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Vorrichtung zum Fördern halbzylindrischer Stereotypieplatten aus der
Abtrennvorrichtung für Angüsse einer Plattenbearbeitungsmaschine Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Fördern halbzylindrischer Stereotypieplatten aus der Abtrennvorrichtung
für Angüsse einer Plattenbearbeitungsm aschine, mit einem rotierenden Messerträger,
der ein Trennmesser zur Abtrennung des Angusses der Platte trägt, und mit einem
hin und her beweglichen Schlitten, der einen federbelasteten, schwenkbaren Anschlag
trägt, der das hintere Ende einer Platte zur Entfernung derselben aus der Abtrennvorrichtung
erfaßt.
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Die gegossene Platte wird gewöhnlich mittels eines Förderarms in eine
Einrichtung gefördert, wo der Anguß von der Platte abgetrennt und die Schnittkante
der Platten abgeschrägt wird, so daß sie auf dem Druckzylinder angebracht werden
kann. Nach Abtrennung des Angusses der Platte ist es nötig, die Platte aus der Abtrennvorrichtung
in eine Fräsanlage zu fördern, in welcher Einschnitte auf deren Unterseite gefräst
werden können, so daß die Platte mittels Festhalteklammern auf dem Druckzylinder
befestigt werden kann.
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Es ist bereits bekannt, zur Förderung der heißen Platte aus der Abtrennvorrichtung
zur Fräsanlage selbsttätig arbeitende Fördervorrichtungen vorzusehen (österreichische
Patentschrift 82 639). In der bekannten Anordnung werden für den Transport der Platte
hin und her bewegliche Schlitten verwendet, die mit Fingern bzw. Mitnehmern zum
Erfassen der Platte ausgestattet sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Betriebssicherheit einer
derartigen Anlage zu erhöhen, indem eine unbeabsichtigte Förderung einer Platte
mittels der federbelasteten Anschläge in die Abtrennvorrichtung zu einer Zeit, in
der bereits eine Platte dort bearbeitet wird, von vornherein ausgeschaltet wird.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Schlitten an der
dem Trennmesser gegenüberliegenden Umfangsfläche eines zentrisch zu den Stereotypieplatten
angeordneten Messerträgers geführt ist und dessen Antrieb innerhalb des Messerträgers
vorgesehen ist.
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In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine teilweise geschnittene Vorderansicht einer Plattengieß-
und Bearbeitungsmaschine, in welcher die erfindungsgemäße Fördervorrichtung enthalten
ist, F i g. 2 einen vergrößerten Schnitt durch die in F i g. 1 dargestellte Maschine,
welcher die Fördervorrichtung darstellt, F i g. 3 einen der F i g. 2 ähnlichen Schnitt,
welcher das Austrittsende der Abtrennvorrichtung zeigt, F i g. 4 eine Teildraufsicht
auf die in den F i g. 2 und 3 dargestellte Abtrennvorrichtung gemäß der Linie 4-4,
F i g. 5 einen vergrößerten Querschnitt durch den in F i g. 2 dargestellten Förderarm
gemäß der Linie 5-5, F i g. 6 eine vergrößerte Endansicht der in F i g. 3 dargestellten
Differentialgetriebe-Anordnung gemäß der Linie 6-6, F i g. 7 einen vergrößerten
seitlichen Schnitt durch den Abtrennbogen und einen Teil der Antriebseinrichtung
für den Förderarm und F i g. 8 einen Teilquerschnitt durch F i g. 7 gemäß der Linie
8-8.
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Die Plattengieß- und Bearbeitungsmaschine 1 weist gemäß F i
g. 1 eine Gießanlage 200, eine Anguß-Abtrennvorrichtung 300, eine Auswurfanlage
500, eine Fräsanlage 600 und eine Kühlanlage 700 auf. ' In den F i g. 2 und 3 ist
ein Abtrennbogen 301 gezeigt, welcher geeignete Einrichtungen zum Abtrennen
eines Angusses T von einer Gußplatte P neben der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung
zur Förderung der Gußplatte aus dem Abtrennbogen heraus aufweist. Eine Gußplatte
wird mittels eines geeigneten;
nicht dargestellten Platten-Schieberarmes
in den Abtrennbogen geschoben, so daß die Angüsse L der Gußplatte gemäß F i g. 4
die Anschläge 303 berühren. Letztere sind einstellbar und an einem drehbaren Messerträger
302 befestigt, welcher von Lagern 304 und 305 im Rahmen der Gieß- und Bearbeitungsmaschine
aufgenommen wird. Der Messerträger wird von einem Schneckengetriebe 307 angetrieben,
welches mit einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung verbunden ist.
