[go: up one dir, main page]

DE1265883B - Mechanisches Filter mit mehreren durch den Poisson sehen Effekt gekoppelten Langsschwingern - Google Patents

Mechanisches Filter mit mehreren durch den Poisson sehen Effekt gekoppelten Langsschwingern

Info

Publication number
DE1265883B
DE1265883B DE1966F0048779 DEF0048779A DE1265883B DE 1265883 B DE1265883 B DE 1265883B DE 1966F0048779 DE1966F0048779 DE 1966F0048779 DE F0048779 A DEF0048779 A DE F0048779A DE 1265883 B DE1265883 B DE 1265883B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupled
mechanical filter
poisson
oscillators
oscillator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1966F0048779
Other languages
English (en)
Other versions
DE1265883C2 (de
Inventor
Kawasaki shi Dipl Ing Kazuo Yakuwa (japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fujitsu Ltd
Original Assignee
Fujitsu Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fujitsu Ltd filed Critical Fujitsu Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE1265883C2 publication Critical patent/DE1265883C2/de
Publication of DE1265883B publication Critical patent/DE1265883B/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Piezo-Electric Or Mechanical Vibrators, Or Delay Or Filter Circuits (AREA)

Description

  • Mechanisches Filter mit mehreren durch den Poissonschen Effekt gekoppelten Längsschwingern In der Nachrichtentechnik wird oft gefordert, daß nur ein Signal in einem gewünschten Frequenzbereich abgeleitet wird. Für diesen Zweck werden im allgemeinen verschiedenartige, aus Induktionsspulen und Kondensatoren bestehende Filter verwendet. Wenn aber bei den Bandpaßfiltern die Breite des Durchlaßbereichs kleiner wird als einige Prozent der Mittenfrequenz, werden bei den LC-Filtern wegen der Verluste der Bauelemente, vor allem der Induktionsspulen, die Realisierung der gewünschten Kennlinie erschwert, der Verlust in der Bandmitte vergößert und die Kennlinie in der Nähe der Grenzfrequenz verschlechtert. Um den Verlust zu verkleinern, genügt es, wenn die Spule vergrößert wird, was aber eine Vergrößerung des Filters mit sich bringt und einen hohen Kostenaufwand bedingt. Es ist schon bekannt, daß in einem solchen Fall ein mechanisches Filter, dessen Bauelement aus einem mechanischen Schwinger mit kleinen Verlusten, das ist mit hohem Q, besteht, vorteilhafterweise verwendet wird. Bei den mechanischen Filtern ist der Freiheitsgrad des Entwurfs nicht so groß wie beiden LC-Filtern und die Ausbildung begrenzt, so daß das Verfahren zur Erhöhung der Steilheit der Sperrkennlinie nicht angewendet werden kann, das in der Erzeugung eines beliebigen Dämpfungspols im Dämpfungsbereich, vor allem in der Erzeugung eines Dämpfungspols in der Nähe der Grenzfrequenz, liegt. Wenn es demnach beabsichtigt ist, durch ein mechanisches Filter eine steile Sperrkennlinie zu erreichen, gibt es nur die Möglichkeit, die Zahl von in Kaskade geschalteten Resonatoren zu vermehren. Da ein solches mechanisches Filter demnach mehrere Resonatoren aufweist, wird seine Form vergrößert und sein Kostenaufwand erhöht. Andererseits tritt der Nachteil auf, daß die Laufzeitstörung am Ende des Durchlaßbereichs, aus dem Gesichtspunkt der Kennlinie betrachtet, vergrößert wird, da die Zahl der Strecken vermehrt wird.
  • Bei einem in Längsrichtung schwingenden Z/2-Schwinger wird im Mittelteil, der eine große Schwingungsverzerrung aufweist, die Änderung der Querschnittsfläche wegen des Einflusses des Poissonschen Effektes bemerkbar, so daß dieser Schwinger eine zu seiner Längsrichtung rechtwinklige Schwingungskomponente aufweist. Die Art dieser Schwingung ist übertrieben in F i g. 1 dargestellt. Wenn die Schwingung in Längsrichtung den Schwinger verkürzt, wird die Querschnittsfläche, wie in F l g. 1 b gezeigt ist, im Mittelteil vergrößert. Wenn demgegenüber die Schwingung in Längsrichtung den Schwinger dehnt, wird die Querschnittsfläche, wie in F i g. 1 c gezeigt ist, im Mittelteil verkleinert. Ein Verfahren, nach dem ein solcher Längsschwinger unter Benutzung der auf dem Poissonschen Effekt beruhenden Schwingungskomponente in Querrichtung mit einem weiteren Schwinger gekoppelt und hierdurch ein elektromechanisches Filter gebildet wird, ist bereits durch USA.