter Polarität gespeist. Die
Am elektrischen Ausgang der »doppelten« Ionisationskammer erfaßt man also einen Ausgangsstrom, dessen Stromstärke proportional zur Differenz der Stromstärken der Ausgangsströme jeder der beiden Einheiten der Ionisationskammer ist, d. h. proportional zur Differenz zwischen der von der Aktivität der Substanz in dem ersten Umlauf oder der ersten Leitung abhängigen Stromstärke (wobei diese Substanz
durch die Aktivierungskammer hindurchgeströmt ist) 45 im Bereich der Aktivierungskammer ermittelt werden und der Stromstärke, die von der Aktivität der Sub- kann.
stanz in dem zweiten Umlauf abhängt, die nur so weit Die Aktivierungskammer kann beispielsweise ein
aktiviert worden ist, wie die Substanz im anderen Zylinder mit gegebenenfalls konischem Einlaß und Leitungszug oder Umlauf in den Leitungen allein be- Auslaßteil oder ein Zylinder mit eingebauten Leiteinflußt wurde. Der Einfachheit wegen werden weiter- 50 blechen oder auch ein Zylinder mit einer schraubenhin die beiden Umlaufleitungen und die Aktivierungs- linienförmigen Trennwand sein, die den Strömungskammer mit dem Ausdruck »Meßkanal« bezeichnet. fluß durch die Kammer leitet.
Nach einer Variante kann man eine Differenz- Die F i g. 1, 2 und 3 zeigen jeweils eine einfach©
Ionisationskammer mehreren Meßkanälen zuordnen; zylindrische Aktivierungskammer 1 (F i g. 1) mit in diesem Fall sind Umschaltventile vorgesehen, um 55 konischen Ein- und Auslassen 2 bzw. 3 für das Strödie Meßkanäle nacheinander auf die Ionisationskam- mungsmedium, eine Kammer (F i g. 2) mit symmemer zu »schalten«. Man kann auch mit Vorteil um
eine gleiche vertikale Achse herum Aktivierungskammern in unterschiedlichen Höhenlagen zusammen
mit ihren Leitungen anordnen und einer derartigen 60
Anordnung einen einzigen direkten Durchtrittsumlauf
oder »Kompensationsumlauf« zuordnen, wobei man
dann die Umschaltung lediglich bei den Leitungen
der Aktivierungskammern vornimmt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Anordnung werden aus der ausführlichen Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung deutlich, das in der Zeichnung veranschaulicht ist. In dieser zeigen trisch in dem Zylinder angeordneten Leitblechen 4 und schließlich (F i g. 3) eine zylindrische Kammer mit einer schraubenlinienförmigen Führungswendel 5.
Die Strömung des Strömungsmediums innerhalb der Aktivierungskammer kann auch durch andere Einbauten oder Mittel geführt werden, wie dies beispielsweise die Ausführungsform nach F ig. 8 zeigt, die weiter unten beschrieben wird.
Die Leitung, in der die Aktivierungskammer liegt, und die Leitung ohne Aktivierungskammer für direkten Durchfluß des Strömungsmediums sind je mit einer Baueinheit der Ionisationskammer ver-
bunden, welche ihrerseits zweckmäßigerweise und insbesondere bei geringen Durchsatzmengen eines gasförmigen Strömungsmediums aus einem mit Querplatten ausgestatteten Zylinder besteht, dessen Platten abwechselnd an eine Hochspannungselektrode und an eine Sammelelektrode angeschlossen sind; der Zylinder hat eine Eintritts- und Austrittsöffnung für das Strömungsmedium, das von dem entsprechenden Leitungskanal herkommt. Die Differenz-Ionisationskammer ist durch eine Kombination zweier solcher Einheiten gebildet, deren elektrische Ausgangssignale einem Registriergerät zugeführt werden, nachdem sie nötigenfalls durch bekannte Mittel in geeigneter Weise verstärkt wurden.
