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DE1262076B - Schwingfluegel-Strahltriebwerk - Google Patents

Schwingfluegel-Strahltriebwerk

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Publication number
DE1262076B
DE1262076B DET26677A DET0026677A DE1262076B DE 1262076 B DE1262076 B DE 1262076B DE T26677 A DET26677 A DE T26677A DE T0026677 A DET0026677 A DE T0026677A DE 1262076 B DE1262076 B DE 1262076B
Authority
DE
Germany
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fuel
wing
combustion
diaphragm
jet
Prior art date
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DET26677A
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DE1262076C2 (de
Inventor
Erich Tausend
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ERICH TAUSEND
Original Assignee
ERICH TAUSEND
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Publication date
Application filed by ERICH TAUSEND filed Critical ERICH TAUSEND
Priority to DET26677A priority Critical patent/DE1262076B/de
Publication of DE1262076B publication Critical patent/DE1262076B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1262076C2 publication Critical patent/DE1262076C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K7/00Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof
    • F02K7/02Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof the jet being intermittent, i.e. pulse-jet
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F02K7/06Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof the jet being intermittent, i.e. pulse-jet with combustion chambers having valves
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T50/00Aeronautics or air transport
    • Y02T50/60Efficient propulsion technologies, e.g. for aircraft

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Schwingflügel-Strahltriebwerk Strahlturbinen für kleine Schubleistungen haben bekanntlich einen schlechten Wirkungsgrad; dazu stehen die Herstellungskosten und der Wartungsaufwand in ungünstigem Verhältnis zur Leistung. Für den direkten Strahlantrieb von Hubschrauberrotoren müssen sehr kleine Turbineneinheiten paarweise und gegenläufig an jeder Flügelspitze angebracht werden, was neben der Unwirtschaftlichkeit auch Schwierigkeiten bei der Regelung bringt.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein nach instationären Methoden arbeitendes Strahltriebwerk, welches insbesondere für kleine Schubleistungen bei mittleren Unterschall-Fluggeschwindigkeiten, vorzugsweise aber für den Verwendungszweck des direkten Strahlantriebs von Hubschrauberrotoren ausgelegt ist. Dabei wird angestrebt, daß mit geringstem Herstellungs- und Wartungsaufwand ein besserer Wirkungsgrad erzielt wird als bei Strahlturbinen der gleichen Leistungsgröße.
  • Nach dem technischen Stand gibt es bereits Strahltriebwerke, die nach instationären Methoden arbeiten. Hierzu gehören solche, welche keinen mechanischen beweglichen Leistungsteil aufweisen und demnach auch mit sehr niedrigen Verbrennungsdrücken und entsprechend schlechtem Wirkungsgrad arbeiten; sie haben zum Teil mechanische Ventile, zum Teil aber auch sogenannte aerodynamische Ventile, wobei durch die gleiche Öffnung abwechselnd Verbrennungsgas ausgestoßen und Luft eingesaugt wird.
  • Es sind auch Pulso-Strahltriebwerke bekanntgeworden mit einem in einem halbkugelförmigen Gehäuse frei schwingenden Flügelkolben, mit Lufteinlaßventilen an der Gehäusefrontseite und mit einer Auslaßöffnung und daran anschließendem Saugrohr an der Gehäuserückseite, wobei der Flügelkolben das Gehäuse in zwei Brennräume teilt und die Einlaß-Membranventile jeweils den Brennraumboden bilden. Der Flügelkolben verdichtet in den Brennräumen ein brennfähiges Gemisch und wird durch die Verbrennungsenergie dieses Gemisches in Schwingbewegung versetzt, wobei seine Hauptfunktion neben der Vorverdichtung des Brenngemisches darin besteht, den Gaswechsel, die Gemischbildung und die Verbrennung in gleichmäßiger periodischer Phasenfolge zu steuern. Die Schuberzeugung beruht dabei überwiegend auf der Verpuffung der Verbrennungsgase. Nachteilig ist bei dieser Triebwerkskonstruktion, daß infolge der Anordnung der einen Auslaßöffnung der Flügelkolben nur ein kleines Pumpvolumen ausnutzen und deshalb die ihm von den Verbrennungsgasen erteilte Energie nicht unmittelbar durch Beschleunigen von Luft schuberzeugend abgeben kann, daß der Frischlufteinlaß durch Ventile gesteuert werden muß und die hierzu benutzten Membran- oder Flatterventile dem hohen Gasdruck und der Verbrennungstemperatur ausgesetzt und deshalb äußerst störanfällig sind. Ferner wirkt sich die Anordnung der Einlaßventile ungünstig auf die Gestaltung der Brennräume aus.
  • Bekannt sind ferner Strahltriebwerke mit einem parallel zur Längsachse liegenden Arbeitszylinder und darin frei fliegendem Arbeitskolben mit Ventilgesteuertem Gaswechsel. Außerdem sind sogenannte Flügelmotoren bekannt, welche einen schwingenden Kolben und einen ventil- oder schiebergesteuerten Gaswechsel haben, die aber vorwiegend für mechanische Leistungsabgabe oder auch für reine Drucklufterzeugung ausgelegt sind.
  • Den bekannten Strahltriebwerken mit instationärer Arbeitsweise haftet allgemein der Nachteil an, daß sie entweder bei verhältnismäßig einfachem Aufbau einen für die praktische Verwendung zu schlechten Wirkungsgrad erreichen, der weit unter demjenigen gleich starker Strahlturbinen liegt, oder aber daß sie bei verbessertem Wirkungsgrad zuviel mechanischen Aufwand erfordern.
  • Die Erfindung macht sich zur Aufgabe, aus einigen nach dem technischen Stand bekannten Elementen, welche jedoch allein nicht Gegenstand der Erfindung sind, eine Kompromißlösung zu finden und mit neuartigen Elementen und Methoden derart zu kombinieren, daß mit einem möglichst geringen Materialaufwand und einfachsten Bauteilen unter Ausschaltung unkrontrollierbar beanspruchter Teile und Hilfsgeräte trotzdem ein günstiger Gesamtwirkungsgrad erreicht wird.
