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Vorrichtung zum synchronen Antrieb mehrerer Horizontalförderstränge
für Dung und dergleichen faserförmiges Gut Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum synchronen Antrieb mehrerer Horizontalförderstränge für Dung und dergleichen
faserförmiges Gut, insbesondere mit einem an die Horizontalförderstränge angeschlossenen
Steilförderstrang, bei der die Horizontalförderstränge durch hydraulisch betätigte,
an Schubstangen angreifende Kolbentriebe mit Umsteuerschiebern angetrieben werden.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird jeder Umsteuerschieber
von dem ihm zugehörigen Kolbentrieb betätigt. Das hat den Nachteil, daß es schwierig
ist, den Gleichtakt der Kolbentriebe herbeizuführen, der erforderlich ist, um ein
ordnungsgemäßes Zusammenwirken der verschiedenen Förderstränge zu erzielen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Beobachtung zugrunde, daß die
Fördergeschwindigkeit bei hydraulischen Antrieben selbst bei stark wechselnder Belastung
sich weitgehend konstant halten läßt und daß es somit auch möglich ist, bei in hohem
Grad ungleichmäßiger Belastung der einzelnen Förderstränge Hubdifferenzen weitgehend
auszuschalten. Ausgehend von dieser tYberlegung läßt sich eine besonders einfache
und betriebssichere Gleichtaktschaltung dadurch erzielen, daß einer der Förderstränge
und, sofern ein solcher vorhanden ist, der Steilförderstrang als Synchronisierförderstrang
dient und durch einen Taktgeber die Umsteuerkommandos für alle übrigen Förderstränge,
die im Gleichtakt arbeiten sollen, gibt.
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Bei Anlagen ohne Steilförderer ist zweckmäßig der mit dem Kolbentrieb
des Synchronisierförderstranges verbundene Taktgeber als hydraulisches Überdruckventil
(Taktgeberventil) ausgebildet. Dieses kann mit einem elektrischen Steuerschalter
zur Betätigung der Umsteuerschieber aller Gleichtaktförderstränge verbunden sein,
wobei der bewegliche Ventilkörper den elektrischen Steuerschalter z. B. über ein
Gestänge betätigt.
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Das Taktgeberventil kann auch mit einem hydraulischen Steuerschalter
zur Betätigung der Umsteuerschieber verbunden sein. Vorteilhaft wird durch den hydraulischen
Steuerschieber nacli. Betätigung durch das Taktgeberventil eine Strömung über eine
Strömungsdrossel eingeschaltet und die an der Strömungsdrossel auftretende Druckdifferenz
benutzt, um die als Druckdifferenzschieber ausgebildeten Umsteuerschieber der Gleichtaktkolbentriebe
zu verstellen. Eine besonders vorteilhafte, empfindlich ansprechende und stärkere
Druckstöße beim Umschalten vermeidende Anordnung ergibt sich dadurch, daß der Differenzdruckschieber
mit dem Tauchkern einer
elektrischen Drosselspule verbunden ist und die Amplitudenänderungen
des tauchtiefenabhängigen Stromes in der Spule zur Betätigung der Umsteuerschieber
dienen.
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Bei Anlagen mit Steilförderstrang kann der mit dem Steilförderstrang
verbundene Taktgeber durch zwei Impulsgebernocken gebildet werden, die mit dem Steilförderorgan
wegabhängig verbunden sind.
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Um zu erreichen, daß die Hydrauliktriebe in Betriebspausen ihre eingefahrene
Stellung einnehmen, kann ein allen Hydrauliktrieben gemeinsamer Haltestromkreis
vorgesehen sein, der nach Unterbrechung eines Betriebsschalters den Betriebsstrom
so lange aufrechterhält, bis die Kolbentriebe die eingefahrene Stellung erreicht
haben. Zu diesem Zweck kann ein erster Haltestromkreis vorgesehen sein, der durch
ein Überdruckventil betätigt wird, das ihn nur bei den Überdruckimpulsen in den
beiden Endlagen des Kolbentriebes unterbricht, und dem ein zweiter Haltestromkreis
zugeordnet ist, der, wenn der Betriebsschalter in der ausgefahrenen Stellung der
Kolbentriebe geöffnet ist, den ersten Haltestromkreis überbrückt.
