DE1261372B - Unterflur-Bearbeitungsmaschine fuer die Profilbearbeitung eingebundener Radsaetze von Schienenfahrzeugen - Google Patents
Unterflur-Bearbeitungsmaschine fuer die Profilbearbeitung eingebundener Radsaetze von SchienenfahrzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B5/00—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
- B23B5/28—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning wheels or wheel sets or cranks thereon, i.e. wheel lathes
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Description
- Unterflur-Bearbeitungsmaschine für die Profilbearbeitung eingebundener Radsätze von Schienenfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterflur-Bearbeitungsmaschine für die Profilbearbeitung eingebundener Radsätze von Schienenfahrzeugen, insbesondere von Lokomotiven, mit heb- und senkbaren Rollenpaaren für jedes Rad des Radsatzes zu seinem Antrieb und seiner Abstützung.
- Es kommt bei der Bearbeitung eingebundener Radsätze auf Unterflur-Bearbeitungsmaschinen häufig vor, daß ein oder gar beide Räder eines Radsatzes unrund und/oder exzentrisch sind oder Flachstellen aufweisen. Diesen Unregelmäßigkeiten müssen sich die Stütz- und Antriebsrollen anpassen, sei es, daß der Radsatz den Exzenterbewegungen folgt, wenn die Rollen unbeweglich sind, sei es, daß die Rollen den Exzenterbewegungen folgen, wenn der Radsatz unbeweglich ist. Die vertikale Bewegung in der Radebene ist sowohl beim Eadsatz als auch bei den Rollen möglich, weil es deren natürliche Bewegung ist.
- Bei den bekannten Maschinen der eingangs angegebenen Art sind die Antriebsrollen für die Räder nur vertikal, nicht aber horizontal in der Rollenebene beweglich. Haben die Antriebsrollen aber keine Bewegungsfreiheit in dieser Richtung, so liegen sie bei unrundem oder exzentrischem Rad mit verschiedener Kraft am Radsatz an. Die Antriebsrollen versuchen, das Schienenfahrzeug bzw. die Lokomotive entsprechend der Exzentrizität hin- und herzubewegen, was wegen des großen Gewichts des Schienenfahrzeugs nicht gelingt. Daher liegt in bestimmten Zeitpunkten tatsächlich nur eine Antriebsrolle am Rad an. Infolge der stark wechselnden Andrückkraft ist das übertragbare Drehmoment ungleichförmig und zeitweise sehr gering. Der zugehörige Antriebsmotor beschleunigt die Rolle und versucht, seine Leerlaufdrehzahl zu erreichen mit dem Erfolg, daß die Rolle durchrutscht, dadurch ihren Haftreibbeiwert vermindert und für die Kraftübertragung ausfällt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und stets auch bei Exzentrizität des zu bearbeitenden Rades eine vollkommene Anlage aller Antriebsrollen am Rad zu erreichen. Dies wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Aufnahmegehäuse für die Rollen mit seiner Führung und seiner Hubeinrichtung sowie das Bearbeitungswerkzeug mit den Supporten auf einer an einer ortsfesten Unterlage gelagerten und um eine parallel zur Radsatzdrehachse schwenkbaren Wippeinrichtung angeordnet ist. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß die Antriebsrollen mit den zugehörigen Einrichtungen auch horizontal in der Radebene beweglich sind und daher stets eine optimale Anlage der Antriebsrollen am Rad gewährleisten. Für die vertikale Führung des Aufnahmegehäuses kann eine Rundführung verwendet werden, die ein Verschieben der Rollen in Radsatzachsrichtung verhindert und in dazu senkrechter Richtung die erforderliche Bewegungsfreiheit gewährleistet.