  • Das Strahltriebwerk gemäß der Erfindung arbeitet im wesentlichen nach dem Verdrängungsprinzip einer Kolbenmaschine. Eine dünnwandige Platte, die hier als Schwingflügel bezeichnet wird, schwingt mit hoher Frequenz um eine Drehachse in einem Gehäuse, welches nur nach rückwärts entgegen der Fortbewegungseinrichtung geöffnet ist. Die oszillierende Bewegung des Schwingflügels bedingt in dem Gehäuse brannt und bei dessen Expansion dem Schwingflügel wechselseitige Volumenveränderungen, wobei einerseits ein Brennstoff-Luft-Gemisch verdichtet und vereine kinetische Energie erteilt wird, andererseits zugleich Luft angesaugt und nach rückwärts unter Schuberzeugung ausgestoßen wird. Der Schwingflügel ist das einzige bewegte Maschinenteil; er dient zur unmittelbaren Leistungsübertragung zwischen den arbeitsleistenden Verbrennungsgasen und den zu beschleunigenden Luftmassen.
  • In F i g. 1 ist das Strahltriebwerk gemäß der Erfindung schematisch dargestellt. Da das Verdrängungsvolumen durch die Triebwerksabmessungen gegeben ist, kann der zur Erzeugung eines günstigen Reaktionsgrades erforderliche Luftdurchsatz nur durch eine hohe Frequenz der Arbeitsspiele und zwangläufig großer Geschwindigkeit des Leistungsteils erreicht werden. Der Leistungsteil bei diesem Strahltriebwerk hat zwar die Funktion eines Kolbens, wird aber auf Grund seiner weitgehenden Abweichung von der herkömmlichen Kolbenform wegen seiner relativ geringen Masse und der Eigenart seiner Arbeitsbewegung als Schwingflügel 1 bezeichnet. Dieser schwingt periodisch um seine Drehachse 0-O, welche senkrecht zur Triebwerkslängsachse x-x steht. Der Schwingungswinkel qq liegt symmetrisch zur Längsachse x-x und kann etwa 60 bis 300° betragen, vorzugsweise jedoch 180 bis 240°, was folgend noch begründet wird. Die Fläche des Schwingflügels bildet vorzugsweise ein Rechteck mit den Kantenlängen r in radialer Richtung und h parallel zur Drehachse 0-O. Das Verhältnis der Kantenlängen r : h wird mit Rücksicht auf die Lagerbelastung und auf bestmögliche Raumausnutzung zwischen 1 und 2 betragen, wobei aber je nach Auslegung jedes beliebige Verhältnis möglich ist. Ebenso kann die Schwingflügelfläche beliebige Formen haben; die reine Rechteckform wird deshalb vorgezogen, weil die geraden Kanten leicht herzustellen sind und weil man damit auch ebene, einfach zu bearbeitende Gehäusewände erhält, wobei man bei der Auswahl des Werkstoffes keine Rücksicht auf die Formgebung nehmen muß.
  • Das Schwingflügelprofil zeigt eine veränderliche Dicke s. Der Verlauf ist in F i g. 2 dargestellt. Ist s,. die Dicke an der Schwingflügelspitze am Radius r und bezeichnet man einen beliebigen Abstand vom Drehpunkt mit a und die Dicke an dieser Stelle mit s, dann gilt für den Verlauf der Flügeldicke die Gleichung: s - a = s,- r = konst. oder s = s,.- rla Das ist die Gleichung einer Hyperbel. Dieser Zusammenhang gründet auf folgender Überlegung: Der Schwingflügel 1 wird an den Totpunkten seiner Schwingbewegung nur durch Gaskräfte verzögert und beschleunigt, wobei der Gasdruck ziemlich gleichmäßig über die ganze Flügelfläche wirkt. Auf jedes Flügelteilchen wirkt damit die gleiche Kraft P. Außerdem ist die Winkelgeschwindigkeit an jeder Stelle der Flügelfläche gleich. Da der Schwingflügel 1 infolge seiner geringen Dicke keine nennenswerten Biegemomente übertragen kann, muß die Schwingflügelmasse über dem Radius r so verteilt werden, daß jedes Flügelteilchen durch die Gaskraft P die gleiche Winkelgeschwindigkeit erhält. Dafür ergibt sich nach dem Impulssatz für ein Masseteilchen m im Abstand a von der Drehachse: P-t= m-v=m-a-oo oder m-a= P-tlco=konst. Die sich aus obiger Gleichung ergebende hyperbolische Schwingflügelprofilierung endet im Übergang zur Schwingflügelnabe; es ist aus Herstellungsgründen vorteilhaft, wenn die Profilierung nur einseitig und näherungsweise erfolgt. Mit Stahl als Werkstoff beträgt die Dicke s,. an der Schwingflügelspitze größenordnungsmäßig etwa 0,01 - r. -Der vom Schwingflügel einbeschriebene Raum, der die Form eines Zylindersektors hat, wird an fünf Seiten von den Wänden des Schwingflügelgehäuses 4 bis 6 begrenzt. Die beiden Planwände 4 sind so lang, daß sie den Umfangskreis 10 in jedem Fall überdecken; ihre rückwärtigen Kanten sind abgerundet und verlaufen etwa geradlinig. Die Stirnwand 5 schließt den Gehäusearm nach vorn ab und grenzt in der Mitte über den Mittelsteg 7 an die Schwingflügelnabe. Die seitlichen Mantelwände 6 schließen vorn mit der Stirnwand 5 ab, begrenzen den Umfangskreis 10 über einen Winkelbereich von etwa 25° bis zum Schließpunkt 9, um von hier ab etwa tangential zum Umfangskreis 10 und annähernd parallel zur Längsachse x-x auszulaufen. Sie sind über die hinteren Kanten der Planwände hinaus verlängert.
  • Zwischen den vier Kanten des Schwingflügels i und den begrenzenden Gehäusewänden 4 bis 6 ist gerade so viel Spielraum, daß unter Berücksichtigung der Fertigungstoleranzen und Wärmedehnungen mit Sicherheit keine Körperberührung eintreten kann. Besondere Vorrichtungen zur Abdichtung des Luftspaltes zwischen Schwingflügelkanten und Gehäuse sind nicht vorgesehen. Dementsprechend tritt hier auch keine Reibung auf, und es ist keinerlei Schmierung an den Gehäusewänden erforderlich.