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Nach der Anordnung der Gußplatte im Abtrennbogen 301 wird sie angehoben
und an der Unterseite des Bogens festgeklemmt. Der Anguß wird durch ein Trennmesser
330 abgetrennt, welches am drehbaren Messerträger 302 sitzt, und die Abtrennkante
wird durch nicht dargestellte Messer abgeschrägt.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Fördern der Gußplatte P aus der
Abtrennvorrichtung nach der Abtrennung des Angusses T von derselben ist am besten
in den F i g. 2, 3, 4 und 5 dargestellt. Die Fördereinrichtung weist einen Anschlag
360 auf, welcher an einem Bolzen 362 befestigt ist, der seinerseits von einem Schlitten
364 getragen wird. Der Anschlag 360 ist durch eine Torsionsfeder 366 federbelastet,
welche den Anschlag nach oben drückt, so daß er das hintere Ende einer Gußplatte
berühren kann, um diese aus dem Abtrennbogen zu fördern, wobei eine Gußplatte darüber,-leiten
kann, wenn sie durch den Schiebearm in den Abtrennbogen gefördert wird. Der Schlitten
364 gleitet in am Messerträger 302 angeordneten Führungen 368 und ist über einen
in den Führungen 368 vorgesehenen engen Schlitz 370 mit einem kettengetriebenen
Träger 372 mittels eines Zapfens 374 verbunden. Der Träger 372 gleitet in Führungen
376 des Messerträgers 302 und ist durch die Führung 368 abgedeckt, die auch als
Schutz zur Verhinderung des Eintritts von Fremdkörpern wie Metallspänen in die Führungen
376 dient. Der Träger 372 ist durch eine Schraube 378 über einen Verbindungsteil
380 mit einer Kette 382 verbunden, die im Eingriff mit einem Kettenrad 384 und einem
Antriebskettenrad 386 steht. Das Kettenrad 384 ist zwecks Spannung der Kette 382
in Längsrichtung des Messerträgers in dort angebrachten Führungen 38$ gleitbar und
wird durch eine Klemme 390 in seiner Stellung gehalten, Das Antriebskettenrad 386
wird gemäß F i g. 3 durch Kegelräder 392 und 394 angetrieben. Das Kegelrad 394 sitzt
auf einer Welle 396, welche sich vom Messerträger 302 nach außen erstreckt und an
deren Ende ein Zahnrad 398 eines Differentialgetriebes befestigt ist. Das Zahnrad
398 steht im Eingriff mit Kegelrädern 400 und 402, die in einer um die Welle 396
drehbaren Halterung 4'04 gelagert sind. Ein Antriebszahnrad 406 stellt einen mittleren
Teil des Differentials dar und bildet einen Teil des Gehäuses des Differentials.
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Aus den F i g. 3 und 7 ist ersichtlich, daß ein Zahnrad 408 auf einem
Kegelrad 410 des Differentials aufgekeilt ist, welches ebenfalls mit den Kegelrädern
400 und 402 im Eingriff steht. Das Zahnrad 408 steht mit einem Ritzel 412 im Eingriff,
welches seinerseits mit einem anderen Ritzel414 im Eingriff steht, wie aus F i g.