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Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher veranschaulicht. In
dieser zeigt F i g. 1 das Schaltbild einer Dungförderanlage mit mehreren Fördersträngen
ohne Steilförderer, F i g. 2 eine schematische Darstellung der Förderstranganordnung
für die Anlage nach F i g. 1, Fig.3 eine Abänderung der Schaltung nach F i g. 1
für eine Anlage mit Steilförderer, F i g. 4 ein Schema der Förderstranganordnung
für die Anlage nach Fig. 3,
Fig. 5 eine Ausführung eines der in
F i g. 1 oder 3 vorgesehenen hydraulischen Antriebe, F i g. 6 einen Teil eines Steilförderers
für eine Anlage nach Fig. 3 und 4, F i g. 7 eine Anordnung eines Einschaltventils
für einen Hydrauliktrieb nach F i g. 5, F i g. 8 das Schema zweier hydraulisch gekoppelter
Gleichtakttriebe, F i g. 9 eine Ausführungsform eines hydraulischen Taktgebers für
eine Anlage nach F i g. 1 und F i g. 10 Abänderung der Schaltung nach Fig. 1 bei
Verwendung eines Taktgebers nach F i g. 9.
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Die Figuren zeigen Vorrichtungen zum synchronen Antrieb mehrerer
Horizontalförderstränge für Dung und dergleichen faserförmiges Gut, bei der die
Horizontalförderstränge durch hydraulisch betätigte, an Schubstangen angreifende
KolbentriebeK mit Umsteuerschiebern V angetrieben werden. Die Erfindung sei zunächst
veranschaulicht am Ausführungsbeispiel einer Anlage mit sechs HorizontalfördersträngenIl,
I2, I3, I4, II und III nach dem Schema der Fig. 2.
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Dabei arbeiten jeweils drei Förderstränge gleichzeitig und im Gleichtakt
miteinander, und zwar einer der vier Förderstränge Ii, I2, I3, I4 und die beiden
Förderstränge II und III.
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Für alle im Gleichtakt arbeitenden Kolbentriebe K sind getrennte
Pumpen, PII und PIII und getrennte Druckmittelkreise vorgesehen. Die Druckleitungen
D der wahlweise einschaltbaren Kolbentriebe KIl, Die2, gI3 und K14 führen von den
Zylindern der Kolbentriebe über die zugehörigen UmsteuerschieberV parallel zur Druckleitung
der PumpePI und die Rücklaufleitungen R sämtlicher Kolbentriebe von den Zylindern
der Kolbentriebe über die Umsteuerschieber V parallel durch ein Rücldauffilter F
in einen Ölsammelbehälter Sp, aus welchem die drei Pumpen Pl, PII, PIII das Öl über
Saugstutzen ST ansaugen (vgl. F i g. 5). Die Pumpen Pl, PII, PIII werden von einem
gemeinsamen elektrischen Motor M angetrieben.
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Die Auswahl eines der KolbentriebeKIl, K12, KI 3, ICI 4 zur Zusammenarbeit
im Gleichtakt mit den Kolbentrieben KU und KIII erfolgt dadurch, daß die Umsteuerschieber
V derjenigen Kolben triebe, welche stillstehen sollen, keine Umsteuerimpulse erhalten
und infolgedessen in einer ihrer beiden Endstellungen stehenbleiben.
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Die Umsteuerschieber V sind als Magnetsteuerventile ausgebildet,
die über Steuerleitungen s betätigt werden. Die Steuerleitungen s der KolbentriebeKIB,
KI2, KI3, KId sind in einem Schaltkasten a an einen Wahlschalter W angeschlossen,
dessen gemeinsamer Pol mit den Steuerleitungen s für die Förderstränge II und III
verbunden ist. Der Schaltkasten a ist über eine Leitung b und einen auch als Notschalter
dienenden Hauptschalter Z ans Netz angeschlossen. Im Schaltkasten a befindet sich
außer dem Wahlschalter W ein Hauptschütz C mit Spule c, Hauptkontakten cl, c2, c3
und Hilfskontakten c 4, c 5, ein Betriebsschalter A und ein Stromstoßrelais E mit
Spule e und Kontakt ei. Durch den Betriebs schalter A wird das Hauptschütz C eingelegt
und versorgt über seine Hauptkontakte ci, c2, c3 den elektrischen Antriebsmotor
M für die Pumpen.
