-
Karde Die Erfindung bezieht sich auf eine Karde mit einer einzigen
Vorreißwalze, deren perforierte Oberfläche mit einem Sägedrahtbeschlag besetzt ist,
wobei in der Vorreißwalze eine Ansaugvorrichtung sich befindet.
-
Bei einer bekannten derartigen Einrichtung öffnet sich die Ansaugvorrichtung
zu der Stelle hin, wo das Fasergut der perforierten Vorreißwalze mittels einer Zuführrolle
zugeführt wird. Die durch diese Ansaugvorrichtung abgesaugte Luft wird anschließend
zusammengepreßt und auf der gegenüberliegenden Seite durch Auslaßöffnungen der Vorreißwalze
hindurch herausgelassen; eine Maßnahme, durch die die Auflösungswirkung der Zuführrolle
und auch die überführung der an der Vorreißwalze anhängenden Fasern auf den Tambour
verbessert werden soll.
-
Ziel der Erfindung ist es, in dieser Hinsicht eine noch ganz erhebliche
Verbesserung zu erzielen und alles brauchbare Fasergut praktisch restlos auf den
Tambour zu überführen, das Fasergut dabei aber sowohl von schweren Fremdkörpern
als auch von zu kurzen Fasern, leichten Fremdkörpern und Staub gründlich zu reinigen.
-
Ein wichtiges Ziel der vorliegenden Erfindung liegt weiter in einer
Karde, bei welcher die Geschwindigkeit, mit der die Vorreißwalze umläuft, derart
erhöht werden kann, daß sich die Öffnungsleitung erhöht, ohne daß das jedoch mit
einem Verlust an langen Fasern verbunden ist.
-
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung liegt in einer Karde,
in welcher innerhalb der Vorreißwalze ein Mittel zum Entfernen der leichteren Fremdkörper
innerhalb der Fasern während des Betriebsvorganges mittels eines saugenden Luftstromes
durchgeführt wird und bei welcher ferner die schwereren Fremdkörper durch die Wirkung
der Zentrifugalkraft oder durch die Wirkung der Schwerkraft getrennt und entfernt
werden können.
-
Wieder ein weiteres Ziel der Erfindung liegt in einer Karde mit Mitteln
zur Wiedergewinnung derjenigen spinnbaren Fasern, die bereits abgeschieden sind
und in dem Luftstrom rund um die Vorreißwalze schweben und die sonst in die Beruhigungskammer
unterhalb der Vorreißwalze fallen würden.
-
Nach dem deutschen Patent 1135 503, das nicht zum Stand der Technik
in bezug auf die vorliegende Erfindung gehört, werden diese Ziele dadurch erreicht,
daß zwischen der Speisewalze und der Vorreißwalze eine zweite an sich bekannte,
ebenfalls mit einer Sägezahngarnitur versehene, jedoch keine Perforation an der
Oberfläche aufweisende Vorreißwalze angeordnet ist, von der die Sägedrahthäkchen
der perforierten Vorreißwalze das Fasergut übernehmen, daß weiter oberhalb der beiden
Vorreißwalzen und dem Tambour und in einem geringfügigen Abstand davon eine obere
Einkapselung angeordnet ist, ferner, daß unterhalb der nicht perforierten Vorreißwalze
eine Luftkammer mit einem gegebenenfalls verstellbaren Lufteinlaß in ihrer vorderen
Wand angeordnet ist und sich in der Luftkammer unterhalb der nicht perforierten
Vorreißwalze in geringem Abstand zu letzterer ein an sich bekanntes Leitmesser befindet,
das in gleichfalls an sich bekannter Weise in seiner Winkelstellung zu und in seinem
Abstand von der Vorreißwalze einstellbar ist.
-
Zu diesem älteren Vorschlag wird gemäß der vorliegenden Erfindung
ein weiterer Vorschlag hinzugefügt, der sich dem ersteren gegenüber durch eine erhebliche
Vereinfachung und Verbilligung auszeichnet, da sie, wie eingangs ausgeführt, eine
Karde mit einer einzigen Vorreißwalze betrifft, deren perforierte Oberfläche mit
einem Sägezahnbeschlag besetzt ist, wobei in der Vorreißwalze eine Ansaugvorrichtung
sich befindet und die dadurch gekennzeichnet ist, daß oberhalb der Vorreißwalze
und des Tambours und in einem geringfügigen Abstand davon eine obere Einkapselung
angeordnet ist, ferner, daß unterhalb der Vorreißwalze eine Luftkammer mit einem
Lufteinlaß in ihrer vorderen Wand angeordnet ist, weiter, daß sich in der Luftkammer
unterhalb der Vorreißwalze in geringem Abstand zu letzterer ein an sich bekanntes
Leitmesser befindet und schließlich, daß die Öffnung der Ansaugvorrichtung auf eine
Stelle richtbar ist, die zwischen dem Leitmesser und oberhalb der Übergabestelle
des Fasergutes an dem Tambour liegt.
