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Schaltungsanordnung zum Erzeugen von zyklisch wiederkehrenden Zeichen
bestimmter Wiederholungsfrequenz in Feriunelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Erzeugen von zyklisch
wiederkehrenden Zeichen bestimmter Wiederholungsfrequenz mittels eines langsamen
und eines schnellen Grundtaktes in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen,
bei denen jeder Impuls des langsamen Grundtaktes erst in der vor einem Impuls des
schnellen Grundtaktes liegenden Impulspause beginnt und noch in der unmittelbar
auf diesen Impuls folgenden Impulspause endet.
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In Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, werden
zyklisch wiederkehrende Zeichen bestimmter Wiederholungsfrequenz für die zeitliche
Überwachung bestimmter Vorgänge, z. B. für Einschalte- bzw. Abschaltebegrenzungen
(Anschaltezeitbegrenzung zentraler Aggregate, Zeitüberwachung für Alarme, Wiederanrufe,
Weiterrufe oder Zeitsperren), benötigt.
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Es sind bereits Schaltungsanordnungen bekannt, bei denen die Zeitbegrenzung
bestimmter Vorgänge durch einer Einrichtung zugeordnete Zeitschaltmittel erreicht
wird. Diese Zeitschaltmittel sind entweder temperaturabhängig, spannungsabhängig
oder stromabhängig. Als Zeitschaltmittel werden Thermorelais, über Heißleiter gesteuerte
Relais, Relais-Kondensatorschaltungen, Relais mit Kupferdämpfung oder Dämpferwicklungen
usw. verwendet.
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Auch sind mechanische und elektronische Zeittaktgeber bekannt, die
nur eine begrenzte Anzahl von Takten bestimmter Wiederholungsfrequenzen von z. B.
1/1 Sekunde und 1/s Sekunde für die Steuerung von Hörzeichen und Lampen geben. Diese
Einrichtungen können zusätzliche, langsame Takte mit einer Wiederholungsfrequenz
von z. B. 1/3o Sekunde nicht ohne wesentlichen Mehraufwand liefern.
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Aufgabe der Erfindung ist es, mit einfachen Mitteln mittels einer
Grundtakte verschiedener Wiederholungsfrequenz liefernden, zentralen Einrichtung
ohne die Anwendung von Kondensatoren, Heißleitern, Kupferdämpfungen usw. Zeichen
zu erzeugen, die bestimmte Einschalte- bzw. Abschaltebegrenzungen für Schaltmittel
in verschiedenen, auch leitungsindividuellen Einrichtungen ermöglichen.
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Die wird nach der Erfindung- dadurch erreicht, daß ein von einem langsamen
Grundtakt steuerbares Schaltmittel einen schnellen Grundtakt an den Steuereingang
eines weiteren Schaltmittels anlegt, das seinerseits auch den langsamen Grundtakt
an seinen Steuereingang anlegt, und daß das weitere Schaltmittel während seiner
Wirksamkeit jeden durch den langsamen Grundtakt auf einen ersten Ausgang gegebenen
Impuls unterbricht und gleichzeitig den schnellen Grundtakt an einen zweiten Ausgang
anlegt.
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Durch die Schaltungsanordnung nach der Erfindung wird unter Ausnutzung
der von einer bereits vorhandenen zentralen Einrichtung gelieferten Grundtakte,
z. B. von einer elektronischen Taktgebereinrichtung in einer Fernmeldeanlage oder
einer Ruf- und Signalmaschine in einer Fernsprechanlage, unter Zuhilfenahme von
wenigen zentral angeordneten Schaltmitteln eine Einrichtung geschaffen, die an zwei
verschiedenen Ausgängen zeitlich gegeneinander versetzte Zeichen gleicher bestimmter
Wiederholungsfrequenz liefert, welche in einfacher Weise für die zeitliche Überwachung
von Steuervorgängen in den genannten Anlagen verwendet werden können.
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Da diese Zeitüberwachungen für Steuervorgänge nicht nur einer konstanten
Zeitdauer gebraucht werden, besteht die Aufgabe, einmal zur Zeitüberwachung erzeugte
Zeichen dahingehend zu steuern, daß in einfacher Weise auch Zeitüberwachungen verschiedener
Zeitdauer ermöglicht werden.
