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Anordnung zur meßzeigergesteuerten Verkürzung der Entkupplungszeit
in Maximumzählern In Maximumzählern wird nach Ablauf der Meßperiode mit Hilfe eines
Maximumauslösers ein Kupplungshebel betätigt, der die mechanische Verbindung zwischen
Zähler und Maximumanzeigeeinrichtung unterbricht, damit der Meßzeigermitnehmer -
meist unter der Wirkung einer Federkraft - in seine Nullstellung zurückgeführt werden
kann, während der geschleppte Maximumzeiger in seiner jeweiligen Stellung verbleibt.
Bei den bekannten Ausführungen dieser Art wirkt der Anker des Maximumauslösers unmittelbar
auf den unter Federwirkung stehenden Kupplungshebel. Der Maximumauslöser wird am
Ende der Meßperiode durch einen Kontakt einer Schaltuhr betätigt. Aus konstruktiven
Gründen verbleibt der Uhrenkontakt beim Schaltvorgang 9 bzw. 15 Sekunden in seiner
jeweiligen Schaltstellung, so daß sich eine ebensolange Entkupplungszeit zwischen
Zählwerk und Maximumanzeigeeinrichtung ergibt. Um die in dieser Zeitspanne eintreffenden
Impulse beim Meßvorgang zu berücksichtigen, sind verschiedene Vorschläge gemacht
worden.
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Bei den Maximumzählern üblicher Bauart wird diese Entkupplungszeit
(meist 9 bzw. 15 Sekunden) in dem zwischen Zähler und Maximumanzeiger angeordneten
übersetzungsgetriebe berücksichtigt. Der hierdurch auftretende Fehler ist zwar bei
der vorgegebenen Leistung Null, wird aber um so größer; je stärker die Leistung
während der Meßperiode schwankt. Auf diese Weise läßt sich also ein Meßfehler nicht
vollständig verhindern.
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Ein anderer Vorschlag geht dahin, die Entkupplungszeit auf den Wert
Null zu verkleinern, beispielsweise derart, daß eine Umschaltung zwischen zwei Meßzeigern
vorgenommen wird. Nachteilig bei dieser Ausführung ist der erhöhte Aufwand durch
die Verwendung zweier Meßzeiger mit Anzeigevorrichtungen.
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Eine bekannte Zwischenlösung besteht darin, die Dauer der Entkupplung
des Mitnehmers auf die Zeit zu beschränken, die der Mitnehmer zum Rücklauf benötigt.
Das wird dadurch erreicht, daß der Mitnehmer bei Erreichen seiner Ruhelage einen
Kontakt steuert, der unabhängig vom Maximumkontakt die Wiederkupplung des Mitnehmers
mit der Zählwerksachse herbeiführt. Dabei ergeben sich aber folgende Schwierigkeiten:
Wenn der vom Mitnehmer gesteuerte Kontakt durch das wieder beginnende Hochlaufen
des Mitnehmers zu schnell öffnet, d. h. noch bevor der eigentliche Maximumkontakt
wieder geschlossen ist, so fällt der Mitnehmer fälschlicherweise zurück. Wenn man
dagegen die Einstellung so vornimmt, daß der vom Mitnehmer betätigte Kontakt entweder
öffnet, nachdem der Mitnehmer schon einen nennenswerten Winkel zurückgelegt hat,
so könnte es geschehen, daß das Kupplungsrelais in seiner Erregung überhaupt nicht
unterbrochen wird, beispielsweise, wenn der Mitnehmer in der fraglichen Meßperiode
nur wenig hochläuft. Zur Behebung dieser Schwierigkeiten wurde weiterhin vorgeschlagen,
daß ein weiterer Kontakt an der Schaltuhr vorgesehen wird, der in dem Augenblick
geöffnet wird, in dem sich der Maximumkontakt der Uhr schließt. Damit der Mitnehmer
auch wirklich in seine Endlage gelangen kann, muß das Relais eine entsprechende
Ansprechverzögerung haben. Die Anbringung eines weiteren Kontaktes an der Uhr erfordert
nicht nur einen Mehraufwand, sondern auch einen größeren Energiebedarf derselben.
Ferner sind drei Leitungen zwischen Maximumzähler und Schaltuhr erforderlich.
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Ferner ist es bekannt, zwischen Zähler und Maximumanzeigeeinrichtung
einen Speicher vorzusehen, welcher während der Entkupplungszeit den ankommenden
Winkelweg bzw. die ankommenden Impulse aufnimmt und sie nach Ablauf der Entkupplungszeit
an die Maximumanzeigeeinrichtung weitergibt. Durch die relativ lange Entkupplungszeit
von 9 bzw. 15 Sekunden muß auch der Speicher entsprechend groß bemessen sein.
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Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich ebenfalls mit dem Problem,
die Entkupplungszeit bei Maximumzählern der eingangs beschriebenen Art auf ein Minimum
zu verkürzen. Hierbei wird von der Tatsache ausgegangen, daß bei einer mechanischen
Anzeigevorrichtung der Meßzeiger höchstens einige Sekunden benötigt, um von seinem
größten Ausschlag
bis in die Nullstellung zu gelangen. Es besteht
daher keine Notwendigkeit, die gesamte durch die Schaltuhr vorgegebene Entkupplungszeit
von 9 bis 15 Sekunden auszunutzen. Die Erfindung besteht darin, daß zwischen Anker
des Maximumauslösers und Kupplungshebel eine Klinke angeordnet ist, die beim Ansprechen
des Auslösers den Kupplungshebel ausrückt und ihn so lange in dieser ausgerückten
Stellung festhält, bis durch den in die Nullstellung zurückgefallenden Meßzeiger
mit rein mechanischen Mitteln die Verldinkung aufgehoben wird. In weiterer Ausgestaltung
der Erfindung steht die Klinke unter Federwirkung und ist auf dem Anker des Maximumauslösers
oder auf dem Kupplungshebel angeordnet.