  • Die Schwingflügelwelle 2 ist in Gleitlagern 3 in der oberen und unteren Planwand 4 gelagert. Dies sind die einzigen Reibungsstellen des Triebwerks, welche einer Schmierung bedürfen. Die Schwingflügellager 3 sind von außen zugänglich und liegen außerhalb der heißen Verbrennungszonen. Das für die Lager erforderliche Schmiermittel kommt daher nicht mit den Verbrennungsgasen in Berührung. Die Lager 3 werden durch die von der Schwingflügelmasse erzeugte radiale Fliehkraft belastet und können so dimensioniert werden, daß ihre Beanspruchung noch innerhalb der von Gleitlagern erreichbaren Tragfähigkeit liegt. Dazu kommt der günstige Umstand, daß keine unkontrollierbaren -Belastungsstöße auftreten und daß die Lagerkräfte zwangläufig gleichsinnig mit der Gleitgeschwindigkeit abnehmen und anwachsen.
  • Die nach rückwärts offene Gehäuseseite wird von einer Blende 8 teilweise so abgedeckt, daß zwei seitliche symmetrisch zur Längsachse x-x liegende Öffnungen 13 verbleiben, welche die Einlaß- und Auslaßöffnungen sind. Die Blende 8 ist starr zwischen den Planwänden 4 befestigt; ihre Innenseite begrenzt den Umfangskreis 10, während die Außenseite wesentlich stärker gewölbt ist, und zwar halbkreis- bis ellipsenförmig derart, daß ein von außen in das Schwingflügelgehäuse einströmendes Gas im engsten Öffnungsquerschnitt parallel zur Mantelwand 6 und ohne Einschnürung strömt. Der Schwingflügel trennt das von den Gehäusewänden abgegrenzte Volumen in zwei Arbeitsräume, in welchen unabhängig voneinander, jedoch in einem Abstand von einer halben Schwingungsperiode wechselnd das Arbeitsspiel vollzogen wird.
  • In F i g. 4 a bis 4 d sind einzelne Phasenstellungen für den linken Arbeitsraum dargestellt, welche nachfolgend beschrieben werden.
  • Bewegt sich z. B. der Schwingflügel 1 vom Schließpunkt 9 an gegen seine linke Totlage, so ist das im linken Arbeitsraum verbliebene Luftvolumen vollkommen abgeschlossen und wird allein durch die kinetische Energie des Schwingflügels hoch verdichtet, wobei dieser abgebremst wird. Der zwischen der äußersten zulässigen Totlage und der Stirnwand 5 liegende freie Raum ist der eigentliche Brennraum 11. Noch vor Erreichen der Totlage wird im Brennraum 11 Brennstoff entzündet. Durch den Gasdruck wird der Schwingflügel nun in entgegengesetzter Richtung beschleunigt und erhält infolge des höheren Verbrennungsdruckes auch eine größere kinetische Energie, als zum Verdichten aufgewendet werden mußte. Entlang des Schwingungsweges von der Totlage bis zum Schließpunkt 9 geben die expandierenden Verbrennungsgase ihre Energie nur an den Schwingflügel 1 ab, indem sie diesen beschleunigen. Bei der Weiterdrehung des Schwingflügels 1 über den Schließpunkt 9 hinaus entfernt sich die Schwingflügelspitze wieder von der Mantelwand 6 und gibt damit allmählich zunehmend die linke Blendenöffnung frei, durch welche nun ein Teil der Verbrennungsgase infolge des Innendruckes nach rückwärts etwa tangential zum Umfangskreis 10 ausströmt und dabei eine Reaktionswirkung auf das Triebwerk ausübt. Dieser Betriebszustand ist in F i g. 4 a dargestellt.
  • Da einerseits durch die Weiterdrehung des Schwingflügels 1 das Expansionsvolumen stetig vergrößert wird und andererseits Verbrennungsgase durch die sich rasch vergrößernde Auslaßöffnung in die Atmosphäre ausströmen, expandieren die Verbrennungsgase im Arbeitsraum schnell auf den Atmosphärendruck. Dieser Zustand muß erreicht sein, wenn die nach rechts drehende Schwingflügelspitze die linke Blendenkante passiert. Die Weiterbewegung des Schwingflügels 1 erzeugt nun im linken Arbeitsraum einen Unterdruck, wodurch jetzt in der linken Blendenöffnung 13 sich die Strömungsrichtung umkehrt. Da aber die bereits ausgeströmten Gase infolge ihrer kinetischen Energie zunächst ihre Bewegungsrichtung behalten, gelangen sie außerhalb des Sogbereiches vor der Öffnung 13 und ziehen zugleich aus der Umgebung atmosphärische Frischluft nach. Damit ist es möglich, daß bei Beginn der nun anschließenden Saugphase bereits überwiegend Frischluft eingesaugt wird.
  • Die Außenwölbung der Blende 8 ist derart gestaltet, daß der Saugstrahl sich nicht ablöst und auch keine Kontraktion erfährt: er nutzt dadurch den ganzen öffnungsquerschnitt aus und durchströmt diesen parallel zur Mantelwand 6. F i g. 4b zeigt den Beginn der Saugphase.
  • Von ausschlaggebender Bedeutung für den gesamten Triebwerkseffekt ist der durch das Zusammenwirken von Blende und Schwingflügelbewegung erzeugte Saugwirbel. Der Wirbelkern entsteht immer zu Beginn der Saugphase auf der Saugseite des Schwingflügels 1 an der Blendenkante. Sein Drehsinn ist grundsätzlich dem Flügeldrehsinn entgegengesetzt gerichtet. Mit fortschreitender Vergrößerung des Saugraumes rollt sich dieser Wirbel spiralenförmig auf, wobei sein Kern etwa bis zur Triebwerksmitte hin wandert. Der Wirbel wird von Luftmassen gebildet, welche den Potentialwirbelgesetzten folgend regelmäßig um den Kern rotieren. F i g. 4 c zeigt den Schwingflügel 1 kurz vor der rechten Totlage mit voll ausgebildetem Saugwirbel.
