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DE1263112B - Kryotron-Oszillator - Google Patents

Kryotron-Oszillator

Info

Publication number
DE1263112B
DE1263112B DEJ22820A DEJ0022820A DE1263112B DE 1263112 B DE1263112 B DE 1263112B DE J22820 A DEJ22820 A DE J22820A DE J0022820 A DEJ0022820 A DE J0022820A DE 1263112 B DE1263112 B DE 1263112B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
gate conductor
circuit
voltage source
control winding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ22820A
Other languages
English (en)
Inventor
Eugene Stewart Schlig
Harold Sobol
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Business Machines Corp
Original Assignee
International Business Machines Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Business Machines Corp filed Critical International Business Machines Corp
Publication of DE1263112B publication Critical patent/DE1263112B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03BGENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
    • H03B15/00Generation of oscillations using galvano-magnetic devices, e.g. Hall-effect devices, or using superconductivity effects

Landscapes

  • Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)

Description

  • Kryotron-Oszillator Die Erfindung betrifft einen mit mindestens einem aus einem supraleitenden Torleiter mit ihn umgebender Steuerwicklung bestehenden Kryotron bestückten Oszillator.
  • Bisher bekannte Oszillatoren dieser Art besitzen den Nachteil, daß keine sinusförmige Schwingung, sondern rechteckförmige Impulse abgegeben werden.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, einen Kryotronoszillator bereitzustellen, der sinusförmige Schwingungen abgibt, denkbar einfach aufgebaut ist und betriebssicher arbeiten kann.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Steuerwicklung über einen ersten Vorwiderstand an einer ersten Spannungsquelle liegt, deren Stromfluß kleiner als die kritische Stromstärke des supraleitenden Torleiters ist, daß der supraleitende Torleiter gleichspannungsmäßig über einen zweiten Vorwiderstand an einer zweiten gleichgepolten Spannungsquelle angeschlossen ist, und daß ein Stromresonanzkreis, die Steuerwicklung und der Torleiter zu einer geschlossenen Reihenschaltung für den Schwingkreisstrom miteinander verbunden sind.
  • Dabei ist es vorteilhaft, wenn der dem Verzweigungspunkt von Torleiter und Steuerwicklung zugeführte Strom ein urstromähnlicher Strom ist.
  • Der Resonanzkreis kann dabei ein Schwingungskreis mit verteilten Schaltkreisparametern oder mit diskreten Bauelementen sein.
  • Der erfindungsgemäße Oszillator enthält also als aktives Bauelement einen Supraleiter und als passives Bauelement einen Resonanzkreis, der die Frequenz der Schwingung bestimmt. Abhängig vom besonderen Aufbau der Schaltung und ihrer Parameter ist der Spannungsverlauf der abgegebenen Schwingung im wesentlichen sinusförmig.
  • Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Oszillatorschaltung besteht darin, daß sie bei der gleichen Umgebungstemperatur wie andere Tiefsttemperaturschaltungen, welche mit erfindungsgemäßen Oszillatoren zusammenarbeiten sollen, eingesetzt werden kann. Dabei ergibt sich der weitere Vorteil, daß gleiche Herstellungsmethoden sowohl für Oszillatorschaltung als auch für daran angeschlossene Schaltungsanordnungen bei Tiefsttemperaturbetrieb Verwendung finden können.
  • Weitere Vorteile und Teilaufgaben der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, die an Hand von Ausführungsbeispielen mit Hilfe der nachstehend aufgeführten Zeichnungen die Erfindung näher erläutert, und aus den Patentansprüchen. Es zeigt F i g. 1 die Schaltung eines Oszillators gemäß der Erfindung, F i g. 2 und 3 jeweils die Schaltung eines Gegentaktoszillators gemäß der Erfindung, F i g. 4 und 5 erfindungsgemäße Oszillatorschaltungen unter Anwendung von Übertragungsleitungen als frequenzbestimmende Elemente.