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Der Hilfskontakt c4 des Schützes C liegt in einem Haltestromkreis
H 1, der von der Nullschiene des Drehstromnetzes über die Spule c des Schützes C,
den Schaltkontakt c4 und einen Schaltkontakt gl
eines elektrischen Steuerschalters
G (außerhalb des Steuerkastens a) an einen der drei Netzpole führt.
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Der Schaltkontakt c5 des Hauptschützes C liegt im Steuerstromkreis
S, der von einer der drei Netzpole über den Relaiskontakt ei, den Schaltkontakt
cS, die Steuerleitungen s und den Wahlschalter W zu den Magnetsteuerventilen V der
Förderstränge II, III und des durch den Wahlschalter W eingeschalteten Förderstranges
I führt.
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Das Stromstoßrelais E ist als Umschaltrelais ausgebildet. Sein Kontakt
ei dient in der einen Stellung (ausgezogene Linie) zum Schließen des genannten Steuerstromkreises
S und in der anderen Stellung (Strichlinie) zum Schließen eines zweiten HaltestromkreisesH2,
der vom einen Netzpol über den Relaiskontakt ei und die Spule c des Hauptschützes
C zur Nullschiene des Netzes führt.
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Das Stromstoßrelais E erhält Stromimpulse vom Steuerschalter G, der
seinerseits durch einen Taktgeber T betätigt wird.
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Dieser Taktgeber besteht im Ausführungsbeispicl nach F i g. 1 (vgl.
F i g. 5) aus einem Taktgeberventil, das auf Überdrücke in der Druckleitung D des
Kolbentriebes für den Förderstrang III anspricht. Dieser Förderstrang dient somit
als Synchronisierförderstrang und gibt durch den Taktgeber T die Umsteuerkommandos
für den Förderstrang II und den im Ausführungsbeispiel durch den Wahlschalter W
eingeschalteten Förderstrang Ii.
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Der Kolbentrieb des Synchronisierförderstran ges III mit seinem Umsteuerschieber
V und seinem gesamten Hydrauliksystem sowie seinen Verbindungen mit der elektrischen
Schalteinrichtung ist in F i g. 5 ausführlicher dargestellt. Der Kolbentrieb besteht
in üblicher Weise aus einem Zylinder k 1, einem Kolben k2 mit Kolbenstangek3, deren
äußeres Ende mit der Schubstange des zugehörigen Förderstranges verbunden ist und
an die beiden Enden des Zylinders angeschlossenen Druckmittelleitungen k 4 und k
5.
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Eine Bremsbüchse k6 und ein Bremszapfen k7 sorgen beim Einfahren in
die Endlagen zum Abbremsen der Bewegung. Der Umsteuerschieber V mit seinem Xylinder
v X, Schieber v 2, Elektromagneten v 3 und seiner Rückstellfedervß ist mit Kanälen
und Anschlüssen v S und v 6 zu den Zylinderanschlüssen k4 und k 5 des Kolbentriebes
und Kanälen und Anschlüssen v 7, v 8 zur Pumpendrueldeitung D und zur Rückflußleitung
R sowie mit einem elektrischen Anschluß zu der Steuerleitung 5 versehen. Wird der
Spule des Elektromagneten v3 über die Steuerleitung S Strom zugeführt, so befinden
sich das Magnetsteuerventil V in der aus Fig. 5 ersichtlichen Lage, in welcher der
Schieber v2 seine rechte Endstellung einnimmt. In dieser Lage ist die Druckleitung
D über die Anschlüsse v 5 und v 6 mit beiden Zylinderenden kL9 und k 5 verbunden,
so daß beide Kolbenseiten beaufschlagt werden und die Differenz der Kolbendrücke,
die sich aus der Differenz der Kolbenflächen ergibt, wirksam ist und den Kolben
nach rechts bewegt, so daß die Kolbenstange k 3 ausgefahren wird. Die Rücldaufleitung
R ist in dieser Stellung abgeriegelt.
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Wenn der Kolben k2 seine rechte Endstellung erreicht, wird die Bewegung
durch die Bremsbüchse kG abgebremst, und es tritt eine Drucksteigerung in der Druckleitung
D auf. Diese Drucksteigerung wird ausgenutzt, um den Taktgeber für die Umsteuerung
zu betätigen. Dieser Taktgeber besteht im Beispiel
der Fig. 5 aus
einem Überdruckventil mit Ventilgehäuse t 1, Ventilschieber oder Ventilküken t2,
Ventilschaft t3 und Schließfeder t4 sowie Anschlüssen t 5 und t 6 für die zum Magnetsteuerventil
führende Druckleitung D und die Druckseite der angeschlossenen Pumpe PIII.