$ ersichtlich ist. Das Ritzel 414 steht mit einem Antriebszahnrad 306 im Eingriff,
welches auch dazu dient, den Festklemmechanismus für die Gußplatte P zu betätigen,
um die Platte am Abtrennbogen 301 festzuklemmen. Aus F i g. 7 ist zu entnehmen,
daß das Antriebszahnrad 406 des Differentialgetriebes mit einem Zahnrad 416 im Eingriff
steht, welches auf einem Getrieberad 418 aufgekeilt ist, das auf einer Nockenwelle
310 drehbar gelagert ist, Das Getrieberad 418 steht über ein weiteres Zahnrad im
Eingriff mit einer Zahnstange 422, die durch eine nicht dargestellte hydraulische
Betätigungseinrichtung in zwei Richtungen betätigt werden kann, deren hydraulischer
Druck durch ein nicht dargestelltes, solenoidbetätigtes Ventil gesteuert wird, welches
durch einen nicht dargestellten Begrenzungsschalter und einen nockenbetätigten Schalter
428 gesteuert wird. Ein Nocken 430 ist auf der Nockenwelle 310 angeordnet und betätigt
den Schalter, um die Zahnstange 422 in die eine Richtung zu bewegen. Wenn die Zahnstange
422 den Begrenzungsschalter berührt, bewirkt dieser die Zuführung von hydraulischem
Druck zur Betätigungseinrichtung, um eine Bewegung der Zahnstange in die andere
Richtung zu erzeugen. Während der Drehung des Messerträgers 302 sucht sich die Fördervorrichtung
zu bewegen und wird sich nicht in der richtige, Stellung befinden, um eine in den
Abtrennbogen 301 eintretende Gußplatte P aufzunehmen, wenn bei der Getriebeanordnung
nicht Vorsorge getroffen wird, die Getriebewirkungen bei der Drehung des Messerträgers
auszuschalten und die Stellung der Fördervorrichtung davon unabhängig zu machen.
Bei einer Umdrehung des Messerträgers veranlaßt das Antriebszahnrad 30.6, welches
auf dem Messerträger aufgekeilt ist, über die gegenseitig im Eingriff stehenden
Ritzel 412 und 414 das Zahnrad 408 ebenfalls zu einer Umdrehung, jedoch in
einer entgegengesetzten Richtung zu derjenigen des Messerträgers: Das Zahnrad 408,
welches auf dem Kegelrad 410
aufgekeilt ist, verursacht sodann eine Drehung
der Kegelräder 400 und 402. Wenn eine Drehung der Halterung 404 durch Aufrechterhalten
eines hydraulischen Druckes in der Betätigungseinrichtung gesperrt wird und so eine
Bewegung der Zahnstange 422 und der Getrieberäder 418, 416 und 406 verhindert wird,
dann veranlassen die Kegelräder 400 und 402 eine Drehung des Zahnrads 398 und der
Welle 396 in der gleichen Richtung wie der Messerträger 302 ohne Relativbewegung
zwischen denselben. Da keine Relativbewegung auftritt, bleibt die Fördervorrichtung
in bezug auf den Messerträger fest.
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Der Arbeitsablauf bei der Förderung einer Gußplatte P aus dem Abtrennbogen
301 ist folgender: Bevor der sich drehende Messerträger 302 zum Stillstand kommt,
betätigt der Nocken 430 den Schalter 428, wodurch ein elektrischer Kreis geschlossen
wird, so daß bei Aufhören der Drehung des Messerträgers der Nocken. 430 den Schalter
freigibt, um ein nicht dargestelltes Solenoidventil unter Strom zu setzen und einen
hydraulischen Druck zum inneren Ende der genannten Betätigungseinrichtung zuzuführen.
Dadurch wird die Zahnstange 422 bewegt, um die Getrieberäder 418, 416 und 406 zu
drehen. Die Drehung des Antriebszahnrads 406 und der Halterung 404 bewirkt sodann
eine Drehung der Kegelräder 400 und 402, was eine Drehung des Zahnrads 398, der
Welle 396, der Kegelräder 394 und 392 bewirkt, wodurch das Antriebskettenrad 386
angetrieben wird. Die Drehung des Antriebskettenrades 386 bewirkt über die Kette
382 und den Verbindungsteil 380 eine Bewegung des Schlittens 64 und des Anschlags
360 nach links aus der in F i g. 2 dargestellten
Stellung, um die
Gußplatte P aus dem Abtrennbogen 301 zu fördern.
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Wenn die Zahnstange 422 den genannten Begrenzungsschalter berührt,
wird das vorher erwähnte Solenoidventil stromlos gemacht, wodurch ein hydraulischer
Druck auf die genannte Betätigungseinrichtung ausgeübt wird, um die Rückkehr der
Zahnstange und des Anschlages 360 in ihre Ausgangsstellung zu bewirken und einen
hydraulischen Druck aufrechtzuerhalten, um die Zahnstange an ihrer Stelle festzulegen.