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DE1260392B - Nadelwebstuhl zum Herstellen von Baendern, Riemen, Guerteln u. dgl. - Google Patents

Nadelwebstuhl zum Herstellen von Baendern, Riemen, Guerteln u. dgl.

Info

Publication number
DE1260392B
DE1260392B DEB56780A DEB0056780A DE1260392B DE 1260392 B DE1260392 B DE 1260392B DE B56780 A DEB56780 A DE B56780A DE B0056780 A DEB0056780 A DE B0056780A DE 1260392 B DE1260392 B DE 1260392B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needle
thread
weft
crochet
insertion needle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB56780A
Other languages
English (en)
Inventor
Giovanni Piazzolla
Carlo Villa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Brevitex pour lExploitation de Brevets Textiles
Original Assignee
Brevitex pour lExploitation de Brevets Textiles
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Brevitex pour lExploitation de Brevets Textiles filed Critical Brevitex pour lExploitation de Brevets Textiles
Publication of DE1260392B publication Critical patent/DE1260392B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D35/00Smallware looms, i.e. looms for weaving ribbons or other narrow fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Nadelwebstuhl zum Herstellen von Bändern, Riemen, Gürteln u. dgl. Die Erfindung betrifft einen Nadelwebstuhl mit einer insbesondere bogenförmig ausgebildeten Schußfadeneintragnadel und einer auf der der Eintragnadel abgewandten Seite parallel zur Gewebekante hin-und herbewegbaren Häkelnadel, die die von der Eintragnadel auf dieser Seite gebildete Schußfadenschleife nach Art einer Strickmasche festhaltend verknüpft, sowie mit einem Fadenführer zum Einführen eines Zusatzfadens. Auf Webstühlen dieser Art werden Bänder, Riemen, Gürtel u. dgl. hergestellt. Solche Webstühle sind bekannt. So erläutert die USA.-Patentschrift 2 180 831 einen Nadelwebstuhl, bei dem der Schußfaden längs des Saumes mit dem Schußfaden selbst abgebunden wird, während mittels eines Webstuhles nach der schweizerischen Patentschrift 128 432 der Schußfaden an den Saum durch einen Zusatzfaden gebunden wird. Mit der Einrichtung nach der USA.-Patentschrift 2 800 927 wird der Schußfaden längs des Saumes mit dem Schußfaden selbst oder mit einem den Saum verstärkenden Zusatzfaden zusammen abgebunden.
  • Mit keinem der bekannten Nadelwebstühle ist es möglich, auf ein und demselben Nadelwebstuhl Bänder, Gürtel u. dgl. mit verschieden starkem Schuß herzustellen, ohne daß Randverdickungen auftreten.
  • Beispielsweise ist mit den Vorrichtungen nach den USA.-Patentschriften 2180 831 und 2 800 927 die Fabrikation von Riemen, Gürteln u. dgl. aus Hanf-, Jute- oder Kunstoffäden nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten möglich, weil der Saum, längs welchem das Abbinden des Schußfadens erfolgt, im Verhältnis zur Bandbreite zu dick werden würde oder weil die Häkelnadel nicht in der Lage ist, den dicken Schußfaden nach Art einer Strickmasche abzubinden. Diese Webstühle eignen sich deshalb nur zur Herstellung von Bandgeweben aus dünnen Fäden.
  • Die Webvorrichtung nach der schweizerischen Patentschrift 128 432 stellt demgegenüber geringere Anforderungen an die Dicke der Webfäden, weist aber den großen Nachteil auf, daß der Schußfaden am Saum nur mit einem Zusatzfaden abgebunden werden kann.
  • Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen Nadelwebstuhl zu schaffen, auf dem der Schußfaden bei der Bandgewebefabrikation derart abgebunden wird, daß am Rand des Gewebes eine Strickmasche entweder mit dem Schußfaden oder einem Zusatzfaden allein oder mit dem Schußfaden und mit einem Zusatzfaden zusammen gebildet wird, so daß es möglich ist, Bandgewebe aus dicken Schußfäden, z. B. Hanf-, Jute-, Kunststoffäden od. dgl., mit einem fast unmerkbaren Rand oder Saum herzustellen, wobei also die sonst übliche Randverdickung nicht mehr entsteht.
  • Eine weitere erfindungsgemäße Aufgabe ist die Schaffung eines Nadelwebstuhls, auf dem alle drei Schußfadenabbindungen, das Abbinden der seitlichen Schußfadenmaschen mit einem Zusatzfaden allein, mit dem Schußfaden selbst oder in einem Arbeitsgang mit diesen beiden Fäden zusammen, einstellbar sind.
