DE1261983B - Vorrichtung zur Abdichtung und Kuehlung von Giessrohrgelenken - Google Patents
Vorrichtung zur Abdichtung und Kuehlung von GiessrohrgelenkenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B22d
Deutsche Kl.: 31 b2- 35/04
Nummer: 1261983
Aktenzeichen: C 38481VI a/31 b2
Anmeldetag: 14. März 1966
Auslegetag: 29. Februar 1968
Bei der Herstellung von zur Weiterverarbeitung geeigneten Halbzeugen aus oxydierbaren Metallen
und Legierungen hoher Güte nach dem kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Gießverfahren ist
es wichtig, die Fallhöhe des Metalls beim Füllen der die Kokille(n) beschickenden Gießrinne möglichst zu
verringern. Eine zu große Fallhöhe ruft beim Einfließen der Schmelze Wirbelbildung hervor, wodurch
Oxydation des Metalls und Bildung von Schlacke gefördert werden, die in die gegossenen Halbzeuge
eindringen und unerwünschte Einschlüsse bilden kann.
Das gebräuchlichste Verfahren zur Verringerung der Fallhöhe des Metalls besteht darin, den Gießofen
um eine durch das Ende seiner Gießschnauze gehende Achse zu kippen, so daß man sie sehr nahe
der Gießrinne vorsehen kann.
Die F i g. 1 der Zeichnung veranschaulicht dieses Verfahren. Der Ofenl aus feuerfesten Wänden ist
mit einer Gießschnauze 2 ausgestattet; um die Gießrinne 3 zu füllen, kippt man den Ofen um die Achse 4
am Ende der Gießschnauze. Wie in der Figur dargestellt, geht die Achse durch das Oberteil eines der
Gießschnauze und der Gießrinne gemeinsamen Gestells 5. Eine solche Anordnung ist zufriedenstellend,
solange die Durchsatzmenge verhältnismäßig gering ist; bei einer großen Durchsatzmenge entspricht
sie jedoch nicht den Anforderungen.
Zur Lösung dieses Problems bei größeren Durchsatzmengen wurde von verschiedenen Erfindern
vorgeschlagen, den Abstich des Ofens mittels einer Gießschnauze vorzunehmen, die mit der die Kokillen
beschickenden Gießrinne über ein Kniegelenk verbunden ist.
Eine solche Anordnung im Aufriß und in Draufsieht zeigen die F i g. 2 bzw. 3 der Zeichnung.
Die Gießschnauze 12 des Ofens 11 ist mit der Gießrinne 13 über einen Bogen 16 verbunden, der
mittels der Kniegelenkverbindung 17 seitlich an der Gießschnauze befestigt ist; ferner ist eine Schraubzwinge
18 vorgesehen. Die Achse des Gelenks und der Schraubzwinge bilden die Kippachse 14 des
Ofens. Die Gießrinne 13 beschickt die Kokillen 15.
Sofern die Gießschnauze ein geeignetes Profil aufweist und die Gießrinne waagerecht vorgesehen
ist, gestattet diese Anordnung, das Metall des Ofens und das in die Gießrinne fließende Metall dank seiner
Schwerkraft bei einem beliebigen Kippwinkel auf fast derselben Höhe zu halten.
Der Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß die Gelenkverbindung Undichtigkeiten aufweisen
kann, insbesondere wenn es sich um große DurchVorrichtung zur Abdichtung und Kühlung
von Gießrohrgelenken
von Gießrohrgelenken
Anmelder:
Compagnie Generale du Duralumin et du Cuivre, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Leinweber
und Dipl.-Ing. H. Zimmermann, Patentanwälte,
8000 München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt:
Jean Beguin,
Marcel Landrault, Issoire, Puy-de-Dome
(Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 26. März 1965 (10 891)
satzmengen handelt und die kippbare Einheit aus Gießschnauze und Gießrinne große Abmessungen
besitzt. Diese Undichtigkeiten ergeben sich aus den Temperaturunterschieden der einzelnen Bereiche der
Verbindung, wodurch unterschiedliche Erweiterungen und Verformungen entstehen, die eine genaue
Einpassung der Reibflächen der Verbindung verhindern.
Die vorliegende Erfindung behebt diesen Nachteil ohne Änderung der oben beschriebenen Anordnung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, die die Dichtigkeit von aneinanderstoßenden Gelenken,
z. B. von Kniegelenkverbindungen, beim Gießen von Metallen oder anderen flüssigen oder
zähflüssigen Erzeugnissen hoher Temperatur gewährleistet, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens
aus einer hohlen Muffe besteht, die das Gelenk mit seinem Verbindungsstück umgibt und durch die eine
Kühlflüssigkeit hindurchfließt.
Zum besseren Verständnis der Einzelheiten der Erfindung folgt weiter unten eine Beschreibung, die
sich auf ein Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung an einem Ofen mit Gießschnauze
bezieht, die mittels eines Kniegelenks mit Verbindungsstück, wie in der Zeichnung dargestellt, mit
einer Gießrinne verbunden ist. In dieser Zeichnung ist
809 510/274
Fig. 4 eine Draufsicht des Vorderteils des Ofens mit Gießschnauze und Gießstutzen,
F i g. 5 ein Schnitt entsprechend der Ebene V-V der F i g. 4,
F i g. 6 eine Vorderansicht einer Muffe mit umlaufender
Kühlflüssigkeit,
F i g. 7 ein Schnitt entsprechend der Ebene VII-VII der F i g. 6,
F i g. 8 ein Grundriß d§r Gießanlage fü.r eine Anzahl
von Kokillen, die mit der erfihdungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstet ist.
