DE1261930B - Hochspannungsdruckgasschalter - Google Patents
HochspannungsdruckgasschalterInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/12—Auxiliary contacts on to which the arc is transferred from the main contacts
- H01H33/121—Load break switches
- H01H33/122—Load break switches both breaker and sectionaliser being enclosed, e.g. in SF6-filled container
Landscapes
- Circuit Breakers (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
HOIh
Deutsche Kl.: 21c-35/10
Nummer: 1261930
Aktenzeichen: V 20399 VIII d/21 c
Anmeldetag: 23. März 1961
Auslegetag: 29. Februar 1968
Die Erfindung betrifft einen Hochspannungsdruckgasschalter, bei dem sowohl die Leistungstrennstelle
als auch eine elektrisch in Reihe geschaltete Spannungstrennstelle axial hintereinanderliegend in einem
gemeinsamen, ständig mit Druckgas gefüllten Gehäuse angeordnet sind.
Es sind bereits Druckkammerschalter bekannt, bei denen der Leistungstrennstelle eine Spannungstrennstelle
parallel geschaltet ist, wobei der ortsfeste Kontakt der Leistungstrennstelle von einer in die Schaltkammer
hineinragenden Durchführung getragen wird. Derartige Schalter weisen jedoch infolge der
Parallelschaltung der Trennstellen sowie wegen der erforderlichen Isolation des ortsfesten Kontaktes der
Leistungstrennstelle gegenüber der das Gegenpotential tragenden Schaltkammerwandung große Abmessungen
auf.
Es ist weiterhin ein Schalter mit einer nicht ständig mit Druckgas gefüllten Schaltkammer bekannt, bei
dem Leistungs- und Spannungstrennstelle axial hintereinanderliegend,
elektrisch in Reihe geschaltet angeordnet sind, wobei die Leistungstrennstelle von einem
Isolierstoffzylinder umgeben und überbrückt ist, an dessen im Inneren des gemeinsamen Gehäuses der
Trennstellen gelegener Stirnseite die ortsfesten Kontakte der Leistungs- und der Spannungstrennstelle angeordnet
sind. Diese Ausführung führt allerdings zu nicht mehr vertretbaren Schaltkammerabmessungen,
da die Spannungstrennstelle nach der Leistungsabschaltung unter atmosphärischen Bedingungen
offengehalten wird, wobei hinzukommt, daß damit eine Bespülung der Schaltkammerräume erforderlich
wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Trennstellen eines Druckkammerschalters so anzuordnen,
daß eine optimale Bemessung und Ausbildung der Schaltkammer ermöglicht wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Leistungstrennstelle in an sich bekannter Weise
von einem Isoliergerüst umgeben und überbrückt ist, das an seiner im Inneren des gemeinsamen Gehäuses
der Trennstellen befindlichen Stirnseite mit einem Flansch versehen ist, der außer einem Kontakt der
Spannungstrennstelle den beweglichen Kontakt der Leistungstrennstelle trägt, deren beweglicher Kontakt
im Isoliergerüst angeordnet ist. Dabei dienen das aus Isolierstoff bestehende Gerüst und der Flansch durch
entsprechende Ausbildung sowohl zur Steuerung der Leistungstrennstelle als auch zur Steuerung der Spannungstrennstelle.
Auch kann die Steuerung der Leistungs- und Spannungstrennstelle getrennt über mehrere
Bohrungen im entsprechend ausgebildeten, aus Hochspannungsdruckgasschalter
Anmelder:
VEB Transformatorenwerk Karl Liebknecht,
Berlin-Oberschöneweide,
Wilhelminenhofstr. 83-85
Als Erfinder benannt:
Walter Gleichmann, Berlin-Köpenick;
Heinz Mäkelburg, Berlin-Karlshorst;
Fritz Paul, Berlin-Oberschöneweide
Walter Gleichmann, Berlin-Köpenick;
Heinz Mäkelburg, Berlin-Karlshorst;
Fritz Paul, Berlin-Oberschöneweide
Isolierstoff bestehenden Gerüst und im Flansch erfolgen.
