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DE1261198B - Temperaturkompensierter Hohlraumresonator - Google Patents

Temperaturkompensierter Hohlraumresonator

Info

Publication number
DE1261198B
DE1261198B DE1966C0038165 DEC0038165A DE1261198B DE 1261198 B DE1261198 B DE 1261198B DE 1966C0038165 DE1966C0038165 DE 1966C0038165 DE C0038165 A DEC0038165 A DE C0038165A DE 1261198 B DE1261198 B DE 1261198B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
tuning
cavity
compensation
resonator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1966C0038165
Other languages
English (en)
Inventor
Francois Ursenbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie Francaise Thomson Houston SA
Original Assignee
Compagnie Francaise Thomson Houston SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie Francaise Thomson Houston SA filed Critical Compagnie Francaise Thomson Houston SA
Publication of DE1261198B publication Critical patent/DE1261198B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P7/00Resonators of the waveguide type
    • H01P7/06Cavity resonators

Landscapes

  • Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H03h
Deutsche Kl.: 21 a4 - 69
Nummer: 1261198
Aktenzeichen: C 38165IX d/21 a4
Anmeldetag: 9. Februar 1966
Auslegetag: 15. Februar 1968
Die Erfindung betrifft einen temperaturkompensierten Hohlraumresonator mit einem in einer Öffnung der Wandung des Resonators angeordneten und in seiner Lage einstellbaren Abstimmkolben, der mit einer Ausnehmung versehen ist, in der ein sich in Abhängigkeit von der Wärmedehnung eines Körpers im Sinn einer Kompensation der Abhängigkeit der Resonanzfrequenz des Resonators von der Temperatur selbsttätig verschiebender, mit einem Ende in den Hohlraum ragender Temperaturkompensationskolben vorgesehen ist, bei dem sich die Resonanzfrequenz in Abhängigkeit von der Temperatur stabilisieren läßt und der bei Diplexern, Filtern und Hochfrequenzröhren wie Reflexklystrons großer Leistung verwendet wird.
Diplexerschaltungen werden dazu benutzt, um auf ein und dieselbe Antenne ohne gegenseitige Beeinflussung die Hochfrequenzenergien zu richten, die durch die Bildsignale bzw. die Tonsignale eines Fernsehsenders moduliert werden. Gewisse ständig verwendete Arten von Diplexerschaltungen besitzen unter anderem zwei oder mehrere Hohlraumresonatoren, die auf die Frequenzen der Tonträger und in dem gedämpften Band des Bildsignals abgestimmt sind. Die einwandfreie Betriebsweise einer solchen Schaltung ist nur dann gewährleistet, wenn die Resonanzfrequenz der Resonanzhohlräume vollkommen stabil bleibt; bekanntlich ist diese Resonanzfrequenz abhängig von den Abmessungen des Resonanzhohlraums und vermindert sich gewöhnlich unter dem Einfluß der Dilatationen, die durch eine Temperaturerhöhung hervorgerufen werden, und umgekehrt. Die Temperatur der Resonanzhohlräume ist zahlreichen Temperaturänderungen unterworfen, die sich einerseits nach der Umgebungstemperatur, andererseits nach der Energieabgabe an den Resonanzhohlraum richten; letztere kann beachtliche Werte annehmen, wenn die die betreffende Einrichtung wie Diplexer, Filter, Röhre usw. durchströmenden Energien selbst ziemlich groß sind.
