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DE1263205B - UEberzugsmittel fuer Schichtstoffplatten - Google Patents

UEberzugsmittel fuer Schichtstoffplatten

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Publication number
DE1263205B
DE1263205B DE1958G0024334 DEG0024334A DE1263205B DE 1263205 B DE1263205 B DE 1263205B DE 1958G0024334 DE1958G0024334 DE 1958G0024334 DE G0024334 A DEG0024334 A DE G0024334A DE 1263205 B DE1263205 B DE 1263205B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resin
coating agent
silica
synthetic resin
paper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1958G0024334
Other languages
English (en)
Inventor
Edward Frank Michl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1263205B publication Critical patent/DE1263205B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/18Paper- or board-based structures for surface covering
    • D21H27/22Structures being applied on the surface by special manufacturing processes, e.g. in presses
    • D21H27/26Structures being applied on the surface by special manufacturing processes, e.g. in presses characterised by the overlay sheet or the top layers of the structures
    • D21H27/28Structures being applied on the surface by special manufacturing processes, e.g. in presses characterised by the overlay sheet or the top layers of the structures treated to obtain specific resistance properties, e.g. against wear or weather
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/20Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D161/00Coating compositions based on condensation polymers of aldehydes or ketones; Coating compositions based on derivatives of such polymers
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    • C09D161/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

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Description

  • überzugsmittel für Schichtstoffplatten Es sind bereits Schichtstoffplatten mit veredelter Außenoberfläche für die Herstellung von Möbeln, Tischplatten u. dgl. bekannt, die aus einer Plattenunterlage bestehen, auf die ein farbiges oder mit einem Dekormuster bedrucktes Flächengebilde aufgeklebt ist, das wiederum durch eine durchsichtige Oberflächenschicht geschützt ist. Bisher wurde nun die durchsichtige Oberflächenschicht aus einer mit einem wärmehärtbaren Kunstharz, insbesondere Melaminharz, getränkten Papierlage hergestellt, die auf das mit einem Dekormuster versehene Flächengebilde aufgebracht wird. Die auf diese Weise hergestellte durchsichtige Oberflächenschicht weist jedoch eine für viele Anwendungszwecke unzureichende Abriebfestigkeit auf. Alle bisherigen Versuche, die Abriebfestigkeit durch Zusatz von Füllstoffen, insbesondere Kieselsäure, zu verbessern, haben zu Beeinträchtigungen anderer wichtiger Eigenschaften geführt.
  • Es ist auch bereits ein Überzugsmittel zur Herstellung von Oberflächenschichten bekannt, das aus einem wärmehärtbaren Kunstharz, insbesondere wasserlöslichem Melaminformaldehydharz, und Füllstoffen in Form von feinzerteilter Kieselsäure und Glasfasern sowie gegebenenfalls Pigmenten besteht.
  • Weiterhin ist bereits ein Überzugsmittel zur Herstellung kratzfester Oberflächenschichten auf Schichtkörpern aus Papier, Holz oder Geweben bekanntgeworden, das aus Melaminharz, Glasfasern sowie Titandioxyd besteht. Eine aus diesem Überzugsmittel hergestellte Oberflächenschicht ist jedoch wegen des vorhandenen Titandioxyds nicht durchsichtig.
  • Es ist darüber hinaus auch bereits ein Verfahren zum Aufbringen einer Oberflächenschicht auf Holzfurnier bekanntgeworden, bei dem ein klares wärmehärtbares Polyesterharz in Verbindung mit Kunstharzfaser verwendet wird, die annähernd den gleichen Lichtbrechungsindex wie das wärmehärtende Kunstharz aufweisen. Durch Einlagern von Fasern mit demselben Brechungsindex bleibt die Transparenz der Oberflächenschicht erhalten.
  • Es hat sich nun unerwarteterweise herausgestellt, daß ein Überzugsmittel, das neben einem wärmehärtbaren Kunstharz sowohl gemahlene Kieselsäure als auch feinzerteilten Faserstoff enthält, der etwa denselben Lichtbrechungsindex aufweist wie das gehärtete Kunstharz, eine durchsichtige Oberflächenschicht mit stark verbesserter Abriebfestigkeit ergibt.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher ein Cberzugsmittel f ür Schichtstoffplatten, das aus der wäßrigen Lösung eines wärmehärtbaren Kunstharzes und Füllstoffen besteht und das dadurch gekennzeichnet ist, daß es als Füllstoffe gemahlene Kieselsäure und einen feinzerteilten Faserstoff enthält, der etwa denselben Lichtbrechungsindex wie das gehärtete Kunstharz aufweist.
