DE1260445B - Verfahren zum Eindiffundieren von gasfoermigem Dotierungsmaterial in einen Halbleiterkristall - Google Patents
Verfahren zum Eindiffundieren von gasfoermigem Dotierungsmaterial in einen HalbleiterkristallInfo
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- C30B—SINGLE-CRYSTAL GROWTH; UNIDIRECTIONAL SOLIDIFICATION OF EUTECTIC MATERIAL OR UNIDIRECTIONAL DEMIXING OF EUTECTOID MATERIAL; REFINING BY ZONE-MELTING OF MATERIAL; PRODUCTION OF A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; SINGLE CRYSTALS OR HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; AFTER-TREATMENT OF SINGLE CRYSTALS OR A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; APPARATUS THEREFOR
- C30B31/00—Diffusion or doping processes for single crystals or homogeneous polycrystalline material with defined structure; Apparatus therefor
- C30B31/06—Diffusion or doping processes for single crystals or homogeneous polycrystalline material with defined structure; Apparatus therefor by contacting with diffusion material in the gaseous state
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
BOIj
Deutsche Kl.: 12 g-17/34
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1260445
S95820IVc/12g
8. März 1965
8. Februar 1968
S95820IVc/12g
8. März 1965
8. Februar 1968
Bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen auf Basis von Silicium, Siliciumcarbid und anderen
Halbleiterstoffen wird häufig ein Dotierungsverfahren verwendet, bei dem gasförmiges Dotierungsmaterial
in einen Halbleiterkristall zum Eindiffundieren gebracht wird. Dabei kann man den zu dotierenden
Halbleiterkristall zusammen mit einem Gemisch aus einem Oxyd, einem Chlorid, Bromid oder Jodid des
Dotierungsstoffes und einer inerten Trägersubstanz, z. B. SiO2, in einem abgeschlossenen Gefäß erhitzen,
so daß sich aus dem Gemisch dotierendes Gas entwickelt, welches mit dem Halbleiterkristall in Berührung
gebracht wird. Dieses Verfahren wird insbesondere bei der Dotierung mit Bor angewendet, bei welchem
ein pulverförmiges Gemisch aus B2O3 und
SiO2 als Quelle für das dotierende Gas angewendet wird.
Bei diesem Verfahren werden häufig — insbesondere bei Verwendung von siliciumhaltigen Halbleitermaterialien
— Oberflächenstörungen beobachtet, die zu ungleichmäßigen Diffusionsfronten führen.
Diese Störungen, die zum Teil auf Ablagerung von Staubpartikeln während des Diffusionsprozesses beruhen
(und die auch bei sorgfältigerer Präparierung der Halbleiteroberfläche auftreten), können bei einem
Verfahren zum Eindiffundieren eines gasförmigen Dotierungsmaterials in einen Halbleiterkristall, der
zusammen mit einem dotierungsstoffhaltigen Gemisch in einem Gefäß erhitzt und mit dem von dem
Gemisch abgegebenen gasförmigen Dotierungsmaterial in Berührung gebracht wird, ausgeschaltet werden,
wenn erfindungsgemäß dem dotierenden Gas eine fluorhaltige Substanz beigemischt wird.
Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung eines halbleitenden Elektrodensystems mit mindestens
einer gleichrichtenden Elektrode und einer ohmschen Verbindung wird das fertige Halbleiterbauelement
vor dem Einbau in eine vakuumdicht zu verschließende Hülle der Einwirkung eines Halogens
und/oder einer Halogen-Wasserstoff-Verbindung ausgesetzt.
Hierdurch läßt sich eine Stabilisation der Halbleiteroberfläche für höhere Betriebstemperaturen
erreichen.
Demgegenüber dient die Erfindung der Vergleichmäßigung einer Diffusionsfront beim Eindiffundieren
eines dotierenden Gases.
Die damit erzielte Vergleichmäßigung der erhaltenen Dotierungsfronten ist für die Reproduzierbarkeit
von pn-Übergängen und damit der elektrischen Eigenschaften der erhaltenen Halbleiteranordnungen
von erheblichem Vorteil.
