DE1153299B - Anzeigegeraet zur Anzeige der Zielabweichung eines mit UEberschallgeschwindigkeit fliegen-den Geschosses nach Entfernung und Richtung - Google Patents
Anzeigegeraet zur Anzeige der Zielabweichung eines mit UEberschallgeschwindigkeit fliegen-den Geschosses nach Entfernung und RichtungInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01V—GEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
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- G01V1/001—Acoustic presence detection
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
O5366IXd/74d
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 22. AUGUST 1963
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 22. AUGUST 1963
Die Erfindung betrifft ein Anzeigegerät zur Anzeige der Zielabweichung eines mit Überschallgeschwindigkeit
fliegenden Geschosses nach Entfernung und Richtung unter Ausnutzung der von dem Geschoß erzeugten
ballistischen Welle oder Stoßwelle, der sogenannten N-Welle.
Das Gerät dient für die Übermittlung von Schießergebnissen sowohl vom Luftziel zum Luftschützen
als auch vom Luftziel zum Erdschützen, oder umgekehrt.
Der Erfolg einer Scheibenschießübung ist um so größer, je genauer man über die Flugbahnen der Geschosse
unterrichtet ist, die auf die Scheibe geschossen werden. Es interessiert außerdem zu wissen,
welchen Weg diejenigen Geschosse genommen haben, die die Scheibe nicht erreicht und auf ihr keine
Spuren hinterlassen haben.
Es ist bereits bekannt, daß ein beweglicher Körper, der sich in der Atmosphäre mit Überschallgeschwindigkeit
fortbewegt, in ihr eine Störung in Form einer ballistischen Welle hervorruft. Diese hat im allgemeinen
die folgende Struktur:
Das Medium (Luft) geht von einem Ruhedruck P0
in steil aufragender Front über in einen höheren Druck P0+ p. Dann nimmt der Druck linear ab (sowohl
in zeitlicher als auch in räumlicher Hinsicht) bis zum Wert P0- ρ und kehrt in steilem Anstieg wieder
zum Wert P0 zurück. Diese Struktur wird im allgemein als N-Welle bezeichnet, wenn es sich um kleine
Geschosse handelt. Die gesamte Störung kann drei und vier Drucksprünge enthalten. Die Amplitude des
Drucksprungs und die Entfernung, welche die beiden Wellenfianken voneinander trennt, hängen von der
Art des bewegten Körpers (Kaliber, Geschwindigkeit) und von der Entfernung zwischen Flugbahn und Beobachtungs-
oder Meßgerät ab.
Das erfindungsgemäße Anzeigegerät ist dadurch gekennzeichnet, daß es vier von der N-Welle erregbare
Mikrofone enthält, die ein von 0,1 bis zu mehreren Millisekunden dauerndes Signal mit einer Verzerrung
kleiner als 10% wiedergeben und die feststehend und symmetrisch am Umfang eines konzentrisch und
achsgleich mit einer Zielscheibe angeordneten Ringes angebracht sind und deren entsprechende Ausgangssignale
mittels einer insbesondere drahtlosen (Sender und Empfänger) Übertragungseinrichtung jeweils zu
einer von vier Differenzierungsvorrichtungen geleitet werden, die die vorderen und die hinteren Flanken
der N-förmigen Signale in Anfangs- bzw. Endimpulse umwandeln, die über Schalter und Zeitablenkeinheiten
einem Vierfachregistriergerät zugeleitet werden, das unter Auswertung der zwischen den Anfangs-Anzeigegerät
zur Anzeige der Zielabweichung eines mit Überschallgeschwindigkeit fliegenden Geschosses nach Entfernung und Richtung
Anmelder:
Office National d'Etudes
et de Recherches Aeronautiques,
Chatillon-sous-Bagneux (Frankreich)
Vertreter: Dr. B. Quarder, Patentanwalt,
Stuttgart, Richard-Wagner-Str. 16
Stuttgart, Richard-Wagner-Str. 16
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 22. Februar 1956 (Nr. 709 010)
Frankreich vom 22. Februar 1956 (Nr. 709 010)
Jean Mattei, Vincennes, Jean Blaise,
Chatillon-sous-Bagneux,
und Rene Manganne, Paris (Frankreich),
sind als Erfinder genannt worden
und Endimpulsen der einzelnen Signalfolgen liegenden und zwischen den Anfangsimpulsen der einzelnen
Signalfolgen liegen Zeitintervalle die Zielabweichung des Geschosses nach Entfernung und Richtung anzeigt.