  • Insbesondere wird beim Überzugsmittel nach der Erfindung Melaminharz verwendet. Als Faserstoff finden- vorzugsweise Zelluloseflocken Verwendung. Die Teilchengröße der verwendeten gemahlenen Kieselsäure soll nicht größer als 2 Mikron sein. Bezogen auf die Kunstharzmenge, beträgt der Kieselsäureanteil 5 bis 30 Gewichtsprozent und der Faserstoffanteil 10 bis 40 Gewichtsprozent. Vorzugsweise wird dem Überzugsmittel als ein die Klebrigkeit verringendes Mittel Natriumcarboxymethylzellulose in einer Menge von 1 bis 3 °/o zugesetzt.
  • Zur Herstellung einer Schichtstoffplatte wird zunächst das bedruckte Flächengebilde, das gewöhnlich aus Zellulose- oder Kunstseidepapier besteht, mit dem wärmehärtbaren Kunstharz getränkt und das überschüssige Kunstharz entfernt. Die getränkte bedruckte oder eingefärbte Papierschicht wird anschließend mit dem in Wasser gelösten Überzugsmittel aus wärmehärtbarem Kunstharz, gemahlener Kieselsäure und feinzerteiltem Faserstoff überzogen und durch einen Trockenofen geführt. Die Plattenunterlage ist in üblicher Weise mit einem wärmehärtbaren Kunstharz getränkt und besteht in der Regel aus mehreren Schichten, beispielsweise aus Harzpapier. Die getrocknete Papierschicht wird auf die Plattenunterlage gelegt und mit dieser unter Anwendung von Wärme zu einer Schichtstoffplatte verpreßt.
  • Die Erfindung wird nun an Hand von Beispielen erläutert.
  • Beispiel 1 Es wurde ein Melaminformaldehydharz verwendet, das in Form eines weißen Puders speziell für die Behandlung von Papier im Handel erhältlich ist. Es ist in Wasser oder einer Alkohol-Wasser-Lösung vollständig löslich und ergibt eine klare farblose Lösung. Eine 50°/oige Lösung ist bei Raumtemperatur mindestens 2 Tage stabil und weist bei 25°C folgende Eigenschaften auf: pH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9,0 bis 9,3 Zähigkeitsgrad (G a r d e n e r) A - B Festteile bei maximaler Verdünnung in °/o in Wasser ................ 26 in 90/100 Wasser/2 B Alkohol ............... 14 Als gemahlene Kieselsäure wurde ein handelsübliches Erzeugnis mit einer Korngröße von höchstens 6 Mikron und fast durchweg über 1 Mikron verwendet, das folgende typische Zusammensetzung aufwies: Sihciumdioxyd . . . . . . . . . . . . . . . . . 99,820/, Eisenoxyd ..................... 0,012°/o Aluminiumoxyd . . . . . . . . . . . . . . . . 0,040/0 Titanoxyd . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,0080/0 Calciumoxyd ... .. .............. Spuren Magnesiumoxyd ................ Spuren Als Faserstoff wurden im Handel erhältliche feinze rteilte Zelluloseflocken verwendet. Zelluloseflocken sind verhältnismäßig beständig gegen Säure, Laugen und Lösungen. Sie sind praktisch holzfrei, und im trockenen Zustand enthalten sie 99,50/, Zellulose. Die verwendeten Zelluloseflocken wiesen folgende Eigenschaften auf: Helligkeit .................... 83 Farbe ....................... Weiß Annähernde Korngröße . . . . . . . 35 Mikron Annähernde Siebanalyse "/,: 40 Maschen pro Zentimeter ...... . .... 970/, 0/,: $0 Maschen pro Zentimeter . . . . . . . . . . . 78 °/a Feuchtigkeitsgehalt . . . . . . . . . 7 °/D Spezifisches Gewicht . . . . . . . . 1,58 Scheinbare Trockendichte .... 2,13 kg/m3 Es wurde ein Überzugsmittel mit der folgenden Zusammensetzung bereitet: Melaminkunstharze (fest) ....... 100 Teile Kieselsäurepuder . . . . . . . . . . . . . . 10 Teile Natriumcarboxymethylzellulose 3 Teile Zelluloseflocken .. . . . . . . . . . . . . . 20 Teile Wasser, ausreichend, um eine 70°/jge Lösung herzustellen Das pulverförmige Kunstharz wurde in einen Mischkessel gegeben und die erfoderliche Wassermenge bis auf einen kleinen Rest zugesetzt. Nach dem Vermischen des Kunstharzes mit dem Wasser wurden das Kieselsäurepulver und die Zelluloseflocken beigemischt. Abschließend wurde dann die Natriumcarboxymethylzellulose in Form einer 10°/oigen wäßrigen Lösung zugesetzt und die Mischung gut durchgerührt.
