DE1261735B - Verfahren und Vorrichtung zum spanlosen Warmherstellen von Zahnraedern durch Warmumformung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum spanlosen Warmherstellen von Zahnraedern durch WarmumformungInfo
- Publication number
- DE1261735B DE1261735B DESCH34317A DESC034317A DE1261735B DE 1261735 B DE1261735 B DE 1261735B DE SCH34317 A DESCH34317 A DE SCH34317A DE SC034317 A DESC034317 A DE SC034317A DE 1261735 B DE1261735 B DE 1261735B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- die
- tooth pitch
- lower die
- axial
- upper die
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
- B21K1/00—Making machine elements
- B21K1/28—Making machine elements wheels; discs
- B21K1/30—Making machine elements wheels; discs with gear-teeth
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES WAJsf^ PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B 21k
Jk-d i(i, /Z po
Deutsche Kl.: 49 i-8
,L
Nummer: 1261735
Aktenzeichen: Sch 343171 b/49 i
Anmeldetag: 12. Dezember 1963
Auslegetag: 22. Februar 1968
Die Erfindung betrifft die Warmherstellung zylinderförmiger, mit einer axialen Lochung und mit
einer achsparallelen oder schräg zur Achse liegenden Geradverzahnung versehener Zahnräder durch spanloses
Warmausformen eines vorgefertigten, mit axialen Vertiefungen versehenen Vorwerkstückes
durch Fließpressen, wobei die Werkstoffmasse radial und axial in die Verzahnung des Gesenkteiles fließt,
und durch Lochung, und hat ein zweckmäßiges Verfahren zum Gegenstand, welches in einer besonders
ausgestalteten Fließpresse zu einer schnellen und preiswerten Formgebung führt.
Zum spanlosen Warmherstellen von Zahnrädern sind mehrere Verfahren bekannt. Nach einem bekannten
Verfahren wird ein Vierkantwerkstück in einem Gesenk durch Stauchen und Pressen zu einem
Zahnrad ausgeformt. Eine axiale Lochung sowie eine Keilnut müssen in einem weiteren Prozeß durch
spanabhebende Maschinen eingearbeitet werden. Dies ist auch bei einer weiteren Ausführung erforderlich,
wo durch dornartige Ansätze im Ober- und Untergesenk axiale kalottenartige Vertiefungen geschaffen
werden. Zum Stand der Technik gehört auch die spanlose Herstellung von zylinderförmigen, mit
axialen kalottenartigen Vertiefungen versehenen Vor-Werkstücken, in welche durch Spanabhebung die Verzahnung
und Lochung eingearbeitet wird. Auch ist es bekannt, einem massiven Rohling in mehreren
aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen mittels eines dornartigen Stempels zunächst einen vorwiegend
radialen Werkstofffluß zu geben und ihn dann mittels eines Axialstempels zwecks Lochung endgültig auszuformen.
Das ausgeformte Werkstück bedarf aber wegen der geringen Oberflächengüte und Formungenauigkeit
einer spanabhebenden Nachbearbeitung. Ein anderer Vorschlag bezieht sich auf das Fertigpressen
eines Vorwerkstückes mit einer vorher spanabhebend eingearbeiteten axialen Nabenbohrung und
Keilnut, wobei ein in die Bohrung eingeführter Lochdorn für die Aufrechterhaltung der Lochung beim
Axialpressen Sorge trägt. Die Nabenlochung wurde demnach bisher entweder vor der Zahnradausformung
in ein vorgeformtes Vorwerkstück spanabhebend oder nach der Zahnradausformung des Werkstückes
spanabhebend oder spanlos mittels eines Druckdornes eingearbeitet.
