DE1264114B - Verfahren zur Pruefung der Paritaet eines codierten Zeichens - Google Patents
Verfahren zur Pruefung der Paritaet eines codierten ZeichensInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES ^tw PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
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G06f
Deutsche Kl.: 42 m3 -11/10
B84725IXc/42m3
26. November 1965
21. März 1968
26. November 1965
21. März 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung der Parität eines codierten Zeichens, das entweder
eine gerade Anzahl oder eine ungerade Anzahl von Bits aufweisen muß.
Bekanntlich verwendet man die Paritätsprüfung in der digitalen Datenverarbeitung zur Kontrolle der
Funktionsfähigkeit eines Rechensystems. Dem Rechner oder beliebigen Registern desselben sollen daher
fehlerfreie Eingangswerte zugeführt werden. Es müssen daher Fehler, die beim Lesen digitaler Information
aus einem Speicher od. dgl. auftreten, festgestellt werden. Bei Feststellung eines Fehlers wird ein Signal
erzeugt. Ein derartiges Fehlersignal kann verwendet werden, um den Rechenvorgang so lange zu
unterbrechen, bis eine Korrektur durchgeführt oder sonstwie angezeigt wird, daß ein Fehler vorhanden
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein genaues, einfaches Paritätsprüfungssystem zur Feststellung
von Fehlern und zur Erzeugung eines Signals bei Feststellung eines Fehlers zu schaffen. Das Paritätsprüfungssystem
soll die von einem Speichermedium gelesenen Informationsbits abtasten und entweder
ein einem Fehler in der codierten Information entsprechendes Fehlersignal oder ein Signal zur Überführung
der Information in einen Rechner oder ein Register liefern. Das Paritätsprüfungssystem soll
wirtschaftlich arbeiten und die Echtheit jedes von einem Bandleser od. dgl. erzeugten Zeichens oder
Wortes anzeigen. Das Paritätsprüfungssystem soll aus möglichst wenig Bauteilen aufgebaut sein und trotzdem
äußerst zuverlässig und genau sein. Weiterhin soll ein Verfahren die Prüfung codierter Information
vor Verwendung dieser Information in einem digitalen Steuersystem od. dgl. ermöglichen.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
Verfahren zur Prüfung der Parität eines codierten Zeichens
Anmelder:
The Bunker-Ramo Corporation,
Canoga Park, Calif. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. M. Licht, Dr. R. Schmidt,
Dipl.-Wirtsch.-Ing. A. Hansmann
und Dipl.-Phys. S. Herrmann, Patentanwälte,
8000 München 2, Theresienstr. 33
Als Erfinder benannt:
Harvey James Rosener, Dayton, Ohio (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. November 1964
(414255)
V. St. v. Amerika vom 27. November 1964
(414255)
a) in an sich bekannter Weise eine der Anzahl der Bits im codierten Signal proportionale Paritätsprüfungsspannung
erzeugt wird,
b) in an sich bekannter Weise eine treppenförmige Vergleichsspannung erzeugt wird, deren aufeinanderfolgende
Spannungsstufen jeweils vorgegebene Spannungswerte aufweisen, und
c) zur Prüfung der Richtigkeit des codierten Signals die Anzahl aufeinanderfolgender Spannungsschritte
in an sich bekannter Weise festgestellt wird, die erforderlich ist, um einen in bestimmter fester Beziehung zur Paritätsprüfungsspannung
stehenden Wert der Vergleichsspannung zu erzeugen.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Es ist bekannt, den Digitalwert eines binären Wortes durch einen Digital-Analog-Wandler in eine analoge
Spannung umzuwandeln. Ein bekannter Digital-Analog-Wandler besteht aus einer Matrix aus Widerständen,
in denen in Abhängigkeit vom Wert der einzelnen Binärstellen des Digitalwertes Ströme erzeugt
werden, wenn die betreffende Binärstelle eine »1« zeigt, die dem Stellenwert der betreffenden Binärstellen
proportional ist. In einem gemeinsamen Ableiterwiderstand der Widerstandsmatrix fließt also ein
Sammelstrom, der ein analoges Maß für den Digitalwert ist.