  • In F i g. 1 ist eine Gleichspannungsquelle 10 über einen veränderbaren Widerstand 12 an einen Schalter 14 angeschlossen. Der Wert des Widerstandes 12 ist dabei groß gegenüber dem Wert des Widerstandes der über Schalter 14 anzuschließenden Schaltung, so daß der der Gleichspannungsquelle 10 entnommene Strom l" im wesentlichen als Urstrom angesehen werden kann. Bei eingelegtem Schalter 14 fließt der Urstrom aus der Gleichspannungsquelle 10 zum Verbindungspunkt 16. Zwischen dem Verbindungspunkt 16 und dem anderen an der Gleichspannungsquelle 10 liegenden Verbindungspunkt 18 sind zwei Schaltungszweige in Parallelschaltung zueinander angebracht. Der eine Schaltungszweig enthält den Torleiter 20 eines Kryotrons 22, während der andere Schaltungszweig eine Steuerwicklung 24 des Kryotrons 22, einen Kondensator 28 und eine Induktionsspule 30 aufweist; hinzu kommt, daß parallel zur Steuerwicklung 22 eine zweite Spannungsquelle liegt, welche als Serienschaltung eines Widerstandes mit einer Batterie 26 anzusehen ist. Der Urstrom lu teilt sich am Verbindungspunkt 16 in die beiden Teilströme lt und I3 auf. Dabei fließt der Strom lt durch den Torleiter 20 des Kryotrons 22 und der Teilstrom I" durch den aus dem Kondensator 28 irrid der Induktionsspule 30 dargestellten Serienschwingkreis.
  • Alle Leitungen, welche die Bauelemente der Schaltungsanordnung untereinander verbinden, bestehen aus Material, welches -im Sinne der Supraleitung hart ist, während - der Torleiter 20 aus einem Material besteht, das in diesem Sinne als weich anzusehen ist. Die Gleichspannungsquelle 10 stellt also den Betriebsstrom für die Oszillätör'schaltung bereit, während die Batterie 26 den Vorstrom Ib zum Kryotron 22 liefert.
  • Nach Schließen des Schalters 14 fließt der Strom I" über den Verbindungspunkt 16. Im eingeschwungenen Zustand wird--d6rTS-frömpfäd des Gleichstroms r. durch den Parallelzweig dargestellt, der den Torleiter 20 enthält. Für den Übergangszustand sei angenommen, daß ein Teil dieses Stromes, nämlich Teilstrom I" zum Verbindungspunkt 32 fließt, der in dem den Berienschwingkreis__enthaltenden Parallelzweig liegt. In Richtung auf den Verbindungspunkt-32 fließt außerdem der Strom Ib, so daß die Summe beider Ströme Is -4- 1b durch `die' Steuerwicklung 24 des Kryotrons 22 fließt. Im Verbiildgngspunkt 34 teilen , sich dann wieder beide Ströme, indem der Strom IS durch den Kondensator 28 und die Induktionsspule 30 zum Verbindungspunkt 18- und der Strom lb zur Batterie 26 fließt. Der Strom IS und der Strom It vom Torleiter 20 vereinigen sich wieder im Verbindungspunkt 18 und fließen als Ström Iu zur Gleichspannungsquelle 10 zurück. Wird nun angenommen, daß der Gesamtstrom Ib -I- 1s von der Steuerwicklung 24 des Kryotrons 22 einmagnetisches Feld im Torleiter 20 hervorruft, das größer als die kritische Feldstärke für den Torleiter 20 ist, dann erhöht sich der Widerstand des Torleiters 20 so, daß ein größerer Anteil IS des Urstroms Iu in den den Serienresonanzkreis enthaltenden Parallelzweig fließt. Dadurch wird der Kondensator 28 - aufgeladen. Je mehr sich aber die Ladung des Kondensators 28 dem Maximalwert nähert, um so geringer wird der Strom Is. Sobald aber der Strom I, so klein wird, daß die Summe des Stromes Is+Ib kleiner als der kritische Wert des Stromes für den Torleiter 20 ist, wird der Torleiter 20 wieder supraleitend, so däß der Strom It wieder durch den Torleiter 20 fließt. Im Schwingkreis ergibt sich dabei ein Stromverlauf gemäß einer gedämpften sinusförmigen Schwingung, und zwar in der Zeit, während der der Torleiter 20 einen Widerstand darstellt. Im Zeitabschnitt jedoch, für den der Torleiter 20 einen Supraleiter darstellt, ist der Stromverlauf im Schwing- ; kreis nahezu ungedämpft und ebenfalls wieder sinusförmig. Eine Schwingungsanfachung ist deshalb möglich, weil die Leistung der Gleichspannungsquelle 10 während des Zeitintervalls, in dem der Torleiter 20 einen Widerstand darstellt, größer gehalten ; werden kann als die auftretende Verlustleistung.
