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DE1264383B - Verfahren zur Herstellung von luft- und wasserdampfdurchlaessigem Kunstleder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von luft- und wasserdampfdurchlaessigem Kunstleder

Info

Publication number
DE1264383B
DE1264383B DEB79795A DEB0079795A DE1264383B DE 1264383 B DE1264383 B DE 1264383B DE B79795 A DEB79795 A DE B79795A DE B0079795 A DEB0079795 A DE B0079795A DE 1264383 B DE1264383 B DE 1264383B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coating
knitted fabric
carrier material
air
water vapor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB79795A
Other languages
English (en)
Inventor
Hugo Boettcher
Peter Kluth
Helmut Nordmeyer
Lucjan Turczyn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JH Benecke GmbH
Original Assignee
JH Benecke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JH Benecke GmbH filed Critical JH Benecke GmbH
Priority to DEB79795A priority Critical patent/DE1264383B/de
Publication of DE1264383B publication Critical patent/DE1264383B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/0086Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof characterised by the application technique
    • D06N3/0095Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof characterised by the application technique by inversion technique; by transfer processes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Luft- und wasserdampfdurchlässigem Kunstleder Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Luft- und wasserdampfdurchlässigem Kunstleder. Es ist bekannt, Kunstleder durch Einarbeiten von Treibmitteln in die zur Gelierung kommenden Beschichtungsmaterialien eine Porosität zu erteilen oder den Beschichtungspasten wasserlösliche Salze beizumischen, die man nach erfolgter Verfestigung unter Hinterlassung von Poren mit Wasser aus der Beschichtung löst. Auch gehören mannigfache mechanische Verfahren zum Stand der Technik, bei denen man die Luftdurchlässigkeit entweder von vornherein durch nur teilweise Beschichtung des Trägers oder aber durch Perforieren der Kunststoffschicht herbeiführt.
  • Auch ist es bereits bekannt, Gewebe mittels eines Trägermaterials, das an der Beschichtungsmasse nicht anhaftet, indirekt zu beschichten. Dabei wird die auf dem Trägermaterial befindliche und zu einer Schicht verteilte Beschichtungsmasse einer Vorgelierung unterworfen, bevor die Vereinigung mit einer darauf gelegten Gewebebahn erfolgt. Eine Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit entsteht bei diesem Verfahren nicht. Dies gilt auch für ein weiteres vorbekanntes Verfahren der indirekten Beschichtung, bei dem mehrschichtig gearbeitet wird. Man bringt hier zunächst eine Schicht auf das Trägermaterial auf, geliert diese Schicht vor und bringt dann eine zweite Schicht auf, die spannungsfrei mit einem Gewirke ohne Preßdruck unter Verfestigung der beiden Schichten verhaftet wird. Das Trägermaterial wird dann vom beschichteten Gewirke abgezogen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Luft- und wasserdampfdurchlässigem Kunstleder vorzuschlagen, das sich besonders durch Einfachheit auszeichnet. Die Erfindung besteht darin, daß auf eine noch nicht verfestigte Beschichtungsmasse, die auf einem hahnenförmigen Trägermaterial, das an der Beschichtungsmasse nicht anhaftet, zu einer Schicht ausgebreitet ist, ein Gewirke unter einem so starken Druck aufgedrückt wird, daß das Gewirke verformt, ein Durchschlagen der Beschichtung aber vermieden wird, worauf die Beschichtungsmasse verfestigt und das beschichtete Gewirke in an sich bekannter Weise von dem Trägermaterial abgehoben wird. Völlig überraschend hat sich gezeigt, daß bei dem so gekennzeichneten Verfahren als Folge der angewendeten Maßnahmen zahlreiche kleine, durchgehende Poren entstehen, welche die Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit der hergestellten Flächengebilde bedingen. Diese Porenbildung ist dem Umstand zuzuschreiben, daß unter den Bedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens die Beschichtungsmasse zwischen die Fäden des Gewirkes gepreßt wird, wobei sich die Struktur der Bindung deformiert. Dadurch wird eine so starke Haftung der Beschichtungsmasse an den einzelnen Fäden und Fasern des Gewirkes herbeigeführt, daß beim nachfolgenden Entspannen, d. h. beim elastischen Zusammenziehen des Gewirkes die zähflüssige Beschichtungsmasse aufreißt und die einzelnen Fäden und Fasern gewissermaßen ummantelt. Nach dem Verfestigen ist die Beschichtung daher mit zahlreichen Löchern und Kapillaren versehen. Diese sind zum Teil noch mit dünnen Häutchen verschlossen, die jedoch leicht, wie an sich bekannt, durch einen anschließenden Bürstprozeß entfernt werden können.