-Patentschrift 2 738 467 bekannt. Wie in F i g. 2 gezeigt ist, ist nach dieser Patentschrift das mechanische Filter so ausgebildet, daß zwei A/2-Längsschwinger in ihrem Mittelteil zueinander rechtwinklig gekoppelt sind und der eine durch den magnetostriktiven Effekt angetrieben und die elektrische Leistung von dem anderen abgeleitet wird. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß keine besonderen Koppler vorgesehen zu werden brauchen, die Ausbildung einfach und mechanisch fest und die Herstellung leicht ist.
  • Wird die Länge des Längsschwingers mit 1, der Elastizitätsmodul des Materials mit E und die Dichte mit O bezeichnet, so ist die minimale Resonanzfrequenz dieses Längsschwingers durch die Formel bestimmt und beträgt bei 100 kHz etwa 25 mm, wenn es sich um allgemeines Metallmaterial handelt. Wenn somit der Schwinger, der die in F i g. 2 gezeigte, auf dem Poissonschen Effekt beruhende Kopplung benutzt, bei einer Frequenz unter 100 kHz verwirklicht werden soll, ergibt sich der Nachteil, daß ein sehr großer Raum eingenommen werden muß. In der modernen Nachrichtentechnik besteht aber die Tendenz, verkleinerte Einrichtungen herzustellen.
  • Es läßt sich nicht vermeiden, daß ein mechanischer Schwinger um so mehr vergrößert wird, je tiefer die Frequenz ist. Deshalb sind verschiedene Verfahren zur Herstellung des Schwingers in möglichst kleiner Ausführung vorgeschlagen worden. Im Prinzip liegen diese Verfahren hauptsächlich darin, daß an der die größte Schwingungsweite aufweisenden Stelle die Masse konzentriert und die Querschnittsfläche verkleinert wird, um an der Stelle mit großer Verzerrung die äquivalente Steife zu verringern. Wird dieses Prinzip auf den Längsschwinger angewendet, ergeben sich Schwinger nach F i g. 3.
  • In F i g. 3 a ist ein Schwinger mit kreisförmigem Querschnitt dargestellt, wobei die Enden und der Mittelteil im Durchmesser konzentrisch verschieden sind und an den Enden die Masse vorgesehen ist, um die Frequenz zu verringern. F i g. 3 b zeigt ein Beispiel für die Anwendung dieses Prinzips auf einen Schwinger mit rechteckförmigem Querschnitt, wobei der gleiche Effekt durch eine Vergrößerung der Breite an den Enden erreicht ist. Wenn man beabsichtigt, solche Schwinger, wie in F i g. 2 gezeigt ist, durch den Poissonschen Effekt zu koppeln, wird die Form kompliziert und die Bearbeitung sehr erschwert. Wenn z. B. der in F i g. 3b gezeigte Schwinger gekoppelt werden soll, ist die Bearbeitung mit hoher Genauigkeit unmöglich, soweit das Ausstanzen usw., das auf der Ultraschallbearbeitung beruht, nicht verwendet wird.
  • Die Erfindung geht von einem mechanischen Filter mit mehreren durch den Poissonschen Effekt gekoppelten Längsschwingern aus. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei einem solchen mechanischen Filter die Kennlinie zu verbessern, ohne das Filter aufwendig gestalten zu müssen.
  • Zur Lösung sieht die Erfindung vor, daß die Schwinger derart angeordnet sind, daß die in jedem Schwinger zueinander rechtwinklig gerichteten Schwingungskomponenten parallel zueinander ausgerichtet werden und daß die benachbarten Teile der Schwinger mit zueinander parallelen Schwingungskomponenten durch Koppler gekoppelt sind.
  • Die durch ein solches Filter erreichte Kennlinie entspricht der Kennlinie eines bekannten mechanischen Filters mit der doppelten Zahl von Resonatoren. Ein Filter mit zwei gekoppelten Schwingern hat somit eine Kennlinie, die der Kennlinie eines bekannten Filters mit vier Resonatoren entspricht. Somit wird die Stückzahl der Resonatoren verringert und damit wird das Filter verkleinert und verbilligt.
  • Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Teile der Schwinger mit Spalten gleichförmiger Tiefe längs der Symmetrieachsen versehen sind, wobei die Spalte in den Schwingern rechtwinklig zueinander angeordnet sind, und daß die Schwinger aus Scheiben oder rechteckförmigen Platten bestehen.
  • Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar sind F i g. 4 perspektivische Ansichten von Resonatoren verschiedener Formen, aus denen das erfindungsgemäße mechanische Filter gebildet wird, F i g. 5 ein Schaltbild einer elektrischen Ersatzschaltung für die Resonatoren in F i g. 4, F i g. 6 eine perspektivische Ansicht eines weiteren mechanischen Filters nach der Erfindung, F i g. 7 ein Schaltbild einer Ersatzschaltung Anordnung nach F i g. 6, F i g. 8 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen mechaziisehen Filters, ..,u.,, F i g. 9 ein Schaltbild einer Ersatzschaltung der Anordnung nach F i g. 8, F i g. 10 und 11 perspektivische Ansichten weiterer Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Filters, F i g. 12 Aufsichten auf Ausführungsformen eines Schwingers, F i g. 13 eine Vorderansicht und eine Seitenansicht eines Schwingers mit der Anregungsanordnung, F i g. 14 ein Schaltbild der Ersatzschaltung der Anordnung nach F i g. 13 und F i g. 15 eine Vorderansicht und eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines Schwingers. Die Resonatoren nach F i g. 4 stellen Kopplungsschwinger dar, bei denen zwei Längsschwingungen ausführende 1/a ,-Schwinger im Mittelteil, der große Verzerrungen aufweist, durch den Poissonschen Effekt miteinander gekoppelt sind. Hierbei sind als Beispiel Schwinger mit einer priezoelektrischen Keramikplatte zur Anregung der mechanischen Schwingungen . dargestellt.
  • Gemäß F i g. 4a sind in die von der Mitte abgehenden Teile eines Längsschwingers zwei mit einer Silberelektrode versehene piezoelektrische Keramikplatten durch Klebung eingeführt, durch die der Schwinger in Längsrichtung angeregt wird. Gemäß F i g. 4b sind an beide Enden eines Längsschwingrs zwei mit einer Silberelektrode versehene piezoelektrische Keramikplatten geklebt, durch die dieser Schwinger in Längsrichtung angeregt wird. Die Öffnung im Mittelteil dient zur Regelung der Stärke der Kopplung beider Längsschwinger. In F i g. 4c ist ein Kopplungsschwinger dargestellt, bei dem die nach den freien Enden hin im Querschnitt vergrößerten Längsschwinger durch den Poissonschen Effekt gekoppelt sind. Die Abmessung ist dabei so gewählt, daß die Resonanzfrequenzen der miteinander gekoppelten Schwingungen des Schwingers in rechtwinkliger Richtung übereinstimmen.
  • In F i g. 5 ist die elektrische Ersatzschaltung für die Schwinger in F i g. 4a, 4b und 4c dargestellt, wobei eine durch die Kopplung der zwei Resonanzkreise gebildete Schaltung dargestellt ist, durch welche die Frequenzkenulinie eines Bandpaßfilters erreicht wird..
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 6 sind zwei in F i g. 4 gezeigte und durch den Poissonschen Effekt gekoppelte Schwinger verwendet, wobei die Komponenten der Längsschwingungen in jeder Richtung, die sich rechtwinklig kreuzen, über die Biegeschwingungskoppler 5, 5', 6, 6' gekoppelt sind. Beim Schwinger der F i g. 6 ist der Antriebsumformer nicht dargestellt, jedoch wird die elektrische Anregung dieses Umformers in gleicher Weise wie in F i g. 1 durchgeführt. Unter der Annahme, daß die Koppler 6, 6' außer Betracht gelassen werden und beide Schwinger nur durch die Koppler 5, 5' gekoppelt sind, wird beim Antrieb des linken Schwingers in Pfeilrichtung 1 die Schwingung in dieser Richtung durch den Poissonschen Effekt mit der Schwingung in Pfeilrichtung 2 gekoppelt. Die Schwingung wird über die Koppler 5, 5' mit der Schwingung in Pfeilrichtung 3 des rechten Schwingers und ferner durch den Poissonschen Effekt mit der Schwingung in Pfeilrichtung 4 gekoppelt.