  • Die Schichtunterlage wurde aus sieben Hartpapierschichten mit einer Dicke von jeweils 0,275 mm hergestellt. Die Hartpapierschichten wurden mit einer 50°/oigen Lösung eines Phenolformaldehydharzes getränkt und in einem Ofen bei einer Temperatur von 140 bis 170°C 1 bis 2 Minuten lang getrocknet. Der Harzgehalt der Schichtunterlage betrug 40 °/o des Gesamtgewichtes.
  • Die Behandlung des bedruckten Flächengebildes wird an Hand von Zeichnungen näher erläutert, in denen zeigt: F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum kontinuierlichen Imprägnieren und Beschichten einer bedruckten Papierbahn, F i g. 2 einen Schnitt durch eine bekannte Schichtstoffplatte und F i g. 3 einen Schnitt durch eine unter Anwendung des Überzugsmittels nach der Erfindung hergestellte Schichtstoffplatte.
  • Ein mit einem entsprechenden Muster bedrucktes Alfapapier wird, wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, von einer Rolle 1 abgewickelt und durch eine Tränk: wanne 2 hindurchgeführt, die mit einer 50°/jgen wäßrigen Lösung eines Melaminharzes mit .den oben angegebenen Eigenschaften gefüllt ist. Das Papier wird .dadurch mit dem Kunstharz getränkt, so daß es .einen auf den getrockneten Zustand bezogenen Kunstharzgehalt von 33 bis 420/, aufweist. Es ist zu vermeiden, daß auf der getränkten und nassen Papierschicht überschüssiges Kunstharz verbleibt, da beim anschließenden Beschichten mit dem Überzugsmittel Schwierigkeiten auftreten könnten. Aus diesem Grund wird das bedruckte Papier zwischen zwei umlaufende Druckwalzen 3 und 4 hindurchgeführt, wodurch überschüssiges Kunstharz von der Oberfläche des bedruckten Papiers abgestreift wird.
  • Überzugsmittel5 mit .der oben angegebenen Zusammensetzung fließt durch eine Düse 7 oberhalb der Druckwalze 4 auf die Oberfläche des getränkten und nassen Papiers und wird mit Hilfe eines Schabers :6 gleichmäßig verteilt, so daß auf dem Papier eine Überzugsmittelschicht mit einer gewünschten Dicke entsteht. Das getränkte und beschichtete Papier durchläuft anschließend einen mit Warmluft beheizten Trockenofen (in der Zeichnung nicht dargestellt), der mit einem Förderer zum Transport der Papierbahn ausgerüstet ist. Die Trocknungstemperatur beträgt 140 bis 170°C, die Dauer :der Trocknung ungefähr 3 bis 5 Minuten. Die getrocknete Überzugsmittel schicht weist ein Gewicht von 0,11 bis 0,16 kg/m2 auf. Das getrocknete und beschichtete, bedruckte Papier sollte lediglich 2 bis 5 °/Q, vorzugsweise nur 2 bis 3 °/o, flüchtige Bestandteile .enthalten.
