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DE1261248B - Elektromechanisches Bandpassfilter - Google Patents

Elektromechanisches Bandpassfilter

Info

Publication number
DE1261248B
DE1261248B DE1963S0087280 DES0087280A DE1261248B DE 1261248 B DE1261248 B DE 1261248B DE 1963S0087280 DE1963S0087280 DE 1963S0087280 DE S0087280 A DES0087280 A DE S0087280A DE 1261248 B DE1261248 B DE 1261248B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resonator
oscillation
transmission
coupling line
bandpass filter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1963S0087280
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Ilse Lucas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1963S0087280 priority Critical patent/DE1261248B/de
Priority to JP5218564A priority patent/JPS5343004B1/ja
Publication of DE1261248B publication Critical patent/DE1261248B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03HIMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
    • H03H9/00Networks comprising electromechanical or electro-acoustic elements; Electromechanical resonators
    • H03H9/46Filters
    • H03H9/48Coupling means therefor
    • H03H9/50Mechanical coupling means

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Piezo-Electric Or Mechanical Vibrators, Or Delay Or Filter Circuits (AREA)

Description

  • Elektromechanisches Bandpaßfilter Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromechanisches Bandpaßfilter mit wenigstens einem mechanischen Resonator, der im Bereich seiner stirnseitigen Enden an einer durchgehenden mechanischen Koppelleitung befestigt ist, bei dem der Resonator aus drei gestuften, vorzugsweise symmetrisch zu seiner Längsachse liegenden Teilabschnitten besteht und einen Dämpfungspol im Sperrbereich des Filters hervorruft.
  • In vielerlei Anwendungsfällen werden mechanische Bandfilter benötigt, deren Dämpfungscharakteristik eine versteilerte Dämpfungsflanke im Sperrbereich entweder nur auf einer oder auf beiden Seiten des Durchlaßbereiches aufweist. Solche Filter erfordern das Vorhandensein von Dämpfungspolen im Sperrbereich in unmittelbarer Nachbarschaft des Durchlaßbereiches. Es sind bereits eine Reihe von Anordnungen bekannt, bei denen Dämpfungspole, beispielsweise durch mechanische oder elektrische Überbrückung einzelner Resonatoren, erzielt werden.
  • Es ist bereits ein mechanisches Filter bekanntgeworden, bei dem einzelne Torsionsresonatoren über sogenannte -Koppler verbunden sind. Wesentlich ist hierbei, daß die einzelnen Resonatoren die Länge einer halben Wellenlänge der Mittenfrequenz des Durchlaßbereiches haben. Zur Erzeugung von Dämpfungspolen werden bei diesem bekannten Filter die Resonatoren über die Koppelelemente herausgeführt, wobei die über die Koppelelemente herausgeführten Abschnitte etwa 4 lang sind. Zur Verkleinerung der Länge dieser Abschnitte kann der Durchmesser vergrößert werden, jedoch mit der Bedingung, daß sich auf beiden Stirnseiten des Resonators gleichartig ausgebildete Abschnitte anschließen. Zur Erzeugung von Dämpfungspolen ist es demzufolge zwingend erforderlich, den Resonator beidseitig über die Koppelelemente herauszuführen, was hinsichtlich der konstruktiven Ausgestaltung und des Raumverbrauches mitunter unerwünscht ist. Darüber hinaus lassen sich der Beschreibung der bekannten Anordnung keine Hinweise darüber entnehmen, Resonatoren mehrfach zu stufen.
  • Ferner ist ein polerzeugendes mechanisches Filter bekanntgeworden, bei dem die einzelnen Abschnitte derart bemessen sind, daß eine Anzahl mechanischer Resonanzen entsteht, die bei in einem nichtharmonischen Verhältnis zueinander stehenden Frequenzen liegen. Wenn bei dieser Anordnung Dämpfungspole erzeugt werden sollen, dann ist es erforderlich, den Resonator an seinen beiden Enden mit gleicnartig ausgebildeten Wandlerelementen gegenphasig zu Schwingungen anzuregen, so daß bei diesem Filter an sich von einem anderen physikalischen Konzept als beim Erfindungsgegenstand ausgegangen wird. Hinzu kommt, daß zur Erzielung von gut reproduzierbaren elektrischen Eigenschaften die Wandlerelemente möglichst gleichartig ausgebildet sein müssen, was sich jedoch in der Praxis nur mit einem verhältnismäßig großen Aufwand realisieren läßt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den vorstehend geschilderten Schwierigkeiten in verhältnismäßig einfacher Weise zu begegnen. Insbesondere sollen polerzeugende mechanische Filter beschrieben werden, die einerseits eine verhältnismäßig einfache Herstellung des polerzeugenden Resonators ermöglichen und bei denen man andererseits verhältnismäßig frei ist in der Wahl der Schwingungsform für die Resonatoren und die Koppelelemente.
