DE1265882B - Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern - Google Patents
Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem ReaktorkernInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES W7WWS PATENTAMT
Int. Cl.:
G21d
AUSLEGESCHRIFT
Nummer:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutschem.: 21g-21/31
G 39947 VIII c/21g
26. Februar 1964
11. April 1968
26. Februar 1964
11. April 1968
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem
Reaktorkern mit den Kern durchsetzenden Rohrleitungen, durch die eine aktivierbare Substanz strömt
und die außerhalb des Kerns mit Strahlungsdetektoren zur Messung der Aktivität der ausströmenden
Substanz versehen sind.
Um das Verhalten von Kernreaktoren unter verschiedenen Betriebsbedingungen überwachend verfolgen
zu können, ist es unbedingt erforderlich, die zeitliche Verteilung des Neutronenflusses im Reaktorkern
laufend zu messen.
Dazu sind zur Zeit unterschiedliche Verfahren und Anordnungen im Gebrauch, bei denen man kleine
Ionisationskammern, Thermoelemente oder Drähte bzw. Bänder aus Metall verwendet, die aktiviert und
dann Punkt für Punkt kontrolliert werden. Bei Reaktoren mit großem Neutronenfluß werden derartige
Messungen zeitlich unstetig oder absatzweise durchgeführt, sowohl wegen ihres Prinzips, als auch weil
die Thermoelemente oder Ionisationskammern nur eine außerordentlich kurze Lebensdauer aufweisen.
So verliert beispielsweise eine Ionisationskammer mit einem Bor-Niederschlag in einem Fluß thermischer
Neutronen von 1014 n/cm2 see 4% ihrer Empfindlichkeit
je Betriebstag, und eine Ionisationskammer mit einem Urandepot verliert unter den gleichen Bedingungen
0,7% ihrer Empfindlichkeit.
Weiterhin ist aus der österreichischen Patentschrift 220 256 ein Verfahren bekannt, bei dem ein durch
Neutronen aktivierbares Gas durch den Reaktorkern hindurchgeschickt und die Aktivität des austretenden
Gases gemessen wird. Dabei wird die Strömungsgeschwindigkeit des durch enge Kanäle gepreßten
Gases verändert. Das Ergebnis der Reaktivitätsmessungen während einer Periode der Änderung der
Strömungsgeschwindigkeit wird differenziert und liefert ein Maß für die Flußverteilung. Auch dieses
bekannte Meßverfahren arbeitet also schon vom Prinzip her diskontinuierlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung anzugeben, die ein kontinuierliches
Messen des Neutronenflusses auch in Reaktoren hoher Leistung gestattet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zwei einander bis auf einen Leitungsabschnitt der einen Leitung am Ort der Meßstelle
gleiche Leitungen parallel zueinander durch den Reaktorkern geführt sind, von denen die eine an der
Meßstelle in ihrem Querschnitt zu einer die Verweilzeit der aktivierbaren Substanz an dieser Stelle erhöhenden
Aktivierungskammer erweitert ist, und daß
Anordnung zum kontinuierlichen Messen
des Neutronenflusses in einem Reaktorkern
des Neutronenflusses in einem Reaktorkern
Anmelder:
Groupement Atomique Alsacienne Atiantique,
Le Plessis-Robinson, Seine (Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Beetz
und Dipl.-Ing. K. Lamprecht, Patentanwälte,
8000 München 22, Steinsdorfstr. 10
Als Erfinder benannt:
Yves Wilmart, Paris;
Jean Laxague,
Chatenay-Malabry, Seine (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 26. Februar 1963 (926 106)
außerhalb des Kerns zwei Strahlungsdetektoren in Differenzschaltung an den Leitungen angeordnet
sind.
Bei dieser Anordnung hält sich die im Umlauf befindliche aktivierbare Substanz in der Aktivierungskammer
während einer Zeit auf, die gleich dem Volumen dieser Kammer im Verhältnis zu dem
Durchsatz der Substanz in dem gesamten Umlauf innerhalb des Reaktors ist; die Aktivierung der Substanz
ist proportional zu dem Neutronenfluß, der sie umgibt; infolgedessen ist die Aktivität der Substanz
am Austritt aus dem Kern des Reaktors grundsätzlich von der Größe des Neutronenflusses im Bereich der
Aktivierungskammer abhängig.
