DE1264800B - Einrichtung zur kontinuierlichen Anzeige der wahren Hoehe eines Flugzeuges ueber Grund - Google Patents
Einrichtung zur kontinuierlichen Anzeige der wahren Hoehe eines Flugzeuges ueber GrundInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
GOIc
Deutsche Kl.: 42 c - 40/01
Nummer: 1264 800
Aktenzeichen: B 73799IX b/42 c
Anmeldetag: 9. Oktober 1963
Auslegetag: 28. März 1968
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur kontinuierlichen Instrumentenanzeige der wahren Höhe
eines Flugzeuges über Grund unter Benutzung der Höhenimformation, die ein im Flugzeug eingebautes,
zur Bodenbeobachtung vorgesehenes Radargerät liefert, bei welcher Einrichtung eine vom Bodenecho
ausgelöste, für die Zeit zwischen Sendeimpuls und Bodenechoimpuls wirksame Schaltanordnung vorgesehen
ist, deren Arbeitskreis ein die Stromimpulse der genannten Schaltanordnung anzeigendes, in
Höhenmetern geeichtes Gleichstrommeßinstrument geschaltet ist.
Die Anzeige der Höhe eines Flugzeuges erfolgt in der Regel mittels eines barometrischen Höhenmessers.
Abgesehen davon, daß der Nullpunkt bei derartigen Höhenmessern in Abhängigkeit von dem
zu überfliegenden Gebiet jeweils neu einzustellen ist, zeigen diese Geräte bei atmosphärischen Druckänderungen
und großen Geschwindigkeiten (Schallmauer) falsche Werte an. Dies kann zu ungewollter
Bodenberührung von mit barometrischen Höhenmessern ausgerüsteten Flugzeugen und zu deren Verlust
führen.
Soweit es die Raumverhältnisse eines Flugzeuges zulassen, werden daher Funkhöhenmesser für die
Anzeige der wahren Höhe über Grund verwendet. Hier wird zur Höhenmessung bekanntlich eine in
bestimmter Weise frequenzmodulierte Trägerwelle benutzt, die sowohl zum Boden als auch zum Empfänger
des Flugzeuges ausgestrahlt wird. Im Empfänger werden die direkte und die vom Boden reflektierte
Welle überlagert. Die dabei entstehende, von einem Frequenzmesser angezeigte Differenzfrequenz
ist ein Maß für die wahre Höhe des Flugzeuges über Grund.
Es ist auch bereits ein Impulsrückstrahl-Entfernungsmeßgerät bekanntgeworden, bei dem mit
Hilfe zweier über eine Batterie und ein Gleichstrominstrument hintereinandergeschalteter, normalerweise
durch Vorspannungen gesperrter Röhren die Überlappungsdauer der direkten und der reflektierten
Schwingungszüge als Maß für die gesuchte Entfernung bestimmt wird. Durch das Gleichstrominstrument
fließt so lange Strom, wie direkte und reflektierte Schwingungszüge die Wirkungen der Vor-Spannungen
beider Röhren aufheben.
Auf den Einbau von solchen Funkhöhenmessern muß in der Regel bei Hochleistungsflugzeugen, z. B.
bei Jagdflugzeugen, aus Platzgründen verzichtet werden, da der in diesen Flugzeugen vorhandene Raum
von einer umfangreichen elektronischen Ausrüstung anderer Art eingenommen wird. Derartige Flugzeuge
Einrichtung zur kontinuierlichen Anzeige
der wahren Höhe eines Flugzeuges über Grund
Anmelder:
Bölkow Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
8012 Ottobrunn
8012 Ottobrunn
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Hellmuth Schöneborn,
8019 Niclasreuth
Dipl.-Ing. Hellmuth Schöneborn,
8019 Niclasreuth
sind jedoch immer mit einem Bodenbeobachtungsradar ausgerüstet, welches auch Angriffe gegen
Bodenziele erlaubt und außerdem eine Radarbodenkarte liefern kann. Bei einer derartigen sogenannten
»Bodenmission« kann jedoch die wahre Höhe über Grund nur ungefähr festgestellt werden, wozu der
sogenannte »Höhenkreis« auf der anzeigenden Kathodenstrahlröhre auszumessen ist. Zu diesem
Zweck ist der Bildschirm der Kathodenstrahlröhre mit einem Maßstab versehen, der jedoch die Höhe,
die gering ist gegen den Meßbereich von beispielsweise 80 bzw. 40 nautische Meilen, nur unvollkommen
zu schätzen gestattet.