  • Ausgehend von einem elektromechanischen Bandpaßfilter mit wenigstens einem mechanischen Resonator, der im Bereich seiner stirnseitigen Enden an einer durchgehenden mechanischen Koppelleitung befestigt ist, bei dem der Resonator aus drei gestuften, vorzugsweise symmetrisch zu seiner Längsachse liegenden Teilabschnitten besteht und einen Dämpfungspol im Sperrbereich des Filters hervorruft, wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die drei Teilabschnitte untereinander einen unterschiedlichen Wellenwiderstand haben, daß der der Übertragungsleitung benachbarte Teilabschnitt mit dem Wellenwiderstand Z1 eine solche Länge hat, daß sein Übertragungswinkel b1 im Bereich zwischen 30 und 60° liegt, daß der mittlere Teilabschnitt mit dem Wellenwiderstand Z2 eine solche Länge hat, daß sein Übertragungswinkel b2 etwa 90° beträgt, und daß der der Übertragungsleitung abgewandte Teilabschnitt mit dem Wellenwiderstand Z3 hinsichtlich seiner Länge derart gewählt ist, daß sein Ubertragungswinkel b3 entweder 90° beträgt, wenn dabei die Beziehung > 1 gilt, oder daß sein Ubertragungswinkel b3 etwa 180° beträgt, wenn dabei die Beziehung < 1 gilt.
  • Vorteilhafte Anordnungen ergeben sich unter anderem dann, wenn bei den Betriebsfrequenzen für die durchgehende Koppelleitung und den Resonator die gleiche Schwingungsart vorgesehen ist.
  • Eine weitere günstige Ausführungsform läßt sich dadurch erreichen, daß für die durchgehende Koppelleitung die Längsschwingung als Ubertragungsform der Energie dient und daß für den Resonator eine hiervon verschiedene Schwingungsform, insbesondere die Biegeschwingung oder die Torsionsschwingung, vorgesehen ist.
  • Es ist ferner günstig, wenn für die durchgehende Koppelleitung die Biegeschwingung als Übertragungsform der Energie dient, während für den Resonator eine hiervon verschiedene Schwingungsform, insbesondere die Längsschwingung oder die Torsionsschwingung vorgesehen ist.
  • Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn für die durchgehende Koppelleitung die Torsionsschwingung als Übertragungsform der Energie dient und wenn für den Resonator eine hiervon verschiedene Schwingungsform, insbesondere die Längsschwingung oder die Biegeschwingung, vorgesehen ist.
  • Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Die F i g. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die durchgehende Koppelleitung Längsschwingungen und der polerzeugende Resonator Torsionsschwingungen ausführt. In einem metallischen Gehäuse 1 sind zwei aus Stahl bestehende Schwinger 2 und 3 über die Haltedrähte 4 an einer Gehäusewand befestigt. In die Schwinger 2 und 3 sind in an sich bekannter Weise die aus einem elektrostriktiven Material bestehenden Plättchen 5 und 6 eingelötet, durch die die Schwinger in zwei voneinander isolierte Abschnitte unterteilt werden. Dadurch bilden die Schwinger 2 und 3 gleichzeitig die elektromechanischen Wandler, die den Übergang von den elektrischen auf die mechanischen Schwingungen und umgekehrt von den mechanischen auf die elektrischen Schwingungen ermöglichen. Von den jeweils vom Gehäuse 1 isolierten Teilabschnitten der Schwinger 2 und 3 führen flexible Anschlußdrähte 7 und 8 an die Eingangsklemme 10 bzw. an die Ausgangsklemme 12. Die Klemmen 10 und 12 sind über isolierte Durchführungen 9 am Gehäuse befestigt. Die Klemmen 11 und 13 stehen mit dem Gehäuse 1 in elektrisch leitender Verbindung, so daß die Rückleitung des elektrischen Stromes über die Schwinger und die Haltedrähte 4 erfolgt. An den Stirnseiten der Schwinger 2 und 3 ist eine durchgehende Koppelleitung 14 befestigt, über die die Energie übertragen wird. An der Koppelleitung 14 ist ein zylindrischer Resonator 15 durch Lötung angebracht, der beispielsweise über den weiteren dünnen Haltedraht 16 im Gehäuse 1 verankert sein kann. Der Resonator 15 ist durch eine mehrfache Querschnittsstufung in drei Teilabschnitte unterteilt, die symmetrisch zur Längsachse liegen.
  • Legt man an die Eingangsklemmen 10 und 11 eine elektrische Wechselspannung, so wird das elektrostriktive Plättchen 5 im Takt der angelegten Wechselspannung gedehnt und zusammengezogen. Wenn die Frequenz der anregenden Spannung mit der Eigenfrequenz des Schwingers 2 übereinstimmt, dann führt dieser ausgeprägte Längsschwingungen aus, die in Richtung des Doppelpfeiles 17 von der Koppelleitung 14 auf den Schwinger 15 übertragen werden. Da die Koppelleitung 14 am Umfang des Schwingers 15 befestigt ist, wird dieser bei seiner Eigenresonanzfrequenz zu Torsionsschwingungen angeregt, d. h. sein mechanischer Eingangswiderstand wird an dieser Stelle sehr klein, so daß die Energie auf den als Wandler ausgebildeten Schwinger 3 übertragen wird. Dadurch wird das elektrostriktive Plättchen 6 gedehnt und zusammengezogen, so daß zwischen den beiden Teilabschnitten des Schwingers 3 eine elektrische Wechselspannung entsteht, die an den Ausgangsklemmen 12 und 13 abgenommen werden kann. Wegen der unterschiedlichen Querschnittsabmessungen des Resonators 15 entsteht in verhältnismäßig geringem Abstand von der Torsionsresonanz ein Dämpfungspol, d. h., an dieser Stelle wird der mechanische Eingangswiderstand des Schwingers 15 außerordentlich groß.
  • Das Verhalten eines derart gestuften Schwingers im Zusammenhang mit dem Auftreten eines Dämpfungspols wird an Hand der F i g. 2 und 3 noch näher erläutert, in denen der Schwinger 15 sowie die Koppelleitung 14 nochmals gesondert herausgezeichnet sind. Der mechanische Eingangswiderstand W an den Anschlußpunkten 17 der Koppelleitung 14 läßt sich durch Gleichung (1) darstellen: mit Z1, 22, Z3 sind die Wellenwiderstände der Teilabschnitte in der Reihenfolge vom Koppler zum freien Ende; b1, b2, b3 sind die Übertragungswinkel der Teillängen in der gleichen Reihenfolge. Wie man aus Gleichung (1) erkennt, ergeben sich für den Eingangswiderstand W Nullstellen, wenn ic Null wird, und es ergeben sich Polstellen, wenn v Null
    wird. Aus der Bedingung u = 0 (Nullstelle) ergibt
    sich für den Übertragungswinkel b30 die folgende
    Beziehung:
    tan b, + ZZ tan b,@
    tan b30 = - 1 (2 a)
    Z3 Z3 tan blo tan bm
    Z1 _ ZZ
    Aus der Bedingung v = 0 (Pol) ergibt sich der Ubertragungswinkel b3co nach Gleichung (2b): Die Querschnittsunterschiede werden dann besonders klein, wenn man bZO x bcx; .: 90° und blo 4 90° bzw. ungleich einem ganzzahligen Vielfachen von 90' wählt. In diesem Fall gehen die Formeln (2a) und (2b) in die Gleichung (3a) und (3b) über: Die durch Gleichung (3a) und (3b) definierten Frequenzen rücken dann dicht zusammen, wenn man entweder » 1 und b3 ze 90` (s. F i g. 2) oder « 1 und b3 z- 180° (s. F i g. 3) wählt. Unter diesen Voraussetzungen ergibt sich der relative Abstand zwischen der Polstelle,f,0 und der Durchlaßresonanzfrequenz.fö für das in der F i g. 2 dargestellte Beispiel gemäß der Formel (4a): Bei dem in der F i g. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ergibt sich der relative Abstand zwischen Dämpfungspol und Durchlaßmitte entsprechend der Formel (4b): Im Fall des Ausführungsbeispiels der F i g. 2 liegt die Polfrequenz für b1 < 90" oberhalb der Resonanzfrequenz und für b1 > 90° unterhalb der Resonanzfrequenz. Beim Ausführungsbeispiel der F i g. 3 liegen Pol- und Resonanzfrequenz umgekehrt zum Ausführungsbeispiel der F i g. 2. Die in den Gleichungen (4a) und (4b) angegebenen Formeln stellen Näherungswerte dar, deren Ergebnisse jedoch mit den gemessenen Werten in einem für die Praxis ausreichenden Maß übereinstimmen. Mit Rücksicht auf die Gesamtlänge des Schwingers ist es vorteilhaft, den Ubertragungswinkel b1 < 90° zu wählen. Im einzelnen ergeben sich die Teillängen bei dem in der F i g. 2 dargestellten Schwinger nach Gleichung (5 a): Bei dem in der F i g. 3 dargestellten Schwinger ergeben sich die Teillängen nach Gleichung (5b): In den Gleichungen (5a) und (5b) ist a die Wellenlänge in einem ungestuften Schwinger bei der Resonanzfrequenz fo. Zur Erzielung einer gewünschten Bandbreite ist die Kenntnis der Steilheit erforderlich, mit der die Eingangsimpedanz Z = durch den Wert Z = 0 bei der Resonanzfrequenz geht. Diese Beziehung ist in Gleichung (6) gegeben: Dabei ist BO die Bandbreite zweier durch einen Koppler gekoppelter homogener -Schwinger vom Wellenwiderstand Z1 und B die Bandbreite zweier durch den gleichen Koppler gekoppelter Stufenschwinger mit dem Wellenwiderstand Z1 im vorderen Teilabschnitt (entsprechend den F i g. 2 und 3). An Hand der Theorie ergibt sich für einen Schwingertyp entsprechend der F i g. 2 das Bandbreitenverhältnis entsprechend der Gleichung (7a): für den Schwinger der F i g. 3 ergibt sich die Bandbreite nach Gleichung (7b): Entsprechend den Gleichungen (7a) und (7b) sind dann die Teillängen 11 zu wählen. Besonders kleine Querschnittssprünge ergeben sich hierbei, wenn blo etwa zwischen 30 und 60° liegt.
  • Bei entsprechender Wahl der Abmessungen für die einzelnen Teilabschnitte läßt sich der in der F i g. 1 dargestellte Schwinger auch zu Biegeschwingungen anregen, die entsprechend dem gestrichelten Doppelpfeil 18 verlaufen. Der Haltedraht 16 wird dann zweckmäßig in einem der Biegeschwingung entsprechenden Schwingungsknoten 16' am Schwinger 15 befestigt. Für das Auftreten der Pol- und Nullstelle gelten dann analog die in den Gleichungen (1) bis (7) zum Ausdruck kommenden Uberlegungen.
  • Im Ausführungsbeispiel der F i g. 4 ist ein zweifach gestufter, plattenförmiger Resonator verwendet. Im metallischen Gehäuse 20 sind die mittels der elektrostriktiv wirkenden Plättchen 22 als elektromechanische Wandler ausgebildeten, aus Stahl bestehenden Schwinger 21 und 21' über die Haltedrähte 23 an den Gehäusewänden befestigt. Von den vom Gehäuse 20 isolierten Teilabschnitten der Wandler 21 und 21' führen flexible Zuleitungsdrähte 24 zu den Eingangs- bzw. Ausgangsklemmen 25 und 26, die über isolierte Durchführungen am Gehäuse befestigt sind. Die Klemmen 27 und 28 stehen in direkter Verbindung mit dem metallischen Gehäuse 20, so daß die Rückleitung des elektrischen Stromes über das Gehäuse und die Haltedrähte 23 erfolgen kann. Die Wandler 21 und 21' sind über die Koppelleitung 29 miteinander verbunden. An der Koppelleitung ist ein plattenförmiger, zweifach gestufter Schwinger 30 befestigt, der im Ausführungsbeispiel ebenfalls aus Stahl besteht und der außerdem noch über den Haltedraht 31 im Gehäuse verankert sein kann. Legt man an die Eingangsklemmen 25 und 27 eine elektrische Wechselspannung, dann wird der Wandler 21 bei seiner Eigenresonanzfrequenz zu Längsschwingungen angeregt, die in der Richtung des Doppelpfeiles 32 verlaufen. Auf Grund dieser Längsschwingungen führt die Koppelleitung 29 in Richtung des Doppelpfeiles 33 verlaufende Biegeschwingungen