Trotz aller Bemühungen unter Ausnutzung radialer und axialer Werkstoffflüsse ist es bisher nicht gelungen,
ein Zahnrad mit einer axialen Nabenlochung und mit einer achsparallelen oder schräg zur Achse
liegenden Geradverzahnung durch spanloses Warmausformen eines ungelochten Vorwerkstückes durch
Verfahren und Vorrichtung zum spanlosen
Warmherstellen von Zahnrädern
durch Warmumformung
Warmherstellen von Zahnrädern
durch Warmumformung
Anmelder:
Unterstützungskasse
der Landsmannschaft Thuringia e. V.,
4300 Essen, Heymannsplatz 12
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Werner Schlegel, 4000 Düsseldorf
Fließpressen herzustellen. Vielmehr waren immer spanabhebende Vorarbeiten für das Vorwerkstück
oder spanabhebende Nacharbeiten am Preßling erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile und Schwierigkeiten zu beseitigen und die
Warmherstellung eines Zahnrades aus einem Vorwerkstück, welches in an sich bekannter Weise nur
spanlos vorgeformt ist, durch spanloses Ausformen herzustellen, das normalerweise keiner weiteren
spanabhebenden Nachbearbeitung sowohl im Mittelteil als auch am Zahnteil bedarf. Für Zahnräder
höchster Güte soll allenfalls nur ein Nachschaben notwendig sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das in an sich bekannter Weise vorgefertigte,
mit axialen Vertiefungen versehene Vorwerkstück nach vorherigem oder gleichzeitigem Ausstoßen
seines zwischen den axialen Vertiefungen befindlichen Zwischensteges in einem geschlossenen Fertiggesenk
durch radiale Materialverdrängung verformt und durch unmittelbare anschließende Axialpressung
die Endform erzwungen wird.
Dieses Verfahren hat zunächst den Vorteil, daß die Ausformung in einem Arbeitsgang erfolgt. Nach
oder schon beim Ausstoßen des Zwischensteges setzt die axiale Materialverdrängung in die Zahnteilung
des Gesenks ein. Die im Fließzustand befindlichen Masseteilchen werden durch die unmittelbare anschließende
Axialpressung in ihrer Druckrichtung umgelenkt, so daß der durch die radiale Beaufschlagung
eingeleitete Fließzustand ohne Unterbrechung bis in die Endphase der Verformung erhalten
bleibt. Es sind deshalb in vorteilhafter Weise wesentlich geringere Preßdrücke erforderlich als bei
809 509/70
3 4
den bekannten Verfahren. Der gleichmäßige Fließ- nimmt die endgültige Ausformung und trägt zu der
Vorgang führt aber darüber hinaus zu einer restlosen Masseverdichtung bei.
Ausformung in die Gesenkteile, wobei eine bisher bei Zweckmäßig weist der Druckstempel eine Nut-
der spanlosen Umformung nicht gekannte Ober- feder auf, durch welche in das Vorwerkstück eine
flächengüte des Zahnrades, insbesondere an den 5 Keilnut eingearbeitet wird.
Zahnteilen und in der Lochung entsteht, so daß die Eine Herstellung von Zahnrädern mit einer schräg
Zahnräder bei normaler Güteanforderung ohne zur Achse liegenden Mantelverzahnung durch Warmweitere spanabhebende Nachbearbeitung Verwen- umformung eines vorgefertigten Vorwerkstückes ist
dung finden können. Nur bei hohen Güteanfor- nicht bekannt. Lediglich zum Pressen von Schrägderungen
kann gegebenenfalls ein Nachschaben er- io zahninnenradern aus pulverförmigen Werkstoffen
forderlich werden. Trotz der geringeren, für die Um- ist eine Presse bekannt, bei der ein ringförmiges
formung benötigten Preßdrücke haben die ausge- Obergesenk mit einer Innenverzahnung beim Abformten Werkstücke in überraschender Weise eine senken auf einen mit einer entsprechenden Ververmutlich
durch den erzwungenen gleichmäßigen zahnung versehenen Kern eines Untergesenks aufge-Fließvorgang
bedingte höhere Dichte als nach bis- 15 dreht wird. Diese Presse ist infolge ihres Aufbaus für
herigen Verfahren mit wesentlich höheren Drücken die Warmumformung vorgefertigter Vorwerkstücke
gefertigte Teile. In einfacher Weise lassen sich durch ungeeignet und hat auch den Nachteil, daß das fertigbesondere Ausgestaltung der Gesenkteile auch Keil- gepreßte Werkstück mit dem Kern herausgenommen
nuten in die axiale Lochung und andere Formen werden muß, von dem es dann mittels einer zusätzunmittelbar
während der Umformung einformen. 20 liehen Vorrichtung abgedreht werden muß.