Zudem setzt diese Messung eine manuelle Einstellung am Radarempfangsgerät durch den Piloten
voraus. Dies und die visuelle Schätzung der Höhe bedeutet eine große zusätzliche Belastung für den
Piloten, die während eines Angriffsfluges für ihn nicht tragbar ist. Wie die Erfahrung gezeigt hat, verläßt
der Pilot sich daher auf den zusätzlich eingebauten, direkt anzeigenden barometrischen Höhenmesser
mit allen seinen Fehlern.
Außerdem sind im Rahmen der modernen Strategie bei der Betriebsart »Bodenmission« Flugfiguren
durchzuführen, die ein Abheben der Suchkeule vom Boden bedingen, so daß irreführende Angaben beim
Ausmessen des Höhenkreises möglich sind.
Ausgehend von der Tatsache, daß bei der Radarbetriebsart »Bodenmission« in der Zeit zwischen dem
Sendeimpuls des Radargerätes und dem Eintreffen des ersten Bodenechos die Information über die
wahre Höhe über Grund enthalten ist und daß diese Information mittels eines Gleichstrominstrumentes
angezeigt werden kann, wenn .dieses in einer vom Bodenecho auslösbaren und für die Zeit zwischen
Sendeimpuls und Bodenechoimpuls wirksamen
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Schaltanordnung liegt, ist es die Aufgabe der Erfindung, eine genaue Höhenmessung in mit Bodenbeobachtungsradar
ausgerüsteten Flugzeugen mit einfachen Mitteln zu ermöglichen und Vorsorge zu treffen, daß eine Anzeige lediglich dann erfolgen
kann, wenn Bodenechos tatsächlich vorhanden sind.
Die Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß ein das Vorhandensein
von Bodenechos prüfender, aus zwei in Emitterschaltung betriebenen Transistoren bestehender
monostabiler Multivibrator vorgesehen ist, dem ein weiterer aus zwei in Emitterschaltung betriebenen
Transistoren bestehender Multivibrator zur Speisung des Meßinstrumentes nachgeschaltet ist, daß den
Multivibratoren eine aus einem ebenfalls in Emitterschaltung betriebenen Transistor bestehende, die
Direktimpulse unterdrückende Umkehrstufe derart vorgeschaltet ist, daß ein direkter und ein die Polarität
ankommender Impuls umkehrender Eingang entsteht, wobei auf den ersten Eingang die Video- und
auf den zweiten Eingang die Triggerimpulse des Radargerätes geschaltet sind, die über ein Kopplungsglied
auch der Basis des zweiten Transistors des ersten Multivibrators zugeführt werden, und daß das
Meßinstrument in den Kollektorkreis des zweiten Transistors des zweiten Multivibrators geschaltet ist.
Auf diese Weise ist eine einfache, wenig Raum einnehmende, leicht ablesbare Anzeigeeinrichtung zur
Anzeige der impliziten Höheninformation eines zur Bodenbeobachtung dienenden Radargerätes geschaffen,
bei dem irreführende Anzeigen nahezu unmöglich sind. Durch die Umkehrstufe ist Vorsorge getroffen,
daß sich der Videodirektimpuls und der umgepolte Triggerimpuls am Eingang des ersten Multivibrators
aufheben, wobei es unter Umständen erforderlich ist, den Triggerimpuls durch eine Impulsformerstufe auf
die Breite des Videodirektimpulses zu bringen.
Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Im einzelnen zeigt
F i g. 1 das Schaltbild der beschriebenen Einrichtung,
Fig. 2 den zu dieser Schaltung gehörenden Impulsplan, der das Auftreten der verschiedenen
Impulse sowie das Umschalten der einzelnen Transistoren in Abhängigkeit von der Zeit zeigt, und
Fig. 3 einen Schnitt durch das Anzeigeinstrument
mit der Einrichtung nach Fig. 1.
