DE1259233B - Verfahren zum elektrischen UEberziehen von Gegenstaenden mit einem in einem waesserigen Bad dispergierten organischen Filmbildner - Google Patents
Verfahren zum elektrischen UEberziehen von Gegenstaenden mit einem in einem waesserigen Bad dispergierten organischen FilmbildnerInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. CL:
B44d
Deutsche Kl.: 75 c-5/04
Nummer: 1 259 233
Aktenzeichen: F 43241VI b/75 c
Anmeldetag: 23. Juni 1964
Auslegetag: 18. Januar 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum elektrischen Überziehen von Gegenständen mit einem
in einem wässerigen Bad dispergierten organischen Filmbildner, das mit dem negativen Pol einer Gleichstromquelle
verbunden ist, während die mit dem positiven Pol verbundenen Gegenstände isoliert an
einer Fördereinrichtung aufgehängt sind.
Bei Überziehvorgängen großen Ausmaßes, wie z.B. der Grundierung von Kraftfahrzeugkarosserien
oder dergleichen Massenproduktionen, macht es die Gesamtlänge der Fördervorrichtung sowie andere
Überlegungen unmöglich, die Fördervorrichtung von Erde zu isolieren. Daher wird es bei einer anodischen
Einrichtung zum Überziehen notwendig, eine Isolierung zwischen der Fördervorrichtung und dem positiv
geladenen Werkstück vorzusehen. Derartige Isolierungen werden aus einer Vielzahl von Gründen zuweilen
nach verschiedenen Betriebsperioden unwirksam. So kann z. B. die Ansammlung von Öl und leitenden
Staubpartikeln eine elektrische Leitung für einen sonst wirksamen Isolator bilden. Eine normale
Abnutzung oder eine fehlerhafte Konstruktion oder fehlerhafte Materialien können in gleicher Weise die
Isolation zwischen Werkstück und Fördervorrichtung beeinträchtigen. Bei solchen Umständen ergibt der
Durchgang eines Werkstückes, welches eine merkliche elektrische Verbindung mit Erde hat, einen
schlecht überzogenen Gegenstand, der Ausschuß darstellt, erneut behandelt werden muß, wenn es möglich
ist, oder durch zeitraubende Handarbeit fertiggestellt werden muß.
Erfindungsgemäß wird jeder der an der Fördereinrichtung hängenden Gegenstände vor dem Eintritt
in das Bad durch eine Meßzone für die Isolation des Gegenstandes gegen die geerdete Fördereinrichtung
geleitet und ein zwischen einem Gegenstand und der Fördereinrichtung fließender Strom wird beim Übersteigen
eines gewissen Wertes dazu benutzt, ein Warnsignal auszulösen.
Das Warnsignal ermöglicht es, die Fördereinrichtung rechtzeitig anzuhalten, bis die fehlerhafte Isolation
repariert oder ersetzt ist oder bis das Werkstück an einem anderen Aufhänger hängt. Hierdurch
wird Ausschuß weitgehend vermieden.
Des weiteren kann erfindungsgemäß der Strom dazu benutzt werden, die Fördereinrichtung zum Anhalten
zu bringen. Außerdem wird erfindungsgemäß als Meßspannung zwischen dem Gegenstand und der
Fördereinrichtung eine Spannung verwendet, die höher ist als die Spannung zwischen den Elektroden
in dem Überzugsbad. Zweckmäßig wird in einem selbsttätigen Meßkreis für die Isolation ein elektri-
Verfahren zum elektrischen Überziehen von
Gegenständen mit einem in einem wässerigen
Bad dispergierten organischen Filmbildner
Gegenständen mit einem in einem wässerigen
Bad dispergierten organischen Filmbildner
Anmelder:
Ford-Werke Aktiengesellschaft,
5000 Köln, Ottoplatz 2
Als Erfinder benannt:
Ray A. Igras, Dearborn Township, Mich.;
Gordon G. Strosberg,
Oak Park, Mich. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 1. Juli 1963 (291 743)
scher Kontakt geschlossen, durch den ein Signal automatisch ausgelöst wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert,
in denen zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer elektrischen Überzugsvorrichtung,
bei welcher die Prüfvorrichtung für die Isolation gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet
wird,
Fig.2 eine schematische Darstellung einer elektrischen
Zuführungssteuerung für eine elektrische Überziehvorrichtung nach Fig. 1. Die Einrichtung
kann den elektrischen Widerstand· zwischen Werkstück und Erde selbsttätig messen, die Annäherung
eines fehlerhaften Isolators signalisieren und die Fördervorrichtung stoppen, wenn ein unsachgemäß isoliertes
Werkstück sich dem Bade nähert;
F i g. 3 zeigt eine schematische Darstellung der Strommeßvorrichtung, durch die der Widerstand
eines Isolators in der Zuführungssteuerung nach Fig. 2 gemessen wird.