Bei dem erfindungsgemäßen Gerät wird für die Messung nicht die Amplitudenänderung, sondern die Änderung der Zeitdauer der N-Welle in Abhängigkeit von der Entfernung benutzt. Zeitmessungen sind in geringem Maße Irrtümern in der Ermittlung und der Übertragung der Ergebnisse unterworfen als Amplitudenmessungen. Auf der anderen Seite allerdings erfordern sie eine große Genauigkeit in der Ermittlung und Übertragung der Zeit der beiden Flanken der N-Welle. Aus diesem Grund umfassen die den Durchgang der N-Welle aufnehmenden Mikrofone ein sehr breites Band, und die Übertragung der Ergebnisse wird durch Frequenzmodulation vorgenommen.
Bei dem erfindungsgemäßen Gerät wird für die Messung nicht die Amplitudenänderung, sondern die Änderung der Zeitdauer der N-Welle in Abhängigkeit von der Entfernung benutzt. Zeitmessungen sind in geringem Maße Irrtümern in der Ermittlung und der Übertragung der Ergebnisse unterworfen als Amplitudenmessungen. Auf der anderen Seite allerdings erfordern sie eine große Genauigkeit in der Ermittlung und Übertragung der Zeit der beiden Flanken der N-Welle. Aus diesem Grund umfassen die den Durchgang der N-Welle aufnehmenden Mikrofone ein sehr breites Band, und die Übertragung der Ergebnisse wird durch Frequenzmodulation vorgenommen.
Die Meßanordnung erlaubt eine sofortige Wiedergabe des Schießergebnisses zur unmittelbaren oder
mittelbaren Instruktion des Schützen.
Die unmittelbare Wiedergabe erfolgt in Form einer ebenen parametrischen Darstellung oder Zielscheibe.
Diese Art der parametrischen Darstellung ist dazu
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bestimmt, eine sofortige Gesamtauswertung durch den Schützen zu ermöglichen. Sie ist mit einfachen
Schaltmitteln realisierbar, die leicht in ein Gerät eingebaut werden können, das an Bord eines Jagdflugzeuges
untergebracht werden kann.
Alles Nähere über die Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
an Hand der mehr oder minder schematischen Zeichnungen. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 eine ballistische N-Welle, Fig. 2 die Anordnung der vier Mikrofone,
Fig. 3 den dem Mikrofon äquivalenten elektrischen Kreis,
Fig. 4 die Anordnung von Ammonium-Phosphat-Platten in einem Mikrofon,
Fig. 5 eine der Elektroden,
Fig. 6, 7 und 8 verschiedene Ansichten eines Mikrofons,
Fig. 9 das Schema des Schußanzeigers,
Fig. 10 die in dem Empfänger nach der Differentiation empfangenen Signale,
Fig. 11 ein Beispiel einer Zielanzeige und
Fig. 12 ein Beispiel eines durchsichtigen Ablesenetzes, das es ermöglcht, die parametrische Darstellung
sofort unter den Augen des Schützen zu interpretieren und auszuwerten.
Fig. 1 stellt eine ballistische, durch ein Geschoß mit Überschallgeschwindigkeit erzeugte Welle dar.
Die Abszisse ist entweder nach der Zeit oder nach der Entfernung unterteilt. Wenn sie nach der Zeit unterteilt
ist, ist T die Dauer der N-Welle. Die gestrichelte Linie 27 ist die N-Welle mit zwei steilen Zacken, die
mit 29 und 30 bezeichnet sind.
In Fig. 1 stellt die ausgezogene Linie 28 das von dem Mikrofon mit weniger als 10% Abweichung
wiedergegebene Signal dar.