  • Der vorteilhafte Wirbeleffekt besteht nun darin, daß infolge der Rotationsbewegung die eingesaugten Luftmassen ihre kinetische Energie beibehalten. Da außerdem an der Einsaugseite die Umfangsbewegung des Wirbels dem Saugstrom gleichgerichtet ist, wird die Saugwirkung wesentlich unterstützt. Ferner verursacht der Wirbel eine innere Querspülung, welche der Schwingungsbewegung gleichgerichtet und für die betrachtete Schwingungsperiode von links nach rechts gerichtet ist, wodurch die im linken Arbeitsraum zurückgebliebenen Verbrennungsgase zur gegenüberliegenden rechten Blendenöffnung gespült werden, was in F i g. 4 c veranschaulicht ist. Dabei wird dann auch der Brennraum ausgespült. Infolge ihrer Massenträgheit behalten die Luftmassen auch ihre Rotation bei, wenn der Schwingflügel 1 aus der rechten Totlage heraus wieder zurückbeschleunigt wird, was bewirkt, daß durch die linke Blendenöffnung noch Luft nachgesaugt wird, während der Schwingflügel 1 mit beginnender Linksschwingung die alten Verbrennungsgase vermischt mit Frischluft durch die rechte Blendenöffnung 13 in die freie Atmosphäre drückt. Besonders kennzeichnend füt den Wirbeleffekt ist, daß während der gesamten Saugphase die Hauptströmungsrichtung der Frischluft beibehalten wird, obwohl der Schwingflügel saugseitig beide Blendenöffnungen 13 freigibt. Damit wird immer nur von der Seite eingesaugt, auf welcher eine Expansionsphase vorangegangen ist.
  • Bei der nun folgenden Schwingungsbewegung von rechts nach links wird der größte Teil der eingesaugten Luft durch die Blendenöffnungen 13 nach rückwärts ausgestoßen, wobei Schubkraft erzeugt wird. Die Verdrängungsgeschwindigkeit ist jedoch mit der zulässigen Schwingflügelgeschwindigkeit begrenzt und würde bei den großen Öffnungsquerschnitten, welche andererseits für den Saugvorgang notwendig sind, nur relativ kleine Austrittsgeschwindigkeiten ergeben. Die Ausschubwirkung wird aber dadurch verstärkt, daß sich bei beginnender Linksschwingung vor der rechten Blendenöffnung die Geschwindigkeitskomponenten des Schwingflügels 1 und der in den äußeren Wirbelzonen rotierenden Luftmassen überlagern und daß an der linken Blendenöffnung durch die Ablenkwirkung der Blendenkante eine starke Strahleinschnürung auftritt, was in F i g. 4 d dargestellt ist. Die Strahleinschnürung beim Ausströmen durch die Blendenöffnung ist aber wesentlich stärker, als sie mit den bekannten kreisrunden Blenden oder Bordädüsen erreicht wird. Diese Wirkung entsteht dadurch, daß sich den vom Schwingflügel 1 der Blendenöffnung 13 zuströmenden Gasteilchen noch die Umfangsgeschwindigkeit des Schwingflügels überlagert. Damit wird die Querströmung stärker als bei reinem stationärem Ausfluß. Nach Modellversuchen wird eine Kontraktionszahl rxz .-=z:# 0,5 erreicht. Gegenüber den bekannten kreisrunden Kontraktionsdüsen unterscheidet sich die Anordnung gemäß der Erfindung außer durch die wirkungsvollere Kontraktion noch dadurch, daß die Ablenkkanten geradlinig sind und daß die Kontraktion nur einseitig und zwar von innen nach außen erfolgt, wobei der Schubstrahl dreiseitig an der Gehäusewandung anliegt.
  • Neben der erwünschten Wirkung eines mit der Durchströmrichtung stark veränderlichen Strahlquerschnitts bringt der Blendenausfluß noch den Vorteil, daß das kritische Druckverhältnis ß größer ist als bei einer abgerundeten Düse. Das bedeutet, daß bei den hier vorkommenden Drücken in jedem Falle ein nahezu verlustfreier adiabatischer Ausfluß erfolgt, was für das Triebwerk gemäß der Erfindung mit seinem ständig veränderlichen Druckverhältnis von ausschlaggebender Bedeutung ist.
  • Ein günstiges Verhältnis zwischen Einsaug- und Ausströmgeschwindigkeit wird erreicht, wenn jede Blendenöffnung 13 vorzugsweise halb so breit ist wie der Schwingflügelradius r. Dabei muß aber besonders herausgestellt werden, daß die Blendenanordnung gemäß der Erfindung den Gesamteffekt des Triebwerks nur wesentlich günstig beeinflußt, daß die Funktionsfähigkeit aber auch ohne die Blende 8 gegeben ist.
  • Wenn sich die Schwingflügelspitze bei fortgesetzter Linksschwingung der linken Mantelwand 6 nähert, verkleinert sich der Auslaßquerschnitt, bis beim Erreichen des Schließpunktes 9 die Hochdruckverdichtung und damit der voraus beschriebene Arbeitsgang von neuem beginnt.
  • Der für den linken Arbeitsraum beschriebene Vorgang vollzieht sich gleichermaßen auch im rechten Arbeitsraum, lediglich um eine Halbperiode verschoben und mit umgekehrter Drehrichtung.
  • Für das Arbeitsprinzip des Strahltriebwerks gemäß der Erfindung muß als besonders kennzeichnend hervorgehoben werden, daß sich ein volles Arbeitsspiel im gleichen Arbeitsraum in einen Hochdruckbereich und in einen Niederdruckbereich aufteilt, welche während einer Schwingungsperiode durchlaufen werden. In F i g. 3 ist für beide Arbeitsräume über dem Schwingungsweg einer Schwingungsperiode schematisch der Druckverlauf aufgetragen. Der Hochdruckbereich umfaßt die Hochdruckverdichtung und die Expansion der Verbrennungsgase, wobei also im wesentlichen thermodynamische Energie frei wird. Zum Niederdruckbereich gehört das Selbstansaugen von Frischluft und das Ausspülen der Brennräume sowie das Ausstoßen des größten Teils der eingesaugten Luft mit niedrigem Überdruck, wobei unter Energieverbrauch in der Hauptsache Schubkraft erzeugt wird. Der Übergang von der Expansions- zur Saugphase sowie von der Niederdruck- zur Hochdruckverdichtung erfolgt dabei stetig und ohne räumliche Absperrung bei fortlaufender Bewegung des Schwingflügels I<. Für die Erzielung eines günstigen Reaktionswirkungsgrades ist es notwendig, daß ein möglichst großer Schubanteil durch das Beschleunigen von reiner Luft erzeugt wird, während der kleinere Schubanteil durch die Auspuffeng der Verbrennungsgase entsteht. Bei gleichem Arbeitsinhalt muß deshalb der Niederdruckbereich den weitaus größeren Abschnitt des Schwingungswinkels cp einnehmen.