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Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird dies dadurch erreicht,
daß ein weiterer langsamer Grundtakt, dessen Impulse mit der gleichen Wiederholungsfrequenz
wie die Impulse des ersten langsamen Grundtaktes jeweils in den Impulspausen zwischen
dessen Impulsen auftreten, in an sich bekannter Weise über Steuerschaltmittel eine
Impulsversetzungsschaltung steuert und daß diese Impulsversetzungsschaltung den
ersten Ausgang und den zweiten Ausgang periodisch und mit einer gegenüber der Wiederholungsfrequenz
der an diesen Ausgängen auftretenden Zeichen geringerer Wiederholungsfrequenz wiederkehrend
mit weiteren Ausgängen verbindet.
Der Vorteil der weiteren Ausbildung
der Erfindung liegt darin, daß die ursprünglich erzeugten Zeichen zur Zeitüberwachung
mittels einer in bekannter Weise als endlos umlaufende Zählkette aufgebauten und
von einem ebenfalls schon vorhandenen, von der zentralen Einrichtung gelieferten
Grundtakt gesteuerten Impulsversetzungsschaltung derart in einfacher Weise gesteuert
werden, daß an weiteren, den ursprünglich erwähnten Ausgängen zugeordneten Ausgängen
Zeichen mit gegenüber der Wiederholungsfrequenz der ursprünglichen Zeichen geringeren
Wiederholungsfrequenzen auftreten, so daß z. B. nicht nur eine 5-Sekunden-Überwachung,
sondern auch eine 10-Sekunden-Überwachung, 15-Sekunden-Überwachung oder 30-Sekunden-Überwachung
möglich ist.
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Durch die einfache Erzeugung beliebiger Zeittakte können in einfacher
Weise die in einer Anlage vorher festgesetzten Einschalte- bzw. Ausschaltezeiten
von Schaltmitteln unabhängig von beispielsweise in bekannten Einrichtungen vorhandenen
Zeitschaltmitteln, welche durch die angewendete Technik bedingte Streuwerte aufweisen,
gemacht werden. Bei einer derartigen Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist
gewährleistet, daß die vorgeschriebenen Zeiten jeweils für die im gleichen Takt
gesteuerten Schaltmittel gleich sind. Außerdem können bei einer derartigen Schaltungsanordnung
Relais verwendet werden, die nach einer einheitlichen Bauvorschrift hergestellt
worden sind, da die sonst üblichen, für definierte Einschalte- bzw. Ausschaltezeiten
notwendigen individuellen Zusatzeinrichtungen hier nicht notwendig sind. Dies bedeutet
eine erhöhte Wirtschaftlichkeit in der Relaisfertigung, da die Anzahl der normalerweise
zu fertigenden unterschiedlichen Relaistypen beschränkt wird. Diese Anordnung läßt
sich anwenden für die Einschaltezeitbegrenzung zentraler Aggregate, die Zeitüberwachung
für Alarme, Wiederanrufe, Weiterrufe oder Zeitsperren.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit den
für das Verständnis wichtigen Einzelheiten dargestellt.
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F i g. 1 zeigt die Schaltmittel für die Erzeugung des für die zeitliche
Überwachung verschiedener, bestimmter Zeitdauer notwendigen Zeichen; F i g. 2 zeigt
Zeitdiagramme für die Erläuterung der einzelnen Schaltvorgänge nach F i g. 1; F
i g. 3 zeigt zwei spezielle Anwendungsbeispiele; F i g. 4 erläutert die Arbeitsweise
der Impulsversetzungsschaltung.
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Eine nicht dargestellte Zeitschalteinrichtung ZS (F i g. 1) liefert
drei Grundtakte, welche die Schaltungsanordnung nach der Erfindung steuern.
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Der Grundtakt GT 1 ist im Diagramm 1 in F i g. 2 dargestellt, und
er liegt am Eingang 1 in F i g. 1 an. Dieser Grundtakt GTI hat eine Wiederholungsfrequenz
von 1/1 Sekunde und ein Impulspausenverhältnis von 1:1, d. h., sowohl der Impuls
als auch die Pause des Grundtaktes GT1 ist jeweils 500 ms lang. Die Amplitude dieses
Grundtaktes wechselt zwischen einem positiven (-I-) und einem negativen Potential
(-), während ein Bezugspotential (Null-Potential) in der Mitte zwischen diesen beiden
Potentialen liegt.