Wenn daher die Karde gemäß
der vorliegenden Erfindung in Betrieb ist, werden die relativ schweren Anteile von
Fremdstoffen, die in dem Fasergut enthalten sind, ohne weiteres entfernt, weil sie
durch die Schicht des Luftstroms, der unterhalb der Vorreißwalze vorbeistreicht,
hindurchtreten, und zwar weil bei ihnen die Einwirkung der Zentrifugalkraft, die
von der Rotation der Vorreißwalze herrührt, oder die Wirkung der Schwerkraft überwiegt.
Sie fallen dann zu Boden. Andererseits strömen die Anteile, zu denen z. B. die geöffneten
Fasern und die relativ leichteren Bestandteile, wie z. B. winzige Staubteilchen
usw., gehören, in dem genannten Luftstrom; sie werden weitergefördert und zur Öffnung
der Ansaugeinrichtung, die sich innerhalb der Vorreißwalze befindet, hingezogen.
Hier werden die langen Fasern durch die Sägedrahthäkchen der Vorreißwalze eingefangen,
während die kleinen Staubkörnchen und die kurzen Fasern in die Ansaugvorrichtung
eingesogen werden und schließlich durch den Exhaustor strömen.
-
Ein weiteres Merkmal des älteren deutschen Patents 1135 803 besteht
darin, daß zusätzlich zu der zur perforationslosen Vorreißwalze hin gerichteten
Ansaugvorrichtung eine zweite Ansaugvorrichtung innerhalb der perforierten Vorreißwalze
nahe der übergabestelle des Fasergutes auf den Tambour (4) angeordnet ist, daß sich
eine Luftkammer auch unter der perforierten Vorreißwalze befindet, in der unterhalb
der Vorreißwalze und in geringem Abstand dazu ein Leitmesser -angeordnet ist, das
in an sich bekannter Weise in seiner Winkelstellung zu und in seinem Abstand von
der perforierten Vorreißwalze einstellbar ist. Dadurch wird, zwar unter Inkaufnahme
eines höheren Aufwandes, eine nochmalige Sichtung des bereits übergeführten Fasergutes
erzielt.
-
Zusammengefaßt bestehen folgende Hauptunterschiede zwischen der vorliegenden
Erfindung und dem älteren Vorschlag: 1. Die perforierte Vorreißwalze ist zwischen
der Zufuhrplatte und dem Tambour angeordnet.
-
2. Die Ansaugvorrichtung in der Vorreißwalze öffnet sich in Richtung
auf den Tambour. Dagegen ist nach dem älteren Vorschlag in der zweiten Walze die
Ansaugvorrichtung, wenn nur eine vorhanden ist, zur Krempel hin gerichtet angebracht;
sind dort jedoch zwei Ansaugvorrichtungen vorhanden, so ist die eine gleichfalls
zur Krempel hin gerichtet.
-
Die Vorteile der Erfindung gegenüber dem älteren Vorschlag lassen
sich wie folgt zusammenfassen: 1. Bei der vorgeschlagenen Krempel ist es schwer,
die richtigen Abstände zwischen den vier Elementen, nämlich dem Zuführtisch, der
nicht perforierten Walze, der perforierten Walze und dem Krempelzylinder zu ermitteln.
Diese Schwierigkeit wird wesentlich vermindert, wenn nur eine perforierte Vorreißwalze
an Stelle der zwei Walzen gemäß dem älteren Vorschlag vorgesehen wird.
-
2. Die Installation der gesamten Krempel gemäß dem älteren Vorschlag
beansprucht einen großen Platz. Dieser wird dadurch vermindert, daß die Anzahl der
verwendeten Elemente vermindert wird. 3. Trotz der beiden obenerwähnten strukturellen
Vorteile zeigt die Krempel gemäß der Erfindung die gleiche Leistungsfähigkeit beim
Abtrennen der krempelfähigen langen Fasern von den nicht krempelfähigen kurzen Fasern
und anderen unerwünschten Verunreinigungen.
