DE1259481B - Plasmabrenner - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B 23 k
Deutsche KL: 21 h- 30/02-
Nummer: 1259481 ' < 1
Aktenzeichen: S 89158 VHI d/21 h
Anmeldetag: 21. Januar 1964
Auslegetag: 25. Januar 1968
Die Erfindung betrifft einen Plasmabrenner mit einer Kammer, in welche ein Gas unter einem einstellbaren
Druck eingeführt werden kann, und mit einem Induktionskreis, der um diese Kammer herum
durch eine Primärwicklung und eine einschleifige Sekundärwicklung gebildet wirdj wobei diese einschleifige
Sekundärwicklung aus einem metallischen Hohlzylinder besteht, der durch einen radialen Spalt
längs einer Erzeugenden vollständig unterbrochen ist und der in seinem die Flamme umgebenden Abschnitt
einen gekühlten, doppelwandigen, als Einschnürungsvorrichtung bezeichneten Ansatz aufweist,
der durch den Spalt unterteilt ist.
Es ist bereits ein Hochfrequenz-Plasmabrenner bekannt, bei dem Einrichtungen vorgesehen sind, um
die durch die induzierten Hochfrequenzströme erzeugte Erhitzung zu erhöhen, wobei dies mittels
eines Gleichstromes oder eines Netz-Wechselstromes erfolgt, welcher durch das Plasma in Strömungsrichtung des Gases hindurchgeleitet wird.
Bei diesem Verfahren durchsetzt der Strom das Plasma in der Achse der Entladungskammer, und die
Flamme ist, wie die ganze Entladungskammer, von einem Schutzmantel aus einem feuerfesten Oxyd oder
aus einem anderen ähnlichen Material umgeben, wobei dieser Mantel gekühlt ist. Auf diesem Schutzmantel
ist die Induktionsspule aufgewickelt. Eine derartige Anordnung ermöglicht die Verarbeitung
sehr reiner Produkte. Das ionisierte Gas kommt niemals mit Körpern in Berührung, die das Gas verschmutzen
können. Dieses Verfahren ist jedoch nur mit begrenzten Strömungsgeschwindigkeiten des
Plasmas vereinbar, und ein Querschnitt der Entladungskammer muß groß genug sein, damit der
Schutzmantel sich nicht zu schnell abnutzt.
Bei gewissen industriellen Anwendungen soll jedoch die Reinheit des Produktes nicht ebenso hoch
sein, während die Geschwindigkeit des Plasmas und die Leistung des Induktionsstromes stark erhöht
werden sollen. Der Induktor soll in Höhe der Flamme einen gedrosselten Teil aufweisen, um die
Flamme einzuschnüren und um die Plasmaausströmung zu beschleunigen. Unter diesen Umständen ist
es offensichtlich nicht mehr zweckmäßig, den Brenner mit einem Schutzmantel aus einem feuerfesten
Oxyd zu umgeben, da dieser zu schnell verschleißt und da die Bearbeitung eines derartigen
Schutzmantels wesentlich schwieriger ist als die eines metallischen Einsatzes.
Aus der französischen Patentschrift 1276 805 ist
es bekannt, die Wärme eines Induktionsofens auf den zu behandelnden Gegenstand mit Hilfe eines
Plasmabrenner
Anmelder:
Societe de Traitements Electrolytiques et
Electrothermiques, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz, Dr. rer. nat. G. Hauser
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
8000 München-Pasing, Ernsbergerstr. 19
Als Erfinder benannt:
Jean Reboux, Paris
Jean Reboux, Paris
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 22. Januar 1963 (922 221)
Hochfrequenztransformators zu konzentrieren, der eine Primärwicklung aufweist, die von einem Schutzmantel
mit geringer Wandungsstärke getragen wird,
der zwei konzentrische zylindrische Wandungen aus einem gut leitenden Metall umgibt, wobei jede längs
einer Erzeugenden durch einen Spalt unterbrochen ist, der mit Isolätionsmaterial ausgelegt ist, und wobei
diese Wandungen auf jeder Seite des Spaltes mittels einer radialen Wandimg elektrisch miteinander
verbunden sind. Die äußere Wandung wird als Sekundärwindung bezeichnet, und die innere
konzentrische Wandung bildet die Verdichtungswindung, welche die Hochfrequenzströme in Plasma
induziert.