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Das durch eine Dichtpackung des Ventilgehäuses t 1 herausgeführte
obere Ende des Ventilschaftes t 3 dient zur Betätigung eines Schalthebels g3 für
den elektrischen Steuerschalter G, der an der Außenseite des Ventilgehäuses tl angebracht
ist und der über ein mehradriges Kabel i mit dem Schaltkasten a verbunden ist.
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Beim Anwachsen des Druckes in der rechten Endlage des Kolbens k2
wird der Taktgeber T zum Ansprechen gebracht und der Stromkreis des Stromstoßrelais
E vorübergehend geschlossen, indem der Schaltkontakt g2 des Steuerschalters G den
Erregerstromkreis m der Relaisspule e schließt. Die Magnetspule v3 des Steuerschiebers
V, die zuvor über den geschlossenen Kontakt c 5 des Hauptschützes und den Relaisschaltkontakt
ei am Netz lag) wird durch Umschaltung des Relaiskontaktes ei stromlos und der Schieber
v2 durch den Öldruck über einen Überströmkanal v 9 in die entgegengesetzte Lage
gebracht, in welcher nunmehr die Druckleitung über die Anschlußleitung k 4 mit der
rechten Zylinderseite und die Anschlußleitung k 5 zur linken Zylinderseite mit der
RücklaufleitungR 1?. verbunden ist. Dadurch wirkt der Druck ausschließlich auf die
rechte ringförmige Fläche des Kolbens k2 und bewegt den Kolben nunmehr nach links.
Dabei wird die Kolbenstange k3 eingefahren (Arbeitstakt des Förderstranges).
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Da die Magnetspulen der Magnetsteuerventile auch der übrigen Förderstränge
parallel geschaltet sind, werden die Umsteuerschieber auch der Förderstränge II
und Ii gleichzeitig umgeschaltet, unabhängig davon, ob die zugehörigen Kolbentriebe
bereits vorher ihre rechte Endstellung (Ausfahrstellung) erreicht haben oder ob
sie diese Stellung erst später erreichen würden. Die Antriebe und Schaltungen dieser
übrigen Förderstränge sind im übrigen genauso ausgebildet, wie der in Fig. 5 gezeigte
Antrieb des Synchronisierförderstranges, nur mit dem Unterschied, daß ein Taktgeber
T mit elektrischem Steuerschalter G in ihnen nicht vorgesehen ist.
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Erreicht der Kolben k2 seine linke Endstellung unter Abbremsen der
Bewegung durch den Bremszapfenteil k7, so tritt wiederum eine Druckerhöhung in der
Druckleitung D und im Taktgeber T auf, die über den Steuerschalter G erneut einen
Stromimpuls auf das Stromstoßrelais E gibt und dessen Schalt kontakt el wieder nach
links legt. Die Steuerstromkreise s der Umsteuerschieber V sowohl des Synchronisierstranges
III als auch der Förderstränge II und Ii erhalten dadurch wieder Strom und bringen
ihren Schieber u2 2 in die rechte Endlage, in welcher der Kolben k2 nach rechts
bewegt und die Kolbenstange k3 ausgefahren wird.
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Die Hydrauliktriebe für die übrigen Förderstränge sind ebenfalls
mit einem Überdruckventil ausgerüstet, das jedoch lediglich als Sicherheitsventil
wirkt und nicht als Taktgeber.
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Die Haltestromkreise 111 und H2 sind vorgesehen, damit nach Abschaltung
der Anlage durch den BetriebsschalterA die KolbentriebeK in ihrer eingefahrenen
Stellung stehenbleiben. Erfolgt z. B. das
Abschalten beim Ausfahren der Kolbenstange
k3, so bleibt der Stromkreis der Schützspule c über den Haltestromkreis 111 mit
seinem Hilfskontakt c4 und den dann geschlossenen Schaltkontakt g 1 im Steuerschalter
G geschlossen. In der äußersten Endlage wird zwar durch den Taktgeber der Kontakt
g 1 des Steuerschalters G kurzzeitig unterbrochen, gleichzeitig wird jedoch durch
Umschalten des Relaiskontakts ei ein zweiter Haltestromkreis 112 für die Schützspule
c geschlossen. Erst bei Rückkehr des Kolbens in seine innere Endlage wird durch
erneute Betätigung des Stromstoßrelais E der Haltestromkreis H2 unterbrochen und
gleichzeitig durch Öffnen des Schaltkontaktes gl im Steuerschalter G infolge der
erneuten Drucksteigerung in der Druckleitung auch eine Unterbrechung des Haltestromkreises
111 herbeigeführt. Dadurch wird die Schützspule c stromlos, und das Schütz schaltet
den AntriebsmotorM für die Pumpen ab.