Einem aus den Transistoren T1 und T2 bestehenden,
monostabilen Multivibrator I ist ein aus den Transistoren T3 und T4 bestehender Multivibrator II
nachgeschaltet. Die Emitter der Transistoren T1 bis
T4. liegen über einen gemeinsamen Emitterwiderstand
R1 und einen Kondensator C1 am Pluspol der hier
nicht dargestellten Spannungsquelle und werden dadurch auf ein niedriges negatives Potential gelegt,
damit die jeweils nicht eingeschalteten Transistoren mit Sicherheit vollständig gesperrt werden.
Die im Ruhezustand über einen Basiswiderstandi?2
positiv vorgespannte Basis des Transistors T1 ist über
einen Widerstand R3 und über einen Kondensator C2
mit einer Eingangsklemme 3 verbunden, der die Videoimpulse des hier nicht dargestellten Radargerätes
zugeführt werden.
Ferner ist die Basis des genannten Transistors T1
über einen Widerstand i?4 und einen Kondensator C3
mit dem Kollektor eines Transistors T5 verbunden,
dessen Basis über einen Kondensator C1 mit einer
Eingangsklemme 4 und über einen Basiswiderstand R18 mit dem positiven Pol der Spannungsquelle verbunden
ist. Der Klemme 4 werden die Triggerimpulse des Radargerätes zugeführt. Die Widerstände R3
und i?4 bilden Summierwiderstände für die genannten Trigger- und Direktimpulse des Radargerätes.
Schließlich ist die Eingangsklemme 4 über einen Kondensator C5 auch an die Basis des Transistors T2
gelegt, die über einen Basiswiderstand R5 mit dem
negativen Pol der Spannungsquelle verbunden ist. Ferner ist die Basis des Transistors T2 über einen
Rückkopplungskondensator C6 mit dem Kollektor des Transistors T1 verbunden, der seinerseits über
einen Kollektorwiderstand Re mit dem negativen Pol
der Spannungsquelle verbunden ist.
Der mit der Basis des Transistors T1 über einen
Widerstand R19 verbundene Kollektor des Transistors
T2 ist über einen Kollektorwiderstand R7 mit
dem negativen Pol der Spannungsquelle verbunden, an die über einen Kollektorwiderstand Rs auch der
Transistor T5 geschaltet ist.
Der Kollektorausgang des Transistors T2 ist über
Kondensatoren C9 und C10 mit der Basis des ersten
Transistors T3 des Multivibrators II verbunden. Der
Kondensator C9 bildet dabei mit einem Widerstandi?9
ein Differenzierglied für die den Multivibrator I verlassenden Impulse.
Über den Basiswiderstand R10 ist die Basis des
Transistors T3 negativ vorgespannt. Die negative
Spannung wird ferner über den Widerstand R11 dem
Kollektor des Transistors T3 zugeführt. Über einen
Widerstand R12 ist der Kollektor des Transistors T3
mit der Basis des Transistors Γ4 verbunden, die ferner
über einen Basiswiderstand R13 mit dem Pluspol der
Spannungsquelle verbunden ist. Ein Rückkopplungskondensator C11 liegt zwischen der Basis des Transistors
T3 und dem Kollektor des Transistors T4.
Schließlich ist in den Kollektorkreis des Transistors T4 ein Gleichstrominstrument 5 geschaltet,
dem ein veränderbarer Widerstand A14 vorgeschaltet
ist. Mittels eines Schalters 6 kann dem veränderlichen Widerstand Ru ein fester Widerstand R15 und
dem Rückkopplungskondensator C11 ein entsprechend
gewählter Kondensator C12 parallel geschaltet werden.
Die Stromversorgung der vorstehend beschriebenen Schaltanordnung erfolgt aus der nicht dargestellten
Stromquelle über einen Vorwiderstand 2?16, wobei
zwei hintereinandergeschaltete Zenerdioden Z1 und Z2
als Spannungsstabilisierende Elemente vorgesehen sind.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Schaltanordnung ist folgende:
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, stellt der monostabile
Multivibrator II die eigentliche Anzeigestufe dar, während der Multivibrator I prüft, ob Bodenechos
im Videokanal vorhanden sind. Ist dies der Fall, so gibt der Multivibrator I ein Ausgangssignal, welches
den Multivibrator II betätigt.