Es ist auch bereits ein Analog-Digital-Umsetzer bekannt, bei dem die Analogspannung mit einer elektronisch
erzeugten Stufenspannung verglichen wird, wobei die Anzahl der Spannungssprünge konstanter
Amplitude in dieser Stufenspannung, die dem Betrag der Analogspannung entspricht, gezählt wird. Der
dadurch erhaltene Zählwert entspricht der digitalen Anzeige der Analogspannung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun näher an Hand von Zeichnungen erläutert; in diesen
zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Paritätsprüfungssystems,
809 519/297
3 4
F i g. 2 verschiedene Wellenformen zur Erläute- Flip-Flop 56 wird dadurch zurückgestellt, so daß
rung der Arbeitsweise des Paritätsprüfungssystems sein am Einstellausgang auftretendes Signal niedrig
nach Fig. 1, ist. Dieses niedrige Signal wird über eine Diode57
F i g. 3 ein Diagramm einer Reihe von Codestellen, dem Zähler 48 zugeführt, der dadurch in seinem
die transversal auf einem Eingabemedium angeord- 5 Rückstellzustand gehalten wird. Ein verzögertes Ausnet
und mit einer ungeraden Anzahl von Codebits gangssignal des Multivibrators 52 wird über eine Leibesetzt
sind, was einem richtigen Eingangssignal in tung 58 dem Flip-Flop 56 zugeführt, der dadurch
einem auf Ungeradzahligkeit prüfenden Paritäts- nach einer geeigneten Zeitverzögerung gekippt wird,
prüfungssystem entspricht, und Der Flip-Flop 56 weist zwei stabile Betriebszustände
Fig. 4 ein Diagramm ähnlich wie Fig. 3, bei dem io auf. Falls der Flip-Flop 56 in den »Ein»- oder »Einjedoch
eine gerade Anzahl von Codebits vorhanden tell«-Zustand gesteuert wird, tritt auf der Leitung 60
ist. eine positiv verlaufende Flanke auf, durch die ein
Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform Oszillator 62 aktiviert wird, dessen verzögertes Ausdes
Paritätsprüfungssystems wird codierte Informa- gangssignal über eine Leitung 64 dem Schrittzähler
tion den Eingängen 10,12,14,16,18, 20, 22 und 24 15 48 zugeführt wird.
zugeführt. Jeder Eingang steht über einen entspre- Der Oszillator 62 liefert die in Fig. 2 dargestellte
chenden Widerstand 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40 bzw. Wellenform 94 an den Schrittzähler 48, der dadurch
42 mit einer Eingangsleitung 46 in Verbindung. bei jedem positiv verlaufenden Impuls 94 a in der
Jedem Eingang wird ein Eingangssignal zugeführt, Wellenform 94 um eine Spannungsstufe höher gedessen
Wert davon abhängt, ob an einer bestimmten 20 schaltet wird, wie aus der Wellenform 96 ersichtlich
Codeposition innerhalb einer Gruppe von acht Code- ist. Jede durch den Schrittzähler 48 erzeugte Spanpositionen,
die in den Fig. 3 und 4 dargestellt sind, nungsstufe kann im wesentlichen gleich der Spanein
Informationsbit vorhanden ist oder nicht. nung sein, die in der Zählschaltung beim Auftreten
Beispielsweise können die Eingänge mit den Aus- eines aktiven Eingangssignals auf der Leitung 46 ergangen
eines üblichen photoelekrischen Bandlese- 25 zeugt wird. Vorzugsweise schaltet der Oszillator 62
gerätes od. dgl. verbunden sein. Zwischen jedem Aus- den Schrittzähler 48 um so viele Schritte weiter, wie
gang des Bandlesegerätes und dem zugeordneten »hohe« oder aktive Eingangssignale an den der EinEingang
des Paritätsprüfungssystems können geeig- gangsleitung 46 zugeordneten Eingängen vorhanden
nete Pufferverstärker od. dgl. zwischengeschaltet sein, smd.