Ein weiterer Vorteil wird dadurch erreicht, daß für Demgegenüber ist erfindungsgemäß ein beim Ab-
das erfindungsgemäße Verfahren je nach Größe und senken mittels einer schräg zur Achse liegenden
Art des herzustellenden Zahnrades preiswerte kleine Zahnteilung in eine entsprechende Zahnteilung eines
Fließpressen von einem recht einfachen Aufbau Ver- Untergesenks eindrehbares Obergesenk vorgesehen,
Wendung finden können, weil die erforderlichen Preß- 25 wobei das Obergesenk in einer Fülirungsmutter, einer
drücke relativ niedrig sind. Es lassen sich nicht nur mit Zahnteilung versehenen Verbindungsbrücke drehzylindrische
Zahnräder mit einer achsparallelen bar gelagert ist und im Untergesenk ein Zwischen-Geradverzahnung
spanlos herstellen, sondern auch gesenk angeordnet ist, welches mit seiner Zahnteilung
solche mit einer schrägliegenden Geradverzahnung in der Zahnteilung des Untergesenks von einer
am Zylinderumfang. 30 koaxial zum Druckstempel verlaufenden Hohlwelle
Zur Durchführung des Verfahrens ist eine be- nach oben aus dem Untergesenk herausführbar ist.
sondere Ausbildung der Fließpresse erforderlich. Be- " Bei dieser Ausgestaltung dient der Druckstempel
kannt sind Fließpressen mit geschlossenem Gesenk, mittels seines Druckgliedes als Antriebsorgan für das
welche aus einem Untergesenk mit einer eine Zahn- zwangläufig gedrehte Obergesenk, während ein sinnteilung
aufweisenden Ausnehmung und aus einem 35 voll zum Druckstempel angeordnetes, ebenfalls im
Obergesenk bestehen, dessen Zahnteilung beim Ab- Untergesenk drehbares Zwischengesenk die Ausstoßsenken
in die Zahnteilung des Untergesenks eingreift. funktion übernimmt.
Zur Aufrechterhaltung der vorher in das Vorwerk- Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand
stück eingearbeiteten Nabenlochung ist bei einer be- mehrerer Ausführungsbeispiele erläutert, und zwar
kannten Ausführung am Obergesenk ein vorstehen- 40 zeigt
der, durch die Nabenlochung führender Dorn be- F i g. 1 eine Fließpresse zum Herstellen von Zahnfestigt,
der aber keine Verformungsarbeit leistet. An- rädern mit einer achsparallelen Geradverzahnung,
dererseits sind nach dem Steiglochpressen arbeitende Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Quer-
Lochpressen mit einem Lochdorn bekannt, dessen schnitt nach Linie I-L
Spitze mit treppenförmig abgesetzten Ringstufen ver- 45 F i g. 3 ein in der Fließpresse nach F i g. 1 gesehen
ist, um die Reibungsarbeit zwischen Dornspitze fertigtes Zahnrad,
und Werkstoff zu verringern. F i g. 4 eine Fließpresse zum Herstellen von Zahn-
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist für rädern mit einer schräg zur Achse liegenden Geraddie
erfindungsgemäße Ausbildung der Fließpresse verzahnung und vorgesehen, daß ein an seiner Spitze in an sich be- 50 Fig. 5 ein in der Fließpresse nach Fig. 4 hergekannter
Weise stufenförmig-radial verjüngter Druck- stelltes Zahnrad.