Wie in den F i g. 4 und 5 dargestellt, ist der Ofen 21 mit der eine seitliche Öffnung 23 aufweisenden
Gießschnauze 22 über ein Verbindungsstück 26 besitzendes Kniegelenk 25 mit dem Bogen 24 verbunden.
Die Gießrinne 28 ist auf dem Ende des Bogens 24 mittels eines Keils. 27 befestigt. Das Gelenk wird
mit Hilfe der an der Wand «des Ofens, angebrachten Schraubzwinge 34 festgeklemmt. Die Achse der
Sehraubzwinge ist die Kippachse des Ofens.
Erfindungsgemäß umgibt eine hohle. Muffe, 29 das
Kniegelenk. Diese Muffe ist meistens ein selbständiges Teil, das ziemlich eng das Gelenk umschließt; es
könnte jedoch ebenso mit einem Teil des Kniestücks auf der Seite der Gießschnauze oder des Bogens. fest
verbunden sein.
Durch diese Muffe fließt ein Kühlmittel, das. eine Flüssigkeit (z, B. Wasser- gd.e.r Ql), gin Gag oddr ein
durch Zerstäubung eines, Ggsjs und giuer Flüssigkeit
erzeugter Nebel sein kann.
In den F i g. 6 und 7 ist die Zufuhr der Flüssigkeit mit 30 und der Abfluß mit 31 bezeichnet.
Die Muffe ist im Innern mit einem ebenen Flansch 32 versehen, der — wie F i gt 5 zeigt — die Zentrierung
der Muffe gewährleistet und ebenfalls, die Dichtigkeit
erhöht.
Vorzugsweise ist die Muffe bei 33 geschlitzt, damit ihr Sitz sich elastisch einstellen läßt und Verklemmung
dureh abwechselndes Ausdehnen und Zusammenziehen verhindert wird.
Die erfindungsgemäß ge.kühlte Muffe begrenzt und
gleicht die Temperatur der das Gelenk bildenden Teile im Bereich des Verbindungsstücks aus und verringert
somit Dehnungsunterschiede. Außerdem bewirkt sie die sofortige Erstarrung des Metalls, das
gegebenenfalls in das Verbindungsstück eindringt und verhindert dadurch Undichtigkeiten nach außen.
Lediglich als Anwendungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 8 eine Anlage für kontinuierliches Gießen
von Walzplatten aus Aluminium oder Aluminiumlegierung. Die Gießschnauze des Ofens weist ein doppeltes
Kniegelenk auf, und mittels der beiden Gießrinnen 34 kann der Ofen ein Dutzend Kokillen 35
bei einer Durchsatzleistung γοη 30 bis 40 t/Std. beschicken.
Jedes Kniegelerik 36 ist mit einer erfindungsgemäßen Kühlmuffe 37 ausgestattet, und selbst
bei großer Durchsatzmenge ermöglicht die Aplage ein genügend ruhiges Einfließen des Metalls, so daß
die es schützende Alumin-Haut nicht zerspringt; dank der gekühlten. Muffen entweicht praktisch kein Metall
In die Verbindungsstücke.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wurde besonders für die Anwendung an Gießschnauzen beschrieben;
selbstverständlich kann sie für alle Rohrleitungen Verwendung finden, die flüssiges Metall oder
heißes Schmelzgut transportieren und ein bewegliches Gelenk aufweisen, das abzudichten ist.
Je nach den Fertigungserfordernissen und der Art und Durehsatzmenge des gegossenen Metalls kann
die Kühlung eines Gelenks entweder durch mehrere Muffen, eine mehrstufige Kühlmuffe oder eine mit
Rippen zur schnelleren Abführung der Wärme nach außen versehenen Muffe erhöht werden.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Abdichtung und Kühlung von Gießrohrgelenken, z. B. Kniegelenkverbindungen,
die beim Gießen von Metallen oder anderen flüssigen oder zähflüssigen Erzeugnissen
hoher Temperatur Verwendung finden, dadurch gekennzeichnet, daß sie. mindestens
aus einer hohlen Muffe (29) besteht, die das Gelenk (25) mit seinem Verbindungsstück (26)
umschließt und durch die ein Kühlmittel hindurchfließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (29) ein selbständiges
Teil darstellt und das Gelenk (2S) eng umschließt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (29) mit einem Teil
des Gelenks (2S) fest verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (29) radial geschlitzt
(33) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (29) im Innern ihres
Mittelteils mit einem ebenen Flansch (32) versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um eine Mehrfachmuffe
handelt, die mehrere Kühlstufen aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 510/274 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
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| NL (1) | NL152473B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0072041A3 (en) * | 1981-06-05 | 1984-03-28 | Hoogovens Groep B.V. | Connection arrangement for a spout and an immersion nozzle, both of refractory material |
| DE3616157A1 (de) * | 1986-05-14 | 1987-11-19 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Rinnensystem zur zuleitung von fluessigem metall in einen ofen |
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