  • Der jeweilige Kopplungsgrad wird so gewählt, daß die benötigte Breite des Durchlaßbereichs erreicht wird. Wenn entsprechend der Schwingung in Pfeilrichtung 4 diese Schwingung in eine elektrische Größe umgewandelt und als Ausgang abgeleitet wird, kann ein mechanisches Filter mit einer Filterkennlinie, die ein aus vier längsgekoppelten Resonanzkreisen bestehendes Bandpaßfilter aufweist, erhalten werden.
  • Die durch den Poissonschen Effekt ausgebildeten Schwinger können, da ein Koppler nicht verwendet ist, einstückig hergestellt werden, so daß diese Schwinger als ein Schwinger angesehen werden können. Wenn diese beiden Schwinger in üblicher Weise mittels eines Kopplers gekoppelt werden, kann die Kennlinie erreicht werden, die der Kennlinie bei Verwendung eines üblichen mechanischen Filters mit vier Resonatoren entspricht. Dadurch können die Stückzahl der Resonatoren verringert und die Vorteile der Verkleinerung des mechanischen Filters und der Absenkung der Herstellungskosten erreicht werden. Dadurch, daß zwischen beiden Schwingern die Koppler 6, 6' außer den Kopplern 5, 5' hinzugefügt werden, werden außer den Hauptkopplungen 1-2, 2-3 und 3-4 die Schwingungen 1 und 4 nicht über die Schwingungen 2 und 4, sondern direkt gekoppelt, so daß die Kennlinie der in F i g. 7 gezeigten Ersatzschaltung verwirklicht werden kann.
  • Durch die Analyse der in F i g. 7 gezeigten Ersatzschaltung wird gefunden, daß an einer hohen und einer tiefen Stelle, das ist an zwei Stellen des Durchlaßbereichs, Dämpfungspole erzeugt werden. Wenn auf diese Weise ein Dämpfungspol als reelle Frequenz erhalten wird, kann gegenüber dem Fall ohne Pol die Sperrkennlinie steiler gemacht werden, ohne daß zur Erreichung der gewünschten Sperrkennlinie die Zahl der Resonatoren vergrößert wird. Die Zahl der Strekken in der Kaskadenschaltung wird somit verringert, so daß auch der Vorteil auftritt, daß die Phasenkennlinie, d. h. die Kennlinie der Laufzeitstörung des Filters, verbessert wird.
  • F i g. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Erfindung bei drei durch den Poissonschen Effekt gekoppelten Schwingern angewendet ist. Wenn man die Kopplungen zwischen 1-4 und 3-6 vernachlässigt, sind anscheinend nur drei Schwinger vorhanden, jedoch kann die Filterkennlinie ohne Pol durch eine Kakadenschaltung von sechs Resonanzkreisen erreicht werden. Wenn dann noch die Kopplungen zwischen 1-4 und 3-6 berücksichtigt werden, kann die in F i g. 9 gezeigte Ersatzschaltung erreicht und je zwei Dämpfungspole, insgesamt vier Dämpfungspole an einer hohen und einer tiefen Stelle, erhalten werden. Da bei der erfindungsgemäßen Ausbildung die Abmessungen der Koppler unabhängig voneinander gewählt werden können, ist der Freiheitsgrad beim Entwurf sehr groß, so daß ein wirtschaftliches, kleines mechanisches Filter dadurch ausgebildet werden kann, daß für die beste Dämpfungsnorm die optimale Anordnung des Dämpfungspols untersucht und aus dem dementsprechenden Kopplungsgrad die Abmessung des Kopplers gefunden wird.
  • Wenn wie bei der Erfindung durch den Poissonschen Effekt gekoppelte Längsschwinger vorgesehen sind und die benachbarten Schwingungskomponenten jeweils in obenerwähnter Weise entsprechend gekoppelt werden, wird die gleiche Kennlinie wie bei einer Kaskadenschaltung von 2 n Resonatoren erreicht, wobei 2(n-1) Dämpfungspole erzeugt werden können. Da hierdurch die Stückzahl der Schwinger, die zur Erreichung der gewünschten Kennlinie benötigt wird, verringert wird, kann ein kleines mechanisches Filter mit verbesserter Kennlinie ohne den großen Kostenaufwand geschaffen werden. Die im praktischen Betrieb erreichbare Wirkung ist sehr groß.
  • Es ist auch möglich, als Umformer einen Langevin-Schwinger nach F i g. 10 oder die in F i g. 11 gezeigte ebene Anordnung zu verwenden.
