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DE1262103B - Drehrohrofen zum thermischen Reinigen von Metallabfaellen - Google Patents

Drehrohrofen zum thermischen Reinigen von Metallabfaellen

Info

Publication number
DE1262103B
DE1262103B DEJ21381A DEJ0021381A DE1262103B DE 1262103 B DE1262103 B DE 1262103B DE J21381 A DEJ21381 A DE J21381A DE J0021381 A DEJ0021381 A DE J0021381A DE 1262103 B DE1262103 B DE 1262103B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotary kiln
metal waste
jacket
gas outlet
air inlet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ21381A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Ehrlich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Alloys Ltd
Original Assignee
International Alloys Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Alloys Ltd filed Critical International Alloys Ltd
Publication of DE1262103B publication Critical patent/DE1262103B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/005Preliminary treatment of scrap
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

  • Drehrohrofen zum thermischen Reinigen von Metallabfällen Die Erfindung betrifft einen Drehrohrofen zum thermischen Reinigen von mit flüchtigen und/oder brennbaren Stoffen verunreinigten Metallabfällen, beispielsweise von mit Öl verunreinigten Drehspänen, die nach erfolgter Reinigung eingeschmolzen werden sollen.
  • Es ist bereits ein derartiger Drehrohrofen mit einer Aufgabe und einem Austrag für die durch ihn hindurchbewegten Metallabfälle sowie Lufteintritts-und Gasaustrittsöffnungen an seinen entgegengesetzten Enden und einem nahe der Gutaufgabe angeordneten, mit eigener Luftzufuhr versehenen Brenner bekannt. Dieser bekannte Drehrohrofen, der für eine vollständige Verbrennung der Verunreinigungen im Ofeninneren vorgesehen ist, weist verschiedene Nachteile auf. Da der Verunreinigungsgrad der zu verarbeitenden Metallabfälle, insbesondere der verbrennbare Ölanteil, stark schwanken kann, kann es bei starker Ölverschmutzung leicht zu einer unerwünschten Überhitzung im Ofeninneren kommen, bei der ein Schmelzen oder Oxydieren der Metallabfälle auftritt. Andererseits besteht die Gefahr, daß bei einem geringen Anteil an brennbaren Verunreinigungen die Flamme erlischt und es zur Bildung von explosiven Gasgemischen kommt. Diesen Nachteilen kann bei der bekannten Vorrichtung nui dadurch begegnet werden, daß der Durchsatz durch den Drehrohrofen entsprechend geregelt wird, also bei stark durch brennbare Stoffe verunreinigten Metallabfällen mit verringertem Durchsatz gearbeitet wird. Es ist ersichtlich, daß bei einem derartigen Betrieb die Wirtschaftlichkeit der Anlage in Frage gestellt ist.
  • Es ist ferner bekannt, Metallabfälle in einem Drehrohr dadurch zu reinigen, daß heiße Gase durch das Drehrohr geleitet werden, die zu einer Verdampfung oder Verflüchtigung der Verunreinigungen führen, die mit dem Gasstrom abgeführt werden. Dabei ist ein Brenner für die abgeführten brennbaren Verunreinigungen vorgesehen. Bei dieser Arbeitsweise wird zwar auch bei starken Ölverunreinigungen eine Überhitzung im Drehrohr vermieden, da hier keine Verbrennung stattfindet und die Temperatur des eingeleiteten Gases sich in gewünschter Weise regeln läßt. Bei diesem Verfahren muß jedoch im Interesse einer guten Reinigung mit großen umzuwälzenden Gasmenge gearbeitet werden, und es fallen unerwünscht große Mengen an ölhaltigen Dämpfen an, die sich nur schwer bzw. mit großem Aufwand reinigen und beseitigen lassen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, daß die großen Gasmengen mit hoher Geschwindigkeit durch das Drehrohr strömen und demzufolge auch feine Stoffe mitführen, die in Zyklonabscheidern oder anderen Vorrichtungen abgeschieden werden müssen. Neben den Schwierigkeiten, welche die einwandfreie Verarbeitung der in unterschiedlichster Weise zusammengesetzten Abgase aus dem Drehrohr mit sich bringt, besteht auch in erhöhtem Maß die Gefahr, daß sich in den Abgaskanälen und nachgeschalteten Anlagen ölhaltige und entflammbare Niederschläge bilden, die zu Bränden führen können, wodurch der Betrieb gestört wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile der bekannten Einrichtungen einen Drehrohrofen so zu verbessern, daß er in wirtschaftlicher Weise und ohne die Gefahr einer Überhitzung der Metallabfälle betrieben werden kann, wobei die Gefahr von Explosionen oder Bränden ausgeschaltet ist.