  • Erreicht wird dies erfindungsgemäß bei einem Nadelwebstuhl der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch, daß die Eintragnadel in einem ortsfesten Klemmstück höhenverstellbar vorgesehen ist und zu der Häkelnadel sowie zu dem Fadenführer derart in Wirkverbindung steht, daß, sobald die Eintragnadel zwischen den Kettenfäden vollständig eingeführt ist, die Häkelnadel und der mit der Eintragnadel in seinem Antrieb gekoppelte Fadenführer innerhalb des von dem Schußfaden und der Eintragnadel gebildeten Raumes zu liegen kommen.
  • Vorzugsweise wird die Häkelnadel in an sich bei Nadelwebstühlen für den Antrieb der Eintragnadel bekannter Weise von einem Gelenkparallelogramm derart angetrieben, daß die Häkelnadel eine hin- und hergehende Bewegung auf einer schwach gekrümmten Bewegungsbahn ausführt. Weiterhin hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, daß das Gelenkparallelogramm, an dessen waagerechten Schenkel in Verlängerung desselben die Häkelnadel befestigt ist, seinen Antrieb über den einen auf einer hin- und herschwingenden Welle angebrachten Hebel des Gelenkparallelogrammes erhält.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand mehrerer Ausführungsformen dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine schaubildliche Ansicht eines Teils eines Nadelwebstuhls, F i g. 2 eine Befestigungsweise der Schußfadeneintragnadel auf ihrem Tragarm, F i g. 3 Antriebsvorrichtung zum Bewegen der Häkelnadel, F i g. 4 zur Synchronisierung der Bewegung der Schußfadeneintragnadel dienende Organe gemäß der Ausführung nach F i g. 1, F i g. 5 eine erste Antriebsvorrichtung zur Bewegung des Fadenführers, F i g. 6 bis 9 verschiedene Arbeitsstufen des Nadelwebstuhls beim Abbinden des Schußfadens längs des Saumes durch einen Zusatzfaden, F i g. 10 bis 13 verschiedene Arbeitsstufen des Nadelwebstuhls beim Abbinden des Schußfadens längs des Saumes mit dem Schußfaden selbst, F i g. 14 bis 17 verschiedene Arbeitsstufen des Nadelwebstuhls beim Abbinden des Schußfadens längs des Saumes durch den Schußfaden und den Zusatzfaden, F i g. 18 eine zu F i g. 1 abgeänderte Antriebsart des Fadenführers, F i g. 19 und 20 eine Vorder- bzw. eine Seitenansicht der Ausführungsform nach F i g. 18.
  • Nach F i g. 1 weist der Nadelwebstuhl eine flache Platte 1 auf, an deren hinterem Ende zwei längliche Löcher 2 vorgesehen sind, in welche zum Befestigen der Platte 1 auf einer Querstange und zum Einstellen der Platte 1 Schrauben eingelassen sind. Die Platte 1 trägt an ihrem vorderen Ende eine Brücke 3, welche mit der Plattenebene einen Schlitz 4 bildet, durch welchen das bereits gewebte Band hindurchläuft. Dieses Band wird, nachdem es über einen Brustbaum gelangt ist, zu einem nicht dargestellten Warenbaum geleitet. Auf der rechten Seite der Brücke 3 ist ein mit seiner ganzen Stärke hervorspringendes Plättchen 3' vorgesehen, das mit seiner senkrechten Wand zur Erleichterung des Herauskommens einer Häkelnadel 8 aus den Maschen dient, mit denen ein Schußfaden 43 zusammengeknüpft wird. Auf einer Seite der Platte 1 ist eine bogenartig ausgebildete Schußfadeneintragnadel6 angeordnet, die hin- und herbewegbar ist und auf ihrer ganzen Laufstrecke zwischen die sich vor dem Schlitz 4 ausbreitenden Kettenfäden eingeführt wird. Die Schußfadeneintragnadel 6 hat an ihrem Ende ein Loch 7 zum Durchführen des Schußfadens 43, welcher während der Bewegung der Schußfadeneintragnadel 6 in die Kettenfäden .eingeführt wird und sich auf einer waagerechten, durch den Schlitz 4 hindurchgehenden und auf einer auf der der anderen Seite der Platte 1 befindlichen Schußfadeneintragnadel6 nahen Ebene bewegt.