welche Spannungen der gewünschten Amplitude und 30 Wenn der Schrittzähler 48 bis zu der durch das
Polarität den entsprechenden Eingängen zuführen. . Eingangssignal auf der Leitung 46 festgelegten
Es können auch dem Paritätsprüfungssystem nach Grenze geschaltet worden ist, erscheint auf der
Fig. 1 von verschiedenen anderen Stellen eines Ausgangsleitung 66 des Zählers 48 (beispielsweise zu
Rechners oder numerischen Steuersystems od. dgl. Beginn der nächsten Spannungsstufe) ein Ausgangs-Eingangssignale
zugeführt werden. 35 signal, das zur Auslösung eines monostabilen MuM-
Wie aus den F i g. 3 und 4 ersichtlich ist, enthält vibrators 68 verwendet wird. Ein auf der Leitung 72
jede Codeposition eatweder eine »1« oder eine »0«. auftretendes verzögertes Ausgangssignal des Multivi-Bei
jeder »1« kann ein »hohes« Eingangssignal dem brators 68 wird durch eine Inversionsschaltung 69 in
entsprechenden Eingang und bei jeder »0« ein »nied- eui normales Ausgangssignal umgewandelt. Durch
riges« Eingangssignal dem entsprechenden Eingang 40 das Ausgangssignal der Inversionsschaltung 69 wird
zugeführt werden. Wenn daher die in Fig. 3 darge- über eine Leitung 70 der Flip-Flop 56 in den »Aus«-
stellte Codepositionsreihe durch das System nach oder »Rückstelk-Zustand gesteuert. Wenn sich der
Fig. 1 geprüft wird, erhalten die Eingänge 10, 16 Flip-Flop 56 im Rückstellzustand befindet, wird der
und 20 ein »hohes« Signal und die Eingänge 12, 14, Oszillator 62 angehalten, wie in Fig. 2 bei 94b dar-18,
22 und 24 ein »niedriges« Signal. Die »hohen« 45 gestellt ist.
Signale werden mit Hilfe der vorhandenen Wider-- Die vom Oszillator 62 gelieferten Impulse werden
stände addiert, so daß das gesamte auf der Leitung auca über eine Inversionsschaltung 75 durch eine
46 auftretende Eingangssignal proportional zur An- Leitung 76 einem Flip-Flop 74 zugeführt. Da der Flipzahl
der vorhandenen »!«-Signale ist. Dieses Ein- piop 74 zwei stabile Zustände aufweist, bewirkt er
gangssignal wird einem Schrittzähler 48 zugeführt, 50 eine Untersetzung der Impulse um den Faktor 2, wie
wodurch eine Grenze für die Anzahl der Zählschritte aus der in F i g. 2 dargestellten Wellenform 100 ergesetzt
wird, die vom Schrittzähler durchgeführt wer- sichtlich ist. Die erste negativ verlaufende Rückden
kann. Beim Schrittzähler 48 kann es sich um flanke 94 c des Impulszuges 94 vom Oszillator 62
irgendeinen bekannten und üblicherweise als »Spei- wird also durch die Inversionsschaltung 75 invertiert
cherzähler« bezeichneten Typ handeln. 55 und steuert den Flip-Flop 74 in den »Ein«- oder
Weiterhin ist ein Eingang 50 vorgesehen, dem ein »Einstell«-Zustand. Die zweite negativ verlaufende
Startimpuls, beispielsweise ein durch ein Perfora- Rückflanke 94 d des Impulszuges 94 steuert den Fliptionsloch
eines Lochstreifens abgeleiteter Impuls, zu- Flop 74 in den »Aus«-Zustand. Die dritte negativ vergeführt
wird. Durch den dem Eingang 50 zugeführ- laufende Rückflanke des Impulszuges 94 bewirkt
ten Startimpuls wird ein monostabiler Multivibrator 60 wiederum eine Auslösung in den »Ein«-Zustand, usw.
angesteuert, der daraufhin einen positiv verlaufen- Nachdem der Schrittzähler 48 den Multivibrator
den »normalen« oder iV-Ausgangsimpuls liefert, der 68 und dieser wiederum den Flip-Flop 56 in den
über eine Leitung 54 einem direkt gekoppelten Rück- »Aus«- oder »Rückstelk-Zustand über die Leitung
Stelleingang DR des Schrittzählers 48 zugeführt wird, 70 gesteuert hat, wird ein »niedriges« Signal einer
wodurch dieser in den Anfangszustand gebracht wird 65 Leitung 78 zugeführt. Der Multivibrator 68 liefert
und nun für den Operationszyklus bereitsteht. Von jedoch zu diesem Zeitpunkt auf Grund der Inverder
Leitung 54 wird über die Leitung 55 auch ein sionsschaltung 69 ein »hohes« Ausgangssignal an die
Rückstellsignal einem Flip-Flop 56 zugeführt. Der Leitung 79.
An den Einstellausgang des Hip-Flops 74 ist eine Inversionsschaltung 80 angeschlossen, welche das
vom Flip-Flop 74 gelieferte Signal invertiert und einer Leitung 82 zuführt. Wenn daher der Flip-Flop
74 sich im »Ein«- oder »Einstelk-Zustand befindet, tritt auf der Leitung 82 ein »niedriges« Signal auf.
