DE1262850B - Stromabnehmer fuer Skooter - Google Patents
Stromabnehmer fuer SkooterInfo
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Landscapes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
A63g
Deutsche KL: 77 e-25/00
Nummer: 1262 850
Aktenzeichen: H 446491 c/77 e
Anmeldetag: 17. Januar 1962
Auslegetag: 7. März 1968
Die Erfindung bezieht sich auf Stromabnehmer für Skooter, welche sich durch weitgehende Funkenfreiheit
auszeichnen.
Unter Skooter wird ein Unterhaltungsfahrzeug auf Volksfestplätzen verstanden, welches den Strom für
seinen Elektromotor einem darüber ausgespannten Drahtnetz entnimmt und in die aus Metallplatten
zusammengesetzte Fahrbahn zurückleitet. Zur Abnahme des Stromes diente bisher ein schmaler
Metallbügel, der während der Fahrt über die Unterseite des Deckennetzes hinweggleitet. Die Zurückführung
des Stromes erfolgte durch das eine der drei Wagenräder, welches zu diesem Zwecke ohne
Gummibereifung blieb oder im Gummi eingebettete Metallitze aufwies. Da der von den Besuchern auf
die Fahrbahn abgetretene Sand und Schmutz den Kontakt des elektrisch leitenden Wagenrades leicht
unterbricht und dadurch starke Funken entstehen, welche eine Zerstörung des elektrisch leitenden
Wagenrades und ein Hochwölben der Fahrbahn ver-Ursachen sowie die Augen der Besucher und Betreuer
der Anlage schädigen, hat man bereits vorgeschlagen, außer einem Wagenrad mit elektrisch
leitender Metallitze noch eine Vielzahl von Löchern in den metallischen Bodenplatten vorzusehen sowie
eine metallische, durch eine Feder belastete Schleppbürste anzubringen, welche nicht nur zusätzlich den
Strom ableitet, sondern auch noch, ähnlich einem Handfeger, den auf der Fahrbahn befindlichen Sand
und Schmutz in die Löcher der Fahrbahn fegt. Selbst wenn durch gute elektrische Isolierung oder geschickte
Abdeckung dieser Bürste eine Berührung der Bürste mit den Füßen der Besucher mit Sicherheit
vermieden wird, so läßt sich doch nicht vermeiden, daß sich die Borsten wie bei jeder anderen
Handbürste infolge der einseitigen Bewegungsrichtung beim Fegen bald umbiegen und dann über
größere Schmutzansammlungen nur hinwegstreichen, ohne sie mitzunehmen. Da auch das stromleitende
Rad aus reinem Metall oder aus Gummi mit Metalllitze als Einlage über den Sand und Schmutz der
Fahrbahn lediglich hinwegrollt, so wird die Stromabnahme unterbrochen bzw. bei den für Skooter
üblichen Spannungen und Strommengen nur noch durch eine dauernde Funkenbildung aufrechterhalten,
welche nicht nur die Spannung des dem Motor zugeführten Stromes stark herabsetzt und damit
zur Erhöhung der Betriebsspannung zwingt, sondern bei der großen Hitze der durch Gleichstrom
entstehenden Lichtbögen in kurzer Zeit zu einer völligen Zerstörung der genannten Teile und zur
Wölbung der Fahrbahn bis zur Unbrauchbarkeit führt.
Stromabnehmer für Skooter
Anmelder:
Fritz Hartmann,
8562 Hersbruck, Industriegelände 24-26
Als Erfinder benannt:
Fritz Hartmann, 8562 Hersbruck;
Otto Walchshöfer, 8501 Altenfurt
Nicht weniger ungünstig wirkt sich die Verwendung von federnden Metallbügeln zur Abnahme
des Stromes vom Deckennetz aus, da ja das Netz in weiten Abständen an Tragbalken befestigt ist, also
zwischen diesen Balken durchhängt und daher die federnden Stromabnehmerbügel beim Überfahren der
Balkenstelle sich unter starker Funkenbildung vom Netz lösen und infolge der unvermeidbaren Feinheit
des Netzes bald zu dessen Zerstörung führen. Auch die genannten stromabnehmenden Bügel pflegen infolge
dieser hohen Beanspruchung durch die Funkenbildung nur kurze Zeit durchzuhalten, bevor sie infolge
Warmbrüchigkeit abbrechen und die Besucher gefährden.