Als für den vorliegenden Zweck besonders ge-Verfahren
zum Eindiffundieren von gasförmigem Dotierungsmaterial in einen Halbleiterkristall
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, 8000 München 2, Wittelsbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Franz-Xaver Wassermann, 8000 München
eignete fluorhaltige Substanzen sind Fluorwasserstoff und Arnmoniumfmorid zu erwähnen. Diese werden
zweckmäßig dem das dotierende Gas entwickelnden Gemisch in so geringer Menge beigegeben, daß eine
ao merkliche Behinderung der Dotierung und eine Ätzwirkung auf den Halbleiter oder die übrigen anwesenden
Substanzen nicht möglich ist.
Als Quelle für das dotierende Gas kann ein pulverförmiges Gemisch aus reinem SiO2 mit einem
Oxyd bzw. einem Chlorid, Bromid oder Jodid der dotierenden Substanz verwendet werden. Es genügt,
wenn man dem Gemisch fluorhaltige Substanz, z. B. NH4F, in geringen Spuren (z. B. weniger als 1 °/o des
Gesamtgewichtes) beimischt. Es ist auch möglich, die fluorhaltige Substanz in die Wandung des Dotierungsgefäßes
einzubauen. Es besteht deshalb insbesondere bei Verwendung eines aus Quarz bestehenden
Dotierungsgefäßes die Möglichkeit, sowohl den Dotierungsstoff (beispielsweise Bor) als auch die
fluorhaltige Substanz vor dem Dotierungsprozeß durch Erhitzen des in Kontakt mit den besagten
Substanzen stehenden Dotierungsgefäßes in die Wandung
des Dotierungsgefäßes einzubauen. Während des eigentlichen Dotierungsprozesses dient dann die
Wandung des Reaktionsgefäßes in an sich bekannter Weise als Quelle für den Dotierungsstoff und gleichzeitig
gemäß der Erfindung als Quelle für die fluorhaltige Substanz.
In der Zeichnung wird eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Apparatur
dargestellt. Das Dotierungsgefäß 1 besteht aus einer Quarzampulle, in welcher die aus Silicium bestehenden
Halbleitereinkristalle 3 auf einem aus Quarz bestehenden siebartigen Untersatz 2 ruhen. Unterhalb
des Untersatzes 2 befindet sich am Boden des Dotierungsgefäßes 1 ein als Quelle für das dotierende
Gas dienendes Gemisch 4 aus SiO2 und B2O3
809 507/603
oder P2O5. Die Anordnung wird in einen Ofen 5
eingebracht, durch welchen sowohl die Halbleiterkristalle 3 als auch die Quelle 4 für den Dotierungsstoff auf die erforderliche Temperatur erhitzt werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Eindiffundieren eines gasförmigen Dotierungsmaterials in einen Halbleiterkristall,
der zusammen mit einem dotierungsstoffhaltigen Gemisch in einem Gefäß erhitzt und
mit dem von dem Gemisch abgegebenen gasförmigen Dotierungsmaterial in Berührung gebracht
wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus dem dotierenden Gas und einer fluorhaltigen Substanz verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als fluorhaltige Substanz
Fluorwasserstoff bzw. Ammoniumfluorid verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die fluorhaltige Substanz
dem als Quelle für das dotierende Gas dienenden Gemisch beigegeben wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
die fluorhaltige Substanz vor dem DifEusionsprozeß durch Beladen in die Wandung des Dotierungsgefäßes
eingebaut wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1052 573.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1052 573.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 507/603 1.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES95820A DE1260445B (de) | 1965-03-08 | 1965-03-08 | Verfahren zum Eindiffundieren von gasfoermigem Dotierungsmaterial in einen Halbleiterkristall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES95820A DE1260445B (de) | 1965-03-08 | 1965-03-08 | Verfahren zum Eindiffundieren von gasfoermigem Dotierungsmaterial in einen Halbleiterkristall |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1260445B true DE1260445B (de) | 1968-02-08 |
Family
ID=7519635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES95820A Pending DE1260445B (de) | 1965-03-08 | 1965-03-08 | Verfahren zum Eindiffundieren von gasfoermigem Dotierungsmaterial in einen Halbleiterkristall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1260445B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1052573B (de) * | 1956-02-29 | 1959-03-12 | Philips Nv | Verfahren zur Herstellung eines halbleitenden Elektrodensystems, insbesondere eines Transistors |
-
1965
- 1965-03-08 DE DES95820A patent/DE1260445B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1052573B (de) * | 1956-02-29 | 1959-03-12 | Philips Nv | Verfahren zur Herstellung eines halbleitenden Elektrodensystems, insbesondere eines Transistors |
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