Falls sich jedoch der Flip-Flop 74 im »Aus«- oder »Rückstelk-Zustand befindet, erscheint auf der Leitung
82 ein »hohes« Signal.
Die Leitungen 79 und 82 stehen mit einem Gatter 84 in Verbindung, das an den Ausgang 86 nur dann
ein Signal liefert, wenn auf den beiden Leitungen 79 und 82 ein »hohes« Signal vorhanden ist. Falls die
Eingänge des Gatters 84 nicht beide mit »hohen« Signalen beaufschlagt werden, verbleibt der Ausgang
86 im »niedrigen« Zustand. Die Leitungen 78 und 82 sind an ein NOR-Gatter 88 angeschlossen, welches
an den Ausgang 90 ein Fehlersignal, d. h. ein »hohes« Signal liefert, wenn auf den beiden Leitungen 68 und
82 ein »niedriges« Signal vorhanden ist.
Die an den Ausgängen 86 und 90 auftretenden Ausgangssignale können zur Steuerung der Informationseingabe
in einen Rechner, ein anderes digitales System oder in eine nachfolgende Stufe innerhalb
dieses Systems verwendet werden. Wenn bei der dargestellten Ausführungsform eine ungerade Anzahl
von »1«-Bits an den Eingängen auftritt, erscheint am Ausgang 86 ein »1 «-Signal. Falls jedoch eine gerade
Anzahl von »1«-Bits an den Eingängen auftritt, erscheint am Ausgang 90 ein »1 «-Signal, d.h. ein
Fehlersignal. Bei der dargestellten Ausführungsform ist es also erforderlich, daß jede Codepositionsreihe
eine ungerade Anzahl von »1«-Bits enthält.
Die Arbeitsweise des beschriebenen Paritätsprüfungssystems soll nun an Hand von speziellen Beispielen
erläutert werden. Falls die in F i g. 3 dargestellte Information dem Eingang einges digitalen Systems
oder dem Eingang einer weiteren Stufe dieses Systems zugeführt wird, treten die in F i g. 2 dargestellten
Wellenformen im Paritätsprüfungssystem auf. Die in F i g. 3 dargestellte Information enthält
eine ungerade Anzahl von »1«-Bits. Nimmt man an, daß jedes »1«-Bit im Schrittzähler einen Spannungssprung von 2 V zur Folge hat, dann erscheint beim
Beispiel nach F i g. 3 im Schrittzähler ein Signal von 6 V. Wird nun der Startimpuls 92 dem Eingang 50
zugeführt, dann wird der Multivibrator 52 für ein vorgegebenes Zeitintervall in den »Ein«-Zustand gesetzt.
Das verzögerte positiv verlaufende Ausgangssignal des Multivibrators 52 steuert den Flip-Flop 56
in den »Ein«- oder »Einstelk-Zustand. Durch den Flip-Flop 56 wird nun der Oszillator 62 zur Abgabe
von Impulsen an den Schrittzähler 48 so lange veranlaßt, bis die Wellenform 96 einen Spannungswert
erreicht, der über dem durch das Eingangssignal auf der Leitung 46 festgelegten Wert liegt. Der Zähler
48 liefert daraufhin einen Ausgangsimpuls 98. Durch den Ausgangsimpuls 98 wird der Multivibrator 68 in
den »Ein«-Zustand geschaltet, wodurch auf der Leitung 79 und der Leitung 70 ein »hohes« Signal auftritt.
Dem Flip-Flop 74 wird die auf der Leitung 64 auftretende Wellenform 94 zugeführt, die durch den
Flip-Flop 74 im Verhältnis 2:1 untersetzt wird und dadurch die Wellenform 100 ergibt. Jede negativ verlaufende
Rückflanke eines Impulses vom Oszillator 62 bewirkt nämlich eine Zustandsänderung des Flip-Flops
74, so daß dieser zwischen dem »Einstell«- und »Rückstelk-Zustand hin und her geschaltet wird.