  • Wie in F i g. 2 dargestellt ist, ist die Schußfadeneintragnadel 6 an einem Tragarm 9 mittels einer in einer Gewindebohrung des hochgebogenen Teils 11 des Tragarmes 9 eingeschraubten Schraube 10 befestigt. Der Teil 11 überdeckt eine längliche, in den Vorderteil der Schußfadeneintragnadel 6 eingearbeitete Bohrung 12 derart, daß die Schußfadeneintragnadel6 in ihrer Höhenlage zur Schraubenachse einstellbar ist, was ermöglicht, den von der Schußfadeneintragnadel6 geführten Schußfaden eng über bzw. eng unter die Häkelnadel 8 zu führen.
  • Der Tragarm 9 ist auf einer Achse eines Kegelzahnrades 13 befestigt, welches Kegelzahnrad 13 eine abwechselnde Drehbewegung von einem Zahnkranz 14, der mit einer Ringklemme 15 auf einer sich hin-und herdrehenden Welle 16 befestigt ist, erhält.
  • Nach F i g. 1 und 3 ist die Häkelnadel 8 auf einem Vorsprung 17 eines waagerechten Schenkels 18 eines aus diesem und zwei parallelen, an dem Schenkel 18 mit Schrauben 19' und 20' befestigten Hebeln 19 und 20 gebildeten Gelenkparallelogrammes 18, 19, 20 angebracht. Der eine Hebel 20 ist mittels einer Muffe 21 auf einer Welle 22 befestigt, die einer abwechselnden Schwingung von kleiner Winkelweite unterworfen ist. Die Muffe 21 wird mittels einer Schraube 23 auf der Welle 22 festgestellt. Der andere Hebel 19 schwingt mittels einer Muffe 25 auf einem Zapfen 24, wobei der Zapfen 24 durch Einschrauben von einem von der Platte 1 senkrecht herabhängenden Tragarm 26 getragen wird. Infolge der Schwingungen der Welle 22 erfährt das Gelenkparallelogramm ebenfalls Schwingungen, wodurch der Schenkel 18 eine abwechselnde bogenartige Hin- und Herbewegung ausführt, die eine Bewegung der Häkelnadel 8 zur Folge hat, wie in F i g. 3 gestrichelt angedeutet ist.
  • Nach den F i g. 1, 4 und 5 ist ein zur Führung eines Zusatzfadens 45 bestimmter Fadenführer 27 auf einem erhobenen Ende eines Schaftes 28 aufgesetzt, welcher Schaft 28 in einem schwingenden kleinen Block 29 befestigt ist und ein Loch eines über einen feststehenden Block 31 mit der Platte 1 verbundenen schwingenden Hebelchens 30 durchquert. Der Schaft 28 kann nach oben derart schräg gestellt werden, daß er zur Schwingung des Hebel chens 30 eine kegelige Bewegung des Fadenführers 27 verursacht, so daß der Fadenführer 27 neben der Hin- und Herbewegung eine leichte Auf- und Abbewegung durchführt und während der Aufwärtsbewegung auf die Häkelnadel 8 derart einwirkt, daß der von ihm getragene Schußfaden 43 in der nachstehend noch näher erläuterten Weise von der Häkelnadel 8 aufgefangen wird.
  • Die Welle 16 versetzt einen Hebel 32 in Schwingungen, der über eine Stange 33 einen Winkelhebel 34 hebt, auf welchem der kleine Block 29 mit einem Zapfen 35 befestigt ist, so daß der Schaft 28 bewegt wird. Die Schwingungsweise des Hebels 32 und die Synchronisierung dieser Bewegung zur Schwingung der Häkelnadel 8 und zur Bewegung der Schußfadeneintragnadel 6 ist durch zwei Muffen 36 und 37 gesichert (F i g. 1, 4), die auf der Welle 16 angeordnet sind. Die Muffe 36 ist auf der Welle 16 mittels einer in einer Gewindebohrung 39 der Muffe 36 eingeschraubten Schraube 3m befestigt, während die Muffe 37 auf der Welle 16 lose läuft und mit dem Hebel 32 einen Einzelkörper bildet. Die Muffe 36 besitzt auf der zur Muffe 37 weisenden Seite einen einen kurzen Kreisbogen bildenden Vorsprung 40, der sich innerhalb eines Einschnittes 41 der Muffe 37 bewegt. Dieser Einschnitt 41 ist viel größer als der Vorsprung 40, so daß bei der Hin- und Herbewegung der Welle 16 der Vorsprung 40 innerhalb des Einschnittes 41 läuft, bis er gegen eine Stufe 42 bzw. 42' stößt und erst dann die Schwingung der Muffe 37 in die eine oder in die andere Richtung verursacht. Die Muffe 37 schwingt folglich mit kleinerem Winkel als die den Vorsprung 41 aufweisende Muffe 36. Selbstverständlich kann man durch die Einstellung der Lage der Muffe 36 gegenüber der Muffe 37 die Synchronisierung der Bewegung der Muffe 37 gegenüber dem Hub der Häkelnadel 8 und auch gegenüber dem Hub der Schußfadeneintragnadel6 ändern, wie es andererseits auch möglich ist, den Antrieb der Muffe 37 auszuschalten, indem man die Schraube 38 löst und die Muffe 36 lose laufen läßt. Der Winkelhebel 34 wird entgegen der Wirkung einer Blattfeder 34' gehoben, welche den Winkelhebel 34 stets in die tiefste Lage zurückbringt, wenn dieser nicht der Wirkung des Hebels 32 unterliegt.