aus, über die der Schwinger 30 zu Längsschwingungen entsprechend dem Doppelpfeil 34 angeregt wird. Bei der Resonanzfrequenz fo des Schwingers 30 wird die Energie auf den Wandler 21' übertragen, so daß dort zwischen den durch das elektrostriktive Plättchen 22 erzeugten Teilabschnitten eine elektrische Wechselspannung entsteht, die an den Ausgangsklemmen 26 und 28 abgenommen werden kann. Wegen der doppelten Stufung tritt wiederum in verhältnismäßig enger Nachbarschaft zur Durehlaßfrequenz fo eine Polstelle in der Übertragungscharakteristik auf, deren Zustandekommen und deren Abstand von der Nullstelle analog zu den in den Ausführungsbeispielen der F i g. 2 und 3 angestellten Überlegungen verläuft. Es lassen sich nämlich die in den F i g. 2 und 3 in der Draufsicht dargestellten Ausführungsformen auch als plattenförmige Gebilde auffassen, auf die dann wiederum die in den Gleichungen (1) bis (7) angegebenen Bemessungsvorschriften anzuwenden sind.
  • Wenn man den Schwinger um nahezu 90° um seine Symmetrieachse dreht, so daß die Plattenebene nahezu parallel zum Koppeldraht verläuft, so führt der Schwinger 30 Biegeschwingungen aus. In diesem Fall weisen die Koppelleitung und der Resonator die gleiche Schwingungsform auf. Der Haltedraht 31 ist dann so zu befestigen, daß er in einem für die Biegeschwingung auftretenden Schwingungsknoten zu liegen kommt.
  • Wie aus den Gleichungen (1) bis (7) hervorgeht, läßt sich der Abstand zwische Resonanzfrequenz und Dämpfungspol in weiten Grenzen frei wählen. Diesen Umstand kann man dazu benutzen, bei einem gemäß der F i g. 5 ausgeführten Beispiel mehrere auf unterschiedliche Polfrequenzen abgestimmte Torsionsschwinger 35 und 36 an einer durchgehenden Koppelleitung 37 zu befestigen. In der F i g. 5 sind lediglich zwei Schwinger dargestellt, die beispielsweise so abgestimmt sein können, daß eine Polstelle unterhalb und eine zweite Polstelle oberhalb des Durchlaßbereiches im Sperrbereich entsteht. Diese Reihe läßt sich fortsetzen, so daß dann bei einem mehrkreisigen Filter auch die den Schwingern entsprechende Anzahl von Dämpfungspolen im Sperrbereich .zu erzielen ist.
  • Um einen geometrisch symmetrischen Aufbau und damit große Nebenwellenfreiheit zu erreichen, kann man eine weitere, gestrichelt angedeutete Koppelleitung 37' vorsehen, die mit der Koppelleitung 37 in einer senkrecht zu den Schwingern 35 und 36 verlaufenden Ebene liegt. Die Koppelleitungen 37 und 37' sind dabei entsprechend den Pfeilrichtungen gegenphasig anzuregen.
  • In der F i g. 6 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, dessen Koppelleitung 40 zu Biegeschwingungen in Richtung des Doppelpfeiles 41 angeregt wird. In diesem Fall führt der zweifach gestufte Schwinger 15 in Richtung des Doppelpfeiles 43 verlaufende Torsionsschwingungen aus. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel läßt sich das Verhalten des mechanischen Eingangswiderstandes, d. h. also das Vorhandensein von Pol- und Nullstelle, auf die bereits angestellten Überlegungen zurückführen.
  • Beim Ausführungsbeispiel der F i g. 7 wird eine durchgehende Koppelleitung 45 zu Torsionsschwingungen angeregt, die gemäß dem Doppelpfeil 46 verlaufen. Der seitlich an der Koppelleitung befestigte plattenförmige, zweifach gestufte Schwinger 48 kann so dimensioniert werden, daß er Längsschwingungen in Richtung des Doppelpfeiles 47 ausführt.