Bekanntlich wurden bereits verschiedenste Maßnahmen getroffen, um diesem Mangel zu begegnen. Es ist z. B. möglich, um den Resonanzhohlraum herum ein gasförmiges oder flüssiges Fluid mit konstant gehaltener Temperatur herumströmen zu lassen. Ein verbessertes und wirkungsvolleres Mittel besteht darin, eine von der Frequenzänderung abhängige Fehlerspannung vom Stromkreislauf abzunehmen, die über einen Servomechanismus das Resonanzelement wieder auf die Resonanzfrequenz abstimmt. Alle diese bekannten Vorrichtungen haben den Nachteil, zusätzliche verwickelte, raumsperrige und teuere Geräte hin-Temperaturkompensierter Hohlraumresonator
Anmelder:
Compagnie Frangaise
Thomson Houston-Hotchkiss Brandt, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dipl. oec. publ. D. Lewinsky,
Patentanwalt, 8000 München, Gotthardstr. 81
Als Erfinder benannt:
Frangois Ursenbach, Paris
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 12. Februar 1965 (5335)
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zuziehen zu müssen, die darüber hinaus der Überwachung und des Unterhalts benötigen.
Es sind weiterhin Vorrichtungen bekannt, die die Resonanzfrequenz eines Hohlraumresonators in Abhängigkeit der Temperaturänderungen zu stabilisieren ermöglichen. Dabei werden in einem Fall zumindest zwei verschiedene feste Werkstoffe für die den Hohlraumresonator bildenden Teile verwendet. Die Wand der Hohiraumresonators und der in den Hohlraum eingeführte Zylinder sind aus einem Metall hergestellt, das einen für die beiden Teile verschiedenen Dilatationskoeffizienten besitzt. Damit die Kompensation passend stattfindet, müssen die verschiedenen Teile von der Frequenz abhängige vorbestimmte Abmessungen haben. Eine Regelung dieser Abmessungen ist jedoch nicht vorgesehen. Der Unterschied zwischen den Dilatationskoeffizienten der beiden Metalle ruft für die daraus gebildeten Teile Verschiebungen und/oder sich kompensierende Deformationen und eine relative Frequenzstabilität für einen gegebenen Wert dieser Resonanzfrequenz hervor. Die thermische Kompensation ist demgemäß nicht exakt, da sie nicht regelbar ist. Es sind noch weitere Anordnungen bekannt, bei denen ein metallischer Teil, der mehr oder weniger in den Hohlraum hineinragt, durch einen Halter gestützt ist, von dem ein Teil aus
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einem Metall gebildet ist, dessen Dilatationskoeffizient von dem der anderen Teile des Hohlraums und des Halters verschieden ist. Der Unterschied zwischen den Dilatationskoeffizienten der beiden Metalle ruft eine Verschiebung des in den Hohlraum hineinragenden Teils hervor, die so die Stabilität der Resonanzfrequenz gewährleistet. Dabei ist es möglich, die Resonanzfrequenz des Hohlraums zu regeln. Die thermische Kompensation, die nicht regelbar ist, wird nur in einem geringen Regelbereich dieser Frequenz selbsttätig erhalten. Bei all diesen bekannten Vorrichtungen wird die notwendige thermische Kompensation nicht oder nur unvollkommen erreicht, da dort diese Kompensation nicht regelbar oder nur in einem geringen Regelbereich der Resonanzfrequenz regel·- bar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hohlraumresonator der eingangs genannten Art zu schaffen, der die vorstehend beschriebenen Nachteile vermeiden läßt, von einfacher Bauweise ist, nur statische Elemente erforderlich macht und eine genaue Temperaturkompensation mit kleiner thermischer Zeitkonstante eines großen Frequenzbereichs ermöglicht. Diese Aufgabe ist bei dem hier vorgeschlagenen Hohlraumresonator vor allem dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß als Körper eine Flüssigkeit verwendet ist, die in Hohlzylindern eingeschlossen ist, welche in der Achse des Abstimmkolbens deformierbar sind und die einzige mechanische Verbindung zwischen Abstimmkolben und Temperaturkompensationskolben darstellen.