In der F i g. 1 enthält ein chemisch widerstandsfähiger Behälter 11 ein Überzugsbad 13 und dient als
negative Elektrode in dem Überziehverfahren. Der Behälter 11 ist an die Gleichstromquelle 17 über die
Leitung 15 angeschlossen. Der elektrisch zu überziehende Gegenstand 19 hängt an dem Aufhänger 21,
der seinerseits an der Fördervorrichtung 23 hängt und durch das Bad 13 hindurchgezogen wird. Die
Fördervorrichtung 23 kann in üblicher Weise elek-
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Claims (4)
- 3 4torisch durch eine Kette angetrieben sein. Der Auf- 159 sich öffnet und die Fördervorrichtung stoppt, hänger 21 enthält einen Isolator 25, der dazu dient, Das Signallicht 161 steht mit der Leitung 153 und den Gegenstand 19 von der geerdeten Fördervor- der Leitung 155 in Verbindung, wenn der Kontakt richtung zu isolieren. An dem Aufhänger 21 sitzt eine 163 geschlossen ist. Die Kontakte dieses Satzes, die Kontaktplatte oder -bürste 29, die mit ihm in elek- 5 normalerweise offen sind, werden durch die Relaistrischer Verbindung steht. Die Bürste 29 läuft elek- spule 165 betätigt, die außerdem einen Kontakt 167 torisch verbunden an dem Isolationsprüfsegment 31 betätigt. Die Kontakte 167 sind normalerweise geder in Segmente eingeteilten Sammelschiene 33 vor- schlossen und stehen in elektrischer Verbindung mit bei. Die Sammelschiene 33 kann, was in der Zeich- der Leitung 131 des Stromkreises der-Fördervorrichnung nicht dargestellt ist, eine Anzahl Segmente auf- io tung. Die Relaisspule 165 ist elektrisch mit der Leiweisen, die elektrisch voneinander isoliert sind und tung 155 und der Leitung 153 .verbunden, wenn der von denen einige mit negativen Leitungen aus der Kontakt 169 geschlossen ist. Die Kontakte 169 sind Stromquelle verbunden sein können, um zur Betäti- normalerweise offen und werden durch die Vorrichgung des Überziehverfahrens zu dienen. tung 147 gemäß Fig. 3 geschlossen.Der Teil der Sammelschiene, der dazu benutzt 15 In F i g. 3 sind die Leitungen 153 und 155 nach wird, um Strom in das Werkstück zu leiten, ist an die F i g. 2 dargestellt. Sie stehen in Verbindung mit Stromquelle 17 durch die positive Leitung 41 ange- einem variablen Transformator 171. Das Transforschlossen. matorenverhältnis ist derart, daß die Spannung, die Die Spannung, die zum Überziehen der Gegen- über die Leitungen 153 und 155 zugeführt wird, d. h. stände beim Durchgang durch das Bad benutzt wird, 20 also 110 V Wechselstrom, gesteigert wird, um eine liegt in üblicher Weise im Bereich von etwa 50 bis Potentialdifferenz von etwa 2000 bis 3500 V zwi-1000, vorzugsweise 100 bis 500 V. sehen den Leitungen 175 und 177 über den Auf-Bewegt sich der Gegenstand 19 von rechts nach wärtstransformator 173 zu erzeugen. Diese Spannung links in der Zeichnung und nähert er sich dem Bad gelangt an den Isolator 25 über die Leitung 177, die 13, so berührt die Bürste 29 das Segment 31, wo- 25 Widerstände 179, 181, 183 und die Leitung .185, die durch der Gegenstand in den Kontrollbereichen ein- elektrisch mit der Leitung 143 in Verbindung steht, tritt, in dem die Isolation zwischen dem positiv sowie über die Leitung 175, die Brücke 191 und die geladenen Gegenstand 19 und der geerdeten Förder- Leitung 193, die mit der Leitung 145 in Verbindung vorrichtung 23 gemessen wird. steht. Die elektrische Verbindung des Leiters 143 In der Fig. 2 ist der Gegenstands wiederum auf- 30 mit dem Segment 31 sowie die elektrische Verbingehängt an der Fördervorrichtung 23 durch einen dung der Leitung 145 mit der Fördervorrichtung Hänger 21 mit einer Bürste29 dargestellt. Er steht sind in Fig. 2 dargestellt. Die Relaisspule 195 der in elektrischer Verbindung mit dem Sammelschienen- Brücke 191 kann den Kontakt 169 schließen, sofern segment 31, welches zwischen den Isolatoren 35 und ein bestimmter elektrischer Ström durch die Spule 37 vorgesehen ist. Die Fördervorrichtung 23 wird 