  • In den F i g. 6 bis 9 sind verschiedene Arbeitsstufen des Nadelwebstuhls für den Fall gezeigt, daß der Schußfaden 43 durch den Zusatzfaden 45 abgebunden wird. In diesem Fall ist die Höhenlage der Schußfadeneintragnadel 6 so, daß der Schußfaden 43 unter der Häkelnadel 8 sich bewegt, wenn die Schußfadeneintragnadel 6 zwischen die Kettenfäden 44 eingeführt ist (F i g. 6). In dem Augenblick, wo die Schußfadeneintragnadel 6 den Schußfaden 43 fast ganz zwischen die Kettenfäden 44 eingeführt hat, befindet sich die Häkelnadel 8 bereits in Vorwärtslage, während der Fadenführer 27 seine Aufwärtsbewegung beginnt, um in den von der Schußfadeneintragnadel 6 und dem Schußfaden 43 gebildeten Raum hineinzugelangen, wobei der Fadenführer 27 sich gleichzeitig seitlich versetzt, um von einer Seite auf die andere Seite der Häkelnadel 8 zu wandern (F i g. 7), wodurch der Zusatzfaden 45 auf die Häkelnadel 8 aufgesetzt wird. Der Haken der Häkelnadel 8 ist nach oben gedreht und mehr oder weniger schräg gestellt, um den Zusatzfaden 45 während der Rückwärtsbewegung der Häkelnadel 8 mit Sicherheit aufzufangen, wobei der Zusatzfaden 45 von der Häkelnadel 8 angehoben und über den Schußfaden 43 in dem Augenblick gezogen wird, in welchem die Schußfadeneintragnadel 6 ihren Vorwärtshub zur Einführung des Schußfadens43 beendet und ihren Rückwärtshub anfängt (F i g. 7 und 8). Wenn die Schußfadeneintragnadel 6 ihre Rückwärtsbewegung fast beendet hat, ist die Häkelnadel 8 völlig zurückgezogen und hat den Zusatzfadenhenkel, welcher in die vorher gebildete Masche (F i g. 9) hineingezogen worden ist, zusammengebunden, während der Fadenführer 27 in seine Ausgangsstellung zurückgegangen ist.
  • Die F i g. 10 bis 13 beziehen sich auf eine Arbeitsweise des Nadelwebstuhls, in welcher der Schußfaden 43 mit sich selbst abgebunden wird. In F i g. 10 ist die Häkelnadel 8 völlig in ihrer vordersten Stellung, während die Schußfadeneintragnadel6 ihre Bewegung zur Führung des Schußfadens 43 zwischen die Kettenfäden 44 angefangen hat. Der Fadenführer 27 wird in diesem Fall nicht benötigt und bleibt deshalb in Ruhestellung. Die Schußfadeneintragnadel6 ist aber in ihrer Befestigungslage so hochgehoben worden, daß der Schußfaden 43, wenn er zwischen die Kettenfäden 44 eingeführt ist, über die Häkelnadel 8 läuft und auf dieser aufliegt. Die bogenartige Bewegung, die die Häkelnadel 8 ausführt, wenn sie zurückläuft, genügt, um die Häkelnadel 8 in einem Maße anzuheben, daß sie den Schußfaden 43 einfängt und ihn durch die vorher gebildete Masche 46 zurückzieht (F i g. 12 und 13). Wenn die Häkelnadel 8 mit dem Schußfaden 43 aus der vorher gebildeten Masche 46 herausgekommen ist, bewegt sie sich wieder vorwärts, um einen zweiten Knoten infolge der Bewegung der Schußfadeneintragnadel6 zu schließen.