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Der Grundtakt GT 2 a ist in F i g. 2 im Diagramm 2 a dargestellt
und liegt in F i g. 1 am Punkt 2 a an. Der Grundtakt GT 2 b ist in
F i g. 2 im Diagramm 2 b dargestellt und liegt in F i g. 1 am Punkt 2 b an. Diese
Grundtakte GT 2 a und GT 2 b haben eine gegenüber der Wiederholungsfrequenz
des Grundtaktes GTI untersetzte Wiederholungsfrequenz von 1/s Sekunde und
ein Impulspausenverhältnis von 1: 4, d. h., die Impulse dieser Grundtakte haben
eine Dauer von einer Sekunde und die Pausen eine Dauer von 4 Sekunden, die Periodendauer
ist demnach 5 Sekunden. Die Amplituden dieser Grundtakte wechseln zwischen dem positiven
Potential (-I-) und dem Bezugspotential (Null-Potential).
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Für ein einwandfreies Arbeiten der in F i g. 1 dargestellten Schaltungsanordnung
nach der Erfindung ist es erforderlich, daß jeder Impuls des Grundtaktes GT
2 a erst in der vor einem Impuls des Grundtaktes GTI liegenden Impulspause
beginnt und noch in der unmittelbar auf diesen Impuls folgenden Impulspause endet
und daß sich die Impulse des Grundtaktes GT 2 b, welche mit der gleichen
Wiederholungsfrequenz wie die Impulse des Grundtaktes GT 2 a auftreten, jeweils
in den Impulspausen zwischen den Impulsen des Grundtaktes GT 2 a befinden.
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Im folgenden wird an Hand von F i g. 1 und 2 die Erzeugung zweier
zusammengehöriger Zeichen, die an verschiedenen Ausgängen (8, 10) der Schaltungsanordnung
zur Verfügung stehen, die die gleiche Wiederholungsfrequenz wie die Grundtakte GT2a
und GT 2 b haben und die als Einschalte- bzw. Ausschaltezeichen verwendet
werden können, beschrieben.
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Durch den Grundtakt GT 2 a wird das Relais J periodisch für
die Dauer von einer Sekunde eingeschaltet und für die Dauer von 4 Sekunden wieder
ausgeschaltet. Dabei ist die Wicklung des Relais J so ausgelegt, daß es bei Anliegen
von Null-Potential am Eingang 2 a noch nicht anspricht. Positives Potential (-I-)
an diesem Eingang schaltet das Relais J ein. Das Ein- und Ausschalten des Relais
J ist im Zeitdiagramm 3 der F i g. 2 dargestellt. Mittels des Kontakts
31 wird der Einschaltestromkreis des Relatis Z vorbereitet. Die Wicklung
des Relais Z genügt der gleichen Bedingung wie die Wicklung des Relais J, d. h.,
Relais Z wird erst beim Anlegen von positivem Potential (+) am Eingang 1 eingeschaltet.
Das Relais Z wird also mit dem nächstfolgenden, positiven Impuls des Grundtaktes
GT 1 eingeschaltet und legt mittels seines Kontakts 6z über den Gleichrichter
G 1 auch den Grundtakt GT 2 a an seinen Steuereingang. Dadurch wird das Relais
Z bis zum Ende des Impulses des Grundtaktes GT 2 a gehalten, was im Zeitdiagramm
4 der F i g. 2 dargestellt ist. Der Einschaltestromkreis des Relais Z wird also
von dem Grundtakt GTI über den Eingang 1 und der Haltestromkreis von dem Grundtakt
GT2a über den Eingang 2 a gesteuert.
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Über den Ruhekontakt 7z liegt der Grundtakt GT 2 a am Ausgang
8 an. Der Impuls dieses Grundtaktes wird mit Einschalten des Relais Z durch Öffnen
des Kontakts 7z unterbrochen, während gleichzeitig durch Schließen des Kontakts
9z am Ausgang 10 der Grundtakt GT1 angeschaltet wird (s. die Zeitdiagramme 8 und
10 der F i g. 2).