-
4. Die Anordnung der einzigen Ansaugöffnung praktisch gegenüber dem
Tambour an der angegegebenen Stelle zusammen mit der oberen Abdeckung dient dazu,
einen unerwünschten Luftstrom, der durch die Rotation der Vorreißwalze erzeugt wird,
davon abzuhalten, daß dieser den Hauptluftstrom, der von dem Lufteinlaß in die Luftkammer
fließt, aufrührt. Der Hauptstrom fließt daher sehr turbulenzfrei, wodurch die Abscheideleistung
erhöht wird. Da die mit dem Exhaustor verbundene Ansaugöffnung Luft einsaugt, wird
der Luftdruck in dem Durchgang zwischen der oberen Abdeckung und dem unteren Teil
der Vorreißwalze vermindert, und kein wirbelnder Luftstrom wird gegen den Hauptluftstrom
an der Stelle gerichtet, wo die Vorreißwalze diesen Luftstrom trifft.
-
Wie weiter gefunden wurde, kann der Lufteinlaß in der vorderen Wand
der Luftkammer eine verstellbare Klappe aufweisen. Durch diese Dämpfungseinrichtung
kann die durchströmende Luftmenge reguliert werden, was eine wirkungsvolle Einstellung
der Intensität und des Durchmessers des Luftstroms, der von dem Lufteinlaß herkommt,
ermöglicht. Eine solche Steuerung ist sehr erwünscht, da das Fasermaterial verschiedene
Gewichte und sonstige Eigenschaften haben kann, und da der Anteil und die Art von
Fremdkörpern, die sich im Fasermaterial befinden, gleichfalls sehr verschieden sein
können, so daß verschiedene Intensitäten und Durchmesser des Luftstroms benötigt
werden, um den Vorgang jeweils mit bestem Wirkungsgrad durchzuführen.
-
Wie weiter gefunden wurde, kann die Ansaugvorrichtung in dem Maschinenrahmen
innerhalb der Vorreißwalze schwenkbar und feststellbar gelagert sein. Diese Einstellmöglichkeit
gestattet eine weitere Einstellung der Intensität, des Durchmessers, der Richtung
und der Länge des Luftstroms, damit er auf beste Weise die Abscheideleistung bei
den verschiedensten Materialien, die der Krempel zugeführt werden und die die verschiedensten
Fremdkörper enthalten können, vollbringt.
-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Abstützung für
die Vorreißwalze zwei axial ausgefluchtete Wellen aufweisen, die axial zu dem perforierten
Zylinder der Vorreißwalze gelagert sind, wobei der perforierte Zylinder auf einer
Antriebswelle und der Saugkasten auf der anderen Welle gelagert ist, die als stationäre
Welle ausgebildet ist, die auf der einen Seite einen einstellbaren und feststellbaren
Handgriff aufweist, wodurch die Lage des Saugkastens innerhalb des perforierten
Zylinders variiert werden kann. Auch diese Maßnahme gestattet wieder eine zusätzliche
Einstellmöglichkeit zur Anpassung der Maschine an die verschiedensten Betriebsverhältnisse,
um jeweils durch ein verhältnismäßig leichtes Ausprobieren den besten Wirkungsgrad
zu erzielen.
-
Schließlich kann erfindungsgemäß -vorgesehen sein, daß die Enden des
perforierten Zylinders beidseits in hohle Lagerzapfen übergehen und daß die Ansaugvorrichtung
eine
Mulde bildet, deren Enden in rohrförmige Ansätze übergehen, die in den hohlen Lagerzapfen
des perforierten Zylinders drehbar und feststellbar gelagert sind. Hierbei handelt
es sich um eine konstruktiv ganz besonders gelungene Weiterbildung des Erfindungsgedankens,
der sich durch seine Symmetrie auszeichnet, wodurch für eine besonders gleichmäßige
Krempelwirkung gesorgt wird.
-
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt F i g. 1 einen Schnitt durch
die wesentlichen Teile eines Ausführungsbeispiels nach der Erfindung, F i g. 2 einen
Schnitt längs der Linie 11-II der F i g. 1, F i g. 3 eine Ansicht von rechts der
Einrichtung nach der F i g. 2, F i g. 4 einen Schnitt durch die wesentlichen Teile
eines anderen Ausführungsbeispiels gemäß der Erfindung und F i g. 5 einen Schnitt
längs der Linie V-V der Fig.4.
-
Die in F i g. 1 dargestellte Karde weist die Vorreißwalze A auf, die
angrenzend an eine Zuführplatte 1 angeordnet ist, an deren oberem Ende sich eine
Speisewalze 2 befindet. An der anderen Seite der Vorreißwalze A gegenüber der Zuführplatte
1 ist ein Tambour 4 angeordnet, und zwar derart, daß er mit seiner Umfangsfläche
benachbart zu derjenigen der Vorreißwalze A rotiert. Oberhalb des Tambours, dessen
Umfangsfläche mit Sägedrahthäkchen besetzt ist, laufen Deckelstäbchen 5 um, deren
Umfangsflächen auf ähnliche Weise mit Sägedrahthäkchen 5 a
besetzt sind, und
der Tambour 4 sowie die Deckelstäbchen 5 sind in bezug aufeinander derart angeordnet,
daß sie sich fast berühren.
-
Die Karde gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine Vorreißwalze
A mit einem Sägedrahtbesatz 3 a und mit Perforationen 3 b auf, die sich über ihre
ganze Umfangsfläche erstrecken, sowie einen perforierten Zylinder 3, innerhalb dessen
ein Saugkasten 6 angeordnet ist. Eine obere Einkapselung 7 überdeckt den oberen
Teil der Vorreißwalze A sowie auch einen Teil des Tambours 4, der an die Vorreißwalze
A angrenzt. Wenigstens der untere Teil der Vorreißwalze A ragt in eine Luftkammer
8 hinein, welche mit Ausnahme eines Lufteinlasses 9, der das Einströmen von Luft
gestattet, von außen praktisch vollständig durch vier Wände abgeschlossen ist. Der
Saugkasten 6 erstreckt sich über die ganze Weite des perforierten Zylinders 3, und
seine Ansaugvorrichtung 6 a öffnet sich dicht zu seinem inneren Umfang hin. Der
Ansaugkasten steht andererseits mit einem Exhaustor 11 in Verbindung.
-
Wo die Vorreißwalze A in die Luftkammer 8 hineinragt, sind ein oder
mehrere Leitmesser 12 angeordnet, die von der Umfangsfläche der Vorreißwalze A einen
Abstand einhalten, der ausreicht, daß die Fasern hindurch können, wobei aber andererseits
das oder die Leitmesser so nahe wie möglich an der Vorreißwalze A angeordnet sein
sollten. Die Ansaugvorrichtung 6a des Saugkastens 6 öffnet sich an einer günstigen
Stelle zwischen dem Punkt, wo die Vorreißwalze A und der Tambour 4 am dichtesten
zusammenkommen und dem Leitmesser 12 oder etwas oberhalb dieses Punktes, wo die
Vorreißwalze A und der Tambour 4 am dichtesten zusammenkommen. Die F i g. 2 bzw.
3 stellen den Saugkasten der Vorreißwalze A sowie als Beispiel eine Einrichtung
zur Einstellung der Lage der Öffnung der Ansaugvorrichtung 6a des Saugkastens 6
innerhalb der Vorreißwalze dar.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den F i g. 2 und 3 stehen die beiden
anderen Enden der Ansaugvorrichtung 6a, welche auf einen Teil der inneren Umfangfläche
des perforierten Zylinders 3 gerichtet sind, mit einem rohrförmigen Saugkasten 6
in Verbindung, dessen andere Seite wieder zu Kanälen 10, 10 hin offen ist. Die Kanäle
10,10 auf beiden Seiten des perforierten Zylinders 3 vereinigen sich und bilden
eine Leitung 10', welche mit einem Exhaustor 11 in Verbindung steht. Dementsprechend
wird die Luft, welche in die Ansaugvorrichtung 6a des Saugkastens 6 durch die zahlreichen
Perforationen 3 b des perforierten Zylinders 3 hindurchgesogen wurde, weiterhin
mittels des Exhaustors 11 über die Saugkästen 6, 6, die Leitungen 10,10 und die
Leitung 10' abgesogen.
-
Der Saugkasten 6 sitzt auf einer stationären Welle 20, an welcher
ein Handgriff 21 befestigt ist. Wie in F i g. 3 dargestellt, ist der Handgriff 21
in seinem mittleren Teil breit ausgebildet und weist dort einen gekrümmten Schlitz
22 auf. Bei Betätigung des Handgriffes 21 wird die Welle 20 gedreht, und damit wird
die Ansaugvorrichtung 6a des Saugkastens 6, welcher auf der Welle 20 sitzt, in die
gewünschte Lage gebracht, worauf eine Mutter 22 b, die auf einem Bolzen 22a sitzt,
welcher sich durch den gekrümmten Schlitz 22 des Handgriffes 21 hindurch erstreckt,
angezogen wird. Damit kann die Ansaugvorrichtung 6a des Saugkastens 6 mittels Betätigung
des Handgriffes 21 in jede gewünschte Lage gebracht werden.