Dieses unter dem Einfluß der Temperatur verf ormbare System soll eine möglichst große Empfindlichkeit aufweisen, d. h. eine starke Verlängerung pro Temperaturgrad unter getreuer genauer Abhängigkeit von der Temperatur. Zu diesem Zweck ist der Kompensatkmskolben zur Einstellung derEindringtiefe in den Hohlraum mit einem Gewinde versehen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Resonators ist der Kompensationskolben in einer Platte verschraubt, die in der Ausnehmung des Abstimmkolbens gleitend geführt ist, an die sich ein Ende der Zylinder abstützt. Der Abstimmkolben ist an seinem hohlraumseitigen Ende mit einer nach innen ragenden Verstärkung ausgeh bildet, gegen die sich das andere Ende der deformierbaren Verbindung abstützt.
Die Empfindlichkeit der Stabilisierungsvorrichtung oder — mit anderen Worten gesagt — die Änderung der Resonanzfrequenz, die eine gegebene Verschiebung des Kompensationskolbens liefert, ändert sich in Abhängigkeit der Eindringtiefe des Abstimmkolbens, die die Frequenz bedingt, auf die der Resonanzhohlraum abgestimmt ist; es ist möglich, diese Empfindlichkeitsänderung durch mehr oder minder großes Eintreten des Kompensationskolbens in den Abstimmkolben auszugleichen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Resonators sind die Zylinder durch vorzugsweise ölgefüllte blasbalgartige Hüllen gebildet, wobei der kubische Ausdehnungskoeffizient β der Flüssigkeit größer ist als derjenige des Materials der Hülle.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Resonators sind in der Ausnehmung des Abstimmkolbens um den Fortsatz des Kompensationskolbens herum drei im gleichen Winkelabstand voneinander liegende Zylinder vorgesehen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Resonators ist innerhalb der Hüllen eine aus zwei Teilen bestehende teleskopische Q3^1 Führung vorgesehen, deren einer Teil am Abstimmkolben und deren anderer Teil am Kompensationen kolben befestigt ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Resonators ist der Abstimmkolben an einem Teil seiner Mantelfläche mit einem Gewinde versehen und in eine mit einem Muttergewinde versehene Hülse, die eine Öffnung des Hohlraums bildet, eingeschraubt. Zwischen der mit einem - Fortsatz des Kompensationskolbens versehraubten Platte und der oberen Begrenzung des Abstimmkol*5 bens ist ein als Feder wirkendes Element vorgesehen. Der Fortsatz ist durch eine elastische Schwinge mit einem Träger der Wand des Resonators fest verbunden und nur verschiebbar. Die Ganghöhen und Richtungen der Gewinde sind derart gewählt, daß die durch die Verdrehung erreichte Verstellung des Abstimmkolbens durch Verdrehung der Scheibe eine Verschiebung des Fortsatzes und eine derartige relative Bewegung der beiden Kolben bewirkt, daß die Änderung der Frequenz in Abhängigkeit der Temperatur für unterschiedliche Einstellung des Abstimmkolbens konstant gehalten ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Resonators sind zur Erzielung einer vorbestimmten, nichtlinearen Verschiebung des Abstimmkolbens die Gewinde durch zylindrische Nockenscheiben ersetzt.
Die mit der Erfindung vorgeschlagene Vorrichtung zur Stabilisierung der Resonanzfrequenz von Resonanzhohlräumen ist auch für Resonanzhohlräume anwendbar, die einen integrierenden Bestandteil gewisser Elektronenröhren bilden, dieimHochfrequenzgebiet arbeiten. In einer Anwendung der hier vorgeschlagenen Vorrichtung bildet demnach der Resonanzhohlxaum einen integrierenden Bestandteil einer Elektronenröhre und ist durch ein Elektronenstrahlbündel erregbar, das ihn durchquert oder mit ihm gekoppelt ist.