  • F i g. 12a zeigt ein Anwendungsbeispiel für den scheibenförmigen Schwinger, wobei ein Rundstab entsprechender Dicke geschnitten ist und dann von dem Kreisumfang gleichmäßig tiefe Ausnehmungen mit gleicher Breite entlang den zueinander rechtwinklig gerichteten Durchmessern vorgesehen sind. Dieser Schwinger besteht aus zwei Längsschwingern A, C und B, D, deren Querschnitt in Längsrichtung geändert ist und die im Mittelteil rechtwinklig gekoppelt sind. Bei jedem Schwinger A, C und B, D ist die Querschnittsfläche im Mittelteil klein und nach dem Rand hin vergrößert. Auf Grund des obengenannten Prinzips ist die Resonanzfrequenzgegenüber dem Längsschwinger mit gleicher Länge und gleichmäßigem Querschnitt wesentlich verringert. Wenn der Schwinger A, C in Pfeilrichtung 1 gedehnt wird, wird der Mittelteil wegen des Poissonschen Effektes in der zur Richtung 1 rechtwinkligen Richtung geschwächt, so daß der Schwinger B, D in der Pfeilrichtung 2 geschwächt wird und beide Schwinger demnach miteinander gekoppelt werden.
  • In F i g. 12b sind längs der Symmetrieachsen einer quadratischen Platte gleichmäßig tiefe Ausnehmungen mit gleicher Breite vorgesehen, wobei der gleiche Effekt wie bei dem obigen scheibenförmigen Schwinger erreicht wird. Eine weitere Möglichkeit zeigt F i g. 12 c.
  • In F i g. 13 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem piezoelektrische Keramikplatten an dem Schwinger angeklebt sind, um diesen elektrisch anzuregen. Wenn an die piezoelektrische Keramikplatte 3 das Eingangssignal angelegt wird, wird der Schwinger A, C in Längsrichtung angeregt und die angeregte Schwingung infolge des oben näher erläuterten Effektes mit dem Schwinger B, D gekoppelt, wodurch eine elektrische Ladung auf der in Längsrichtung des Schwingers B, D angeklebten piezoelektrischen Keramikplatte 4 hervorgerufen wird. Die elektrische Ersatzschaltung dafür ist in F i g. 6 gezeigt, wodurch die Kennlinie eines Bandpaßfilters verwirklicht werden kann.
  • F i g. 15 stellt ein Ausführungsbeispiel eines Schwingers aus piezoelektrischem Keramikmaterial dar. Auf einer Seite ist eine gemeinsame Silberelektrode vorgesehen, die als Erdungselektrode dient, während auf der anderen Seite eine gemeinsame Elektrode auf der Fläche A, C vorgesehen und von der Elektrode auf der Fläche B, D elektrisch isoliert ist. Wenn die Klemmen der Elektroden A, C als Eingang und die Klemmen der verbundenen Elektroden B, D als Ausgang verwendet werden, ergibt sich die in F i g. 14 gezeigte Ersatzschaltung.
  • Die Ausnehmungen brauchen nicht mit gleichmäßiger Breite ausgeführt zu werden und können V-, U-förmig od. dgl. sein.
  • Durch die Erfindung kann ein kleiner und fester Kopplungsschwinger, bei dem zwei Schwinger nicht durch einen Doppler, sondern durch den Poissonschen Effekt gekoppelt sind, ohne Schwierigkeit und mit hoher Genauigkeit realisiert werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Mechanisches Filter mit mehreren durch den Poissonschen Effekt gekoppelten Längsschwingern, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinger derart angeordnet sind, daB die in jedem Schwinger zueinander rechtwinklig gerichteten Schwingungskömponenten (1, 2; 3, 4 in F i g. 6) parallel zueinander ausgerichtet werden und daB die benachbarten Teile der Schwinger mit zueinander parallelen Schwingun kaniponenien (1, 4; 2, 3) durch Doppler (5, 5', 6') gekoppelt sind.
  2. 2. Mechanisches Filter nach Anspruch 1:, dadurch gekennzeichnet, daB die Teile der SchWingi mit Spalten gleichförmiger Tiefe längs der Symmetrieachsen versehen sind, wobei die Spalte in den Schwingern rechtwinklig zueinander attg'eordnet sind, und daB die Schwinger aus Scheiben oder rechteckförmigen Platten (a, b, c) bestehen (F i g. 12). In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 738 467, 2 948 8d7.
DE1966F0048779 1965-04-02 1966-03-25 Mechanisches filter mit mehreren miteinander gekoppelten, mehrfach ausgenutzten schwingern Expired DE1265883C2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1986465 1965-04-02
JP2553665 1965-04-30