Im vorliegenden Beispiel liefert der Oszillator 62 vier positiv verlaufende und vier negativ verlaufende
Impulse, bevor er durch den Flip-Flop 56 abgeschaltet wird. Das Ausgangssignal des Flip-Flops 74 befindet
sich daher in einem »niedrigen« Zustand. Dieses »niedrige« Ausgangssignal wird durch die Inversionsschaltung
80 in ein »hohes« Signal übergeführt, das auf der Leitung 82 erscheint. Da das Signal
auf der Leitung 82 sich im »hohen« Zustand
ίο befindet, liefert das NOR-Gatter 88 ein niedriges
Ausgangssignal an den Ausgang 90. Da jedoch das auf der Leitung 62 auftretende Signal 102 durch die
Inversionsschaltung 69 umgekehrt wird, liefert das Gatter 84 ein »hohes« »Richtig«-Signal an den Ausgang
86. Ein am Ausgang 86 auftretendes »Richtig«- Signal kann zur Einleitung einer Daten- oder Informationseingabe
in einen Ziffernspeicher oder zur Datenüberführung von einer Stufe in die andere Stufe
eines digitalen Systems verwendet werden.
Die in F i g. 4 dargestellte codierte Information enthält vier »1«-Bits. In diesem Fall entstand also
bei der Eingabe oder Ablesung der Information ein Fehler, da eine gerade Anzahl von »1«-Bits vorhanden
ist. Dieser Fehler kann entweder beim Aufzeichnen oder Ablesen der Information oder aber
auch in einer bestimmten Stufe eines Rechners oder eines anderen Systems eingeschleppt worden sein.
Nach Aufnahme der in der schematischen Fi g. 4 dargestellten Information arbeitet das Paritätsprüfungssystem
nach F i g. 1 in der vorher beschriebenen Weise, jedoch erzeugt der Oszillator 62 im
Gegensatz zur obigen Arbeitsweise noch einen weiteren negativ verlaufenden und einen weiteren positiv
verlaufenden Impuls. Der zusätzliche negativ verlaufende Impuls bewirkt eine Auslösung des Flip-Flops
74 in den »Einstelk-Zustand, so daß dessen Ausgangssignal über die Inversionsschaltung 18 in
ein auf der Leitung 82 auftretendes »niedriges« Signal umgewandelt wird. Da jedoch nun zwei
»niedrige« Signale am NOR-Gatter 88 anliegen, erscheint am Ausgang 90 ein »hohes« Signal, d. h. ein
Fehlersignal. Dieses Fehlersignal kann verwendet werden, um so lange weitere Operationen zu unterbinden,
bis der Fehler korrigiert worden ist.
Da der Flip-Flop 74 im »Einstelk-Zustand verbleibt, wenn ein Fehler auftritt, wird dem Flip-Flop
74 über eine Leitung 104 ein Rückstellsignal zugeführt.
Falls also eine ungerade Anzahl von »1«-Bits vorliegt, erscheint am Ausgang 86 ein Signal. Falls jedoch
eine gerade Anzahl von »1«-Bits vorliegt, tritt am Ausgang 90 ein Fehlersignal auf. Durch Weglassen
der Inversionsschaltung 80 oder durch Einschaltung einer weiteren Inversionsschaltung in Reihe
zur Inversionsschaltung 80 kann das System nach F i g. 1 an einen geraden Paritätscode angepaßt werden.
Bei einem ungeraden Paritätscode muß ein »1«- Paritätsbit addiert werden, wenn sonst eine gerade
Anzahl von »1«-Bits ein bestimmtes Zeichen oder Wort darstellt.
Bei diesem Verfahren wird also auf der Leitung 46 eine Paritätsprüfungsspannung erzeugt, die proportional
zur Anzahl der Bits einer digital codierten Zahl ist, wie sie beispielsweise in F i g. 3 oder 4 dargestellt
ist. Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, wird auch eine treppenförmige Vergleichsspannung erzeugt,
deren aufeinanderfolgende Spannungsstufen entsprechende vorgegebene Spannungswerte aufweisen
7 8
(beispielsweise Spannungswerte, die den vom Schritt- males Ausgangssignal liefert, d. h. ein Ausgangszähler
beim Auftreten einer »1« in einer Codeposi- signal, welches bei Auslösung des Multivibrators zution
erzeugten Spannungssprüngen entsprechen). Es nächst positiv verläuft. Das Symbol »D« bezeichnet
wird dann die zur Erzielung einer in fester Beziehung den Ausgang eines Multivibrators oder Oszillators,
(beispielsweise Gleichheit) zum Wert der Paritäts- 5 der ein verzögertes Ausgangssignal liefert, d. h. ein
prüfungsspannung stehenden Vergleichsspannung er- Ausgangssignal, das zunächst negativ verläuft, wie
forderliche Anzahl von aufeinanderfolgenden Span- dies beispielsweise für den Multivibrator 68 in F i g. 2
nungsstufen abgetastet. Bei der bevorzugten Ausfüh- bei 102 dargestellt ist. Das Symbol »S« bezeichnet
rungsform sind die aufeinanderfolgenden Spannungs- entweder den Einstelleingang eines Flip-Flops, d. h.