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An den Ausgängen 8 und 10 erscheinen somit Zeichen gleicher Wiederholungsfrequenz,
welche zeitlich so gegeneinander verschoben sind, daß sie sich zeitlich nicht überlappen.
Die Zeichen des Diagramms 8 entstehen immer dann aus den Impulsen des Grundtaktes
GT 2a, wenn das Relais J eingeschaltet, aber das Relais Z noch nicht eingeschaltet
ist.
Die bipolaren Zeichen des Diagramms 10 entstehen immer dann
aus dem Grundtakt GT 1, wenn die Relais J und Z eingeschaltet sind. Für die
weiteren überlegungen ist nur der negative, im Zeitdiagramm 10 erscheinende Impuls
interessant; deshalb ist der positive Teil des bipolaren Zeichens nur gestrichelt
angedeutet.
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Aus den Diagrammen 1, 2a, 8 und 10 ist zu ersehen, daß günstigerweise
die Periodendauer des Grundtaktes GTI etwa gleich der Länge des positiven
Impulses (1 Sekunde) des Grundtaktes GT2a, hier im Beispiel also etwa 1 Sekunde
ist und daß der positive Impuls des Grundtaktes GT 1 zeitlich etwa in der
Mitte des positiven Impulses des Grundtaktes GT 2 a liegt, damit die im Diagramm
8 dargestellten positiven Zeichen und die im Diagramm 10 dargestellten negativen
Zeichen, die für die Auslösung von Steuervorgängen, wie später noch beschrieben
wird, verwendet werden können, etwa gleich lang sind, um somit beispielsweise für
das Einschalten von Relais eine genügend lange Stromflußzeit zu haben. Die Länge
dieser Zeichen beträgt in diesem Beispiel etwa ein Viertel der Periodendauer des
Grundtaktes GT 1, also etwa 250 ms.
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Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß am Ausgang 8 im 5-Sekunden-Rhythmus
ein sogenannter Anfangsimpuls und am Ausgang 10 ein sogenannter Endimpuls angelegt
wird. Der Anfangsimpuls tritt immer am Anfang und der Endimpuls tritt immer am Ende
eines Impulses des Grundtaktes GT 2 a auf. Es sei hierbei bemerkt, daß der
sogenannte Endimpuls, welcher mit 5"A bezeichnet und im Zeitdiagramm 10 der
F i g. 2 dargestellt ist, für die Einschaltung von Relais, d. h. für den Anfang
eines Steuervorganges, und der Anfangsimpuls, welcher mit 5"E bezeichnet und im
Zeitdiagramm 8 der F i g. 2 dargestellt ist, für die Ausschaltung von Relais, d.
h. für das Ende eines Stromvorgangs, verwendet wird. Dies ist aber nachstehend noch
näher erläutert.
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Mit diesen an den Ausgängen 8 und 10 erscheinenden Zeichen läßt sich
also die Überwachung eines Steuervorgangs für die Zeit von etwa 5 Sekunden bewerkstelligen.
Soll aber auch eine Zeitüberwachung von beispielsweise 10, 15 oder 30 Sekunden ermöglicht
werden, so sieht die Erfindung einen einfachen Weg vor, bei dem die Wiederholungsfrequenz
der an den Ausgängen 8 und 10 erscheinenden Zeichen untersetzt wird, indem je nach
Wunsch aus den Impulsfolgen 5"E und 5"A bestimmte Zeichen ausgeblendet werden, damit
an anderen Ausgängen der Schaltungsanordnung Zeichen entstehen, die sich zum Beispiel
nach einer Periodendauer von 10, 15 oder 30 Sekunden wiederholen. Diese Vorgänge
sind nun beschrieben.
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Mit der Einschaltung der Untersetzungseinrichtung durch Schließen
des Kontakts 11 an wird unter anderem die durch die Relais T 1 und
T 2 gebildete Takteinrichtung angelassen. Mittels des Kontakts 121h wird
diese Takteinrichtung von dem Grundtakt GT 2 b, welcher im Zeitdiagramm
2 b der F i g. 4 dargestellt, an dem Eingang 2 b der F i g. 1 angeschaltet
ist und das Relais JH für die Dauer von einer Sekunde ein- und für die Dauer von
4 Sekunden ausschaltet, gesteuert. Aus den Zeitdiagrammen T 1 und
T 2 der F i g. 4 geht hervor, daß das Relais T1 jeweils von der Anstiegsflanke
des Grundtaktes GT 2 b und daß das Relais T2 von der Abstiegsflanke des Grundtaktes
GT 2 b ein- bzw. ausgeschaltet -wird. Dabei muß die Wicklung des Relais
JH wiederum der Bedingung genügen, daß das Relais JH nur beim Anlegen
von positivem Potential (-I-) am Eingang 2 b eingeschaltet wird.