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1265883C2 DE1265883C2 (de) 1975-10-02
DE1265883B true DE1265883B (de) 1975-10-02

Family

ID=26356733

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1966F0048779 Expired DE1265883C2 (de) 1965-04-02 1966-03-25 Mechanisches filter mit mehreren miteinander gekoppelten, mehrfach ausgenutzten schwingern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1265883C2 (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2738467A (en) * 1953-03-12 1956-03-13 Rca Corp Mechanical resonator coupling utilizing poisson's effect
US2948867A (en) * 1958-11-17 1960-08-09 Oskar E Mattiat Piezoelectric ceramic resonators

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2738467A (en) * 1953-03-12 1956-03-13 Rca Corp Mechanical resonator coupling utilizing poisson's effect
US2948867A (en) * 1958-11-17 1960-08-09 Oskar E Mattiat Piezoelectric ceramic resonators

Also Published As

Publication number Publication date
DE1265883C2 (de) 1975-10-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2131170B2 (de) Piezoelektrischer energieeinfang-resonator fuer filteranwendungen
DE2839271A1 (de) Elektromechanischer resonator und elektromechanisches filter
DE1591330A1 (de) Keramischer Resonator
DE3620558C2 (de)
DE10158109A1 (de) Piezoelektrischer Filter mit mehreren gekoppelten longitudinalen Moden
DE1265884B (de) Elektromechanisches Filter mit piezoelektrischem Antrieb und Laengsschwingungen oder Biegeschwingungen ausfuehrenden Resonatoren
DE1219600B (de) Mechanisches Frequenzfilter
DE1265883B (de) Mechanisches Filter mit mehreren durch den Poisson sehen Effekt gekoppelten Langsschwingern
DE1275700B (de) Elektromechanisches Filter
DE1541975B2 (de) Elektromechanisches Bandfilter
DE1616685B1 (de) Elektromechanisches Filter
DE1616526B2 (de) Mechanischer schwinger mit elektrostriktiver anregung
DE10322947A1 (de) Längsgekoppelter piezoelektrischer Multi-Mode-Volumenwellenfilter und elektronische Komponente
DE10321701B4 (de) Längsgekoppelte piezoelektrische Multi-Mode-Volumenwellenfiltervorrichtung, längsgekoppelter piezoelektrischer Multi-Mode-Volumenwellenfilter und elektronische Komponente
DE1242770B (de) Mechanisches Frequenzfilter
DE1616685C (de) Elektromechanisches Filter
DE1257997B (de) Elektromechanisches Bandfilter
AT249119B (de) Elektromechanisches Filter
DE1416034C (de) Piezoelektrisches Schaltelement
DE19706796A1 (de) Piezoresonator, sowie ein Filter und ein Amplitudenmodulations-Empfangskreis, die diesen Resonator verwenden
AT201667B (de) Mechanisches Frequenzfilter
DE1116326B (de) Elektromechanisches Filter, bei welchem zu Biegeschwingungen erregte, plattenfoermige Resonatoren vorgesehen sind
DE2829655C2 (de) Elektromechanisches Filter
DE1261248B (de) Elektromechanisches Bandpassfilter
AT235348B (de) Elektromechanisches Filter

Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee