DE1265674B - Vorrichtung zum pneumatischen Eintragen der Schussfaeden an Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten Spulen - Google Patents
Vorrichtung zum pneumatischen Eintragen der Schussfaeden an Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten SpulenInfo
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- DE1265674B DE1265674B DESCH29953A DESC029953A DE1265674B DE 1265674 B DE1265674 B DE 1265674B DE SCH29953 A DESCH29953 A DE SCH29953A DE SC029953 A DESC029953 A DE SC029953A DE 1265674 B DE1265674 B DE 1265674B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
D03d
Deutsche Kl.: 86 c-14/01
Nummer: 1 265 674
Aktenzeichen: Sch 29953 VII a/86 c
Anmeldetag: 7. Juli 1961
Auslegetag: 4. April 1968
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eintragen der Schußfaden an Webmaschinen mit Entnahme
des Schußfadens von ortsfesten Spulen mittels in Schußrichtung geblasener Luft und quer zum
Lauf der Kettenfäden von außen nach dem Innern des jeweils gebildeten Webfaches schräg in Flugrichtung
des einzutragenden Schußfadens über Luftzuführungselemente mit Luftaustrittsöffnungen zugeleiteter
Zusatzluft.
Bei Webmaschinen mit pneumatischer Schußein- ίο
tragung und Entnahme des Schußfadens von ortsfesten Spulen bereitet es Schwierigkeiten, breite Gewebe
zu erzeugen, weil dann der Schußfaden leicht aus seiner vorgeschriebenen Schußbahn kommt. Um
diesen Übelstand zu überwinden, ist es unter anderem aus der Literatur bekanntgeworden (österreichische
Patentschrift 202 080), das Webfach oben- und untenseitig durch Platten abzudecken, um so
einen Kanal zu schaffen, durch welchen der Schußfaden über eine längere Flugbahn von der Einblasseite
her durch das Fach geschossen werden kann. Nachteilig ist hierbei, daß der Schußfaden von seiner
vorgeschriebenen Bahn abweichen kann und dabei an den Kettenfäden, die sich oben und unten an den
Platten anlegen, hängenbleibt.
Auch ist bekanntgeworden (österreichische Patentschrift 202 080), an der Weblade einen Kamm anzubringen,
der aus einzelnen Lamellen besteht, wobei diese beim Bewegen der Lade zwischen den Kettenfäden
hindurchtreten können. Die Lamellen besitzen Durchbrechungen, die in gemeinsamer Flucht liegeni
und einen quer zu den Kettenfäden verlaufenden Kanal bilden. Durch diesen Kanal wird der Schußfaden
vom Blasrohr aus geschossen. Beim Bewegen der Weblade und damit des Lamellenkammes in die
vordere Totlage tritt der Kamm aus dem Webfach nach vorn unten aus, wobei der im Kanal liegende
Schußfaden zur Anlage an die Kettenfäden kommt und schließlich über die Schlitze in den Lamellendurchbrechungen
aus dem Kanal austritt. Bei der weiteren Rückbewegung der Lade wird dann der
Schußfaden an das Gewebe in normaler Weise angeschlagen.
Durch einen solchen Kanal wird zwar verhindert, daß der Schußfaden auf seiner Flugbahn an die
Kettenfäden gelangt. Nachteilig ist aber, daß der von den Lamellen gebildete Kanal Lücken aufweist, über
welche die Schlagluft entweichen kann. Nachteilig ist ferner, daß einerseits die Schußfäden beim Austritt
aus dem Kanal und anderseits die Kettenfäden beim Durchtritt der Lamellen unter Umständen beschädigt
werden und das schließlich die gesamte Webbreite Vorrichtung zum pneumatischen Eintragen der
Schußfäden an Webmaschinen mit Entnahme des Schußfadens von ortsfesten Spulen
Schußfäden an Webmaschinen mit Entnahme des Schußfadens von ortsfesten Spulen
Anmelder:
Walter Scheffel,
8832 Weißenburg, Industriestr. 53
dennoch begrenzt ist, weil die Luftgeschwindigkeit auf größere Schußlänge die Mitnahme des Schußfadens
nicht mehr gewährleistet. Um diesem Nachteil abzuhelfen, ist es bekanntgeworden (österreichische
Patentschrift 202080), die Lamellen hohl auszubilden und dann über die Lamellen Zusatzluft zuzuführen,
die den Schußfaden erfaßt und in Richtung der Flugbahn weiterträgt. Mit dieser Maßnahme
ist aber die Gefährdung der Kettenfäden beim jedesmaligen Ein- und Ausschwenken des Lamellenkammes
in bzw. aus dem Webfach nicht behoben. Auch besteht dann nach wie vor noch die Gefahr, daß die
Schußfäden beim Austritt aus dem Kanal beschädigt werden.