Wie schon beschrieben, hat der Multivibrator I zwei Eingänge, nämlich den Eingang 3 über den
Kondensator C2 und den Widerstand R3, und den
Eingang 4 über den Kondensator C5. Der Eingang 3
erhält die Videozeichen aus dem hier nicht dargestellten Radarempfänger, der Eingang 4 den
jeweiligen Triggerimpuls aus der hier ebenfalls nicht dargestellten Impulszentrale. Beide Zeichen sollen
negativ sein. Da der Transistor T2 vollen Strom zieht,
weil seine Basis über den Basiswiderstand R5 am
5 6
negativen Potential liegt, beeinflussen die negativen zeitig dem Rückkopplungskondensator C11 die Kapa-Triggerimpulse
am Eingang 4 den Schaltzustand des zität C12 parallel geschaltet wird.
Multivibrators I nicht. Anders ist es mit dem Direkt- An Hand des Impulsplanes der F i g. 2 sind die
zeichen im Videokanal am Eingang 3. Dieses würde Zusammenhänge der einzelnen Transistorströme und
den Transistor T1 einschalten. Da dies aber erst durch 5 -spannungen zu erkennen.
das erste Bodenecho erfolgen soll, wird der negative So zeigt α die negativen Triggerimpulse aus der
Direktimpuls des Videokanals kompensiert. Dies Impulszentrale. In b bedeutet 20 den negativen
geschieht dadurch, daß der Triggerimpuls dem als Direktimpuls aus dem Videokanal und 21 den um-Umkehrstufe
wirkenden Transistor T5 zugeführt wird gepolten, positiven Triggerimpuls, der den Impuls 20
und als positiver Impuls zusammen mit dem nega- io kompensiert, so daß b also die Spannung an der
tiven Videodirektimpuls über die Summierwider- Basis des Transistors T1 zeigt. Die Bodenechos 22
stände R3 und i?4 auf die Basis des Transistors T1 und 23 bewirken, daß der Transistor T1 Strom zieht,
gegeben wird, wo beide Impulse sich aufheben. Der wie in c dargestellt, und der Transistor T2 ausge-Schaltzustand
des Multivibrators I ändert sich also schaltet wird (vgl. d). In e ist die Spannung am
bei Eintreffen des Videodirektimpulses nicht, hin- 15 Kollektor des Transistors T2 dargestellt und in / die
gegen bei Eintreffen des ersten Bodenechos, da dieses aus der Differentiation der Spannung nach e resulnicht
kompensiert wird. Das erste Bodenecho bringt tierenden Spannungsimpulse 30, 31, 32 usw. am
also Multivibrator I zum Umkippen, und am Kollek- Punkte der Schaltung Fig. 1. Den durch diese
tor des Transistors T2 entsteht ein negativer Span- Impulse resultierenden Strom in Transistor T3 zeigt
nungssprung. Dieser wird durch den Kondensator C9 20 g, h dagegen den resultierenden Strom in Tran-
und den Widerstand R9 differenziert und ergibt am sistor T4. Dieser durch das Instrument angezeigte
Punkt A einen kurzen negativen Impuls, der über den Strom ist ein Maß für die wahre Höhe des Flug-Kondensator
C10 an die Basis des Transistors T3 im zeuges über Grund.
Multivibrator II gelangt. Dieser Transistor zieht aber Da es sich bei dem beschriebenen Verfahren um
vollen Strom, da er mit seiner Basis über den Basis- 25 eine reine Zeitmessung handelt, ist es möglich, die
widerstand -R10 am negativen Potential liegt. Der vorstehend beschriebene Einrichtung mit Hilfe von
kurze negative Impuls ändert also am Schaltzustand Rechteckgeneratoren genau einstellbarer Impulslänge
des Multivibrators II nichts. und Impulsfolgefrequenz zu eichen. Dies geschieht in
Trifft jetzt aber der nächste Triggerimpuls am Ein- einfacher Weise dadurch, daß an den Eingang 4 der
gang 4 ein, so wird der Transistor T2 wieder einge- 30 Schaltung F i g. 1 die Differentialquotienten j (vgl.