In dem Kern des Reaktors liegen zwei in gleicher Weise mit der Substanz gespeiste Umläufe vor, in
denen das Strömungsmedium mit der gleichen Geschwindigkeit strömt. Die beiden Umläufe führen
durch den Kern des Reaktors hindurch; der eine der Umläufe enthält jedoch eine Aktivierungskammer,
durch die die Substanz hindurchfließen muß und in der sie der Auswirkung des Neutronenflusses unterworfen
ist, der im Bereich der Kammer vorhanden ist bzw. diese Kammer umgibt. Das Vorhandensein
einer solchen Aktivierungskammer ist der einzige Unterschied zwischen den beiden Umläufen; jede
Differenz der Aktivität der aus dem Reaktor austretenden Substanzen der beiden Umläufe rührt da-
809 538/426
her von dem Aufenthalt der einen dieser Substanzen in der Aktivierungskammer her.
Das Messen dieser Differenz erfolgt sofort beim Austritt der Substanzen aus dem Reaktor und macht
es möglich, jederzeit die Größe des Neutronenflusses an derjenigen Stelle zu ermitteln, an der sich die Aktivierungskammer
befindet. Wenn man ein Differenz-Meßsystem verwendet, das beispielsweise mit einem
Gerät für unmittelbare Anzeige oder einem Registriergerät versehen ist, kann man den Wert des Neutronenfiusses
zu jedem Augenblick ablesen, da die Messung und die Anzeige stetig sind.
Je nach der Anzahl derjenigen Stellen, an denen der Neutronenfluß gemessen werden soll, und entsprechend
der Lage dieser Meßstellen, können mehrere, mit je einer Aktivierungskammer versehene Umläufe
in den Reaktorkern eingebaut werden; jedem dieser Umläufe ist ein Umlauf für direkten Durchfluß
zugeordnet. In gewissen Fällen, wenn die Meßpunkte genügend dicht nebeneinanderliegen, können
die Aktivitäten der Substanzen in den entsprechenden Umläufen jeweils nacheinander mit der Aktivität der
Substanz verglichen werden, die einen einzigen Umlauf mit unmittelbarem Durchfluß durch den Kern
durchströmt.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Anordnung ist das Differenz-Meßsystem, das die Aktivitäten gasförmiger
Substanzen vergleicht, durch eine Differenz-Ionisationskammer mit zwei Baueinheiten gebildet,
F i g. 1, 2 und 3 drei schematische Längsschnitte durch unterschiedliche Ausführungen von Aktivierungskammern,
F i g. 4 eine Ionisationskammer, zur einen Hälfte im vertikalen Schnitt, zur anderen Hälfte in Außenansicht,
F i g. 5 eine Anordnung von mehreren Meßkanälen,
F i g. 6 eine abweichende Anordnung der Meßvorrichtung,
F i g. 6 a einen Schnitt längs der Schnittlinie VI-VI der F i g. 6,
F i g. 7 einen Vertikalschnitt durch symmetrisch um eine einzige Zuführleitung angeordnete Meßkanäle,
F i g. 8 in größerem Maßstab eine der Aktivierungskammern der F i g. 7,
Fig. 9 ein Zusammenbauschema einer Meßeinrichtung
mit Wiederumlauf des gasförmigen Strömungsmittels.
Wie man aus der F i g. 5 erkennt, besteht die Meßanordnung
aus zwei Leitungen 17, 17 a von kleinem Durchmesser, die nebeneinander und parallel zueinander
in dem Reaktorkern angeordnet sind; in dem Zuge einer dieser Leitungen 17 a liegt eine Aktivierungskammer
18 an dem Meßpunkt. Ferner sind (nicht dargestellte) Mittel vorgesehen, die dazu dienen, gleiche Mengen der gleichen aktivierenden Substanz
mit gleicher Geschwindigkeit durch gleichartige
aus den Ionisationskammern austretenden Strömungsmedien werden über die Sammelleitung 23 wieder
abgeführt.