  • Es läßt sich nun zeigen, daß die Energie im Resonanzkreis während des Zeitintervalls, in welchem der Torleiter 20 einen Widerstand bildet und der Schwingkreisstrom I, sowohl positiv als auch kleiner als der t Gesamtstrom Iu ist, in jedem Augenblick anwächst. Dabei wird nur die Verlustleistung des sich mit dem Torleiter ergebenden Widerstandes und auf Grund der Umladungsvorgänge im Serienschwingkreis berücksichtigt. Der Vorstrom Ib soll dabei verhindern, daß 6 der Torleiter 20 . während des negativen Teils der Schwingungsperiode einen Widerstand bildet. An dieser Stelle sei angemerkt, daß beim Entladen des Kondensators 28 der Schwingkreisstrom I, gegensinnig zum Vorstrom 1b fließt. Deshalb muß der Wert des Vorstroms Ib ausreichend hoch gewählt sein, damit die Schwingkreisströme nicht im negativen Teil der Schwingungsperiode den Torleiter 20 zum Widerstand werden lassen.
  • Andere Verlustleistungsursachen als der Widerstand des Torleiters 20, nämlich dielektrische Verluste; Schwingkreisverluste u. dgl., können zwar die Arbeitsweise der Schaltungsanordnung und die Bedingungen für die Schwingungsanfachung geringfügig verändern, trotzdem bleibt aber der Verlauf der abgegebenen Schwingungen nahezu sinusförmig, wobei die äußerst geringfügigen Abweichungen-VÖn-der Siinusförni da= durch bedingt sind, daß der Torleiter 20 während eines Teils einer Schwingung einen Widerstand darstellt und während des anderen .Teils der Schwingung widerstandslos ist.
  • Die Bedingungen zur Schwingungsanfachung und zur Aufrechterhaltung der Schwingungen lassen sich unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die zugeführte Leistung gleich oder größer sein muß als die Leistung, die durch den Widerstand Rt des Torleiters 20 verschluckt wird, wie folgt angeben: Zugeführte Leistung >__ Verlustleistung Iu It Rt 2 1t1 Rt. Wenn hierin der Wert für It positiv ist, dann ergibt sich IU>It. Wenn der Wert für 1t hingegen negativ ist, dann wird Leistung verbraucht, wenn nicht das Vorzeichen von I. geändert wird. Die Schreibweise der erforderlichen Bedingungen läßt sich vereinfachen: 1. It > 0 oder IU > Is 2. 1u ? lt oder Is > 0. Zusammenfassend ergibt sich, daß für die Schwingungsanfachung oder -aufrechterhaltung die Bedingung 0 _<_ Is < IU gilt, solange der Torleiter 20 einen Widerstand darstellt.
  • Obenstehende Bedingung gilt allerdings nur dann, wenn das Kryotron so eingerichtet ist, daß es nur dann umgeschaltet wird, wenn der Wert für I, positiv ist und wenn der Umschaltpunkt bei einem Wert für IS liegt, der kleiner ist, als der Wert für I.. Dabei muß das Vorzeichen des Vorstroms Ib während der positiven Flußrichtung des Stromes I, mit dessen Vorzeichen übereinstimmen. Außerdem muß der kritische Wert für den Strom I" nachstehend mit 1o' bezeichnet, kleiner sein als der Wert für 1u. Der kritische Wert 1J läßt sich definieren zu IC.-IC_Ib.
  • Hierin bedeutet I, den kritischen Steuerstrom für das Kryotron bei einem Vorstrom Iu-I@'. Die in den F i g. 2 und 3 gezeigten Oszillatoren verwenden je ein Kryotronpaar. Da die Schaltungsanordnungen nach F i g. 2 und 3 ähnlich sind, werden gleiche Bezugszahlen verwendet, um entsprechende Teile in beiden Schaltungen in der gleichen Weise zu bezeichnen. In der Schaltungsanordnung nach F i g. 2 ist die erste Gleichspannungsquelle 40 über einen Widerstand 41 an einen Schalter 42 angeschlossen. Die Kryotrone 50 und 52 sind mit ihren Steuerwicklungen 74 und 76 je an eine Vorstromquelle 54 und 56 angeschlossen und, wie gezeigt, in Gegentakt geschaltet, indem der Serienschwingkreis, bestehend aus dem Kondensator 58 und der Induktionsspule 60, beide Steuerwicklungen 74 und 76 miteinander verbindet. Zur symmetrischen Einspeisung der Betriebsspannung dient eine Drossel 62. die zwischen den beiden Torleitern 70 und 72 liegt und verhindert, daß Wechselstromanteile auf die Gleichspannungsquelle 40 gelangen.
