DE1260008B - Zeitschaltwerk, insbesondere fuer Waschmaschinen u. dgl. - Google Patents
Zeitschaltwerk, insbesondere fuer Waschmaschinen u. dgl.Info
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Description
- Zeitschaltwerk, insbesondere für Waschmaschinen u. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Zeitschaltwerk, insbesondere für Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Trockenmaschinen u. dgl.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zeitschaltwerk für derartige Maschinen zur Verfügung zu stellen, das ein gleichzeitiges Steuern von zwei Nockengruppen, die sich mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen können, ermöglichen soll, wodurch eine Dehnung bzw. eine Verzögerung der verschiedenen Vorgänge bei einer Waschmaschine, z. B. der verschiedenen Waschvorgänge, durch die einfache Verwendung eines auf einem Exzenter sitzenden und mit einem Elektromagneten verbundenen Zahnes.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Schaltwerk zwei Zahnräder, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit um eine gemeinsame Achse drehen können und von verschiedenem Durchmesser sind sowie die gleiche Anzahl von Zähnen aufweisen, besitzt, wobei das größere Zahnrad in gewissen Abständen Zahnlücken von derartiger Tiefe hat, daß die Vorschubklinke in bestimmten Stellungen gleichzeitig in beide Zahnräder eingreifen kann.
- Eine weitere erfindungsgemäße Bauform sieht vor, daß die Vorschubklinke um einen Exzenter rotiert und auf diese Weise eine Wechselbewegung beschreibt, wodurch das größere Zahnrad bei jedem Zyklus um einen Zahn weiterbewegt wird, während der Vorschub des kleineren Zahnrads in bestimmten Zeitabständen ruckweise erfolgt, so daß sich die beiden Zahnräder mit ungleicher Geschwindigkeit drehen.
- Erfindungsgemäß kann man das Zeitschaltwerk auch so ausbilden, daß ein Elektromagnet vorgesehen ist, der gegen die Kraft einer Feder eine Anziehungskraft auf den Vorschubnocken ausüben kann, um dadurch den Vorschubnocken mit den Zahnrädern, die mit den schnell rotierenden bzw. den langsam rotierenden Nocken verbunden sind, außer Eingriff zu bringen und somit das Zeitschaltwerk zum Zweck der Verzögerung des jeweiligen Arbeitsgangs zeitweilig außer Betrieb zu setzen.
- Die bei Waschmaschinen und Trockenmaschinen verwendeten Zeitschaltwerke dienen dazu, bestimmte Organe der Maschinen in einer bestimmten Zeitfolge zu betätigen. Derartige Zeitschaltwerke sind meist mit mehreren Nocken ausgerüstet, von denen sich ein Teil schneller als der andere bewegt, so daß also ein Satz sich schnell und ein Satz sich mit einer erheblich langsameren Geschwindigkeit bewegender Nokken vorgesehen sind. Soweit die Automatik von Trokkenmaschinen, Waschmaschinen und ähnlichen Einrichtungen durch diese Zeitschaltwerke bestimmt wird, können diese nur die Ausführung eines bestimmten Arbeitsprogramms herbeiführen, nicht aber dessen Dauer beeinflussen.
- Das erfindungsgemäße Zeitschaltwerk unterscheidet sich von den bekannten im Handel befindlichen Zeitschaltwerken durch einen sehr einfachen Aufbau und besitzt darüber hinaus eine für einen Zeitabschnitt einstellbare Verzögerungsvorrichtung, so daß die Dauer irgendeines z. B. zu verlängernden Arbeitsvorganges auch tatsächlich verlängert werden kann. Dieser Vorteil wird dabei ohne umständliche und kostspielige Mechaniken erreicht, was sich insbesondere bei in großen Serien herzustellenden Waschmaschinen oder Geschirrwaschmaschinen oder Trocknern nachteilig auswirken würde. Dazu kommt, daß das erfindungsgemäße Zeitschaltwerk nicht nur einen einfachen Aufbau zeigt, sondern auch nur einen geringen Platzbedarf hat und sehr widerstandsfähig ist.
- Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung eines Zeitschaltwerkes liegt auch darin, daß der langsame Nockensatz so betätigt werden kann, daß ein schnell auslösendes Schließen und Öffnen eines bzw. mehrerer Kontakte gewährleistet ist. Dazu kommt aber auch noch, daß die Nocken für die Dauer eines von den Benutzern nach Belieben zu bestimmenden Zeitabschnitts stillgesetzt werden können. Dabei bewirkt aber das Anhalten der Nocken kein Anhalten der Maschine, sondern ein Fortsetzen der von der Maschine im Augenblick des Anhaltens der Nocken durchgeführten Arbeitsgänge für eine bestimmte gewünschte Zeit.