Auch ist bereits eine Vorrichtung für Webmaschinen mit pneumatischer Schußeintragung zum Führen
der Schußfäden im Webfach mit Hilfe von Luftzuführungselementen vorgeschlagen worden, die quer
zum Lauf der Kettenfäden Luft zur Flugbahn des jeweils einzutragenden Schußfadens zuführen und als
außerhalb des jeweils gebildeten Webfaches quer über den Kettenfäden verlaufende Rohre mit Luftaustrittsöffnungen,
die schräg in die Flugrichtung des einzutragenden Schußfadens weisen, ausgebildet sind
(deutsches Patent 1170 879).
Wenn mit einer solchen Vorrichtung die Webmaschine mit hoher Drehzahl betrieben werden soll,
dann ist zu berücksichtigen, daß die Reibung zwischen dem Schußfaden und dem ihn in bzw. durch
das Webfach tragenden Luftstrom gering ist, sich infolgedessen ein großer Schlupf ergibt. Um dennoch
eine hohe Eintraggeschwindigkeit zu erhalten, müßte
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dauernd eine erhebliche Luftmenge gefördert werden. durch eine Druckfeder in ständiger Anlage am um-
Es wäre also ein erheblicher Energieaufwand notwen- laufenden Kurventräger verbleibt, während der
dig, der zudem nur in geringem Maß in Nutzarbeit andere Arm über eine Stange mit der Membran der
umgesetzt würde. Membranpumpe verbunden ist, und daß die Kurve
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei 5 des Kurventrägers eine solche Form aufweist, daß die
einer Vorrichtung der eingangs genannten und in Druckfeder allmählich spannbar, dann plötzlich frei-Vorschlag
gebrachten Art das Eintragen des Schuß- gebbar ist. Hierdurch können in weiterer Ausbildung
fadens zu verbessern. Dies wird im wesentlichen da- der Erfindung drei Viertel der zu einem Umlauf der
durch erreicht, daß für die in Schußrichtung gebla- Webmaschinenwelle benötigten Zeit zum Spannen
sene Luft eine die Blasluft erzeugende, mit einem io der Druckfeder und zugleich zum Ansaugen der Luft
Blasrohr verbundene Membranpumpe, die über ein über die Membranpumpe verwendet werden; innervon
der Webmaschine im Gleichlauf mit ihr bewegtes halb des verbleibenden Viertels der Umlaufzeit erGetriebe
antreibbar ist, und als Luftzuführungs- folgt das Entspannen der Druckfeder. Diese wird so
elemente ein einziges, unterhalb des Webfaches ange- freigegeben, daß sie sich in kürzester Frist entspanordnetes,
quer zu den Kettenfäden verlaufendes Rohr 15 nen kann. Beim Entspannen der Druckfeder wird die
mit mantelseitigen, dem Webfach zugekehrten öff- zuvor in die Membranpumpe gesaugte Luft stoßartig
nungen vorgesehen sind. in das Blasrohr gefördert. Hierbei erfaßt sie den ein-
Durch die Verwendung der Membranpumpe läßt zutragenden Schußfaden, wobei sie ihm eine hohe
sich eine schnelle Impulsfolge der Blasluftstöße er- Anfangsbeschleunigung erteilt,
möglichen, mittels welcher der Schußfaden jeweils 20 Ratsam ist es, die Membranpumpe einlaßseitig an
in das Webfach eingeblasen wird. Infolgedessen läßt eine Leitung anzuschließen, die zu einer gegenüber
sich eine rasche Folge der Schußschläge erzielen. dem Blasrohr in Richtung der Flugbahn liegenden
Dies ist deswegen möglich, weil der Hub der Mem- Stelle führt. Durch diese Maßnahme wird erreicht,
bran klein gehalten werden kann, trotzdem aber in- daß die Membranpumpe nicht nur einen Luftstoß
folge des großen Durchmessers des die Luft ver- 25 aufbringt, sondern zugleich auch von der dem Blasdrängenden
Membranteiles eine ausreichend große rohr gegenüberliegenden Seite eine Saugwirkung fus-Menge
Blasluft abgegeben wird. übt. Das Blasrohr ist zweckmäßig im Querschnitt so
Die Anfangsbeschleunigung kann so hoch gewählt bemessen, daß es den Durchlaß unterschiedlich dik-
werden, daß der in das Webfach eintretende Schuß- ker und selbst knotiger Schußfäden gestattet,
faden nahezu seine volle Fluggeschwindigkeit besitzt. 30 Die im Hauptanspruch gekennzeichneten Merk-
Infolgedessen braucht der in das Webfach gelangende male genießen keinen Elementenschutz.