Jeder der Ionisationskammern 20, 21 ist an ein Anzeigesystem oder ein Registriersystem (nicht dargestellt)
angeschlossen, das den Wert des Ausgangsstromes der betreffenden Kammer anzeigt, also einen
Wert, aus dem leicht die Größe des Neutronenfluaees
Teile jeder der Leitungen hindurchzuführen. Ferner
von denen jede durch die Substanz in einer der Lei- 30 sind aus je zwei Einheiten 20 und 21 bestehende Diftungen
durchströmt wird und die mit Hochspan- ferenz-Ionisationskammern vorhanden, deren Einnungen
einander entgegengesetzter Polarität gespeist heiten jeweils von der in einem der Leitungszüge
werden, wobei Mittel vorgesehen sind, um den Aus- strömenden aktivierbaren Substanz, die im folgenden
gangsstrom der Ionisationskammer abzulesen oder zu kurz als Strömungsmedium bezeichnet sei, durchregistrieren;
ferner ist eine Sammelvorrichtung für die 35 strömt werden; diese Ionisationskammern werden mit
austretenden Gase vorgesehen. Spannungen entgegengesetzter Polarität gespeist. Die
Am elektrischen Ausgang der »doppelten« Ionisationskammer erfaßt man also einen Ausgangsstrom,
dessen Stromstärke proportional zur Differenz der Stromstärken der Ausgangsströme jeder der beiden
Einheiten der Ionisationskammer ist, d. h. proportional zur Differenz zwischen der von der Aktivität der
Substanz in dem ersten Umlauf oder der ersten Leitung abhängigen Stromstärke (wobei diese Substanz
durch die Aktivierungskammer hindurchgeströmt ist) 45 im Bereich der Aktivierungskammer ermittelt werden
und der Stromstärke, die von der Aktivität der Sub- kann.
stanz in dem zweiten Umlauf abhängt, die nur so weit Die Aktivierungskammer kann beispielsweise ein
aktiviert worden ist, wie die Substanz im anderen Zylinder mit gegebenenfalls konischem Einlaß und
Leitungszug oder Umlauf in den Leitungen allein be- Auslaßteil oder ein Zylinder mit eingebauten Leiteinflußt
wurde. Der Einfachheit wegen werden weiter- 50 blechen oder auch ein Zylinder mit einer schraubenhin
die beiden Umlaufleitungen und die Aktivierungs- linienförmigen Trennwand sein, die den Strömungskammer mit dem Ausdruck »Meßkanal« bezeichnet. fluß durch die Kammer leitet.
Nach einer Variante kann man eine Differenz- Die F i g. 1, 2 und 3 zeigen jeweils eine einfach©
Ionisationskammer mehreren Meßkanälen zuordnen; zylindrische Aktivierungskammer 1 (F i g. 1) mit
in diesem Fall sind Umschaltventile vorgesehen, um 55 konischen Ein- und Auslassen 2 bzw. 3 für das Strödie
Meßkanäle nacheinander auf die Ionisationskam- mungsmedium, eine Kammer (F i g. 2) mit symmemer
zu »schalten«. Man kann auch mit Vorteil um
eine gleiche vertikale Achse herum Aktivierungskammern in unterschiedlichen Höhenlagen zusammen
mit ihren Leitungen anordnen und einer derartigen 60
Anordnung einen einzigen direkten Durchtrittsumlauf
oder »Kompensationsumlauf« zuordnen, wobei man
dann die Umschaltung lediglich bei den Leitungen
der Aktivierungskammern vornimmt.
eine gleiche vertikale Achse herum Aktivierungskammern in unterschiedlichen Höhenlagen zusammen
mit ihren Leitungen anordnen und einer derartigen 60
Anordnung einen einzigen direkten Durchtrittsumlauf
oder »Kompensationsumlauf« zuordnen, wobei man
dann die Umschaltung lediglich bei den Leitungen
der Aktivierungskammern vornimmt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Anordnung werden aus der ausführlichen Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung deutlich, das in der Zeichnung veranschaulicht ist. In dieser zeigen
trisch in dem Zylinder angeordneten Leitblechen 4 und schließlich (F i g. 3) eine zylindrische Kammer
mit einer schraubenlinienförmigen Führungswendel 5.
Die Strömung des Strömungsmediums innerhalb der Aktivierungskammer kann auch durch andere
Einbauten oder Mittel geführt werden, wie dies beispielsweise die Ausführungsform nach F ig. 8 zeigt,
die weiter unten beschrieben wird.