stempel vorgesehen ist, der voreilend gegenüber dem Es wird von einem vorgefertigten Vorwerkstück 1
Obergesenk verschiebbar geführt ist und einen ausgegangen, das einen Ringkörper mit axialen,
unteren Schnittkopf zum Abscheren des Zwischen- kalottenähnlichen Vertiefungen 2 bildet und einen
Steges aufweist, und daß koaxial zum Druckstempel 55 radial angeordneten Zwischensteg 3 aufweist. Das
ein Fallschacht im Untergesenk zum Abführen des Vorwerkstück 1 wird zweckmäßig in einer Fließpresse
Zwischensteges angeordnet ist. in an sich bekannter Weise aus einem Vierkant-
Dieser neuartige, durch die Gesenkteile der Fließ- rohling bei einer Temperatur gestaucht, die für die
presse führende Druckstempel stößt zunächst in der verwendete Metallart am günstigsten ist. Besonders
Art eines Lochdornes den Zwischensteg des Vor- 60 bei Eisen und Stahl wird eine Warmumformung zu
Werkstückes, der durch den Fallschacht herausfällt, bevorzugen sein.
aus und trägt dann· für eine radiale Materialver- Das Vorwerkstück 1 wird in nur einem geschlos-
drängung sowie für das Kalibrieren Sorge. Durch die senen Fertiggesenk fertig zur Endform ausgeformt,
Abstufungen an der Stempelspitze wird der Fließvor- wobei es nach vorherigem oder gleichzeitigem Ausgang
des nunmehr ringförmigen Vorwerkstückes ein- 65 stoßen des Zwischensteges 3 durch radiale Materialgeleitet
und allmählich gesteigert, wodurch hohe An- Verdrängung verformt wird und durch unmittelbar
fangsdrücke zum Einleiten des Fließvorganges ver- anschließende Axialpressung die Endform erzwungen
mieden werden. Das nacheilende Obergesenk über- wird. Für Zahnradformen mit einer achsparallelen
oder einer schräg zur Achse liegenden Geradverzahnung stehen erfindungsgemäß zwei verschiedene
Fließpressentypen zur Verfügung.
Eine Fließpresse zum Herstellen von Zahnrädern mit einer achsparallelen Geradverzahnung ist in den
F i g. 1 und 2 dargestellt. Diese Fließpresse besteht im wesentlichen aus einem Untergesenk 4, einem
Druckstempel 8 und einem Obergesenk 13. Eine Ausnehmung 5 des Untergesenks 4 ist mit einer Zahnteüung7
versehen. Außerdem ist ein axialer Fallschacht 6 vorhanden, dessen Bedeutung weiter unten
näher beschrieben wird.
Der Druckstempel 8, dem ein Fallbär 9 zugeordnet ist, ist an seinem unteren Ende stufenförmig verjüngt.
Die Abstufung ist mit 10 bezeichnet. Auf der Spitze selbst ist ein Schnittkopf 11 vorgesehen, und
an der Seite des Druckstempels 8 befindet sich eine Nutfeder 12, welche in das Vorwerkstück 1 eine
Keilnut einpressen soll. Das Obergesenk 13 hat einen zylindrischen unteren Teil 14, an dessen Umfang
eine Zahnteilung 15 vorgesehen ist. Diese Zahnteilung ist derart ausgestaltet, daß sie bei Einwirkung
auf das Untergesenk 4 in die Zahnteilung 7 eingreift. Das Obergesenk 13 ist mit einer axialen Bohrung
versehen, in welcher der Druckstempel 8 hin- und hergleiten kann.
Die Wirkungsweise der in den F i g. 1 und 2 dargestellten Fließpresse zum Herstellen von Zahnrädern
mit einer achsparallelen Geradverzahnung ist folgende:
Zunächst wird das Vorwerkstück 1 in das Untergesenk 4 hineingelegt. Sodann wird der Druckstempel
8 beaufschlagt. Dieser schneidet zuerst mit seinem Schnittkopf 11 den Zwischensteg 3 des Vorwerkstücks
1 ab, der durch den Fallschacht 6 nach unten fällt. Beim weiteren Eintreiben des Druckstempels
8 drücken die Abstufungen 10 die Masse des Vorwerkstückes nach außen in die Zahnteilung 7
des Untergesenks 4. Der Druckstempel 8 ist so lang, daß er gegenüber dem Obergesenk 13 um das Maß a
voreilt. Beim weiteren Eindrücken wirkt der Fallbär 9 schließlich auf das Obergesenk 13 ein und drückt
dieses auf das Vorwerkstück 1, wobei es mit seiner Zahnteilung 15 in die Zahnteilung 7 des Untergesenks
4 eingreift. Zur Erhaltung der Voreilung α wird das Obergesenk 13 zweckmäßig an einer Feder
od. dgl. um das Maß der Voreilung am Druckstempel 8 angeordnet.