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Die Steuerung der Relais T 1 und T 2 sei im folgenden
kurz beschrieben. Über den Kontakt 12 ih
wird nach Schließen des Kontakts
11 an über den Gleichrichter G2 und den nicht betätigten Kontakt 13t2
das Relais T 1 eingeschaltet. Das Relais T 1 bleibt auch nach der Ausschaltung
des Relais JH über die Kontakte 12 ih (in die Ruhelage zurückgekehrt)
und 14t1 (in Arbeitslage) sowie über den Gleichrichter G3 eingeschaltet. Parallel
zu diesem Haltestromkreis des Relais T1 wird über den Gleichrichter G8 auch das
Relais T2 eingeschaltet. Nach Betätigen des Kontakts 13t2 und bei der erneuten Einschaltung
des Relais JH wird durch in die Arbeitslageführen des Kontakts
12 ih der zuvor genannte Haltestromkreis für das Relais T 1 aufgetrennt,
und das Relais T1 wird somit nach 5 Sekunden ausgeschaltet. Das Relais T2 wird aber
nach Rückkehren des Kontakts 14t1 in seine Ruhelage während des Wirksamseins des
Relais JH über die Kontakte 12 ih
(in Arbeitslage) und 13 t2 (in Arbeitslage)
gehalten. Die Ausschaltung des Relais T2 erfolgt mit der Ausschaltung des Relais
JH. Mit dem nächsten Impuls des Grundtaktes GT 2 b wird wiederum Relais
T 1
über die Kontakte 11 an (in Arbeitslage), 12 ih (in Arbeitslage)
und 13 t2 (in Ruhelage) und den Gleichrichter G2 eingeschaltet. Diese Vorgänge der
Ein-und Ausschaltung der Relais T 1 und T 2 werden ständig wiederholt.
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Mittels der Kontakte 17t1 und 19t2 werden die Relais A bis F, welche
mit dem Startrelais R eine in bekannter Weise aufgebaute, endlos umlaufende Zählkette
bilden und als Impulsversetzungsschaltung wirken, gesteuert, was in den Zeitdiagrammen
A bis F der F i g. 4 dargestellt ist und nun in Kürze beschrieben werden soll. Durch
Kontakte dieser Relais A bis F, die also nacheinander für eine bestimmte Zeit eingeschaltet
werden, werden die Ausgänge 8 und 10 derart mit anderen Ausgängen verbunden, daß
an diesen anderen Ausgängen Zeichen mit untersetzten Wiederholungsfrequenzen erscheinen.
Mittels dieser Schaltungsanordnung werden die an den Ausgängen 8 und 10 erzeugten
Zeichen beispielsweise derart gesteuert, daß sie an den Ausgängen 24 und 25 nur
jedes zweite Mal (10-Sekunden-Überwachung), an den Ausgängen 31 und 32 nur jedes
dritte Mal (15-Sekunden-überwachung) und an den Ausgängen 42 und 44 nur jedes sechste.
Mal (30-Sekunden-überwachung) erscheinen.
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Bei der ersten Einschaltung des Relais T1 erfolgt über die Kontakte
15 an, 16Y und 17t1 die Einschaltung des Relais A zu Anfang des Grundtaktes
GT 2 b. Nach der Einschaltung des Relais T 2 wird das Relais
A über die Kontakte 18a und 19t2 gehalten. Das Relais R wird
durch Schließen des Kontakts 19t2 ebenfalls eingeschaltet und über den Kontakt 28r
gehalten. Das Relais T1 wird, wie vorstehend beschrieben ist, nach 5 Sekunden, d.
h. nach der erneuten Einschaltung des Relais JH, ausgeschaltet. Zu diesem
Zeitpunkt wird das Relais B über den Kontakt 20 a (in Arbeitslage) und den in die
Ruhelage zurückgekehrten Kontakt 17t1 eingeschaltet. Für das Relais B wird nach
der Ausschaltung der Relais T2 und A ein Haltestromkreis über die Kontakte 21 b
und 19 t2 gebildet. Der Haltestromkreis
für das Relais A wird durch
in die Ruhelageführen des Kontakts 19 t2 nämlich aufgetrennt, und Relais A wird
somit ausgeschaltet, da der Kontakt 16r in Arbeitslage ist.