  • Nach Einlegen des Schalters 42 fließt der Urstrom Iu zum Verbindungspunkt 44. Vom Verbindungspunkt 44 fließt dann der Hauptanteil des Stromes entweder durch den Torleiter 70 des Kryotrons 50 oder durch den Torleiter 72 des Kryotrons 52. Stellt so nämlich der Torleiter 72 während einer entsprechenden Betriebsphase einen Widerstand dar, dann fließt der Strom vom Verbindungspunkt 44 durch den Torleiter 70 des Kryotrons 50 zum Verbindungspunkt 80 und weiter durch die Steuerwicklung 76 des Kryotrons 52, durch die Induktionsspule 60, den Kondensator 58 und schließlich durch die Steuerwicklung 74 des Kryotrons 50 zum Verbindungspunkt 82. Die Gleichstromanteile fließen natürlich durch die Drossel 62 zur ersten Gleichspannungsquelle 40.
  • Der Strom l. am Verbindungspunkt 44 in der Schaltungsanordnung nach F i g. 2 wird abwechselnd zwischen den beiden durch die Kryotrone 50 und 52 dargestellten Parallelstrompfade hin und her geschaltet. Dies geschieht, wie oben erläutert durch den Schwingkreisstrom 1s, sowie der Kondensator 58 unter Schwingungserzeugung auf- und entladen wird. Da unter der Wirkung der Gegentaktschaltungen nach F i g. 2 und 3 symmetrisch positive und negative Halbwellen erzeugt werden, ist der Verlauf der- so erzeugten Schwingung praktisch sinusförmig.
  • Die Oszillatorschaltung nach F i g. 3 ist in ihrem Aufbau ähnlich wie die nach F i g. 2 mit der Ausnahme allerdings, daß zur Einspeisung der Betriebsgleichspannung an Stelle einer Drossel der Transformator 64 dient. Dabei besitzt die Primärwicklung 68 des Transformators 64 eine Mittenanzapfung, die mit der ersten Gleichspannungsquelle 40 verbunden ist, während die Enden der Primärwicklung je an einen Torleiter der Kryotrone 50 und 52 angeschlossen sind. Die Enden der Sekundärwicklung 66 sind in entsprechender Weise, wie gezeigt, mit den Steuerwicklungen der Kryotrone 50 und 52 verbunden. Auch mit dieser Schaltung ergibt sich eine praktisch sinusförmige Schwingung.
  • Erfindungsgemäße Oszillatoren lassen sich auch unter Anwendung von Übertragungsleitungen als frequenzbestimmende Bauelemente aufbauen. Oszillatoren dieser Art sind in den F i g. 4 und 5 gezeigt, wobei wiederum in beiden Schaltungsanordnungen gleiche Bezugszeichen für gleiche Bauelemente verwendet werden. In F i g. 4 ist eine erste Gleichspannungsquelle 100 über einen veränderbaren Widerstand 102 an einen Schalter 104 angeschlossen. Nach Einlegen des Schalters 104 fließt der Strom aus der ersten Gleichspannungsquelle 100 zum Verbindungspunkt 106. Auch hier wiederum liefert die Gleichspannungsquelle 100 im Zusammenwirken mit dem Widerstand 102 einen Strom I., der im wesentlichen konstant ist, auch wenn sich die Spannung am Torleiter 108 ändert, also urstromähnliches Verhalten aufweist. Zwischen dem Verbindungspunkt 106 und Erde liegt ein Torleiter 108 eines Kryotrons 110. Ebenso liegt zwischen dem Verbindungspunkt 106 und Erde eine Übertragungsleitung, die aus einer supraleitenden Bezugserdungsplatte 112 und einem supraleitenden Leiter 114 besteht. Die Übertragungsleitung stellt eine offene A/4-Leitung dar, an derem Eingang der Torleiter 108 des Kryotrons 110 liegt. Eine Vorstromquelle 116 liegt über einem veränderbaren Widerstand 118 an Masse, so daß der Strom über den Leiter 120 im Torleiter 108 des Kryotrons 110 ein magnetisches Feld hervorruft. Die Leitung 120 dient also als Steuerleitung für den Vorstrom des Kryotrons 110. Das Ende des Leiters 114 der Übertragungsleitung, welches über den Torleiter 108 des Kryotrons 110 verläuft, dient als Steuerwicklung für das Kryotron 110, so daß ein Strom hierdurch ein magnetisches Feld im Torleiter 108 hervorruft. Das durch die Ströme in den Leitungen 114 und 120 im Torleiter 108 verursachte magnetische Feld bestimmt, ob der Torleiter 108 einen Widerstand darstellt oder einen supraleitenden Zustand besitzt. Der Vorstrom dient hierbei lediglich dazu, den Torleiter 108 im bestimmten Zeitintervall während der entsprechenden Halbschwingung als Widerstand zu betreiben.