Nach Beendigung der Umformung hat das Vorwerkstück 1 die in Fig. 3 dargestellte Endform 16
erhalten. Diese besitzt eine Zahnteilung 17, eine mittlere axiale Lochung 18 mit eingearbeiteter Keilnut
sowie einen Grat 19, der nach unten hervorsteht. Beim Hochziehen des Druckstempels 8 wird diese
Endform 16 mitgenommen. Durch besondere in der Zeichnung nicht dargestellte Abstreifer ist dafür
Sorge zu tragen, daß diese vom Druckstempel abgeschoben wird.
Nach Entfernung des Grates 19 steht ein Fertigwerkstück
zur Verfügung, das in der Regel als Fertigzahnrad verwendet werden kann. Für eine Oberflächenvergütung
ist aber auch eine Weiterbehandlung in einer bekannten Schabe- und Poliervorrichtung
möglich.
Zum Herstellen eines Zahnrades mit einer schräg zur Achse liegenden Geradverzahnung ist beispielsweise
die in F i g. 4 dargestellte Fließpresse geeignet. Sie besteht im wesentlichen aus einem Untergesenk
20, einem Obergesenk 27 und einem Zwischengesenk 23. Das Untergesenk 20 hat eine Ausnehmung 21
mit einer schräg zur Achse liegenden Zahnteilung 22. Das Zwischengesenk 23 besitzt ebenfalls eine Zahnteilung,
so daß es in der Zahnteilung des Untergesenks verschraubbar ist. Die Kraftübertragung zum
Verdrehen des Zwischengesenks 23 geschieht über eine drehende und stoßende Hohlwelle 24, deren
lichter Querschnitt einen Fallschacht 24 α hat. Das Obergesenk 27 hat eine Zahnteilung 28 und wird von
einem dem Druckstempel 25 zugeordneten Druckglied 26 beaufschlagt. Es wird in einer an einem
Träger 31 befestigten Mutter 30 geführt. Das Obergesenk 27 hat eine axiale Bohrung 29, durch welche
der Druckstempel 25 hindurchführt. Zwischen der Führungsmutter 30 und dem Untergesenk 20 ist eine
Verbindungsbrücke 32 vorgesehen, welche durch eine Zahnteilung 32 α ein gleichmäßiges Einführen
des Obergesenks in die Gewindegänge des Untergesenks ermöglicht. Mit 33 sind Abstreiferfinger bezeichnet.
Die Wirkungsweise der in F i g. 4 dargestellten Fließpresse ist folgende;
Zunächst wirkt der Druckstempel 25 auf das eingelegte Vorwerkstück 1 ein, wobei dieses kalibriert
und gegebenenfalls gleich mit einer Keilnut versehen wird. Vom Druckglied 26 wird nach Überwindung
der Voreilung das Obergesenk 27 mitgenommen. Dieses dreht sich in das Untergesenk 20 ein und
staucht das Vorwerkstück in die Endform. Nach Beendigung des Stauchvorganges wird das Obergesenk
27 wieder herausgedreht. Gleichzeitig wird das Zwischengesenk herausgedreht. Nachdem dieses
Zwischengesenk seine höchste Lage erreicht hat, werden die Abstreifer 33 über das Fertigwerkstück
gebracht, so daß dieses beim weiteren Hochführen vom Druckstempel 25 abgestreift wird.