In Fig. 2 sieht man einen Ring 45, an dem vier Mikrofone 41, 42, 43, 44 jeweils an den Endpunkten
von zwei sich rechtwinklig schneidenden Durchmessern angebracht sind. Jedem dieser Mikrofone ist
ein Vorsatzgerät zugeordnet, z. B. 51 für das Mikrofon 41. Die anderen Vorsatzgeräte sind — der Übersichtlichkeit
der Zeichnung wegen—nicht dargestellt. Die Ausgangsklemmen der Vorsatzgeräte sind mit
dem entsprechenden Sender verbunden. Einer von ihnen ist schematisch bei 61 dargestellt.
Die Mikrofone müssen mit einer Abweichung von weniger als 10% ein ballischtes N-Signal von einer
Dauer zwischen 0,1 und einigen Millisekunden wiedergeben können. Folgende annähernde Werte sind
erforderlich:
Empfindlichkeit: 20 Mikrovolt pro Bar,
Bandbreite: zwischen 20 Hertz und 100 Kilohertz.
Bandbreite: zwischen 20 Hertz und 100 Kilohertz.
Derartige Charakteristiken kann man mit Mikrofönen erzielen, die eine im allgemeinen etwa kubische
Säule aus quadratischen Ammonium-Phosphat-Platten haben. Bekanntlich wird Ammonium-Phosphat bereits
als piezoelektrischer Kristall benutzt und oft mit der Abkürzung »A.D.P.« (ammonium dihydrogen
phosphate) bezeichnet.
Die Würfelform verhindert Mehrfachschwingungen, die durch Kopplung zwischen verschiedenen mechanischen
Schwingungsarten in dem Kristall erregt werden können.
Die Platten sind derart geschnitten, daß, wenn der ballistische Druck auf die Schmalkanten der Platten
zur Einwirkung kommt, der piezoelektrische Strom von den großen quadratischen Flächen, auf denen
die Elektroden aufliegen, abgeleitet wird.
In Fig. 6 bis 8 bezeichnet 1 den Würfel aus Ammonium-Phosphat-Kristallplatten
und 2 einen napfartigen Behälter aus nichtleitendem Material, auf dessen Boden der Wüfel mittels einer weichen Klebemasse
aufgeklebt ist. Er wird außerdem in dem Behälter 2 durch die weichen Füllstücke 3 aus Kork
od. dgl. gehalten.
Die Kristalle haben die Form von parallelepipedischen Platten. Bei dem dargestellten und beschriebenen
Ausführungsbeispiel sind es sechs Platten, die einen Würfel von etwa 1 cm3 bilden. Demnach beträgt
also die Dicke jeder Platte etwa 1,6 mm. Die Kristalle sind geschnitten, und der Würfel ist in dem
Behälter 2 so angeordnet, daß die ballistische Welle auf die Schmalkante der Platten auftrifft.
Der Behälter 2 befindet sich in einer zylindrischen Metallhülse 4, die auf eine koaxiale Tülle 2 aufgeschraubt
ist. Der Verbindungsdraht 7 des Mikrofons ist durch eine in den Boden des Behälters 2 gebohrte
Öffnung 10 hindurchgeführt und ist an dem äußeren Teil 12 der koaxialen Tülle 5 angelötet. Der
andere Draht 8 führt durch eine ebenfalls in dem Boden des Behälters 2 befindliche Öffnung 10' und ist
an einem Zapfen 9 angelötet, der koaxial an dem Boden des Behälters 2 angebracht ist. Der Zapfen 9
führt zu der zentralen Aushöhlung 11 der Tülle 5.
Eine Schicht 6 von gesättigter Klebstofflösung ist auf die ebene Fläche aufgebracht, die durch den
Rand des Behälters 2, die Vorderseite der Füllstücke 3 und die aktive Vorderseite der Kristalle gebildet
wird.