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Nach dem Ausschalten des Betriebsschalters A läuft die Anlage infolgedessen
noch so lange weiter, bis die Kolbenstangen k3 aller Kolbentriebe in ihren Zylinder
kl eingezogen sind.
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Wie in F i g. 3 und 7 dargestellt ist, kann ein Einschaltventil U
vorgesehen sein, das an die Druckleitung D bzw. an die Druckkammer des Überdruckventilgehäuses
tl angeschlossen ist und in einem Ventilgehäuse u 1 eine Ventilkugel u 2 aufweist,
die durch den Druck des Triebmittels gegen einen Ventilsitz u3 3 gedrückt wird,
und dadurch eine in den Druckölbehälter Sp mündende Rücklaufleitung u4 abschließt,
und die durch das freie Ende eines Stößels u5 aus ihrer Verschlußlage in eine Rast
ii 6 verdrängt werden kann, um so die angeschlossene Pumpe unmittelbar mit der Rücklaufleitung
u 4 zu verbinden und die an sie angeschlossene hydraulische Antriebsvorrichtung
damit abzuschalten. Der Stößel u5 des Einschaltventils steht unter dem Einfluß einer
Elektromagnetspule u7 und einer Druckfeder >8, welche das Einschaltventil betätigt,
wenn die Elektromagnetspule u7 Strom erhält. Sobald der Stromkreis u der Spule u7
durch Betätigung eines Tasters A 1 oder A II unterbrochen wird, geht das Ventil
U in die Abschaltstellung. So können während des Betriebes der Förderstrang Ii und
gegebenenfalls auch noch der Förderstrang II außer Betrieb gesetzt werden.
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Besteht das Fördersystem, wie in Fig.3 und 4 dargestellt, aus mehreren
horizontalen FördersträngenI1, I2, II, III und einem Steilförderstrang IV, so wird
der Arbeitstakt für die im Gleichtakt arbeitenden Förderstränge II und III nicht
von einem der Horizontalförderstränge, sondern vom Steilförderstrang IV gegeben,
indem der mit dem Steilförderstrang IV verbundene Kontaktgeber, wie F i g. 6 zeigt,
durch zwei Impulsgebernocken t 10, t 11 gebildet wird, die mit dem Steilförderantriebsorgan,
beispielsweise einer endlosen umlaufenden Kette Y, wegabhängig verbunden sind. Die
umlaufende Kette Y nimmt einen Wagen, der einen Förderrechen xl trägt und durch
ein Gestänge x2 und einen Kurbelzapfen x 3 mit der Antriebskette Y gekuppelt ist,
über den Steilförderstrang IV mit, so daß der Wagen im Gleichtakt mit den Schubstangen
der Horizontalförderstränge entlang dem Steilförderstrang IV hin- und hergehende
Bewegungen ausübt.
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Die Nocken t 10 und t 11 betätigen in einem ihrer gegenseitigen Versetzung
entsprechenden Abstand
einen Steuerschalter P mit Schaltkontakten
p1 und p 2, der nunmehr die Aufgabe des Steuerschalters G der Schaltung nach Fig.
1 für die Förderstränge II und III übernimmt. Der Steuerschalter P ist als Umschalter
ausgebildet, der nach jedem Impuls in der neuen Schaltstellung verharrt. Durch den
Schaltnocken t iO werden die Schaltkontakte p i und p2 geöffnet und durch den Schaltnocken
tii geschlossen. Nach Vorbeilaufen des Schaltnockens t3LO werden dadurch die Steuerstromkreise
für die Magnetsteuerventile V der im Gleichtakt arbeitenden Horizontalförderstränge
II und III geschlossen. Der Schaltkontakt p i liegt im Steuerstromkreis m der Spule
e des Relais Ei mit seinen beiden Schaltkontakten e 11 und e 12. Ist der Schaltkontakt
p:t durch den Schaltnocken t 10 geöffnet worden, so ist das Relais Ei stromlos,
und seine Kontakte eBB und e 12 sind geschlossen. Es ist dann auch der Steuerstromkreis
St für die Magnetsteuerventile V der Förderstänge II und III über den Hilfskontakt
eS und den Relaiskontakt e ii geschlossen, so daß die Kolbentriebe ausfahren (Leerhub).