Die in der Fließpresse nach F i g. 4 gefertigte Endform
34 ist in F i g. 5 dargestellt. Sie hat eine schräg zur Achse verlaufende Zahnteilung, einen nach unten
weisenden Grat 36 sowie gegebenenfalls eine Keilnut 35. Auch dieses Zahnrad kann nach Entfernung des
Grates 36 unmittelbar verwendet werden. Bei hohen Güteanforderungen läßt sich eine Vergütung durch
Bearbeitung in einer Schabe- und Poliervorrichtung erreichen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Warmherstellen zylinderförmiger, mit einer axialen Lochung und mit einer
achsparallelen oder schräg zur Achse liegenden Geradverzahnung versehener Zahnräder durch
spanloses Ausformen eines vorgefertigten, mit axialen Vertiefungen versehenen Vorwerkstückes
durch Fließpressen, wobei die Werkstoffmasse radial und axial in die Verzahnung der Gesenkteile
fließt, und durch Lochung, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorwerkstück
nach vorherigem oder gleichzeitigem Ausstoßen seines zwischen den axialen Vertiefungen befindlichen
Zwischensteges in einem geschlossenen Fertiggesenk durch radiale Materialverdrängung
verformt und durch unmittelbare anschließende Axialpressung die Endform erzwungen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 für Zahnräder mit einer oder mehreren eingeformten Keilnuten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Keilnuten wäh-
rend der radialen und axialen Materialverdrängung ausgeformt werden.
3. Fließpresse mit geschlossenem Gesenk zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1
und 2, bestehend aus einem Untergesenk mit einer eine Zahnteilung aufweisenden Ausnehmung,
einem Obergesenk, dessen Zahnteilung beim Absenken in die Zahnteilung des Untergesenks
eingreift und einem der Nabenlochung entsprechenden eindrückbaren Stempel, dadurch ge- ίο
kennzeichnet, daß ein an seiner Spitze in an sich bekannter Weise stufenförmig-radial verjüngter
Druckstempel (8 bzw. 25) vorgesehen ist, der voreilend gegenüber dem Obergesenk (13 bzw.
27) verschiebbar geführt ist und einen unteren Schnittkopf (11) zum Abscheren des Zwischensteges
(3) aufweist, und daß koaxial zum Druckstempel ein Fallschacht (6 bzw. 24 a) im Untergesenk
(4 bzw. 20) zum Abführen des Zwischensteges angeordnet ist.
4. Fließpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstempel (8 bzw. 25)
eine Nutfeder (12) aufweist.
5. Füeßpresse nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Obergesenk (13
bzw. 27) am Druckstempel (8 bzw. 25) über eine Feder od. dgl. um das Maß (α) der Voreilung versetzt
angeordnet ist.
6. Fließpresse nach Ansprüchen 3 bis 5 zum Herstellen von Zahnrädern mit einer schräg zur
Achse liegenden Geradverzahnung, wobei das Obergesenk mittels einer schräg zur Achse liegenden
Zahnteilung in eine entsprechende Zahnteilung des Untergesenks eingedreht wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das Obergesenk (27) in einer Führungsmutter (30) und einer mit Zahnteilung
(32 a) versehenen Verbindungsbrücke (32) drehbar gelagert ist und daß im Untergesenk (20) ein
Zwischengesenk (23) angeordnet ist, welches mit seiner Zahnteilung in der Zahnteilung des Untergesenks
laufend von einer koaxial zum Druckstempel verlaufenden Hohlwelle (24) nach oben
aus dem Untergesenk herausführbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 896 904, 887 143,
370, 563 515;
370, 563 515;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 059745;
deutsche Patentanmeldung S 8971 b/49i (bekanntgemacht am 10.1. 1952);
schweizerische Patentschriften Nr. 308 333,
152;
152;
französische Patentschriften Nr. 1 345 423,
224'
224'
USA.-Patentschriften Nr. 2 337 222, 2 057 669;
Zeitschrift »Fertigungstechnik und Betrieb«, August 1961, S. 517 und 518;