Die Kristallplatten 13 bis 18 der Fig. 4 sind parallel zueinander angeordnet, und Elektroden 19 bis
25 — beispielsweise aus Silberfolie — sind an den Außenflächen der Platten 13 und 18 und jeweils zwischen
zwei einander gegenüberliegenden Flächen der verschiedenen Platten angeordnet. Zwei nebeneinanderliegende
Platten sind jeweils so angeordnet, daß, wenn ein Druck auf ihre außenliegende Schmalkante
ausgeübt wird, die auf den großen, aneinander angrenzenden und durch eine Elektrode voneinander
getrennten Flächen auftretenden piezoelektrischen Ladungen gleichgerichtet sind
Jede der Elektroden 19, 21, 23, 25 hat eine Zunge
26 und jede der Elektroden 20, 22, 24 eine Zunge 26' (vgl. Fig. 5). An die Zungen 26 ist der Draht 7
und an die Zungen 26' der Draht 8 (Fig. 4) angelötet.
Der dem Gesamtkristall entsprechende elektrische Kreis (vgl. Fig. 3) umfaßt einen Generator 35, eine
Induktivität L1, einen Widerstand R1 und einen Kondensator
C1, die in Reihe geschaltet sind, einen Nebenschlußkondensator Cs und einen Streuwiderstand
A0. Andererseits sei C die Störkapazität.
Wenn man provisorisch annimmt, daß der Block durch einen einzigen würfelförmigen Kristall gebildet
sei, an dem lediglich die beiden Elektroden 19 und 25 angeschlossen sind, und wenn man die bei einem vorgegebenen
Druck an den Elektroden auftretende Ladung mit q0 bezeichnet, hat man am Generator
eine Spannung von
y° 'C0Tc ■
Hierin bezeichnet C0 die Kapazität des von den durch
den Ammonium-Phosphat-Block getrennten Elektro-
den 19 und 15 gebildeten Kondensators. Für den durch η parallel zueinander liegende Platten gebildeten
kubischen Block wird die Kapazität
C8 = n2 C0,
da die Kapazität einer Platte gleich η -C0 ist; andererseits
wird die Ladung gleich n-q0. Die Spannung des
Generators wird daher
v
n
nclo
Wenn man -^- = α setzt, wird
| η -r | η | für | |
| Vn erhält seinen | höchsten | Wert | |
| Man erhält dann | a = | :«2. | |
| Vn | max = | 1 + r, | |
| In | |||
Diese letzte Formel zeigt, daß es möglich ist, ohne Verlust an Empfindlichkeit im Vergleich mit einem
einzigen Würfel die Ausgangskapazität des Mikrofons beträchtlich zu erhöhen und auf diese Weise die Anpassungsfähigkeit
zu erleichtern. Wenn z. B.
C0=IpF, C= 3OpF,
und daher α = 30 ist, kann man η — β annehmen,
und die Ausgangskapazität des Mikrofons wird auf H2C0 = 36 pF erhöht.
Wenn η zwischen 4 und 8 liegt, liegt das Verhältnis
α zwischen 16 und 64, was für die Anforderungen der Praxis genügt.
Der Widerstand Rs, der im Falle nur eines Blockes
gleich dem Wert/?,, ist, erhält bei einem Block mit
η Platten den Wert -%. DasProdukt
Cs-Rs = Tf
hat sich in seinem Wert gegenüber dem Fall eines einzelnen Blockes nicht geändert. Es muß größenordnungsmäßig
zehnmal der maximal 75 Millisekunden betragenden Dauer T des N-Signals sein.
Wenn C0, wie aufgezeigt, von der Größenordnung 1 pF für einen l-cms-Würfel ist und die Ammonium-Phosphat-Platten
einen spezifischen Widerstand (entsprechend dem Widerstand eines. l-cms-Blockes)
in der Größenordnung 4 ■ 1010 haben, erhält man für
das Produkt C0 · R0 einen Wert von 40 Millisekunden.
Dieser Wert liegt innerhalb des wünschenswerten Bereichs.