schaltet, und an seinem Kollektor entsteht ein posi- F i g. 2) einer negativen Rechteckspannung i gelegt
tiver Spannungssprung. Dieser gelangt als differen- werden. Die Impulsfolgefrequenz der Rechteck-
zierter positiver Impuls an die Basis des Transistors T3 spannung ist gleich der des Radargerätes und die
und sperrt ihn, wodurch Transistor T4 leitend wird Dauer derselben gleich der Impulslaufzeit für den
und Strom über das Gleichstrominstrument 5 zieht. 35 gewählten Höhenbereich zu wählen. Der erste nega-
Der nächste, durch das erste Bodenecho am Punkt A tive Impuls in j beeinflußt den Schaltzustand des
entstehende negative Impuls schaltet den Multi- Multivibrators I nicht, die Ströme in c und d ändern
vibrator II wieder zurück, so daß der Transistor T4 sich daher nicht, alles verharrt im Ausgangszustand,
in der Zeit zwischen Triggerimpuls und Eintreffen Der am Kollektor von T5 auftretende positive Span-
des ersten Bodenechos stromführend war. 40 nungsimpuls hat ebenfalls keinen Einfluß, da Tran-
Der Mittelwert der weiteren Strompulse des Tran- sistor T1 bereits gesperrt ist. Der jetzt in j folgende
sistors T4 ergibt am Gleichstrominstrument 5 eine positive Impuls schaltet jedoch Transistor T2 aus und
kontinuierliche Anzeige. Transistor T1 ein (vgl. Fi g. 2, c und 2, d), wodurch
Da die Impulsfolgefrequenz des Radargerätes ge- sich die bereits oben erläuterten Strom- und Spannauf
estliegt, die Arbeitsspannung derMultivibratoren 45 nungsänderungen e bis h ergeben. Der nächste folaber
durch die Zenerdioden Z1 und Z2 stabilisiert ist, gende negative Impuls in / schaltet Multivibrator II
hängt der Ausschlag des Instrumentes allein von der um (vgl. F i g. 2, g und 2, K), wodurch der bereits
Einschaltzeit des Transistors T4 ab, die proportional geschilderte Ablauf der Messung erfolgt. Mit Hilfe
der Höhe des Flugzeuges über Grund ist. Das Gleich- des Vorwiderstandes Ru wird das Instrument auf
Strominstrument kann also mit Hilfe des Wider- 50 Vollausschlag, z. B. 2000 m für 13,3 μβ Impulsdauer
Standes JR14 direkt in Höhenmetern geeicht werden. der Eichspannung in i, gebracht, und die Eichung ist
Tritt bei bestimmten Flugmanövern kein Boden- vollzogen.
echo auf, so ist die Instrumentenanzeige Null. Ist Sollten sich die auf die Klemme 4 gegebenen
eine Anzeige vorhanden und bleibt das Bodenecho Triggerimpulse und die auf die Klemme 3 gegebenen
plötzlich aus, so kippt der Multivibrator II nach 55 Direktimpulse des Radarempfangsgerätes (vgl. auch
einer Zeit, die zweckmäßigerweise dem maximalen F i g. 2) in ihrer Zeitdauer unterscheiden, so daß sie
Meßbereichswert entspricht und durch den Konden- sich an der Basis des Transistors T1 nicht vollständig
satorC1:t und den Widerstand R10 bestimmt ist, in kompensieren, so muß den Eingangsklemmen 3
den Ausgangszustand zurück, und die Instrumenten- oder 4 ein Impulsformer IV (F i g. 1) vorgeschaltet
anzeige wird Null. Der Transistor T4 ist also strom- 60 werden, der den einen Impuls auf die Zeitdauer des
los. Diese Zeit — in F i g. 2, h mit r bezeichnet — anderen Impulses bringt.
ist gleich 0,7-C11-A10. Der durch die größere Dauer Auch bewirken geringe Differenzen in der Amplivon
τ entstehende Anzeigefehler ist gering und am tude des Video- und Triggerimpulses eine Rest-Instrument
nicht feststellbar. spannung an der Basis des Transistors T1, was jedoch
Für eine Meßbereichsänderung ist der schon be- 65 ohne Bedeutung ist, solange diese Differenz unter
schriebene Schalter 6 zu betätigen, bei dessen Be- dem Schwellwert bleibt, der zum Umschalten des
tätigung dem Gesamtwiderstand des Gleichstrom- Multivibrators I erforderlich ist. Zweckmäßig wählt
Instrumentes der feste Widerstand R15 und gleich- man den umgepolten Triggerimpuls größer als den
Videodirektimpuls, nimmt also eine Uberkompensation des letzteren vor. Da die unterste Grenze der
Anzeige durch die Impulsbreite des Sendeimpulses gegeben ist, die im vorliegenden Fall z. B. 1,4 μβ
beträgt, liegt der Anfangswert der Höhenanzeige beim vorliegenden Ausführungsbeispiel bei 210 m
Höhe.
