DE1261384B - Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus GuarsaatInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08B37/00—Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
- C08B37/006—Heteroglycans, i.e. polysaccharides having more than one sugar residue in the main chain in either alternating or less regular sequence; Gellans; Succinoglycans; Arabinogalactans; Tragacanth or gum tragacanth or traganth from Astragalus; Gum Karaya from Sterculia urens; Gum Ghatti from Anogeissus latifolia; Derivatives thereof
- C08B37/0087—Glucomannans or galactomannans; Tara or tara gum, i.e. D-mannose and D-galactose units, e.g. from Cesalpinia spinosa; Tamarind gum, i.e. D-galactose, D-glucose and D-xylose units, e.g. from Tamarindus indica; Gum Arabic, i.e. L-arabinose, L-rhamnose, D-galactose and D-glucuronic acid units, e.g. from Acacia Senegal or Acacia Seyal; Derivatives thereof
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
A231
Deutsche Kl.: 53 k - 4/01
Nummer: 1261 384
Aktenzeichen: St 21495 IV a/53 k
Anmeldetag: 21. Dezember 1963
Auslegetag: 15. Februar 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat durch Trennung
der inneren Schale der Saatkörner von der äußeren Schale und vom Kern unter Anwendung eines Quellprozesses.
Bisher wird die Trennung des Kernes von der inneren Schale, die nach Vermahlung Guargummi
ergibt, durch wiederholte Schäl-, Mahl- und Sichtvorgänge erzielt. Trotz häufiger Wiederholung dieser
Vorgänge, die eine kostspielige Anlage erfordern, wird aber eine scharfe Trennung der inneren Schale vom
Kern nicht erzielt. Demzufolge werden nur 10 bis 30 °/» des in der verarbeiteten Saat vorhandenen Guargummis
gewonnen.
Es sind auch Verfahren bekannt, bei denen die Guarsaat einem Quellprozeß unterworfen wird. An
diesen Quellprozeß ist dann ein Gefrierprozeß angeschlossen, bei dem die gequollene Saat bis auf —10
bis—300C abgekühlt wird. Ein solcher Gefrierprozeß
setzt eine Kühlapparatur voraus, die hohe Investitions- und Unterhaltungskosten erfordert.
Auch die Betriebskosten werden durch den Gefrierprozeß wesentlich erhöht. Hinzu kommt eine äußerst
ungünstige Beeinflussung der Endprodukte des Verfahrens. Der Guargummi erfährt eine derartige Strukturveränderung,
daß seine Bindefähigkeit und damit seine Qualität herabgesetzt wird. Bei einem der bekannten
Verfahren nehmen auch die Kerne am Gefrierprozeß und Wiederauftauprozeß teil. Dadurch
wird ihr Vitamingehalt vermindert und die Verdaulichkeit des Eiweißes herabgesetzt.
Bei einem dieser einen Gefrierprozeß einschließenden Verfahren werden die Saatkörner zunächst mechanisch
zerkleinert, wonach sich die Kernbestandteile zufolge ihrer Bröckeligkeit absieben lassen sollen.
Tatsächlich aber bleibt die Randschicht der Kerne an der inneren Wand der inneren Schale haften und läßt
sich davon durch die mechanische Behandlung nicht lösen. Auch durch die nachfolgende Quell- und
Gefrierbehandlung lösen sich die an den einzelnen Stücken der zerbrochenen inneren Schale haftenden
Kernteilchen nicht einwandfrei von der inneren Schale, so daß kein reiner Guargummi erzielt wird.
Bei einem anderen bekannten Verfahren wird die Saat unzerkleinert und ungeschält dem Quellprozeß
und anschließend dem Gefrierprozeß unterworfen. Da aber das Wasser durch die äußere Schale der
Saatkörner in diese hinein diffundieren muß, so dauert der Quellprozeß sehr lange. Nach anschließender
Zerkleinerung sollen die Bestandteile mechanisch, durch Flotation oder auf elektrostatischem Weg getrennt
werden. Diese Trennung bleibt also unvoll-Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus
Guarsaat
Guarsaat
Anmelder:
Dipl.-Ing. Friedrich Kurz,
2084 Rellingen, Vossmoorweg 35;
John zum Felde & Classen G. m. b. H.,
2000 Hamburg 1, Alstertor 21;
Friedrich Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha,
2000 Hamburg, An der Alster 15
Als Erfinder benannt:
Dr. Gerhard Stalmann, 2050 Hamburg-Bergedorf
ständig, da schon bei der Zerkleinerung, die durch Hammermühlen erfolgen soll, die einzelnen Kernteile
so ineinandergeschlagen werden, daß sie sich überhaupt nicht mehr trennen lassen.
Die Erfindung besteht darin, daß die Saatkörner vor der Quellung in Wasser in bekannter Weise von
der äußeren Schale befreit und nach der Quellung gequetscht, getrocknet und gesichtet werden.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein wesentlich geringerer Aufwand an Anlagen als bisher
erforderlich ist. Da die Saatkörner vor der Quellung von der äußeren Schale befreit werden, so wird ein
starkes Aufquellen der inneren Schale und damit ein weitgehendes Aufweichen derselben erreicht, so daß
beim anschließenden Quetschen der Kern aus der inneren Schale herausgedrückt und damit vollständig
getrennt wird. Ein Gefrierprozeß, der sowohl die innere Schale als auch den Kern nachteilig beeinflussen
würde, ist nicht mehr erforderlich. Nach der Trocknung und Sichtung fallen einerseits von Kernen
freier Guargummi und andererseits von Guargummi freie Kerne an. Da die anfallenden Kerne nicht mehr
wie bisher mit innerer Schalenmasse versetzt und daher für das Vieh schwer verdaulich sind, so stehen sie
jetzt als hochwertiges eiweißhaltiges Futtermittel zur Verfügung.
Da nach der Quetschung die Kerne vielfach noch mit der zerquetschten inneren Schale zusammenhängen,
wird das getrocknete Gut vor dem Sichten geraspelt, so daß die Kerne von den getrockneten
inneren Schalen abreißen oder abbrechen.
809 508/181
Der Quellprozeß wird in Wasser etwa 12 Stunden durchgeführt, so daß eine Volumenvergrößerung der
inneren Schale etwa auf das Dreifache erreicht wird. Das gequollene Gut wird anschließend zwischen
Quetschwalzenpaaren hindurchgeführt, so daß die wenig gequollenen und härteren Kerne aus der weichen
inneren Schale herausgedrückt werden.
Durch die anschließende Trocknung, die z.B. in Band- oder Etagentrocknern durchgeführt werden
kann, wird die beim Quellen aufgenommene Feuchte wieder entfernt.
Bei der anschließenden Raspelung wird das Gut zwischen geriffelten Gummiwalzen hindurchgeführt,
so daß die Kerne, die noch an der inneren Schalenmasse
haften, abbrechen und sich bei der anschrießenden Sichtung von dieser trennen lassen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Gewinnung von Guargummi aus Guarsaat durch Trennung der inneren Schale
der Saatkörner von der äußeren Schale und vom Kern unter Anwendung eines Quellprozesses,
dadurch gekennzeichnet, daß die Saatkörner vor der Quellung in Wasser in bekannter
Weise von der äußeren Schale befreit und nach der Quellung gequetscht, getrocknet und gesichtet
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das getrocknete Gut vor dem
Sichten geraspelt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 749 766.
Britische Patentschrift Nr. 749 766.
809 508/181 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
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