Wie bereits in Verbindung mit Fig. 2 erwähnt wurde, ist jedem Mikrofon ein Vorsatzgerät angeschaltet,
das es gestattet, von der hohen Impedanz des Mikrofons zur Impedanz des Übertragungsweges
überzugehen. Dies kann z. B. eine Anordnung von Kathodenverstärkern der bekannten Art sein. Sie
dient auch dem Mikrofon als Träger. Die ganze Vorrichtung ist auf Gummi gelagert, um Erschütterungen
und die Übertragung des Tones durch die Wandung einzuschränken.
Das Vorsatzgerät 51 ist mit dem entsprechenden Sender 61 verbunden. Diese Sender sind frequenzmoduliert.
Eine geeignete Charakteristik ist z. B.
Frequenzhub 300 Kilohertz und Ausgangsleistung 2 Watt. Dies ergibt praktisch eine Reichweite von
30 km.
Im folgenden wird die Empfangsanlage mit Bezug auf Fig. 9 beschrieben. Sie enthält vier frequenzmodulierte
Empfänger 71 bis 74, die nach der Demodulation jeweils ein etwa der Linie 28 der Fig. 1 entsprechendes
Signal aussenden. Nach der Differentiation, die in den schematisch dargestellten Vorrichtuno
gen 81, 82, 83, 84 erfolgt, haben sie die Form der in Fig. 10 mit 31, 32, 33 und 34 bezeichneten Zacken.
Jede wird durch zwei kurze Spitzen gebildet, die man als vordere und hintere Zacke bezeichnen kann.
Wenn man als Beginn der Zeitmessungen die Ankunftszeit der ersten vorderen Zacke nimmt (entsprechend
dem Mikrofon, das der Flugbahn am nächsten ist, in diesem Beispielsfalle das Mikrofon
41), haben die anderen vorderen Zacken eine Verzögerung von t2 bzw. i3 oder i4. Da der Abstand
zwischen der Zacke vor und der Zacke hinter ein und demselben Signal gleich der Dauer T der von dem
Mikrofon empfangenen N-Welle ist, durch die es entstanden ist, und da diese Dauer um so größer ist, je
weiter das Mikrofon von der Flugbahn des Geschosses entfernt ist, so sind die Abstände T2, T3 oder T1
zwischen den beiden Zacken der Signale 32, 33 und 34 um so viel größer als der Abstand T1 zwischen den
beiden Zacken des Signals 31, wie ihre entsprechenden Verzögerungen i2, t3 bzw. f4 größer sind.
Dem Empfänger 71 entspricht eine Zeitablenkeinheit 101, die er auslösen kann, wenn eine Torschaltung
91 geöffnet ist. In dem Augenblick, in dem die Zeitablenkeinheit 10 ausgelöst wird, schließt sie
die Torschaltung 93 der Zeitablenkeinheit 103, die ihr gegenüberliegt (die Verbindung ist schematisch
durch den Leiter 75 dargestellt).
Dem Empfänger 73 entspricht die Zeitablenkeinheit 103, die er auslösen kann, wenn die Torschaltung
93 geöffnet ist. Sobald diese Einheit ausgelöst wird, schließt sie vermittels der Verbindung 76 die Torschaltung
91, die die Zeitablenkeinheit 101 zugeteilt ist. Die Zeitablenkeinheiten 102 und 104 und die Torschaltungen
92 und 94 sind in gleicher Weise miteinander verbunden.
Die Zeitablenkeinheiten 101 bis 104 erteilen den Ablenkplatten 111 bis 114 der Kathodenstrahlröhre
110 ein gemeinsames Ruhepotential, wenn sie nicht ausgelöst sind, und ein mit der Zeit steigendes Potential
von ihrem Auslösen an bis zu ihrem Stillstand.
Jede von ihnen wird durch den vorderen Zacken der zu ihr gelangenden entsprechenden Signale aus den
Differenziervorrichtungen 81 bis 84 ausgelöst und durch ihren rückwärtigen Zacken abgeschaltet.