Gemäß der Erfindung wird ein derartiger Einschnürungs-
oder Ausrichtungsinduktor verwendet, der eine innere metallische Wandung aufweist, welche
ohne isolierenden Schutzmantel die Flamme umgibt, um radial durch das Plasma einen Gleichstrom oder
einen Netz-Wechselstrom hindurchzuleiten.
Erfindungsgemäß weisen der metallische Hohlzylinder und die Einschnürungsvorrichtung eine Anzahl
von η zusätzlichen radialen Spalten auf, und η ist eine ganze Zahl, und die Anordnung ist derart,
daß wenigstens ein Paar radial einander gegenüberliegender Spalte vorhanden ist, und ein Kreis verbindet
die beiden Anschlüsse an den beiden einander gegenüberliegenden Teilen symmetrisch mit den Anschlüssen
einer Gleichstromquelle oder einer Netz-Wechselstromquelle.
Mit Vorteil kann die Kammer eine rotationszylindrische Wandung aus einem feuerfesten Material
aufweisen, und die Kammer kann am Ausgang eine
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3 4
metallische Wandung aufweisen, die den gleichen 20, welche die Geschwindigkeit des Strahls steigert,
Innendurchmesser hat wie die aus dem hitzebeständi- die Form einer langgestreckten Lanzenspitze an. Die
gen Material, und die Wandung kann durch eine induzierten Ströme, die im Endteil der Entladungs-
Innenauswölbung der Wandung des Hohlzylinders kammer 10 konzentriert sind, bewirken eine Vergebildet
sein. Mit Vorteil können die Anschlüsse der 5 formung der Fackel 7. Die Breite des Plasmas ist am
Stromquelle durch eine Selbstinduktion, die in Serie Abschnitt 71 am Ausgang der Kammer 10 am
geschaltet ist, und durch einen Kondensator ge- größten.
schützt sein, wobei diese Teile eine Filterschaltung In F i g. 2 ist in Draufsicht ein Beispiel einer Einbilden.
Es kann vorteilhaft sein, daß wenigstens ein schnürungsvorrichtung 20 dargestellt, die durch
Paar radialer Spalte vorgesehen ist, die den Hohl- io radiale Spalte in zwei Halbschalen 21, 22 unterteilt
zylinder und die Einschnürungsvorrichtung teilweise ist, wobei die Spalte einander gegenüberliegen,
unterteilen. Der Primärstrom läuft in Richtung des Pfeils la
Die Erfindung soll unter Bezugnahme auf die und induziert einen entgegengesetzten Sekundär-
Figuren der Beschreibung näher erläutert werden. Es strom, der in der äußeren Oberfläche 20 α einer jeden
zeigt 15 Halbschale 21 und 22 durch den Pfeil 2 α dargestellt
F i g. 1 eine Axialschnittansicht eines erfindungs- ist. Die radialen Wandungen 20 c, 20 d dieser Halbgemäßen Plasmabrenners, schalen 21, 22 schließen den elektrischen Kreis der
Fig. 2 den Verlauf der Ströme in einem Aus- Oberfläche 20a über die. Oberfläche der inneren
führungsbeispiel einer Einschnürungswindung mit Wandung 20 b. Die Ströme laufen durch diese Ober-
einem Paar Spalte, und ao fläche in der Richtung hindurch, wie es durch den
F i g. 3 und 4 zeigen weitere Ausführungsbeispiele Pfeil 2 b angezeigt ist, und durch die radialen Wan-
mit mehreren Spalt-Paaren. düngen 20 c und 20 d in den Richtungen, wie es durch
F i g. 1 zeigt in einem Axialschnitt den Be- die Pfeile 2 c und 2 d angezeigt ist.