Schußfaden von der kontinuierlich fließenden Zusatz- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung
luft, die aus den Luftaustrittselementen strömt, kaum an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch
noch beschleunigt zu werden. veranschaulicht.
Wenn die Anfangsbeschleunigung hoch genug ist, 35 Das zu erzeugende Gewebe erstreckt sich in seiner
ist eine weitere Beschleunigung überhaupt entbehr- Breite von einer Grenzlinie 1 bis zu einer Grenzlich.
Die kontinuierlich fließende Zusatzluft hat dann linie 2. Eine nicht gezeigte Weblade bewegt sich beinur
die Aufgabe, den mit etwa mittlerer Flügge- spielsweise von der Vorderseite des Webeblattes nach
schwindigkeit ankommenden Schußfaden zu überneh- dessen Rückseite hin. In das jeweils gebildete Webmen
und durch das Webfach zu tragen. 40 fach wird ein Schußfaden 3 eingetragen. Hierzu dient
Falls die kontinuierlich strömende Zusatzluft den einerseits eine kontinuierlich von einem Luftzufühankommenden
Schußfaden dennoch beschleunigen rungselement 4 kommende Zusatzluft und anderseits
muß, ist die hierzu notwendige Zusatzbeschleunigung ein Luftstoß im Augenblick des Eintragens aus einem
so gering, daß sie praktisch keine größere Auslegung Blasrohr 5, welches in seiner Weite so bemessen ist,
der Energiequelle für die kontinuierlich fließende 45 daß es den unbehinderten Durchlaß unterschiedlich
Zusatzluft notwendig macht. Somit kann die Energie- dicker und auch knotiger Schußfäden gestattet. Das
quelle für die Zusatzluft, also die kontinuierlich über Blasrohr 5 endet an der einen Randseite des zu bildie
Zuführungselemente nach der Flugbahn züge- denden Gewebes bei 1 und weist in das jeweils geführte
Luft, verhältnismäßig klein gehalten werden. bildete Webfach.
Auch die zum Erzeugen des die Anfangsbeschleuni- 50 Das Luftzuführungselement 4 verläuft in zum Teil
gung bewirkenden Blasluftstoßes benötigte Energie bereits vorgeschlagener Weise unterhalb des Webläßt
sich verhältnismäßig gering halten. faches, wobei es sich quer zu den nicht gezeigten
Es ist zwar bei Webmaschinen mit pneumatischer Kettenfäden erstreckt. Es wird entsprechend der be-Schußeintragung
bereits bekannt (österreichische reits vorgeschlagenen Vorrichtung von einem Rohr 6
Patentschrift 185 318), die Blasluft zum Eintragen 55 mit sägezahnförmigen Luftaustrittsgliedern 7, 8 gebildes
Schußfadens in das Webfach stoßartig auf diesen det, deren Öffnungen an den »Zahnschneiden« 8 lieeinwirken
zu lassen. Eine solche Vorrichtung ist je- gen, so daß die in Richtung des Pfeiles A im Rohr 6
doch nur auf die Erzeugung schmaler Gewebe be- fließende Luft etwa in Richtung des Pfeiles B zur
schränkt, da die über eine solche Blasdüse in das Flugbahn strömt, die in der Zeichnung mit der
Webfach eintretende, das Eintragen des Schußfadens 60 Richtung des gezeigten Schußfadens 3 zusamenfällt.