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Es besteht jetzt dieser Zustand: Relais T l, T2, A
ausgeschaltet
und Relais B eingeschaltet. Bei Auftreten des nächsten Impulses des Grundtaktes
GT 2 b
wird Relais T 1 wiederum eingeschaltet und nach einer Sekunde auch
das Relais T2. Für das Relais C kommt daher über die Kontakte 15 an, 26b
und 17t1 ein Einschaltestromkreis zustande. Das Relais C wird nach der Ausschaltung
des Relais B über die betätigten Kontakte 27 c und 19 t 2 gehalten. Da sich nämlich
der Kontakt 19t2 nun in der Arbeitslage befindet, wird der Haltestromkreis für das
Relais B aufgetrennt, und das Relais B wird ausgeschaltet.
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Diese Schaltvorgänge sind an Hand der Zeitdiagramme.2b,
T 1, T 2, A und B der F i g. 4 leicht zu verfolgen. In gleicher Weise
wie das Relais B nach dem Relais A für eine gewisse Dauer und das Relais C nach
dem Relais B für eine gewisse Dauer eingeschaltet werden, werden auch die Relais
D, E und F nacheinander für die gleiche gewisse Zeitdauer eingeschaltet. Dies ist
in den Zeitdiagrammen C, D, E und F der F i g. 4 dargestellt. Jedes der die
endlose umlaufende Zählkette bildenden Relais A bis F ist für die Zeitdauer von
6 Sekunden eingeschaltet, während ein Relais immer 5 Sekunden später eingeschaltet
wird wie das vor ihm liegende. Nach 6 - 5 = 30 Sekunden wiederholen sich diese Vorgänge.
An dem Zeitdiagramm A der F i g. 4 ist dies zu beobachten. Nach 30 Sekunden wird
Relais A wiederum für die Dauer von 6 Sekunden eingeschaltet.
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Aus den Diagrammen 2a, 8, 10, 42 und 44 der F i g. 4 ist nun zu ersehen,
wie beispielsweise der am Ausgang 8 erscheinende Anfangsimpuls mit einer Wiederholungsfrequenz
von 1/s Sekunde mittels des Kontakts 41f derart gesteuert wird, daß am Ausgang 42
ein Anfangsimpuls nur alle 30 Sekunden erscheint und somit eine Wiederholungsfrequenz
von 1/3o Sekunde hat. Entsprechendes gilt für die Ausgänge 10 und 44 für den Endimpuls.
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Es ist aus dem Gesagten zu entnehmen, daß die Impulse des in dem Zeitdiagramm
2 b dargestellten Grundtaktes GT 2 b jeweils in den Impulspausen zwischen
den Impulsen des in dem Zeitdiagramm 2a dargestellten Grundtaktes GT 2 a
liegen müssen, da im anderen Fall ein einwandfreies Arbeiten der Schaltungsanordnung
nicht gewährleistet ist. Würden die Impulse beider erwähnten Grundtakte zeitlich
übereinanderliegen, so würden z. B. am Ausgang 42 während der Zeit von 30 Sekunden
zwei Anfangsimpulse erscheinen, und zwar zu Beginn des Wirksamseins des Relais F.
In den Zeitdiagrammen 42 und 44 der F i g. 4 ist dies durch gestrichelte Impulse
angedeutet. Eine überlappung der Impulse dieser beiden Grundtakte darf auch nicht
auftreten, da beispielsweise ein positiver Anfangsimpuls am Ausgang 42 entstehen
könnte, während der zu diesem Impuls zugehörige negative Endimpuls nicht auftreten
würde.