- Es ist ein Schaltwerk bekannt, bei dem ein Zahnradpaar mit entgegengesetzter Verzahnung Verwendung findet, wobei diese Zahnräder zusammen mit einer Sperrklinke eiri Gesperre bilden. Dies ist notwendig um zu verhindern, daß eine unbeabsichtigte Weiterbewegung der Programmsteuernocken vorkommt. Derartige Sperren sind bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht notwendig, da dort die entsprechenden Zahnräder mit einem um den Exzenter schwingenden Zahn eine Vorschubvorrichtung bilden, die von den beiden Zahnrädern mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegt wird. Damit ist der ganze Antrieb vereinfächt, und unbeabsichtigte Schaltungen werden von selbst vermieden. Es ist ferner zu beachten, daß diese bekannte Vorrichtung eine große Anzahl von zusammenwirkenden Teilen aufweist, was im übrigen auch für eine weitere. ähnliche bekannte Einrichtung gibt. Dort. müssen besondere mechanische Organe vorgesehen werden, um das Anhalten der verschiedenen Gruppen der Nocken zu steuern, während bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine siclerd"Aekfrömagnetische Schaltung erfolgt. . - , . . . _-In den Zeichnungen. ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Dort zeigt F i g. 1 eine Ansicht eines Zeitschaltwerkes nach dem Vorschlag- der Erfindung, teilweise geschnitten, F i g. 2 eine Draufsicht, teilweise geschnitten, F i g. 3 eine Draufsicht auf die elektromagnetische Verzögerungsvorrichtung, in vergrößertem Maßstab, und .
- F i g. 4 eine Ansicht- der Verzögerungseinrichtung in Arbeitsstellung.
- Das Zeitschaltwerk gemäß der Erfindung weist einen Kleinsynchromnotor 10 ,auf, der über ein Untersetzungsgetriebe mit einem Exzenter verbunden ist, der eine Vorschubklinke 12 trägt; die unter der Wirkung einer Zugfeder 13 steht.
- Das Zeitschaltwerk weist ferner eine Achse 14 auf, um welche sich frei ein Zahnrad 15, an welches Schnellnocken, wie z: B. der Durchgangsnocken 16 und der Wendenocken, gekuppelt sind, drehen kann.
- Das Zahnrad 15-hat in gewissen Abständen eine größere Zahntiefe, so, daß an diesen Stellen die Zahnfüße mit den Zahrifüßen eines zweiten, ähnlichen Zahnrades 17 fluchten: Das Zahnrad 17 hat einen kleineren Durchmesser als das Zahnrad 15, aber die gleiche Anzahl von Zähnen wie dieses. Das Zahnrad 17 ist mit einem Langsamnockensatz verbunden und neben dem Zahnrad 15 ebenfalls frei drehbar auf der Achse 14 befestigt.
- An jedes der Zahnräder 15 und 17 ist also ein Nockensatz angeschlossen, die sich mit -ungleicher Geschwindigkeit bewegen, weil an das Zahnrad 17 mit dem kleineren Durchmesser die langsamen und an das Zahnrad 15 mit dem größeren Durchmesser die schnellen Nocken angeschlossen sind.
- Das Zeitschaltwerk'ist mit einer Einrichtung ausgerüstet, welche den Vorschub der schnellen und der langsamen Nocken ermöglicht und durch einen Elektromagneten 23 ausgeschaltet werden kann, der dann den Vorschub der Zahnräder und ihrer Nocken unterbricht und dadurch die Ausführung der gerade durchgeführten Arbeitsgänge verlängert.
- Diese Vorschub- und Ausschaltvorrichtung des Zeitschaltwerkes schließt unter anderem auch die Vorschubklinke 12 ein, die an ihrem Ende 11 von einem Exzenterstift 11' angetrieben wird.
- Die Vorschubklinke 12 führt mit ihrem freien Ende, an dem ein Zahn 12' vorgesehen ist, eine hin-und hergehende, fast geradlinige Bewegung aus. Durch diese Bewegung wird das den größeren Durchmesser aufweisende Zahnrad 15 intermittierend gedreht.
- Die Zugfeder 13 hat die Aufgabe, den Zahn 12' der Vorschubklinke 12 in Eingriff mit den Zähnen des Zahnrades 15 zu ziehen, um die intermittierende Drehung desselben zu bewirken.
