DE1262430B - Steuersatz fuer einen steuerbaren Halbleitergleichrichter - Google Patents
Steuersatz fuer einen steuerbaren HalbleitergleichrichterInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H02m
H02p
Deutsche Kl.: 21 d2-12/04
Deutsche Kl.: 21 d2-12/04
Nummer: 1 262 430
Aktenzeichen: W 32282 VIII b/21 d2
Anmeldetag: 18. Mai 1962
Auslegetag: 7. März 1968
Die Erfindung betrifft einen Steuersatz für einen steuerbaren Halbleitergleichrichter. Derartige Steuersätze
haben die Aufgabe, Zündimpulse zu liefern, deren Phasenlage relativ zu einer periodischen Bezugsspannung
stetig verändert werden kann. Als Bezugsspannung dient meist die Spannung der Wechselstromquelle,
an die der Verbraucher über die Laststrecke des steuerbaren Halbleitergleichrichters
angeschlossen ist. Durch stetige Änderung der Phasenlage der der Steuerstrecke des steuerbaren
Halbleitergleichrichters zugeführten Zündimpulse relativ zu der Spannung der Wechselspannungsquelle
läßt sich die dem Verbraucher zugeführte mittlere Leistung stetig steuern.
Es ist bekannt, als Steuersätze Transistorkippstufen zu verwenden. Die von derartigen Anordnungen
gelieferten Impulse sind jedoch verhältnismäßig stark von Temperaturschwankungen abhängig, eine
Eigenschaft, die besonders störend ist, wenn mit Hilfe solcher Sätze die von einem Dreiphasennetz an
einen Verbraucher gelieferte Leistung gesteuert werden soll. Diesen Nachteil kann man zwar durch
Temperaturkompensationen vermeiden, wodurch aber der Aufwand derartiger Steuersätze noch zusätzlich
erhöht wird. Verwendet man Steuersätze, die auf dem Prinzip des Sperrschwingers beruhen, dann
sind außerdem zusätzliche Mittel erforderlich, um die Steuerimpulse mit der zu steuernden Spannung
zu synchronisieren.
Die Temperaturabhängigkeit läßt sich zum Teil durch Steuersätze vermeiden, die mit Hilfe von
Magnetverstärkern arbeiten. Hierbei liegt jedoch die Steuerspannung unter Umständen während der Dauer
einer ganzen Halbwelle an der Steuerstrecke eines steuerbaren Halbleitergleichrichters. Das ist besonders
nachteilig, da die von dem steuerbaren Halbleitergleichrichter maximal steuerbare Leistung um
so kleiner ist, je größer die Verluststärke des Steuerkreises ist. Außerdem können durch die Auf- bzw.
Ummagnetisierungsvorgänge Störspannungen hervorgerufen werden, die zu Fehlzündungen führen könnten,
was wieder besondere Vorkehrungen zu deren Vermeidung bedingt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steuersatz zu schaffen, welcher die genannten Nachteile
vermeidet, dessen Ausgangsspannung also in einem weiten Temperaturbereich von Temperaturschwankungen
im wesentlichen unabhängig ist, der Impulse mit steilen Anstiegsflanken und begrenztem
Energiegehalt liefert und der außerdem sehr billig in der Herstellung ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einem beSteuersatz für einen steuerbaren
Halbleitergleichrichter
Halbleitergleichrichter
Anmelder:
Westinghouse Electric Corporation,
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. jur. G. Hoepffner, Rechtsanwalt,
8520 Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Als Erfinder benannt:
Deryl G. McDaniel, Lima, Ohio;
Kent M. Blossom, Ohio City, Ohio (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 19. Mai 1961 (111314)·
kannten Steuersatz für einen steuerbaren Halbleitergleichrichter ausgegangen, mit dessen Steuerstrecke
in Reihe zueinander ein Begrenzungswiderstand und ein Steuerspannungswiderstand verbunden ist, der
über die Arbeitswicklung eines Magnetverstärkers und eine Diode an eine Wechselspannungsquelle angeschlossen
ist.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstrecke des steuerbaren Halbleitergleichrichters
über einen Kondensator an den Steuerspannungswiderstand angeschlossen ist und daß der Steuerstrecke
eine Diode antiparallel geschaltet ist.
Über diese zuletzt genannte Diode kann sich der erwähnte Kondensator während jeder zweiten Halbwelle
entladen. Dabei entsteht an der Diode eine Spannung, durch die der steuerbare Halbleitergleichrichter
mit Sicherheit im gesperrten Zustand gehalten wird.
Verwendet man als Diode eine Zenerdiode, dann läßt sich zugleich die Amplitude der zugeführten
Zündimpulse auf einen gewünschten zulässigen Wert, nämlich den Wert der Zenerspannung der Diode begrenzen.