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Das gleiche gilt für die Zeit des Wirksamseins der übrigen fünf Relais
der Impulsversetzungsschaltung. Die Zeichen an den Ausgängen 24 und 25 mit einer
Wiederholungsfrequenz von 1/1o Sekunde oder einer Periodendauer von 10 Sekunden
entstehen dadurch, daß auf diese Ausgänge die Relais B, D und F mittels der Kontakte
23 b, 34 d, 41 f bzw. 22 b, 35 d,
431 jeweils im Abstand von 10 Sekunden die
an den Ausgängen 8 bzw. 10 liegenden Zeichen anschalten. Dies kann man an Hand der
Zeitdiagramme B, D,
und F der F i g. 4 verfolgen.
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An den Ausgängen 31 bzw. 32 entstehen Zeichen mit einer Wiederholungsfrequenz
mit 1/1s Sekunde bzw. einer Periodendauer von 15 Sekunden dadurch, daß an diese
Punkte die Relais C und F mittels der Kontakte 29 c, 41 f bzw. 30 c, 43 f
die an den Ausgängen 8 bzw. 10 anliegenden Zeichen in einem Abstand von 15 Sekunden
anschalten. Dies geht aus den Zeitdiagrammen C und F der F i g. 4 hervor: Das Relais
F wird immer 15 Sekunden nach dem Relais C für 6 Sekunden eingeschaltet.
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Durch sechs Relais A bis F wird der Grundtakt GT2a maximal mit einer
sechsfachen Periodendauer als Anfangs- und Endimpuls geliefert. Jedes Relais der
Impulsversetzungsschaltung wird alle 6 - 5 = 30 Sekunden eingeschaltet. Dies bedeutet
also beispielsweise bei n Relais Anfangs- und Endimpulse mit einer maximalen Periodendauer
von 6 - n Sekunden.
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Durch die vorstehend beschriebenen, an den Ausgängen 8, 10, 24, 25,
31, 32, 42 und 44 angeschalteten Zeichen können an diese Punkte angeschaltete Relais
für bestimmte Zeiten ein- bzw. nach bestimmten Zeiten ausgeschaltet werden. Die
Einschaltung der Relais erfolgt beispielsweise durch die negativen Endimpulse und
die Ausschaltung jeweils durch die positiven Anfangsimpulse.
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Eine nicht dargestellte Einrichtung werde z. B. zu dem Zeitpunkt 45,
wie in dem Zeitdiagramm 5 der F i g. 2 dargestellt ist, belegt. Ein Relais dieser
Einrichtung kann über den Ausgang 10 mit dem negativen, im Zeitdiagramm 10 dargestellten
Zeichen zum Zeitpunkt 46 (Zeitdiagramm 6 in F i g. 2) eingeschaltet werden. Die
positiven Impulse der im Zeitdiagramm 10 dargestellten Zeichen werden beispielsweise
durch einen entsprechend geschalteten Gleichrichter unwirksam gemacht. Dieses Relais
wird dann über den Ausgang 8 mit den positiven, im Zeitdiagramm 8 der F i g. 2 dargestellten
Zeichen, welche beispielsweise den Haltestromkreis dieses Relais steuern können,
zum Zeitpunkt 47 ausgeschaltet. In diesem Fall werden das Einschaltezeichen und
das Ausschaltezeichen also in einem Abstand von ungefähr 5 Sekunden geliefert (die
genaue Einschaltezeit des Relais ist in diesem Beispiel 4,25 Sekunden, wie sich
leicht aus den Diagrammen 8 und 10 der F i g. 2 ablesen läßt). Erfolgt die Einschaltung
des Relais über den Ausgang 44 und die Ausschaltung über den Ausgang 42, so ist
das Relais etwa für die Zeit von 30 Sekunden eingeschaltet.
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Die Anordnung der Relais A bis F kann beliebig erweitert werden. Hierdurch
kann also mit geringem Aufwand, nur ein Relais pro Takt, eine beliebige Vervielfachung
der Periodendauer eines Grundtaktes erfolgen. An Stelle des hier gewählten Grundtaktes
mit einer Periodendauer von 5 Sekunden kann durch entsprechende Änderung des Grundtaktes
ein beliebiger anderer Takt untersetzt werden. Somit lassen sich nur durch die Änderung
der Periodendauer der Grundtakte beliebig variable Überwachungszeiten erzeugen.