In der Zeichnung sind Vorrichtungen der erfindungsgemäßen vorgeschlagenen Art in mehreren, beispielsweise gewählten Ausführungsformen schematisch veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 in einem schematisch gehaltenen Schnitt einen elektrostatisch erregten und in Abhängigkeit der Temperatur stabilisierten Resonanzhohlraum, Fig. 2 schematisch im Schnitt einen magnetisch erregten und in Abhängigkeit der Temperatur stabilisierten Resonanzhohlraum,
Fig. 3a in einem Längsschnitt gemäß ^1-V1 der F i g. 3 b eine auf einen Resonanzhohlraum angeord1-nete Stabilisierungsvorrichtung unter Verwendung gefalteter wärmedehnbarer Elemente,
Fig. 3b im Querschnitt die Vorrichtung der F i g. 3 a gemäß deren Schnittlinie x-y,
F i g. 4 a im Längsschnitt gemäß X1-^y1 der F i g. 4 b eine Stabilisierungsvorrichtung mit Bimetallelementen, Fig.4b im Querschnitt die Vorrichtung der F i g. 4 a gemäß deren Schnittlinie x-y,
F i g. 5 schaubildlich ein wärmedehnbares Element der Vorrichtung der F i g. 4 und
F i g. 6 schematisch im Schnitt eine Einrichtung zur selbsttätigen Korrektur der Empfindlichkeit.
F i g. 1 stellt eine vorteilhafte Anwendung der Erfindung dar und zeigt beispielsweise einen der Reso-
nanzhohlräume 101, die in einem Diplexer mit zwei Hohlraumresonatoren verwendet werden. Damit der Diplexer richtig arbeitet, müssen die Resonanzhohlräume für die H110-Wellen in Resonanz mit der Frequenz des Toniträgers liegen. Unter diesen Bedingungen dringt der zum elektrischen Feld E der H110-WeIIe parallelliegende Mittelleiter 122 der Koaxialleitung 121 in den Resonanzhohlraum ein und erregt ihn durch elektrostatische Kopplung. Auf Resonanz verhält sich der Resonanzhohlraum wie eine Null-Impedanz, die das Ende der Koaxialleitung 121 entsprechender Länge kurzschließt und die auf der Resonanzfrequenz des Resonanzhohlraums befindlichen Signale vollständig reflektiert.
Die Einreglung dieser Resonanzfrequenz auf die Frequenz des Tonträgers wird mittels des Abstimmkolbens 102 vorgenommen, der in das Innere des Resonanzhohlraums um eine regelbare Länge α durch Verschieben des zylindrischen Körpers 103 längs der in die Oberwand des Hohlraums eingefügten öffnung eingetrieben werden kann. Es läßt sich zeigen, daß die sinusförmige Verteilung des der H110-WeIIe entsprechenden elektrischen Feldes E längs einer zu diesem Feld senkrechten Richtung (Kurve b) sich gemäß einer an der Stelle der Kolben 102 und 104 abgeflachten Kurve c verändert und daß die Verteilungsänderung sich durch eine um so stärkere Verminderung der Resonanzfrequenz bemerkbar macht, je weiter der Kolben 102 eingetrieben wird.
Die Resonanzfrequenz eines Resonanzhohlraums ist ferner eine Umkehrfunktion seiner Abmessungen, derart, daß die Dilatation thermischen Ursprungs seiner Hülle zu einer Herabsetzung der Resonanzfrequenz bei einer Temperatursteigerung und umgekehrt führt. Die Temperaturänderungen, denen der Resonanzhohlraum ausgesetzt sein kann, sind einerseits den Änderungen der Umgebungstemperatur und andererseits, den Energieabgaben an den Hohlraum und dessen Wände zuzuschreiben; diese Wärmeabgabe ist von der einfallenden Hochfrequenzleistung abhängig. Es können Mittel zur Abführung der Wärme vorgesehen werden; jedoch die Temperatur und die Resonanzfrequenz bleiben nicht weniger Änderungen unterworfen. Um die Stabilität der Resonanzfrequenz zu gewährleisten, genügt es, einen Kornpensationsmechanismus vorzusehen, der selbsttätig den Rückzug eines Kompensationskolbens 104 während einer Temperaturerhöhung hervorruft, und umgekehrt.