Die Leitung, in der die Aktivierungskammer liegt, und die Leitung ohne Aktivierungskammer für
direkten Durchfluß des Strömungsmediums sind je mit einer Baueinheit der Ionisationskammer ver-
bunden, welche ihrerseits zweckmäßigerweise und insbesondere bei geringen Durchsatzmengen eines
gasförmigen Strömungsmediums aus einem mit Querplatten ausgestatteten Zylinder besteht, dessen Platten
abwechselnd an eine Hochspannungselektrode und an eine Sammelelektrode angeschlossen sind;
der Zylinder hat eine Eintritts- und Austrittsöffnung für das Strömungsmedium, das von dem entsprechenden
Leitungskanal herkommt. Die Differenz-Ionisationskammer ist durch eine Kombination
zweier solcher Einheiten gebildet, deren elektrische Ausgangssignale einem Registriergerät zugeführt
werden, nachdem sie nötigenfalls durch bekannte Mittel in geeigneter Weise verstärkt wurden.
Die Ionisationskammer nach F i g. 4 umfaßt zwei
identische Einheiten 6, von denen die eine in der Zeichnung im Schnitt dargestellt ist.
Eine zylindrische Einheit 6 umfaßt: einen axialen Einlaß 7 für das Gas- oder Strömungsmedium, das
aus einer der Leitungen des Meßkanals kommt, und einen Auslaß 8 für das gleiche Strömungsmedium,
einen Deckel 9, durch den die Auslässe 8 und die elektrischen Speiseleitungen 10 sowie die Meßleitungen
11 hindurchführen und der über Halte- und Schutzringe 12 und Isolierteile 13 eine zylindrische
Hochspannungselektrode 14 mit Platten 14' trägt; zentral in dem Zylinder ist eine axiale Sammelelektrode
15 mit weiteren Platten angeordnet. Auf den Deckel 9 ist ein Vorverstärker 16 aufgebaut, dem über
die elektrische Leitung 11 das von der Sammelelektrode 15 kommende Signal zugeführt wird.
Die gesamte Anordnung, wie sie in F i g. 5 dargestellt
ist, umfaßt mehrere Meßkanäle, die in dem Kern A eines Reaktors vorgesehen sind; jeder dieser
Meßkanäle besteht aus einem »Kompensations«- Leitungszug 17 a und einem Meßleitungszug 17, in
dem eine Aktivierungskammer 18 liegt; die beiden Leitungszüge sind an eine Differenz-Ionisationskammer
20, 21 angeschlossen. Den Meßkanälen wird das Gas über die Verteilerleitung 22 zugeführt; aus
den Ionisationskammern 20, 21 (die jeweils die Meßgröße für den von dem betreffenden Kanal zu erfassenden
Fluß liefern) fließt das Medium über Auslaßleitungen in die Sammelleitung 23.
In der F i g. 6 ist eine Anordnung dargestellt, die eine Differenz-Ionisationskammer 20, 21 aufweist,
welche mehreren Kanälen 17 gemeinsam ist, denen auch ein gemeinsamer Kompensationskanal 17 α zugeordnet
ist, während die anderen Kanäle 17 je eine Aktivierungskammer 18 enthalten. Umschaltventile
29 sind zusammen mit entsprechenden Umwegleitungen vorgesehen, um die Kanäle 17 jeweils nach
Wunsch unmittelbar mit der Sammelleitung 23 oder mit der einen Einheit der Differenz-Ionisationskammer
21 zu verbinden, während die andere Einheit dauernd an den Kanal 17 a angeschlossen und über
den Auslaß 32 mit der Sammelleitung 23 verbunden ist.
Eine derartige Anordnung kann so viel Meßkanäle enthalten, wie Meßpunkte im Reaktorkern vorgesehen
werden, an denen man die Größe des Neutronenflusses feststellen oder überwachen möchte.
Die gesamte Anordnung von Meßkanälen, wie sie in F i g. 7 veranschaulicht ist, besteht aus einer zylindrischen
Hülse 33, die für Neutronen durchlässig ist und deren hohle Achse 34 für die Zufuhr des Gases
benutzt wird. Die zentrale Achse ist mit den jeweils auf unterschiedlichen Höhen angeordneten Aktivierungskammern
35 über Meßrohrleitungen 36 verbunden; eine Kompensationsrohrleitung 37 ist der gesamten
Anordnung gemeinsam, und das Abströmen der Gase aus den Aktivierungskammern 35 erfolgt
über die Rohrleitungen 38. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind in der dargestellten Anordnung drei
Meßkanäle zusammengefaßt.