  • Erfindungsgemäß ist der Drehrohrofen zum thermischen Reinigen von mit flüchtigen und/oder brennbaren Stoffen verunreinigten Metallabfällen mit einer Aufgabe und einem Austrag für die durch ihn hindurchbewegten Metallabfälle sowie Lufteintritts-und Gasaustrittsöffnungen an seinen entgegengesetzten Enden und einem nahe der Gutaufgabe angeordneten, mit eigener Luftzufuhr versehenen Brenner dadurch gekennzeichnet, daß der Drehrohrofen auf einem der Gutaufgabe zugewendeten Teil seiner Länge einen Mantel mit wahlweise zu öffnenden Einlässen für ein vorzugsweise gasförmiges Heiz-bzw. Kühlmittel sowie einen zugehörigen Auslaß aufweist und daß die Lufteintritts- und Gasaustrittsöffnungen zur Erzielung eines in an sich bekannter Weise entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung der Metallabfälle strömenden Gasstromes angeordnet sind, wobei der Gasaustrittsöffnung in an sich bekannter Weise ein Brenner nachgeschaltet ist.
  • Bei dieser Ausbildung, die von der bekannten Vorrichtung mit Verbrennung im Drehrohrofen ausgeht, kann die Temperatur im Ofeninneren mittels des Mantels für die Heizung bzw. Kühlung unabhängig vom Verunreinigungsgrad und vom Durchsatz der Metallabfälle in einem gewünschten Temperaturbereich gehalten werden. Darüber hinaus ist eine vollständige Verbrennung innerhalb des Ofens nicht erforderlich, da ein Nachbrenner vorgesehen ist, in dem eine Restverbrennung oder vollständige Verbrennung, insbesondere bei einem hohen Anteil an brennbaren Verunreinigungen, erfolgen kann. Ferner wird durch die Luftführung im Drehrohr eine gute Entgasung und ein hoher Reinheitsgrad der am Lufteintritt austretenden Metallspäne bzw. Abfälle erzielt. Zugleich ist durch Anordnung eines Zündbrenners die Gewähr dafür gegeben, daß die Flamme im Drehrohr nicht vollständig erlöschen kann, so daß die Metallabfälle stets eine Brennzone durchlaufen, wodurch eine gute Reinigung sichergestellt und die Gefahr von Explosionen, die nach .einem vollständigen Erlöschen der Flamme auftreten könnten, ausgeschaltet ist. Die erfindungsgemäße Ausbildung entspricht daher allen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen und ist als in hohem Maß betriebssicher anzusprechen.
  • Bei einer zweckmäßigen Weiterbildung sind mehrere Öffnungen als Austrag für die Metallabfälle und für den Luftzutritt vorgesehen, die einen gegenüber dem Querschnitt des Drehrohrofens kleineren, vorzugsweise einstellbaren Durchtrittsquerschnitt aufweisen und nacheinander während eines Teils der Ofenumdrehung automatisch abgedeckt sind. Durch diese Ausführung kann unabhängig von der Drehung des Drehrohres die Materialabgabe an einer bestimmten Stelle des Ofenquerschnitts vorgesehen sein, und gleichzeitig wird durch die eintretende Luft in vorteilhafter Weise eine gute Kühlung der austretenden Metallabfälle erreicht.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausführung sind im Ofeninneren an sich bekannte Leitflächen und/oder Schaufelflächen vorgesehen, die unter einem Winkel zwischen 20 und 45° gegenüber der Radialrichtung entgegen der Drehrichtung des Ofens geneigt sind. Es hat sich gezeigt, daß durch diese Maßnahme eine gute Auflockerung und Durchmischung der Metallabfälle erzielt wird, so daß alle Verunreinigungen vollständig verbrannt bzw. von der Verbrennungsluft und den Verbrennungsgasen abgeführt werden. Ferner wird dadurch ein Herabfallen der Metallabfälle im Ofen und ein Heraustragen von feinen Teilchen mit dem Gasstrom aus dem Ofen vermieden, und es hat sich auch gezeigt, daß durch diese Ausbildung die Gefahr des überhitzens und Oxydierens von Metallteilchen herabgesetzt ist.