Die Ionisationskammer nach F i g. 4 umfaßt zwei identische Einheiten 6, von denen die eine in der Zeichnung im Schnitt dargestellt ist.
Eine zylindrische Einheit 6 umfaßt: einen axialen Einlaß 7 für das Gas- oder Strömungsmedium, das aus einer der Leitungen des Meßkanals kommt, und einen Auslaß 8 für das gleiche Strömungsmedium, einen Deckel 9, durch den die Auslässe 8 und die elektrischen Speiseleitungen 10 sowie die Meßleitungen 11 hindurchführen und der über Halte- und Schutzringe 12 und Isolierteile 13 eine zylindrische Hochspannungselektrode 14 mit Platten 14' trägt; zentral in dem Zylinder ist eine axiale Sammelelektrode 15 mit weiteren Platten angeordnet. Auf den Deckel 9 ist ein Vorverstärker 16 aufgebaut, dem über die elektrische Leitung 11 das von der Sammelelektrode 15 kommende Signal zugeführt wird.
Die gesamte Anordnung, wie sie in F i g. 5 dargestellt ist, umfaßt mehrere Meßkanäle, die in dem Kern A eines Reaktors vorgesehen sind; jeder dieser Meßkanäle besteht aus einem »Kompensations«- Leitungszug 17 a und einem Meßleitungszug 17, in dem eine Aktivierungskammer 18 liegt; die beiden Leitungszüge sind an eine Differenz-Ionisationskammer 20, 21 angeschlossen. Den Meßkanälen wird das Gas über die Verteilerleitung 22 zugeführt; aus den Ionisationskammern 20, 21 (die jeweils die Meßgröße für den von dem betreffenden Kanal zu erfassenden Fluß liefern) fließt das Medium über Auslaßleitungen in die Sammelleitung 23.
In der F i g. 6 ist eine Anordnung dargestellt, die eine Differenz-Ionisationskammer 20, 21 aufweist, welche mehreren Kanälen 17 gemeinsam ist, denen auch ein gemeinsamer Kompensationskanal 17 α zugeordnet ist, während die anderen Kanäle 17 je eine Aktivierungskammer 18 enthalten. Umschaltventile 29 sind zusammen mit entsprechenden Umwegleitungen vorgesehen, um die Kanäle 17 jeweils nach Wunsch unmittelbar mit der Sammelleitung 23 oder mit der einen Einheit der Differenz-Ionisationskammer 21 zu verbinden, während die andere Einheit dauernd an den Kanal 17 a angeschlossen und über den Auslaß 32 mit der Sammelleitung 23 verbunden ist.
Eine derartige Anordnung kann so viel Meßkanäle enthalten, wie Meßpunkte im Reaktorkern vorgesehen werden, an denen man die Größe des Neutronenflusses feststellen oder überwachen möchte.
Die gesamte Anordnung von Meßkanälen, wie sie in F i g. 7 veranschaulicht ist, besteht aus einer zylindrischen Hülse 33, die für Neutronen durchlässig ist und deren hohle Achse 34 für die Zufuhr des Gases benutzt wird. Die zentrale Achse ist mit den jeweils auf unterschiedlichen Höhen angeordneten Aktivierungskammern 35 über Meßrohrleitungen 36 verbunden; eine Kompensationsrohrleitung 37 ist der gesamten Anordnung gemeinsam, und das Abströmen der Gase aus den Aktivierungskammern 35 erfolgt über die Rohrleitungen 38. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind in der dargestellten Anordnung drei Meßkanäle zusammengefaßt.