Die F i g. 8 zeigt in größerem Maßstab eine Aktivierungskammer 35 innerhalb der zylindrischen Hülle
33; sie zeigt auch die als Verteiler dienende Hohlachse 34. Die Kammer 35 hat an ihren beiden axialen
Enden je einen doppelten Boden 3S1 und 352, so daß
an jedem Ende dieser Kammer teils scheiben- und teils ringförmige Hohlräume 39 gebildet werden, die
in ihrem ringförmigen Teil mit Durchlaßöffnungen 40 versehen sind, über die das aus der Zuleitung 36
kommende Gas in den Innenraum der Kammer einströmen und das aus dem Innenraum austretende Gas
zunächst in den Hohlraum 39 ein- und dann durch die Rohrleitung 38 hindurch abströmen kann. Die
Kompensationsrohrleitung ist mit 37 bezeichnet.
Die F i g. 9 zeigt in schematischer Weise eine Anordnung mit geschlossenem Gasumlauf; von dieser
Anordnung ist ein Meßkanal 41 gezeigt, der einen Kompensationskreis und einen Meßkreis mit einer
Aktivierungskammer 18 enthält, wobei die beiden parallelen Leitungen 17a und 17 durch den Kernel
des Reaktors hindurchführen und über Abschlußventile 29 mit den beiden Einheiten der Differenz-Ionisationskammer
20, 21 verbunden sind. Die Ionisationskammer liefert die elektrischen Signale
oder Meßwerte an ihren Ausgang 46, und jede dieser in größerer Anzahl vorgesehenen Kammern kann
über ein Abschlußventil 47 jeweils in einer z. B. zyklischen Reihenfolge mit einem Entaktivierungsbehälter 48 verbunden werden, von dem das Gas
durch einen Kompressor 49 und ein Abschlußventil 50 in einen Puffer-Druckbehälter 51 gelangt, von
dem es wieder über die Rohrleitung 52 den Meßkanälen zugeführt wird.
Das aus der Ionisationskammer (oder den Ionisationskammern) ausströmende Gas wird in einem
Sammler gesammelt und erneut in den Umlauf eingeführt. Man hat ein Interesse daran, die Zeit bis zum
folgenden Wiederumlauf relativ groß im Verhältnis zu der Lebensdauer der aktivierten Isotope zu
machen; da die beim Wiedereinführen des Strömungsmediums in einen Meßkanal zurückgebliebene Aktivität
aber die gleiche für jede der Rohrleitungen ist, aus denen der Meßkanal besteht, wird der Ionisationsstrom,
der auf eine solche restliche Aktivität zurückzuführen ist, durch das Differenzprinzip der Messung
ausgeglichen und dadurch sein Einfluß auf das Meßergebnis beseitigt.
Als umlaufendes Gas kann man Argon oder irgendein anderes Gas verwenden, das gegenüber den
besonderen Verhältnissen der Neutronenflüsse und der Ionisation vereinbar ist. Im allgemeinen werden
die Messungen unter Verwendung der Betastrahlung durchgeführt, und man kann aber auch mit der
Gammastrahlung arbeiten. Bei Verwendung von Argon gibt dessen Isotop 40 durch die Reaktion:
Neutron, Gamma ein Isotrop 41, das sich nach Aussenden einer Beta- und Gammastrahlung in Kalium
41 umwandelt.
Das Volumen der Aktivierungskammer wird stets in Abhängigkeit von dem zeitlichen Durchsatz des
Gases und der Empfindlichkeit der Ionisierungs-
kammer festgelegt. Dieses Volumen ist im allgemeinen IO bis 20 cm3.
An Stelle einer Ionisationskammer können beispielsweise auch Geiger-Müller-Zähler, Proportionalzähler,
Durchflußzähler, Szintillationsdetektoren oder Halbleiterdetektoren verwendet werden.
Die Anordnung kann natürlich nicht nur zur Messung von Neutronenflüssen benutzt werden, wie sie
im Kern von Reaktoren auftreten, sondern auch außerhalb des Reaktorkerns.
An Stelle das Gas durch eine Ionisationskammer hindurchzuleiten, kann es auch an einer sehr dünnen
Trennwand vorbeigeführt werden, welche die Kammer begrenzt, wobei die Messung beispielsweise
unter Ausnutzung der Betastrahlen durchgeführt wird.