Zu diesem Zweck kann der Kompensationskolben 104 in einem in dem Abstimmkolben 102 ausgesparten axialen zylindrischen Hohlraum gleiten. Er ist über eine Stange 105 mit einem Kolben 106 verbunden, der seinerseits in dem zylindrischen Körper 103 verschiebbar angeordnet und von drei Säulen 110 gehalten ist, dessen in axialer Richtung sich auswirkender Dilatationskoeffizient größer als der der Stange 105 ist. Die Säulen 110 sitzen auf der Innenfläche des Kolbens 102. Eine Erhöhung der Temperatur läßt die Säulen 110 verlängern und bewirkt ein Zurücktreten des KoI-bens 104 im Innern des Kolbens 102.
F i g. 2 zeigt einen mit dem Resonanzhohlraum 101 der Fig. 1 vergleichbaren Resonanzhohlraum 201, der zwischen zwei Koaxialleitungen 222 und 224 eingefügt ist und durch die Schleife 223 magnetisch erregt wird. Die Energie wird über die Schleife 225 an, die Ausgangsleitung 224 für jede Frequenz übertragen, die von der Resonanzfrequenz des Resonanzhohlraums verschieden ist, für die sein Scheinwiderstand sehr hoch ist. Diese Frequenz wird durch den Kolben 202 eingestellt und gegenüber der Temperatur durch den Kolben 204 kompensiert.
Die Resonanzfrequenz der Resonanzhohlräume gemäß F i g. 1 und 2 ist von der Eindringtiefe α der Kolben 102 bzw. 202 abhängig, während die Stabilisierungswirkung bezüglich der Temperatur von der Eindringtiefe Δ e des Kolbens 104 bzw. 204 in den Kolben 102 bzw. 202 abhängig ist. Die Empfindlichkeit der thermischen Kompensation, d. h. die Änderung der Resonanzfrequenz in Abhängigkeit der Temperatur S = -'-/- ist nämlich selbst eine Funktion der Ein- Ae
dringtiefe α des Kolbens 102 bzw. 202, was bedeutet
oder Ae —
AL
φ{ά)
Für die gleichen Frequenzkorrekturen müssen sich die Verschiebungen Δ e des Kolbens in Abhängigkeit von α ändern.
Diese Änderung kann für jede Einstellung der Resonanzfrequenz von Hand vorgenommen werden, wie dies die F i g. 3 a und 3 b zeigen, bei denen die Eindringtiefe α durch Verschieben des Rohrs 303 in einer geschlitzten Hülse 315 geregelt wird, die sich über ihren unteren konischen Rand auf einer in die Wand 301 des Resonanzhohlraums eingefügten, eingangsseitig konischen Öffnung abstützt, während ihr ebenfalls konischer oberer Rand durch den oberen Rand 316 eines an der Wand des Gehäuses befestigten geschlitzten Ringes 317 eingefaßt ist. Die Einfassung des geschlitzten Ringes 316, die mittels der durch die Schraube 320 arretierten Klemmschelle 311 vorgenommen ist, sichert somit die Lage des Kolbens 304 gegenüber dem Gehäuse gleichzeitig wie die Beständigkeit des elektrischen Stromkreises. Der Kolben 304 wird durch die Stange 305 abgestützt, die mit ihrem Gewinde 307 in ein in der Mitte des Kolbens 306 eingelassenes Gewindeloch eingeschraubt ist und in einen Steuerknopf 308 endet. Der Kolben 306, der sich in dem Rohr 303 verschieben kann, ist mit dem Kolben 302 über drei wärmedehnbare Elemente 310 verbunden, die an den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks angeordnet und durch zylindrische, hermetische Elemente aus Wellblech, sogenannte Tombaks, gebildet sind, die ohne Einfügung von Gas oder Dampf mit einem Mineralöl mit einem kubischen Dilatationskoeffizienten gefüllt sind, der größer als der des Wellblechs ist. Die Verlängerung einer solchen Einrichtung unter dem Einfluß einer Temperaturerhöhung hängt in erster Annäherung und bei Vernachlässigung der Elastizität der Metallhülle und der Kompressibilität der Flüssigkeit nur von ihrer Länge und von den betreffenden Dilatationskoeffizienten des Metalls und des Öls ab.