  • Die Wahl des Schwingungswinkels q@ von vorzugsweise 180 bis 240° bietet den Vorteil, daß mit genügender Abgrenzung des Hochdruckbereiches die Expansionsgase zwangläufig in Schubrichtung ohne verlustbringende Umlenkungen ausströmen können. Eine Erweiterung des Schwingungswinkels bis etwa 300° bedingt weit vorgezogene Brennräume, welche dann nicht mehr ausgespült werden. Die Vergrößerung des Verdrängungsvolumens ist damit nur scheinbar und bringt keine Steigerung des Luftdurchsatzes.
  • Die zur Erzielung eines großen Luftdurchsatzes erforderliche große Schwingflügelgeschwindigkeit, welche an der Schwingfiügelspitze größenordnungsmäßig etwa 200 m/Sek. betragen kann, läßt sich vom mechanischen Gesichtspunkt aus nur dadurch verwirklichen, daß man zwischen Schwingflügelkanten und Gehäusewänden auf jegliche Berührungsabdichtung verzichtet, welche mit der damit notwendigen Schmierung bei den gegebenen Verhältnissen kaum zu beherrschen wäre. Dafür muß infolge des freizuhaltenden Luftspaltes am gesamten Schwingflügelumfang ein Gasleckverlust in Kauf genommen werden, welcher jedoch bei der dieses Triebwerk kennzeichnenden großen Verdrängungsgeschwindigkeit keinen störenden Verlust darstellt. Er tritt lediglich im Hochdruckbereich spürbar in Erscheinung und ist somit ein maßgebender Faktor bei der Wahl des Verdichtungsdruckes. Da jedoch der Hochdruckbereich vorzugsweise unter einem mittleren Winkel von etwa 90° links und rechts der Längsachse x-x liegt, können hier die Leckgase in Schubrichtung nach rückwärts austreten und üben dadurch noch eine Reaktionswirkung auf das Triebwerk aus. Damit wird ein Teil der Leckgasverluste unmittelbar als Schubleistung wieder zurückgewonnen. Diese günstige Leckgasausnutzung begründet ebenfalls die vorzugsweise Wahl des Schwingungswinkels (p von 180 bis 240°.
  • Nach dem Stand der Technik ist die berührungsfreie Abdichtung bereits bei Hub- und Rotationskolbenmaschinen bekannt. Bei diesen Maschinen sind jedoch die Leckverluste wegen der wesentlich kleineren Verdrängungsgeschwindigkeit relativ größer; außerdem kann die Leck gasströmung nicht leistungsgewinnend ausgenutzt werden.
  • Für die Treibstoffverbrennung, welche bei jeder Schwingflügeltotlage erfolgt, können grundsätzlich alle bei Kolbenverbrennungsmaschinen bekannten Zündverfahren angewendet werden. Da bei dem Triebwerk gemäß der Erfindung den Gaskräften allein die Massenkraft des Schwingflügels 71 entgegenwirkt, womit eine exakte Festlegung des Zündzeitpunktes nicht notwendig ist, bietet das Glühzündverfahren weitgehende Vorteile. Als Zündquelle dient dabei ein Glühkörper 15, welcher lediglich beim Anlassen elektrisch aufgeheizt und während des Betriebes durch die Verbrennungsgase auf Zlindtemperatur gehalten wird. Unterstützt wird der Zünd-und Vrebrennungsvorgang noch dadurch, daß der Brennraum 11 mit einem hitzebeständigen Material gegen die Gehäusewand wärmeisolierend ausgekleidet ist; diese Brennrauminnenwand 12 erhält während des Betriebes eine wesentlich höhere Temperatur als die übrigen Geheäusewände. Da innerhalb der Arbeitsräume kein Schmiermittel erforderlich ist, kann die Wandtemperatur höher gehalten werden, als dies bei Kolbenmotoren allgemein zulässig ist. Damit kann die Verbrennung begünstigt und der Wirkungsgrad gesteigert werden.
  • Um in der ungewöhnlich kurzen zur Verfügung stehenden Zeit eine möglichst vollständige Verbrennung zu erreichen, muß der Gemischbildungsvorgang den gekennzeichneten Bedingungen angepaßt werden. Dazu wird der für eine Verbrennung erforderliche kleinem zeitlichen Abstand an diejenige der anderen Seite an; dasselbe gilt für die Auspuffphasen. Diese unmittelbare Folge gleichgerichteter Phasen bedingt eine fast kontinuierliche Saug- und Schubströmung. Dazu kommt der günstige Umstand, daß Auspuff-und Saugphase gegensymmetrisch auftreten. Es ist dabei die Hauptaufgabe des Vorkammervolumens, die wechselseitig auftretenden Druckdifferenzen von Saug- und Auspuffvorgang gleichzeitig auszugleichen.
  • Da der größte Teil der geförderten Luft nicht an der Verbrennung beteiligt wird, kann zur Erhöhung der Schubleistung, insbesondere bei höheren Fluggeschwindigkeiten unter Ausnutzung des Staudruckes in der Strahldüse noch nachträglich Treibstoff verbrannt werden, wobei das Schwingflügeltriebwerk auch für die Nachverbrennung die Treibstofförderung übernimmt. .
  • Da die hohen Verbrennungstemperaturen während einer Arbeitsperiode nur über einen relativ kleinen Zeitanteil auf die Triebwerksteile einwirken, ergibt sich für diese nur eine geringe mittlere thermische Belastung. Der große Luftüberschuß ermöglicht zudem in Verbindung mit der lebhaften Innenzirkulation eine ausreichende Innenkühlung, insbesondere des Schwingflügels. Die durchgeförderte Luft umströmt außerdem das Schwingflügelgehäuse von außen und sorgt damit für eine genügende Kühlung der Schwingflügellager.