übernehmende Druckluft im Webfach auf die dort Die Zusatzluft wird kontinuierlich in das Rohr 6 von
vorhandene, praktisch stillstehende Luft auftrifft und einem Gebläse 9 geblasen und tritt demzufolge auch
daher rasch abgebremst wird. Abgesehen von den stetig aus den mantelseitigen, dem Webfach zugekehrobengenannten
Vorteilen lassen sich somit mit der ten Öffnungen an den »Zahnschneiden« 8 aus. erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne weiteres auch 65 Das Blasrohr 5 ist über Stutzen 10,11 an die Ausbreite
Bahnen weben. laßseiten der Räume 12, 13 einer Membranpumpe 14
Das Getriebe weist zweckmäßig einen Kurventrä- angeschlossen. Einlaßseitig ist die Membranpumpe
ger und einen Doppelhebel auf, dessen einer Arm 14 über Stutzen 15, 16 mit einer Leitung 17 verbun-
den, die nach einer Stelle C führt, welche sich in Richtung der Flugbahn gegenüber dem Blasrohr 5
befindet (bei 2).
Die Membranpumpe 14 wird von der Webmaschine aus mittels eines Getriebes 18, 19 betätigt. Letzteres
umfaßt einen in Richtung des Pfeiles D von der Webmaschine aus im Gleichlauf mit ihr angetriebenen
Kurventräger 18 und einen Doppelhebel 19, der das Eingriffsglied des Getriebes 18, 19 bildet. Auf den
Doppelhebel 19 wirkt eine Druckfeder 20 ein, durch die der Doppelhebel 19 über eine Rolle 21 zum Anliegen
an den Kurventräger 18 gezwungen wird. Der Arm 22 des Doppelhebels 19 greift über eine Stange
24 an der Membran 23 der Membranpumpe 14 an. Die Durchtrittsstelle der Stange 24 am Pumpengehäuse
ist mittels eines Balges 25 abgedichtet.
Bei umlaufendem Kurventräger 18 wird die Druckfeder 20 während der Zeit, in welcher die Rolle 21
von E nach F der Kurve folgt, stetig gespannt. Gelangt die Rolle 21 an die Stelle F, dann kann sie die
Druckfeder 20 beim Weiterbewegen des Kurventrägers 18 plötzlich entspannen, wobei die Rolle 21 von
F nach E gelangt. Die Ausbildung ist so getroffen, daß zum Spannen der Druckfeder 20 etwa drei Viertel
des Umlaufweges einer Webmaschinenumdrehung zur Verfügung stehen. Innerhalb des verbleibenden
Viertels erfolgt dann das Entspannen.
Während des Spannens der Druckfeder 20 ist die Membran 23 in Richtung des Pfeiles H bewegt worden.
Dabei ist über ein Ventil 26 und die Leitung 17 Luft in den Raum 13 gesaugt worden. Beim plötzlichen
Entspannen der Druckfeder 20 wird die Membran 23 schlagartig in Gegenrichtung des Pfeiles H
verstellt. Infolgedessen wird die zuvor in den Raum 13 angesaugte Luft über ein Ventil 27 und den Stutzen
11 in das Blasrohr 5 gefördert. Dieser in das Blasrohr 5 gelangende Luftstoß erfaßt den noch nicht
in das Webfach getragenen Schußfaden 3 und erteilt ihm eine hohe Anfangsbeschleunigung. Sobald der
Schußfaden 3 in das Webfach gelangt, wirkt auf ihn zusätzlich die von dem Luftzuführungselement 4
kommende Zusatzluft ein. Da der Schußfaden 3 eine hohe Anfangsbeschleunigung erhalten hat, braucht
die Zusatzluft ihn nur noch in geringem Maß oder überhaupt nicht mehr zu beschleunigen. Die Zusatzluft
hat dann nur noch die Funktion, den Schußfaden 3 durch das Webfach zu tragen und dabei die
Anfangsgeschwindigkeit aufrechtzuerhalten.
