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DE1261384B - Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat

Info

Publication number
DE1261384B
DE1261384B DEST21495A DEST021495A DE1261384B DE 1261384 B DE1261384 B DE 1261384B DE ST21495 A DEST21495 A DE ST21495A DE ST021495 A DEST021495 A DE ST021495A DE 1261384 B DE1261384 B DE 1261384B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
guar
seeds
swelling
inner shell
guar gum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST21495A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Stalmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRIEDRICH KURZ DIPL ING
FRIEDRICH PRINZ VON SACHSEN CO
John Zum Felde & Classen G M B
Original Assignee
FRIEDRICH KURZ DIPL ING
FRIEDRICH PRINZ VON SACHSEN CO
John Zum Felde & Classen G M B
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRIEDRICH KURZ DIPL ING, FRIEDRICH PRINZ VON SACHSEN CO, John Zum Felde & Classen G M B filed Critical FRIEDRICH KURZ DIPL ING
Priority to DEST21495A priority Critical patent/DE1261384B/de
Priority to GB4373464A priority patent/GB1069167A/en
Publication of DE1261384B publication Critical patent/DE1261384B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/006Heteroglycans, i.e. polysaccharides having more than one sugar residue in the main chain in either alternating or less regular sequence; Gellans; Succinoglycans; Arabinogalactans; Tragacanth or gum tragacanth or traganth from Astragalus; Gum Karaya from Sterculia urens; Gum Ghatti from Anogeissus latifolia; Derivatives thereof
    • C08B37/0087Glucomannans or galactomannans; Tara or tara gum, i.e. D-mannose and D-galactose units, e.g. from Cesalpinia spinosa; Tamarind gum, i.e. D-galactose, D-glucose and D-xylose units, e.g. from Tamarindus indica; Gum Arabic, i.e. L-arabinose, L-rhamnose, D-galactose and D-glucuronic acid units, e.g. from Acacia Senegal or Acacia Seyal; Derivatives thereof
    • C08B37/0096Guar, guar gum, guar flour, guaran, i.e. (beta-1,4) linked D-mannose units in the main chain branched with D-galactose units in (alpha-1,6), e.g. from Cyamopsis Tetragonolobus; Derivatives thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Beans For Foods Or Fodder (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
A231
Deutsche Kl.: 53 k - 4/01
Nummer: 1261 384
Aktenzeichen: St 21495 IV a/53 k
Anmeldetag: 21. Dezember 1963
Auslegetag: 15. Februar 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat durch Trennung der inneren Schale der Saatkörner von der äußeren Schale und vom Kern unter Anwendung eines Quellprozesses.
Bisher wird die Trennung des Kernes von der inneren Schale, die nach Vermahlung Guargummi ergibt, durch wiederholte Schäl-, Mahl- und Sichtvorgänge erzielt. Trotz häufiger Wiederholung dieser Vorgänge, die eine kostspielige Anlage erfordern, wird aber eine scharfe Trennung der inneren Schale vom Kern nicht erzielt. Demzufolge werden nur 10 bis 30 °/» des in der verarbeiteten Saat vorhandenen Guargummis gewonnen.
Es sind auch Verfahren bekannt, bei denen die Guarsaat einem Quellprozeß unterworfen wird. An diesen Quellprozeß ist dann ein Gefrierprozeß angeschlossen, bei dem die gequollene Saat bis auf —10 bis—300C abgekühlt wird. Ein solcher Gefrierprozeß setzt eine Kühlapparatur voraus, die hohe Investitions- und Unterhaltungskosten erfordert. Auch die Betriebskosten werden durch den Gefrierprozeß wesentlich erhöht. Hinzu kommt eine äußerst ungünstige Beeinflussung der Endprodukte des Verfahrens. Der Guargummi erfährt eine derartige Strukturveränderung, daß seine Bindefähigkeit und damit seine Qualität herabgesetzt wird. Bei einem der bekannten Verfahren nehmen auch die Kerne am Gefrierprozeß und Wiederauftauprozeß teil. Dadurch wird ihr Vitamingehalt vermindert und die Verdaulichkeit des Eiweißes herabgesetzt.
Bei einem dieser einen Gefrierprozeß einschließenden Verfahren werden die Saatkörner zunächst mechanisch zerkleinert, wonach sich die Kernbestandteile zufolge ihrer Bröckeligkeit absieben lassen sollen. Tatsächlich aber bleibt die Randschicht der Kerne an der inneren Wand der inneren Schale haften und läßt sich davon durch die mechanische Behandlung nicht lösen. Auch durch die nachfolgende Quell- und Gefrierbehandlung lösen sich die an den einzelnen Stücken der zerbrochenen inneren Schale haftenden Kernteilchen nicht einwandfrei von der inneren Schale, so daß kein reiner Guargummi erzielt wird.