Auch die als Ersatz für die Bügel vorgeschlagenen Rollen, wie sie früher bei Straßenbahnen zu finden
waren, haben keine Besserung gebracht, weil sie sich genau wie die Abnehmerbügel an den Befestigungsstellen des Deckennetzes vom Netz lösen und
Funken bilden.
Nun ist zwar schon bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bekannt, Zu- und Ableitung des Stromes
in die Fahrbahn zu verlegen, und zwar in der Weise, daß die im Querschnitt T-förmigen Platten einer zwischen
zwei Tragscheiben geführten Raupe mit ihrem mittleren Teil in eine der durchlaufenden Längsnuten
der Fahrbahn eingreifen, während das Kopfstück des T-förmigen Querschnittes an den Enden
je eine isoliert gelagerte Kontaktschiene aufweist, die auf knopf ähnlich vorspringenden langen Reihen von
stromführenden Erhebungen der Fahrbahn seitlich von jeder Nut aufliegt. Da sich diese Raupenplatten
eine gewisse Wegstrecke entlang der Fahrbahn bewegen und erst dann von ihr abgehoben werden, so
ist dadurch sichergestellt, daß immer eine Vielzahl von Kontaktstellen die stromabnehmenden Teile der
Fahrbahn berührt und für eine durchaus funkenfreie
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Zu- und Ableitung des Stromes zum Fahrzeug sorgt. Wegen des von den Besuchern auf die Fahrbahn abgetretenen
Sandes und Schmutzes ist jedoch eine Anwendung dieses Prinzips zum Betrieb von Skootern nicht möglich, ganz abgesehen davon, daß
die bekannte Einrichtung den Preis der Skooter untragbar erhöhen würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile auf einfache Weise zu vermeiden.
Sie besteht bei einem Stromabnehmer für Skooter darin, daß der mit der stromleitenden Fahrbahn in
Verbindung stehende Kontakt aus einer frei umlaufenden walzenförmigen Stahlbürste besteht, die
mit ihrem Umfang federnd auf der Fahrbahn aufliegt, und daß das bekannte Rad für die Abnahme
des Stromes vom Oberleitungsdrahtnetz einen Radkranz aus Hartkupfer aufweist und einen so großen
Durchmesser hat, daß mindestens drei Maschendrähte des Drahtnetzes seinen Umfang gleichzeitig
berühren.
Bei Verwendung einer frei umlaufenden walzenförmigen Stahlbürste, die mit ihrem Umfang federnd
auf der Fahrbahn aufliegt, dringen die einzelnen Borsten wie spitze Stahlstifte unter dem Gewicht der
Stahlbürste oder auch dem zusätzlichen Druck einer Andruckfeder durch den losen, wenn auch noch so
dicken Sand und Schmutz der Fahrbahn hindurch, bis sie auf der metallischen Oberfläche der Fahrbahn
aufliegen und dort infolge ihrer Vielzahl sicheren Kontakt geben, wobei sie in bekannter Weise noch
die Eigenschaft aufweisen, daß sie bei nicht genauer Geradeausfahrt des Skooters auch noch den Schmutz
von der Fahrbahn wegfegen. Der Kontakt der Stahlbürste nach der Erfindung ist so unbedingt zuverlässig
und sicher bei noch so stark verschmutzter Fahrbahn, daß in diesem Falle alle drei Räder des
Wagens mit Gummibereifung versehen werden können und damit der Lauf der Skooter ohne stärkeres
Geräusch erfolgen kann.
