DE1258713B - Schwingsieb mit in einem Siebkasten eingespanntem, zusammen mit diesem in Schwingungen versetztem Siebbelag und mit einer Abklopfvorrichtung - Google Patents
Schwingsieb mit in einem Siebkasten eingespanntem, zusammen mit diesem in Schwingungen versetztem Siebbelag und mit einer AbklopfvorrichtungInfo
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- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
- B07B1/00—Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
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Description
- Schwingsieb mit in einem Siebkasten eingespanntem, zusammen mit diesem in Schwingungen versetztem Siebbelag und mit einer Abklopfvorrichtung Die Erfindung betrifft ein Schwingsieb mit in einem Siebkasten eingespanntem, zusammen mit diesem in Schwingungen versetztem Siebbelag und mit einer Abklopfvorrichtung, die den Siebbelag unabhängig vom Siebkasten turnusmäßig bzw. in gewissen Abständen federnd gegen das aufliegende Siebgut anhebt oder spannt und daraufhin ruckartig wieder freigibt.
- Für die Absiebung von Materialien der Steine-und Erden- sowie der chemischen Industrie sind bereits viele Arten von Siebmaschinen bekannt. Bei fast allen diesen Siebmaschinen - Resonanzsieben, Freischwingern, Exzentersieben od. dgl. - wird das Gut nach dem Prinzip der Wurfparabel abgesiebt.
- Diese Siebmaschinen werden entweder mit groben bis sehr feinen Siebgeweben bzw. -geflechten oder aber mit Lochblechen als Siebbelag bespannt. Meistenteils haben die Siebbelege Rechteckform. Bei Labor- und anderen Feinsieben sind die Beläge in manchen Fällen auch rund ausgeführt. Der Antrieb dieser Siebmaschinen erfolgt durch Elektromotore, Elektromagnete oder auch Unwichtmotore.
- Alle bekannten Siebmaschinen sind für die Absiebung von normalem trockenem Siebgut gut geeignet; es treten jedoch immer noch große Schwierigkeiten beim Absieben von feuchtem oder klebrigem Gut auf, weil sich die Maschen des Siebbelages mit Siebgut zusetzen und dadurch den Siebvorgang hemmen oder sogar seine Durchführung unmöglich machen.
- Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist es bekannt, Schwingsieben Abklopfvorrichtungen zuzuordnen, die den Siebbelag unabhängig vom Schwingkasten turnusmäßig federnd gegen das aufliegende Siebgut anheben und daraufhin ruckartig wieder freigeben. Die bekannten Abklopfvorrichtungen arbeiten dabei nach Art von Hämmern, die nur punkt- bzw. linienförmig auf den Siebbelag zur Einwirkung kommen. Hierdurch wird nicht nur der Siebbelag erheblich beansprucht, sondern es ergeben sich auch ungleichmäßige Abklopfwirkungen in den verschiedenen Bereichen des Siebbelages. Eine gleichmäßige Abklopfwirkung über die gesamte Fläche des Siebbelages ist nur durch Anbringung einer Vielzahl von Klopfhämmern möglich, wodurch sich aber eine komplizierte und aufwendige Bauart der Abklopfvorrichtung ergibt.
- Demgegenüber ist es Zweck der vorliegenden Erfindung, eine Abklopfvorrichtung für Schwingsiebe zu schaffen, die mit geringem Aufwand eine bestmögliche Wirkung erzielt und dabei gleichmäßig auf die gesamte Fläche des Siebbelages zur Einwirkung kommt, ohne daß sie die Siebwirkung selbst beeinträchtigt. Ein erfindungsgemäßes Schwingsieb ist dabei im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die Abklopfvorrichtung als im Siebkasten sitzender, durch Klauen- oder Nockenwellen bewegbarer, aus elastischen Druckleisten und starren Querstreben gebildeter Klopfrahmen ausgestaltet ist.
- Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal ist die Abklopfeinrichtung durch Elektromagnete, Preßluftkolben od. dgl. antreibbar.
- In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Siebmaschine dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 im Vertikalschnitt den Siebkasten einer Siebmaschine mit Siebbelag und erfindungsgemäßer Abklopfvorrichtung und F i g. 2 den Siebkasten gemäß der F i g. 1 in Draufsichtdarstellung.
- In der Zeichnung ist der Deutlichkeit halber von einer Siebmaschine nur der eigentliche Siebkasten 1 mit dem eingespannten Siebbelag 2 gezeigt, während der Tragrahmen, der Antrieb sowie die Federelemente zwischen Siebkasten und Tragrahmen nicht dargestellt sind.
- Wie besonders aus Fig. 1 hervorgeht, ist der Siebbelag 2 innerhalb des Siebkastens 1 durch hakenförmige Spannglieder 3 gehalten, welche in ebenfalls hakenförmig ausgestaltete Spannfalze 4 an den Enden des Siebbelags 2 eingreifen. Die Spannglieder 3 sind dabei über einen Gewindeschaft 5 sowie zugehörige Stellmuttern 6 mit einem U-Profil 7 verbunden, welches quer zu seiner Längsrichtung bewegbar im Siebkasten 1 angeordnet und über Druckfedern 8 gegen ortsfeste Widerlager 9 abgestützt sind. Dabei sind die beweglichen U-Profile 7 mit den ortsfesten Widerlagern 9 durch Schrauben 10 mit Muttern 11 so verbunden, daß außer einer Bewegungs- Begrenzung für die U-Profile 7 auch noch die Vorspannung der Druckfedern 8 je nach Bedarf geändert werden kann. Damit die Änderung der Federnvorspannung auch entsprechend auf den Siebbelag 2 wirksam wird, werden die Spannglieder 3 über ihren Schraubenschaft 5 und die zugehörigen Stellmuttern 6 entsprechend verlagert.