Die Erhöhung der Länge Δ L entspricht annähernd folgender Gleichung:
AL = LAt(ß-2«),
wobei
L = ursprüngliche Länge,
At = Temperaturänderung,
β = kubischer Dilatationskoeffizient der Flüssigkeit und
\ = linearer Dilatationskoeffizient der Hülle sind.
Die wännedehnbaren Elemente steuern somit die Änderungen der Eindringtiefezi e des Kompensationskolbens 304, während die Eindringtiefe des Kompensationskolbens 304 in den Abstimmkolben 302 durch Drehung des Knopfes 308 eingestellt wird. Die elekirische Verbindung zwischen den beiden Kolben 302 und 304 ist durch einen biegsamen Kontaktring 318 gewährleistet.
F i g. 4 zeigt eine ähnliche Stabilisierungseinrichtung, bei der die gefalteten wännedehnbaren Elemente durch eine Stapelung von Elementen 410 ersetzen, die auf den Abschnitten 409 ruhen und jeweils durch zwei gekrümmte Bimetallstreifen 512 (F i g. 5) zusammengesetzt sind, die sich einander kreuzen und deren Krümmung einander entgegengerichtet ist. Diese Elemente sind durch eine Stange 519 (419) geführt, die in der Mitte der betreffenden Elemente vorgesehene Bohrungen durchquert, und voneinander durch Abstandscheiben 511 (411) getrennt, die ebenfalls auf der Stange 519 (419) gleitend angeordnet sind. Eine Feder 414 drückt ständig den Kolben 406 auf die wännedehnbaren Elemente 410, und der ständige elektrische Stromfluß zwischen den Kolben 402 und 404 wird durch biegsame Leiter 418 aufrechterhalten.
F i g. 6 veranschaulicht eine der der F i g. 2 vergleichbare Stabilisierungseinrichtung, bei der die Eindringtiefen des Abstimmkolbens 602 in den Resonanzhohlraum und die relativen Eindringtiefen von Kompensationskolben 604 zu Abstimmkolben 602 zueinander nach einer linearen Gesetzmäßigkeit gesteuert werden, so daß die Kompensation der Temperatureinnüsse auf die Resonanzfrequenz des Resonanzhohlraums automatisch in einem ziemlich weiten Regelbereich der Resonanzfrequenz des Resonanzhohlraums erzielt wird. Das Eindringen des Kolbens
602 wird durch Drehung des zylindrischen Körpers
603 in die an den Resonanzhohlraum angeschweißten Gewindehülse 631 erhalten, wobei die Gegenmutter 616 nach Einstellung den zylindrischen Körper 603 arretieren läßt und den elektrischen Stromfluß aufrechterhält. Gleitkontakte 641 gestatten dem Kolben
604 und der Stange 607, die Drehbewegung des Kolbens 602 und des Zylinderkörpers 603 nicht mitzumachen, jedoch eine feste Ausrichtung gegenüber dem Resonanzhohlraum auf Grund der elastischen Platte 671 und ihrem Träger 672 beizubehalten. Der Kolben 606 ist demgegenüber mit den wännedehnbaren Elementen 610 verbunden, auf denen er ruht, so daß während der Drehung des Zylinderkörpers 603 auf der Gewindehülse 631 der Kolben 606 sich auf die Stange 607 aufschraubt und eine axiale Verschiebung Δ e des Kolbens 604 gegenüber dem Kolben 602 gemäß einer linearen Funktion von α hervorruft, die von den Steigungen und Richtungen der Gewinde 631 und 661 abhängt. Um eine beliebige Verschiebungsgesetzmäßigkeit zu erhalten, müssen die Gewinde 631 und 661 durch entsprechende zylindrische Nocken ersetzt werden.
60