-
Der perforierte Zylinder 3 wird von den radialen Armen 24, 25 getragen,
wobei der radiale Arm 24 drehbar auf der zuvor erwähnten stationären Welle
20 gelagert ist, während der radiale Arm 25 fest mit einer Antriebswelle
23 unter Zwischenschaltung einer Nabe 26 in Verbindung steht, Wenn daher die Antriebswelle
23 mit Hilfe eines geeigneten, nicht dargestellten Antriebs in Umdrehung versetzt
wird, dann wird der perforierte Zylinder 30 unabhängig von der stationären
Welle 20 gedreht. Andererseits kann die Ansaugvorrichtung 6a des Saugkastens
6 in jede gewünschte Lage, unabhängig von der Drehung des perforierten Zylinders
3, durch Betätigung der stationären Welle mit Hilfe des Handgriffes 21 eingestellt
werden.
-
Wenn die in F i g. 1 und 2 dargestellte Karde in Betrieb ist, wird
mit Hilfe des Exhaustors 11 ein Luftstrom, der in derselben Richtung, die die rotierende
Umfangsfläche der Vorreißwalze A an der betreffenden Stelle hat, verläuft, in der
Luftkammer 8 unterhalb der Vorreißwalze A erzeugt, welcher Luftstrom sich vom Lufteinlaß
9 in Richtung zur Ansaugvorrichtung 6a des Saugkastens 6 bewegt und schließlich
vom Exhaustor 11 abgesogen wird. Ein größerer Teil der Fasern des Fasergutes, das
die Zuführrolle 2 zugeführt hat, wird durch den Sägedrahtbesatz 3 a der Vorreißwalze
A aufgefangen und darauf weiterbefördert, während der Staub, Saatkörner und andere
Fremdkörper, wenn sie schwer genug sind, von den Fasern durch die starke Zentrifugalkraft
der Vorreißwalze A oder durch die Schwerkraft abgeschieden werden und auf den Boden
der
Luftkammer 8 fallen. Andererseits werden Bestandteile, die klein
sind und ein geringfügiges Gewicht haben und kurze Fasern, die nicht so ohne weiteres
durch den Sägedrahtbesatz 3 a eingefangen worden sind, sowie auch ein Teil der langen
Fasern, während sie sich in dem Luftstrom bewegen, der unterhalb der Unterseite
der Vorreißwalze vorbeistreicht, in derselben Richtung gefördert, in welcher die
Vorreißwalze A rotiert, und die spinnbaren Fasern zwischen den Fasern und Fremdkörpern,
die durch den Sägedrahtbesatz 3 a vermöge der Saugwirkung des Saugkastens 6 an der
Stelle eingefangen werden, auf die die Ansaugvorrichtung 6a gerichtet ist, kommen
mit den spinnbaren Fasern, welche auf dem Sägedrahtbesatz von Anfang an gefördert
wurden, zusammen und werden auf den Tambour 4 an derjenigen Stelle übergeführt,
wo die Vorreißwalze A und der Tambour 4 am nächsten aneinanderkommen. Andererseits
werden die kleinen Fremdbestandteile und kurzen Fasern, die durch den Luftstrom
mitgerissen werden, in den Saugkasten 6 eingesogen, wobei sie durch die Perforationen
3 b hindurchtreten, ohne diese zu verstopfen, und strömen anschließend mit durch
den Exhaustor.
-
Um den Luftstrom regulieren zu können, ist es vorteilhaft, ein Dämpfungsmittel,
z. B. eine verstellbare Klappe 13, in dem Lufteinlaß 9 der Luftkammer 8 vorzusehen.