  • Die hinsichtlich der Materialbeanspruchung kritischste Stelle ist die Verbindung von Schwingflügel 1 und Welle 2. Mit Rücksicht auf einen günstigen Kraftfluß sowie auf die Bearbeitung wird vorzugsweise eine geteilte Konstruktion gewählt. Dabei können Schwingflügel I. und Welle 2 aus dem jeweils geeignetsten Material hergestellt werden. Die Verbindung erfolgt nach F i g. 6 a auf die Weise, daß als Schwingflügelnabe ein hochfestes dünnes Band 1a mit einem Umschließungswinkel von etwa 180 bis 210° um die Welle 2 gelegt und mit dem Schwingflügel vernietet oder verschraubt ist, welcher dann aus einer einfachen Platte hergestellt werden kann. Eine andere Verbindungsart nach F i g. 6 b besteht darin, daß Schwingflügel und Nabe aus einem Materialstück gefertigt werden. Für beide Ausführungen ist wichtig, daß das Nabenband, welches die Welle 2 teilweise umschließt, unter Vorspannung steht; dadurch wird die Dauerfestigkeit wesentlich erhöht.
  • Das der Erfindung zugrunde gelegte Arbeitsverfahren ermöglicht Betriebszustände, welche sowohl im thermodynamischen Bereich als auch in strömungstechnischer Hinsicht Wirkungsgrade erwarten lassen, wie sie in bekannten Strahltriebwerken für kleine Schubleistungen wenn überhaupt, so nur mit weitaus größerem Aufwand erreicht werden können.
  • Gegenüber den bereits bekannten, mit Flügelkolben arbeitenden Strahltriebwerken wird jegliche Art mechanischer Ventilsteuerung und mechanischer Hilfsgeräte vermieden und dadurch die Betriebssicherheit weitgehend erhöht. Das Fehlen von Ventilen im Brennraumbereich ermöglicht eine freizügige, thermodynamisch günstigste Brennraumauslegungund erlaubt höhere Verbrennungsdrücke und Temperaturen. Durch die Gestaltung des Schwingflügelgehäuses und vor allem durch die Anordnung der Aus- und Einlaßöffnungen kann der größte Teil des gesamten Schwingungsvolumens als reines Pumpvolumen ausgenutzt werden, und es ist damit möglich, daß die durch die Verbrennung gewonnene Energie unmittelbar über den Schwingflügel durch Ansaugen und Ausschieben von Luft in Schubkraft umgesetzt wird.
  • Infolge der äußerst leichten bewegten Masse ist die gespeicherte Massenenergie so gering, daß die Leistungsregelung ohne spürbare Verzögerung erfolgen kann und daß bei einem Triebwerksschaden eine Totalzerstörung ausgeschlossen und eine Gefährdung der Umgebung nur in engsten Grenzen möglich ist.
  • Da alle Bewegungsvorgänge innerhalb des Triebwerks einem periodischen Richtungswechsel unterliegen, erzeugt das Triebwerk nach außen hin keine Kreiselwirkung. Diese Eigenart ist insofern von Bedeutung, als das Triebwerk ja insbesondere für den unmittelbaren Strahlantrieb an den Flügelspitzen von Hubschrauberrotoren vorgesehen ist.
  • Daneben wird die zu erwartende Wirtschaftlichkeit sowie die Anspruchslosigkeit in Wartung und Treibstoffgüte den Einsatz als Haupttriebwerk für Leichtflugzeuge an Stelle des Kolbenmotors und als Hilfsantrieb für Segelflugzeuge in Aussicht stellen.
  • Durch parallelen Zusammenschluß mehrerer Einzeltriebwerke zu einer Triebwerksbatterie lassen sich beliebige Schubkräfte erzeugen. Derartige Triebwerksbatterien können dann vertikal schwenkbar oder direkt als Landeklappen ausgebildet an Tragflügel montiert werden, womit durch die vertikal verstellbare Strahlrichtung die Start- und Landeeigenschaften günstig beeinflußt werden können. Patentansprüche: 1. Strahltriebwerk mit Schwingflügel, insbesondere für kleine Schubleistungen, wobei der verhältnismäßig sehr leichte Schwingflügel um eine Drehachse in einem Gehäuse symmetrisch zu dessen Längsachse mit hoher Geschwindigkeit frei schwingt, dabei gegensymmetrische, periodisch wechselnde Volumenveränderungen erzeugt und im Bereich der Totlagen seines $chwingungsweges, welche jeweils von einem Brennraum begrenzt werden, durch Verdichtung eines Brennstoff-Luft-Gemisches verzögert und durch die Verbrennungsenergie dieses Gemisches wieder entgegengesetzt beschleunigt wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Schwingflügelgehäuse nur nach rückwärts entgegen der Flugbewegung für jeden der beiden Brennräume je eine Öffnung hat, welche außerhalh der Brennraumzone und dem zugehörigen Brennraum in Längsrichtung nach rückwärts gegenüberliegend an den Umfangskreis des Schwingflügels anschließt, daß der öffnungsquerschnitt der beiden Öffnungen unverändert und ständig offen bleibt und durch jede Öffnung zeitlich nacheinander infolge der Schwingbewegung des Schwingflügels sowohl Frischluft in das Gehäuse eingesaugt als auch Luft und Verbrennungsgas nach rückwärts schuberzeugend ausgestoßen werden, wobei die Öffnungen durch die Formgebung ihrer seitlichen Begrenzungen und unter Einbeziehung des Bewegungszustandes des Schwingflügels sogenannte aerodynamische Ventile bilden, welche bei konstantem öffnungsquerschnitt abhängig von der Durchflußrichtung unterschiedliche Durchflußquerschnitte aufweisen, und daß durch die Formgebung der seitlichen Begrenzungswände des Schwingflügelgehäuses in bezug auf den Umfangs-

Claims (10)

  1. Brennstoff vorzugsweise vom Mittelsteg 7 aus entgegen der einströmenden Frischluft in den Brennraum eingespritzt, und zwar bereits während der Niederdruckphase. Dadurch kann der Brennstoff an der heißen Innenwand 12 größtenteils verdampfen. Da der Brennraum 11 infolge seiner abgerückten Lage nur von der langsameren Randströmung des Saugwirbels berührt wird, sammelt sich darin ein stark überfettetes Gemisch an, welches sich infolge Luftmangels am Glühkörper 15 nicht entzünden kann. Zu Beginn der Hochdruckphase ist im Verdichtungsraum ein geschichtetes Gasvolumen eingeschlossen derart, daß an der Schwingflügelseite nur reine Luft und an der Brennraumwand ein überfettetes Brennstoff-Luft-Gemisch vorherrscht. Mit zunehmender Verdichtung erfolgt dann durch die den Gasen noch innewohnende Bewegung eine intensive Vermischung von Luft und Brennstoff. Die Zündung setzt dann am Glühkörper 15 ein, sobald sich ein zündfähiges