- Soweit eine Beweglichkeit der Rollen in der Radebene deshalb erforderlich ist, weil die Radreifen eine oder mehrere Bremsstellen aufweisen, so genügt es, wenn die Wippe für beide Rollengehäuse gemeinsam ausgeführt wird. Das ist deshalb möglich, weil die Bremsstellen gleichzeitig in gleicher Winkellage an beiden Rädern auftreten. Anders ist es dagegen bei unrund gedrehten Rädern. Diese Unrundheiten und Exzentrizitäten treten bei der Bearbeitung auf der herkömmlichen Radsatzdrehbank an beiden Rädern in verschiedener Winkellage auf. Nach der Erfindung wird für eine gleichmäßige Anlage der Antriebsrollen auch bei Exzentrizitäten in verschiedener Winkellage dadurch gesorgt, daß für jedes Rad des Radsatzes eine eigene Wippeinrichtung vorgesehen ist. Jede Wippeinrichtung kann sich daher gesondert den an dem einzelnen Rad auftretenden Gegebenheiten anpassen.
- Um ein bequemes und genaues Ausrichten der ganzen Maschine bei der Montage zu erreichen, sind nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung beide Wippeinrichtungen auf einer gemeinsamen, als Rundführung dienenden Achse angeordnet. Dabei kann eine einfache Abstützung der gesamten Wippeinrichtung dadurch erzielt werden, daß die Wippeinrichtung bzw. die gemeinsame Rundführung auf einer Fundamentplatte der Maschine gelagert ist.
- Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Wippeinrichtung wahlweise in einer bestimmten Lage feststellbar. Dadurch kann das Rollengehäuse in der Stellung für das Durchrollen des Schienenfahrzeugs festgelegt werden, so daß die Mittelschienen eingeschwenkt werden und:-auf dem Rollengehäuse aufliegen können. Zweckmäßig wird die Wippeinrichtung mit dem Rollengehäuse für diesen Arbeitsgang in der Mittelstellung festgestellt.
- Es gibt Fälle, in denen eine Maschine der eingangs angegebenen Art für Radsätze mit verschiedenen Spurweiten ausgelegt werden muß. Um das Bearbeitungsaggregat den wechselnden Spurweiten auf einfache Weise anpassen zu können, ist nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung jede Wippeinrichtung mit den von ihr getragenen Einrichtungen in Radsatzachsrichtung verstellbar. Dazu wird zweckmäßig die gemeinsame Welle herangezogen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Gestalt einer Unterflur-Drehmaschine dargestellt. Die Zeichnung zeigt jeweils die einem Rad des Radsatzes zugeordnete Hälfte der Maschine, und zwar zeigt F i g. 1 eine Vorderansicht senkrecht auf die Radsatzachse gesehen, F i g. 2 eine Seitenansicht in Radsatzachsrichtung gesehen in der Stellung beim Drehen eines Radsatzes, F i g. 3 eine schematische Draufsicht auf die Maschine nach F i g. 1 und 2, bei der der Radsatz fortgelassen ist, F i g. 4 eine Seitenansicht gemäß F i g. 2 in der Stellung beim Wechsel der Radsätze.
- In der Zeichnung ist ein Rad des Radsatzes mit 1 und das Radsatzlagergehäuse mit 2 bezeichnet. Das Schienenmittelstück 3 dient zum Überrollen des Radsatzes über die Maschine. In dem Aufnahmegehäuse 4 sind die Stütz- und Antriebsrollen 5 und 6 gelagert. Zum Senken und Heben des Aufnahmegehäuses 4 dienen die Hubzylinder 7 und B. Der Hubzylinder 9 ist für die Radialverschiebung des Supportquerschnitts 17, für das Drehwerkzeug 18 und zum Abheben des Radsatzes von dem Schienenmittelstück 3 mit Hilfe der Radsatzauflage 19 vorgesehen. Zur Einstellung des Drehwerkzeugs 18 in Radsatzachsrichtung dient der Supportlängsschlitten 16.