Der zweite Relaiskontakt e 12 liegt im Haltestromkreis H2 für die Hauptschützspule
c. Dieser Stromkreis führt vom NetzpunktR über die Kontakte e ii, eS, e 12 zur Spule
c.
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Der auf dem Kurbelzapfen x3 des Förderwagens X befindliche Schaltnocken
tlld schließt im Steuerschalter die Schaltkontakte Pl und p 2. Dadurch erhält die
Relais spule e Strom, und es werden die Relaiskontakte e ii und e 12 unterbrochen.
Durch den Relaiskontakt enB wird der Steuerstromkreis 81 unterbrochen. Die Magnetsteuerventile
V der Steuerstränge II und III werden stromlos, und die Kolben stangen k3 der zugehörigen
Kolbentriebe KII und KIIo werden eingefahren (Arbeitshub).
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Es ist von Bedeutung, daß beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und
4 mit verschiedenen Geschwindigkeiten arbeitende Förderstränge vorgesehen sind,
und zwar arbeiten die Förderstränge II, III und IV mit doppelt so großer Geschwindigkeit
wie der Förderstrang IB, der im gezeichneten Beispiel durch den Wahlschalter eingeschaltet
worden ist. Die Steuerstränge Ii bis 14 müssen, da sie doppelseitig arbeiten, in
möglichst halb so schnellem Takt wie der Steilförderstrang IV und die Horizontalförderer
II und III gefahren werden. Zu ihrem Antrieb ist daher eine Pumpe PI anderer Größe,
und zwar mit halb so großer Fördermenge wie die Pumpen P II und PIII vorgesehen.
Die Steuerung des Kreises der Pumpe Pl erfolgt unabhängig von der oben beschriebenen
Gleichtaktförderung der Stränge II, III und IV durch einen Taktgeber T, wie er im
Ausführungsbeispiel Fig. 1 beschrieben wurde, der einen Steuerschalter Q betätigt.
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Damit beim Außerbetriebsetzen der Anlage alle Kolbentriebe in der
eingefahrenen Stellung stehenbleiben, ist wie in Fig. 1 ein Haltestromkreis 111
vorgesehen, der vom Netzpunkt R über den Kontakt g2 des Schalters G und c4 an die
Spule c führt.
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Dementsprechend sind auch für die Förderstränge II und III und für
die Förderstränge I getrennte Taktgeber vorgesehen. Der mit dem Steilförderer IV
zusammenwirkende Zubringerförderstrang III und der den Dung aus den Fördersträngen
I aufnehmende Sammelförderstrang II werden durch den Taktgeber am Steilförderstrang
gesteuert, während die den Förderstrang II speisenden Förderstränge I wie im Aus-
führungsbeispiel
nach F i g. 1 durch einen mit dem Druckmittelkreis der Pumpe 1 verbundenen Uberdruckschalter,
der den Steuerschalter G betätigt, gesteuert werden. Entsprechend sind in der Schaltung
auch zwei getrennte SteuerleitungenS1, S2 vorgesehen, deren eine zum Elektromagnetventil
der Förderstränge II und III und deren andere zu den Elektromagnetventilen der Steuerstränge
I führt. Die Steuerleitung 81 führt über den lIilfskontakt c 5 des Hauptschützes
und den Relaiskontaktega des Relais Ei, die Steuerleitung S2 führt über einen Schaltkontakt
al des Betriebsschalters A und einen Relaiskontakt ddP eines zusätzlichen Relais
D1, dessen Spule d vom Schaltkontakt g 1 des Umsteuerschalters G gesteuert wird.
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Bei einem als Überdruckventil ausgebildeten Taktgeber T, dessen Ventilkörperhub,
wie bei der Ausführung nach Fig. 5, unmittelbar zur Ableitung der Schaltbewegung
für den elektrischen Steuerschalter benutzt wird, ist es erforderlich, einen gewissen
Mindesthub vorzuschreiben, den der Ventilkörper t2 ausführen muß, bevor das Ventil
öffnet. Dadurch ergeben sich leicht unerwünscht hohe Druckstöße.
