DE1262578B - Verfahren und Dreiwalzenkalander zum beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn in eine Kautschukmischung - Google Patents
Verfahren und Dreiwalzenkalander zum beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn in eine KautschukmischungInfo
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- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C70/00—Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B 29h
Deutsche Kl.: 39 a6- 9/02
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1262578
C31975X/39a6
27. Januar 1964
7. März 1968
C31975X/39a6
27. Januar 1964
7. März 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn, insbesondere
einer aus zueinander parallelen Stahlseilen bestehenden Bahn, in eine Kautschukmischung oder
gleichartige Werkstoffe, bei dem die Cordgewebebahn beim Durchführen durch den Walzenspalt eines Kalanders
in von beiden Seiten zulaufende Bahnen der Kautschukmischung eingebettet und die auf beiden
Rädern der Cordgewebebahn überstehenden Bahnen der Kautschukmischung abgezogen werden.
Es ist bereits bekannt, Dreiwalzenkalander zum beidseitigen Einbetten von Bahnen, z. B. von Cordgewebebahnen,
die zur Herstellung von Luftreifen erforderlich sind, in Kautschuk zu verwenden. Das
beidseitige Einbetten in Kautschuk wird zwar bei den bekannten Einrichtungen in einem Arbeitsgang durchgeführt,
erfordert jedoch einen erheblichen technischen Aufwand in Form von verschiedenen Andrück- und
Umlenkrollen, weil die zu belegende Gewebebahn jeweils nur an einer Walze des Dreiwalzenkalanders
angedrückt und entlanggeführt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Arbeitsgang des beidseitigen Belegens der Bahn
wirkungsvoll mit einem kleinstmöglichen Aufwand von zusätzlichen Rollen und Walzen zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß aus den abgezogenen Bahnen der Kautschukmischung,
denen eine etwa der halben Breite der Cordgewebebahn entsprechende Breite gegeben
wird, unter Zusammenführung im Bereich der zu belegenden Cordgewebebahn die eine der dem Walzenspalt
zulaufenden Bahnen der Kautschukmischung gebildet wird. Bei dieser Verfahrensführung wird die
zu belegende Gewebebahn gleichzeitig auf beiden Seiten mit der Kautschukmischung beschichtet, so
daß die zu belegende Gewebebahn nur ein einziges Mal ohne Rückführung durch zwei Walzen des Dreiwalzenkalanders
hindurchgezogen wird. Abgesehen von einer gleichmäßigen und wirkungsvollen Vereinigung
der Kautschukschicht mit der eigentlichen zu behandelnden Bahn ist ein relativ kleiner Aufwand
an technischen Mitteln notwendig.
Besonders vorteilhaft ist diese Verfahrensführung bei der Behandlung von Bahnen, die aus einander
parallelen in Längsrichtung der Bahn verlaufenden Stahlseilen bestehen, die bekanntlich nach dem Beschichten
in erster Linie als Verstärkungseinlage für Fahrzeugluftreifen dienen. Es hat sich nämlich gezeigt,
daß eine besonders gute Haftung zwischen dem Kautschuk und den Stahlseilen erzielt wird, insbesondere
dann, wenn die erneut dem Walzenmund zu-
Verfahren und Dreiwalzenkalander zum
beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn
in eine Kautschukmischung
beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn
in eine Kautschukmischung
Anmelder:
Continental Gummi-Werke Aktiengesellschaft,
3000 Hannover, Königsworther Platz 1
Als Erfinder benannt:
Helmut Paul, 3255 Lauenau;
Friedrich Nacke, 3001 Godshorn
Helmut Paul, 3255 Lauenau;
Friedrich Nacke, 3001 Godshorn
geführte Kautschukmasse durch einen Friktionsvorgang in Gleichlauf aufgebracht wird.
Es ist zweckmäßig, wenn bei abgezogenen Bahnen der Kautschukmischung, denen eine unter der halben
Breite der Cordgewebebahn entsprechende Breite gegeben wird, dem Walzenspalt im Bereich der zu
belegenden Cordgewebebahn zusätzlich eine entspre-
chende Menge der Kautschukmischung zugegeben wird. Durch diese Maßnahme können auch Cordgewebebahnen
beidseitig beschichtet werden, die breiter als die halbe Walzenlänge sind bzw. wo die
abgezogenen Bahnen der Kautschukmischung zusammengenommen eine geringere Breite als die Cordgewebebahn
aufweisen. Es können also Cordgewebebahnen unterschiedlicher Breite ohne zusätzliche
Walzen und Andrückrollen beschichtet werden.