  • Das getrocknete und beschichtete Papier wird nach Zuschneiden auf eine ebenfalls entsprechend zugeschnittene Schichtunterlage aufgelegt und zwischen zwei polierten rostfreien Stahlplatten unter Einwirkung von Wärme und Druck zu einer Schichtstoffplatte vereinigt. Die Preßdauer beträgt 20 bis 25 Minuten, die Temperatur 130 bis 150°C und der Druck 70 bis 100 Atmosphären. Man: läßt die Schichtstoffplatte in der Presse bis auf 40°!C abkühlen und nimmt sie erst dann heraus.
  • In den F i g. 2 und 3 sind die auseinandergerückten Schichten einer Schichtstofl'platte bekannter Bauart und einer erfindungsgemäß hergestellten Schichtstoffplatte dargestellt. Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, besteht die Plattenunterlage aus sieben Schichten. Die bedruckte Schichtf 9 liegt auf der Plattenunterlage 8 auf und wird durch eine Deckschicht 10 abgedeckt. Bei der in F i g. 3 dargestellten Schichtstoffplatte besteht die Plattenunterlage 11 ebenfalls aus sieben Schichten, jedoch ist die bedruckte Schicht 12 lediglich mit einer aus dem Überzugsmittel hergestellten Oberflächenschicht 13 versehen.
  • Es wurden acht Schichtstoffplattenproben gemäß Beispiel 1 hergestellt. Die einzelnen Proben unterschieden sich lediglich im Hinblick auf den Flockenanteil des Überzugsmittels und der Dicke der Oberflächenschicht. Die acht Proben wurden gemäß Normblatt LP2-1.06 der National Electrical Manufacturers Association (NEMA) geprüft. Die Prüfergebnisse sowie die Zusammensetzung und die Dicke der Oberflächenschicht sind in der folgenden Tabelle A angeführt.
  • Der von der NEMA festgesetzte Mindestwert der Anzahl der zum Durchscheuern der Oberflächenschicht erforderlichen Umläufe einer Schmirgelscheibe beträgt 400 und die höchste Abriebmenge pro 100 Umläufe 0,08 g. Übliche Oberflächenschichten aus Melaminkunstharz sind in der Regel nach 500 Umläufen, in Ausnahmefällen nach 550 Umläufen durchgescheuert, wobei sich ein Abrieb von 0,6 bis 0,065 g pro 100 Umläufe ergibt. Aus der folgenden Tabelle A ist ersichtlich, daß eine aus dem Überzugsmittel nach der Erfindung hergestellte Oberflächenschicht die von der NEMA vorgeschriebenen Normwerte weit übertrifft. Der von der NEMA vorgeschriebene Normwert für die Feuchtigkeitsaufnahme beträgt 6°/o und wurde von den in Tabelle A angeführten Proben nicht überschritten.
    Tabelle A
    Flockenanteil Anzahl .der zum Abrieb Dicke der
    Probe pro 100 Teile Durchscheuern pro 100 Umläufe Oberflächenschicht Verhalten
    Kunstharz erforderlichen Umläufe beim Kochen
    einer Schmirgelscheibe (Gramm) (mm)
    1 10 961 0,025 0,055 bis 0;062 einwandfrei
    2 10 726 0,027 0,048 bis 0,06 einwandfrei
    3 20 941 0,024 0,055 bis 0,06 einwandfrei
    4 20 881 0,032 0,062 bis 0,071 einwandfrei
    5 20 900 0,030 0,048 bis 0,073 einwandfrei
    6 30 840 0,030 0,055 bis 0,068 einwandfrei
    7 30 874 0,027 0,055 bis 0,063 einwandfrei
    8 30 810 0,031 0,058 bis 0,065 einwandfrei
    In der folgenden Tabelle B ist die Zigarettenglutfestigkeit, die Abriebfestigkeit und die Abriebmenge von vier weiteren nach Beispiel 1 hergestellten Proben angegeben. Abweichend von Beispiel 1 wurden an Stelle von 3 Teilen lediglich 1 Teil Carboxymethylzeliulose verwendet.