35 hindurchgeht.durch eine übliche Kraftquelle, die nicht dargestellt Im Betrieb wird ein Gegenstand, der überzogen ist, über die Leitungen 131 und 133 angetrieben. Es werden soll und mit 19 bezeichnet ist, durch die ist ein üblicher Antriebsmechanismus 135 vor- Fördervorrichtung 23 in elektrische Verbindung mit gesehen, bestehend aus einem Elektromotor 137, dem Segment 31 über den Aufhänger 21 und die einer Untersetzung 139, einer Kette 141 sowie 40 Bürste 29 gebracht. Sofern der elektrische Widerüblichen, nicht dargestellten Verbindungsteilen. stand des Isolators 25 unter einem vorausbestimmten Eine Prüf- und Kontrollvorrichtung 147 kann den Wert liegt, fließt ausreichend Strom durch die Spule Widerstand des Isolators der Fördervorrichtung für 195 über die dargestellten elektrischen Verbindundas sich dem Bade nähernde Werkstück selbsttätig gen, so daß die Kontakte 169 sich schließen, wodurch messen und der Bedienung ein Signalgeben sowie 45 die Relaisspule 165 unter Strom gelangt. Dadurch die Fördervorrichtung anhalten, sofern der Wider-· wiederum werden die Kontakte 163 geschlossen, stand unter einem bestimmten Wert liegt. Die Meß- wodurch das Warnlicht 161 aufleuchtet. Es liegt im vorrichtung 147 für den Widerstand ist' elektrisch Rahmen der Erfindung, eine Klingel oder eine andere mit dem Segment 31 über die Leitung 143 verbunden hörbare Warnvorrichtung zusätzlich oder an Stelle und mit der geerdeten Fördervorrichtung 23 über die 50 der Leuchte 161 zu verwenden. Bei der dargestellten Leitung 145. Diese Vorrichtung ist in Verbindung Ausführungsform öffnen sich bei Stromzufuhr zu der mit F i g. 3 beschrieben. Spule 165 auch die Kontakte 167, wodurch dieDie Widerstandsmeßvorrichtung 147 ist elektrisch Fördervorrichtung angehalten wird,
mit einer Wechselstromquelle verbunden, die nichtdargestellt ist, und zwar durch die Leitungen 149, 55 Patentansprüche:
153 und 155 spwie durch den Schalter 151. EineRelaisspule 157 zur Betätigung eines Kontaktes 159 1. Verfahren zum elektrischen Überziehen vonsteht in elektrischer Verbindung mit den Leitungen Gegenständen mit einem in einem wässerigen153 und 155. Die Kontakte des Satzes 159 sind ge- Bad dispergieren organischen Filmbildner, dasschlossen, wenn die Fördervorrichtung läuft und 60 mit dem negativen Pol einer Gleichstromquellestehen in elektrischer Verbindung mit der Leitung verbunden ist, während die mit dem positiven131 des Stromkreises der Fördervorrichtung. Die Pol verbundenen Gegenstände isoliert an einerSpule 157 und der Kontakt 159 ergeben eine Siehe- Fördereinrichtung aufgehängt sind, dadurchrung gegen die Zuführung von schlecht isolierten gekennzeichnet, daß jeder der an derGegenständen in das Bad infolge eines Fehlers in 65 Fördereinrichtung hängenden Gegenstände vordem Kraftstromkreis zu der Widerstandsmeßvorrich- dem Eintritt in das Bad durch eine Meßzonetung 147. Bei Auftreten eines solchen Fehlers wird für die Isolation des Gegenstandes gegen diedie Spule 157 stromlos und bewirkt, daß der Kontakt geerdete Fördereinrichtung geleitet wird und einzwischen einem Gegenstand und der Fördereinrichtung fließender Strom beim Übersteigen eines gewissen Wertes dazu benutzt wird, ein Warnsignal auszulösen. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom dazu benutzt wird, die Fördereinrichtung zum Anhalten zu bringen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Meßspannung zwischendem Gegenstand und der Fördereinrichtung eine Spannung verwendet wirdj die höher ist als die Spannung zwischen den Elektroden in dem Überzugsbad.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einem selbsttätigen Meßkreis für die Isolation ein elektrischef Kontakt geschlossen wird, durch den ein Signal" automatisch ausgelöst wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen70} 719/368 1.68 ® Bundesdruckerei Berlin
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