Die F i g. 8 zeigt in größerem Maßstab eine Aktivierungskammer 35 innerhalb der zylindrischen Hülle 33; sie zeigt auch die als Verteiler dienende Hohlachse 34. Die Kammer 35 hat an ihren beiden axialen Enden je einen doppelten Boden 3S1 und 352, so daß an jedem Ende dieser Kammer teils scheiben- und teils ringförmige Hohlräume 39 gebildet werden, die in ihrem ringförmigen Teil mit Durchlaßöffnungen 40 versehen sind, über die das aus der Zuleitung 36 kommende Gas in den Innenraum der Kammer einströmen und das aus dem Innenraum austretende Gas zunächst in den Hohlraum 39 ein- und dann durch die Rohrleitung 38 hindurch abströmen kann. Die Kompensationsrohrleitung ist mit 37 bezeichnet.
Die F i g. 9 zeigt in schematischer Weise eine Anordnung mit geschlossenem Gasumlauf; von dieser Anordnung ist ein Meßkanal 41 gezeigt, der einen Kompensationskreis und einen Meßkreis mit einer Aktivierungskammer 18 enthält, wobei die beiden parallelen Leitungen 17a und 17 durch den Kernel des Reaktors hindurchführen und über Abschlußventile 29 mit den beiden Einheiten der Differenz-Ionisationskammer 20, 21 verbunden sind. Die Ionisationskammer liefert die elektrischen Signale oder Meßwerte an ihren Ausgang 46, und jede dieser in größerer Anzahl vorgesehenen Kammern kann über ein Abschlußventil 47 jeweils in einer z. B. zyklischen Reihenfolge mit einem Entaktivierungsbehälter 48 verbunden werden, von dem das Gas durch einen Kompressor 49 und ein Abschlußventil 50 in einen Puffer-Druckbehälter 51 gelangt, von dem es wieder über die Rohrleitung 52 den Meßkanälen zugeführt wird.
Das aus der Ionisationskammer (oder den Ionisationskammern) ausströmende Gas wird in einem Sammler gesammelt und erneut in den Umlauf eingeführt. Man hat ein Interesse daran, die Zeit bis zum folgenden Wiederumlauf relativ groß im Verhältnis zu der Lebensdauer der aktivierten Isotope zu machen; da die beim Wiedereinführen des Strömungsmediums in einen Meßkanal zurückgebliebene Aktivität aber die gleiche für jede der Rohrleitungen ist, aus denen der Meßkanal besteht, wird der Ionisationsstrom, der auf eine solche restliche Aktivität zurückzuführen ist, durch das Differenzprinzip der Messung ausgeglichen und dadurch sein Einfluß auf das Meßergebnis beseitigt.
Als umlaufendes Gas kann man Argon oder irgendein anderes Gas verwenden, das gegenüber den besonderen Verhältnissen der Neutronenflüsse und der Ionisation vereinbar ist. Im allgemeinen werden die Messungen unter Verwendung der Betastrahlung durchgeführt, und man kann aber auch mit der Gammastrahlung arbeiten. Bei Verwendung von Argon gibt dessen Isotop 40 durch die Reaktion: Neutron, Gamma ein Isotrop 41, das sich nach Aussenden einer Beta- und Gammastrahlung in Kalium 41 umwandelt.
Das Volumen der Aktivierungskammer wird stets in Abhängigkeit von dem zeitlichen Durchsatz des Gases und der Empfindlichkeit der Ionisierungs-
kammer festgelegt. Dieses Volumen ist im allgemeinen IO bis 20 cm3.
An Stelle einer Ionisationskammer können beispielsweise auch Geiger-Müller-Zähler, Proportionalzähler, Durchflußzähler, Szintillationsdetektoren oder Halbleiterdetektoren verwendet werden.
Die Anordnung kann natürlich nicht nur zur Messung von Neutronenflüssen benutzt werden, wie sie im Kern von Reaktoren auftreten, sondern auch außerhalb des Reaktorkerns.
An Stelle das Gas durch eine Ionisationskammer hindurchzuleiten, kann es auch an einer sehr dünnen Trennwand vorbeigeführt werden, welche die Kammer begrenzt, wobei die Messung beispielsweise unter Ausnutzung der Betastrahlen durchgeführt wird.