    Tabelle B
    NFMA-
    Probe
    Note 1 I 2 3 I 4
    Zigarettenglutfestigkeit (Sekunden) 110 140 140 135 132
    Umläufe bis zum Durchscheuern , . 400 1020 1040 1112 1210
    Abrieb pro 100 Umläufe (Gramm) 0,08 0,02 0,017 0,02 0,019
    Dicke der Oberflächenschicht (mm) - 0,05 bis 0,053 0,043 bis 0,048 0,048bis0,053 0,058bis0,063
    Verhalten beim Kochen . . . . . . . . . . - einwandfrei einwandfrei einwandfrei einwandfrei
    Beispiel 2 Zur Herstellung des Überzugsmittels wurde ein handelsübliches wärmehärtbares Phenolformaldehydharz sowie die gleichen Füllstoffe wie im Beispiel l verwendet. Das bedruckte Papier wurde mit einem Melaminharz getränkt, mit dem Überzugsmittel beschichtet und dann in einem Trockenofen bei 140°C 2 Minuten lang getrocknet. Das getrocknete bedruckte Papier wurde anschließend auf eine Plattenunterlage der im Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung gelegt und mit dieser bei 135°C mit 100 Atmosphären 25 Minuten lang verpreßt.
  • In der folgenden Tabelle C sind die Abriebwerte, die Dicke sowie die Zusammensetzung der Oberflächenschichten der Proben angegeben.
    Tabelle C
    Flockenanteil Kiesel- Abrieb pro Dicke der
    Probe pro 100 Teile säure- 100 Umläufe Ober-
    flächenschicht
    Kunstharz anteil Ober-
    (Gramm) (mm)
    1 0 0 0,063 0;047
    2 20 0 0,065 0,038
    3 20 10 0,043 0,022
    4 20 30 0,048 0;025
    Beispiel 3 Aus 2 Mol Propylenglycol, 1 Mol Maleinsäureanhydrid und 1 Mol Phthalsäureanhydrid wurde ein Polyesterharz bereitet. 70 Teile dieses Harzes wurden mit 30 Teilen Styrol zusammenpolymerisiert. Das entstandene Harz wurde als wärmehärtendes Kunstharz für das Überzugsmittel verwendet. Als Füllstoffe wurde die im Beispiel 1 beschriebene Kieselsäure sowie der im Beispiel 1 beschriebene Faserstoff verwendet. Das bedruckte Flächengebilde wurde wie im Beispiel 2 imprägniert. Das imprägnierte Flächengebilde wurde dann mit dem Überzugsmittel beschichtet und in einem Ofen bei 70°C 1/2 Minute lang getrocknet, worauf das Überzugsmittel nicht mehr klebrig war. Das beschichtete Flächengebilde wurde dann auf eine Plattenunterlage der im Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung gelegt und mit der Unterlage in einer Presse bei einer Temperatur von 110°C und einem Druck von 100 Atmosphären 15 Minuten lang verpreßt. Anschließend wurde zur Aushärtung des Melaminharzes im bedruckten Flächengebilde und des Phenolharzes in der Plattenunterlage die Temperatur 20 Minuten lang auf 135°C gehalten. In der folgenden Tabelle D sind die Abriebwerte von nach Beispiel 3 hergestellten Proben angegeben.
    Tabelle D
    Abrieb pro Oberflächen-
    . Probe Flocken- Kiesel- 100 Umläufe schichtdicke
    anteil säureanteil ( G, ) ( mm )
    1 0 0 0,097 0,125
    2 - 20 0 0,091 0,13
    3 20 10 0,059 0,115
    4 20 30 0,049 0,12
    Polyesterkunstharze werden wegen des hohen Abriebs nur sehr selten in Überzugsmitteln für Schichtstoffplatten . verwendet. Es ist daher überraschend, daß bei den erfindungsgemäßen Proben 3 und 4 der Abrieb kleiner ist als der für Melaminharze vorgeschriebene Normwert.
  • Die Widerstandsfähigkeit gegen Fleckenbildung einer erfindungsgemäß hergestellten Schichtstoffplatte ist wesentlich besser als die der bekannten Schichtstoffplatten. Die Wärmebeständigkeit der erfindungsgemäß hergestellten Oberflächenschicht ist im wesentlichen gleich der Wärmebeständigkeit der bekannten Oberflächenschichten.