Die Erfindung betrifft ferner einen Dreiwalzenkalander zur Durchführung des Verfahrens. Gemäß der Erfindung sind der Oberwalze oder der Unterwalze zum Zurückführen der abgezogenen Bahnen der Kautschukmischung eine oder mehrere entsprechend schräg zur zugehörigen Walze verlaufende Leitrollen zugeordnet. Hierdurch ergibt sich ein kontinuierlicher Arbeitsgang, wobei ein Teil der dem Walzenmund zugeführten plastischen Masse zum Belegen der einen Bahnseite und der andere Teil zum Belegen der anderen Seite der Bahn dient. Zweckmäßigerweise sind die Leitrollen symmetrisch zur Mitte des Kalanders angeordnet.
Die Erfindung betrifft ferner einen Dreiwalzenkalander zur Durchführung des Verfahrens. Gemäß der Erfindung sind der Oberwalze oder der Unterwalze zum Zurückführen der abgezogenen Bahnen der Kautschukmischung eine oder mehrere entsprechend schräg zur zugehörigen Walze verlaufende Leitrollen zugeordnet. Hierdurch ergibt sich ein kontinuierlicher Arbeitsgang, wobei ein Teil der dem Walzenmund zugeführten plastischen Masse zum Belegen der einen Bahnseite und der andere Teil zum Belegen der anderen Seite der Bahn dient. Zweckmäßigerweise sind die Leitrollen symmetrisch zur Mitte des Kalanders angeordnet.
Weitere Einzelheiten des Verfahrens und Dreiwalzenkalanders werden an Hand der Zeichnung beispielsweise
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den Dreiwalzenkalander im Querschnitt,
F i g. 2 den Kalander gemäß F i g. 1 in der Rückansicht.
809 517/307
Der Dreiwalzenkalander, der eine beliebige Bauart haben kann, weist drei genau übereinanderliegende
Walzen, und zwar eine Unterwalze 1, eine Mittelwalze 2 und eine Oberwalze 3 auf. Im Bereich der
Mittelwalze 2 befindet sich noch eine Andrückwalze 4 und eine weitere Walze 5 im Abstand von der Mittelwalze
2, und zwar an der Hinterseite des Kalanders.
Für die Walzen sind nicht näher dargestellte Antriebe vorgesehen. Die Drehrichtung der Walzen 1, 2
und 3 sind durch Umlaufpfeile 6 angezeigt.
Die beidseitig in Kautschuk einzubettende Bahn 7, die aus einander parallelen, in Längsrichtung der
Bahn 7 verlaufenden, dicht nebeneinander liegenden Stahlseilen besteht, wird von oben her zunächst der
Andrückwalze 4 zugeführt. Dabei kommt die untere Fläche der Bahn 7 mit der auf der Mittelwalze.2 liegenden
Kautschukschicht 8 in Berührung,. die sich aus der im unteren Walzenmund 9 befindlichen Kautschulanasse
10 bildet. Die Bahn 7 wird in den eigentlichen Walzenmund 11 eingeführt und durch die
beiden Walzen .2 und 3, die mit Gleichlauf, vorzugsweise aber als Gleichlauf-Friktionswalzen arbeiten,
hindurchgeführt.
,Wie Fig. 2 erkennen läßt, entspricht die BreiteB
der Bahn 7 etwa der halben Länge L der Walzen 1, 2 und 3. Somit gelangt nicht nur die Bahn 7 durch den
Walzenspalt des Walzenmundes 11, sondern zu beiden Seiten bei 12 läuft eine Kautschukschicht durch den
Walzenspalt, die abgezogen und durch V-förmig anstehende, symmetrisch in bezug auf die Kalandermitte
angeordnete Leitrollen 13 etwa oberhalb der Oberwalze 3 zu einer Kautschukbahn 14 vereinigt wird.
Diese gelangt infolge der Drehung der Oberwalze 3 zum Walzenmund 11 und dient zur Beschichtung der
Rückenfläche der Bahn 7.
Die somit beidseitig in Kautschuk eingebettete Bahn 7 läuft der Walze 5 zu und wird dann in üblicher
Weise aufgewickelt bzw. weiterverarbeitet.
Die insbesondere aus F i g. 2 erkennbaren Breiten- und Längenverhältnisse, insbesondere auch die Brei- 4<
> ten der Teilbahnen 14', können verändert werden. Im allgemeinen wird man aber die Breite B so wählen,
daß die Breite der aus den Teilbahnen 14' entstehenden Kautschukbahn 14 wiederum der Breite B entspricht.