Während die Membranpumpe 14 den Luftstoß in das Blasrohr 5 fördert, saugt sie über ein Ventil 28
und die Leitung 17 gleichzeitig Luft in den Raum 12 ein. Infolgedessen wird für die Dauer des Luftstoßes
auf der dem Blasrohr 5 gegenüberliegenden Seite ein in Richtung zur Flugbahn liegender Sog ausgeübt,
was sich unterstützend auf das Hindurchtragen des Schußfadens 3 durch das Webfach auswirkt. Sobald
nunmehr die Druckfeder 20 wieder gespannt und die Membran 23 in Richtung des Pfeiles H verstellt wird,
wird über ein Ventil 29 die zuvor in den Raum 12 geförderte Luft nach dem Stutzen 10 und damit in
das Blasrohr 5 gedrückt. Während dieser Zeit wird also bei C eine Saugwirkung ausgeübt und zugleich
über das Blasrohr 5 in Richtung der Flugbahn strömende Luft gefördert. Von der Membranpumpe 14
aus wird also auch noch nach dem jeweiligen Luftstoß eine Blas- und Saugwirkung ausgeübt, wobei
allerdings die Geschwindigkeit der Strömung wesentlich unterhalb derjenigen des Luftstoßes liegt, da der
Kurventräger 18 nun mit seinem flachen Kurventeil mit dem Doppelhebel 19 zusammenwirkt.
Wird beispielsweise die Geschwindigkeit des mittels der Membranpumpe 14 in das Blasrohr 5 geförderten
Luftstoßes zu etwa 300 m/sec gewählt, dann wird dem Schußfaden 3 bei einem Schlupf von 90 %>
eine solche Beschleunigung erteilt, daß er eine Geschwindigkeit von etwa 30 m/sec annimmt. Wenn
nun die kontinuierlich vom Gebläse 9 kommende
ίο Tragluft eine Geschwindigkeit von 40 m/sec hat,
dann behält der Schußfaden 3 über die gesamte Webbreite zumindest die Geschwindigkeit von 30 m/sec
bei. Mit dieser Geschwindigkeit fliegt also der Schußfaden 3 durch das Webfach hindurch. Eine mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstete Webmaschine kann bei der angenommenen Schußfadengeschwindigkeit
von 30 m/sec und einer Gewebebreite von 150 cm mit einer Drehzahl von 300 UpM betrieben werden.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Eintragen der Schußfäden an Webmaschinen mit Entnahme des Schußfadens
von ortsfesten Spulen mittels in Schußrichtung geblasener Luft und quer zum Lauf der
Kettenfäden von außen nach dem Inneren des jeweils gebildeten Webfaches schräg in Flugrichtung
des einzutragenden Schußfadens über Luftzuführungselemente mit Luftaustrittsöffnungen
zugeleiteter Zusatzluft, dadurch gekennzeichnet, daß für die in Schußrichtung geblasene
Luft eine die Blasluft erzeugende, mit einem Blasrohr (5) verbundene Membranpumpe (14),
die über ein von der Webmaschine im Gleichlauf mit ihr bewegtes Getriebe (18, 19) antreibbar
ist, und als Luftzuführungselemente (4) ein einziges, unterhalb des Webfaches angeordnetes,
quer zu den Kettenfäden verlaufendes Rohr (6) mit mantelseitigen, dem Webfach zugekehrten
Öffnungen (8) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (18, 19) einen
Kurventräger (18) und einen Doppelhebel (19) aufweist, dessen einer Arm durch eine Druckfeder
(20) in ständiger Anlage am umlaufenden Kurventräger (18) verbleibt, während der andere
Arm (22) über eine Stange (24) mit der Membran (23) der Membranpumpe (14) verbunden ist, und
daß die Kurve des Kurventrägers (18) eine solche Form aufweist, daß die Druckfeder (20) allmählich
spannbar, dann plötzlich freigebbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Spannen der Druckfeder
(20) die Kurve am Kurventräger (18) ein ansteigendes Kurvenstück (E-F) aufweist, das sich über
etwa drei Viertel einer vollen Umdrehung des Kurventrägers (18) erstreckt, und daß zum Entspannen
der Druckfeder (20) die Kurve am Kurventräger (18) mit einem anschließend an das
ansteigende Kurvenstück (E-F) jäh abfallenden Kurvenstück (F-E) versehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membranpumpe (14) doppeltwirkend
ausgebildet und mit beiden Pumpen-
räumen (12, 13) auslaßseitig an das Blasrohr (5) angeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Pumpenräume (12, 13)
einlaßseitig an eine Leitung (17) angeschlossen sind, die zu einer gegenüber dem Blasrohr (5) in
Richtung der Flugbahn liegenden Stelle (C) führt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Blasrohr (5) einen den unbehinderten Durchlaß unterschiedlich dicker und
knotiger Schußfäden zulassenden Querschnitt aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1170 879;
österreichische Patentschrift Nr. 185 318, 202 080.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 537/178 3.68 © Bundesdruckerei Berlin
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