stufen der Wellenform 96 gleich und haben einen 10 den Eingang, durch welchen der Flip-Flop zwar ein-Spannungswert
von ungefähr 2 V. Beispielsweise gestellt, jedoch nicht rückgestellt werden kann, oder
verursacht das in Fig. 3 gezeigte erste Bit»l« am den Einstellausgang des Flip-Flops, d.h. den AusEingang
20 einen »hohen« Spannungszustand, der gang, der ein »hohes« Signal liefert, wenn der Flipwiederum
eine Paritätsprüfungsspannung von unge- Flop sich im »Einstelk-Zustand befindet. Das Symfähr
2 V im Schrittzähler 48 zur Folge hat. Beispiels- i5 bol »5« am Flip-Flop 74 deutet an, daß ein positiv
weise kann die Eingangsleitung 46 an eine npn- verlaufender Impuls den Zustand des Flip-Flops un-Emitterfolgeschaltung
angeschlossen sein, die eine abhängig davon ändert, ob der Flip-Flop zunächst Paritätsprüfungsspannung erzeugt, die proportional eingestellt oder rückgestellt ist. Mit dem Symbol »2?«
ist zur Anzahl der aktivierten Eingänge 10, 12, 14, ist ein mit Impulsen beaufschlagbarer Rückstellein-16,
18, 20, 22 und 24. Der Emitter eines pnp-Tran- 20 gang eines Flip-Flops bezeichnet, während das Symsistors
kann mit einem Speieherkondensator des bol »Di?« für einen direkt gekoppelten Rückstellein-Schrittzählers
derart verbunden sein, daß er unmittel- gang des Flip-Flops oder des Schrittzählers steht,
bar die Stufen- oder Treppenwellenform 96 nach Die beschriebene Ausführungsform kann natürlich
F i g. 2 aufnimmt. Die von der Emitterfolgeschaltung in mannigfacher Weise abgeändert werden. Beispielserzeugte
Analogspannung, die proportional zur An- 25 weise ist es nicht erforderlich, daß die aufeinanderzahl
der aktivierten Eingänge ist, kann an die Basis folgenden Stufen der treppenförmigen Wellenform 96
des pnp-Transistors angelegt werden, so daß dieser gleich sind. Weiterhin kann das Ausgangssignal des
Transistor leitend wird, sobald die an seinen Emitter Schrittzählers 48 in Abhängigkeit irgendeiner ReIaangelegte
treppenförmige Wellenform 96 die an die tion zwischen der Paritätsprüfungsspannung und der
Basis angelegte Paritätsprüfungsspannung überschrei- 30 treppenförmigen Vergleichsspannung ausgelöst wertet.
Das beim Übergang vom nichtleitenden in den den, solange nur eine gerade Anzahl von aktiven
leitenden Zustand des Transistors entstehende Signal Eingängen Ausgangssignale zur Folge haben, die von
kann verstärkt und dem Ausgang 66 als positiv ver- den Ausgangssignalen verschieden sind, die auftreten,
laufendes Signal zugeführt werden. Falls positiv ver- wenn eine ungerade Anzahl von Eingängen aktilaufende
Impulse, wie die Impulse 94a in Fig. 2, 35 viert ist.
einem Speicherkondensator des Schrittzählers züge- In den F i g. 3 und 4 ist ein Teil eines Papierführt
werden, kann eine geeignete Schaltung Streifens gezeigt, auf dem auf jeder Seite eines in der
(Bootshep-Schaltung) vorgesehen werden, damit die Mitte befindlichen Perforationsloches vier Codeposidem
Speicherkondensator zugeführten aufeinander- tionen vorgesehen sind, d. h. insgesamt acht Codefolgenden Ladungen gleich sind und im wesentlichen 4O positionen. Die »1«-Bits können durch Löcher oder
gleiche Spannungsstufen der Wellenform 96 zur Folge andere, ähnliche unterscheidbare Marken dargestellt
haben. sein. Die Codepositionen können sich natürlich auch
Der direkt gekoppelte Rückstelleingang des Stufen- in Längsrichtung des Streifens erstrecken, d. h. in Bezählers
dient zur Entladung des Speicherkondensa- wegungsrichtung des Streifens, so daß die Löcher oder
tors. Beispielsweise kann die Diode 57 über einen 45 Markierungen entlang einer einzigen Spur des Aufgeeigneten, verhältnismäßig niederohmigen Wider- zeichnungsmediums zur Aktivierung der entsprechenstand
mit dem Speicherkondensator verbunden sein. den Eingänge der Schaltung nach F i g. 1 herangezogen
Jede der Rückstelleitungen 54 und 93 kann mit dem werden können.