Besonders günstig wirkt sich das Anordnen des aus Isolierstoff bestehenden Gerüstes für das Unterbringen
eines Steuerwiderstandes aus. Dadurch, daß zur einwandfreien Befestigung der baulich aneinandergereihten
Leistungs- und Spannungstrennstelle für das aus Isolierstoff bestehende Gerüst z. B. mehrere
gleichmäßig am Umfang verteilte Isolierstangen verwendet werden, ist es möglich, den Steuerwiderstand
unter günstigen Bedingungen auf diese Isolierstangen aufzubringen. Auch ist das Aufbringen des Steuerwiderstandes
auf das aus Isolierstoff bestehende Gerüst in der Art möglich, daß ζ. Β. ein Halbleiter zwischen
jeweils zwei Isolierstoffsegmenten des Gerüstes eingelassen wird oder daß der Halbleiter den gesamten
Umfang des aus Isolierstoff bestehenden Gerüstes umgibt, wobei der Halbleiter am inneren und/oder
äußeren Umfang des Gerüstes angeordnet sein kann. Besonders vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang,
wenn das die Leistungstrennstelle überbrückende, aus Isolierstoff bestehende Gerüst durch ein solches aus
spannungsabhängigem Widerstandsmaterial gebildet wird. Selbstverständlich kann der Steuerwiderstand
auch direkt in das aus Isolierstoff bestehende Gerüst eingelassen werden, was insbesondere dann gegeben
ist, wenn als Isolierstoff ein Gießharz verwendet wird.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei dem erfindungsgemäßen Druckgasschalter dann, wenn das erforderliche
Blasventil in an sich bekannter Weise für die Leistungstrennstelle in unmittelbarer Nähe der Leistungstrennstelle
angeordnet wird. Hierdurch ist es möglich, den aufzufüllenden Raum zwischen diesem
Blasventil und der Leistungstrennstelle sehr klein zu halten, so daß die Gesamtabmessungen der Schaltkammer
gegenüber den herkömmlichen Druckgas-
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schaltern, bei denen sowohl die Leistungstrennstelle
als auch die Spannungstrennstelle in einer gemeinsamen, mit Druckgas gefüllten Schaltkammer angeordnet
sind, weiter verringert werden können.
Nach einem weiteren Merkmal nach der Erfindung kann der bewegliche Kontakt der Spannungstrennstelle
in an sich bekannter Weise zur Erhöhung der Restschaltfähigkeit als Hohlkontakt ausgebildet sein,
so daß bei der Abschaltung größerer Steuerwiderstände die bei der Abschaltung gebildeten ionisierten
Gase durch den Hohlkontakt weiter ins Freie strömen können.
An Hand einer Darstellung sei an einem Ausführungsbeispiel nach der Erfindung diese noch näher
erläutert.
Die F i g. 1 zeigt einen Druckgasschalter der erfindungsgemäßen
Art, bei dem mit 1 die die baulich vereinigte Leistungs- und Spannungstrennstelle 2
und 3 aufnehmende Schaltkammer bezeichnet ist. Dabei ist die baulich vereinigte Leistungs- und Span- ao
nungstrennstelle 2 und 3 mit einem Flansch 4 versehen, der von einem aus Isolierrohren 5 bestehenden
Gerüst gehalten wird. Die Isolierrohre 5 und der Flansch 4 sind so ausgebildet, daß über sie die Steuerung
der Trennstellen erfolgt. Eine Belastung dieser Isolierrohre erfolgt bei dieser Anordnung nur während
des Ausschaltvorganges, da die Steuerung der Trennstellen so vorgenommen wird, daß, nachdem
die Spannungstrennstelle 3 geöffnet ist, die Leistungstrennstelle 2 geschlossen wird, so daß dann die Isolierrohre
5 überbrückt sind. Mit 7 ist der auf die Isolierrohre S aufgewickelte Steuerwiderstand bezeichnet.
8 stellt eine Öffnung dar, über die die Schaltkammer 1 mit dem Druckgaskessel in Verbindung
steht. Hierzu kann aber auch der feststehende Ringkontakt 9 der Spannungstrennstelle 3 dienen, der jedoch
dann vorteilhaft für das Ausströmen ionisierter Gase beim Abschalten größerer Steuerwiderstände
verwendet wird, wenn der bewegliche Kontakt der Spannungstrennstelle nicht als Hohlkontakt ausgebildet
ist. Vorteilhafterweise ist die der Leistungstrennstelle 2 zunächst liegende Stirnseite 6 der Schaltkammer
1 lösbar angeordnet, so daß durch Abnehmen dieser Wand nicht nur die Elemente der Leistungstrennstelle
2, sondern auch die der Spannungstrennstelle 3 leicht zugänglich sind.
Selbstverständlich ist im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Anordnung der Trennstellen über
das aus Isolierstoff bestehende Gerüst auch jede andere Ausführung der Schaltkammer möglich, z. B.
derart, wie sie in den F i g. 2 bis 4 gezeigt sind. Alle diese Schaltkammern weisen gegenüber der nach der
F i g. 1 den Vorteil auf, daß sie von einer Erwärmung, verursacht durch die Wirbelstrombildung in
der metallenen Schaltkammerwandung, befreit sind und daß die Abmessungen der Schaltkammern gegenüber
der nach der F i g. 1 erheblich herabgesetzt werden können, was dadurch erreicht wird, daß der die
Trennstellen 2 und 3 umfassende Mantel 10 aus einem Isolierstoff besteht, so daß auf den den feststehenden
Ringkontakt 9 tragenden Durchführungsisolator nach der F i g. 1 verzichtet werden kann.