Zusätzlich kann, um den Luftstrom, der an der Unterseite der Vorreißwalze A erzeugt
wird, zu stabilisieren, die vordere Wand 8a der Luftkammer 8 möglichst weit nach
vorn, z. B. etwa unter dem vorderen Ende der Zufuhrplatte 1, vorgesehen sein. Da
gemäß der vorliegenden Erfindung die Reinigung der Fasern an zwei Stellen durchgeführt
wird, nämlich unter der Vorreißwalze A und ferner an der Ansaugvorrichtung 6a des
Saugkastens 6, ist nicht nur die Reinigungswirkung sehe gut, sondern auch dank der
gewissen Stützung, die der Luftstrom gibt, ist der Verlust an spinnbaren Fasern,
d. h. langen Fasern, gering. Daher kann die Vorreißwalze A bei Verwendung einer
Karde gemäß Erfindung in einer höheren Geschwindigkeit umlaufen, als es bei den
üblichen Maschinen der Fall ist. Ferner kann der Wirkungsgrad der Karde weitgehend
verbessert werden.
-
F i g. 4 und 5 stellen ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
dar, bei welchem die Ansaugvorrichtung anders ausgebildet und auf eine andere Stelle
gerichtet ist, als bei dem in den F i g. 1 bis 3 geschilderten Ausführungsbeispiel.
In F i g. 4 und 5 sind die Teile, die denen der Ausführungsbeispiele nach Fig. 1
bis 3 entsprechen, mit denselben Bezugszeichen bezeichnet worden. Die Karde gemäß
diesem Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von derjenigen nach F i g. 1 bis 3
dadurch, daß die öffnung 40 a der Ansaugvorrichtung 40 auf eine Stelle gerichtet
ist, die wesentlich weiter oberhalb derjenigen Stelle liegt, wo die Vorreißwalze
A und der Tambour 4 am nächsten zusammenkommen, und dadurch, daß die Ansaugvorrichtung
40 die Gestalt einer Rohrleitung von großem Durchmesser hat, die an ihren beiden
Enden in dem perforierten Zylinder 3 abgestützt ist.
-
Wie in F i g. 5 dargestellt, sind die beiden Enden des perforierten
Zylinders 3 in dem Maschinenrahmen 50 mittels der Kugellager 51 gelagert. Eine Riemenscheibe
52 ist an dem einen Ende des perforierten Zylinders 3 befestigt, und bei Antrieb
dieser Riemenscheibe 52 über einen Treibriemen wird der Zylinder gedreht. Die Enden
der Ansaugvorrichtung 40 sind in den Enden des perforierten Zylinders 3 gelagert.
An dem einen Ende der Ansaugvorrichtung 40, das ein wenig über das Ende des perforierten
Zylinders 3 hinausragt, ist ein Handgriff 53 angebracht. Mittels dieses Handgriffes
53 kann die Ansaugvorrichtung um den Bereich eines kleinen Winkels gedreht werden.
Der Stift 55, der am Handgriff 53 befestigt ist, erstreckt sich gleitbar durch einen
gekrümmten Schlitz 54 hindurch, der sich in einer Platte 57 befindet, die mit dem
Rahmen in Verbindung steht. Durch Anziehen der Mutter 56, die auf den Stift 55 aufgeschraubt
ist, kann der Handgriff 53 in der günstigsten Lage innerhalb des Bereichs des Schlitzes
54 festgestellt werden.
-
Wenn die Karde in Betrieb ist, dann wird genau so wie bei der Karde
gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den F i g. 1 bis 3 ein Luftstrom unterhalb der
Vorreißwalze A erzeugt, der, von dem Lufteinlaß 9 in der vorderen Wand 8 a der Luftkammer
8 ausgehend, zu demjenigen Teil der Karde hin gerichtet ist, wo die Vorreißwalze
A und der Tambour 4 am nächsten aneinanderkommen, und die relativ schweren Fremdkörper,
die sich innerhalb des Fasergutes befinden, durchbrechen diese Luftstromschicht
und fallen in der Luftkammer 8 zu Boden. Im Gegensatz dazu werden die relativ leichten
Teilchen, die in dem Fasergut enthalten sind, wie z. B. kleine Staubkörnchen, kurze
Fasern oder auch spinnbare Fasern, zusammen mit dem Luftstrom weiterbefördert, und
während nur die spinnbaren Fasern durch den Sägedrahtbesatz 3 a entweder der Vorreißwalze
A oder des Tambors 4 aufgenommen werden, werden diese Teile sehr dicht aneinanderliegend
zum Tambour hingefördert, die kleinen Staubkörnchen und die kurzen Fasern dazwischen
werden jedoch, ohne daß sie von dem Sägedrahtbesatz 3 a eingefangen werden, innerhalb
des Luftstroms weiterbefördert und in die Ansaugvorrichtung 40 hineingesogen, gehen
durch die Perforationen 3 b hindurch und gelangen dann wieder durch den Exhaustor
11.