Eingang einer geeigneten Verstärkerstufe in Verbin- wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, steigt die Wellendung
stehen, die auf ein positives Eingangssignal hin 50 form 96 auf eine vierte Stufe an, bevor das bistabile
über eine geeignete Diode an die Leitung 94 im Element 74 abgeschaltet wird. Statt dessen könnte der
wesentlichen Erdpotential legt, so daß der Speicher- Schrittzähler auch so geschaltet werden, daß er ein
kondensator des Schrittzählers entladen werden kann. Ausgangssignal an die Leitung 66 liefert, sobald die
Beim Oszillator 62 kann es sich um einen üblichen dritte Stufe erreicht wird. Der Schrittzähler könnte
frei laufenden Multivibrator handeln, der beim Auf- 55 auch zwei oder mehr Stufen durchlaufen, bevor ein
treten eines positiv verlaufenden Impulses auf der der Spannung eines aktivierten Einganges entLeitung
60 zu kippen beginnt und weiter kippt, so- sprechender Spannungssprung erzeugt wird. Die Anlange
der Leitung 60 vom Flip-Flop 56 eine »hohe« zahl der Schritte des Schrittzählers braucht also nicht
Spannung zugeführt wird. Bei der in Fig. 1 darge- exakt gleich der Anzahl der aktiven Eingänge zu sein,
stellten Ausführungsform der Erfindung wird eine 60 sondern es ist nur erforderlich, daß die Anzahl der
»positive Logik« verwendet. Bei einer positiven Schritte eine eindeutige Funktion der aktiven EinLogik
sind positiv verlaufende Impulse zur Aus- gänge ist. Weiterhin braucht der Schrittzähler nicht
lösung der Multivibratoren, Flip-Flops, des Oszilla- unterbrochen zu werden, wie dies bei 96a in Fig. 2
tors und des Schrittzählers 48 erforderlich. Es könnte dargestellt ist, sondern könnte beispielsweise einen
natürlich auch eine sogenannte »negative Logik« Ver- 65 Zyklus von neun Schritten durchlaufen, da es bei der
wendung finden. beschriebenen Ausführungsform nur erforderlich ist,
In den Zeichnungen wird das Symbol »Λί« für den daß die negativ verlaufenden Impulse 94 c vom Oszil-Ausgang
eines Multivibrators verwendet, der ein nor- lator 62 zum Flip-Flop 74 unterbrochen werden.
Eine solche Unterbrechung könnte natürlich auch beispielsweise durch ein UND-Gatter in der Leitung
76 durchgeführt werden, welches die vom Oszillator gelieferten Impulse blockiert, wenn der Schrittzähler
ein Ausgangssignal liefert.
Claims (5)
1. Verfahren zur Prüfung der Parität eines codierten Zeichens, das entweder eine gerade
Anzahl oder eine ungerade Anzahl von Bits aufweisen muß, dadurch gekennzeichnet,
daß
a) in an sich bekannter Weise eine der Anzahl der Bits im codierten Signal proportionale
Paritätspriifungsspannung erzeugt wird, J5
b) in an sich bekannter Weise eine treppenförmige Vergleichsspannung erzeugt wird, deren
aufeinanderfolgende Spannungsstufen jeweils vorgegebene Spannungswerte aufweisen,
und
c) zur Prüfung der Richtigkeit des codierten Signals die Anzahl aufeinanderfolgender
Spannungsschritte in an sich bekannter Weise festgestellt wird, die erforderlich ist, a.
um einen in bestimmter fester Beziehung zur a Paritätspriifungsspannung stehenden Wert
der Vergleichsspannung zu erzeugen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Erzeugung der Paritätsprüfungsspannung
jedem Bit je eines von untereinander gleichen oder nur unwesentlich voneinander verschiedenen Gewichten zugemessen wird
und jede Spannungsstufe der Vergleichsspannung im wesentlichen gleich diesem Gewicht gemacht
wird und bei der Prüfung der Richtigkeit des digital codierten Signals durch Abgabe einer der
zur Erzielung einer der Paritätsprüfungsspannung entsprechenden Vergleichsspannung erforderlichen
Anzahl von Impulsen, die der Anzahl von Spannungsschritten entspricht, festgestellt wird,
ob die Anzahl der erzeugten Impulse geradzahlig oder ungeradzahlig ist.