Eine besonders vorteilhafte und einfache Anordnung erhält man, wenn man der Arbeitswicklung des
Magnetverstärkers eine periodische Wechselspannung zuführt, die — zweckmäßig über einen Isoliertransformator
— von der Stromquelle abgeleitet wird, die den Verbraucher über die Laststrecke des steuerbaren
Halbleitergleichrichters speist.
809 517/272
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in F i g. 1 dargestellt. Eine mit 20 bezeichnete Last ist
dort über die Laststrecke 32, 33 eines steuerbaren Halbleitergleichrichters 18 an eine Wechselspannungsquelle
16 angeschlossen. Der steuerbare Halbleitergleichrichter 18 besitzt eine Steuerstrecke 32,
44, der die von dem Steuersatz gelieferten Impulse zugeführt werden.
Der Steuersatz selbst besteht im wesentlichen aus einem Magnetverstärker 26 mit einer Arbeitswicklung
24, einer Vormagnetisierungswicklung 48 und einer Steuerwicklung 46. Die Arbeitswicklung 24 ist
über einen Widerstand 40 und ein Ventil 22 an die Sekundärwicklung 14 eines Transformators 10 angeschlossen,
dessen Primärwicklung 12 mit den Klemmen der Wechselspannungsquelle 16 verbunden ist.
Mit Hilfe eines der Wicklung 48 über die Leiter 52 und 54 zugeführten Gleichstromes wird der gewünschte
Arbeitspunkt eingestellt. An die Wicklung 46 ist eine Steuerspannungsquelle 50 angeschlossen.
Durch Verändern der Größe des von dieser Quelle gelieferten Gleichstromes läßt sich der Sättigungszeitpunkt
des Kernes des Magnetverstärkers 26 innerhalb der Halbperiode verändern. Auf dem Kern können
auch noch zusätzliche Hilfswicklungen für Überwachung und Signalisierung angeordnet sein.
An den Widerstand 40 ist die Steuerstrecke 32, 44
des steuerbaren Halbleitergleichrichters 18 über einen Kondensator 34 und einen Begrenzungswiderstand
36 angeschlossen. Der Steuerstrecke ist außerdem eine Diode 42, vorzugsweise eine Zenerdiode, antiparallel
geschaltet.
Sobald der Kern des Magnetverstärkers 26 gesättigt ist, steigt die Spannung am Widerstand 40
sprungartig annähernd auf den Wert der in diesem Zeitpunkt von der Sekundärwicklung 14 des Transformators
10 gelieferten Spannung an. In F i g. 2 b ist der Verlauf der Spannung an diesem Widerstand dargestellt.
Dabei ist vorausgesetzt, daß die von der Quelle 16 gelieferte Spannung den in F i g. 2 a gezeigten
Verlauf hat. Über die Steuerstrecke des steuerbaren Halbleitergleichrichters 18, den Kondensator
34 und den Begrenzungswiderstand 36 fließt dann kurzzeitig ein Strom, durch den der steuerbare
Halbleitergleichrichter 18 gezündet wird, so daß seine Laststrecke sehr niederohmig wird und in diesem Zustand
auch bleibt, bis der über die Laststrecke fließende Strom eine nahe bei Null liegende Schwelle
unterschreitet. Der Verlauf des Zündimpulses ist in F i g. 2 c dargestellt. Um die Steuerstrecke des Steuerbaren
Halbleitergleichrichters vor überhöhten unzulässigen Zündimpulsen zu schützen, ist der Steuerstrecke
eine Diode 42, vorzugsweise eine Zenerdiode, antiparallel geschaltet, deren Zenerspannung knapp
unterhalb der maximal zulässigen Steuerspannung liegt.
Die Dauer des Zündimpulses ist im wesentlichen durch die Größe des Kondensators 34 und der Widerstände
36 und 40 bestimmt. Sobald der Kondensator voll aufgeladen ist, ist der mit der Klemme 28 verbundene
Kondensatorbelag positiv. Auf Grund der Wirkung des Kondensators wird die resultierende, an
der Steuerstrecke des steuerbaren Halbleitergleichrichters 18 liegende Spannung bereits vor dem Ende
der betrachteten Halbperiode negativ (vgl. Fig. 2c).
Durch diese negative Vorspannung wird eine Fehlzündung zu einem unerwünschten Zeitpunkt mit
Sicherheit verhindert. Diese negative Vorspannung bleibt aber auch während der folgenden Halbperiode
bestehen und stellt so eine einwandfreie Sperrung des steuerbaren Halbgleichrichters sicher. Dies wird
ebenfalls durch den Kondensator 34 bewirkt, der sich während dieser Halbwelle über den Widerstand 40,
die Diode 42 und den Widerstand 36 entlädt. Der steuerbare Halbleitergleichrichter 18 kann somit erst
in der übernächsten, positiven Halbwelle gezündet werden, und zwar zu dem Zeitpunkt, in dem der
Kern des Magnetverstärkers 26 erneut gesättigt wird. Dieser Zeitpunkt läßt sich durch Verändern des der
Wicklung 46 zugeführten Gleichstromes einstellen.