  • Der Zusatz eines die Klebrigkeit verhindernden Mittels ist nicht unbedingt erforderlich, jedoch vorteilhaft. Die Plattenunterlage kann mit den üblichen wärmehärtbaren Kunstharzen imprägniert werden, beispielsweise mit einem Phenolformaldehydharz. Zur Tränkung der bedruckten Papierschicht und zur Herstellung des Überzugsmittels wird vorzugsweise ein Kondensationsprodukt aus Melamin und einem Aldehyd verwendet. In der Natur vorkommende gemahlene Kieselsäure liefert ausgezeichnete Ergebnisse. Bei Verwendung von gemahlener Kieselsäure mit einer Teilchengröße von über 2 Mikron verschleißen die zum Verpressen der Schichtstoffplatten verwendeten Pressenplatten. Bei Verwendung extrem feiner Kieselsäure, beispielsweise von Kieselsäureerogel, wurden keine Vorteile festgestellt. Werden pro 100 Teile festen Kunstharzes mehr als 30 Gewichtsteile Kieselsäure zugesetzt, so besteht die Gefahr der Schleier- oder Schlierenbildung. Bereits bei Zusatz von 5 Gewichtsteilen wird eine verbesserte Abriebfestigkeit erzielt. Ein Zusatz von 10 Gewichtsteilen Kieselsäure ist als optimal anzusehen.
  • Als feinzerteilter Faserstoff kann jeder beliebige Faserstoff verwendet werden, dessen Lichtbrechungsindex gleich dem im Überzugsmittel verwendeten gehärteten Kunstharz ist. Der Lichtbrechungsindex des im Beispiel 1 verwendeten gehärteten Melaminkunstharzes beträgt 1,63 bis 1,65, während der Lichtbrechungsindex von Zellulosefasern etwa 1,57 beträgt. Ein Unterschied der Lichtbrechungsindizes von gehärtetem Kunstharz und Faserstoff in der Größenordnung von 0,25 dürfte auch noch eine einwandfreie Transparenz der Oberflächenschicht gewährleisten.
  • Vorzugsweise werden als Faserstoff Zelluloseflocken verwendet. Es können aber auch Baumwolle; Kunstseide, viskose Seide, Glasfasern usw. verwendet werden. Falls zu lange Faserstoffteilchen verwendet werden, kann eine das Beschichten des bedruckten Flächengebildes erschwerende Klumpenbildung auftreten. Vorzugsweise verwendet man Faserstoffe, die noch durch ein Sieb von 40 Maschen pro Zentimeter hindurchtreten. Faserstoffteilchen, deren Länge gleich der Breite entspricht, tragen kaum zur Verfestigung der Oberflächenschicht bei. Pro 100 Teile festen Kunstharzes verwendet man 10 bis 40 Teile Faserstoff: Optimale Ergebnisse ergeben sich bei Verwendung von 10 bis 30 Teilen Faserstoff pro 100 Teile festes Kunstharz.
  • An Stelle der beschriebenen Plattenunterlagen können aus Harzstoffplatten, Preßspanplatten, Sperrholz, Vulkanfiber, Aluminium usw. hergestellte Plattenunterlagen verwendet werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1. Überzugsmittel für Schichtstoffplatten, bestehend aus der wäßrigen Lösung eines wärmehärtbaren Kunstharzes und Füllstoffen, d a -durch gekennzeichnet, daß es als Füllstoffe gemahlene Kieselsäure und einen feinzerteilten Faserstoff enthält, der etwa denselben Lichtbrechungsindex wie das gehärtete Kunstharz aufweist.
  2. 2. Überzugsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Natriumcarboxymethylzellulose als die Klebrigkeit verringernden Mittels.
  3. 3. Überzugsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Kunstharz ein Melaminharz, eine gemahlene Kieselsäure, deren Teilchengröße 2#t nicht überschreitet, und als Faserstoff Zelluloseflocken enthält, wobei der Anteil der Kieselsäure 5 bis 30 Gewichtsprozent und der Anteil des Faserstoffes 10 bis 40 Gewichtsprozent des Harzes beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 566 347; USA.-Patentschriften Nr. 2 291843, 2 554 471, 2609321.
DE1958G0024334 1957-04-18 1958-04-16 UEberzugsmittel fuer Schichtstoffplatten Pending DE1263205B (de)

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