  • Gemäß der Erfindung hat man es durch Einhaltung besonderer zweckmäßiger Maßnahmen in der Hand, Anzahl und Größe der Poren innerhalb eines beachtlichen Spielraumes zu variieren und entsprechend dem gewünschten Erfordernis herzustellen. Von diesen Maßnahmen ist zunächst die Art und Weise der Aufbringung des Gewirkes zu nennen. Man hat es hier, je nachdem ob man das Gewirke mit der Stäbchen-oder Maschenseite auf die unverfestigte Schicht aufdrückt, in der Hand, die Porengröße zu steuern. Generell läßt sich sagen, daß beide Gewirkeseiten brauchbare Resultate geben, wobei jedoch beim Aufdrücken der Stäbchenseite die kleineren Poren erhalten werden. Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt zur Erzielung optimaler Ergebnisse ist die Wahl des Auftraggewichtes der zur Anwendung kommenden Beschichtungsmasse. Man soll hier im allgemeinen zu hohe Auftragsgewichte vermeiden, wobei bei dickmaschigeren Gewirken höhere Auftragsgewichte möglich sind. Beispielsweise hat sich bei einem Gewirke von etwa 220 g/qm ein Auftrag von 300 bis 400 g/qm als günstig erwiesen. Von Bedeutung ist schließlich auch noch der Druck, unter dem das Gewirke auf die noch nicht verfestigte Schicht aufgedrückt wird. Man wählt hier den Druck so stark, daß zwar ein Einschlag in das Gewirk erfolgt, ein völliges Durchschlagen aber vermieden wird.
  • Für die Zwecke der Erfindung können die in der Beschichtungstechnik üblichen Beschichtungsmaterialien verwendet werden. Beispiele hierfür sind insbesondere Pasten auf der Basis von Polyvinylchlorid oder Vinylchlorid-Mischpolymerisaten, doch könnte auch an eine Verwendung vernetzbarer Polyäther-bzw. Polyester-Polyisocyanat-Gemische gedacht werden. Als Trägermaterialien kommen alle flächigen Materialien in Betracht, von denen sich die Beschichtungsmasse nach der erfolgten Verfestigung leicht abheben läßt. Derartige Materialien sind beispielsweise Trägerbänder aus Metall, aus bestimmten Papieren oder Kunststoffen, die mit ausgelierten Pasten nicht zur Haftung zu bringen sind.
  • Gemäß der Erfindung wurde weiter gefunden, daß die Anzahl der wirksamen Poren durch eine Nachbehandlung der Kunstleder noch weiter erhöht werden kann. Es hat sich nämlich gezeigt, daß ein Teil der Poren an der Oberfläche durch ein mikroskopisch dünnes Häutchen verschlossen ist. Unterwirft man deshalb das Kunstleder wie bekannt einer mechanischen Einwirkung, bei der diese Häutchen zerstört werden, erhält man auch aus diesen zunächst nur einseitig offenen Poren durchgehende und die Luftdurchlässigkeit bedingende Kanäle. Die mechanische Nachbehandlung kann durch Bürstung des noch warmen Kunstleders erfolgen.
  • Es ist selbstverständlich möglich, die erfindungsgemäß hergestellten Kunstleder nachträglich zu bedrucken. Der Druck erfolgt hierbei zweckmäßig so, daß die Poren optisch verdeckt werden. Geprägt wird nur sehr oberflächlich, damit die Poren beim Prägevorgang nicht wieder verstopft werden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Kunstleder zeichnen sich, abgesehen von der angestrebten Luft-und Wasserdampfdurchlässigkeit, durch eine ausgezeichnete Flexibilität aus. Sie können daher mit besonderem Vorteil als Polstermaterial Verwendung finden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Luft- und wasserdampfdurchlässigem Kunstleder, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine noch nicht verfestigte Beschichtungsmasse, die auf einem bahnenförmigen Trägermaterial, das an der Beschichtungsmasse nicht haftet, zu einer Schicht ausgearbeitet ist, ein Gewirke unter einem so starken Druck aufgedrückt wird, daß das Gewirke verformt, ein Durchschlagen der Beschichtung aber vermieden wird, worauf die Beschichtungsmasse verfestigt und das beschichtete Gewirke in an sich bekannter Weise von dem Trägermaterial abgehoben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, däß man das Gewirke mit der Stäbchenseite auf die noch nicht verfestigte Beschichtungsmasse drückt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die verfestigte, aber noch warme Beschichtung nach dem Abheben des Trägermaterials in an sich bekannter Weise einer mechanischen Oberflächenbehandlung durch Bürsten unterwirft. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr.1118150, 1128 124, 1075 547, 1063112; deutsches Gebrauchsmuster Nr.1805 632.
DEB79795A 1964-12-18 1964-12-18 Verfahren zur Herstellung von luft- und wasserdampfdurchlaessigem Kunstleder Pending DE1264383B (de)

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DE (1) DE1264383B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0597559A3 (de) * 1992-11-10 1995-09-20 Golze & Soehne Otto Verfahren zum einseitigen Beschichten von Flächengebilden aus Fasern mit Kunststoff, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und Verwendung der Verfahrensprodukte.

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1063112B (de) * 1953-08-14 1959-08-13 Dualoy Company Verfahren zum Herstellen von Kunstleder
DE1805632U (de) * 1958-04-18 1960-02-11 Sueddeutsches Kunststoffwerk G Vorrichtung zum beschichten von als gewebe, baender oder folien ausgebildeten unterlagen mit kunststoff.
DE1075547B (de) * 1960-02-18 Dornbusch S. Co.. Krefeld Verfahren zum Herstellen von Kunstleder mit wildlederartigem Aussehen
DE1118150B (de) * 1954-12-10 1961-11-30 Us Rubber Co Verfahren zum Herstellen von ueberzogenen Geweben
DE1128124B (de) * 1956-03-14 1962-04-19 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Schaumstoffen auf Polyisocyanat-Basis mit offener Porenstruktur

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