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Um das zu vermeiden, kann man, wie in F i g. 9 dargestellt ist, das
Überdrnckventil so ausbilden, daß es bei Auftreten des Überdruckes sofort öffnet
und die dabei auftretende Strömung über eine Strömungsdrossel eine Druckdifferenz
hervorruft, welche ihrerseits einen Schaltkörper zur Auslösung des Taktgeberimpulses
bewegt. Die Ventilkörper bestehen in der dargestellten Konstruktion aus Tellerfedern
t2, die sich an festen Ventilringen t21 abstützen und zusammen mit den Ventilringen
eine Ventilkammer t22 umschließen, die über einen hohlen Schaft und eine verhältnismäßig
kleine Öffnung t23 mit entsprechend hohem Strömungswiderstand an eine mit der Druckleitung
D über einen Anschluß t 25 und mit der Druckseite der Pumpe durch einen Anschluß
t26 verbundene Kammer t27 im Taktgebergehäuse t28 verbunden ist.
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Das zylindrische Gehäuse t23 des eigentlichen Überdruckventils ist
im Gehäuse t28 des Taktgebers verschraubt und dient gleichzeitig zum Anzug der an
seiner Außenseite angeordneten Tellerfedern t 20 gegen die Ventilringe t 21. In
seinem zylindrischen Hohlraum ist ein Tauchkolben t29 längsverschiebbar gelagert,
der unter dem Einfluß einer Druckfeder t30 steht. Das freie Ende dieses Tauchkolbens
t29 trägt einen Spulenkern t31, der von einer stromdurchflossenen Spule t32 umschlossen
ist. Diese stromdurchflossene Spule t 32 bildet zusammen mit dem Kern t38 eine elektrische
Drossel mit veränderlichem Widerstand, dessen Größe von der Tauchtiefe des Kernes
t 31 abhängig ist. Diese Tauchtiefe wird bestimmt durch die Druckdifferenz, die
zwischen der Kammer t22 des Überdruckventils und der Kammerkt27, die unmittelbar
mit der Druckleitung in Verbindung steht, herrscht. Bei Öffnen des Überdruckventils
ergibt sich durch die Strömung über den Strömungswiderstand t24 im Innern des Überdruckventils
ein kleinerer Druck als außen, so daß der Tauchkolben t29 nach unten in das tXberdruckventil
hineingezogen wird. Dadurch nimmt die Induktivität der elektrischen Drossel ab,
und der Strom durch die Drosselspule steigt bis zu einem Schwellwert an. Durch diesen
Strom wird bei Überschreiten des Schwellwertes ein Relais E zum Ansprechen gebracht,
das ebenso wie das Relais E in
der Schaltung nach Fig. 1 angeordnet
ist und entsprechende Funktionen ausübt.
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Fig. 10 zeigt die Abänderungen der Schaltung nach Fig.1 für die Anordnung
eines induktiven Steuergebers t31, t32. Hierbei ist der Haltestromkreis 111 von
der Nullschiene über c, c4, dl eines Relais D 1 nach R geschlossen, der Stromkreis
des Relais D 1 von der Nullschiene über dessen Spule d, Leitung m2, Induktion t32
nach R und der Stromkreis des Relais E von der Nullschiene über e, dl (bei erregtem
Relais D 1) nach R.
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F i g. 8 zeigt eine Ausführungsform, in welcher ein über eine Strömungsdrossel
t24 bei Öffnen eines normalen Überdruckventils t33 erzeugter Differenzdruck zur
Betätigung eines als Wechselschieber ausgebildeten Differenzdruckschiebers t34 benutzt
wird.
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Dabei arbeitet der Umsteuerschieber t 34 des Synchronisierförderstranges
als Taktgeber, indem er nach seiner Umschaltung die Strömung über die Strömungsdrossel
t24 aufrechterhalten und damit auch den für sein Verharren in dieser Lage und für
die Betätigung parallelgeschalteter Umsteuerschieber v 34 der übrigen Gleichtaktantriebe
erforderlichen Differenzdruck an der Strömungsdrossel t24, der durch eine entsprechende
hydraulische Leitung S auf die Umsteuerschieber V der übrigen Gleichtaktkolbentriebe
übertragen wird. Die Strömungsdrossel t24 liegt zu diesem Zweck in der Rückströmleitung
R, die in der anderen Stellung des Umsteuerschiebers t34 mit der Anschlußleitung
k5 des Kolbentriebes KIII verbunden ist.