  • Zur Erläuterung der Betriebsweise der Schaltungsanordnungen nach F i g. 4 und 5 wird angenommen, daß zunächst im Ruhezustand der Strom I. durch den supraleitenden Torleiter 108 fließt und daß die Übertragungsleitung nicht aufgeladen ist. Entweder durch hier nicht gezeigte Vorrichtungen oder durch Verkleinerung des Widerstandes 118 wird nun ein Stromimpuls kurzzeitig auf die Leitung 120 übertragen, so daß der Torleiter 108 in seinen Widerstandsbereich gelangt. Durch die Wirkung des nun auftretenden Widerstandes entsteht eine Spannung am Eingang der Übertragungsleitung. Der hierdurch bedingte Spannungssprung breitet sich über die Übertragungsleitung aus. Mit der Spannungswelle ist aber auch eine Stromwelle verbunden, deren Amplitude hinreichend groß ist, um den Widerstand des Torleiters beizubehalten, wenn der Strom durch den Leiter 114 und den Torleiter 108 fließt, so daß der Startimpuls für den Vorstrom beendet wird, indem z. B. der ursprüngliche Wert des Widerstandes 118 wieder eingestellt wird. Der Stromimpuls wandert also zum offenen Ende der.Übertragungsleitung, wo er dann zum Eingang der Übertragungsleitung reflektiert wird. Wandert der Stromimpuls über den Teil der Übertragungsleitung, der die Funktion der Steuerwicklung übernimmt, also über dem Torleiter 108 liegt, dann wird der Torleiter 108 wieder in den supraleitenden Zustand gebracht. Es läßt sich dann ein zusätzlicher negativer Stromanteil an der Übertragungsleitung beobachten, weil die Spannung am Torleiter 108 verschwindet. Erreicht dann der Stromimpuls in der Übertragungsleitung den Torleiter 108, dann. ergibt sich hierfür ein Kurzschluß, weil ja der Torleiter 108 bereits wieder supraleitend ist, so daß dann der Strom ohne Phasenumkehr reflektiert wird. Die sich so ergebende Wellenfront, einschließlich des neugebildeten negativen Anteils, breitet sich nun wieder zum offenen Ende der Übertragungsleitung aus. Der Torleiter 108 bleibt dabei im supraleitenden Zustand, weil das magnetische Feld auf Grund des Vorstroms aus der Stromquelle 116 dem magnetischen Feld der negativen Welle auf der Übertragungsleitung im Gebiet des Torleiters 108 entgegengerichtet ist und das somit resultierende magnetische Feld kleiner als die kritische Feldstärke des Torleiters 108 ist. Die Welle wird dann wiederum am offenen Ende der Übertragungsleitung reflektiert, so daß sie sich wiederum zum noch kurzgeschlossenen Ende der Übertragungsleitung ausbreitet. Dort wird sie aber wiederum ohne Phasenumkehr reflektiert. Breitet sich jedoch diesmal die Wellenfront über den über dem Torleiter 108 liegenden Leitungsabschnitt des Leiters 114 aus, dann addieren sich die Felder, die durch den Vorstrom und den Strom in der Übertragungsletungi hervorgerufen werden, so daß dann der Torleiter 108 wiederum in den Widerstandsbereich gebracht wird. Dadurch entsteht aber ein zusätzlicher Stromanteil auf der Übertragungsleitung, der sich mit der ersten Welle ausbreitet. Der beschriebene Vorgang wiederholt sich, und die Schwingungen schaukeln sich auf, bis einer von zwei Begrenzungsfaktoren wirksam wird. Wird nämlich entweder der Strom im Torleiter 108 negativ oder stellt der Torleiter 108 während beider Halbwellen einen Widerstand dar, dann kann die Amplitude nicht mehr anwachsen, so daß sich ein eingeschwungener Zustand ergibt. Da die Ausbreitungszeit der Welle über die Übertragungsleitung ein Viertel der Periodendauer beträgt, läßt sich bei Verwendung eines Isoliermaterials mit einer relativen Dielektrizitätskonstanten von 4 ein Oszillator mit einer Schwingfrequenz von 1 Gigahertz bauen, bei dem die Länge der Übertragungsleitung 3,75 cm beträgt.