Mischungsverhältnis eingestellt hat. Mit der Lage des Glühkörpers 15 im Brennraum 11 läßt sich der Zündzeitpunkt noch beeinflussen. Jener wird vorzugsweise im inneren Brennraumdrittel so angeordnet, daß er vom Brennstoffstrahl nicht direkt getroffen wird. Um eine einwandfreie Gemischbildung zu ermöglichen, muß mit hohem Luftüberschuß gearbeitet werden, was jedoch kein Problem darstellt, da von der gesamten eingesaugten Luftmenge ohnehin nur ein kleiner Anteil zur Verbrennung gebraucht wird. Die Brennstoffeinspritzung kann durch mechanisch unmittelbar von der Schwingflügelwelle 2 betätigte oder durch druckluftbetätigteEinspritzaggregate oder durch Druckluftzerstäuberdüsen erfolgen, wobei die notwendige Druckluft der geeigneten Verdichtungsphase entnommen und durch die Schwingflügelwelle 2 gesteuert wird. Ein vorzugsweise zu verwendendes Einspritzprinzip beruht darauf, daß eine in den Mittelsteg 7 eingebaute Zweiwegezerstäuberdüse 14, die mit beiden Brennräumen 11 in Verbindung steht, Druckgas jeweils von dem unter Druck befindlichen Brennraum in den zur gleichen Zeit im Saugbereich liegenden Brennraum strömen läßt. Dieser im Arbeitsrhythmus periodisch seine Richtung wechselnde Gasstrahl fördert aus der Zerstäuberdüse feinverteilten Brennstoff jeweils in den Brennraum, welcher gerade im Saugbereich liegt. Diese Art der Brennstofförderung bietet den Vorteil, daß dazu keine besonderen beweglichen Elemente und keine außenliegenden Druckleitungen gebraucht werden. Sie gestattet in der einzigen Brennstoffzuführungsleitung ohne besondere Rückschlagventile einen fast kontinuierlichen Förderstrom. Die Dosierung der Einspritzmenge und damit auch die Leistungsregelung des Triebwerks erfolgt allein durch Drosselung des Brennstoffzuflusses. Da die Zerstäuberdüse bei stark veränderlichem, vorwiegend überkritischem Druckverhältnis arbeiten muß, wird hierfür das Ausflußprinzip einer Blende angewendet, womit der Strömungszustand innerhalb eines großen Druckbereiches unempfindlich ist. Die Zerstäuberblende muß für beide Durckströmrichtungen gleiche Zustände ergeben. F i g. 5 zeigt einen Schemaschnitt durch eine Zweiwegezerstäuberdüse. Die Zerstäuberblende 20 enthält radiale Bohrungen 21, durch welche Brennstoff aus einer Sammelleitung 22 in den Blendenkanal23 fließen kann. Die Dicke der Zerstäuberblende beträgt am Blendenkanal 23 vorzugsweise etwa das Doppelte der Bohrungsdurchmesser 21 und nimmt nach außen aus Festigkeitsgründen zu. Infolge der Strahleinschnürung ist der Strahlquerschnitt unmittelbar innerhalb des Blendenkanals 23 kleiner als dieser. Dadurch entsteht an dessen Randzone ein Unterdruck, wodurch Brennstoff aus den Bohrungen 21 gesaugt und im Gasstrahl zerstäubt wird. Der Blendenkanal 23 kann auch die Form eines schmalen, rechteckigen Schlitzes haben, in welchen die Brennstoffbohrungen 21 parallel nebeneinander einmünden. Als Brennstoff kommen insbesondere schnellbrennende Kohlenwasserstoffe, wie niedrigoktanige Benzine, Dieselkraftstoff und leichte Heizöle in Frage, da im Gegensatz zum Kolbenverbrennungsmotor eine Explosivverbrennung wegen der extrem kurzen Verbrennungszeit sogar angestrebt wird. Das Anlassen des Triebwerks kann auf die Weise erfolgen, daß in einem Brennraum ein schnell brennbares Treibstoffgemisch entzündet wird. Der Verbrennungsdruck beschleunigt den Schwingflügel 1 und fördert zugleich über das Einspritzsystem Treibstoff in den gegenüberliegenden Brennraum, in welchem die Verbrennung bereits unter einer geringen Vorverdichtung mit größerer Druckentwicklung erfolgt. Mit den nachfolgenden Verbrennungsphasen erhöht sich die Verdichtung und die Schwingflügelgeschwindigkeit stufenweise so lange, bis ein Gleichgewicht zwischen erzeugter Arbeit und abgegebener Arbeit eintritt. Der Energieaufwand zum Anlassen ist demnach sehr gering; es ist hauptsächlich das Vorheizen der Glühkörper. Bei dem in der freien Strömung arbeitenden Triebwerk muß die von vorn anströmende Luft zu den Einsaugöffnungen um 180° umgelenkt werden, wodurch ein zusätzlicher Strömungswiderstand und vor allem ein Füllungsverlust entsteht. Um diesen Nachteil weitgehend zu mindern, wird das Schwingflügelgehäuse mit einem stromlinienförmigen, sich nach vorn und hinten verjüngenden Verkleidungsgehäuse 16 umgeben. Dessen vorderer Teil hat einen sich stetig nach rückwärts erweiternden Querschnitt und wirkt als Einlaßdiffusor. Die vorn einströmende Luft wird darin unter gleichzeitiger Druckzunahme verzögert und umströmt dann das Schwingflügelgehäuse bis zu den Blendenöffnungen 13 mit niedrigerer Geschwindigkeit. Kurz hinter dem Bereich der Blende 8 verjüngt sich das Verkleidungsgehäuse 16 wieder zur Strahldüse 19. In einem Abstand hinter der Blende 8, der etwa der Schwingflügelhöhe h entspricht, wird das Verkleidungsgehäuse 16 durch eine keilförmige Trennwand 17 in zwei Strahlkanäle 18 unterteilt, welche unter einem Winkel von etwa 15° nach rückwärts zur Längsachse x-x hin verlaufen und in der gemeinsamen Strahldüse 19 in die Atmosphäre münden. Die Trennwand 17 soll verhindern, daß bereits ausgestoßene Verbrennungsgase mit der Frischluft wieder eingesaugt werden; andererseits soll unter Ausnutzung der Injektionswirkung der aus der Blendenöffnung 13 ausströmenden Gase der Luftdurchsatz und damit die Schubleistung erhöht werden. Der von Einlaßdiffusor und Strahldüse gemeinsam eingeschlossene Raum wirkt gleichzeitig noch als Vorkammervolumen. Bei dem Strahltriebwerk gemäß der Erfindung schließt sich die Saugphase der einen Seite nur mit kreis des Schwingflügels der Abschnitt des Schwingungsweges mit Brenngemischverdichtung, Verbrennung und Brenngasexpansion im Bereich der Totlagen wesentlich kleiner ist als der übrige Abschnitt des Schwingungsweges, entlang dessen infolge der Schwingflügelbewegung auf der einen Flügelseite Frischluft in das Gehäuse eingesaugt und auf der anderen Flügelseite gleichzeitig Frischluft und Abgasrest unter Schuberzeugung daraus verdrängt wird.