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Für den Patentanspruch 2 wird als echter Unteranspruch nur in Verbindung
mit dem Patentanspruch 1 Patentschutz begehrt.
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An Hand der Zeichnung, in der ein Maximumwerk mit verkürzter Entkupplungszeit
in verschiedenen Stellungen schematisch dargestellt ist, wird die Erfindung näher
erläutert.
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F i g. 1 zeigt die eingekuppelte Stellung. Die mit dem Zähler 1 verbundene
Kupplungsachse 2 trägt ein Zahnrad 3, das mit einem- Zahnrad 4 gekuppelt ist. Mit
dem Zahnrad 4 ist eine den Meßzeiger 5 tragende Scheibe 6 über Zahnrad 7 und Welle
8 verbunden. Mit 9 ist der Maximumzeiger bezeichnet, der von dem Meßzeiger 5 geschleppt
wird. Mit dem Zeiger 9 wirkt die Anzeigeskala 10 zusammen.
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Der Meßzeiger 5 steht unter der Wirkung einer schematisch dargestellten
Feder 11. Bei entkuppelten Rädern 3 und 4 kehrt der Meßzeiger 5 unter der Wirkung
der Feder 11 in seine Nullstellung zurück, in der der Arm 12 an einem festen Anschlag
13 liegt. Das Zahnrad 3 bzw. die Achse 2 ist in einem Kupplungshebel 14 drehbar
gelagert, welcher um eine Achse 15 schwenkbar ist. Der Kupplungshebel 14 steht unter
der Wirkung einer Feder 16, die sein freies Ende gegen einen Anschlag 17 zu führen
bestrebt ist.
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Der Kupplungshebel 14 wird nun nicht unmittelbar vom Anker 18 eines
Maximumauslösers 19 betätigt, sondern mittelbar über eine Klinke 20, welche am freien
Ende des Ankers 18 drehbeweglich befestigt ist. Der Anker ist um den Punkt 21 schwenkbar.
Seine Bewegung ist durch zwei Festanschläge 22 und 23 begrenzt. Der Anker 18 steht
unter der Wirkung einer Rückholfeder 24, die ihn bei unerregtem Relais gegen den
Anschlag 23 zieht. In der in F i g. 1 dargestellten Stellung ist der Maximumauslöser
19 unter Spannung, so daß sein Anker 18 gegen den Anschlag 22 gezogen ist. In dieser
Stellung wird unter der Wirkung einer Feder 25 die Klinke 20 so verschwenkt, daß
ihr freies, abgesetztes Ende 26 gegen die Stirnseite des Hebels 14 stößt, aber nicht
an einer Kante 27 anliegt.
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In der in F i g. 1 gezeigten Stellung erfolgt also der Antrieb des
Meßzeigers 5 von dem Zähler 1 über Achse 2, Zahnräder 3, 4, Achse 8 und Zahnräder
7 und 6. Hierbei wird durch den Meßzeiger 5 der Maximumzeiger 9 mitgeschleppt. Nach
Ablauf der Meßperiode wird der Maximumauslöser 19 entregt, so daß unter der Wirkung
der Feder 24 der Hebel 18 entgegengesetzt dem Uhrzeigerdrehsinn verschwenkt wird.
Hierdurch wird der Kupplungshebel 14 durch die Kante 27 der Klinke 20 so weit verschwenkt,
daß die beiden Zahnräder 3 und 4 außer Eingriff kommen. Da die Kraft der Feder 24
die der Feder 16 überwiegt, wird durch die Klinke 20 bzw. deren Kante 27 der Kupplungshebel
14 in der Ausrückstellung festgehalten, wie F i g. 2 zeigt. In dieser Stellung liegt
der Anker 18 des Maximumauslösers am Anschlag 23 an.
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Durch das Entkuppeln der Räder 3 und 4 wird durch die Kraft der Feder
11. der Meßzeiger 5 in seine Nullstellung zurückgeführt, wie durch einen Pfeil28
angedeutet ist. In dieser Stellung stößt sein vorderes Ende 29 gegen die Verlängerung
26 der Klinke 20 und löst den Kupplungshebe114 aus, der sodann unter der Wirkung
der Feder 16 in seine Kupplungsstellung zurückkehrt. In F i g. 3 ist diese Stellung
dargestellt.
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Nach Ablauf der üblichen Entkupplungszeit (9 bzw. 15 Sekunden) kehrt
die Spannung am Maximumauslöser 19 wieder und führt den Anker 18 wieder in die in
F i g. 1 dargestellte Ausgangsstellung zurück. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme
wird also die Entkupplungszeit unabhängig von der Dauer der Schließung des Uhrenkontaktes
so verkürzt, wie der Schleppzeiger 5 benötigt, um in seine Ausgangsstellung zurückzukehren.
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Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Anordnung zur Verkürzung
der Entkupplungszeit auch bei Maximumzählem mit Speicher, welcher die ankommenden
Impulse während der Entkupplungszeit aufnimmt, da dieser um so einfacher und zuverlässiger
gestaltet sein kann, je geringer der Winkelweg bzw. die Zahl der Impulse ist, die
aufgenommen werden muß.