Dabei wird man im allgemeinen so vorgehen, daß die Breite B etwa der halben Länge L der Walzen
1, 2 und 3 entspricht.
Es ist auch möglich, die Masse 10 im Walzenmund 11 anzuordnen und dementsprechend den eigentlichen
Beschichtungsgang in dem unteren Walzenspalt vonstatten gehen zu lassen, wobei dann sinngemäß
die Kautschukbahn 14 um die Unterwalze 1 gelenkt werden muß.
Wenngleich sich auch die Umlenkung und Führung der Kautschukbahn 14 mit Hilfe einer Kalanderwalze,
insbesondere unter Verwendung der Oberwalze 3, als besonders zweckmäßig erweist, so ist dies kein unbedingtes
Erfordernis. Von größerer Bedeutung ist das Zuführen der seitlich neben der Bahn 7 durchlaufenden
Kautschukmässe zum Walzenmund in der Weise, daß ein beidseitiges Belegen eintritt.
Es sei noch erwähnt, daß eine größere Breite der Bahn 7 gewählt werden kann, wenn eine Zusatzfütterung
erfolgt, und zwar vorzugsweise am Walzenmund 11.
Claims (4)
1. Verfahren zum beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn, insbesondere einer aus zueineinander
parallelen Stahlseilen bestehenden Bahn, in eine Kautschukmischung oder gleichartige
Werkstoffe, bei dem die Cordgewebebahn beim Durchführen durch den Walzenspalt eines Kalanders
in von beiden Seiten zulaufende Bahnen der Kautschukmischung eingebettet und die auf
beiden Rändern der Cordgewebebahn überstehenden Bahnen der Kautschukmischung abgezogen
werden, dadurch gekennzeichnet, daß aus den abgezogenen Bahnen der
Kautschukmischung, denen eine etwa der halben Breite der Cordgewebebahn entsprechende Breite
gegeben wird, unter Zusammenführung im Bereich der zu belegenden Cordgewebebahn die
eine der den Walzenspalt zulaufenden Bahnen der Kautschukmischung gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei abgezogenen Bahnen der
Kautschukmischung, denen eine unter der halben Breite der Cordgewebebahn entsprechende Breite
gegeben wird, dem Walzenspalt im Bereich der zu belegenden Cordgewebebahn zusätzlich eine
entsprechende Menge der Kautschukmischung zugegeben wird.
3. Dreiwalzenkalander zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Oberwalze (3) oder der Unterwalze (1) zum Zurückführen der abgezogenen Bahnen der Kautschukmischung eine oder mehrere
entsprechend schräg zur zugehörigen Walze verlaufende Leitrollen (13) zugeordnet sind.
4. Dreiwalzenkalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitrollen (13)
symmetrisch zur Mitte des Kalanders angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 251357;
USA.-Patentschriften Nr. 1652149, 1866 807.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 517/307 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC31975A DE1262578B (de) | 1964-01-27 | 1964-01-27 | Verfahren und Dreiwalzenkalander zum beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn in eine Kautschukmischung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEC31975A DE1262578B (de) | 1964-01-27 | 1964-01-27 | Verfahren und Dreiwalzenkalander zum beidseitigen Einbetten einer Cordgewebebahn in eine Kautschukmischung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1262578B true DE1262578B (de) | 1968-03-07 |
Family
ID=7020080
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1262578B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US11453256B2 (en) * | 2016-02-09 | 2022-09-27 | Continental Reifen Deutschland Gmbh | Method for producing a material web, use thereof as a reinforcing ply for an elastomer item, and vehicle pneumatic tires |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB251357A (en) * | 1925-02-02 | 1926-05-03 | Dunlop Rubber Co | Improvements in and relating to the method of preparing rubber coated fabrics and apparatus therefor |
| US1652149A (en) * | 1922-11-04 | 1927-12-06 | Goodyear Tire & Rubber | Selvage trimmer |
| US1866807A (en) * | 1929-06-20 | 1932-07-12 | Gillette Rubber Co | Method of and apparatus for making four-ply stock on three-roll calenders |
-
1964
- 1964-01-27 DE DEC31975A patent/DE1262578B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US1652149A (en) * | 1922-11-04 | 1927-12-06 | Goodyear Tire & Rubber | Selvage trimmer |
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|---|---|---|---|---|
| US11453256B2 (en) * | 2016-02-09 | 2022-09-27 | Continental Reifen Deutschland Gmbh | Method for producing a material web, use thereof as a reinforcing ply for an elastomer item, and vehicle pneumatic tires |
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