  • Vorteilhafterweise ist bei Verwendung eines gasförmigen Heizmittels der Auslaß des Mantels mit einem Strömungsregelventil versehen, wobei der Mantelraum über eine Strömungsregeleinrichtung mit der Gasaustrittsöffnung des Drehrohrofens in Verbindung steht. Auf diese Weise kann ein regelbarer Teil des in den Mantel eingeleiteten Heizgases in den Abgaskanal des Drehrohrofens eingeleitet werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, auf einfache Weise den Abgaskanal vor Inbetriebnahme des Ofens auf die gewünschte Temperatur aufzuheizen, um eine unerwünschte Abkühlung der Abgase und die Bildung von Abscheidungen im Abgaskanal zu vermeiden.
  • Ferner ist es zur Regulierung der Temperatur im Ofeninneren sowie zur Vermeidung von Wärmeverlusten zweckmäßig, daß der nicht vom Mantel umgebene Teil des Drehrohrofens wenigstens teilweise von einer Isolierung umgeben ist. Dadurch kann der Gefahr wirksam begegnet werden, daß sich der Gasstrom im Ofeninneren bis unterhalb des Taupunktes abkühlt, bei dem zu entfernende Verunreinigungen wieder aus dem Gasstrom abgeschieden werden.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer schematischen Zeichnung näher erläutert, die ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Drehrohrofens im Längsschnitt zeigt.
  • Der erfindungsgemäße Ofen umfaßt ein Drehrohr 1, das an einem Ende geschlossen ist und vorzugsweise etwas in Richtung auf. das geschlossene Ende geneigt ist. Das offene Ende des Drehrohres 1, also das linke Ende in der Zeichnung, ist von einem Rauchkasten 2 umgeben, der mit feuerfestem Material ausgekleidet ist. Das Drehrohr 1 ist mit engem Spiel durch eine Öffnung in den Rauchkasten .2 eingeführt. An der Unterseite des Rauchkastens 2 ist über eine Öffnung 3 eine Tasche 4 für sich aus den Abgasen absetzende, feine, feste Teilchen vorgesehen, die zum Entfernen der Teilchen abnehmbar ist. Das obere Ende des Rauchkastens 2 ist durch einen kurzen breiten Kanal mit einem Nachbrenner 5 verbunden, der eine langgestreckte Kammer umfaßt. Der Nachbrenner 5 ist mit einem Zündbrenner 6 und einem nahe dem Abgaseintritt in den Nachbrenner 5 vorgesehenen Regelventil 7 zum Einleiten von Sekundärluft versehen. An die Kammer des Nachbrenners 5 schließt sich ein Kamin 8 an, in den eine Regelklappe 9 zum Regeln des Zuges vorgesehen ist.