- Unterhalb des Siebbelags 2 ist im Siebkasten 1 eine Querwelle 12 in dem Lager 13 a drehbar gelagert und über eine Kupplung 13 b, Keilriemen -oder Kettentrieb mit einem nicht dargestellten Antriebsmotor verbunden. Auf dieser Querwelle 12 sitzen mehrere, beispielsweise 3 Klauenscheiben 13, deren jede mit einer Gegenklaue 14 zusammenarbeitet, welche an der Unterseite einer Druckleiste 15 sitzt. Die Druckleisten 15 sind an ihren beiden Enden mittels Gleithalterungen am Siebbelag 2 aufgehängt und bestehen zweckmäßig aus elastisch nachgiebigem Material, beispielsweise Federstahl.
- Die Druckleisten 15 sind miteinander durch mehrere Querstreben 16 verbunden, welche beispielsweise durch Rohre gebildet sind und dem Siebbelag 2 an allen Stellen eine schonende Auflage bieten.
- Der eigentliche Siebvorgang wird dadurch bewirkt, daß der gesamte dargestellte Siebkasten 1 gegenüber dem übrigen (nicht dargestellten Teil) der Siebmaschine so bewegt wird, daß die Absiebung des Gutes nach dem Prinzip der Wurfparabel stattfindet. Damit beim Absieben von feuchtem und klebrigem Gut ein Verstopfen des Siebbelages 2 verhindert wird, wird während des Betriebes der Siebmaschine auch die im Siebkasten 1 gelagerte Querwelle 12 mit den aufgesetzten Klauenscheiben 13 in langsame Drehung versetzt. Dadurch wird jedesmal, wenn eine Klaue der Klauenscheibe 13 auf die zugehörige Gegenklaue 14 der Druckleisten 15 aufläuft, der Siebbelag 2 über die Rohre 16 entgegen der Last des aufliegenden Siebgutes nach oben in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung elastisch durchgebogen. Die dadurch eintretende Verkürzung des Siebbelages 2 in Horizontalrichtung wird durch entsprechendes Nachgeben der Druckfeder n8 ausgeglichen. Sobald die Klauen der Klauenscheiben 13 von den Gegenklauen 14 der elastischen Druckleisten 15 . abgleiten, wird der Siebbelag 2 mit dem auflagernden Siebgut schlagartig nach unten bewegt und damit das sich in den Maschen des Siebbelages festgesetzte Siebgut gelöst. Da diese schlagartige Abwärtsbewegung des Siebbelages 2 während des Siebvorganges fortwährend herbeigeführt wird, ist ein Zusetzen der Sieblöcher praktisch ausgeschlossen. Auch feuchtes und klebriges Siebgut kann daher mit der erfindungsgemäßen Siebmaschine ohne Schwierigkeiten abgesiebt werden.
- Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel einer Siebmaschine. Vielmehr ist es ohne weiteres möglich, die erfindungsgemäß vorgesehene Abklopfvorrichtung statt durch eine dauernd umlaufende und mit Klauenscheiben besetzte Welle durch Elektromagnete, Preßluftkolben od. dgl. anzutreiben.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Schwingsieb mit in einem Siebkasten eingespanntem, zusammen mit diesem in Schwingungen versetztem Siebbelag und mit einer Abklopfvorrichtung, die den Siebbelag unabhängig vom Siebkasten turnusmäßig bzw. in gewissen Abständen federnd gegen das aufliegende Siebgut anhebt oder spannt und daraufhin ruckartig wieder freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Abklopfvorrichtung als im Siebkasten (1) sitzender, durch Klauen- oder Nockenwellen (12, 13) bewegbarer, aus elastischen Druckleisten (15) und starren Querstreben (16) gebildeter Klopfrahmen ausgestaltet ist.
- 2. Schwingsieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abklopfvorrichtung durch Elektromagnete, Preßluftkolben od. dgl. antreibbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 188 407, 297 706, 484111, 927 968; deutsche Auslegeschrift Nr. 1157 460; USA.-Patentschrift Nr. 961467.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES100951A DE1258713B (de) | 1965-12-14 | 1965-12-14 | Schwingsieb mit in einem Siebkasten eingespanntem, zusammen mit diesem in Schwingungen versetztem Siebbelag und mit einer Abklopfvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1258713B true DE1258713B (de) | 1968-01-11 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1258713B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0212378A3 (de) * | 1985-08-23 | 1989-03-22 | Fried. Krupp Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Siebvorrichtung |
| FR2686812A1 (fr) * | 1992-02-04 | 1993-08-06 | Chauvin Sarl Ets | Dispositif de criblage comportant des moyens de decolmatage. |
| US7850011B2 (en) | 2001-08-10 | 2010-12-14 | Axiom Process Ltd. | Screen system |
| US7942272B2 (en) | 2001-08-10 | 2011-05-17 | Axiom Process Ltd. | Screen system |
Citations (6)
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-
1965
- 1965-12-14 DE DES100951A patent/DE1258713B/de active Pending
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