Wenn man annimmt, daß für einen bestimmten Durchgang des Geschosses die von den Differenziervorrichtungen
81 bis 84 kommenden Signale diejenigen sind, die in Fig. 10 mit 31 bis 34 bezeichnet
sind, so ist es die Zeitablenkeinheit 101, die als erste in Gang kommt; dann, nach der Zeiti2, die Zeit-
ablenkeinheit 102. Nach der Zeit tz ist die Zeitablenkeinheit
103 nicht ausgelöst, da die Zeitablenkeinheit 101 beim Ingangkommen die Torschaltung 93 geschlossen
hat. Desgleichen wird die Zeitablenkeinheit 104 nicht durch das Auslösesignal erreicht, da die
Torschaltung 94 geschlossen ist.
Die Zeitablenkeinheiten sind so eingerichtet, daß sie durch die hintere Zacke arretiert und in ihre Ausgangsstellung
zurückgeführt werden.
Wenn die Signale gemäß Fig. 10 beendet sind, kehrt die gesamte Zieleinrichtung wieder in ihren
ursprünglichen Zustand zurück und ist bereit, auf den folgenden Wellenstoß anzusprechen.
Fig. 11 zeigt die von dem Anzeigegerät gemachte S Aufzeichnung, nachdem es einen Wellenstoß entsprechend
der Fig. 10 erhalten hat. Der Lichtzeiger (Elektronenstrahl) hat die Kurve 120 aufgezeichnet,
die aus einem horizontalen Ast (Periode von Null bis t2) und einem schräg ansteigenden Ast (Periode
von i2 bis zum Augenblick des Auftretens der
hinteren Zacke der im Mikrofon 41 empfangenen N-Welle) besteht.
Da dieses Mikrofon als erstes durch die Welle erreicht wird, ist die Flugbahn also links von der
Scheibe verlaufen, und da das Mikrofon 42 vor dem Mikrofon 44 erreicht wurde, ist die Flugbahn oberhalb
der Scheibe verlaufen. Da das Mikrofon 41 vor dem Mikrofon 42 erreicht wurde, lag der fiktive
Treffpunkt des Geschosses unterhalb der Mittelebene dieser beiden Mikrofone. Dies erscheint auf dem
Schirm, der in Fig. 1 dargestellt ist, vor den Augen des Schützen.
Damit der Schütze den Abstand Scheibenachse— Flugbahn abschätzen kann, empfiehlt es sich, auf
dem Schirm der Kathodenstrahlröhre ein durchsichtiges Deckblatt gemäß Fig. 12 aufzulegen. Die Linien
gleichen Abstandes sind geschlossen dargestellt. Ihr gegenseitiger Abstand hängt von dem Gesetz der
Veränderlichkeit der Größe T mit der Entfernung ab.
Die Darstellung der Fig. 12 ist ein durchsichtiges Netz für Granaten von 20 mm. Die Linien gleichen
Abstandes sind Quadrate verschiedener Größe, und die ihnen entsprechenden Entfernungen sind durch
Ziffern bezeichnet, die z. B. die Entfernung in Metern angeben. Man kann die verschiedenen Zonen farbig
darstellen. Eine Lichtzeigerspur ist bei 120 dargestellt, die etwa derjenigen in Fig. 11 entspricht.
Die Lichtspur des Kathodenstrahles auf dem Leuchtschirm besteht aus einer geraden Linie längs
einer Achse zwischen dem Anfangsimpuls der N-WeIIe des ersten von dem Druckstoß der N-Welle
getroffenen Mikrofons und dem Anfangsimpuls der N-Welle den zweiten von dem Druckstoß der N-Welle
getroffenen Mikrofons sowie aus einer zweiten, daran anschließenden geraden Linie, die im Winkel von 45°
parallel zu einer Winkelhalbierenden der Hauptachsen zwischen dem Anfangsimpuls der N-Welle im
zweiten Mikrofon und dem Endimpuls der N-Welle im ersten Mikrofon verläuft, wobei die Bezifferung
der Stelle des Deckblattes, auf der dieser zweite geradlinige Teil endet, die Entfernung des Geschosses
und die Richtung der Linie, die den Mittelpunkt der Scheibe mit dem äußeren Ende der unter
45° verlaufenden Linie verbindet, annähernd die Richtung des Geschosses angibt.