  • Das Drehrohr 1 ist auf der dem Rauchkasten 2 zugewandten Seite etwa über seine halbe Länge von einem Mantel 10 umgeben, der durch ein zylindrisches Stahlblech gebildet ist. Der Mantel 10, der vorzugsweise nicht gezeigte Leitorgane für ein durch den Mantel geleitetes Heiz- oder Kühlmittel aufweist, durch das die Temperatur im Drehrohr innerhalb eines Temperaturbereiches von etwa 300 bis 400° C gehalten wird, ist an einen Heißgasgenerator 11 angeschlossen, wobei eine Ventilklappe 12 für die Regelung der Heißgasströmung in den Mantel 10 vorgesehen ist. Ferner ist ein Kühlgebläse 13 vorgesehen, durch das ein mittels einer Ventilklappe 14 regelbarer Kühlluftstrom in den Mantel 10 eingeleitet werden kann. Zur Ableitung der in den Mantel 10 eingeleiteten Heißgase bzw. der Kühlluft ist sowohl eine mit einer Regelklappe 15 versehene Durch trittsöffnung vom Mantel 10 zum Rauchkasten 2 sowie eine Ableitung 16 mit einer Ventilklappe 17 vorgesehen. An den Mantel 10 schließt sich eine das Drehrohr umgebende Isolierung 18 an, die im, Abstand vor dem dem Rauchkasten 2 abgewandten Ende des Drehrohres 1 endet. Am in den Rauchkasten 2 eintretenden Ende des Drehrohres 1 ist eine Aufgabe für die Metallabfälle in Form einer Rutsche 19 vorgesehen, die eine kontinuierliche Beschickung des Drehrohres mit verunreinigten Abfällen ermöglicht. Um das Einströmen größerer Luftmengen beim Beschicken zu vermeiden, ist die Rutsche 19 mit einer Dichtungsklappe 20 ausgerüstet. Ferner ist ein mit eigener Verbrennungsluft und somit unabhänig von den Verhältnissen im Drehrohr 1 arbeitender Zündbrenner 21 vorgesehen, dessen Zündflamme oberhalb der Stelle angeordnet ist, an welcher die Metallabfälle in das Drehrohr 1 eingeführt werden. Am anderen Ende des Drehrohres 1 sind mehrere über den Umfang des Drehrohres verteilte Öffnungen 22 vorgesehen, die den Austrag für die gereinigten Metallabfälle bilden. Diese Öff- nungen sind in nicht dargestellter Weise mit Klappen ausgerüstet, die sich beim Abgeben des Materials öffnen. Innerhalb des Drehrohres sind an dessen beiden Enden schraubenlinienförmige Leitflächen 23 vorgesehen. An die der Rauchkammer 2 bzw. der Aufgabe benachbarten Leitflächen 23 schließen sich Schaufelflächen 24 an, die unter einem Winkel zwischen 20 und 45° gegenüber der Radialrichtung entgegen der Drehrichtung des Drehrohres geneigt sind. Dabei sind die Schaufelflächen 24 im heißesten Bereich des Drehrohres 1 innerhalb des Mantels 10 angeordnet. Der verbleibende Teil des Drehrohres 1 zwischen den Schaufelflächen 24 und den am Austragsende angeordneten schraubenlinienförmigen Leitflächen ist mit geraden Leitflächen 25 versehen.
  • Der Drehrohrofen wird in folgender Weise betrieben: Zunächst wird der Heisgasgenerator 11 angefeuert, und die Ventilklappen 12, 14, 15 und 17 werden so eingestellt, daß das Heißgas mit etwa 600° C durch den Mantel 10, den Rauchkasten 2 und den Nachbrenner 5 zum Kamin 8 strömt. Der Brenner 6 wird ebenfalls gezündet, um die feuerfeste Auskleidung auf etwa 750 bis 900° C zu erhitzen. Das Drehrohr 1 wird zunächst ohne Beschickung mit Metallabfällen gedreht, um eine gleichmäßige Erhitzung des vom Mantel 10 umschlossenen Drehrohrteiles zu erreichen. Bei einer Temperatur der Drehrohrwand von etwa 350° C werden die Zündbrenner 21 gezündet und Metallabfälle über die Rutsche 19 zugeführt. In diesem Moment kann die Ventilklappe 15 zum Rauchkasten geschlossen werden, und die Ventilklappe 17 kann geöffnet werden, was im einzelnen davon abhängt, ob die einsetzende Verbrennung im Drehrohr 1 genügend Wärme liefert, um den Rauchkasten 2 auf der gewünschten Temperatur zu halten. Die Temperatur im beheizten Ende des Drehrohres 1 innerhalb des Mantels 10 wird durch Steuerung von Hand oder