Claims (11)
1. Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern mit
den Kern durchsetzenden Rohrleitungen, durch die eine aktivierbare Substanz strömt und die
außerhalb des Kerns mit Strahlungsdetektoren zur Messung der Aktivität der ausströmenden
Substanz versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwei bis auf einen Leitungsabschnitt der einen Leitung zu auf der Meßstelle
einander gleiche Leitungen (17, 17 a) parallel zueinander durch den Reaktorkern (/4) geführt sind,
von denen die eine (17 a) an der Meßstelle in ihrem Querschnitt zu einer die Verweilzeit der
aktivierbaren Substanz an dieser Stelle erhöhenden Aktivierungskammer (18) erweitert ist, und
daß außerhalb des Kerns (A) zwei Strahlungsdetektoren (20 und 21) in Differenzschaltung an
den Leitungen (17,17 a) angeordnet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Gruppen von je zwei
Leitungen (17,17 a) für den Umlauf der aktivierbaren Substanz verbunden sind, bei denen jeweils
in die eine Leitung (17 a) eine Aktivierungskammer (18) eingeschaltet ist, und daß jede Gruppe
an ein Differenz-Meßsystem (20, 21) für die Messung der Differenz der Aktivitäten der in den
Leitungspaaren umlaufenden aktivierbaren Substanz angeschlossen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben der den Reaktorkern
(/4) durchquerenden Leitung (17 a) ohne Aktivierungskammer
mehrere Leitungen (17), die je eine Aktivierungskammer (18) an unterschiedlichen
Stellen im Kern enthalten, und Mittel (29) zur wahlweisen Verbindung jeweils einer der Leitungen
(17) mit Aktivierungskammer und der Leitung (17a) ohne Aktivierungskammer mit einem
Differenz-Meßsystem (20, 21) für die Aktivität der in den Leitungen umlaufenden aktivierbaren
Substanzen vorgesehen sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine aus zwei identischen Einheiten (6)
bestehende Differenz-Ionisationskammer.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die Ionisierungskammer eine
Signal-Registriervorrichtung angeschlossen ist.
6. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere koaxial übereinander
angeordnete Aktivierungskammern (35), eine Reihe von jeweils in einer der Kammern
mündenden Leitungen (38) und eine durch alle Kammern hindurchführende Leitung (27) aufweist.
7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine zylindrische Aktivierungskammer (1) mit je einem konischen Ein-
und Auslaß (2 bzw. 3) aufweist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungskammer (1)
mit Leitblechen (4) für die Führung der umlaufenden aktivierbaren Substanz versehen ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungskammer \1)
eine Führungswendel (5) für die Führung der umlaufenden aktivierbaren Substanz enthält.
10. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungskammer (35)
zylindrisch ist und einen Eintrittsraum sowie einen Austrittsraum (39) enthält, die mit dem
zentralen Raum der Kammer über periphere Durchlässe (40) in Verbindung stehen.
11. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Sammler (23, 30) für
die aus den Ionisationskammern kommende aktivierbare Substanz aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 220 256.
Österreichische Patentschrift Nr. 220 256.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 538/426 4.58 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR926106A FR1357745A (fr) | 1963-02-26 | 1963-02-26 | Dispositif pour la mesure continue des flux de neutrons |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1265882B true DE1265882B (de) | 1968-04-11 |
Family
ID=8797949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG39947A Pending DE1265882B (de) | 1963-02-26 | 1964-02-26 | Anordnung zum kontinuierlichen Messen des Neutronenflusses in einem Reaktorkern |
Country Status (6)
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|---|---|
| BE (1) | BE644372A (de) |
| DE (1) | DE1265882B (de) |
| FR (1) | FR1357745A (de) |
| GB (1) | GB1021434A (de) |
| LU (1) | LU45504A1 (de) |
| NL (1) | NL6401822A (de) |
Cited By (1)
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| US4990304A (en) * | 1989-01-27 | 1991-02-05 | Westinghouse Electric Corp. | Instrumentation tube features for reduction of coolant flow-induced vibration of flux thimble tube |
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- 1963-02-26 FR FR926106A patent/FR1357745A/fr not_active Expired
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- 1964-02-24 LU LU45504A patent/LU45504A1/xx unknown
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