Während Voraussetzung bei allen Schaltkammern ist, daß die Leistungstrennstelle 2 durch das Isoliergerüst
S überbrückt wird, kann das die Leistungstrennstelle 2 beblasene Druckgas unmittelbar an der Leistungstrennstelle
anstehen, wobei dann selbstverständlich ein Blasventil, das hier nicht weiter dargestellt
ist, unmittelbar an der Leistungstrennstelle angeordnet sein muß und das Isoliergerüst 5 Bohrungen
11 enthalten muß, über die das Druckgas in den die Leistungstrennstelle 2 aufnehmenden, durch das
Isoliergerüst S begrenzenden Raum 12 strömt. Selbstverständlich ist auch eine solche Anordnung des
Blasventils 13 möglich, daß dieses den gesamten Raum 12 absperrt, es kann dann auf die Bohrungen
11 verzichtet werden. Eine solche Anordnung ist aus der F i g. 3 ersichtlich. Um mindestens das für eine
Abschaltung erforderliche Druckgas in unmittelbarer Nähe der Leistungstrennstelle zur Verfugung zu
haben, kann bei paarweiser Anordnung der Schaltkammer nach der F i g. 2 und 3 auf dem Stützisolator
ein Druckgasvorratsbehälter zwischen jeweils zwei Schaltkammern angeordnet sein, wobei eine solche
Anordnung möglich ist, daß die Stirnseiten 6 der Schaltkammern bereits die Stirnseiten des Druckgasvorratsbehälters
darstellen, oder aber der Druckgasvoratsbehälter ist von den Schaltkammen getrennt
und liegt über den Schaltkammern. Eine derartige Anordnung des Druckgasvorratsbehälters ist auch
dann möglich, wenn auf dem Stützisolator nur eine Schaltkammer angeordnet ist.
Die F i g. 4 zeigt eine solche Anordnung von zwei Schaltkammern, durch die eine Erhöhung der
Reihenspannung gegenüber den Schaltkammern nach den F i g. 1 bis 3 erreicht wird. Bei dieser Anordnung
der Schaltkammern ist auf eine metallene Armierung zwischen den Stützisolatoren 14 und dem Mantel 10
verzichtet worden, und die Schaltkammern stehen unmittelbar über die Stützisolatoren 14 mit dem auf
Erdpotential liegenden, weiter nicht dargestellten Druckgasbehälter in Verbindung.
Claims (7)
1. Hochspannungsdruckgasschalter, bei dem sowohl die Leistungstrennstelle als auch eine elektrisch
in Reihe geschaltete Spannungstrennstelle axial hintereinanderliegend in einem gemeinsamen,
ständig mit Druckgas gefüllten Gehäuse angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leistungstrenntelle (2) in an sich bekannter Weise von einem Isoliergerüst umgeben
und überbrückt ist, das an seiner im Inneren des gemeinsamen Gehäuses zwischen den Trennstellen
befindlichen Stirnseite mit einem Flansch (4) versehen ist, der außer einen Kontakt der
Spannungstrennstelle den beweglichen Kontakt der Leistungstrennstelle trägt.
2. Hochspannungsdruckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliergerüst
und der Flansch Unterbrechungen (11) aufweisen, durch die der Raum, der von dem Isoliergerüst
eingeschlossen ist, mit dem Inneren des gemeinsamen Gehäuses der Trennstellen verbunden
ist.
3. Hochspannungsdruckgasschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
in dem Isoliergerüst vorgesehenen Durchbrechungen in radialer Richtung verlaufende Bohrungen
sind oder Durchbrechungen, die das Isoliergerüst in axialer Richtung durchsetzen.
4. Hochspannungsdruckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Isoliergerüst und in dem Flansch, der im Inneren des gemeinsamen Gehäuses der Trennstellen an-
geordnet ist, Bohrungen vorhanden sind, über die getrennt für beide Trennstellen sowohl die Zuführung
als auch die Abführung des Druckgases erfolgt, das zur Betätigung der Leistungs- und
Spannungstrennstelle über in an sich bekannter Weise erforderliche Mittel notwendig ist.
5. Hochspannungsdruckgasschalter nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Isoliergerüst von einer Anzahl von Isolierrohren gebildet ist, die mit Abstand voneinander angeordnet
sind, wobei über diese Isolierrohre das zur Betätigung der Trennstellen erforderliche Druckgas
zu- bzw. abgeführt wird.
6. Hochspannungsdruckgasschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
aus Isolierstoff bestehende Zylinder bzw. die Isolierrohre zum Aufbringen des Steuerwiderstandes
dienen.
7. Hochspannungsdruckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung
der Restschaltfähigkeit der bewegliche Kontakt der Spannungstrennstelle in an sich bekannter
Weise als Hohlkontakt ausgebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 884 525, 947 630,
Deutsche Patentschriften Nr. 884 525, 947 630,
975 887; deutsche Auslegeschriften Nr. 1052 501,
532, 1062 788, 1063 682,1086 780,
581, 1105 949, 1105 950.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 510/247 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961V0020399 DE1261930B (de) | 1961-03-23 | 1961-03-23 | Hochspannungsdruckgasschalter |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE1961V0020399 DE1261930B (de) | 1961-03-23 | 1961-03-23 | Hochspannungsdruckgasschalter |
| FR858371A FR1287071A (fr) | 1961-04-11 | 1961-04-11 | Sectionneur à gaz comprimé pour haute tension |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1261930B true DE1261930B (de) | 1968-02-29 |
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ID=26001516
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| DE1961V0020399 Pending DE1261930B (de) | 1961-03-23 | 1961-03-23 | Hochspannungsdruckgasschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
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