Sonderdruck aus der »VDI-Zeitung«, Nr. 5, 1957, S. 1209 bis 1215.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 509/70 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH34317A DE1261735B (de) | 1963-12-12 | 1963-12-12 | Verfahren und Vorrichtung zum spanlosen Warmherstellen von Zahnraedern durch Warmumformung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH34317A DE1261735B (de) | 1963-12-12 | 1963-12-12 | Verfahren und Vorrichtung zum spanlosen Warmherstellen von Zahnraedern durch Warmumformung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1261735B true DE1261735B (de) | 1968-02-22 |
Family
ID=7433089
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH34317A Pending DE1261735B (de) | 1963-12-12 | 1963-12-12 | Verfahren und Vorrichtung zum spanlosen Warmherstellen von Zahnraedern durch Warmumformung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1261735B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0163769A3 (de) * | 1984-06-05 | 1986-08-20 | The State Of Israel Ministry Of Defence Israel Military Industries | Verfahren und Maschine zur Herstellung eines metallischen Ringes mit speziell geformter Oberfläche aus einem ringförmigen Rohling mit ausgewähltem Querschnitt |
| DE19523692A1 (de) * | 1995-07-05 | 1997-01-16 | Krupp Ag Hoesch Krupp | Verfahren zum Kalibrieren von Werkstücken und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens |
| DE10160475A1 (de) * | 2001-12-08 | 2003-06-26 | Daimler Chrysler Ag | Vorrichtung zum Pressformen |
Citations (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR373224A (fr) * | 1906-10-30 | 1907-05-06 | Charles Thomas Schoen | Procédé de fabrication des roues d'engrenage |
| DE563515C (de) * | 1932-11-05 | Rudolf Suchoparek | Herstellung von Zahnradtrieblingen | |
| US2057669A (en) * | 1934-07-02 | 1936-10-20 | Charles A Brauchler | Method of forging gear blanks |
| DE703370C (de) * | 1935-06-09 | 1941-03-07 | Fritz Singer Dr | Presswerkzeug zum Warmpressen von Zahnraedern |
| US2337222A (en) * | 1940-08-02 | 1943-12-21 | Caterpillar Tractor Co | Cluster gear and method of manufacture therefor |
| CH292152A (de) * | 1950-09-07 | 1953-07-31 | Bayerisches Leichtmetallwerk A | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gezahnten Körpern aus Metall durch Pressen. |
| DE887143C (de) * | 1941-11-09 | 1953-08-20 | Rheinmetall Borsig Ag | Lochdorn |
| DE896904C (de) * | 1951-07-20 | 1953-11-16 | Wirtschaftskontor G M B H | Vorrichtung zum Nachbearbeiten von praezisionsgeschmiedeten Zahnraedern od. dgl. |
| CH308333A (de) * | 1951-11-24 | 1955-07-15 | Schlegel Werner | Verfahren und Gesenk zum Warmverformen von Gusseisen und Gusseisenlegierungen. |
| DE1059745B (de) * | 1952-04-14 | 1959-06-18 | Borg Warner | Vorrichtung zum Pressen von Schraegzahninnenraedern aus pulverfoermigem Werkstoff |
| FR1345423A (fr) * | 1962-01-18 | 1963-12-06 | Bosch Gmbh Robert | Procédé et dispositif de matriçage ou d'estampage de pièces creuses, notamment de corps de bougies d'allumage |
-
1963
- 1963-12-12 DE DESCH34317A patent/DE1261735B/de active Pending
Patent Citations (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE563515C (de) * | 1932-11-05 | Rudolf Suchoparek | Herstellung von Zahnradtrieblingen | |
| FR373224A (fr) * | 1906-10-30 | 1907-05-06 | Charles Thomas Schoen | Procédé de fabrication des roues d'engrenage |
| US2057669A (en) * | 1934-07-02 | 1936-10-20 | Charles A Brauchler | Method of forging gear blanks |
| DE703370C (de) * | 1935-06-09 | 1941-03-07 | Fritz Singer Dr | Presswerkzeug zum Warmpressen von Zahnraedern |
| US2337222A (en) * | 1940-08-02 | 1943-12-21 | Caterpillar Tractor Co | Cluster gear and method of manufacture therefor |
| DE887143C (de) * | 1941-11-09 | 1953-08-20 | Rheinmetall Borsig Ag | Lochdorn |
| CH292152A (de) * | 1950-09-07 | 1953-07-31 | Bayerisches Leichtmetallwerk A | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gezahnten Körpern aus Metall durch Pressen. |