3. Paritätsprüfungsschaltung zur Durchführung des Verfahrens nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einrichtung zum Erzeugen einer Paritätsprüfungsspannung
Eingänge (10 bis 24) aufweist, denen die den Codepositionen entsprechenden Signale
zugeführt werden, die zur Erzeugung eines der Anzahl der in einem bestimmten Zustand befindlichen
Codepositionen proportionalen Eingangssignals dienen, daß die zweite Einrichtung zur
Erzeugung einer Vergleichsspannung einen Schrittzähler (48) enthält, der mit den Eingängen in Verbindung
steht und nach einer dem Eingangssignal proportionalen Anzahl von Schlitten ein Ausgangssignal
erzeugt, sowie einen Oszillator (62), dessen Ausgang mit dem Schrittzähler in Verbindung
steht, um diesen durch aufeinanderfolgende Impulse in aufeinanderfolgenden Schritten zu
schalten, und ein bistabiles Element (14) aufweist, dessen Eingang mit dem Oszillator in Verbindung
steht und dadurch abwechselnd zwischen einem Einstellzustand und einem Rückstellzustand gekippt
wird, und die Vorrichtung zur Feststellung der zur Erzielung einer bestimmten Vergleichsspannung erforderlichen Anzahl von aufeinanderfolgenden
Spannungssprüngen ein Element (68) enthält, welches auf das Ausgangssignal des Schrittzählers anspricht und dadurch eine weitere
Betätigung des bistabilen Elementes durch den Oszillator verhindert, und die eine Gatterschaltung
(84 bzw. 88) aufweist, welche jeweils verschieden auf den Einstellzustand und Rückstellzustand
des bistabilen Elementes anspricht und je nachdem, ob eine gerade oder ungerade Anzahl
von in einem bestimmten Zustand vorliegenden Bitpositionen vorliegt, entweder ein Fehlersignal
oder ein Schaltsignal liefert.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 203 766;
Frequenz, 1963, Bd. 17, Nr.
Österreichische Patentschrift Nr. 203 766;
Frequenz, 1963, Bd. 17, Nr.
4, S. 149 und 150;
IBM, Techn. Discl. Bulletin, Vol. 5, Nr.
IBM, Techn. Discl. Bulletin, Vol. 5, Nr.
5, Oktober 1962, S. 30, 31.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 519/297 3.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US414255A US3392372A (en) | 1964-11-27 | 1964-11-27 | Parity checking circuit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1264114B true DE1264114B (de) | 1968-03-21 |
Family
ID=23640634
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB84725A Pending DE1264114B (de) | 1964-11-27 | 1965-11-26 | Verfahren zur Pruefung der Paritaet eines codierten Zeichens |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3392372A (de) |
| DE (1) | DE1264114B (de) |
| FR (1) | FR1455602A (de) |
| GB (1) | GB1085548A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3478255A (en) * | 1966-09-06 | 1969-11-11 | Ibm | Pulse amplitude detection circuit |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT203766B (de) * | 1957-02-23 | 1959-06-10 | Telefunken Gmbh | Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte, elektronische Rechenmaschinen, Anlagen und Geräte |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2675539A (en) * | 1953-03-05 | 1954-04-13 | Bell Telephone Labor Inc | Checking circuit |
| US3021063A (en) * | 1960-02-23 | 1962-02-13 | Royal Mcbee Corp | Parity check apparatus |
| US3255622A (en) * | 1961-12-22 | 1966-06-14 | Bell Telephone Labor Inc | Parity checking circuit |
-
1964
- 1964-11-27 US US414255A patent/US3392372A/en not_active Expired - Lifetime
-
1965
- 1965-11-23 FR FR39455A patent/FR1455602A/fr not_active Expired
- 1965-11-26 DE DEB84725A patent/DE1264114B/de active Pending
- 1965-11-26 GB GB50420/65A patent/GB1085548A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT203766B (de) * | 1957-02-23 | 1959-06-10 | Telefunken Gmbh | Überwachungseinrichtung für programmgesteuerte, elektronische Rechenmaschinen, Anlagen und Geräte |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1085548A (en) | 1967-10-04 |
| US3392372A (en) | 1968-07-09 |
| FR1455602A (fr) | 1966-10-14 |
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