Eine ähnliche Wirkung gemäß der Erfindung wird bei der Abnahme des Stromes vom Deckennetz erreicht,
wenn man ein Abnehmerrad verwendet, welches gleichzeitig an einer Vielzahl von Stellen das
Netzt berührt und zugleich durch die Weichheit des Radkranzes dafür gesorgt ist, daß sich, wenn auch
für das Auge kaum wahrnehmbar, die einzelnen Drähte des Deckennetzes unter dem Druck des
Stromabnehmerrades in den Radkranz eingraben. Die Erfahrung hat gelehrt, daß diese Art der Kontaktgabe
wegen des dort fehlenden Schmutzes, wie er für die Bodenfahrbahn kennzeichnend ist, in jeder
Weise genügt, um eine Funkenbildung mit Sicherheit zu vermeiden.
Die Zeichnung gibt einen Skooter nach der Erfindung beispielsweise wieder.
Sie zeigt eines der bekannten Skooterfahrzeuge mit einem verschwenkbaren Vorderrad 2 und zwei
Hinterrädern 3, die beide im Gegensatz zu den bekannten Skootern Gummibereifung tragen und im
übrigen über ein Getriebe 4 von einem Gleichstrommotor 5 aus angetrieben werden. Die Stromzuleitung
erfolgt durch die senkrechte Stange 6, an welcher ein nach oben federnder Arm 7 frei drehbar aufgesetzt
ist. Am Ende dieses Armes sitzt, ebenfalls frei drehbar, ein Abnehmerrad 8, dessen Durchmesser so
groß ist, daß mindestens drei Maschendrähte 9 seinen aus Kupfer bestehenden Umfang gleichzeitig berühren.
Die Ableitung des Stromes zur Fahrbahn erfolgt durch eine feste Feder 10, an deren freiem
Ende eine frei umlaufende walzenförmige Stahlbürste 11 gelagert ist, die mit ihrem Umfang federnd auf
der Fahrbahn aufliegt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Stromabnehmer für Skooter, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der stromleiten'-den Fahrbahn in Verbindung stehende Kontakt aus einer frei umlaufenden walzenförmigen Stahlbürste (11) besteht, die mit ihrem Umfang federnd auf der Fahrbahn aufliegt, und daß das bekannte Rad (8) für die Abnahme des Stromes vom Oberleitungsdrahtnetz einen Radkranz aus Hartkupfer aufweist und einen so großen Durchmesser hat, daß mindestens drei Maschendrähte des Drahtnetzes seinen Umfang gleichzeitig berühren.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 352 769;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1049 900;
USA.-Patentsehrift Nr. 2832427.In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1208 667.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 517/78 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH44649A DE1262850B (de) | 1962-01-17 | 1962-01-17 | Stromabnehmer fuer Skooter |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH44649A DE1262850B (de) | 1962-01-17 | 1962-01-17 | Stromabnehmer fuer Skooter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1262850B true DE1262850B (de) | 1968-03-07 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH44649A Pending DE1262850B (de) | 1962-01-17 | 1962-01-17 | Stromabnehmer fuer Skooter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1262850B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2380912A1 (fr) * | 1977-02-17 | 1978-09-15 | Barth Ludwig | Prise de courant pour motopatinette |
| DE2725837A1 (de) * | 1977-06-08 | 1978-12-14 | Ihle Kg Karosserie Und Fahrzeu | Fahrbahn und darauf bewegliches elektrofahrzeug, insbesondere fuer das vergnuegungsgewerbe |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE352769C (de) * | 1921-03-24 | 1922-05-04 | Stoehrer & Pratt Dodgem Corp | Vergnuegungseinrichtung |
| US2832427A (en) * | 1956-08-22 | 1958-04-29 | Shotwell Allen | Remotely controlled electrically propelled vehicle |
| DE1049900B (de) * | 1959-02-05 | |||
| DE1208667B (de) * | 1960-09-15 | 1966-01-05 | Hermann Drouet | Autoselbstfahreranlage fuer Volksfeste nach Art sogenannter Auto-Scooter |
-
1962
- 1962-01-17 DE DEH44649A patent/DE1262850B/de active Pending
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| DE1049900B (de) * | 1959-02-05 | |||
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| DE1208667B (de) * | 1960-09-15 | 1966-01-05 | Hermann Drouet | Autoselbstfahreranlage fuer Volksfeste nach Art sogenannter Auto-Scooter |
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