automatisch, gegebenenfalls unter Einsatz des Kühlgebläses 13, auf einer Temperatur von etwa 350° C gehalten, wobei eine vorzugsweise gleichmäßig kontinuierliche Beschikkung des Drehrohres 1 mit Metallabfällen erfolgt. Der Zug des Kamins 8 wird so geregelt, daß an beiden Enden des Drehrohres 1 an allen Punkten ein geringer Unterdruck aufrechterhalten wird, so daß die Gefahr, daß Gas aus der Anlage austritt, ausgeschaltet ist. Ferner wird die Temperatur der Auskleidung des Nachbrenners 5 oberhalb von etwa 750° C gehalten, und die Regelklappe 7 für die Sekundärluft wird so betätigt, daß im Nachbrenner 5 ein genügender Sauerstoffüberschuß vorhanden ist. Im Nachbrenner 5 werden die im Drehrohr 1 noch nicht verbrannten brennbaren Stoffe vollständig verbrannt, insbesondere wenn die Metallabfälle im starken Maß im Öl verunreinigt sind oder einen großen Anteil an brennbarem organischem Material aufweisen. Dabei wird durch die am Austragsende des Drehrohres 1 eintretende Primärluftmenge das Ausmaß der Vorverbrennung im Drehrohr 1 geregelt.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Drehrohrofen zum thermischen Reinigen von mit flüchtigen und/oder brennbaren Stoffen verunreinigten Metallabfällen mit einer Aufgabe und einem Austrag für die durch ihn hindurchbewegten Metallabfälle sowie Lufteintritts- und Gasaustrittsöffnungen an seinen entgegengesetzten Enden und einem nahe der Gutaufgabe angeordneten, mit eigener Luftzufuhr versehenen Brenner, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehrohrofen (1) auf einem der Gutaufgabe zugewendeten Teil seiner Länge einen Mantel (10) mit wahlweise zu öffnenden Einlässen für ein vorzugsweise gasförmiges Heiz- bzw. Kühlmittel sowie einen zugehörigen Auslaß (16) aufweist und daß die Lufteintritts- und Gasaustrittsöffnungen zur Erzielung eines in an sich bekannter Weise entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung der Metallabfälle strömenden Gasstromes angeordnet sind, wobei der Gasaustrittsöffnung in an sich bekannter Weise ein Brenner (5-6) nachgeschaltet ist.
  2. 2. Drehrohrofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Öffnungen (22) als Austrag für die Metallabfälle und für den Luftzutritt vorgesehen sind, die einen gegenüber dem Querschnitt des Drehrohrofens (1) kleineren, vorzugsweise einstellbaren Durchtrittsquerschnitt aufweisen und nacheinander während eines Teils der Ofenumdrehung automatisch abgedeckt sind.
  3. 3. Drehrohrofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Ofeninnern an sich bekannte Leitflächen (23, 25) und/oder Schaufelflächen (24) vorgesehen sind, die unter einem Winkel zwischen 20 und 45° gegenüber der Radialrichtung entgegen der Drehrichtung des Ofens geneigt sind.
  4. 4. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines gasförmigen Heizmittels der Auslaß (16) des Mantels (10) mit einem Strömungsregelventil (17) versehen ist und der Mantelraum über eine Strömungsregeleinrichtung (15) mit der Gasaustrittsöffnung des Drehrohrofens (1) in Verbindung steht.
  5. 5. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht vom Mantel (10) umgebene Teil wenigstens teilweise von einer Isolierung (18) umgeben ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA: Patentschriften Nr. 2 925 821, 2 720 710.
DEJ21381A 1961-03-03 1962-03-02 Drehrohrofen zum thermischen Reinigen von Metallabfaellen Pending DE1262103B (de)

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GB1262103X 1961-03-03

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2720710A (en) * 1952-12-22 1955-10-18 Link Belt Co Method for drying metal scrap
US2925821A (en) * 1956-02-20 1960-02-23 Michigan Foundry Supply Compan Apparatus for treating metal borings

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