| DE896904C (de) * | 1951-07-20 | 1953-11-16 | Wirtschaftskontor G M B H | Vorrichtung zum Nachbearbeiten von praezisionsgeschmiedeten Zahnraedern od. dgl. |
| CH308333A (de) * | 1951-11-24 | 1955-07-15 | Schlegel Werner | Verfahren und Gesenk zum Warmverformen von Gusseisen und Gusseisenlegierungen. |
| DE1059745B (de) * | 1952-04-14 | 1959-06-18 | Borg Warner | Vorrichtung zum Pressen von Schraegzahninnenraedern aus pulverfoermigem Werkstoff |
| FR1345423A (fr) * | 1962-01-18 | 1963-12-06 | Bosch Gmbh Robert | Procédé et dispositif de matriçage ou d'estampage de pièces creuses, notamment de corps de bougies d'allumage |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0163769A3 (de) * | 1984-06-05 | 1986-08-20 | The State Of Israel Ministry Of Defence Israel Military Industries | Verfahren und Maschine zur Herstellung eines metallischen Ringes mit speziell geformter Oberfläche aus einem ringförmigen Rohling mit ausgewähltem Querschnitt |
| DE19523692A1 (de) * | 1995-07-05 | 1997-01-16 | Krupp Ag Hoesch Krupp | Verfahren zum Kalibrieren von Werkstücken und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens |
| DE10160475A1 (de) * | 2001-12-08 | 2003-06-26 | Daimler Chrysler Ag | Vorrichtung zum Pressformen |
| DE10160475B4 (de) * | 2001-12-08 | 2005-02-24 | Daimlerchrysler Ag | Vorrichtung zum Pressformen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2440341B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung länglicher bauteile aus metall mit wendelförmigen nuten, insbesondere spiralbohrer oder schnecken | |
| DE2225466C3 (de) | Vorrichtung zur Herstellung eines aus Blech bestehenden Ketten- oder Zahnrades | |
| DE1452320C3 (de) | Indirekt-Metallstrangpresse zum Herstellen von Rohren | |
| DE2409668A1 (de) | Verfahren zum verdichten eines metallpulverpresslings sowie vorrichtung und pressling zum ausfuehren dieses verfahrens | |
| DE1946178C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Innenprofilen in rohrförmigen Werkstücken | |
| DE2144006C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kegelzahnrädern | |
| DE2310983A1 (de) | Verfahren zum gesenkschmieden von einteiligen profilrollen | |
| DE1299275B (de) | Mehrstufenpresse zur Herstellung von Vielkantkopfbolzen | |
| DE3701703A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von kegelraedern | |
| EP0022155B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kegelzahnrädern | |
| DE2852906C2 (de) | Innengewindefurcher | |
| DE3636798C2 (de) | ||
| DE1261735B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum spanlosen Warmherstellen von Zahnraedern durch Warmumformung | |
| DE3614619C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zahnraedern | |
| DE2848091A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum warmpressen von werkstuecken mit stirnverzahnung, insbesondere stirnzahnraedern | |
| DE2927192C2 (de) | Vorrichtung zum splanlosen Herstellen von metallischen Kegelzahnrädern | |
| DE2157874B2 (de) | Vorrichtung zur Kaltherstellung schrägverzahnter Zahnradrohlinge | |
| WO2004094083A2 (de) | Verfahren zur herstellung eines napfförmigen ringteiles mit innenverzahnung, napfförmige vorform und napfförmiges ringteil | |
| DE3234771C2 (de) | ||
| DE2735868A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von starkwandigen hohlkoerpern aus aluminium oder aluminiumlegierungen durch warmfliesspressen | |
| DE1244533B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Kaltherstellung einer Kugelschreiberrohspitze aus metallischem Werkstoff | |
| EP2897745B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von rillenbolzen | |
| AT258095B (de) | Werkzeug zum Herstellen von Schrauben mit Formköpfen | |
| DE2063443C3 (de) | Doppeldruckpresse | |
| DE382700C (de) | Vorrichtung zur Erzielung eines periodisch wachsenden Werkzeugvorschubes an Scheren, Biege-, Stanz- o. dgl. Werkzeugmaschinen |