Bei einem anderen bekannten Verfahren wird die Saat unzerkleinert und ungeschält dem Quellprozeß und anschließend dem Gefrierprozeß unterworfen. Da aber das Wasser durch die äußere Schale der Saatkörner in diese hinein diffundieren muß, so dauert der Quellprozeß sehr lange. Nach anschließender Zerkleinerung sollen die Bestandteile mechanisch, durch Flotation oder auf elektrostatischem Weg getrennt werden. Diese Trennung bleibt also unvoll-Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus
Guarsaat
Anmelder:
Dipl.-Ing. Friedrich Kurz,
2084 Rellingen, Vossmoorweg 35;
John zum Felde & Classen G. m. b. H.,
2000 Hamburg 1, Alstertor 21;
Friedrich Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha,
2000 Hamburg, An der Alster 15
Als Erfinder benannt:
Dr. Gerhard Stalmann, 2050 Hamburg-Bergedorf
ständig, da schon bei der Zerkleinerung, die durch Hammermühlen erfolgen soll, die einzelnen Kernteile so ineinandergeschlagen werden, daß sie sich überhaupt nicht mehr trennen lassen.
Die Erfindung besteht darin, daß die Saatkörner vor der Quellung in Wasser in bekannter Weise von der äußeren Schale befreit und nach der Quellung gequetscht, getrocknet und gesichtet werden.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein wesentlich geringerer Aufwand an Anlagen als bisher erforderlich ist. Da die Saatkörner vor der Quellung von der äußeren Schale befreit werden, so wird ein starkes Aufquellen der inneren Schale und damit ein weitgehendes Aufweichen derselben erreicht, so daß beim anschließenden Quetschen der Kern aus der inneren Schale herausgedrückt und damit vollständig getrennt wird. Ein Gefrierprozeß, der sowohl die innere Schale als auch den Kern nachteilig beeinflussen würde, ist nicht mehr erforderlich. Nach der Trocknung und Sichtung fallen einerseits von Kernen freier Guargummi und andererseits von Guargummi freie Kerne an. Da die anfallenden Kerne nicht mehr wie bisher mit innerer Schalenmasse versetzt und daher für das Vieh schwer verdaulich sind, so stehen sie jetzt als hochwertiges eiweißhaltiges Futtermittel zur Verfügung.
Da nach der Quetschung die Kerne vielfach noch mit der zerquetschten inneren Schale zusammenhängen, wird das getrocknete Gut vor dem Sichten geraspelt, so daß die Kerne von den getrockneten inneren Schalen abreißen oder abbrechen.
809 508/181
Der Quellprozeß wird in Wasser etwa 12 Stunden durchgeführt, so daß eine Volumenvergrößerung der inneren Schale etwa auf das Dreifache erreicht wird. Das gequollene Gut wird anschließend zwischen Quetschwalzenpaaren hindurchgeführt, so daß die wenig gequollenen und härteren Kerne aus der weichen inneren Schale herausgedrückt werden.
Durch die anschließende Trocknung, die z.B. in Band- oder Etagentrocknern durchgeführt werden kann, wird die beim Quellen aufgenommene Feuchte wieder entfernt.
Bei der anschließenden Raspelung wird das Gut zwischen geriffelten Gummiwalzen hindurchgeführt, so daß die Kerne, die noch an der inneren Schalenmasse haften, abbrechen und sich bei der anschrießenden Sichtung von dieser trennen lassen.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat durch Trennung der inneren Schale der Saatkörner von der äußeren Schale und vom Kern unter Anwendung eines Quellprozesses, dadurch gekennzeichnet, daß die Saatkörner vor der Quellung in Wasser in bekannter Weise von der äußeren Schale befreit und nach der Quellung gequetscht, getrocknet und gesichtet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das getrocknete Gut vor dem Sichten geraspelt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 749 766.
809 508/181 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
DEST21495A 1963-12-21 1963-12-21 Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat Pending DE1261384B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST21495A DE1261384B (de) 1963-12-21 1963-12-21 Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat
GB4373464A GB1069167A (en) 1963-12-21 1964-10-27 Improved method of obtaining guar gum from guar seed

Applications Claiming Priority (1)

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DEST21495A DE1261384B (de) 1963-12-21 1963-12-21 Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1261384B true DE1261384B (de) 1968-02-15

Family

ID=7459024

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DEST21495A Pending DE1261384B (de) 1963-12-21 1963-12-21 Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat

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DE (1) DE1261384B (de)
GB (1) GB1069167A (de)

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Publication number Publication date
GB1069167A (en) 1967-05-17

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