DE1263639B - Verfahren zum Verbinden von Werkstuecken durch Kerbnaegel - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von Werkstuecken durch KerbnaegelInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J15/00—Riveting
- B21J15/10—Riveting machines
- B21J15/16—Drives for riveting machines; Transmission means therefor
- B21J15/24—Drives for riveting machines; Transmission means therefor operated by electro-magnets
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B 25 c
Deutsche KL: 87 a-18
Nummer: 1263 639
Aktenzeichen: L 455211 c/87 a
Anmeldetag: 2. August 1963
Auslegetag: 14. März 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden
von Werkstücken durch Kerbnägel oder -stifte.
Kerbnägel oder -stifte in der Form von konischen oder zylindrischen Stiften oder Nägeln haben als Verbindungselemente
zwischen Teilen aus Metall oder Kunststoff bislang nur eine beschränkte Verbreitung
erfahren. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die im Vergleich zu Niet- oder Schraubverbindungen geringe
Haltbarkeit der Kerbstiftverbindungen sowie der Umstand, daß die zu verbindenden Teile gegenüber
der Kraft, die zum Eintreiben des Kerbstiftes benötigt wird, einen hinreichenden Verformungswiderstand
aufweisen müssen, wenn diese Kraft nicht durch ein passendes Gegenlager für die zu verbindenden
Teile aufgenommen wird. Andererseits lassen sich Kerbnagelverbindungen besonders schnell und
einfach herstellen. Aus diesem Grund werden sie wirtschaftlich interessant, wenn sich ihre Haltbarkeit
verbessern läßt.
Die verbindende Kraft der Kerbnagelverbindung ist die Haftreibung zwischen der Mantelfläche des
Stiftes und der Innenfläche der Bohrung. Diese Haftreibung kann nur durch elastische Radialkräfte im
Kerbstift entstehen, die die Kerbwülste nach außen gegen die Bohrungen pressen und entsprechende elastische
Gegenkräfte in der Umgebung der Bohrung hervorrufen.
Beim Eintreiben des Kerbstiftes kommt es bisher neben der elastischen auch zu einer plastischen Verformung
des Stiftsegmentes und der Bohrung. Diese Verformungen verringern die Haftreibung. Sie können
sogar — je nach Form und Werkstoff des Stiftes und der zu verbindenden Teile — so weit gehen, daß infolge
der Verminderung der elastischen Rückstellkräfte der Kerbstift nicht mehr hinreichend festsitzt.
Sind die Reibungs- und die Formänderungswiderstände von Stift und Werkstück — die außer von den
Materialeigenschaften und der Eintreibgeschwindigkeit noch von dem Querschnittsverhältnis von Stift
und Bohrung abhängen — zu groß, dann besteht die Gefahr einer direkten Beschädigung des Stiftes und
der zu verbindenden Teile.
Aufgabe der Erfindung ist es, die plastische Verformung von Kerbstift und Bohrung beim Eintreiben
des Kerbstiftes möglichst zu vermeiden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, das sich dadurch kennzeichnet, daß die
zu verbindenden Werkstücke oder der Kerbnagel oder beide während des Eintreibens zu Ultraschall-Schwingungen
angeregt werden.
Durch die Ultraschall-Schwingungen wird die Reibung zwischen der Innenwand der Bohrung und der
Verfahren zum Verbinden von Werkstücken
durch Kerbnägel
durch Kerbnägel
Anmelder:
Wolfgang Lewerenz,
6380 Bad Homburg, Foellerweg 68
Als Erfinder benannt:
Wolfgang Lewerenz, 6380 Bad Homburg
Mantelfläche des Kerbstiftes vermindert. Das hat wiederum eine Verringerung der plastischen Verformung
des Kerbstiftes während des Eintreibens zur Folge.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kennzeichnet sich durch
ein Gehäuse mit einem durch Hammerschläge oder durch den Druckstempel einer Presse belastbaren
Kopfteil und einem elektromagnetisch erregten Schwinger mit einem Eintreibdorn, wobei Schwinger
und Eintreibdorn je in einer Knotenebene der erregenden Ultraschallschwingung im Gehäuse gelagert
sind.
Die Anwendung von Ultraschallschwingungen ist beispielsweise bei Pressen zum Stanzen von Löchern
und Erzeugen von muldenartigen Blechverformungen bekannt. Dort wird jedoch beim Eindringen des zu
Ultraschallschwingungen angeregten Preßstempels in das Blechmaterial eine Reibungsverminderung dadurch
bewirkt, daß das Blechmaterial an der bearbeiteten Stelle zu fließen beginnt. Durch diesen Fließvorgang
werden aber jegliche elastischen Rückstellkräfte im Werkstück vernichtet, was gerade beim erfindungsgemäßen
Verfahren vermieden werden muß, bei dem die elastischen Rückstellkräfte aufrechterhalten
werden sollen, um ein festes Haften der Kerbstifte in den zu verbindenden Werkstücken zu erreichen.