  • In den F i g. 14 bis 17 ist eine weitere Arbeitsweise des Nadelwebstuhls veranschaulicht für den Fall, daß der Schußfaden 43 mit dem Zusatzfaden 45 abgebunden wird. Hierbei ist die Schußfadeneintragnadel 6 wieder so eingestellt, daß der Schußfaden 43 auf der Häkelnadel 8 geführt wird. Die Ausgangslage des Fadenführers 27, der den Zusatzfaden 45 herbeiführt, ist die gleiche wie in F i g. 6. Wenn die Schußfadeneintragnadel 6 zwischen den Kettenfäden 44 so vorwärts geführt ist, daß der Schußfaden 43 den Haken der Häkelnadel 8 passiert hat, dann wird der Fadenführer 27 (F i g. 15) in seiner oberen Lage auf die andere Seite der Häkelnadel 8 versetzt; so daß der Zusatzfaden 45 auf die Häkelnadel 8 gelegt wird. Wenn nun die Häkelnadel 8 zurückgeht, fängt sie gleichzeitig (F i g. 16) den Schußfaden 43 und den Zusatzfaden 45 ein, um die beiden Fäden 43, 45 durch die vorher gebildete Masche hindurchzuziehen (F i g. 17), während sich die Schußfadeneintragnadel6 wieder in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Nach dem Zusammenknüpfen der Fäden 43, 45 geht die Häkelnadel 8 wieder vorwärts, während sich der Fadenführer 27 wieder in seine Ausgangslage bewegt.
  • Das Abbinden des Schußfadens 43 durch das Knüpfen einer Strickmasche mit dem Zusatzfaden 45 allein, wie in den F i g. 6 bis 9 dargestellt ist, kann angewendet werden, wenn ein Bandgewebe aus groben Fäden, z. B. Hanf, Jute, Kunststoff u. dgl., hergestellt werden soll oder wenn nur ein nicht zu dickes Bandgewebe gefertigt werden soll, wobei also der hergestellte Saum fast gleich dick ist wie der übliche Teil des Bandes.
  • Das Abbinden des Schußfadens 43 am Saum des Bandgewebes durch den Schußfaden 43 selbst (F i g. 10 bis 13) ist nur in den Fällen zu wählen, wenn Feinmaterial, wie z. B. Seiden-, Leinfäden u. dgl., verwebt wird.
  • Das Abbinden des Schußfadens 43 am Saum des Bandgewebes mit dem Schußfaden 43 und dem Zusatzfaden 45 (F i g. 14 bis 17) kann angewendet werden, wenn ein Bandgewebe mit einem verdickten Saum hergestellt werden soll, wie dies z. B. für Bandgewebe zur Reißverschlußfabrikation erforderlich ist.
  • Die F i g. 18 bis 20 veranschaulichen eine weitere Antriebsart des Fadenführers 27, die sich besonders für Nadelwebstühle eignet, welche mit großer Arbeitsgeschwindigkeit betrieben werden. Dabei kann der Schaft 28 nach den F i g. 1 und 5, der den Fadenführer 27 trägt, wegen zu schneller Schläge des Schlägers und der sehr hohen Bruchbeanspruchungen, denen er dadurch ausgesetzt werden würde, nicht angewendet werden.
  • Nach F i g. 18 weist eine senkrechte profilierte Platte 82 einen Vorsprung 83 zur Anlenkung des Hebels 19 und einen weiteren Vorsprung zur Bildung eines Stützlagers 84 auf, durch welches eine kleine Welle 84', die das Kegelzahnrad 13, welches von der Welle 16 mittels des Zahnkranzes 14 angetrieben wird, mit dem Tragarm 9 der Schußfadeneintragnadel 6 verbindet, geführt ist. über dem Stützlager 84 ist ein Stift 85 angebracht, der mit dem Tragarm 9 eine hin- und hergehende Winkelbewegung ausführt. Dieser Stift 85 tritt mit der Kante einer Wippe 86, welche den Fadenführer 27 trägt, in Wirkverbindung. Die Wippe 86 ist auf einem Zapfen 87 so aufgekeilt, daß sie sich zusammen mit diesem Zapfen 87 innerhalb einer unter der waagerechten Platte 1 befindlichen Hülse 88 dreht. Der Zapfen 87 ragt auf der der Wippe 86 entgegengesetzten Seite aus der Hülse 88 hervor, um in einem Endlager 89 gelagert zu werden. Im Zwischenraum zwischen der Hülse 88 und Aem Endlager 89 ist eine Schraubenfeder 90 auf dem Zapfen 87 angeordnet. Das eine Ende der Schraubenfeder 90 ist unter der Platte 1 und das andere Ende in einem aus dem Zapfen 87 hervorspringenden Bund verankert und durch eine Schraube 91 befestigt. Auf diese Weise wird die Wippe 86 und damit auch der Fadenführer 27 immer in die tiefste Lage zurückgeholt.