  • Dreht man den Schwinger 48 um 90° um seine Symmetrieachse, so führt er Biegeschwingungen in einer senkrecht zur Achse des Kopplers verlaufenden Ebene aus, deren Verhalten ebenfalls durch die vorausgegangenen Betrachtungen zu erklären ist.
  • Bei den in den F i g. 1 bis 7 beschriebenen Ausführungsbeispielen wurden Resonatoren verwendet, die nur zweifach gestuft sind. Es ergibt sich bei diesen Resonatoren ein geringer Unterschied der Querschnittsabmessungen der einzelnen Teilabschnitte, so daß vor allem auch die an den Koppelleitungen anliegenden Abschnitte auch bei sehr geringen Abständen zwischen Dämpfungspol und Durchlaßbereich einen für die mechanische Tragfähigkeit ausreichenden Querschnitt erhalten, wodurch eine große Nebenwellenfreiheit sichergestellt wird. In Weiterbildung dieses Gedankens lassen sich auch Schwinger verwenden, bei denen mehr als zwei' Stufen vorgesehen sind, so daß dann die Unterschiede in den Querschnittsabmessungen der einzelnen Teilabschnitte der Schwinger immer geringer werden. In ähnlicher Weise lassen sich auch Resonatoren verwenden, deren einzelne Teilabschnitte nicht symmetrisch zur Längsachse liegen, sondern gegeneinander versetzt sind.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Elektromechanisches Bandpaßfilter mit wenigstens einem mechanischen Resonator, der im Bereich seiner stirnseitigen Enden an einer durchgehenden mechanischen Koppelleitung befestigt ist, bei dem der Resonator aus drei gestuften, vorzugsweise symmetrisch zu seiner Längsachse liegenden Teilabschnitten besteht und einen Dämpfungspol im Sperrbereich des Filters hervorruft, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Teilabschnitte untereinander einen unterschiedlichen Wellenwiderstand haben, daß der der Übertragungsleitung benachbarte Teilabschnitt mit dem Wellenwiderstand Z1 eine solche Länge (h) hat, daß sein Übertragungswinkel b1 im Bereich zwischen 30 bis 60° liegt, daß der mittlere Teilabschnitt mit dem Wellenwiderstand Z" eine solche Länge (1Z) hat, daß sein Übertragungswinkel bz etwa 90° beträgt, und daß der der Übertragungsleitung abgewandte Teilabschnitt mit dem Wellenwiderstand Z3 hinsichtlich seiner Länge (13) derart gewählt ist, daß sein Übertragungswinkel b3 entweder etwa 90° beträgt, wenn dabei die Beziehung » 1 gilt, oder daß sein Übertragungswinkel b3 etwa 180° beträgt, wenn dabei die Beziehung <c 1 gilt.
  2. 2. Elektromechanisches Bandpaßfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Betriebsfrequenzen für die durchgehende Koppelleitung (29) und den Resonator (30) die gleiche Schwingungsart vorgesehen ist (F i g. 4).
  3. 3. Elektromechanisches Bandpaßfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die durchgehende Koppelleitung (14) die Längsschwingung (17) als Übertragungsform der Energie dient und daß für den Resonator (15) eine hiervon verschiedene Schwingungsform, insbesondere die Biegeschwingung (18) oder die Torsionsschwingung, vorgesehen ist (F i g. 1, 5).
  4. 4. Elektromechanisches Bandpaßfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die durchgehende Koppelleitung (29 bzw. 40) die Biegeschwingung (33 bzw. 41) als Llbertragungsform der Energie dient, während für den Resonator (30 bzw. 15) eine hiervon verschiedene Schwingungsform, insbesondere die Längsschwingung (34) oder die Torsionsschwingung (43) vorgesehen ist (F i g. 4 bzw. 6).
  5. 5. Elektromechanisches Bandpaßfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die durchgehende Koppelleitung (45) die Torsionsschwingung (46) als Ubertragungsform der Energie dient und daß für den Resonator (48) eine hiervon verschiedene Schwingungsform, insbesondere die Längsschwingung (47) oder die Biegeschwingung vorgesehen ist (F i g. 7). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 687 871; USA.-Patentschrift Nr. 2 955 267.
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Cited By (1)

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US2955267A (en) * 1958-08-20 1960-10-04 Bell Telephone Labor Inc Electromechanical torsional band pass wave filter

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JPS5343004B1 (de) 1978-11-16

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