- Wie die Zeichnung zeigt, sind die vorbeschriebenen Einrichtungen, nämlich das Aufnahmegehäuse 4 mit den Hubeinrichtungen 7 und 8, die Werkzeugsupporte 16 und 17 und der Hubzylinder 9 sowie die gemeinsame Führungssäule 12 auf einer Wippe 10 angeordnet, die mit Hilfe einer Stützwelle 13 auf einer Fundamentplatte 11 der Maschine um eine parallel zur Radsatzlängsachse verlaufende Achse schwenkbar gelagert ist.
- Zweckmäßig ist für jedes Rad des Radsatzes eine eigene Wippe 10 auf einer gemeinsamen Welle 13 vorgesehen.
- An beiden Enden der Wippe sind auf dem Fundament Stützböcke 14 und 15 vorgesehen. Mit Hilfe einer Klemmspindel 26 mit Rechts- und Linksgewinde können diese Stützböcke 14 und 15 in Spindellängsrichtung verstellt und die Wippe 10 in einer Mittelstellung arretiert werden. Über eine Gewindebüchse 24 und eine Verstellspindel 25 (F i g. 1) kann die Wippeinrichtung auf der gemeinsamen Stützwelle 13 in Radsatzachsrichtung verstellt werden, um die Wippe 10 und damit die von ihr getragenen Einrichtungen auf verschiedene Radsatzspurweiten einzustellen.
- 20, 21 und 22 sind Antriebskettenräder für den Antrieb der Antriebsrollen 5 und 6. Zum Antrieb des Kettenrades 22 dient der Antriebsmotor 23. 27 bezeichnet die Stützsäule für die Schienenauflage an der festverlegten Schiene 28.
- Soll der Radsatz auf der Unterflurdrehbank gewechselt werden, so müssen das Aufnahmegehäuse 4, der Support 16, 17, die Radsatzauflage 19, die Schiene 3 und die beiden Stützböcke 14, 15 in eine Stellung gemäß F i g. 4 gebracht werden (Schiene in Lage 3' gemäß F i g. 1). Das Schwenken der Radsatzauflage 19, das Verschieben der Schiene 3 und das Verschieben der Stützböcke 14,15 erfolgt von Hand. Alle übrigen Bewegungen werden von hydraulischen Zylindern ausgeführt. Der Zylinder 9 ist in der Lage, sowohl den Support 16, 17 nach Bedarf in Querrichtung zu verschieben, als auch unter Verwendung der Radsatzauflage 19 den Radsatz anzuheben, um die Schiene 3 bzw. 3' freizubekommen, wenn sie in der Stellung 3 verschoben werden soll.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Unterflur-Bearbeitungsmaschinen für die Profilbearbeitung eingebundener Radsätze von Schienenfahrzeugen, insbesondere von Lokomotiven, mit heb- und senkbaren Rollenpaaren für Antrieb und Abstützung jedes Rades des Radsatzes, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmegehäuse (4) für die Rollen (5, 6) mit seiner Führung (12) und seiner Hubeinrichtung (7, 8) sowie das Bearbeitungswerkzeug (18) mit den Supporten (16, 17) auf einer an einer ortsfesten Unterlage (11) gelagerten und um eine parallel zur Radsatzdrehachse schwenkbaren Wippeinrichtung (10,13) angeordnet ist.
- 2. Unterflur-Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Rad (1) des Radsatzes eine eigene Wippeinrichtung vorgesehen ist.
- 3. Unterflur-Bearbeitungsmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Wippeinrichtungen auf einer gemeinsamen als Rundführung dienenden Achse (13) angeordnet sind.
- 4. Unterflur-Bearbeitungsmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippeinrichtung bzw. die gemeinsame Achse (13) auf einer Fundamentplatte (11) der Maschine gelagert ist.
- 5. Unterflur-Bearbeitungsmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippeinrichtung in einer bestimmten Lage feststellbar (14, 15, 26) ist.. E. Unterflur-Bearbeitungsmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wippeinrichtung mit den von ihr getragenen Einrichtungen in Radsatzachsrichtung verstellbar (24, 25) ist.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Cited By (3)
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1966
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