Die Bauelemente der vorstehend beschriebenen Einrichtung sind zweckmäßigerweise auf einer oder
mehreren Schaltplatten angeordnet, wie es in F i g. 3 dargestellt ist, so daß die gesamte Einrichtung nur
den Raum benötigt, den ein etwas verlängertes Gehäuse eines handelsüblichen Gleichstrominstrumentes
bietet.
Claims (7)
1. Einrichtung zur kontinuierlichen Instrumentenanzeige der wahren Höhe eines Flugzeuges
über Grund unter Benutzung der Höheninformation, die ein im Flugzeug eingebautes, zur Bodenbeobachtung
vorgesehenes Radargerät liefert, bei welcher Einrichtung eine vom Bodenecho ausgelöste,
für die Zeit zwischen Sendeimpuls und Bodenechoimpuls wirksame Schaltanordnung vorgesehen
ist, in deren Arbeitskreis ein die Stromimpulse der genannten Schaltanordnung anzeigendes,
in Höhenmetern geeichtes Gleichstrommeßinstrument geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß ein das Vorhandensein von Bodenechos prüfender, aus zwei in Emitterschaltung
betriebenen Transistoren (T1, T2) bestehender
monostabiler Multivibrator (I) vorgesehen ist, dem ein weiterer, aus zwei in Emitterschaltung
betriebenen Transistoren (Tz, T4) bestehender
Multivibrator (Π) zur Speisung des Meßinstrumentes (5) nachgeschaltet ist, daß den
Multivibratoren (I, II) eine aus einem ebenfalls in Emitterschaltung betriebenen Transistor (Ts) bestehende,
die Direktimpulse unterdrückende Umkehrstufe (ΠΙ) derart vorgeschaltet ist, daß
ein direkter und ein die Polarität ankommender Impulse umkehrender Eingang (3,4) entsteht, wobei
auf den ersten Eingang (3) die Video- und auf den zweiten Eingang (4) die Triggerimpulse des
Radargerätes geschaltet sind, die über ein Kopplungsglied (C3) auch der Basis des zweiten Transistors
(T2) des ersten Multivibrators zugeführt werden, und daß das Meßinstrument in den Kollektorkreis
des zweiten Transistors (T4) des zweiten Multivibrators geschaltet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Triggereingang (4)
ein Impulsformer (IV) geschaltet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Multivibratoren (I, II) über
ein Differenzierglied (C9JR9) miteinander verbunden
sind und daß der im Ruhezustand des ersten Multivibrators (I) gesperrte Transistor (T1) lediglich
durch Impulse negativer Polarität, der im Ruhezustand des Multivibrators (Π) stromführende
Transistor (T3) lediglich durch Impulse positiver Polarität umschaltbar ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem
Gleichstrominstrument ein regelbarer Vorwiderstand (R14) liegt.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Widerstand (Rls), der
dem Vorwiderstand (R14) mittels eines Schalters (6) parallelschaltbar ist, der gleichzeitig einen die
Kapazität des Rückkopplungs-Kondensators (C11)
des Multivibrators (II) ändernden Kondensator (C12) einschaltet.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter aller
Transistoren (T1 bis T4) der Multivibratoren (I,
II) über einen gemeinsamen Emitterwiderstand (R1) mit dem positiven Pol der Spannungsquelle
verbunden sind.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in Reihe geschaltete,
mit einem Vorwiderstand (A16) zusammenwirkende
Zenerdioden (Z1, Z2) vorgesehen
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 492 700, 2560289;
Luftfahrtforschung, Bd. 16 (1933), Lfg. 6, S. 327 bis 329, 336.
USA.-Patentschriften Nr. 2 492 700, 2560289;
Luftfahrtforschung, Bd. 16 (1933), Lfg. 6, S. 327 bis 329, 336.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 520/133 3.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (5)
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| US2560289A (en) * | 1948-12-31 | 1951-07-10 | Olive S Petty | Pulsed distance measuring instrument |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3317908A (en) | 1967-05-02 |
| GB1050006A (de) | |
| NL6411323A (de) | 1965-04-12 |
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