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Die vorliegende Anordnung hat den Vorteil, daß beliebige Einschalte-
und Ausschaltezeiten durch die vorstehend beschriebene Anordnung erzeugt werden,
so daß das Vorsehen von besonderen Zeitschalteinrichtungen pro Relais, beispielsweise
von auf Relais
geschalteten Kurzschlußwicklungen, Kupferdämpfungen,
parallelgeschalteten Kondensatoren, Heißleitern, Thermorelais vermieden werden.
Es kann dadurch die Anlage mit Relais ausgestattet werden, welche einheitlich nach
gleichen Vorschriften gefertigt werden. Es können dadurch beispielsweise die Relaisstreifen
für beliebige Verzögerungsschaltungen angewendet werden. Außerdem wird in der Anlage
durch diese Zeitschalteinrichtung verhindert, daß Streuwerte infolge Ungenauigkeiten
durch Streuung der Lade- bzw. Entladeströme von Kondensatoren bzw. Heißleitern vermieden
werden.
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In F i g. 3 sind zwei Anwendungsbeispiele gezeigt. über den Kontakt
46 ue wird bei der Anschaltung eines Wahlspeichers WS an eine übertragung
U1 über den Speicherkoppler SpK das Belegungsrelais D
eingeschaltet. Der Kontakt
47d bereitet eine aus den Relais N, A und TR gebildete Zeitüberwachungseinrichtung
durch die Vorbereitung des Einschaltestrornkreises des Relais NA vor. Dabei ist
die Wicklung des Relais NA so ausgelegt, daß es erst beim Anliegen von negativem
Potential (-) an seinem Steuereingang 10 eingeschaltet wird. Mit dem auf das Schließen
des Kontakts 47 d folgenden, negativen, an dem Ausgang 10 der F i g. 1 erscheinenden
Einschalteimpuls wird Relais NA eingeschaltet, welches in nicht dargestellter
Weise über einen Selbsthaltestromkreis gehalten wird und mittels des Kontakts 48
na den Einschaltestromkreis für das Relais TR vorbereitet. Die Wicklung des Relais
TR ist so ausgelegt, daß es erst beim Anliegen von positivem Potential (-I-) an
dem Eingang 8 eingeschaltet wird; das Relais TR wird damit also etwa 5 Sekunden
nach Einschalten des Relais NA beim Erscheinen des nächsten, auf das Schließen
des Kontakts 48 na folgenden, am Ausgang 8 der F i g. 1 erscheinenden Anfangsimpulses
eingeschaltet. Das Relais TR veranlaßt so nach etwa 5 Sekunden die Freigabe des
Wahlspeichers. Der Haltestromkreis des Relais NA
wird nach Freigabe des Wahlspeichers
durch Einschalten eines nicht dargestellten Relais TA mittels des Kontakts
ta aufgetrennt.
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Im weiteren Anwendungsbeispiel der F i g. 3 wird ein Relais H durch
den Kontakt 491c vorbereitend an den Ausgang 44 der F i g. 1 angeschaltet. Die Wicklung
des Relais H ist dabei so ausgelegt, daß es erst beim Anlegen von negativem Potential
(-) am Eingang 44 eingeschaltet wird. Mit dem nächstfolgenden, am Ausgang 44 der
F i g. 1, der mit dem Eingang 44 der F i g. 3 verbunden sein soll, erscheinenden
negativen Endimpuls wird das Relais H eingeschaltet und über die Kontakte
50h und 51m gehalten. Der Kontakt 52h bereitet die Einschaltung
des Relais M vor. Die Wicklung des Relais M ist dabei so ausgelegt, daß es erst
beim Anlegen von positivem Potential (-I-) am Punkt 42 eingeschaltet wird. Das Relais
M wird etwa 30 Sekunden nach dem Relais H eingeschaltet und unterbricht mit dem
Kontakt 51m den Stromkreis für das Relais H. Däs Relais kann damit Schaltvorgänge
für etwa 30 Sekunden überwachen.
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Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist auch dann, wenn in
den Einrichtungen an Stelle von Relais Bauteile verwendet werden, welche die gleichen
Funktionen erfüllen wie die Relais, beispielsweise anwendbar für Anschaltezeitbegrenzungen
zentraler Einrichtungen, Zeitüberwachung für Alarme, Wiederanrufe, Weiterrufeinleitung
oder zeitabhängige Sperrschaltungen.