schickungskopf eines Induktions-Plasmabrenners, der Die beiden Halbschalen 21 und 22 bilden zwei
mit einem Einschnürinduktor gemäß der Erfindung 25 elektrisch voneinander isolierte Leiter, und es ist
ausgerüstet ist. möglich, diese Leiter an zwei Quellen von unter-
Eine Primärwicklung 1 umgibt einen zylindrischen schiedlicher Spannung anzulegen, vorzugsweise an
Leiter 2, dessen unterer Teil 20, der an der Unter- die Anschlüsse einer Gleichstromquelle oder an die
seite der Entladungskammer 10 angeordnet ist, Anschlüsse einer Netz-Wechselstromquelle 3, um
doppelwandig ausgebildet ist und der durch das Um- 30 das ionisierte Gas mit einem Entladungsstrom zu
walzen einer Flüssigkeit 23 gekühlt ist. ' durchsetzen, der sich aus dieser Spannungsdifferenz
Der Zylinder 2 ist längs einer Erzeugenden oder ergibt.
mehreren Paaren von Erzeugenden geschlitzt (F i g. 2, Gemäß einem besonderen Ausführungsbeispiel der
3 und 4). Jeder Spalt ist mit einer dünnen Schicht Erfindung sind der Anschluß 31 der Halbschale 2t
aus einem Isolationsmaterial ausgelegt, beispielsweise 35 und der Anschluß 32 der Halbschale 22 mit dem.
mit einer Mica-Schicht. positiven und negativen Anschluß eines Gleichstrom-
Die längs einer Erzeugenden elektrisch unter- generators 3 verbunden oder mit den Anschlüssen
brochene zylindrische Oberfläche bildet einen ein- eines Netz-Wechselstromgenerators 3.
schleifigen Sekundärkreis, wobei die Wicklung 1 der Die Selbstinduktionen 33 und 34, die in Serie in
Primärkreis ist. Der Teil 20 wird als Einschnürungs- 40 die Speiseleitung eingeschaltet sind, und die Konden-
teil bezeichnet. satoren 35 und 36 schützen den Generator 3 gegen
Die zylindrische Außenwandung 20 a der Ein- vom Brenner abgestrahlte Hochfrequenzströme und
schnürung 20 bildet die untere Verlängerung der ermöglichen eine Ausfilterung von Störfrequenzen,
Wandung des zylindrischen Leiters 2. Die ebenfalls die vom Generator 3 abgegeben werden und die
zylindrische und koaxial verlaufende Innenwandung 45 Schallerscheinungen und Ultraschallinterferenzen im
20 b der Einschnürung 20 weist einen Durchmesser Plasma hervorrufen können.
auf, der wesentlich kleiner ist als der der Wandung Die Fig. 3 und 4 zeigen weitere Ausführungs-
20 a. Diese beiden Wandungen bilden den eigent- beispiele der erfindungsgemäßen Einschnürungsvor-
lichen Induktor. Über diesen Induktor ist ein Isola- richtung 20.
tionsschutzmantel4 angeordnet, der aus einem feuer- 50 In Fig. 3 ist die Verdichtungs- oder Einschnüfesten
Oxyd, beispielsweise aus Quarz, besteht. Dieser neigevorrichtung in vier Viertelschalen unterteilt, die
Schutzmantel leitet und führt das Plasma, welches in elektrisch voneinander isoliert sind. Zwischen diesen
die Kammer 10 eingeführt wird, und zwar über einen Viertelschalen können mittels einer Gleichspannung
Zuleitungskanal 6, der in einer zylindrischen oder einer Netz-Wechselspannung Potential-Unter-Scheibe
5 angeordnet ist. 55 schiede ausgebildet werden.
Gegebenenfalls kann eine Elektrode 51, Vorzugs- Bei dem in F i g. 4 dargestellten Ausführungsweise
eine Wolfram-Elektrode, die Scheibe 5 in der beispiel ist die Einschnürungsvorrichtung zwischen
Mitte durchsetzen. Diese Elektrode wird zur Er- den Spalten, die vollständig die Einschnürungsvorregung
der Ionisation zusammen mit einer nicht dar- richtung von der Außenwand bis zur Innenwandung
gestellten anderen beweglichen Elektrode verwendet, 60 hin durchsetzen, mit Spalten ausgerüstet, die von
die am Eingang 71 der Kammer 10 angeordnet ist. der Außenwandung ausgehen und die kurz vor der
Die Elektrode 51 kann eine feine Axialbohrung auf- Innenwandung enden und/oder mit radialen Spalten,
weisen, wodurch es möglich ist, in das Plasma in die von der inneren Wandung ausgehen und die die
Form eines feinen Puders ein Auftragsmaterial ein- Außenwandung nicht erreichen,
zugeben, mit welchem die gewünschte elektro- 65 Die zuletzt genannten Spalte unterteilen die Schalen
thermische Behandlung durchgeführt werden soll. nicht in Unterabschnitte. Diese Spalte haben ledig-
Die Plasmafackel 7 nimmt durch die Einschnürung hch die Wirkung, den Strömungsweg der Ströme
des Innnenquerschnitts der Einschnürungsvorrichtung längs der Oberfläche zu verlängern, und eine der-
artige Spaltanordnung ist für bestimmte Anwendungszwecke
vorteilhaft. In allen Fällen wird der Induktor durch eine einzige Windung großer Oberfläche
gebildet, die eine geringe Impedanz hat.