Claims (4)
1. Steuersatz für einen steuerbaren Halbleitergleichrichter, mit dessen Steuerstrecke in Reihe
zueinander ein Begrenzungswiderstand und ein Steuerspannungswiderstand verbunden sind, der
über die Arbeitswicklung eines Magnetverstärkers und eine Diode an eine Wechselspannungsquelle
angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerstrecke des steuerbaren Halbleitergleichrichters (28) über einen Kondensator
(34) an den Steuerspannungswiderstand (40) angeschlossen ist und daß der Steuerstrecke eine
Diode (42) antiparallel geschaltet ist.
2. Steuersatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Steuerstrecke antiparallel
geschaltete Diode (42) eine Zenerdiode ist.
3. Steuersatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselspannungsquelle
(10) eine Spannung liefert, die synchron zu derjenigen verläuft, die einen Verbraucher (20) über
die Laststrecke (32, 33) des steuerbaren Halbleitergleichrichters (18) speist.
4. Steuersatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselspannung für den
Steuersatz von der Sekundärwicklung (14) eines Transformators (10) abgegriffen ist, dessen Primärwicklung
(12) an eine Spannungsquelle (16) angeschlossen ist, die den Verbraucher (20) über
die Laststrecke des steuerbaren Halbleitergleichrichter (18) speist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1106 860;
schweizerische Patentschrift Nr. 216 817;
USA.-Patentschrift Nr. 2 925 546;
Funk-Technik, Nr. 11/1953, S. 347, 348;
AEG-Mitteilungen 49 (1959), S. 106.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1106 860;
schweizerische Patentschrift Nr. 216 817;
USA.-Patentschrift Nr. 2 925 546;
Funk-Technik, Nr. 11/1953, S. 347, 348;
AEG-Mitteilungen 49 (1959), S. 106.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 517/272 2.68
Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US111314A US3160806A (en) | 1961-05-19 | 1961-05-19 | Rectifier circuit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1262430B true DE1262430B (de) | 1968-03-07 |
Family
ID=22337785
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW32282A Pending DE1262430B (de) | 1961-05-19 | 1962-05-18 | Steuersatz fuer einen steuerbaren Halbleitergleichrichter |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3160806A (de) |
| JP (1) | JPS4326199Y1 (de) |
| DE (1) | DE1262430B (de) |
| GB (1) | GB947758A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3210641A (en) * | 1961-02-28 | 1965-10-05 | Hunt Electronics Company | Power control circuit employing semiconductor switching means responsive to the saturation of a magnetic amplifier |
| US3417312A (en) * | 1965-07-30 | 1968-12-17 | Matsushita Electric Industrial Co Ltd | Constant output voltage rectifying systems |
| JPS515532A (en) * | 1974-07-03 | 1976-01-17 | Hitachi Ltd | Denryokuhenkankino seigyosochi |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH216817A (de) * | 1941-05-03 | 1941-09-15 | Spaelti Alfred | Einrichtung für die Gittersteuerung von Quecksilberdampf-Stromrichtern. |
| US2925546A (en) * | 1959-05-11 | 1960-02-16 | Acf Ind Inc | Magnetic reset control for rectifier |
| DE1106860B (de) * | 1957-03-15 | 1961-05-18 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Erzeugung einer Wechselspannung mit einseitig trapezfoermiger Halbwelle |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2798985A (en) * | 1952-12-23 | 1957-07-09 | Allis Chalmers Mfg Co | Steep wave front voltage generating system |
-
1961
- 1961-05-19 US US111314A patent/US3160806A/en not_active Expired - Lifetime
-
1962
- 1962-04-30 GB GB16316/62A patent/GB947758A/en not_active Expired
- 1962-05-18 DE DEW32282A patent/DE1262430B/de active Pending
- 1962-05-19 JP JP5711162U patent/JPS4326199Y1/ja not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH216817A (de) * | 1941-05-03 | 1941-09-15 | Spaelti Alfred | Einrichtung für die Gittersteuerung von Quecksilberdampf-Stromrichtern. |
| DE1106860B (de) * | 1957-03-15 | 1961-05-18 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Erzeugung einer Wechselspannung mit einseitig trapezfoermiger Halbwelle |
| US2925546A (en) * | 1959-05-11 | 1960-02-16 | Acf Ind Inc | Magnetic reset control for rectifier |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4326199Y1 (de) | 1968-11-01 |
| GB947758A (en) | 1964-01-29 |
| US3160806A (en) | 1964-12-08 |
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