Ferner ist es bekannt, einen sich nicht drehenden Bohrerschaft zu Ultraschallschwingungen anzuregen
und durch Axialdruck unter Zuführung eines flüssi-
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gen oder gasförmigen Kühlmittels an die Bohrstelle zum Durchbohren von Werkstücken zu verwenden.
Dieser Ultraschallbohrer wird jedoch nach Beendigung des Bohrvorganges wieder aus der Bohrung herausgezogen.
Sein Durchmesser muß also kleiner als der Durchmesser der Bohrung sein. Es handelt sich
dabei also um eine ganz andere Aufgabenstellung als bei der Erfindung* durch welche ein fester Haftsitz
des Kerbnagels oder Kerbstiftes in den Werkstücken gewährleistet sein soll, zu deren Verbindung er in sie
eingetrieben wird.
Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung wird beispielsweise das in der Zeichnung dargestellte
Werkzeug- verwandt.- -Das Werkzeug besteht aus einem Gehäuse 1 mit einem Kopfteil 2 und einem
elektromagnetisch erregten Schwinger 3 mit einem daran angesetzten Eintreibdorn 4 aus Stahl. Die
Länge des Schwingers 3 und des Domes 4 beträgt jeweils eine halbe Schallwellenlänge. Der Dorn 4 ist
in einem Schallknoten mittels einer Platte 5 in der Öffnung des Gehäuses 1 eingespannt. Der Schwinger 3
ist ebenfalls in einer Schallknotenebene in einem Lagerring 6 gelagert.
Der Eintreibdorn_4_sitzt beim Eintreiben des Kerbnagels auf dessen Kopf auf. Die zum Eintreiben notwendigen
Kräfte werden durch Hammerschläge auf den Kopfteil 2 des Gehäuses aufgebracht. Man kann
den Kerbnagel auch mit Hilfe einer Presse in das
Werkstück drücken, deren Druckstempel auf den Kopfteil 2 einwirkt.
Claims (2)
1. Verfahren zum Verbinden von Werkstücken durch Kerbnägel oder -stifte, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu verbindenden Werkstücke oder der Kerbnagel oder beide während des Eintreibens des Kerbnagels zu
Ultraschallschwingungen angeregt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein
Gehäuse (1) mit einem durch Hammerschläge oder durch den Druckstempel einer Presse belastbaren
Kopfteil (2) und einem elektromagnetisch erregten Schwinger (3) mit einem Eintreibdorn
(4), wobei Schwinger und Eintreibdorn je in einer Knotenebene der erregenden Ultraschallschwingung
im Gehäuse gelagert sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 776 800;
schweizerische Patentschrift Nr. 257 489;
französische Zusatzpatentschrift Nr. 66 991 (1. Zusatz zur französischen Patentschrift Nr. 1 094 908); USA.-Patentschrift Nr. 2 452 211;
Zeitschrift »American Machinist/Metalworking Manufacturing« vom 17. 11. 1961, S. 83 bis 85.
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 776 800;
schweizerische Patentschrift Nr. 257 489;
französische Zusatzpatentschrift Nr. 66 991 (1. Zusatz zur französischen Patentschrift Nr. 1 094 908); USA.-Patentschrift Nr. 2 452 211;
Zeitschrift »American Machinist/Metalworking Manufacturing« vom 17. 11. 1961, S. 83 bis 85.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 518/207 3.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL45521A DE1263639B (de) | 1963-08-02 | 1963-08-02 | Verfahren zum Verbinden von Werkstuecken durch Kerbnaegel |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL45521A DE1263639B (de) | 1963-08-02 | 1963-08-02 | Verfahren zum Verbinden von Werkstuecken durch Kerbnaegel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1263639B true DE1263639B (de) | 1968-03-14 |
Family
ID=7271193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL45521A Pending DE1263639B (de) | 1963-08-02 | 1963-08-02 | Verfahren zum Verbinden von Werkstuecken durch Kerbnaegel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1263639B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE3443180A1 (de) * | 1984-11-27 | 1986-05-28 | Günther Dipl.-Ing. 7500 Karlsruhe Malisius | Ultraschall-werkzeug |
| DE102018132966A1 (de) * | 2018-12-19 | 2020-06-25 | Daimler Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen eines Nagels in wenigstens ein Bauteil |
Citations (4)
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| CH257489A (fr) * | 1945-01-17 | 1948-10-15 | Stalder Frederic | Machine à commande électromagnétique présentant un effet de battement. |
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| FR66991E (fr) * | 1954-10-09 | 1957-11-04 | Pacta | Appareil pour poser les agrafes, mû par un moteur |
| DE1776800U (de) * | 1957-11-19 | 1958-10-30 | Elastic Ag Vorm M Vogel A G | Elektrowerkzeug mit aus einer spule und einem darin hin- und herbewegbaren anker bestehendem antriebssystem. |
-
1963
- 1963-08-02 DE DEL45521A patent/DE1263639B/de active Pending
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