Durch die Erfindung ist es möglich, die Vorteile eines einschleifigen Konzentrationsinduktors, insbesondere
bei Brennern großer Leistung, die mit verhältnismäßig kleinen Hochfrequenzspannungen arbeiten
sollen, mit den Vorteilen der Überlagerung des Plasmas mit einem Gleichstrom oder mit einem
Netz-Wechselstrom zu kombinieren.
Diese Überlagerung erhöht beträchtlich die Maximaltemperatur des Plasmabrenners und insbesondere
auch die Temperaturen, die in zahlreichen Gegenständen erhalten werden, die mit dem Brenner behandelt
werden, und zwar durch eine Verformung des Plasmas, die durch die neue Einschnürungsvorrichtung
erhalten wird, und zwar insbesondere am Ausgang der Entladungskammer.
20
Claims (4)
1. Plasmabrenner mit einer Kammer, in welche ein Gas unter einem einstellbaren Druck eingeführt
werden kann, und mit einem Induktionskreis, der um diese Kammer herum durch eine
Primärwicklung und eine einschleifige Sekundärwicklung gebildet wird, wobei diese einschleifige
Sekundärwicklung aus einem metallischen Hohlzylinder besteht, der durch einen radialen Spalt
längs der Erzeugenden vollständig unterbrochen ist und der in seinem die Flamme umgebenden
Abschnitt einen gekühlten, doppelwandigen, als Einschnürungsvorrichtung bezeichneten Ansatz
aufweist, der durch den Spalt unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der metallische
Hohlzylinder (2) und die Einschnürungsvorrichtung (20) eine Anzahl von η zusätzlichen
radialen Spalten aufweist, daß η eine ganze ZahL
ist, daß die Anordnung der Spalte derart ist, daft wenigstens ein Paar radiale, einander gegenüberliegende
Spalte vorhanden sind, und daß ein Kreisdie beiden Anschlüsse (31, 32) an den beiden einander
gegenüberliegenden Teilen (21, 22) symmetrisch mit den Anschlüssen einer Gleichstromquelle
(3) oder einer Netz-Wechselstromquelle (3) verbindet.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer eine zylindrische Wandung
(4) aus einem feuerfesten Material aufweist, daß die Kammer am Ausgang eine metallische
Wandung (20 b) aufweist, die den gleichen Innendurchmesser hat wie die Wandung aus dem hitzebeständigen
Material, und daß diese Metallwandung (20 b) durch eine Innenauswölbung der
Wandung des Hohlzylinders (2) gebildet wird.
3. Brenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse der Stromquelle
(3) durch eine Selbstinduktion (33, 34), die in Serie geschaltet ist und durch einen Kondensator
(35,36) geschützt ist, wobei diese Teile eine Filterschaltung bilden.
4. Brenner nach einem der Patentansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Paar radiale Spalte vorgesehen sind, die den Hohlzylinder (2) und die Einschnürungsvorrichtung
(20) teilweise unterteilen (Fig. 4).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschriften Nr. 1276 805,
Französische Patentschriften Nr. 1276 805,
946;
USA.-Patentschrift Nr. 3 024 350;
»Industrie-Anzeiger« (Essen), Jahrgang 84, Nr. 92
»Industrie-Anzeiger« (Essen), Jahrgang 84, Nr. 92
vom 16. 11. 1962, S. 8 bis 12.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 720/405 1.68 © Bundesdruckerei Berlin
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