  • Wenn sich die Schußfadeneintragnadel6 außerhalb der Kettenfäden. befindet, entfernt sich der Stift 85 von der Wippe 86 mit einer bestimmten Winkelgeschwindigkeit, so daß er mit der Wippe 86 erst dann@in Wirkverbindung tritt, wenn die Schußfadeneintragnadel 6 den größten Teil ihres Hubes zurückgelegt hat, um zwischen die Kettenfäden selbst einzutreten. Somit wird die Wippe 86 von dem Stift 85 erst dann geschwenkt, wenn der Schußfaden 43 den Fadenführer 27 bereits passiert hat und der Fadenführer 27 sich innerhalb des Raumes, der zwischen der Schußfadeneintragnadel6 und dem Schußfaden 43 selbst gebildet wird, heben kann, ohne daß eine gegenseitige Einwirkung des Fadenführers 27 und des Schußfadens 43 eintritt.
  • Die Schraubenfeder 90 zieht die Wippe 86 nach unten und somit auch den Fadenführer 27 zurück. Die untere Stellung der Wippe 86 wird von einer Sperre 92 bestimmt, welche neben der Begrenzung der Bewegung der Wippe 86, hervorgerufen durch die Schraubenfeder 90, auch den Abstand zwischen der Wippe 86 und dem Stift 85 in ihrer Ruhelage einhält.
  • Wie in den F i g. 18 bis 20 gezeigt ist, beschränkt sich das Antriebsorgan des Fadenführers 27 auf eine Wippe 86 mit kleiner Masse, welche also kleinen Trägheitskräften ausgesetzt ist und deshalb mit großen Geschwindigkeiten schwingen kann. Alles, was in der Beschreibung über den Inhalt der Ansprüche hinausgeht, ist nicht Gegenstand der Erfindung.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Nadelwebstuhl mit einer insbesondere bogenförmig ausgebildeten Schußfadeneintragnadel und einer auf der der Eintragnadel abgewandten Seite parallel zur Gewebekante hin- und herbewegbaren Häkelnadel, die die von der Eintragnadel auf dieser Seite gebildete Schußfadenschleife nach Art einer Strickmasche festhaltend verknüpft, sowie mit einem Fadenführer zum Einführen eines Zusatzfadens, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Eintragnadel (6) in einem ortsfesten Klemmstück (11) höhenverstellbar vorgesehen ist und zu der Häkelnadel (8) sowie zu dem Fadenführer (27) derart in Wirkverbindung steht, daß, sobald die Eintragnadel (6) zwischen den Kettenfäden (44) vollständig eingeführt ist, die Häkelnadel (8) und der mit der Eintragnadel (6) in seinem Antrieb gekoppelte Fadenführer (27) innerhalb des von dem Schußfaden (43) und der Eintragnadel (6) gebildeten Raumes zu liegen kommen.
  2. 2. Nadelwebstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Häkelnadel (8) in an sich bei Nadelwebstühlen für den Antrieb der Eintragnadel bekannter Weise von einem Gelenkparallelogramm (18, 19, 20) derart antreibbar ist, daß die Häkelnadel (8) eine hin- und hergehende Bewegung auf einer schwach gekrümmten Bewegungsbahn ausführt.
  3. 3. Nadelwebstuhl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenkparallelogramm (18,19, 20), an dessen waagerechtem Schenkel (18) in Verlängerung desselben die Häkelnadel (8) befestigt ist, seinen Antrieb über den einen auf einer hin- und herschwingenden Welle (22) angebrachten Hebel (20) des Gelenkparallelogrammes (18, 19, 20) erhält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 871729, 950 839; schweizerische Patentschrift Nr. 128 432; britische Patentschrift Nr. 650 315; USA.-Patentschriften Nr. 2180 831, 2 800 927.
DEB56780A 1959-02-26 1960-02-23 Nadelwebstuhl zum Herstellen von Baendern, Riemen, Guerteln u. dgl. Pending DE1260392B (de)

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