  • Folgende Daten liegen einem Oszillator zugrunde: Kryotron Torleiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Indium-4000A, 0,23 # 4,8 mm Rt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,054 S2 Vormagnetisierung ... . ...... 116 0e 1u......................... 0,28 A T/TC....................... 0,840 Verstärkung ............... 4 Übertragungsleitung ZO . ..................... 0,432 Geschwindigkeit . . . . . . . . . . . . C/2 Länge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6,85 cm Oszillator Frequenz . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,57 GHz Amplitude . . . . . . . . . . . . . . . 0,255 A kleinster Arbeitswiderstand Ina ... ............... 2S> Ausgangsleitung . . . . . . . . . . . . an Ra = 50 02; 0,49 mW an Ra = 300 S2; 0,08 MW
    Verlustleistung im Torleiter # . Iuz # Rt
    2,1 MW
    Als Substrat für das Kryotron läßt sich Glas wegen seiner hohen Wärmeabsorption nicht verwenden, so daß beim Temperaturanstieg die Betriebstemperatur ebenfalls ansteigt, und zwar auf einen Wert, der größer als 90 % des kritischen Temperaturwertes ist. Bei einer solch hohen Arbeitstemperatur jedoch, ergibt sich nur eine geringfügige oder überhaupt keine Verstärkung. Außerdem befindet sich der Torleiter bei den Betriebsstromwerten immer im Widerstandsbereich. Um diese Schwierigkeit zu umgehen, wird ein -Kryotronsubstrat verwendet, das eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzt, wie z. B. Saphir oder Aluminium.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Mit mindestens einem aus einem supraleitenden Torleiter mit ihn umgebender Steuerwicklung bestehenden Kryotron bestückter Oszillator, d adurch gekennzeichnet, daß die Steuerwicklung (24) über einen ersten Vorwiderstand (32) an einer ersten Spannungsquelle (26) liegt, deren Stromfluß kleiner als die kritische Stromstärke des supraleitenden Torleiters (2(1) ist, daß der supraleitende Torleiter (20) gleichspannungsmäßig über einen zweiten Vorwiderstand (12) an einer zweiten gleichgepolten Spannungsquelle (10) angeschlossen ist und daß ein Stromresonanzkreis (28; 30), die Steuerwicklung (24) und der Torleiter (20) zu einer geschlossenen Reihenschaltung für den Schwingkreisstrom miteinander verbunden sind.
  2. 2. Oszillator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Verzweigungspunkt (16) von Torleiter (20) und Steuerwicklung (24) zugeführte Strom ein urstromähnlicher Strom (I") ist.
  3. 3. Oszillator nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Torleiter (70, 72) über eine Drossel (62) mit Mittenanzapfung zur Einspeisung der Stromversorgung der zweiten Spannungsquelle (40) parallel zueinander liegen und daß die je einer ersten Spannungsquelle (54, 56) zugeordneten Steuerwicklungen (74, 76) an einem Ende über dem Stromresonanzkreis (58, hfl) miteinander und am anderen Ende mit den direkten, andererseits an der Drossel (62) liegenden Anschlüssen des jeweils gegenüberliegenden Tor-Leiters (70, 72) verbunden sind.
  4. 4. Oszillator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Drossel ein Transformator (64) mit Mittenanzapfung zur Einspeisung der Stromversorgung der zweiten Spannungsquelle (40) dient.
  5. 5. Oszillator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Torleiter (108) mit Steuerwicklung verbindender Stromresonanzkreis eine (n -,Z)/4-Leitung (112, 114) dient.
  6. 6. Oszillator nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Anwendung einer Parallel-Kryotron-Schaltung (F i g. 5).
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1591122B1 (de) * 1966-03-24 1971-05-19 Ford Motor Co Elektrisches schaltungs bauteil mit einem supraleiter bauelex ment
WO2004079893A3 (en) * 2003-03-03 2004-10-21 Leuven K U Res & Dev Generation of electric oscillations by continuous, supercooled superconductors with an applied voltage

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