Auf Grund dieser parametischen Darstellung kann man einen genauen Zielscheibenkarton herstellen.
Dies erfordert jedoch eine Einrichtung, die an Bord eines Jagdflugzeuges kaum Platz findet.
Man kann jedoch in folgender Weise vorgehen: Parallel zu dem Schußanzeiger ist ein weiterer Schußanzeiger
vorgesehen, dessen Schirm fotografisch aufgenommen wird. Je nach den Umständen benutzt
der erste oder auch besonders zugeteilte. Die Zielscheibe wird durch einen Übertrager entsprechend
den Ergebnissen der Zielfotografie gefertigt.
Es ist auch möglich, die Signale der Fig. 10 direkt zu registrieren. In diesem Falle liefert eine fünfte
Leitung die Zeitbasis. Diese Elemente werden als Daten einem Übertragungs- und einem Rechengerät
zugeführt.
Claims (3)
1. Anzeigegerät zur Anzeige der Zielabweichung eines mit Überschallgeschwindigkeit
fliegenden Geschosses nach Entfernung und Richtung unter Ausnutzung der von dem Geschoß
erzeugten ballistischen Welle oder Stoßwelle, der sogenannten N-Welle, dadurch gekennzeichnet,
daß es vier von der N-Welle erregbare Mikrofone enthält, die ein von 0,1 bis zu mehreren
Millisekunden dauerndes Signal mit einer Verzerrung kleiner als 10% wiedergeben und die
feststehend und symmetrisch am Umfang eines konzentrisch und achsgleich mit einer Zielscheibe
angeordneten Ringes angebracht sind und deren entsprechende Ausgangssignale mittels einer insbesondere
drahtlosen (Sender und Empfänger) Übertragungsvorrichtung jeweils zu einer von vier
Differenziervorrichtungen geleitet werden, die die vorderen und die hinteren Flanken der N-förmigen
Signale in Anfangs- bzw. Endimpulse umwandeln, die über Schalter und Zeitablenkeinheiten einem
Vierfachregistriergerät zugeleitet werden, das unter Auswertung der zwischen den Anfangsund
Endimpulsen der einzelnen Signalfolgen liegenden und zwischen den Anfangsimpulsen der
einzelnen Signalfolgen liegenden Zeitintervalle die Zielabweichnung des Geschosses nach Entfernung
und Richtung anzeigt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vier auf die Signale der vier
Mikrofone ansprechenden Schalter paarweise wirksam werden und je eine Zeitablenkeinheit
steuern, die durch den Impuls der vorderen Flanke der N-Welle ausgelöst und durch den von
der hinteren Flanke der N-Welle ausgehenden Impuls unterbrochen werden, derart, daß die
Signale der beiden Zeitablenkgruppen auf die zur rechtwinkligen Ablenkung dienenden Organe
einer Kathodenstrahlröhre übertragen werden, wobei die Zeitablenkeinheiten der gleichen Zweiergruppe
angehören und außerdem so eingerichtet sind, daß diejenige, die als erste ausgelöst wird,
die zweite blockiert.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm der Kathodenstrahlröhre
mit einem durchsichtigen Deckblatt versehen ist, auf dem graduierte konzentrische Quadrate
sowie zwei Koordinatenachsen angebracht sind, die die Hauptachsen der Quadrate darstellen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 421418;
britische Patentschrift Nr. 672 782; französische Patentschrift Nr. 861 088;
»Journal of the Acoustical Society of America«, dieser zweite Anzeiger die gleichen Empfänger wie 65 Vol. 18, Juli 1946, Nr. 1, S. 97 ff.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
@ 309 668/126 8.63
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR2925582X | 1956-02-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1153299B true DE1153299B (de) | 1963-08-22 |
Family
ID=9690005
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO5366A Pending DE1153299B (de) | 1956-02-22 | 1957-02-21 | Anzeigegeraet zur Anzeige der Zielabweichung eines mit UEberschallgeschwindigkeit fliegen-den Geschosses nach Entfernung und Richtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2925582A (de) |
| DE (1) | DE1153299B (de) |
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