- Die Breite- des Zahnes 12' der Vorschubklinke 12 ist so bemessen, daß er auch das Zahnrad 17 mit dem kleineren Durchmesser übergreift. Während des intermittierenden Drehens des Zahnrades 15 wird daher, wenn der Zahn 12' an eine Stelle mit größerer Zahntiefe anlangt, auch ein Vorrücken des kleineren Zahnrades 17 bewirkt, welches- sich somit viel langsamer als das Zahnrad 15 dreht.
- Der durch die Klinke 12 auf die Zähne des Zahnrades 15 und eventuell auch des Zahnrades 17 ausgeübte Vorschub wird- durch die Zugfeder 13 begünstigt. Zwei unter Federwirkung stehende Sperrklinken 20 und 18 verhindern, daß sich die Zahnräder 15 und 17 rückwärts drehen.
- Die Sperrklinken 18 und 20 sind auf einer Achse 18' drehbar gelagert und werden durch Federn 19 und 21 in ihre Arbeitsstellung gezogen.
- Der Elektromagnet 23 hat einen Anker 24; - der durch eine Feder 25 mit der Vorschubklinke 12 verbunden ist. Wenn der Elektromagnet 23 erregt wird, zieht er den Anker 24 an und bewirkt dadurch, daß sich der Zahn 12' der Vorschubklinke 12 von den Zahnrädern 15 und 17 abhebt (F i g. 4), dabei aber seine hin- und hergehende, fast geradlinige Bewegung fortsetzt. Obwohl sich also der Exzenter 11' und die Vorschubklinke 12' weiterbewegen, kommen die Zahnräder 15 und 17 zum Stillstand und gestatten auf diese Weise eine Verlängerung des im Augenblick der Erregung des Elektromagneten 23 stattfindenden Arbeitsganges der Maschine.
- Um das Zeitschaltwerk wieder in Bewegung zu setzen und die verschiedenen vom Zeitschaltwerk gesteuerten Arbeitsgänge der Maschine fortzusetzen, genügt es, den Elektromagneten abzuerregen, so daß die Vorschubklinke 12 und ihr Zahn 12' ihre Arbeit wieder aufnehmen. Der Zahn 12' greift von neuem in die Zahnräder 15 und 17 ein und verursacht ihre unterschiedliche Drehung.
- Das Zeitschaltwerk gemäß der Erfindung ist mit elektrischen Kontakten 22 bekannter Art ausgerüstet. Diese Kontakte 22 sind auf dem Unterteil des Zeitschaltwerkes und über einen Bereich von 180° verteilt radial angeordnet. Die elektrischen Kontakte 22 haben außerdem in bezug auf die elektrischen Verbindungen den Vorzug, leicht zugänglich und unterscheidbar zu sein, was im Vergleich zu den in die heute im Handel befindlichen Zeitschaltwerke eingesetzten Kontakten einen erheblichen Vorteil bedeutet.
- Wie bekannt, sind die Zeitschaltwerke mit auf dem Unterteil ohne bestimmte Anordnung und Ordnung angeordneten Kontakten versehen.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Zeitschaltwerk, insbesondere für Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Trockenmaschinen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk zwei Zahnräder (15, 17), die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit um eine gemeinsame Achse (14) drehen können und von verschiedenem Durchmesser sind sowie die gleiche Anzahl von Zähnen aufweisen, besitzt, wobei das größere Zahnrad in gewissen Abständen Zahnlücken von derartiger Tiefe hat, daß die Vorschubklinke (12) in bestimmten Stellungen gleichzeitig in beide Zahnräder (15,17) eingreifen kann.
- 2. Zeitschaltwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubklinke (12) um einen Exzenter rotiert und auf diese Weise eine Wechselbewegung beschreibt, wodurch das größere Zahnrad (15) bei jedem Zyklus um einen Zahn weiterbewegt wird, während der Vorschub des kleineren Zahnrads (17) in bestimmten Zeitabständen ruckweise erfolgt, so daß sich die beiden Zahnräder (15,17) mit ungleicher Geschwindigkeit drehen.
- 3. Zeitschaltwerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektromagnet (23) vorgesehen ist, der gegen die Kraft einer Feder (13) eine Anziehungskraft auf den Vorschubnocken (12) ausüben kann, um dadurch den Vorschubnocken (12) mit den Zahnrädern (15, 17), die mit den schnell rotierenden bzw. den langsam rotierenden Nocken verbunden sind, außer Eingriff zu bringen und somit das Zeitschaltwerk zum Zweck der Verzögerung des jeweiligen Arbeitsgangs zeitweilig außer Betrieb zu setzen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1012 987, 1110728.
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