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern mit den Kern durchsetzenden Rohrleitungen, durch die eine aktivierbare Substanz strömt und die außerhalb des Kerns mit Strahlungsdetektoren zur Messung der Aktivität der ausströmenden Substanz versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwei bis auf einen Leitungsabschnitt der einen Leitung zu auf der Meßstelle einander gleiche Leitungen (17, 17 a) parallel zueinander durch den Reaktorkern (/4) geführt sind, von denen die eine (17 a) an der Meßstelle in ihrem Querschnitt zu einer die Verweilzeit der aktivierbaren Substanz an dieser Stelle erhöhenden Aktivierungskammer (18) erweitert ist, und daß außerhalb des Kerns (A) zwei Strahlungsdetektoren (20 und 21) in Differenzschaltung an den Leitungen (17,17 a) angeordnet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Gruppen von je zwei Leitungen (17,17 a) für den Umlauf der aktivierbaren Substanz verbunden sind, bei denen jeweils in die eine Leitung (17 a) eine Aktivierungskammer (18) eingeschaltet ist, und daß jede Gruppe an ein Differenz-Meßsystem (20, 21) für die Messung der Differenz der Aktivitäten der in den Leitungspaaren umlaufenden aktivierbaren Substanz angeschlossen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben der den Reaktorkern (/4) durchquerenden Leitung (17 a) ohne Aktivierungskammer mehrere Leitungen (17), die je eine Aktivierungskammer (18) an unterschiedlichen Stellen im Kern enthalten, und Mittel (29) zur wahlweisen Verbindung jeweils einer der Leitungen (17) mit Aktivierungskammer und der Leitung (17a) ohne Aktivierungskammer mit einem Differenz-Meßsystem (20, 21) für die Aktivität der in den Leitungen umlaufenden aktivierbaren Substanzen vorgesehen sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine aus zwei identischen Einheiten (6) bestehende Differenz-Ionisationskammer.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die Ionisierungskammer eine Signal-Registriervorrichtung angeschlossen ist.
6. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere koaxial übereinander angeordnete Aktivierungskammern (35), eine Reihe von jeweils in einer der Kammern mündenden Leitungen (38) und eine durch alle Kammern hindurchführende Leitung (27) aufweist.
7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine zylindrische Aktivierungskammer (1) mit je einem konischen Ein- und Auslaß (2 bzw. 3) aufweist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungskammer (1) mit Leitblechen (4) für die Führung der umlaufenden aktivierbaren Substanz versehen ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungskammer \1) eine Führungswendel (5) für die Führung der umlaufenden aktivierbaren Substanz enthält.
10. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungskammer (35) zylindrisch ist und einen Eintrittsraum sowie einen Austrittsraum (39) enthält, die mit dem zentralen Raum der Kammer über periphere Durchlässe (40) in Verbindung stehen.
11. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Sammler (23, 30) für die aus den Ionisationskammern kommende aktivierbare Substanz aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 220 256.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 538/426 4.58 © Bundesdruckerei Berlin
DEG39947A 1963-02-26 1964-02-26 Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern Pending DE1265882B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR926106A FR1357745A (fr) 1963-02-26 1963-02-26 Dispositif pour la mesure continue des flux de neutrons

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1265882B true DE1265882B (de) 1968-04-11

Family

ID=8797949

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG39947A Pending DE1265882B (de) 1963-02-26 1964-02-26 Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern

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BE (1) BE644372A (de)
DE (1) DE1265882B (de)
FR (1) FR1357745A (de)
GB (1) GB1021434A (de)
LU (1) LU45504A1 (de)
NL (1) NL6401822A (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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Also Published As

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LU45504A1 (de) 1964-04-24
GB1021434A (en) 1966-03-02
NL6401822A (de) 1964-08-27
FR1357745A (fr) 1964-04-10
BE644372A (de) 1964-06-15

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