  2. 2. Strahltriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der beiden Öffnungen auf der Schwingflügelgehäuse-Rückseite diese rückwärtige offene Gehäuseseite durch eine in der Mitte derselben angeordnete rechteckige Blende teilweise so abgedeckt wird, daß zwei gleichgroße seitliche Blendenöffnungen mit rechteckigem Öffnungsquerschnitt verbleiben, deren äußere Begrenzungswand an den Umfangskreis des Schwingflügels annähernd tangiert und deren innere Begrenzung die Blendenkante bildet, wobei die lichte Öffnungshöhe gleich ist der Schwingflügelhöhe h und die öffnungsbreite annähernd gleich ist der halben Blendenbreite und die Blendenbreite annähernd gleich ist dem Schwingflügelradius r, daß die Innenseite dieser Blende über die ganze Blendenbreite von außen unmittelbar an den Umfangskreis grenzt und zu jeder Blendenöffnung hin eine der Ausströmrichtung entgegengerichtete Strömungsablenkkante bildet und daß die Außenseite dieser Blende halbkreis- bis ellipsenförmig nach außen gewölbt ist und zu jeder Blendenöffnung eine gut gerundete, kontraktionsfreie Einlaßmündung bildet.
  3. 3. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingflügel rechteckige Form hat und die geraden Kanten ein Seitenverhältnis r: h=1 bis 2 haben und daß die Schwingflügeldicke s umgekehrt proportional ist dem Abstand a vom Drehpunkt O gemäß der Gleichung s:s,=r:a.
  4. 4. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Schwingflügel in an sich bekannter Weise im Gehäuse berührungsfrei bewegt.
  5. 5. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die im Brennraumbereich, jedoch außerhalb des Schwingungsbereiches des Schwingflügels liegenden Gehäusewände in an sich bekannter Weise eine zweite, dünnere Innenwand erhalten, welche die eigentliche Brennraumform herstellt, wobei zwischen der äußeren Gehäusewand und der inneren Brennraumwand eine den Wärmedurchgang zur äußeren Gehäusewand hemmende Zwischenschicht bleibt.
  6. 6. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausnutzung der zwischen beiden Brennräumen wechselnd erzeugten Druckdifferenz unmittelbar zur Treibstoffeinspritzung mittels einer in den Mittelsteg (7) eingebauten Zweiwegezerstäuberdüse Treibstoff angesaugt und fein zerstäubt jeweils in den Brennraum eingeblasen wird, der sich gerade in der Saugphase befindet.
  7. 7. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Treibstoffeinspritzung mittels Zweiwegezerstäuberdüse die Unterdruckförderung des Treibstoffes durch die Strahleinschnürung eines Blendenausflusses bewirkt wird, wobei die Zerstäuberblende für beide Strömungsrichtungen gleich wirksam ausgebildet ist, und daß der Treibstoff durch radiale Bohrungen in der Zerstäuberblende dem Gasstrahl zugeführt wird, dessen Querschnitt durch entsprechende Gestaltung der Blendenkante kreis-oder rechteckförmig sein kann. B.
  8. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingflügelgehäuse in ein stromlinienförmiges Verkleidungsgehäuse eingebaut ist, dessen vorderer Teil als Einlaßdiffusor und dessen nach rückwärts mit stetigem Übergang anschließender Teil als Strahldüse ausgebildet ist.
  9. 9. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahldüse hinter der Blende mittels einer keilförmigen Trennwand in zwei seitliche, in der Verlängerungsachse der Blendenöffnungen liegende Strahlkanäle geteilt wird, welche nach rückwärts zusammenlaufen und in einer gemeinsamen Düse in die Atmosphäre münden.
  10. 10. Strahltriebwerk nach Anspruch 1 bis 9 mit einer Schwingflügelkonstruktion, dadurch gekennzeichnet, daß Schwingflügelblatt und Welle als Einzelteile mittels eines Nabenbandes, welches aus dünnem, hochfestem Blech besteht, unter Vorspannung derart verbunden sind, daß das Nabenband entweder als getrenntes Teil mit dem Schwingflügelblatt vernietet oder verschraubt wird, wobei der Umschließungswinkel an der Welle etwa 180 bis 210° beträgt, oder daß Schwingflügelblatt und Nabenband zusammenhängend aus einem Stück gefertigt sind. In Betracht gezogene Druckschriften-USA.-Patentschrift Nr. 2 526 645.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005003545A1 (en) * 2003-07-02 2005-01-13 Nicholas Paul Robinson Propulsion system

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2526645A (en) * 1945-10-12 1950-10-24 Leonard B Edelman Intermittent-firing thermal air jet motor with oscillating flapper valve control

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