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Temperaturkompensierter Hohlraumresonator mit einem in einer Öffnung der Wandung des Resonators angeordneten und in seiner Lage einstellbaren Abstimmkolben, der mit einer Ausnehmung versehen ist, in der ein sich in Abhängigkeit von der Wärmedehnung eines Körpers im Sinn einer Kompensation der Abhängigkeit der Resonanzfrequenz des Resonators von der Temperatur selbsttätig verschiebender, mit einem Ende in den Hohlraum ragender Temperaturkompensationskolben vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Körper eine Flüssigkeit verwendet ist, die in Hohlzylindern (310, 610) eingeschlossen ist, welche in der Achse des Abstimmkolbens deformierbar sind und die einzige mechanische Verbindung zwischen Abstimmkolben und Temperaturkompensationskolben darstellen.
2. Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationskolben zur Einstellung der Eindringtiefe in den Hohlraum mit einem Gewinde versehen ist.
3. Resonator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationskolben in einer Platte (306, 606) verschraubt ist, die in der Ausnehmung des Abstimmkolbens (303,603) gleitend geführt ist, an die sich ein Ende der Zylinder (310, 610) abstützt, und daß der Abstimmkolben (303, 603) an einem hohlraumseitigen Ende mit einer nach innen ragenden Verstärkung (302,602) ausgebildet ist, gegen die sich das andere Ende der deformierbaren Verbindung (310, 610) abstützt.
4. Resonator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder durch vorzugsweise mit Öl gefüllte, blasbalgartige Hüllen (310, 610) gebildet sind, wobei der kubische Aus^ dehnungskoeffizient (/?) der Flüssigkeit größer ist als derjenige des Materials der Hülle.
5. Resonator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausnehmung des Abstimmkolbens (303, 603), um den Fortsatz (307, 661) des Kompensationskolbens (304, 604) herum, drei im gleichen Winkelabstand voneinander liegende Zylinder (310, 610) vorgesehen sind.
6. Resonator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Hüllen (610) eine aus zwei Teilen bestehende teleskopische Führung vorgesehen ist, deren einer Teil am Abstimmkolben (603) und deren anderer Teil am Kompensationskolben (604) befestigt ist.
7. Resonator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstimmkolben (603) an einem Teil seiner Mantelfläche mit einem Gewinde versehen ist und in eine mit einem Muttergewinde (631) versehene Hülse (609), die eine Öffnung des Hohlraums bildet, eingeschraubt ist, daß zwischen der mit einem Fortsatz (607) des Kompensationskolbens (604) verschraubten Platte (606) und der oberen Begrenzung des Abstimmkolbens (603) ein als Feder wirkendes Element (614) vorgesehen ist, daß der Fortsatz (607) durch eine elastische Schwinge (671) mit einem Träger der Wand des Resonators (672) fest verbunden und nur verschiebbar ist und daß die Ganghöhen und Richtungen der Gewinde (631, 661) derart gewählt sind, daß die durch Verdrehung erreichte Verstellung des Abstimmkolbens (603) durch Verdrehung der Scheibe (606) eine Verschiebung des Fortsatzes (607) und eine derartige relative Bewegung der beiden Kolben (602, 604) bewirkt,
daß die Änderung der Frequenz in Abhängigkeit der Temperatur für unterschiedliche Einstellungen des Abstimmkolbens konstant gehalten ist.
8. Resonator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer vorbestimmten, nichtlinearen Verschiebung des Ab-
stimmkolbens die Gewinde durch zylindrische Nockenscheiben ersetzt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1006 613; USA.-Patentschrift Nr. 2486129.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
809 508/119 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
DE1966C0038165 1965-02-12 1966-02-09 Temperaturkompensierter Hohlraumresonator Pending DE1261198B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR5335A FR1433423A (fr) 1965-02-12 1965-02-12 Perfectionnements aux procédés de stabilisation de la fréquence de résonance des cavités, en fonction de la température

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1261198B true DE1261198B (de) 1968-02-15

Family

ID=8570815

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1966C0038165 Pending DE1261198B (de) 1965-02-12 1966-02-09 Temperaturkompensierter Hohlraumresonator

Country Status (9)

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AT (1) AT262384B (de)
BE (1) BE676126A (de)
CH (1) CH439422A (de)
DE (1) DE1261198B (de)
ES (1) ES322908A1 (de)
FR (1) FR1433423A (de)
GB (1) GB1125894A (de)
NL (1) NL6601689A (de)
SE (1) SE319538B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2486129A (en) * 1949-10-25 Temperature compensating
FR1006613A (fr) * 1948-02-07 1952-04-25 Onera (Off Nat Aerospatiale) Perfectionnements apportés aux dispositifs du genre des cavités ou volumes résonnants

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Also Published As

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NL6601689A (de) 1966-08-15
CH439422A (fr) 1967-07-15
FR1433423A (fr) 1966-04-01
AT262384B (de) 1968-06-10
ES322908A1 (es) 1966-07-16
SE319538B (de) 1970-01-19
BE676126A (de) 1966-08-08
GB1125894A (en) 1968-09-05

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